Ai yori Aoshi

und

Ai yori Aoshi Enishi

Ai yori Aoshi

Wieder mal ein Anime zum Thema "ein Junge wird von einer wachsenden Anzahl Mädchen umkreist, die alle irgendwie in ihn verliebt sind". Übrigens - anders als das Titelbild vermuten läßt, kommen hier keine Katzenmädchen vor, sondern alles geht ganz konventionell zu. Das ganze hat mich ziemlich an Aa, Megami-sama erinnert, denn es hat damit viele Elemente gemeinsam.

Der junge Student Kaoru trifft ein Mädchen (Aoi), das total in ihn verliebt ist und ihn am liebsten vom Fleck weg heiraten würde, doch dieser Liebe stellen sich etliche Hindernisse, vor allem in Form familiärer Schwierigkeiten und weiblicher Konkurrenz, in den Weg, und so kommt es, daß Kaoru und Aoi ihre Liebe sogar geheimhalten müssen - genau wie niemand erfahren darf, daß Belldandy eine Göttin ist.

Das ganze ist eine sehr nette und romantische Hochschulkomödie, deren Nebenhandlung sich hier nicht um Rennwagen dreht, sondern um den Fotoclub. Sogar zu dem verrückten Pärchen Ootaki und Tamiya gibt es hier zwei analoge Charaktere; hier heißen sie Suzuki und Satou.

Was ist nur ein bißchen vermißt habe ist eine wirklich neue Idee dabei. Es ist eine Mischung aus konventionellen, erprobten Elementen, die wir alle schon zig mal gesehen haben.

*

Der Name dieses Animes setzt sich folgendermaßen zusammen:

Ai Ai
Üblicherweise heißt "Ai" Liebe. Mit diesem Kanji hingegen bedeutet es ""indigoblau".
Aoshi Aoshi
Das ist eine etwas lyrische Form von "Aoi" und heißt (mit diesem Kanji geschrieben) "blaugrün".
Aoi Aoi
Mit diesem Kanji geschrieben heißt "Aoi" "Malve", und es ist auch der Vorname unserer Heldin Sakuraba Aoi.
Ai yori Aoshi - Aoshi ist besser als Ai / Blaugrün ist besser als Indigoblau.
Ein interessantes Wortspiel, aber der tiefere Sinn hat sich mir trotz der Analyse der Kanji leider nicht so recht offenbart.
Das Wort "Enishi" aus dem Titel der 2. Staffel bedeutet "Verbindung", "Beziehung" oder "Schicksal". (Anscheinend gibt es dafür keine besonders gute deutsche Übersetzung.)

*

Erschienen ist "Ai yori Aoshi" auf 6 US-DVDs. Die Nachfolgestaffel "Ai yori Aoshi Enishi" gibt es ebenfalls in Amerika, und zwar auf 3 DVDs. Deutsche DVDs gibt es, soweit mir bekannt, nicht.

Fazit

Nett, unterhaltsam, romantisch, mit ein bißchen Fanservice, aber ohne eine wirklich aufregende Handlung. Ab etwa Folge 4 passiert nichts mehr, außer daß ab und zu noch ein paar Figuren dazukommen. Trotzdem eine Empfehlung, denn die Geschichte ist sehr nett geworden.

Einen besonderen Coolness-Faktor gibt es noch: Kawasumi Ayako, die Sprecherin von Aoi, hat nämlich auch Lafiel aus Seikai no Monshou gesprochen. Und das finde ich wirklich bemerkenswert.


"Ai yori Aoshi" Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

"Ai yori Aoshi" Zusammenfassung der Handlung Teil 13 - 24

"Ai yori Aoshi Enishi" Zusammenfassung Teil 1 - 12


Hanabishi Kaoru - Er ist auf Umwegen so eine Art Adoptivsohn einer steinreichen, äußerst traditionsbewußten, 300 Jahre alten Unternehmerdynastie, von der er sich allerdings losgesagt hat, weil er es da nicht mehr ausgehalten hat. Jetzt ist er Student in Tokyo an der Meiritsu-Universität und ganz auf sich allein gestellt. Bis eines Tages ein Mädchen im Kimono vor ihm steht und ihm erklärt, es sei seine Verlobte Hanabishi Kaoru Hoshi Souichirou
Sakuraba Aoi - Auch sie kommt aus einer strengen und stinkeichen Unternehmerfamilie, seit 200 Jahren im Kimono-Geschäft und inzwischen Weltmarktführer. Deswegen trägt sie auch immer einen blauen Kimono, der sozusagen ihr Markenzeichen ist. Als kleines Mädchen traf sie ein paar mal Kaoru und wurde ihm zur Frau versprochen. Eines Tages wurde diese Verlobung urplötzlich widerrufen. Aois Liebe gehört aber immer noch ihm, und so macht sie sich auf den Weg, ihn zu finden und von ihm die Wahrheit zu erfahren. Und um ihn zu heiraten, natürlich Sakuraba Aoi Kawasumi Ayako
Kagurazaki Miyabi - Aois Erzieherin ist ein ziemlich harter Brocken, allerdings mit einem weichen Kern. Anfangs hat sie große Schwierigkeiten zu akzeptieren, daß einer wie Kaoru ihren kostbaren Schützling Aoi bekommen soll. Doch in diesem Punkt ist Aoi eisern, und so gewöhnt Miyabi sich langsam an diesen Gedanken Kagurazaki Miyabi Hiramatsu Akiko
Suzuki - Er ist der Vorsitzende des Foto-Clubs und ein großer Eisenbahn-Fan Suzuki Nakai Kazuya
Satou - Er ist der Vizepräsident des Foto-Clubs. Er steht absolut auf Cosplay Satou Higo Makoto
Minazuki Taeko - Sie hat sich überreden lassen, ebenfalls dem Foto-Club beizutreten. Ihre Markenzeichen: ziemlich naiv, großer Busen, ziemlich schusselig, ausgesprochen gutmütig und sehr fleißig - was sie auch sein muß, um all das auszubügeln, was sie mit ihrer Ungeschicklichkeit kaputt gemacht hat. Ihr leuchtendes Vorbild ist Aoi, die einfach alles kann, und das auch noch perfekt Minazuki Taeko Mizuhashi Kaori
Tina Foster - Sie ist eine ziemlich ausgeflippte Amerikanerin, die bei Kaoru und Aoi einzieht und ihr Leben ziemlich abwechselungsreich gestaltet. Besonderes Kennzeichen: sie säuft wie ein Loch Tina Foster Yukino Satsuki
Miyuki Mayu - Sie ist reich, ziemlich eingebildet, super intelligent und seit Ewigkeiten in Kaoru verknallt. Sie ist erst 16, hat aber zwei Schuljahre übersprungen und geht jetzt ebenfalls in die Meiritsu-Universität, wo sie immer mit ihrem Kaoru zusammen sein kann Miyuki Mayu Narita Sayaka
Minazuki Chika - Taekos kleine Cousine ist ein sehr lebhaftes und aufgewecktes Mädchen Minazuki Chika Momoi Haruko
weitere Figuren aus "Ai yori Aoshi Enishi"
Komiya Natsuki Komiya Natsuki Koyama Kimiko
Aizawa Chizuru - Sie und Natsuki sind Chikas Klassenkameradinnen und ihre besten Freundinnen, obwohl sie ziemlich unterschiedliche Charaktere sind Aizawa Chizuru Noto Mamiko

Daten: Regie: Shimoda Masami Design: Iwakura Kazunori Erscheinungsjahr: 2002 / 2003
Bewertung Animation:
Framerate: gut Standbilder: ein paar Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: sehr schön
Bewertung sonstiges: Handlung: Aoi ist hinter Kaoru her Besonderheit: Aois unvermeidlicher blauer Kimono Musik: ganz nettes Titellied
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Untertitel: enthalten gelegentlich ein paar Tippfehler Gesamt-Beurteilung: sehr nett, aber keine herausragend neuen Ideen

Erstellt am 27.5.2004. Letzte Änderung: 30.4.2015