Angel Links - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 13

Laufzeit der 4 DVDs: 325 min.

Angel Links DVD-Box

1. DVD - Folge 1 - 4

Folge 1 - Guardian Angel

Der Anfang der Geschichte ist klassisch: eine Horde wilder Weltraumpiraten überfällt nahe dem Oracion-System einen Frachter mit wertvollem Gut, doch womit die Piraten nicht gerechnet haben ist, daß der Frachter einen Geleitschutz hat. Und nicht irgend einen, sondern von der Angel Links, die mit ihrer Links Cannon die Bösewichte mit Leichtigkeit aus dem Weltraum fegt. Und das beste daran ist: Meifons Organisation, die Links Group, macht das kostenlos. Denn das war der letzte Wunsch von Meifons Großvater, bevor er starb.

Das Oracion-System, auf dessen 4. Planeten die Links Group ihren Hauptsitz hat, ist reich an Erzen und Metallen, liegt aber in einer gefährlichen Gegend. So gibt es etliche Organisationen, die Transportern Schutz bieten, doch normalerweise kostet das eine Stange Geld.

Leon und Yayoi

*

Der Chef des geretteten Schiffes gibt für Meifon und ihre Leute zum Dank einen großen Empfang. Derweil wird draußen im All ein weiteres Schiff gekapert. Die Beute besteht diesmal aus einer sehr wertvollen Geisel namens Leon Lau, der eigentlich auch zu Meifons Party hätte kommen sollen. Meifon nimmt das persönlich und startet sogleich mit der Angel Links, um Leon zu befreien.

In Wirklichkeit ist die Entführung von Gordon Hoi, einem von Meifons Konkurrenten, arrangiert, doch das spielt für Meifon keine Rolle. Wie verlangt, begibt sie sich mit ein paar Leuten und dem ausgemachten Lösegeld an Bord des Piratenschiffes und wird dort, wie nicht anders zu erwarten, selbst zur Geisel. Die Piraten fliegen dann in Sicherheit und wollen nun Meifon und die übrigen Geiseln einfach über Bord werfen. Doch Meifon und ihre Truppe verfügen über sehr viel mehr Kampfkraft, als die Piraten erwartet haben, mischen die Bande ordentlich auf und hauen dann ab.

Und am Ende pustet die Angel Links die restlichen Piraten aus dem Weltraum.

*

Meifon besucht das Grab ihres Großvaters Chenhou Li, von dem sie alles geerbt hat. Sechs Monate ist er erst tot, und in dieser Zeit hat Meifon sehr viel erreicht.

Übrigens steht neben Chenhous Grabstein auch einer für Meifon, komplett mit Todesdatum (30. Juni 159 im Alter von 17 Jahren).

Folge 2 - Akirame no Meruhen - A Wasted Fairy Tale

Meifon und ihre Leute

Leon hat Meifon Rosen geschickt, die ihr zum Frühstück überreicht werden. Anschließend läuft Meifon im riesigen Gebäude der Links Group ein und nimmt die Begrüßungsparade ihrer zahllosen Angestellten ab. Ihre nächste Arbeit besteht darin zu entscheiden, welchem Transporter sie als nächstes Geleitschutz gewährt. Da dieser bekanntlich kostenlos ist, gibt es tausende von Interessenten. Am Ende entscheidet sie sich für einen armen Schlucker namens Marcotte (gesprochen von Matsumoto Yasunori), den sie zufällig beim Mittagessen auf der Straße trifft.

Marcotte hat eine Ladung Spielzeug dabei, aber was die eigentliche Fracht ist, weiß er gar nicht so genau. Irgendwelches Gemüse oder so ...

Auf dem Raumhafen trifft Meifon zunächst Gordon Hoi, ihren finsteren Konkurrenten, und dann auch noch Leon Lau, der sich sehr freut, sie wiederzusehen.

Es folgt der seltsame Wasserstart, eine Spezialität dieses Animes. Im Weltraum formieren sich dann die Angel Links und drei unbemannte Begleitschiffe zur Eskorte. Und natürlich lauern den Zug auch Piraten auf, und zwar eine ganze Menge. Sie verstecken sich in einem Asteroidenfeld und bereiten der Angel Links einen heißen Überraschungsempfang. Dann entern sie Marcottes Frachter. Valeria kann sie aber austricksen und am Ende abschießen.

Allerdings hat die Eskort-Flotte erhebliche Verluste hinnehmen müssen, und auch die Fracht scheint verloren. Doch die Container waren leer, die eigentliche Fracht ist über eine ganz andere Route gegangen. Meifon ist stink sauer, aber so ist nun mal das Geschäft.

Folge 3 - Hokoritaki Doragon - The Proud Dragon

Leon und seine Waisenkinder besuchen Meifon in ihrem Hauptquartiert. Yayoi freut sich riesig Meifon wiederzusehen. Die Jungen hingegen sind eher von Duuz fasziniert, der in dieser Szene einiges geduldig zu ertragen hat

*

über Oracion IV

Meifon sieht sich die neue Fracht an. In der Lagerhalle steht auch eine riesige antike Dragoniten-Statue. Duuz ist fasziniert, doch das vergeht ihm schnell, als der Auftraggeber, ein gewisser Warren Fatom, auftaucht. Er ist sehr unhöflich und speziell Duuz gegenüber geradezu provozierend. Schließlich beginnt er sogar eine Schlägerei mit Meifon, doch da zieht er sehr schnell den kürzeren.

Wenig später startet die Angel Links zu ihrer neuen Mission. Und natürlich sind auch wieder Piraten unterwegs, die praktischerweise von Warren Fatom dirigiert werden.

Die Flotte erreicht nach einiger Zeit einen Gasnebel und muß den Hyperraum verlassen. Kaum angekommen ortet die Angel Links fremde Schiffe. Meifon geht sofort in die Offensive. Doch das nützt ihr nichts, denn es war nur ein Ablenkungsmanöver. Der echte Angriff erfolgt nämlich auf den Transporter, den die Piraten nach kurzer Zeit entern. Doch die Angel Links ist rechtzeitig zur Stelle. Duuz stürmt mit Meifon den besetzten Transporter und rechnet mit Fatom ab, wobei er seine besonderen Talente gut zur Geltung bringen kann, während die Angel Links die Piraten abschießt.

Folge 4 - LiEF-Living Ether Flier

In dieser Folge geht es um eine Art riesigen Weltraum-Wal namens LiEF, eine Attraktion der besonderen Art. Nur alle 178 Jahre kann man ihn sehen, wenn er friedlich vor sich hinquietschend durch das System dümpelt. Er zieht Touristen von weither an, Piraten (oder in dem Fall eher Wilddiebe) aber leider ebenso, denn angeblich kann er ewiges Leben verleihen, weil er selbst so ewig lange lebt.

Piraten sind hinter LiFE her

Meifon bekommt also den Auftrag, LiEF zu beschützen. Sie und Valeria beschließen, der Angel Links diesmal ein "Dress" zu verpassen. Dazu hat die Links Group im Orbit eine riesige Weltraumstation, mit der sie ihre Schiffe mit Zusatzmodulen aller Art ausstatten kann. Und "Dress" darf man hier durchaus ziemlich wörtlich nehmen (warum auch nicht, in Animes können Raumschiffe ja sogar Eier legen und sich vermehren).

*

Am Ziel angekommen stellt sich heraus, daß LiEF offenbar ein Kind hat, das ihn auf seinem Zug begleitet. Und es schwirren überall Touristenschiffe herum. Meifon warnt sie, Abstand zu halten. Dann besteigt sie einen Raumjäger und fliegt mit ein paar Leuten näher heran. Allerding scheint das LiEF-Kind ihren Jäger als eine Art Spielzeug zu betrachten. Und die Piraten sind auch schon im Anflug. Sie besitzen eine riesige Station, und sie fackeln nicht lange.

Bei den anschließenden Gefechten geht alles drunter und drüber. Das LiEF-Kind mischt sich ein, Meifon geht der Treibstoff aus, die Touristenraumschiffe stehen im Weg, und die Piraten haben auch noch so einiges auf Lager, fangen das Kind ein und fliehen damit. Der große LiEF fliegt hinterher und droht, mit einer Station zu kollidieren. Zum Glück kann Meifon sich mit einem neuen Antrieb ausstatten und in einer tollkühnen Aktion die Piraten abschießen, das Kind befreien, LiEF damit vom Kurs abbringen, die Station retten und den Frieden im Weltraum wiederherstellen.

2. DVD - Folge 5 - 7

Folge 5 - Hoshi ni furu Ame - The Rain upon the Stars

Ein feindliches Schiff feuert auf die Angel Links, doch eine ernstliche Gefahr besteht nicht, und dann zieht sich das Schiff wieder zurück. Meifon kennt dieses Spielchen schon, denn das fremde Raumschiff hat das schon öfters gemacht.

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Die Mission ist beendet, alles freut sich auf Zuhause, da taucht das geheimnisvolle Schiff erneut auf und feuert wie wild um sich. Diesmal platzt Meifon der Kragen. Sie ruft der Schiff an und droht, es abzuschießen. Und überraschenderweise antwortet auch jemand: eine junge Frau namens Jesia Garland, die behauptet, unbedingt Kousei treffen zu wollen. Der weiß von nichts, was Jesia dazu veranlaßt, sich mit einem hübschen Feuerwerk wieder mal zurückzuziehen.

Sollte der immer so vorbildliche Kousei am Ende eine Piratin zur Freundin haben? Kousei erinnert sich an nichts, doch Valeria fällt ein, daß sie dieser Frau tatsächlich schon mal begegnet sind. Und tatsächlich war es wohl so, daß Kousei, der damals als perfekter Gentleman auftrat, auf Jesia, die nur den Umgang mit Abschaum und Proleten gewöhnt ist, einen sehr nachhaltigen Eindruck gemacht hat.

Liebe auf den ersten Blick also, und Meifon erteilt Kousei nun den Befehl, diese Sache anständig zu erledigen.

Und so macht Kousei sich auf den Weg, Jesia zu treffen. Meifon, die überhaupt nicht neugierig ist, folgt den beiden heimlich, verkleidet mit einer riesigen gelben Sonnenbrille.

Jesia wird von hinten erschossen

Jesia zu finden ist sehr einfach - die Probleme liegen an ganz anderer Stelle. Kousei ist nämlich beim weiblichen Geschlecht sehr beliebt, und wohin er mit seiner neuen Begleitung auch geht, überall trifft er Freundinnen und Bekannte, die unbedingt auch mit ihm ausgehen wollen. Die erste, die ihm über den Weg läuft, heißt Sally (gesprochen von Tamura Yukari), die sich Jesia gleich schnappt und mal ordentlich damenhaft einkleidet, was ihr übrigens hervorragend steht.

Anschließend geht's zum Essen, und dann in einen Park.

Es wird langsam Abend, und Jesia wird ziemlich unsicher, was sie als nächstes tun soll. Mit Kousei in ein Hotel gehen? Immerhin drückt sie klar und deutlich aus, daß sie ihn liebt. Meifon, die das mitgehört hat, ist beruhigt: nichts ernstes. Gerade will sie gehen, als ein verdächtiger Typ auftaucht, einer aus Jesias Mannschaft namens Dais (gesprochen von Seki Tomokazu). Und er scheint nichts gutes im Sinn zu haben.

Es fängt an zu regnen, und Dais feuert auf Jesia, verfehlt sie aber. Wenn er sie schon nicht haben kann, dann will er wenigstens ihr Schiff. Meifon ruft Kousei eine Warnung zu, und so kommt es zu einer Schießerei, in die auch Meifon eingreift. Dais wird sehr schnell ausgeschaltet.

Da fällt ein weiter Schuss, und Jesia bricht tödlich getroffen zusammen. Außer Dais waren offenbar noch mehr Leute nicht damit einverstanden, wenn sie die Seiten wechselt.

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Kousei verfolgt den Mörder und bringt ihn zur Strecke.

Folge 6 - Crossroads

Meifon denkt zurück an ihre Kindheit

7 Monate zuvor: eine große Trauergemeinde hat sich am Grab des jüngst verstorbenen Li Chenhou versammelt, darunter natürlich auch seine Enkelin Meifon, die Alleinerbin seines Imperiums, die nun auf der Suche nach einer guten Mannschaft für ihr neues Raumschiff Angel Links ist. Denn Chenhous letzter Wille war es, daß sie einen kostenlosen Weltraum-Eskort-Dienst aufzieht. Irgendwie scheint das ganze mit einem geheimnisvollen Mann namens Goryuu zu tun zu haben.

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Als erstes empfiehlt sich Hida Kousei und hilft ihr bei der Auswahl der Mannschaft. Diese versagt beim Manöver jedoch und es kommt zu einem schweren Zwischenfall. Meifon wirft alle Leute raus und fängt wieder von vorne an. Die neue Besatzung besteht aus Querköpfen und Individualisten wie Valeria Vertone und Duuz Delax Rex, die nicht leicht zu überzeugen sind, für ein 16-jähriges Mädchen zu arbeiten. Doch Kousei und vor allem Meifon schaffen es schließlich. Und die neue und endgültige Mannschaft erweist sich als unkonventionell, aber sehr erfolgreich.

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Bleibt nur das Geheimnis von Meifons Grabstein. Meifon selbst hält ihn für einen Scherz. Aber ist er das wirklich?

Folge 7 - Tenshi to Datenshi - The Angel and the Fallen Angel

Unter ihrer Post findet Meifon einen gesiegelten Brief (ohne Absender), in dem sie für den nächsten Tag zu einem geheimnisvollen Treffen eingeladen wird.

Meifon hat von Leon Rosen bekommen

Sie muß vorher noch eine kleine Raumschlacht hinter sich bringen, doch dann ist es soweit. Während ihre Mannschaft zu einem Luxus-Essen geht, findet Meifon sich an dem erwähnten Platz ein und wartet. Wobei sie noch nicht mal weiß, auf wen. Daß die Einladung von Leon Lau kommt, vermutet sie lediglich. Aber diese Vermutung schient sich zu bewahrheiten, denn nach kurzer Zeit erscheint Leon. Bei sich hat er Rosen und die unvermeidliche Yayoi. Doch Meifon mag auch Yayoi, und so verbringen sie den Tag zu dritt.

Als erstes gehen sie essen, dann bootfahren auf den Kanälen der Stadt, danach in einen Erlebnispark.

Kousei ist die Sache nicht so ganz geheuer und so beobachtet er Meifon den Tag über. Außerdem versucht er herauszubekommen, wem das auffällige Siegel auf dem Brief gehört.

Am Abend hören Meifon, Leon und Yayoi am Strand den Meerjungfrauen zu. Dabei handelt es sich um eine Art Seehunde, die diesen Planeten bewohnen und mit ihrem Gesang Partner herbeilocken wollen. Meifon findet das wahnsinnig romantisch.

Meifon als Kind mit Goryuu

Yayoi döst langsam ein, und Leon und Meifon kommen zufällig auf den Einladungsbrief zu sprechen. Überraschenderweise stammt der keineswegs von Leon, im Gegenteil: er hat selbst einen von einem unbekannten Absender erhalten und dachte, Meifon hätte ihn eingeladen.

Die Sache ist also ziemlich mysteriös, und dazu kommen in Meifon seltsame, schreckliche Erinnerungen hoch. Wie in Trance geht sie in den nahen Wald, den sie aus ihrer Kindheit zu kennen glaubt. Grauenvolle Dinge sind dort geschehen, die sich um einen Piraten namens Goryuu drehen. Meifon wird von diesen Erinnerungen überwältigt, und dann löst der Name Goryuu etwas in ihr aus. Sie verwandelt sich und stürzt sich mit ihrem Schwert auf Leon.

Zum Glück für Leon ist Meifons Anfall vorbei, bevor sie ihn umgebracht hat, und die schlafende Yayoi hat von der ganzen Aktion sowieso nichts mitbekommen.

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Kousei sammelt Meifon wieder ein, und die kann sich praktisch an nichts erinnern - noch nicht jedenfalls.

Dafür hat Leon so eine Idee, wer ihn und Meifon zu diesem Treffen eingeladen hat: Li Chenhou.

3. DVD - Folge 8 - 10

Folge 8 - Boku no Fune - My Ship

Gerade als Meifon einen neuen Eskort-Auftrag zum Planeten Delta unterschreibt, wird das zu beschützende Gut von Terroristen, wahrscheinlich der Outside Gang, gestohlen. Meifon, die schon von Langeweile geplagt wurde, ist nun ganz Feuer und Flamme, die Ware zurückzuerobern.

Cyrus taucht auf

Anders als die bisherigen Piraten operieren die Outsiders nicht im Weltraum, sondern in eher armseligen Höhlen und Kavernen unterirdisch, und haben alles mögliche an Gesindel und Strolchen um sich versammelt. Ihr Chef ist ein seltsamer Typ namens Cyrus, ebenfalls ein gestrandeter Pirat, der aber über große Macht und angeblich auch übersinnliche Tao-Kräfte verfügt.

Und in dieses tödliche Labyrinth dringt Meifon nun zusammen mit Kousei frohgemut ein und steht auch schon kurz darauf vor Cyrus persönlich, der ihr und Kousei aber keineswegs die gestohlenen Sachen herausgibt, sondern den Tod schwört. Und der könnte alsbald schon eintreten, denn Cyrus verfügt tatsächlich über Tao: er kann aus dem Boden Kopien seiner selbst wachsen lassen, die Kousei und Meifon die Hölle heiß machen, zusätzlich zu den schwer bewaffneten Leuten, die Cyrus obendrein noch aufzubieten hat.

Auf der anderen Seite verfügen Kousei und vor allem auch Meifon über eine erstaunliche Kampfkraft, und Meifon kann sich hier mal sich richtig austoben. Doch dann treiben Cyrus' Kreaturen sie langsam in die Enge. Glücklicherweise tauchen zur Verstärkung Valeria und Duuz auf. Nachdem sie Kousei und Meifon gerettet haben, überlegen sie sich einen Plan, Cyrus zu besiegen. Sein Tao läßt sich unter bestimmten Umständen leicht stören: ein paar Schüsse aus den Bordkanonen der Angel Links reichen schon dafür.

Und so wandert Cyrus ins Gefängnis und Meifon bekommt die gestohlene Fracht zurück.

Folge 9 - Ryoukin ha Ki wo erabu - A Pheasant Chooses Its Tree

Kousei ist über die Dinge, in die Meifon verstrickt ist, ziemlich beunruhigt und forscht ein bißchen nach, zum Beispiel über Goryuu.

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Lawrence McGuire und Valeria

Meifon und ihre Mannschaft haben sich eigentlich schon auf Dienstschluß gefreut, da taucht plötzlich ein großes Kampfschiff ganz in ihrer Nähe auf. Offenbar hat es aber keine feindlichen Absichten, denn es meldet sich ein Leutnant Lawrence McGuire vom Einhorn-Imperium und verkündet, sein Schiff sei lediglich unterwegs zu seiner Basis auf Oracion III. Meifon ist erleichtert, Valeria hingegen sehr nachdenklich. Denn sie stammt aus dem Einhorn-Imperium und kennt McGuire persönlich.

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Die beiden treffen sich schließlich in einer Bar auf einer Weltraumstation. Fünf Jahre ist es her, daß Valeria McGuires Truppe unter wenig erfreulichen Umständen verlassen hat. Nach einigen Drinks kommt McGuire dann zur Sache: ob Valeria nicht zu den Einhorn-Streitkräften zurückkehren wolle, und ob sie nicht bei der Gelegenheit ein paar Daten über die Angel Links mitbringen könnte.

Offenbar zieht Valeria McGuires Angebot ernsthaft in Erwägung, denn sie fängt an, sich Kopien der gewünschten Daten zu ziehen. Dabei findet sie Dinge heraus, von denen sie noch gar nichts wußte: etwa, daß Li Chento und seine Frau Lifon - Meifons Eltern - bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Einen Tag später wurde auf Goryuu ein sehr hohes Kopfgeld ausgesetzt.

Mit diesen Informationen geht sie zu McGuire, und der weiß noch ein bißchen mehr: Meifons Großvater Chenhou und dieser Goryuu waren Partner, und ihr Geschäft war die Piraterie! Chenhou wurde dann Herrscher über das Firmenimperium Links Group, und dann ermordete Goryuu seine Tochter und ihren Ehemann. Aber wie das alles zusammenhängt, das würden McGuire und das Einhorn-Imperium selbst gerne wissen. Und dann übergibt Valeria McGuire die gewünschten Daten über die Angel Links. Zum Imperium zurückkehren wird sie allerdings nicht.

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Ganz so friedlich wie McGuire bei seinem ersten Treffen versichert hat, waren seine Absichten der Angel Links gegenüber doch nicht. Tatsächlich lautet sein Befehl, die Angel Links zu vernichten. Und mit den Daten kennt er nun ihre schwachen Stellen. Doch auf der anderen Seite weiß Valeria auch alles über McGuire und seine Flotte. Und sie hat noch einen Trumpf in der Hinterhand: die Daten, die sie McGuire gegeben hat, waren ein bißchen frisiert. Und so befindet sich McGuires Flotte ganz plötzlich mitten in der Reichweite der Oracle Cannon und erleidet einen schweren Treffer. Ein weiterer Treffer aus der Links Cannon entscheidet die Schlacht dann. Valeria verzichtet allerdings darauf, die Einhorn-Flotte zu vernichten, denn ein offener Krieg gegen das ganze Imperium wäre selbst für die Links Group ein paar Nummern zu groß. McGuire weiß auch so, daß er verloren hat. Leicht nimmt er es nicht ...

Folge 10 - Nokosareshi Monotachi - The Ones Who Were Left

Leon legt Blumen auf Chenhous Grab und murmelt zu sich selbst Andeutungen, die darauf schließen lassen, daß er selbst Goryuu ist. Aber Meifon, Chenhous Instrument der Rache selbst nach seinem Tod, erkennt ihn ironischerweise nicht.

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Kousei denkt über Chenhou nach, und Meifon brütet über alten Erinnerungen. Sie spürt, daß irgend etwas unheimliches im Gange ist. Und zwar in ihr selbst.

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Meifon hat einen Onkel namens Ulgen, der ein alter Freund ihres Großvaters Chenhou ist. Ulgen hat auch eine Enkeltochter genau in Meifons Alter: Marcia. Sie ist das erste Mal auf diesem Planeten und außerdem etwas schüchtern, und so bittet Ulgen Meifon, sich ein bißchen um sie zu kümmern, während er mit Kousei über einen Eskort-Auftrag verhandelt. Meifon stimmt dem gerne zu und zeigt Marcia den Tag über alles, was es hier an Sehenswürdigkeiten gibt. Die beiden verstehen sich prächtig, außerdem ist Marcia Waise, genau wie Meifon. Die beiden haben also viel gemeinsam. Marcia erzählt, sie sei noch nie alleine ohne ihren Großvater aus gewesen, nicht mal in der Schule. Und als Meifon an ihre eigene Vergangenheit denkt, wird sie sehr nachdenklich. Sie erinnert sich nämlich auch nicht an solche Dinge wie Schule und Freunde, so als habe sie gar keine Vergangenheit.

Marcia steckt in der Klemme

Am Abend liefert Meifon Marcia wieder bei Ulgen ab, der sehr dankbar ist, daß sie sich so um seine Enkelin gekümmert hat. Marcia bittet Meifon nun gewissermaßen offiziell um ihre Freundschaft. Doch es gibt da ein kleines Problem: Marcia ist ein Android, den Ulgen hergestellt hat, weiß er den Verlust seiner ganzen Familien nicht ertragen konnte. Als Marcia das Meifon offenbart, läuft sie entsetzt davon. Wobei dieses Entsetzen sehr wohl auch ihr selbst gelten könnte.

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Nichts desto trotz findet am nächsten Tag der Flug statt, auf den die Piraten bereits warten, Gordon Hoi in dem Fall. Er schießt eine Kapsel auf Ulgens Transporter ab, die das Schiff trifft, in es eindringt und einen Trupp Soldaten herausläßt. Meifon schießt eine eigene Kapsel hinterher, und so kommt es an Bord des Schiffes zu einem hart geführten Nahkampf Mann gegen Mann. Die folgenden Szenen gehören zu den blutigsten des ganzen Animes, d.h. es wird langsam ernst. Das Ziel scheint es zu sein, Ulgen und Marcia zu eliminieren. Und Meifon, die kämpft wie ein Löwe, kann es am Ende nicht verhindern.

Die beiden werden vor ihren Augen erschossen - von Leon Lau! Somit galt diese ganze Aktion nicht Ulgen und Marcia, sondern Meifon. Sie ist es, die Leon für sich haben will. Er versetzt Meifon in eine Art Hypnose und küßt sie dann. Doch das war ein Fehler, denn nun erwacht in ihr das Programm, das Chenhou dort abgelegt hat: Leon / Goryuu zu töten.

Und der kann froh sein, daß er noch mal mit dem Leben davonkommt. Doch seinen Plan, Meifon für sich zu erobern, hat er noch keineswegs aufgegeben.

4. DVD - Folge 11 - 13

Folge 11 - Zero to Ichi no Hazama de - At the Binary Interval

Meifon tritt die Heimreise vollkommen demoralisiert an. Sie ist entsetzt über sich selbst, denn sie hatte keine Ahnung, daß sie in Wirklichkeit gar kein Mensch ist. Auf dem ganzen Schiff herrscht betretenes Schweigen.

Dann löst Meifon die Besatzung der Angel Links auf und verwüstet ihre Sachen, vor allem ihre gefälschten Fotos und Erinnerungsstücke an eine Vergangenheit, die sie nie hatte.

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Duuz hat sich ein bißchen mit Gordon Hoi unterhalten und herausgefunden, daß Li Chenhou früher Pirat war und mit Goryuu zusammenarbeitete. Die beiden waren ebenso brutal wie erfolgreich, bis sie eines Tages ein Alien-Raumschiff fanden und über dessen Schätze in einen tödlichen Streit gerieten. Goryuu ermordete Chenhous Familie, zuletzt Meifon. Chenhou ließ er am Leben, um ihn ordentlich leiden zu lassen. Dann unterzog er sich einer plastischen Chirurgie und wurde zu Leon Lau, der heimlich als Waffenhändler arbeitet und an der neuen Androiden-Meifon als äußerst leistungsfähiger Waffe interessiert zu sein scheint.

Meifon kauft sich ein Fahrrad

Duuz erzählt das alles Kousei, und der versteht nun Chenhous raffinierten Plan. Meifon ist nicht nur eine Waffe, mit der er noch nach seinem Tod Goryuu erledigen will, sondern zugleich ein unwiderstehlicher Köder. Und damit Meifon nicht in falsche Hände fällt, hat sie ein Ablaufdatum - das auf ihrem Grabstein steht. Sie hat ungefähr noch einen Monat.

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Kousei kommt gerade noch rechtzeitig, um Meifon am Selbstmord zu hindern. Und dann nimmt er sie mit aufs Land, wo sie ein neues Leben anfangen soll. Das Land ist eine künstliche Idylle, die auf einem Asteroiden angelegt wurde, unterscheidet sich aber in nichts von einem ruhigen schweizer Bergdorf oder etwas in dieser Art (wie man sich das wohl in Japan vorstellt). Hier bezieht Meifon ein geräumiges Haus, und Kousei geht mir ihr einkaufen. Meifon wird ortsüblich eingekleidet (mit einem lila Kleid, passend zu ihren lila Haaren), dann kommt die Wohnungseinrichtung dran. Das ganze entwickelt sich prächtig, und Meifon entspannt sichtlich, bis plötzlich die Erinnerung an Goryuu wieder aufflammt und Meifon die neue Wohnungseinrichtung zerlegt. Offenbar kann sie ihrer Bestimmung doch nicht so leicht entkommen.

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Am nächsten Tag bekommt sie Besuch, und zwar von der Angel Links, ihrer gesamten Mannschaft plus Yayoi. Ihre Leute wollen nicht so einfach nach Hause gehen, sondern mit ihr als Kommandantin weitermachen. Meifon ist gerührt. Außerdem hat sie sich entschlossen, gegen Goryuu zu kämpfen. allerdings allein. Nur Yayoi muß sie mitnehmen. Die hat ihr nämlich Goryuu geschickt und in ihrem Teddybär eine Giftnadel versteckt, die genau jetzt aktiv wird, zusammen mit einer Nachricht, wo sie ihn und das Gegengift finden kann.

Folge 12 - All My Soul

Meifon schnappt sich die bewußtlose Yayoi, läßt ihre Mannschaft stehen und fliegt mit der Angel Links los. Wo sie Goryuu finden kann weiß sie, nämlich auf jenem Asteroiden namens Mystel, auf dem einst er und Chenhou das Alien-Schiff entdeckten, und auf dem Meifon auch erbaut wurde.

Meifon betet für Yayois Rettung

Doch Kousei, Valeria und die anderen wollen es nicht einfach so hinnehmen, daß ihre Kommandantin sie einfach zurückläßt und sich ganz allein in die Gefahr stürzt. Genügend andere Raumschiffe haben sie ja, und da Meifon in der Aufregung Taffei vergessen hat, haben sie auch einen Führer.

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Der Flug ist anscheinend nicht allzu weit, und Meifon und Yayoi nähern sich rasch ihrem Ziel. Mystel ist zwar klein, hat aber praktischerweise genau Erdenschwerkraft und eine irdische Atmosphäre, sodaß die Produzenten dieser Geschichte sich nicht mit Lästigkeiten wie Schwerelosigkeit und Raumanzügen abgeben mußten. Dafür müssen die Verfolger ganz dicht an der Sonne vorbei, wenn sie die Angel Links nicht verlieren wollen. Im Weltraum geht es ja bekanntlich äußerst eng zu, und ein bißchen mehr Abstand und damit weniger Lebensgefahr wäre für ein glaubwürdiges Drehbuch wohl ganz schlecht gewesen. Aber natürlich überleben sie es trotzdem.

Anscheinend hat Goryuu aber mit so etwas gerechnet und schickt ihnen eine schwer bewaffnete Festung entgegen. Valeria, Jaeger und die anderen müssen einiges riskieren, um ihr Schiff da wieder herauszuhauen. Valeria schickt zudem in einem weiteren Beiboot Kousei und Duuz schon mal voraus, doch die Festung fährt lange Greifarme aus und droht das kleine Schiff einzufangen. Die Raumschlacht ist ebenso spannend wie spektakulär, auch wenn sie in der Realität in dieser Form nicht im Entferntesten möglich wäre.

Die Angel Links hat inzwischen ihr Ziel erreicht, und Meifon dringt in Goryuus Basis ein.

Folge 13 - Tenshi no Kakera - Fragment of an Angel

Bei ihrem Marsch durch die endlosen Gänge kämpft Meifon mit aller Macht darum, sie selbst zu bleiben und sich nicht zu verwandeln, wie es ihr Programm eigentlich erfordert.

Inzwischen haben auch Duuz und Kousei den Eingang erreicht, doch Goryuu legt auf ihre Anwesenheit natürlich keinen Wert und schickt ihnen eine Ladung Kampfandroiden entgegen.

Meifon ist bereit zu ihrem letzen Gang

Meifon gelangt in eine große Halle, wo zahllose Kopien ihrer selbst zusammengekauert in Glassphären schweben. Meifon kann ihr Programm nicht länger unterdrücken und verwandelt sich. Wie ein Todesengel zerstört sie als erstes die Androiden und haut alles, was in ihrer Nähe ist, kurz und klein. Plötzlich fliegt ihr von irgendwoher das Angel-Links-Wappen zu. Meifon erstarrt und verwandelt sich dann zurück. Ruhig und gefaßt setzt sie den Weg fort. Sie kennt diese Hallen und Gänge. Hier wurde sie erschaffen, und auf einmal fühlt sie sich völlig entspannt. Bis sie schließlich vor Goryuu steht, der sie freundlich willkommen heißt. Meifon stürzt sich auf ihn, doch ihr Angriff ist kraftlos, und Goryuu fängt sie mühelos ein. Der Grund ist eine Art Paralysefeld, das offenbar das Alien-Schiff erfüllt und verhindert, daß Meifon Goryuu auseinandernimmt. Und der nutzt das aus und versucht, sie auf seine Seite zu ziehen. Denn wie es aussieht, ist er ernsthaft in Meifon verliebt.

Taffei und Kousei erscheinen, und spätestens damit werden Goryuus Pläne hinfällig. Meifon wird sich ihm niemals hingeben, auch wenn sie wohl nur noch ein paar Tage übrig hat, bis ihr Zeitlimit abläuft. Doch sie will sie selbst bleiben. Und am Ende scheint Goryuu sich mit ihrer Entscheidung abzufinden. Er stellt sie auf eine letzte Probe, ob sie bereit ist, sich selbst zu opfern, um ihn zu erledigen. Nun - sie ist es, und so fällt er, ohne weiteren Widerstand zu leisten, durch Meifons Schwert.

Viel Zeit, seinen Tod zu betrauern, hat Meifon nicht, denn die Station beginnt sich selbst in die Luft zu sprengen. Sie schafft es mit Kousei und den anderen gerade noch zur Angel Links und damit in Sicherheit.

*

Das Gegenmittel hat Meifon natürlich auch an sich bringen können, und damit ist auch Yayoi gerettet.

Und Meifon selbst kehrt zurück aufs Land. Laut Spezifikation hat sie ja nur noch ein paar Tage, aber direkt gezeigt wird ihr Ende eigentlich nicht, es bleibt zumindest ein bißchen offen ...


Erstellt am 14.6.2010. Letzte Änderung: 18.2.2014