Ano Hana - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 11

Folge 1 - Chou Heiwa Basutaazu (Super Peace Busters)

Jinta wohnt in seinem Haus zusammen mit einem Mädchen namens Menma (eigentlich Meiko), und es dauert eine Zeitlang, bis wir als Zuschauer mitbekommen, daß Menma ein Geist ist. Nur Jinta kann sie sehen, hören und mit ihr sprechen. Passend zur Jahreszeit (Hochsommer) nennt er sie bei sich Natsu no Kemono ("Sommer-Monster").

Menma und Jinta

Vor einigen Jahren waren Jinta und Menma mit noch vier anderen in einer Clique, die sich Chou Heiwa Basutaazu (Super-Peace-Busters) nannte. Eines Tages verunglückte Menma tödlich, und die fünf anderen lebten sich auseinander. Doch jetzt ist Menma auf einmal wieder da, und Jinta hat keine Ahnung, warum sie gerade bei ihm aufgetaucht ist und er der einzige ist, der sie wahrnehmen kann. Menma ist von nie versiegender Freundlichkeit und Anhänglichkeit, und sie hat einen Wunsch, der erfüllt werden muß, damit sie wieder in den Himmel kann. Das Pech dabei: sie weiß nicht, welcher Wunsch das ist. Nur, daß dafür alle sechs zusammen sein müssen.

Jinta weigert sich seit einiger Zeit in die Schule zu gehen, und deshalb kommt eines Tages Anaru vorbei, um ihm wenigstens die Sommerhausaufgaben zu geben. Menma umarmt sie stürmisch, doch Anaru merkt davon nichts. Anaru war mal in Jinta verknallt. Und insgeheim scheint sie das immer noch zu sein. Doch jetzt sehen die beiden sich kaum noch und wenn, dann streiten sie meist. Menma findet das empörend und schleppt Jinta zu ihr. Der macht aber lieber einen ausgedehnten Spaziergang. Zusammen mit einem Geist kann das etwas schwierig werden, und dann läuft er auch noch Yukiatsu und Tsuruko über den Weg, die er auch schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hat und die jetzt offenbar zusammen auf eine vornehme Universität gehen. Die beiden halten ihn für einen verrückt gewordenen Aussteiger, mit dem man besser nichts zu tun haben sollte.

Es ist für Menma eine unerfreuliche Lektion, wie sehr sich alle seit ihre Tod verändert haben. Aber nicht nur für sie, denn seit sie da ist, denkt auch Jinta oft an damals, als sie eine verschworene Gemeinschaft bildeten und er ihr Anführer war. Eines Tages fragte Anaru ihn, ob er Menma liebe. Jinta war so durcheinander über diese Frage, daß er herausplatzte, wer würde schon so eine Schreckschraube lieben. Menma reagierte ganz anders als erwartet und ihm tat es sofort danach leid, doch er kam nicht mehr dazu, sich zu entschuldigen, denn wenig später verunglückte Menma tödlich.

Derweil besucht Menma ihre Familie, doch auch dort kann niemand sie sehen und hören. Dennoch dreht sich dort immer noch alles um sie, denn ihre Mutter Irene hat offenbar nie loslassen können. Wie sich herausstellt, ist sie damit aber nicht die einzige.

Folge 2 - Yuusha Menma (Menma, die Heldin)

Auf der Suche nach Menma ist Jinta zu der alten Hütte gekommen, in der sie sich früher immer getroffen haben (ihre "geheime Basis"), und hat erstaunt festgestellt, daß diese offenbar immer noch bewohnt ist, und zwar von Poppo. Jinta hat ihn schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen, doch Poppo ist von der Idee, daß Menma zurückgekehrt ist, um sich einen Wunsch erfüllen zu lassen, auf Anhieb begeistert, wohingegen Jinta ihr Erscheinen eher auf seine überreizten Nerven zurückführt. Dabei kann er sie sehen und Poppo nicht.

Auch Poppo geht nicht mehr zur Schule, aber er hängt nicht Zuhause rum, sondern reist durch die Welt, wie er Jinta voller Begeisterung erzählt. Mit einer gewissen Befriedigung stellt Jinta fest, daß Poppo sich zwar äußerlich stark verändert hat, innerlich aber kein bißchen.

Jinta und Anaru spielen Nokemon

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Anaru ist mit ihren Freundinnen Haruna und Aki im WcDonald. Sie reden über Anarus Besuch bei Jinta. Die beiden haben für ihn anscheinend nicht viel übrig. Anaru trifft dort auch Tsuruko, doch die erklärt ihr mit geradezu unjapanischer Deutlichkeit, daß sie sie nicht mehr für einen standesgemäßen Umgang für sich hält. Menma, die gerade durch die Stadt wandert, kommt genau zu diesem unschönen Streit, kann aber nichts machen. Schließlich können die beiden sie ja nicht sehen. Doch sie erfährt zufällig, daß die Gedanken der beiden immer noch um sie kreisen, nach all den Jahren.

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Anaru arbeitet nebenbei in einem Laden, der CDs und Zeitschriften verkauft, und dort stiehlt Jinta sich möglichst unauffällig hinein, um ein Spiel (namens NokemonGOLD) zu kaufen. (Computerspieler und Anime-Fans haben in Japan nicht unbedingt den besten Ruf.) Eigentlich war das Poppos Idee: angeblich hat Menma sehr gerne Nokemon gespielt. Vielleicht war ja das ihr geheimer Wunsch.

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Yukiatsu ist eigentlich der Typ, der eine große Karriere vor sich hat. Doch auch er denkt noch immer oft an Menma. Am nächsten Tag taucht Poppo mit seinem Motorroller bei ihm auf und erklärt ihm frei heraus, daß Menma offenbar bei Jinta aufgetaucht ist. Yukiatsu reagiert ziemlich ungewöhnlich auf diese Neuigkeit.

Später läuft Poppo bei Jinta auf und erklärt ihm, daß man Nokemon am besten mit mehreren Leuten spielt, weil man untereinander Nokemons tauschen kann. Und so bekommt Anaru kurz darauf überraschend Besuch. Zuerst hält sie es für völlig unter ihrer Würde Nokemon zu spielen. Dann aber überlegt sie es sich anders und hat sehr viel Spaß. Sie, Jinta und Poppo (und Menma) verbringen einen wundervollen Nachmittag miteinander.

Anaru äußert schließlich den Wunsch, Jinta möge doch wieder zur Schule kommen.

Folge 3 - Menma wo sagasou no Kai (Die Menma-Suchparty)

Mitten in der Nacht glaubt Poppo Menma in der Ferne im Wald zu sehen.

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Menma besteht darauf, daß Jinta sein Versprechen Anaru gegenüber hält und endlich mal wieder zur Schule geht. Auf dem Weg dorthin trifft er auch Anaru, ihre beiden Freundinnen Aki und Haruna aber auch. Und da er sie genauso wenig leiden kann wie sie ihn, bricht er sein Vorhaben, zu dem er sich sowieso hat zwingen müssen, wieder ab.

beim Grillabend

In der Zwischenzeit erkundet Menma Jintas Haus, das sie im Moment ganz für sich alleine hat. In einem Zimmer steht ein kleiner Schrein, der an Jintas Mutter Touko erinnert, die etwa zur gleichen Zeit wie Menma verstarb, allerdings nicht durch einen Unfall, sondern infolge einer Krankheit. Menma betet für sie, denn offenbar geht ihr diese Sache immer noch sehr nahe.

Jinta stattet Poppo in der geheimen Basis einen Besuch ab. Poppo ist über seine nächtliche Beobachtung immer noch ganz aus dem Häuschen. Jinta hingegen ist nicht so ganz überzeugt. Er läuft nach Hause, wo Menma inzwischen Muffins oder so etwas ähnliches gebacken hat. Genau die, die es früher bei Jintas Mutter immer gab.

An eine nächtliche Begegnung mit Poppo erinnert Menma sich nicht. Vielleicht hat Poppo ihren Geist gesehen? Jedenfalls schickt er allen eine E-Mail und lädt sie dann auch noch persönlich ein zu seiner Menma-Such-Party. Menma findet das eine super Idee. Vielleicht ist das ja sogar ihr Wunsch. Und ihren eigenen Geist würde sie auch gerne mal kennenlernen.

Am Abend treffen sich also alle in der geheimen Basis, wo sie zunächst mal für das leibliche Wohl sorgen und grillen. Dazu hat jeder etwas mitgebracht, was mehr oder weniger nützlich ist, Tsuruko beispielweise Kerzen für die Geisterbeschwörung. Es ist eine gute Gelegenheit für alle, sich mal wieder ein bißchen näherzukommen. Yukiatsu kommt ein bißchen später und behauptet, er habe Menma im Wald gesehen. Offenbar ist er nicht der Einzige, der Menma sehen kann.

Folge 4 - Shiro no, Ribon no Wanpisu (Weißer Einteiler mit Schleife)

Menma, Tsuruko und Jinta

Alle, Menma eingeschlossen, rennen durch den nächtlichen Wald auf der Suche nach Menmas Geist, finden aber nichts. Dafür hat Yukiatsu inzwischen die Steaks gegrillt und behauptet, das sei ihm von Menma aufgetragen worden. Menma steht dabei genau neben ihm, weiß aber von nichts. Es ist zumindest für sie und Jinta offensichtlich, daß Yukiatsu sich das nur ausdenkt. Jinta kontert mit Menmas Muffins, doch daß Menma selbst sie gebacken hat, glaubt ihm natürlich niemand. Yukiatsu findet das sogar ziemlich abstoßend und verschwindet erst mal. Auch Jinta verliert nun die Lust und geht wieder nach Hause.

Am nächsten Tag besucht überraschend Tsuruko Jinta. Die beiden reden ein bißchen über die Muffins, die bei Jintas Mutter doch etwas anders geschmeckt haben. Doch daß Menma sie gebacken hat, kann sie nicht glauben. Sie hat aber eine Bitte an Jinta. Und zwar geht sie mit ihm in die Stadt zum WcDonald, wo mal wieder Anaru mit ihren Freundinnen sitzt. Wie erwartet kommt Anaru heraus. Derweil läuft Jinta Yukiatsu über den Weg und will von ihm wissen, wie die Menma, die er gesehen haben will, ausgesehen hat. Denn die echte Menma behauptet, es könne nur eine Fälschung gewesen sein.

Yukiatsus Antwort ist nicht sehr freundlich, aber offenbar ging es Tsuruko darum, Yukiatsu irgendwie aus der Deckung zu locken.

In der Nacht erscheint wieder die falsche Menma im Wald. Jinta und die anderen stellen sie und sind sehr überrascht, einen verkleideten Yukiatsu samt weißer Perücke vorzufinden. Anscheinend hat Tsuruko das schon vorher gewußt.

Folge 5 - Tonneru (Tunnel)

Es war Jinta nicht im entferntesten klar, wie sehr Yukiatsu die ganze Zeit unter Menmas Tod gelitten hat. Noch mehr leidet er jetzt darunter, daß Menma ausgerechnet bei dem Nichtsnutz Jinta erschienen ist anstatt bei ihm. Außerdem gibt er sich die Schuld an Menmas Tod, doch die beansprucht auch Jinta für sich. An Yukiatsus selbstgerechter Verzweiflung ändert das natürlich nichts. Dazu kommt noch, daß er in Menma verknallt war und offenbar immer noch ist, die jedoch damals wie heute Jinta den Vorzug gibt.

Anaru und Yukiatsu unterhalten sich im Zug

Alle gehen ziemlich betreten nach Hause und machen sich ihre Gedanken über Menma. Warum ist sie hier, warum bei Jinta, und was soll er jetzt eigentlich machen? Jinta selbst weiß es auch nicht.

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In der Schule beschwert sich Haruna bei Anaru, daß sie in letzter Zeit so langweilig sei.

Und Yukiatsu erwartet von Tsuruko eigentlich, daß sie irgendwelche Bemerkungen über die vorige Nacht macht, aber sie schweigt.

Am Nachmittag gehen Aki, Haruna, Anaru und zwei Typen in die Stadt zum Karaoke, doch man sieht es Anaru ziemlich deutlich an, daß sie nur mitgekommen ist, weil sie muss. Einer der jungen Männer erlöst sie, indem er sich mit ihr abseilt, doch das hat er nicht getan, um Anaru einen Gefallen zu tun, sondern um sie in ein Stundenhotel abzuschleppen. Dazu hat Anaru natürlich noch weniger Lust, doch der Kerl wird direkt handgreiflich als sie versucht, ihn abzuwehren.

Gerettet wird sie von Yukiatsu, der sie zuvor auf dem Bahnhof gesehen hat und ihr anscheinend nachgegangen ist.

Auf dem Weg nach Hause sitzen beide dann im Zug zusammen und haben eine interessante Unterhaltung. Yukiatsu fragt Anaru, ob sie nicht mit ihm gehen wolle. Doch die weiß, daß er eigentlich in Menma verliebt ist. Und Yukiatsu weiß, daß Anaru eigentlich in Jinta verliebt ist, auch wenn er keine Ahnung hat, was ein Mädchen an diesem Verlierertypen so toll finden kann. Früher, damals, war Jinta wirklich gut drauf. Aber jetzt?

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Am Abend kommt Poppo mal wieder zu Jinta zum Essen. Anschließend verkündet er das Ergebnis seiner Überlegungen: wenn Menma nicht in den Himmel ("Joubutsu" heißt das auf Japanisch, wörtlich "Buddha werden") kann, müssen sie etwas unternehmen und ihr helfen.

Folge 6 - Wasurete Wasurenaide (Vergiß, Vergiß nicht)

Jinta stopft sich mit Chips voll, während er darüber nachdenkt, was er dazu beitragen kann, daß Menma in den Himmel kann. Sie hat mal erwähnt, daß er wieder in die Schule gehen sollte. Vielleicht ist es ja wirklich das, und so geht Jinta am nächsten Morgen brav zur Schule.

Ohne ihn ist es im Haus richtig langweilig, und so kommt Menma mal wieder dazu, an Jintas verstorbene Mutter zu denken. Sie fragt sich, wie es im Himmel wohl sei.

zu Besuch bei Menmas Mutter

Derweil hat Anaru in der Schule einiges zu ertragen, denn anscheinend kennt inzwischen jeder die Geschichte mit dem Stecher, der sie in ein Liebeshotel abschleppen wollte. Das gibt Jinta eine unerwartete Gelegenheit, als ihr Retter aufzutreten. Sein Versuch, Anarus Ruf zu retten, endet zwar mehr als kläglich, doch Anaru fand es trotzdem irgendwie süß von ihm.

Da die Schule wohl inzwischen auch Anarus Eltern informiert hat, beschließt Anaru, erst mal in die geheime Basis einzuziehen und Poppo dort Gesellschaft zu leisten, der darüber allerdings wenig begeistert ist. Denn Anaru räumt als erstes mal gründlich auf ...

Irgendwie bringt das Poppo auf eine interessante Idee. Und so marschieren er, Jinta und Anaru zum Haus der Familie Honma, denn vielleicht finden sie dort einen Hinweise auf Menmas Wunsch. Keiner weiß, was sie dort erwartet, doch Frau Honma freut sich offenbar sogar über diesen sehr unerwarteten Besuch. Nach dem Gebet zeigt sie Poppo und den anderen Menmas Zimmer und händigt ihnen sogar Menmas Tagebuch aus.

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Nach der Schule fahren Tsuruko und Yukiatsu zusammen im Zug nach Hause. Während sie über die Vergangenheit, Jinta und Menma reden, fällt ihnen etwas ein. Damals, am Tag des tödlichen Unfalls, wollte Menma ihnen allen etwas sagen.

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Jinta erzählt Menma, daß sie bei ihrer Mutter waren, doch darüber wird Menma sehr wütend. Denn sie weiß, wie sehr ihre Mutter immer noch unter ihrem Tod leidet und hätte es lieber gehabt, wenn Jinta und die anderen das nicht wieder aufgerührt hätten.

Folge 7 - Hontou no Onegai (Der wahre Wunsch)

Poppo, Anaru und Jinta blättern durch Menmas Tagebuch. Sensationelles finden sie darin jedoch nicht. Ein Eintrag bezieht sich auf Jintas Mutter, die sie irgendwann mal alle zusammen im Krankenhaus besucht haben. Menma kam dann auf die Idee, einen Brief an den lieben Gott zu schreiben. Zugestellt werden sollte er von einer großen Feuerwerksrakete. Dazu kam es aber nicht. Und so bringen sie sich zu der Überzeugung, daß es sich dabei um Menmas lange gesuchten Wunsch handeln muß. Und der sollte doch auch jetzt noch erfüllbar sein.

Jinta geht arbeiten

Doch so einfach ist es keineswegs. Selbst bauen können sie eine Rakete nicht, weil sie unter 18 sind und keine amtliche Erlaubnis zur Herstellung und Benutzung von Schwarzpulver haben. Sie könnten es aus kleinen gekauften Raketen zu extrahieren, aber eine große funktionsfähige Rakete daraus zu bauen ist nicht trivial. Also brauchen sie einen Experten. Jintas Vater kennt einen Mann namens Yama, der immer für die großen Feiern die Raketen baut.

Damit stellt sich das nächste Problem: selbst die einfachen kosten 200.000 Yen, was eine ganz ordentliche Summe ist. Aber da Jinta und die anderen es sich nun mal in den Kopf gesetzt haben, geben sie an dieser Stelle nicht auf sondern überlegen statt dessen, wie sie das Geld zusammenbringen können. Nämlich mit Nebenjobs. Diese sind in Japan sehr einfach und formlos zu bekommen, und wenn man zum Beispiel auf dem Bau schuftet, zahlt sich das auch ganz ordentlich aus. Jinta fängt aber erst mal in dem CD-Laden an, in dem auch Anaru arbeitet.

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Menma kommt Jintas Verhalten so langsam komisch vor. So viel Arbeitseifer hat er ja noch nie gezeigt. Und vor allem weiß sie nicht, wofür er sich auf einmal so abrackert. Durch Zufall erfährt sie, daß es sich keineswegs um die Schule handelt, sondern daß er arbeiten geht. Und das nicht nur im CD-Laden, sondern auch auf einer Baustelle, zusammen mit Poppo. Dann hört sie Anaru beim Telefonieren über eine Feuerwerksrakete sprechen, und es wird ihr klar, um was es geht. Sie ist gerührt und sehr stolz auf ihren Jinta.

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Unerwartet taucht das nächste Problem auf: Herr Yama macht einen Rückzieher. Denn der Veranstaltungsleiter hat es aus irgendwelchen Gründen verboten. Und dieser Leiter ist ausgerechnet Herr Honma - Menmas Vater.

Folge 8 - I wonder

erneuter Besuch bei Frau Honma

Poppo ist auf die geniale Idee gekommen, Frau Honma, die sich beim letzten Mal so kooperativ gezeigt hat, zu überreden, während Herr Honma in der Arbeit ist. Der Schuß geht allerdings schwer nach hinten los. Denn womöglich ist es genau umgekehrt: Herr Honma hätte wahrscheinlich nichts dagegen gehabt, Frau Honma jedoch ist aus nicht so ganz einfach nachvollziehbaren Gründen empört und verweigert jede Kooperation. Für sie ist es so, als sei Meiko erst gestern gestorben, und seit dem ist sie seelisch zerrüttet.

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Yukiatsu meint, sie sollten diesen dämlichen Plan aufgeben. Die Vorstellung, Menma könnte leibhaftig bei Jinta sein, ist für ihn reiner Blödsinn und nichts als eine Ausrede für Jinta, damit er mit der Vergangenheit nicht abschließen muß. Jinta ist das egal, er macht es auch allein, wenn die anderen nicht mehr wollen. Was bedeutet, daß er wieder auf der großen Straßenbaustelle schafft und zu wenig schläft. Im CD-Laden kippt er deswegen von der Leiter, woraufhin auch Anaru ihm dringend rät, mit diesem Theater aufzuhören. Ihre Motive liegen allerdings etwas anders als die von Yukiatsu: sie ist (und war schon immer) eifersüchtig auf Menma, und daß die tot ist, macht es nur umso schlimmer.

Jinta erfährt erst bei dieser Gelegenheit, daß Anaru in ihn verknallt ist, und das schon seit damals.

Die ganze Sache geht Jinta dann doch sehr nahe, und als er nach der Arbeit spät in der Nacht wieder nach Hause kommt, heult er in Menmas Armen wie ein Schloßhund.

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Am nächsten Tag besuchen Jinta und sein Vater Toukos Grab. Ganz anders als Irene hat Herr Yadomi den Tod seiner Frau akzeptiert und Frieden mit sich und der Welt gemacht. Jinta findet das bewundernswert.

Und Menma findet Jintas Einsatz bewundernswert und will ihm ein bißchen helfen. An diesem Tag erhalten Yukiatsu und die anderen einen seltsamen Anruf, bei dem sich niemand meldet. Er stammt von Menma, und die anderen fangen langsam an nachdenklich zu werden.

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Nach der Arbeit (diesmal im CD-Laden) trifft Jinta Satoshi, Menmas kleinen Bruder, der sich bei Jinta für seine Mutter entschuldigt. Daß in seiner Familie so einiges nicht stimmt, hat er natürlich längst mitbekommen. Doch Jinta macht niemandem Vorwürfe.

Später läuft er mal wieder in der geheimen Basis ein und stellt überrascht fest, daß alle anderen auch da sind. Sie haben sich zu einer Krisensitzung wegen der geheimnisvollen Anrufe getroffen. Yukiatsu ist wütend auf Jinta, weil der Menma sehen kann und er selbst nicht. Und dann taucht Menma persönlich auf. Nach wie vor kann nur Jinta sie sehen, und das macht die anderen wütend und verwirrt. Doch Menma hat inzwischen eine Methode gefunden, sich allen mitzuteilen: was sie nämlich in ihr Tagebuch schreibt, ist für alle sichtbar.

Folge 9 - Minna to Menma (Alle & Menma)

Für die, die Menma nicht sehen können, ist ihr Wirken ziemlich spukig. Sie macht Muffins für alle. Komischerweise kann sie aber nicht sichtbar auf normales Papier schreiben - nur in ihr Tagebuch. Wie auch immer, Menma ist keinem wegen irgend etwas böse, und vor Erleichterung darüber muß Anaru weinen. Sie und alle anderen fühlen sich nämlich schuldig wie die Hölle, warum auch immer. Tsuruko ist sich dessen aber nicht so sicher: Menma könnte auch als Rachegeist gekommen sein.

Anaru und Yukiatsu

Ganz andere Gedanken treiben Yukiatsu um: er ist überzeugt, daß Jinta Menma für sich behalten will. Und daraus folgert er, daß sie alle weiter für die Rakete sparen sollten, damit Menma wieder in den Himmel kann ... so ganz ohne Hintergedanken ;-)

Doch das wird nicht so einfach, denn der Herr Yama läßt leider nicht mit sich reden. Also wendet sich Yukiatsu direkt an Herrn Honma und macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann (nicht auf die sizilianische, sondern auf die japanische Art und Weise). Es war wirklich Frau Honmas Wille, das Feuerwerk nicht stattfinden zu lassen, doch Herr Honma hat im Prinzip nichts dagegen und gibt schließlich nach.

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In den nächsten Tagen tanzen Jinta und die anderen wieder bei Herrn Yama an, der inzwischen eingewilligt hat. Er läßt sie sogar mitarbeiten. Die Rakete wird ziemlich groß und es gibt viel zu tun. Menma ist auch dabei, und ihre Anwesenheit übt auf alle außer Jinta einen schwer zu beschreibenden Druck aus, gerade weil sie unsichtbar ist und Jinta daher auf eine Weise ins Zentrum rückt, mit der beispielsweise Yukiatsu überhaupt nicht einverstanden ist.

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Nach einem Besuch bei Poppo und Menma in der geheimen Basis geht Jinta wieder auf die Baustelle. Menma geht irgendwann nach Hause, hält dann aber auf der großen Brücke an und geht hinunter zum Fluß. Offenbar gibt es da unten einen Fisch-Geist. Als später Jinta nach Hause kommt und Menma dort nicht vorfindet, gerät er an den Rand einer Panik und rennt los, um sie zu suchen. Sie zu finden erweist sich dann als nicht so schwer, aber irgendwie hat Jinta das Gefühl, Menma würde gleich im Fluß verschwinden, so wie sie damals in einem Bach ertrunken ist. Tut sie aber zum Glück nicht. Jetzt erst wird Jinta klar, wie sehr er Menma liebt.

Folge 10 - Hanabi (Feuerwerk)

Es ist der Tag vor dem Feuerwerk. Menmas letzter Tag in dieser Welt.

Jinta saust durch die Gegend und verteilt Einladungen. Menmas Eltern werden nicht kommen, Satoshi aber schon.

Poppo ruft alle zu einer großen Abschiedsparty zusammen. Und bei der Gelegenheit kommen lange verdrängte Gefühle hoch, bei Anaru zum Beispiel ihre komplizierte Liebe zu Jinta. Die beiden haben sich auseinandergelebt, doch ausgerechnet Anarus Erz-Rivalin Menma hat es bewirkt, daß sie jetzt wieder enger zusammen sind. Soll sie sich also freuen, daß Menma morgen wieder entschwinden wird? Auch Tsuruko und Yukiatsu überlegen sich so manche Dinge und kommen schließlich auf etwas, was vorher noch geklärt werden sollte.

angetreten zum Abschied

Am Abend treffen sich dann alle in der geheimen Basis, und nach dem Essen stellt Anaru Jinta die Frage, die sie ihm schon damals gestellt hatte: ob er Menma liebt. Damals hatte er etwas wenig schmeichelhaftes geknurrt, und diesmal würde er am liebsten gar nichts sagen, muß es aber dann doch und flüstert ein verlegenes "ja".

Damit ist die Party gelaufen. Anaru ist völlig aufgelöst. Und dann erzählt ihr Tsuruko auch noch, daß sie in Yukiatsu verliebt ist, was genauso hoffnungslos ist wie Anarus Liebe zu Jinta. Schließlich lieben sowohl Jinta als auch Yukiatsu Menma, Yukiatsu ersatzweise auch Anaru ...

Menma hingegen schwebt auf Wolke 7. Schließlich ist Jinta ihre große Liebe. Jinta meint zögerlich, sie könnte doch vielleicht nicht in den Himmel gehen sondern einfach hier bleiben, bei ihm. Doch Menma hat eine bessere Idee: sie geht in den Himmel und wird dann auf der Erde wiedergeboren. Dann könnte sie auch wieder ordentlich mit allen sprechen. Jinta denkt sich, so wie es jetzt ist, könnte es ruhig bleiben, denn dann hätte er Menma ganz für sich alleine.

Doch soweit kommt es nicht. Der neue Tag bricht an, und alle marschieren zu dem großen Gerüst, von dem die Rakete abgeschossen werden soll. Auch Satoshi kommt, worüber Menma sich riesig freut.. Dann wird die Rakete aufgebaut. Jinta überlegt noch, ob er den Start aufhalten soll, aber er tut es nicht. Die Rakete wird angezündet und schießt in den Himmel empor.

Doch Menma ist immer noch da.

Folge 11 - Ano Natsu ni saku Hana (Die Blume, die in jenem Sommer blühte)

Touko und Menma

Vom Auto aus haben Satoshis und Menmas Eltern doch zugeschaut und nehmen Satoshi jetzt wieder mit nach Hause. Auch Jinta und Menma gehe nach Hause und Menma stellt lakonisch fest, daß ihr Wunsch anscheinend doch ein anderer gewesen sein muß. Jinta glaubt das aber nicht, und die anderen anscheinend auch nicht. Als Menma schläft treffen sie sich alle. Allerdings hat jeder eine andere Theorie, was schiefgegangen sein könnte. Anaru zum Beispiel meint, sie habe bei dem Feuerwerk nicht an Menma gedacht, sondern nur an sich selbst. Sie wollte, daß Menma verschwindet, um Jinta für sich haben zu können. Auch Yukiatsu hegt solche Gedanken. Er liebt Menma immer noch und wollte nicht, daß Jinta sie für sich haben kann. Noch eine Stufe komplizierter ist es bei Tsuruko. Und selbst Poppo findet einen Grund, um sich selbst schwere Vorwürfe machen zu können. Jinta kann sich nur noch wundern.

Was sie alle nicht wissen: Menma fängt langsam an sich aufzulösen. Anscheinend kommt sie doch noch in den Himmel.

Vorher wollen Jinta, Yukiatsu und die anderen aber noch mit sich und ihr ins reine kommen. Doch es könnte knapp werden. Als Jinta nach Hause kommt, um Menma abzuholen, findet er sie sehr geschwächt vor. Menma erklärt ihm, sie habe vor langer Zeit seiner Mutter im Krankenhaus ein Versprechen gegeben. Jinta war durch die Krankheit seiner Mutter so getroffen, daß er seine Gefühle tief in sich vergrub. Menma und Touko redeten darüber, und Menma versprach ihr dafür zu sorgen, daß Jinta alle seine Gefühle wieder richtig empfinden und zeigen konnte. Das ist inzwischen geschehen, und damit ist Menmas Wunsch erfüllt. Tatsächlich hat sie diesen Wunsch die ganze Zeit gekannt, aber nicht gewußt, wie sie ihn umsetzen sollte.

Jinta ist tief erschüttert, als er das hört. Menma ist extra wegen ihm aus dem Himmel zurückgekehrt. Und jetzt ist ihre Zeit auf Erden so gut wie um. Vorher trägt Jinta sie aber noch zur geheimen Basis, damit sie sich von allen verabschieden kann. Doch als er dort ankommt, wird Menma nun auch für ihn unsichtbar. Voller Panik rennt er davon, um sie zu suchen, und die anderen folgen ihm ebenso kopflos.

Oben auf dem Hügel geht gerade die Sonne auf, und dort finden Jinta und die anderen fünf Zettel, auf die Menma für jeden von ihnen ein paar Worte des Abschiedes geschrieben hat. In den Strahlen der Sonne wird sie ein letztes Mal sichtbar, diesmal für alle. Und dann ist sie weg.


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 18.2.2014