Ano Natsu de matteru

Ano Natsu de matteru

Für diesen Titel ist mir keine besonders elegante deutsche Übersetzung eingefallen. Er übersetzt sich etwa zu "Wartend in jenem Sommer". Besser klingt das auf Englisch: "Waiting in the Summer", was auch der offizielle englische Titel ist.

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Dieses Anime hat mich stark an Onegai Teacher erinnert: eine Außerirdische landet auf der Erde und verliebt sich in einen japanischen Schüler. In diesem Fall ist die Außerirdische allerdings keine Lehrerin, sondern eine ältere Mitschülerin namens Takatsuki Ichika, die eigentlich zur Erde wollte, um dort einen bestimmten Ort zu suchen, der in ihrem genetischen Gedächtnis einprogrammiert ist. Der Junge, in dessen Haus Ichika nach ihrem Schiffbruch einzieht und in den sie sich alsbald verliebt (Kirishima Kaito) hat aber noch eine andere Verehrerin. Überhaupt sind die Liebesbeziehungen zwischen den fünf Haupt-Charakteren recht verzwickt: Mio liebt Tetsurou. Tetsurou liebt Kanna. Kanna liebe Kaito. Kaito liebt Ichika, und dort endet diese Kette der Gefühle zum Glück, denn Ichika erwidert Kaitos Liebe. Bekanntlich ist es nicht immer leicht, jemand anderem ein Liebesgeständnis zu machen, aber im Laufe der 12 Folgen erfährt nach und nach jeder von jedem, in wen er verliebt ist. Und es ist sehr übezeugend dargestellt, wie die Charaktere damit umgehen und daran reifen.

Die Haupthandlung spielt dabei während der Sommerferien, in denen Kaito mit seiner alten Kamera einen Film drehen will. Und in diesem Film werden alle seine Freunde (und Freundinnen) mitspielen, Ichika zum Beispiel in der Rolle eines außerirdischen Mädchens, das auf der Erde gestrandet ist ...

Ausgedacht hat sich diese Handlung die geheminisvolle Remon, offiziell eine Mitschülerin, in Wirklichkeit aber, wie wir ganz am Ende erfahren, eine Agentin der Men In Black. Allerdings sieht sie es nicht als ihre Aufgabe, Ichika einzufangen und zu sezieren, obwohl sie ihre wahre Identität wahrscheinlich von Anfang an kennt. Sie führt nicht nur im Film die Regie, sondern sorgt auch im richtigen Leben dafür, daß Ichika und Kaito zusammenfinden. Nur kann sie leider am Schluß doch nicht verhindern, daß Ichika wieder nach Hause auf ihren Planeten zurückkehren muß.

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Fazit

Eine nette, sympathische und gut erzählte Liebes-Komödie mit ein paar ungewöhnlichen Ideen. Das ist Unterhaltung, wie sie sein soll.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12


Kirishima Kaito - seine Eltern sind gestorben, und er lebt zusammen mit seiner älteren Schwester in einem recht großen Haus in einem idyllischen japanischen Städtchen namens Sakudaira. Er ist meistens mit einer alten Filmkamera unterwegs und hat sich vorgenommen, in den Sommerferien einen richtigen Film zu drehen Kirishima Kaito Shimazaki Nobunaga
Kirishima Nanami - Kaitos große Schwester. Praktischerweise muß sie für drei Monate nach Bolivien, so daß Kaito das ganze Haus für sich hat Kirishima Nanami Hisakawa Aya
Takatsuki Ichika - sie stammt von einem Planeten irgendwo in den Pleiaden und wollte eigentlich zur Erde, um dort einen bestimmten Ort zu suchen. Aus der Reise wurde eine Bruchlandung, und gefunden hat sie statt dessen ihre erste große Liebe Takatsuki Ichika Tomatsu Haruka
Tanigawa Kanna - Kaitos resolute Klassenkameradin. Sie ist in Kaito verliebt und braucht eine Zeitlang, um zu akzeptieren, daß der schon anderweitig vergeben ist Tanigawa Kanna Ishihara Kaori
Ishigaki Tetsurou - Kaitos Klassenkamerad. Er ist ein recht besonnener Typ und in Kanna verliebt Ishigaki Tetsurou Ogihara Hideki
Kitahara Mio - Kaitos Klassenkameradin. Sie ist Nudist und in Tetsurou verliebt Kitahara Mio Asumi Kana
Yamano Remon - sie könnte eine Zwillingeschwester von Morino Ichigo aus "Onegai Teacher" sein und wird sogar von derselben Synchronsprecherin gesprochen. Auch die Namen passen irgendwie zusammen: Remon / Lemon (Zitrone) und Ichigo (Erdbeere). Bei Kaitos Filmprojekt spielt sie immer die Regisseurin. Auch sonst zieht sie gerne die Fäden, und ganz am Ende erfahren wir, daß sie bei den M.I.B. arbeitet, den Men In Black, vor denen sich Ichika so fürchtet, die aber angeblich gar nicht wirklich existieren Yamano Remon Tamura Yukari
Rinon - Ichikas Maskottchen ist eine Art Steuereinheit, die auch teleportieren kann (also sowas wie Marie aus "Onegai Teacher") Rinon Hidaka Rina
Ogura Manami - Tetsurous ältere Schwester. Sie ist verheiratet, führt aber eine ziemlich stürmische Ehe und ist daher öfters mal ohne ihren Mann unterwegs Ogura Manami Oura Fuyuka
Kinoshita Kaori - sie kennt Kaito noch aus dem Kindergarten und trifft ihn zufällig auf Okinawa wieder, wo sie gerade versucht, darüber hinwegzukommen, daß ihr Ex-Freund ihr den Laufpaß gegeben hat. Leider passiert ihr bei Kaito aber genau dasselbe, denn auch er ist anderweitig vergeben Kinoshita Kaori Kayano Ai
Arisawa Chiharu - Kaoris Freundin baggert Tetsurou hemmungslos an Arisawa Chiharu Iguchi Yuka
Takatsuki Emika - Ichikas große Schwester kommt auf die Erde, um Ichika zu retten, erfährt dort aber, daß sie gar nicht gerettet werden will Takatsuki Emika Horie Yui

Daten: Regie: Nagai Tatsuyuki Design: Uon Taraku, Tanaka Masayoshi Erscheinungsjahr: 2012
Bewertung Animation:
Framerate: gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: paßt gut zur Geschichte
Bewertung sonstiges: Handlung: die erste Liebe und ihre Hindernisse Besonderheit: Aliens, die menschenähnlicher sind, als es die zufällige Evolution eigentlich nahelegen würde Musik: gut
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Fansub-Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: entzückend

Erstellt am 24.4.2014. Letzte Änderung: 30.4.2015