Armitage III - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 und 2

Teil 1 - Electro Blood

Laufzeit dieser Folge: 50 min

Armitage 1. Teil

Der Film beginnt mit einem Sonnenaufgang über dem Mars. Ein Raumschiff von der Erde befindet sich im Landeanflug auf den marsianischen Raumhafen St. Lowell. An Bord befindet sich die letzte Country-Sängerin des Sonnensystems, Kelly McCanon, die mit ihrem Manager eine kleine Streiterei hat. Außerdem macht sie sich Sorgen um ihre kostbare Gitarre. Ross Sylibus, ein Polizist von der Erde, der ein paar Reihen weiter sitzt, hört der Unterhaltung mehr oder weniger achtlos zu. Eine Stewardess, ein Second, geht herum und kümmert sich um die Fluggäste.

Das Raumschiff fabriziert eine glatte Landung, doch im Laderaum tut sich was. Während das Schiff schließlich an das Terminal des St-Lowell-Raumhafens andockt, kommt im Laderaum ein seltsamer Typ namens D'Anclaude hervor. In der Hand hält er McCanons Gitarre und haut damit auf die Kontrollen ein. Es gibt Alarm. Nichts desto trotz schleusen sich die Passagiere erst mal normal aus.

Kelly McCanon wird draußen von einer Gruppe Fans erwartet, doch sie kommt nicht zu Fuß, sondern als Leiche in einem großen Koffer, den D'Anclaude und zwei Schlägertypen - Seconds - mit sich schieben. Da taucht Armitage auf, eine ziemlich großkalibrige Waffe in der Hand, und ruft D'Anclaude zu, die Hände hochzunehmen. Doch der denkt gar nicht daran, sondern hetzt seine Gorillas auf Armitage. Es kommt zu einer wilden Schießerei, in deren Verlauf D'Anclaude den Koffer verliert. Der geht auf und enthüllt den versammelten Passagieren und Fans seinen schaurigen Inhalt. Und schlimmer noch, wie man sofort sieht, ist die Leiche McCanons gar kein Mensch, sondern ein Roboter, was vor allem der Polizei später zu denken gibt.

Armitage verfolgt D'Anclaude und schleudert ihre Handschellen nach ihm, doch nur eine erwischt sein rechtes Handgelenk (Er behält sie als eine Art Markenzeichen dran). D'Anclaude entkommt erst mal.

Armitage und Ross fahren zum Polizei-HQ. Dort gibt es eine Besprechung: wer war Kelly McCanon in Wirklichkeit? Und wo ist die echte geblieben, wenn die hier ein Roboter war? Oder gab es gar keine "echte"? Diese Fragen bleiben erst mal ungelöst.

St. Lowell

Nach der Besprechung gehen Armitage und Sylibus durch einen finsteren Korridor, bis sie schließlich das Freie erreichen und einen atemberaubenden Blick auf das futuristische Mars-Stadtbild haben. Armitage bringt Sylibus zu seinem neuen Apartment, einer ziemlich schäbigen Bude irgendwo in einem der riesigen Wolkenkratzertürme. Sylibus stellt seinen einzigen Koffer, den er als Gepäck mitgebracht hat, ab und schaltet die Fernsehwand ein. Dort läuft - welch ein Zufall - gerade ein Film über / mit Kelly McCanon. Doch dieser Film wurde nicht von einem Studio gedreht, sondern von D'Anclaude, der sich auch einen Augenblick später meldet und die ganze Mars-Öffentlichkeit darüber aufklärt, daß ihr Country-Idol ein verdammter Roboter war (D'Anclaude scheint keine Roboter zu mögen). Er hat McCanons Exekution gefilmt und spielt auch das nun ab.

Auch in einem Künstler-Atelier, wo eine Frau namens Jessica Manning eine andere, nackte Frau malt, wird die Sendung übertragen. Beide sind sehr betroffen.

Armitage verläßt wortlos das Apartment. Sylibus sieht sich den Rest dieser Nachrichten an: der Moderator hat eine Frau eingeladen, die die Exekution verteidigt: Alle Roboter sollten weg. Sie meint allerdings, diese Form von Straßengewalt wäre wohl doch nicht das richtige Mittel. Später hat Ross einen Alptraum, in dem funkensprühende Roboter ihn bedrohen.

Schweißgebadet wacht er auf. Er zieht einen Trainingsanzug an und joggt durch die Stadt. Er kommt an einem großen Park vorbei, in dessen Zentrum eine Kopie der Freiheitsstatue steht. Dann erreicht er seine Polizeidienststelle. Ein Kollege sagt, Armitage sei schon unterwegs, und gibt ihm den Schlüssel seines neuen Dienstwagens. Es ist ein Ferrari. Er kann völlig automatisch fahren, doch Sylibus traut Maschinen nicht und fährt ihn selbst.

Unterwegs wird er Zeuge einer wilden Demonstration, bessergesagt der Exekution eines Seconds. Im HQ eingetroffen wird er damit beauftragt, sich darum zu kümmern. Er fragt, wieso, die Zerstörung eines Roboters sei schließlich kein Mord. Sein Chef antwortet, es gehe um das illegale In-Verkehr-Bringen von Robotern, das auf dem Mars als schweres Verbrechen betrachtet werde. Also macht Sylibus sich auf den Weg und klappert einige Firmen ab, die Roboter herstellen. Viel bekommt er dabei nicht heraus. Schließlich landet er bei einer Firma namens ConSeption Corp., wo er zufällig Armitage findet, die sich gerade mit einem Rezeptions-Second herumstreitet. Sie will zu jemanden, der sie angeblich kennt, doch der Roboter will sie nicht vorlassen. Armitage beschimpft den Second, doch Sylibus schnappt sie sich und verstaut sie erst mal in seinem Auto.

Armitage sagt, sie sei schon bei der Einwanderungsbehörde gewesen, doch der "Mörder" von McCanon sei dort nicht registriert - wie die meisten Leute auf dem Mars. Ross fragt sie, was sie bei der ConSeption Corp. gewollt habe, aber sie meint, das sei privat. Und jetzt sollten sie was essen gehen.

Ross und Armitage schlendern durch ein Vergnügungsviertel. Sie hält sich an seinem Arm fest und freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Ross ist etwas verwundert. In dem Vergnügungsviertel gibt es u.a. Seconds für jede Art von "Unterhaltung". Schließlich steht Sylibus auf einer Art Aussichtsplattform. Armitage kommt angelaufen und bringt ihm ein Eis. Ross sagt, seiner Meinung nach seien die Probleme zwischen Menschen und Robotern grundsätzlicher Art und könnten nicht gelöst werden. Und überhaupt könnte man Maschinen nicht trauen. Armitage wird bei diesen Worten sehr traurig und geht dann wortlos weg.

Später ist Sylibus wieder in seinem Apartment und schläft.

Anschließend geht er mit Armitage in eine Bar, wo sie McCanons Manager treffen. Er ist stockbesoffen und todunglücklich. Seine Kelly war so menschlich und konnte so sensibel Gitarre spielen wie sonst keiner. Wie konnte sie ein Roboter sein! Armitage nimmt ihn etwas hart ran, als sie das hört. Dann geht sie. Ross läuft ihr hinterher. Armitage macht ihm klar, daß ihrer Meinung nach ein Roboter mit den Gefühlen und Erinnerungen der echten McCanon genauso gut sei wie ein Mensch. Dann läuft sie weg. Sylibus ist betroffen.

Einen Augenblick später erhält er eine Video-Übertragung von seiner Dienststelle. Eine Frau am Rande der Panik, übrigens die Künstlerin Jessica Manning, die wir schon mal kurz gesehen haben, hat die Polizei angerufen, die das Gespräch synchron zu Sylibus überträgt, so daß er alles mithören und -sehen kann. Jessica schreit, sie müsse sofort mit Armitage sprechen. Sie (Jessica) sei ein Third und hätte eine Liste von einem gewissen Pluto, auf der alle existierenden Thirds stünden. Wegen der gewalttätigen Demos auf den Straßen könne sie nicht raus. Sie brauche dringend Hilfe. Ihr Model wird Zeuge dieses Gesprächs.

Ross findet Armitage nicht mehr und schwingt sich in seinen Ferrari. Unterwegs wird er Zeuge, wie ein aufgebrachter Mob etliche Seconds auf offener Straße auf einem Scheiterhaufen verbrennt. Und der Thirds-Killer meldet sich wieder. Er hat sich in das Fernsehnetz eingeklinkt und überträgt nun in alle Welt die Filme, die er von den Exekutionen weiterer Thirds, die als Menschen getarnt völlig unerkannt unter echten Menschen gelebt haben, gemacht hat. Übrigens waren die Thirds meist Künstler oder höhergestellt Persönlichkeiten. Dann kommt er selbst ins Bild und stellt sich vor: Rene D'Anclaude. Er fragt, ob es nicht in Ordnung sei, gegen Roboter vorzugehen, die sich auf diese Weise als Menschen ausgäben.

Ross erreicht die Villa von Jessica Manning, findet aber nur noch das Model. Die Frau wurde Zeuge der Vernichtung ihrer Arbeitgeberin und ist ziemlich am Ende. Draußen steigern sich die Demonstrationen. Doch einer der Roboter, die gerade auf dem Scheiterhaufen verglühen, funktioniert noch und funkt die Liste der Thirds. Offenbar fungiert das Model - anscheinend auch ein Third - dabei als Transmitter, der Empfänger ist jedenfalls Armitage, die daraufhin sofort losrennt.

Ross spürt inzwischen D'Anclaude auf, doch der scheint eher mit ihm zu spielen, denn er entkommt mit Leichtigkeit. Schließlich erreicht Sylibus eine Kirche. Er hat die Spur verloren, doch D'Anclaude schlägt seine Handschelle, die er immer noch wie eine Trophäe trägt, gegen die Glocke.

Ross läuft los, doch im Innern der Kirche überfällt D'Anclaude ihn von hinten und entwaffnet ihn. Sylibus kann sich befreien und trotz D'Anclaudes Kugelhagel erst mal entkommen. Doch auf dem Dach erwischt D'Anclaude ihn wieder. Es sieht schlecht aus für den Polizisten, denn D'Anclaude glaubt, mit seiner Arbeit der Gesellschaft einen wertvollen Dienst zu erweisen. Und Fanatiker dieses Kalibers sind unberechenbar. Bei dem Kampf stellt er auch noch fest, daß Ross ein künstliches Bein hat und schreit, damit sei er ja schon fast einer dieser verdammten Roboter.

Da läuten die Glocken. Naomi Armitage ist da - ein echt cooler Auftritt. Nun kämpft sie gegen D'Anclaude. Seine Verbrechen gegen Thirds können niemals vergeben werden. D'Anclaude will wissen warum. Armitage meint, er liege in ihrem Blut, es sei ihr Schicksal: sie sei selbst ein Third. D'Anclaude schreit zurück, das sei Blödsinn, ihr Name sei nicht mal auf der Liste. Doch Armitage beweist es ihm. Als Roboter verfügt sie über beeindruckende Fähigkeiten und besiegt den verrückten D'Anclaude mit Leichtigkeit, obwohl der sein ganzes Magazin auf sie abfeuert (und trifft) und sogar eine Handgranate nach ihr wirft. Schließlich ist sie über ihm. D'Anclaude stößt ihr ein Messer in die Brust, aber selbst das macht ihr nichts aus. Sie zieht es wieder heraus und wirft es achtlos weg.

Rene knurrt: "Du Monster."

Armitage antwortet unter Tränen: "Ja. Ich bin ein Monster. Das Produkt eurer Gesellschaft. Verantwortlich für Rezession und soziale Probleme. Wenn ihr Menschen mich nicht haben wollt, warum habt ihr mich dann gebaut?" Dann will sie zustoßen, doch Sylibus hält sie zurück. Sie sei Polizistin!

Armitage tötet D'Anclaude nicht. Sylibus sagt: "Ich weiß jetzt, daß Roboter nicht die Feinde der Menschen sind. Ich habe das von meinem Partner gelernt".

Armitage läßt den bewußtlosen D'Anclaude los. Sie ist völlig verzweifelt. Sie fragt sich, was sie eigentlich ist oder sein soll. Dann stürzt sie sich vom Dach der Kirche in den Fluß, der direkt daneben fließt. Offenbar sind Thirds trotz des vielen Metalls in ihnen in Leichtbauweise konstruiert, denn es dauert eine Zeitlang, bis sie untergeht - Zeit genug für Ross, ihr hinterherzuspringen und sie zu retten. Er schafft es und ist sehr froh darüber - Armitage hingegen nicht. Verzweifelt läuft sie davon.

Teil 2 - Flesh & Stone

Laufzeit dieser Folge: 30 min

Armitage 2. Teil

Titelmusik. Wir sehen Armitage, wie sie sich anzieht und dann in der Stadt herumläuft.

Armitage sitzt in luftiger Höhe auf einem Stahlträger. Plötzlich scheint sie sich an etwas zu erinnern.

Eine Frau rennt durch einen unterirdischen Gang. Ein Unbekannter verfolgt sie und erwischt sie schließlich. Dann fesselt er die Frau und erschießt sie. Dabei stellt sich heraus, daß es ein Third war.

Die Polizei untersucht den "Mord". Der Third war eine Tänzerin. Sylibus berichtet, daß D'Anclaude in einem Hochsicherheitskrankenhaus liege. Armitage hat ihn ziemlich hart bearbeitet, sein Zustand ist sehr kritisch und verhörfähig ist er natürlich auch nicht. Der Polizeichef resümiert, daß alle bisher gefundenen (d.h. getöteten) Thirds Frauen waren. Während dessen denkt Sylibus an Armitage, die immer noch untergetaucht ist. Die Polizei hat die Überreste der 5 bisher getöteten Thirds der Firma ConSeption zur Analyse gegeben, herausgekommen ist dabei aber nichts. Der Chef schlägt vor, die neue Leiche selbst zu untersuchen.

Später unterhalten sich Sylibus und sein Chef unter vier Augen. Sylibus behauptet (was auch stimmt), daß er nicht weiß, wo Armitage ist. Immerhin sind sich beide einige, daß sie eine gute Polizistin sei. Ross fährt dann durch strömenden Regen nach Hause. Als er ankommt, findet er eine Art Sender, den Armitage dort plaziert hat. Er sagt ihr auf diesem Wege, daß er möchte, daß sie zurückkommt. Er teilt ihr auch mit, daß seiner Meinung nach D'Anclaude mit jemandem zusammenarbeiten muß, weil wieder bzw. immer noch Thirds getötet werden.

Armitage macht sich auf den Weg zu einem noch unbekannten Ziel. Unterwegs wird sie von 2 Eckenstehern angepöbelt, doch sie erledigt sie ohne Probleme. Dabei erfahren wir, daß sie eine Schriftstellerin sucht, die in der Gegend wohnen soll. Sie hat ja, wie später auch die Polizei herausfindet, von einem gewissen Pluto die komplette Liste aller Thirds zugefunkt bekommen. Anscheinend sucht sie sie jetzt nacheinander auf.

Unterdessen stattet Sylibus ConSeption einen Besuch ab. Eine Roboterfrau mit Sailor-Moon-Frisur empfängt ihn und führt ihn zu Eugene H. Allen, einem der Manager. Der speist ihn aber mit Smalltalk ab, so in der Art "Die Thirds sind ganz anders konstruiert als unsere Roboter und die Untersuchungen gestalten sich sehr schwierig und wir brauchen noch viel mehr Zeit usw usw". Er fragt Allen nach einem gewissen Asakura, der dort arbeiten soll. Aber der hat schon vor vielen Jahren gekündigt - wieder nichts. Er unterhält sich dann noch ein bißchen mit dem Manager, der seinen Sailor-Moon-Second als Stuhl benutzt ("Unsere Roboter sollen menschliche Träume verwirklichen!"). Ross meint, sie könnten wohl alles - außer sich reproduzieren. "Aus Versehen" läßt Ross ein Feuerzeug fallen, verabschiedet sich dann und kommt dann wieder zurück, um es zu holen. Das Büro ist nun leer und er kann ein bißchen spionieren.

Wieder ist ein Third erschossen worden, diesmal die Schriftstellerin, die Armitage besuchen wollte. Sie war gerade dabei, ein Kapitel ihres neuen Buches in den Computer zu diktieren, und der Computer hat auch ihre letzten Worte, die eher an ihrem Mörder gerichtet waren ("Armitage? Sind Sie das?") aufgezeichnet. Pech für Armitage - jetzt ist sie unter Verdacht und wird gesucht. Die Tote, auch ein Third, hat eine Art EMail von Pluto erhalten. Ross findet diese EMail sehr interessant.

Der Polizeichef teilt Sylibus später mit, daß dieser Third schwanger war! Sylibus vermutet, daß das der eigentliche Daseinszweck der Thirds sei.

Später trifft er sich vor einer Schule mit Armitage, die ihn zu Pluto bringt. Pluto ist ein männlicher Third im Körper eines Jungen. Er sitzt gerade irgendwo herum und spielt in den Zentralcomputer ein Backup von sich ein. Zu dritt fahren sie dann mit einem Aufzug in die Unterwelt von St. Lowell, zu den Abwasserkanälen. Unterwegs (es geht sehr! tief runter) erzählt Pluto, er sei das letzte Modell der Modellreihe und daher ein männlicher Third. Da wird die Bremse des Aufzuges sabotiert. Mit rasender Fahrt saust der Korb in die Tiefe. Armitage kann das schlimmste verhindern, aber Sylibus kommt nicht ohne einen gebrochenen Arm davon.

Und dann werden sie auch noch von einem riesigen Kampfroboter angegriffen. Armitage schlägt sich allerdings gut gegen ihn, und als die Kuppel wegfliegt, sehen sie zu ihrer großen Überraschung, daß D'Anclaude drin sitzt (oder ein Roboter, der genauso aussieht wie er, denn Armitage vermutet, daß er kein Mensch ist). Armitage gewinnt schließlich den Kampf, fesselt D'Anclaude und befördert ihn mitsamt seinem Roboter in den Abgrund. Tot? Nein, in der letzten Einstellung sehen wir ihn schon wieder auftauchen.

Vorher aber machen sich Armitage und Pluto daran, wieder mal zu verschwinden. Ross bittet sie, ihn nicht allein zurückzulassen. Er ruft ihn nach: "Du bist kalt, Mädchen". Sie kehrt noch mal um, gibt ihm einen zärtlichen Kuß und antwortet: "Ich werde immer kalt sein".


Erstellt am 11.10.1997. Letzte Änderung: 18.2.2014