Chikyuu Shoujo Arujuna - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 13

Laufzeit der DVDs: ca. 325 min.

Chikyuu Shojo Arujuna

1. DVD

Teil 1 - Toki no Shizuku (Tropfen der Zeit)

Juna übt schon seit Jahren Bogenschießen, hat es dabei aber nie weit gebracht. Nach dem Training trifft sie sich mit ihrem Freund Tokio. Sie hängen ein bißchen am Hafen herum und philosophieren über Gott und die Welt. Die Geschichte spielt wohl in Osaka oder in der Nähe davon, was man an dem starken Kansai-Dialekt merkt, den die beiden sprechen.

Juna als Geist im Krankenhaus

Juna würde gerne ans Meer fahren. An sich stehen die beiden direkt davor, doch hier im Hafen ist das Wasser viel zu dreckig, eigentlich mehr ein Transportweg als ein Stück Natur. Also schwingen sie sich auf Tokios Motorrad und sausen los. Irgendwo unterwegs fällt ein Raaja über sie her und verursacht einen Unfall, bei dem Juna lebensgefährlich verletzt wird.

Raaja sind unsichtbar. Ob sie überhaupt real existieren, ist fraglich, sie sind eher so etwas wie die Verkörperung von Unheil, Gefahr und Umweltvergiftung. Insofern war der Unfall aus der Sicht der beiden eben nur ein Unfall, verursacht wahrscheinlich durch zu schnelles Fahren, und kein feindlicher Angriff. Tokio ist übrigens mit ein paar Kratzern davongekommen, Juna aber liegt auf der Intensivstation, wo sie nach kurzer Zeit stirbt. Dabei schwebt ihr Geist über ihrem Körper und kann beim Sterben zusehen, was für sie sicherlich ziemlich makaber ist.

Doch ihr Geist bekommt, bevor er sich endgültig ins Jenseits verabschiedet, plötzlich Besuch. Es ist Chris, ein Mensch mit starken übersinnlichen Kräften. In drastischen Bildern führt er ihr vor, welches Schicksal die Erde schon sehr bald erwartet, daß Juna aber der Zeit-Avatar sein, dazu bestimmt, gegen die Raaja zu kämpfen und die Erde zu retten. Juna versteht kein Wort, doch Chris bietet ihr an, ihr dafür ihr Leben zurückzugeben. Aus der Ferne hört Juna Tokio und ihre Mutter rufen und kommt zu dem Schluß, daß sie unbedingt zu ihren Leuten zurückkehren muß. Also nimmt sie Chris' seltsamen Vorschlag an.

Und so wird die Tote wieder lebendig, springt auf und rennt einfach aus dem Krankenhaus davon. Aber an Seltsamkeiten dieser Art wird Tokio sich bei seiner Freundin von nun an gewöhnen müssen.

Draußen wird Juna von einem großen Armeehubschrauber aufgelesen, und weg ist sie.

Juna trifft nun Chris persönlich, und dazu ein seltsames kleines Mädchen namens Cindy. Juna ist überrascht, daß Chris in Wirklichkeit ebenfalls ein Kind ist, das anscheinend von Krankheit und Ausmergelung gezeichnet im Rollstuhl sitzt. Und Cindy redet mit Juna telepathisch, genau wie Chris übrigens. Chris' Körper ist anscheinend ziemlich am Ende, sein Geist aber ist stark und vital und kann auch außerhalb seines Körpers herumreisen. Im Gegensatz zu der vorlauten Cindy ist er sehr freundlich, aber auch voller Geheimnisse. Er erklärt Juna, daß sie nun zu einer Organisation namens S.E.E.D. gehört. Dann übergibt er ihr ein Magatama, das er Tropfen der Zeit nennt und das mit Juna eine starke Reaktion hervorruft und dann mit ihrer Stirn verschmilzt.

Auf Juna wartet auch schon ihr erster Einsatz. Sie muß ein Kernkraftwerk vor den Raaja retten. Das kommt für sie ziemlich plötzlich, ein bißchen zu plötzlich, um es genau zu sagen. Chris ist zwar im Geiste (oder mit seinem Geist) bei ihr, aber als Juna den riesigen Raaja sieht, wird sie von Furcht überwältigt. Chris sieht die einzige Chance darin, Tokio, der mit seinem Motorrad anscheinend dem Hubschrauber gefolgt ist, zu Juna zu lotsen. Als hinter ihm die Trafos in die Luft fliege und er durch die Luft gewirbelt wird, erwachen Junas neue Kräfte. Chris kann sie sehr leicht retten. Aber wie sieht es mit dem Raaja und dem Kernkraftwerk aus?

Teil 2 - Aoi Hikari (Das blaue Licht)

Juna hat erstaunliche neue Fähigkeiten

In Junas Hand materialisiert sich ein Bogen, aber mit Pfeil und Bogen war Juna noch nie besonders gut, und so kann der riesige Raaja dem Pfeil leider ausweichen. Juna wird von ihrer Angst überwältigt und materialisiert sich Ashura herbei, eine Art riesigen, für Tokios Augen ebenfalls unsichtbaren Mecha. Da Juna in ihrer kopflosen Panik Ashura nicht kontrollieren kann, beginnt dieser Amok zu laufen und richtet an dem Atomkraftwerk mehr Schäden an als der Raaja.

Es bleibt Chris nicht übrig als Juna persönlich zu Hilfe zu kommen, wenn man das mal so nennen will. Sie fängt sich also wieder, und das wird auch höchste Zeit, denn der Reaktor ist kurz vor dem Durchgehen. Das ganze geht noch eine Zeitlang hin und her, Juna verfügt über gewaltige Kräfte, doch mit deren Beherrschung tut sie sich noch ziemlich schwer. Sie schießt schließlich den Raaja ab, aber das war's leider noch nicht. In letzter Sekunde verhindert sie die Katastrophe, indem sie das aus dem geborstenen Reaktor entweichende kontaminierte Wasser einfriert.

Chris meint dann, so ganz sei Juna für ihre große Verantwortung noch nicht bereit, und verordnet ihr ein Spezial-Training.

Teil 3 - Mori no Namida (Tränen des Waldes)

Juna wird kurzerhand in der Wildnis ausgesetzt und soll durch diese besonders intensive Art der Naturerfahrung, die ihr bevorsteht, innerlich geläutert werden.

Zunächst mal wird sie eher äußerlich gereinigt, denn es regnet in Strömen.

Juna wird von ihrem Spiegelbild vor dem vergifteten Wasser gewarnt

Nachts allein im Wald, ohne irgend eine Ausrüstung, ohne Essen, dafür mit gelegentlichen Raaja, das ist für ein Stadtmädchen verdammt hart.

Am nächsten Morgen lebt Juna noch, und es hat aufgehört zu regnen, dafür hat sie außer Hunger jetzt auch noch Durst. Sie erreicht einen See, doch ihr Spiegelbild warnt sie, das Wasser sei vergiftet. Im See krepiert ein Vogel, außerdem treiben tote Fische herum, es scheint also zu stimmen.

*

Tokio hat heftig dagegen protestiert, daß Juna einfach draußen im Urwald bleibt und er zwangswiese per Hubschrauber zurück in die Stadt gebracht wird. Aber immerhin hat er nun ein bißchen Gelegenheit, die seltsamen Leute kennenzulernen, mit denen Juna jetzt anscheinend irgendwie zusammen ist, vor allem Chris, der noch mehr orakelhafte Sprüche absondert als sonst.

Wieder zuhause, stattet Tokio Frau Ariyoshi einen Besuch ab und versucht ihr zu erklären, wo Juna steckt und was mit ihr los ist. Natürlich meint Junas Mutter, Tokio hätte einen Dachschaden. Immerhin hat er sich das mit dem Atomkraftwerk nicht alles eingebildet, denn sogar die Nachrichten berichten von einem Störfall dort.

An dem Tag, an dem Tokio und Juna diesen Motorradunfall hatten, haben sich Junas Eltern offiziell getrennt, und Frau Ariyoshi glaubt, Juna wäre nun abgetaucht, um damit alleine fertig zu werden.

Am nächsten Tag recherchiert Tokio ein bißchen in Internet, bis er glaubt, ungefähr die Stelle gefunden zu haben, wo sie Juna ausgesetzt haben. Er schwingt sich auf sein Motorrad und saust los. Er ist den ganzen Tag unterwegs, während Juna irgendwo im Wald herumliegt und vom Essen phantasiert. Immerhin kommt sie zu der Einsicht, daß alle Tiere, die hier leben, wissen, wovon sie sich zu ernähren haben, nur sie nicht. (Wobei man dazu sagen muß, daß Juna schon weiß, was sie essen kann. Nur gibt es das halt nicht im Wald, sondern im Supermarkt oder in der Schul-Mensa. Aber solche Überlegungen sind eigentlich nicht Gegenstand dieses Animes.)

Dafür bekommt Juna aber einen schwachen telepathischen Kontakt mit Tokio und freut sich, daß er sich um sie kümmert und sie retten will. Und dann verschmilzt sie zeitweilig mit der sie umgebenden Natur.

Am nächsten Morgen wacht Tokio auf und stellt fest, daß er in der vorigen Nacht sein Zelt direkt neben einer riesigen Müllkippe aufgebaut hat (die übrigens auch für den vergifteten See verantwortlich ist). Dort tummeln sich auch Raaja. Für Tokio sind sie zwar unsichtbar, nicht aber für Juna, die durch die in ihr schlummernden Energien wieder zu Kräften gekommen ist und nun losrennt und Tokio rettet. Fast wie eine Elfe huscht sie durch den Wald, stellt dann den Raaja und will ihn abschießen, als mal wieder Chris als Geist vor ihr erscheint und sie fragt, warum sie töten wolle. Juna läßt sich aber nicht davon abhalten, Tokio zu beschützen und feuert ihren Pfeil doch noch in den Raaja, der daraufhin seinen Geist aufgibt.

Juna und Tokio freuen sich, daß sie sich nun gefunden und gerettet haben. Aber jetzt müssen sie wieder zurück nach Hause, und das ist nicht so leicht.

2. DVD

Teil 4

Wer sein Motorrad liebt, der schiebt. Und wenn einem mitten in den abgelegenen japanischen Bergen das Benzin ausgeht, dann hat man ziemlich schlechte Karten. Es wird für Juna und Tokio also ein sehr beschwerlicher Weg über Stock und Stein.

bei dem alten Mann in den Bergen

Auf einer Hängebrücke treffen sie dann einen komischen alten Mann, und es ergibt sich, daß sie ihm zu seinem Haus folgen. Ganz einfach, weil sie sich verlaufen haben und tierisch hungrig sind und hoffen, der Alte könnte ihnen irgendwie helfen.

Es stellt sich heraus, das der alte Mann eine Art Öko-Bauernhof hat, den er als Einsiedler bewirtschaftet. Jede Form künstlicher Düngung usw. lehnt er strikt ab, und auf seinen Feldern wächst alles durcheinander. Aber es wächst, und das nicht schlecht.

Natürlich wimmelt es in den Gärten von Insekten, die sich auch von einem Teil der Ernte ernähren, aber all das ist Teil eines funktionierenden Gleichgewichtes. Tokio und Juna lernen hier eine Menge interessanter neuer Einsichten.

Aber irgend etwas scheint Juna die ganze Zeit zu verfolgen. Sie sieht nicht nur die Früchte in den Gärten, sondern immer wieder darunter auch seltsame Erscheinungen. Und sie sieht sich selbst in ihrer Nahrung. Denn aus dieser Nahrung wird ihr Körper ja aufgebaut. Von dieser Erkenntnis ist Juna völlig hingerissen und läuft hinaus in die Gärten und in das unter Wasser stehende Reisfeld, um ihrem Essen und der Natur nahe sein zu können.

Als nächstes taucht ein Raaja auf, diesmal ein ziemlich realer, nämlich ein Sprüh-Flugzeug. Unweit des Öko-Bauernhofes des alten Mannes wird nämlich auch konventionelle Landwirtschaft betrieben. Juna ist schockiert. Aber so ist das nun mal. Zum Glück können Tokio und der Alte sie wieder einigermaßen beruhigen.

*

Nach dem Abspann gibt es noch eine Lektion in Öko-Landwirtschaft.

Teil 5 - Chiisaki Mono no Koe (Stimme der kleinen Dinge)

Juna und Tokio fahren wieder nach Hause - mit dem Zug. Und dann hat das Großstadtleben sie wieder. Als erstes treffen sie Sayuri und marschieren in ein Meriken Burger-Restaurant. Tokio ist von dem Fast Food begeistert, Juna hingegen bekommt keinen Bissen hinunter, denn der Burger erzählt ihr genau seine wenig appetitliche Entstehungsgeschichte.

Sayuri, Tokio und Juna im Meriken Burger

Sayuri und Tokio bekommen davon nicht das geringste mit, statt dessen fragt Sayuri Tokio darüber aus, wo er und Juna die letzte Woche eigentlich gewesen sind, was sich fast zu einem kleinen Flirt zwischen den beiden entwickelt. Davon wiederum bekommt Juna nichts mit, sie ist viel zu sehr von dem grausamen Essen gefangen.

In Begleitung von Tokio schleicht Juna schließlich nach Hause. Unterwegs bricht Tokio zusammen.

Anscheinend wurde er Opfer eines neuen Virus, das in letzter Zeit an verschiedenen Stellen der Welt ausgebrochen ist und schwere Vergiftungen und Lähmungen hervorruft. S.E.E.D. weiß darüber Bescheid, und als Frau Ariyoshi, bei der sie Tokio auf die Schnelle untergebracht haben, einen Krankenwagen ruft, kommt statt dessen ein Dekontaminationskommando von S.E.E.D. und steckt Tokio und Juna, die dieses Virus nach einer Berührung Tokios auch aufgeschnappt hat, in ein hermetisch abgeschirmtes Zelt.

Jetzt beginnt eine interessante Auseinandersetzung zwischen Juna und den Viren, die in ziemlich ungewöhnlichen Bildern visualisiert ist. Juna ist winzig klein und reist durch Tokios Verdauungstrakt. Die Leute von S.E.E.D. beobachten den ganzen Vorgang und analysieren Tokios Reaktionen und seine Überlebens-Chancen. Da er jede Menge Insektizide, künstliche Hormone und sonst was aus seiner Nahrung aufgenommen und in seinem Körper gespeichert hat, fühlen die aggressiven Bakterien sich in ihm pudelwohl, und die üblichen Mittel wie Antibiotika sind wirkungslos. Tatsächlich ist die auf Bakteriengröße geschrumpfte Juna, die in ihm kämpft, seine einzige Chance auf Rettung.

Ohne hier allzu sehr auf die Details einzugehen - Juna schafft es am Ende.

Und nachdem die S.E.E.D.-Leute wieder weg sind und Juna endlich aufwacht, wird sie von ihrer Mutter stürmisch umarmt. Frau Ariyoshi ist überglücklich, ihre Tochter lebend wiederzuhaben.

Teil 6 - Hajime no Hitori (Der Erste)

Juna ist froh, daß es Tokio wieder deutlich besser geht, und läßt sich von ihm zum Essen ausführen, um den letzten Tag der Sommerferien zu feiern. Doch leider kommt etwas dazwischen - Junas Vater taucht auf, wie ein Geist.

Herr Ariyoshi ist ein verhärmter, gebrochener Mann. Die beiden sitzen eine Zeitlang in einer Kneipe herum und bringen kein Wort heraus, und als sie dann endlich miteinander reden, kommt letztlich auch nichts dabei heraus. Sie haben sich im Grunde nichts zu sagen. Herr Ariyoshi fühlt sich als kompletter Versager, vor allem was seine Familie angeht. Aber ändern kann er daran nichts, dazu hat er einfach nicht das Zeug.

Junas Horror-Schule

*

Am nächsten Tag geht die Schule wieder an. Der Unterricht ist auch in Japan nicht immer spannend, vor allem, wenn man einen völlig desillusionierten Lehrer (namens Sakurai) hat, der eher an einen Zombie als einen lebendigen Menschen erinnert und anscheinend weder vom Leben noch von seinen Schülern noch irgend etwas erwartet. Juna sieht in ihm und in ihren Klassenkameraden, die stumpfsinnig alles mitschreiben, schließlich lauter kleine Raaja und springt in Panik aus dem Fenster. Die ganze Schule erscheint ihr wie ein Horrorhaus.

*

Nach der Schule treffen Tokio und Juna Herrn Sakurai zufällig vor einem Supermarkt. Tokio wird neugierig und folgt ihm nach Hause, Juna im Schlepptau. Sakurai schickt die beiden dann nach Hause, doch jetzt ist es Juna, die neugierig ist. Sie will einfach nicht glauben, daß ihr Mathematik-Lehrer nur noch eine leere Hülle ist, und so läßt sie sich von ihm in seine Wohnung einladen.

Sakurais Wohnung ist die reinste Rumpelkammer. Überall liegt Kram herum, es ist nicht aufgeräumt und vor allem stapeln sich auf dem Boden riesige Mengen an Büchern, was Juna sehr beeindruckt. In der Tat ist Herr Sakurai doch ziemlich anders als der Zombie, als der er sich im Unterricht darstellt, er ist sogar richtig begeisterungsfähig, aber auch desillusioniert und verbittert über die Welt. Denn er hat zu viele Enttäuschungen und Tiefschläge hinnehmen müssen, jetzt zum Beispiel gerade seine Scheidung.

Teil 7 - Mienai Kotoba (Unsichtbare Worte)

Chris befindet sich in einem seltsamen Schrein in einer ziemlich weitläufigen Höhle, und es sieht so aus, als würde er es nicht mehr lange machen.

*

Juna sieht fasziniert Tokios Worten zu

Tokio will von Sayuri ihre Ring-Größe wissen. Es sieht ziemlich danach aus, als wollte er ihr einen Ring schenken, und Sayuri ist halb verwirrt, halb geschmeichelt. Juna bekommt das im Traum telepathisch mit.

Und so leicht geht ihr dieser "Traum" nicht mehr aus dem Kopf. Sayuri allerdings scheint ein reines Gewissen zu haben, denn sie verabredet sich mit ihr nach der Schule in einer Art Bar. Während sie dort einen Eistee nimmt, macht Juna ein paar sportliche Übungen. Sayuri findet, daß ihre Freundin in letzter Zeit ziemlich komisch geworden ist. Dabei macht sie sich allerdings hauptsächlich Sorgen, ob unter diesen Umständen Junas Beziehung mit Tokio halten wird. Als die Sprache auf diesen ominösen Ring kommt, saust Juna davon.

Und wen trifft sie draußen? Tokio. Die beiden bummeln ein bißchen durch die Stadt. Tokio ist bester Laune, Juna hingegen muß immerzu an diesen Ring denken. Und dann strömen auf einmal Tokios Gedanken auf sie ein wie ein telepathisches Fließband. Juna will davonlaufen, aber die Worte fangen sie wieder ein.

Tokio kauft ihr eine Limo, aber wieder hat Juna erschreckende Visionen über deren Herstellung und läßt die Dose fallen. Tokio muß mit ihr wirklich viel Geduld haben in diesen Tagen. Er kann Junas Ängste bezüglich all der angeblichen Gifte in der Nahrung usw. nicht nachvollziehen. Es geht ihm doch blendend, es geht alles blendend. Juna ist so abweisend, daß Tokio schließlich meint, sie liebe nicht mehr ihn, sondern Chris. Das ist eine ziemliche Ironie, denn wegen der Ring-Geschichte meint Juna nämlich, daß Tokio Sayuri liebe.

Auf einmal meldet sich Cindy telepathisch bei Juna, und einen Moment später kommt sie auch schon mit einem Auto angebraust und schnappt sich Juna. Chris brauche sie jetzt unbedingt. Das paßt ja bestens. Tokio hechtet auch in den Wagen, weil er Juna nicht mit diesen komischen Leuten und vor allem nicht mit diesem unheimlich Chris allein lassen will.

*

Sie fahren zu einer der Basen von S.E.E.D. Dort befindet sich die Höhle mit dem Schrein. Die Wachposten haben natürlich strengen Befehl, keine Fremden hier reinzulassen, aber Cindy verfügt über hinreichend starke hypnotische Fähigkeiten, um sich den Zutritt für Tokio und Juna zu erzwingen. Es ist ziemlich cool animiert, wie die hypnotischen Befehle aus ihrem Kopf heraus und in den des Wachmannes hineinströmen.

Der Schrein ist ein unheimlicher Ort, und Juna erlebt dort unheimliche Dinge. Offenbar hat Cindy sie hierher gebracht, um ihr Leben gegen das von Chris einzutauschen. In Chris stecken anscheinend Raaja, und so kommt es zu einem eigenartigen Kampf zwischen den beiden.

Juna erfährt dabei von der verzweifelten Cindy, daß Chris es nicht übers Herz gebracht hat, die Raaja zu töten, sondern sie statt dessen in sich aufgenommen hat. Diese stecken nun in ihm drin und fressen sein Leben langsam auf. Cindy fleht Juna an, Chris' Leben zu retten. Nur sie könne das tun.

Und das kann sie tatsächlich.

*

Die Sache wäre also glücklich ausgestanden, doch Tokio hat, nachdem er und Juna wieder zuhause sind, noch etwas anderes auf dem Herzen: das mit dem Ring. Sayuri hat dieselbe Ring-Größe wie Juna, deswegen hat er sie danach gefragt. Dann hat er einen Ring gekauft, und den steckt er Juna nun an den Finger als Zeichen seiner Liebe.

Der arme Tokio braucht mit seiner Geliebten in diesen Tagen wirklich viel Geduld: Juna lehnt den Ring ab! Sie erklärt ihm, daß sie ihn nicht noch mehr als bisher schon in Gefahr bringen wolle. Das ist zweifellos ehrlich gemeint, für Tokio aber sehr schwer zu verstehen.

3. DVD

Teil 8 - Tooi Ame (Entfernter Regen)

S.E.E.D. befürchtet eine Raaja-Angriff auf einen Staudamm und versucht, diesen abzusichern. Das ist ein harter Knochenjob, verläuft aber erst mal erfolgreich.

Allerdings ist diese Beinahe-Katastrophe nicht die einzige auf der Erde. Von überall werden Probleme mit Bakterien, Krankheiten, Insekten, Dürren usw. gemeldet, die kaum noch in den Griff zu bekommen sind.

Jnua als Geist bei Tokio

*

Derweil nehmen Juna und ihre Schwester Kaine ihr Frühstück, jedenfalls versuchen sie es, denn unterschiedlicher könnten die Essensvorlieben zweier Menschen kaum sein. Frau Ariyoshi beklagt sich auch bitter darüber, wieviel Arbeit ihre beiden Töchter machen.

Am Abend arrangiert Sayuri ein Treffen mit Juna und Tokio im Schnellrestaurant. Doch Juna bekommt von dem Meriken-Burger, Tokios Lieblings-Essen, keinen Bissen hinunter, denn sie sieht immerzu die Bilder seiner Entstehung vor sich, und dabei wird ihr schlecht. Enttäuscht stapft Tokio davon. Und Juna ist sehr traurig über sich selbst.

Irgendwann später ruft Juna Tokio an, und es entwickelt sich ein sehr ungewöhnliches Gespräch. Eigentlich will Juna sich entschuldigen, doch während sie spricht, verläßt ihr Geist ihren Körper, landet in dem kleinen Apartment von Tokio und schwebt dort herum. Sie kann ihn sehen und über das Telefon auch hören, denn obwohl sie bei ihm ist, steht sie auch immer noch mit dem Handy in der Hand in ihrem Zimmer. Tokio hingegen hat keine Ahnung, wie nah seine Freundin ihm in diesem Moment tatsächlich ist, obwohl sie es ihm durchaus andeutet.

Von diesen technischen Gegebenheiten abgesehen verläuft das Gespräch recht erfreulich. Die beiden vertragen sich wieder. Eigentlich lieben sie sich ja auch und wollen zusammen sein, und Tokio sagt Juna sogar klar und deutlich, daß er sie liebt (was für Animes extrem ungewöhnlich ist. Wenn ein Junge das überhaupt mal rausbringt, dann braucht er dafür sonst mindestens alle 26 Folgen!)

Leider endet das Gespräch, als die Akkus von Tokios Handy zuende gehen, und Juna findet sich statt in Tokios Armen in ihrem Zimmer wieder.

*

Juna nimmt all ihren Mut zusammen, geht ins Schnellrestaurant und versucht dort, einen Meriken Burger zu essen, was ihr aber nicht gelingt. Das Ding will und will nicht in ihren Mund. Schließlich gibt sie auf und sinkt entmutigt über ihrem Tisch zusammen. Da hört sie bekannte Stimmen: Tokio und Sayuri. Die beiden sitzen etwas verdeckt und haben Juna noch nicht gesehen, doch die bekommt alles mit, was die beiden sich so zu sagen haben. Allerdings ist deren Gespräch ausgesprochen unverfänglich, sie sind allem Anschein nach kein heimliches Liebespaar, das Juna betrügt. Im Gegenteil versucht Tokio Sayuri zu erklären, warum er Juna trotz gewisser Schwierigkeiten beim Essen so sehr mag. Dabei will das Essen doch gegessen werden ...

Teil 9 - Umareru mae kara (Vor der Geburt)

Bei S.E.E.D. laufen neu Hiobsbotshaften ein. Diesmal betreffen sie unter anderem die Magnetpole der Erde, die Struktur des Erdmantels und den Van-Allen-Gürtel. Wenn bei solchen globalen Naturphänomenen Änderungen auftreten, kann man den Menschen allerdings beim besten Willen nicht dafür verantwortlich machen. Anscheinend erwartet man von Juna aber, daß sie sich auch um sowas kümmert.

*

Cindy fährt zusammen mit Juna im Riesenrad

Bei Ariyoshis spielt sich das übliche Frühstückstheater ab. Kaine hat heute keinen Hunger und zieht sich eine Zigarette rein, woraufhin Juna sie bittet, das sein zu lassen, weil sie eine Stimme aus ihrer Schwester hört, die unter dem Nikotin leidet. (Es ist vollkommen klar und offensichtlich, daß Kaine schwanger ist, nur Juna braucht noch fast die ganze Folge, bis sie das auch mitkriegt.)

Kurz vor der Schule sieht Juna dann Tokio und Sayuri zusammen, woraufhin sie auf der Stelle kehrt macht und davonläuft.

Irgendwo trifft sie dann ausgerechnet auf Cindy. Heute ist Cindy ausnahmsweise mal privat unterwegs. Die beiden kommen ins Gespräch, und zuerst bedankt Cindy sich mal bei Juna dafür, daß sie ihrem geliebten Chris kürzlich das Leben gerettet hat.

Cindy erzählt ein bißchen aus ihrem Leben, und man kann nicht gerade sagen, daß sie eine glückliche Kindheit hatte. Ihre telepathischen Fähigkeiten tragen auch nicht unbedingt dazu bei, daß jeder sie liebt. Der einzige, der sie vorbehaltlos angenommen hat, war Chris, und deshalb verehrt sie ihn über alles.

Die beiden sitzen ganz in der Nähe eines Krankenhauses, und mit ihren telepathischen Kräften bekommt Juna nun eine Geburt mit, und zwar aus der Perspektive des Babies. Sie ist von diesem Erlebnis tief beindruckt, vor allem, weil das Baby noch gar nicht auf die Welt kommen wollte. Darüber redet sie dann mit Cindy.

Kurz darauf laufen die beiden Kaine über den Weg. Junas Schwester führt anscheinend ein Leben ähnlich dem von Cindys Mutter, jeden Tag ein anderer Mann. Jetzt wird Juna klar, wessen Stimme sie da heute Morgen gehört hat. Ganz aus dem Häuschen rennt sie zu Kaine und redet auf sie ein, sie dürfe das Kind auf keinen Fall abtreiben. Kaine verbittet sich diese Einmischung in ihre Privatangelegenheiten natürlich energisch und rauscht davon. (So ganz spurlos gehen Junas Worte aber anscheinend doch nicht an ihr vorbei.)

Cindy und Juna gehen dann in den Vergnügungspark, fahren mit dem Riesenrad und setzten ihre tiefsinnigen Gespräche über Babies und das Geborenwerden fort. Cindy kennt auch die romantische Geschichte, wie Chris auf die Welt gekommen ist, nämlich im Meer der Südsee. (Chris war übrigens damals schon häßlich.)

Die Fahrt ist zuende. Cindy steigt aus, gibt Juna noch den Rat mit auf den Weg, Tokio mal zu fragen, was er für sie wirklich empfindet, bedankt sich dann für den unterhaltsamen Tag, und weg ist sie.

Der gute Tokio hängt mal wieder mit Sayuri herum, doch in Gedanken ist er ganz woanders, nämlich bei Juna. Am Abend treffen die beiden sich mal wieder am Hafen, und Tokio fährt mit Juna dann auf seinem Motorrad zum Meer, zu einer sehr romantischen Bucht, wo die beiden sich mal wieder sehr nahe kommen.

Teil 10 - Yuragu Idenshi (Die flackernden Gene)

In dieser Folge geht es vor allem um Ooshima Akio, Tokios Vater. Er leitet ein genetisches Forschungslabor, das mal wieder in den Schlagzeilen erschienen ist. Herr Ooshima versichert allerdings seinem Sohn und seiner Frau (Tokios Stiefmutter), daß dort alles sicher sei. Im übrigen versteht er sich mit seinem Sohn nicht besonders gut, und zu seiner Frau ist er auch ziemlich herablassend.

Tokio konfrontiert seinen Vater mit den Schlagzeilen

Um sich abzureagieren, vertieft Tokio sich in ein Computerspiel. Da bekommt er einen dringenden Anruf von Juna, er dürfe heute auf keine Fall das Haus verlassen. Juna hat nämlich ein Fernseh-Interview mit Herrn Ooshima gesehen. Sie hat aber noch mehr gesehen, nämlich eine schrecklich Vision, in der ein Tokio bei einem Unfall getötet wird.

Dann macht Juna sich auf den Weg zu diesem Labor. Tokio soll ja zuhause bleiben, aber er hat so eine Idee, wo er Juna finden kann, und macht sich ebenfalls auf den Weg dorthin.

Herr Ooshima empfängt Juna immerhin persönlich und hört sich ihre wirren Vorwürfe an. Außer ihren Visionen, die sie noch dazu für sich behält, hat sie schließlich nicht das geringste in der Hand. Kurz darauf kommt Tokio dazu, doch sein Vater beruhigt die beiden und erklärt ihnen die Sicherheitsvorkehrungen in seinem Labor. Es könne nichts passieren. Mit dem Angriff eines unsichtbaren Monsters von Typ Raaja kann er ja nicht rechnen.

Das Bio Alpha Labor arbeitet an sich an einer interessanten Idee, nämlich einem Bakterium, das Umweltgifte wie Dioxin abbauen kann. Das geheime Projekt nennt sich aber PDB, ein Bakterium, das alles abbauen kann, was auf der Basis von Erdöl hergestellt ist, sprich Kunststoffe aller Art. Aber direkt gefährlich ist das auch nicht, außerdem gibt es sowas in der Natur auch, wenngleich bei weitem nicht so leistungsfähig wie das hier.

Juna scheint halbwegs beruhigt, doch Tokio scheint einen Streit geradezu zu suchen, und sein Vater weicht dem keineswegs aus. Juna sieht direkt vor sich, wie aus den Köpfen der beiden grell-bunte Wolken des Ärgers herauskommen. Jeder schmeißt dem anderen seine Vorwürfe an den Kopf, und Juna sieht dem mit größtem Erstaunen zu. Gelegentlich wird sie auch von einer dieser Wolken getroffen und erfährt dann ziemlich intime Details aus dem Gefühlsleben des jeweiligen Absenders. Tatsache ist, daß Tokio und sein Vater sich sehr ähneln.

*

Die beiden haben das Labor gerade wieder verlassen, als der Raaja eintrifft. Es kommt zu einer Serie schwerer Explosionen. Beide stürmen wieder hinein, doch viel mehr als das Chaos noch vergrößern können sie nicht. Juna ruft immerhin ihren Ashura herbei, der das Labor eine Zeitlang beschützt. Aber lange hält auch das nicht.

Schließlich kracht das halbe Labor zusammen, und Tokio wird unter den Trümmern begraben, genau wie Juna es in ihrer Vision gesehen hat. Allerdings ist er nicht tot, sondern erstmal nur bewußtslos.

Schlimmer sieht es mit den plastik-zersetzenden Bakterien aus. Der Tank ist aufgeplatzt und einige sind ins Abwasser gelangt und jetzt Richtung Meer unterwegs, wo sie sich anscheinend sehr wohl fühlen.

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Herr Ooshima besucht Tokio im Krankenhaus und verabschiedet sich von ihm. Er wird jetzt erst mal eine Zeitlang nicht nach Hause kommen können. Nach allem, was geschehen ist, sieht Tokio seinen Vater nun mit anderen Augen.

Teil 11 - Kaerazaru Hi (Der Tag ohne Wiederkehr)

S.E.E.D. hat Juna nach New York gebracht. Juna genießt die Fahrt durch die aufregende Stadt, aber deswegen ist sie nicht hier. S.E.E.D. hat Hinweise auf einen bevorstehenden Raaja-Angriff, und Juna ist die einzige, die die Stadt retten kann.

Tokio besucht Sayuri zuhause

Lange muß sie sich nicht gedulden, noch auf der Fahrt geht es los. Der Raaja ist riesig (er könnte fast als Evangelion-Engel durchgehen) und es wird ein ganz netter Kampf, doch Juna behält diesmal die Oberhand.

Nach dem Kampf nimmt Teresa Juna mit in ihre Wohnung. Ein Hotelaufenthalt ist anscheinend nicht vorgesehen, aber Juna macht das nichts aus, auch wenn es in Teresas Wohnung ziemlich unordentlich ist. Es liegt aber kein Müll auf dem Boden herum, sondern Bücher. Bücher und Bilder aus Teresas wilder Vergangenheit, als sie als Umwelt-Aktivistin an so mancher Demo und Blockade teilgenommen hat.

Sie hatte damals auch einen Freund, Kevin. Doch daraus wurde nichts. Teresa erzählt Juna, daß ihre Mutter während der Schwangerschaft ein paar Tabletten genommen hatte, als deren Folge ihre Gene ein bißchen durcheinander gerieten. Sie hat ein Y-Chromosom, ist also genetisch gesehen ein Mann. Letztlich ist das der Grund, warum sie gegen Umweltzerstörung usw. kämpft. Schließlich ist sie selbst ein Opfer davon.

Dann erzählt sie Juna, warum es eigentlich so viele Pillen gibt. Sie behauptet, Tabletten (zumindest einige) seien letztlich nichts weiter als eine besondere Art, Chemieabfälle zu entsorgen. (Ob das stimmt, weiß ich nicht, zumindest ist es für einige Medikamente unwahrscheinlich. Ein neues Medikament zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, kostet Milliarden, und soviel gibt niemand aus, nur um Abfall loszuwerden. Für die ganzen nutzlosen Pillen, die viel Geld kosten, nichts bewirken, von den Menschen aber in riesigen Mengen gefressen werden, weil die Reklame das so will, könnte das allerdings durchaus zutreffen. Zumindest habe ich schon mal gehört, daß das hochgiftige Hydrazin, mit dem im 2. Weltkrieg die deutschen V2-Mittelstreckenraketen betrieben wurden, nach dem Krieg nicht einfach weggeschmissen, sondern einer Verwendung im Pharma-Bereich zugeführt wurde.)

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Onizuka taucht bei Chris im Krankanhaus auf. An einem Tisch liegt Cindy und schläft selig. Das einzige, was sie zu ihrem Glück braucht, ist die Nähe von Chris.

Am nächsten Tag führt er sie zum Essen in ein traditionelles japanisches Restaurant aus.

Cindy sieht in einem Kimono ungewöhnlich niedlich aus. Wohl fühlt sie sich in dieser ungewohnten Bekleidung allerdings nicht. Lustlos stochert sie in ihrem Essen herum, und dann rückt Onizuka endlich mit dem heraus, was er ihr eigentlich sagen will: daß sie Chris jetzt eine Zeitlang nicht sehen wird.

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Tokio und Sayuri fragen sich, wo Juna wohl geblieben ist. Sayuri lädt Tokio über Nacht zu sich nach Hause ein, und so bekommt Tokio Gelegenheit, die Familie Shirakawa kennenzulernen. Sayuri hat noch zwei kleine Geschwister (Kimitoshi und Yukari), und so geht es bei ihnen immer recht laut, aber in Grunde auch sehr entspannt zu. Tokio findet es sehr gemütlich, so ganz anders als bei ihm zuhause.

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Die Bakterien aus dem Bio Alpha Labor sind im Meer gelandet. Es gefiel ihnen dort und sie mutierten. Dann kam ein Tanker vorbei, und sie begannen, sich auf und in ihm auszubreiten. Jetzt rast das riesige Schiff manövrierunfähig mit voller Fahrt in den Hafen, kracht gegen die Kaimauer und gerät sofort in Brand.

Juna ruft von New York aus auf Tokios Handy an und ist wenig erfreut zu hören, daß er bei Sayuri ist. Das Gespräch endet dann ziemlich abrupt, weil in Japan für immer die Lichter ausgegangen sind. Die ölfressenden Bakterien überschwemmen die Stadt und lösen alles auf, was aus Plastik ist. Damit endet die moderne Zivilisation.

4. DVD

Teil 12 - Kuni horobite (Untergang eines Landes)

Nichts funktioniert mehr. Aus den Leitungen kommt kein Wasser mehr, die Städte werden nicht mehr mit Lebensmitteln beliefert, und selbst das aller wichtigste, nämlich das Handy, ohne das heutzutage kein Mensch länger als ein paar Minuten überleben kann, schweigt für immer.

Außerdem sind die Raaja nun für alle Menschen sichtbar (wahrscheinlich, weil sie jetzt aus den sich überall ausbreitenden Bakterien bestehen). Für Tokio, Sayuri und alle anderen Menschen in Japan beginnt nun ein Kampf ums nackte Überleben. Nackt kann man dabei übrigens wörtlich nehmen, denn da die heutige Kleidung zumeist aus Kunststoffen besteht oder diese zumindest in Beimengungen enthält, löst sie sich natürlich auch auf.

In Japan sind für immer die Lichter ausgegangen

Eins der ersten Opfer ist Herr Shirakawa, dessen Auto mitten in der Fahrt aufhört zu funktionieren. Vor den Augen Sayuris und der anderen knallt er gegen einen Mast. Der Wagen fängt Feuer, und Herr Shirakawa verbrennt.

All das bekommt Juna telepathisch mit und bricht schreiend zusammen.

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Die S.E.E.D.-Zentrale in Japan funktioniert noch, weil sie sich gegen die Raaja abschirmen kann. Machen können die Leute aber nichts, nur zusehen, wie ihr Land stirbt.

Die Menschen sind von einem Tag auf den anderen praktisch auf Steinzeit-Niveau zurückgeworfen und leben in Zeltlagern von den wenigen Resten, die noch an Nahrung aufzufinden sind.

Nach einer Woche kommt aus den letzten Wasserhähnen nur noch Bakterienbrühe, sodaß die Überlebenden jetzt auch noch vom Verdursten bedroht sind.

Tokio macht sich größte Vorwürfe, seinen Vater nicht rechtzeitig aufgehalten zu haben, denn der hat diese Bakterien schließlich entwickelt. Er meint, vielleicht wäre es besser, wenn er tot wäre. Doch Sayuri knallt ihm eine und brüllt ihn an, sowas dürfe er nicht mal denken. Gerade jetzt, wo so viele sterben, braucht sie ihn mehr denn je.

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Es dauert 11 Tage, bis Juna wieder zu sich kommt. Sie wird sofort zum Präsidenten geladen, doch da es gegen die Bakterien noch kein Mittel gibt, ist dem nichts anderes übriggeblieben, als Japan unter Quarantäne zu stellen, andernfalls sein Land und der Rest der Welt auch noch untergehen würden. Juna ist äußerst empört. Man könne doch nicht 120 Millionen Menschen einfach so abschreiben und dem sicheren Tod überlassen.

In ihrer Wut und Verzweiflung materialisiert sie Ashura herbei und macht sich selbst auf den Weg nach Japan, um alle zu retten. Chris' Geist erscheint mal wieder vor ihr und macht die üblichen unverständlichen Bemerkungen, aber davon läßt Juna sich schon lange nicht mehr aufhalten.

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Sayuris Geschwister Kimitoshi und Yukari haben, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben, von dem vergifteten Wasser getrunken und sind sofort schwer erkrankt. Vor allem Yukari ist dem Tod schon näher als dem Leben. Tokio beschließt aufzubrechen. Hinter den Bergen könnte es noch Nahrung und Medikamente geben. Und so macht er sich mit Sayuri und Yukari auf den gefährlichen Weg.

Teil 13

Juna erreicht mit Ashura Japan und ist über das Ausmaß der Verwüstungen entsetzt. Sie ist noch gar nicht richtig da, da wird sie schon von den Raaja angegriffen und schwer in Bedrängnis gebracht. Schließlich wird Ashura abgeschossen, und Juna muß vor der erdrückenden Übermacht der Raaja fliehen.

Juna versucht, noch was zu retten

Chris erscheint ihr, nennt sie wie übliche einen Narren und fragt sie, weshalb sie eigentlich hergekommen sei. Dann eröffnet er ihr, daß er die Raaja ist, was Juna natürlich nicht versteht. Aber es sieht tatsächlich so aus, daß er und die Raaja in gewisser Weise identisch sind. Die Show geht noch ein bißchen weiter, doch dann entschließt Juna sich, den Chris-Raaja abzuschießen. Doch dem stellen sich Cindy und Onizuka mit einem S.E.E.D.-Hubschrauber in den Weg. Denn wenn sie Chris abschießt, werden Unmengen an Raaja-Energie freigesetzt, die noch viel schlimmere Katastrophen hervorrufen würden als jetzt schon.

Derweil verwandelt Chris sich in ein riesige Monster und synchronisiert sich mit alle Raaja auf der Erde. Juna bekommt den Befehl, diese an Ort und Stelle zu versiegeln. Das würde allerdings das Ende von Japan bedeuten, und deswegen lehnt Juna das strikt ab.

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Tokio, Sayuri und die kleine Yukari sind draußen in der feindlichen Wildnis verloren gegangen und ziemlich am Ende. Juna empfängt einen telepathischen Hilferuf von Tokio und macht sich sofort auf den Weg, ihm zu helfen.

Als sie ankommt, hat Tokio allerdings schon einen Weg gefunden, sich selbst zu helfen: er hat für sich und die beiden Mädchen eßbare Früchte gefunden.

Juna ist darüber sehr erstaunt, Chris hat das aber anscheinend schon die ganze Zeit gewußt. Der Kampf gegen die Umweltverschmutzung ist ein Kampf gegen sich selbst, den man nicht mit Waffen oder Siegen für sich entscheiden kann, sondern indem man neue Wege geht.

Der Hubschrauber setzt Cindy bei Juna und den anderen ab, bevor er endgültig auseinanderbricht. Zusammen sehen sie dann den neuen Weg, die Zukunft der Menschen, vor sich. Alles ist miteinander verbunden. Zum Beispiel sind die Raaja eßbar. Sie sind keine alles zerstörenden Monster, sondern haben die verschmutzte Erde gesäubert und können den Menschen nun als Nahrung dienen.

Chris hat die Raaja in sich aufgenommen, was seinen Körper zerstört hat, und nun übernimmt Juna seinen Platz, um die Raaja in eine nicht mehr zerstörerische Form zu bringen (oder so ähnlich - das ganze ist etwas schwierig nachzuverfolgen). Jedenfalls sind alle am Ende irgendwie überzeugt, gerettet zu sein.


Erstellt am 2.9.2006. Letzte Änderung: 18.2.2014