Blood C - The Last Dark - Zusammenfassung der Handlung

Es ist Winter in Tokyo. Seit den Ereignissen von Ukishima ist etwas ein halbes Jahr vergangen. Ein ziemlich ramponiert wirkender Mann wankt spät am Abend in die (sehr realistisch dargestellte) tokyoter U-Bahn Richtung Shin-Ikebukuro. Per Lautsprecherdurchsage erfahren wir, daß die Stadtverwaltung von Tokyo eine Ausgangssperre für Personen unter 20 ohne Sondergenehmigung ab 21 Uhr erlassen hat.

das Monster in der U-Bahn

Während der Fahrt verwandelt der Mann sich in ein Monster und greift wahllos die Passagiere an, die voller Panik aus dem Waggon fliehen - bis auf einen. In einer Ecke sitzt nämlich Saya, doch als der Monstermann sie angreift, holt er sich eine blutige Nase. Also schnappt er sich lieber im Nebenwaggon eine junge Frau (Hiiragi Mana) und springt mit ihr aus dem Zug. An der nächsten Station verläßt Saya ebenfalls den Zug und nimmt die Verfolgung auf.

Ein paar Straßen weiter erwischt Saya das Monster und erledigt es auf bewährte Weise mit ihrem Katana, wobei ihre Augen wieder rot glühen. Allerdings hat die Sache offenbar bei gewissen Leuten höchstes Interesse geweckt, denn oben kreisen schon die Hubschrauber. Aber es gibt noch eine weitere Gruppe, die solche Ereignisse registriert. Sie tauchen wenige Sekunden später bereits am Tatort auf, und wie sich herausstellt, gehört auch die junge Frau zu ihnen. Kurzerhand steigt Saya mit zu ihnen ins Auto, weil ihre unfreiwilligen Gastgeber Matsuo Iori, Fujimura Shun und Mana offenbar etwas über die Furukimono wissen. So eine Information kann Saya nicht ignorieren.

Es entspannt sich eine wilde Auto-Verfolgungsjagd, und zudem muss Iori auch noch den Hubschrauber abhängen der zur gegnerischen Organisation namens Tower gehört. Aber offenbar hat er eine Art Zentrale namens SIRRUT mit einem außergewöhnlichen Hacker-Mädchen (Tsukiyama Hiro), das je eine Tastatur mit ihren Händen und Füßen bedient und ihnen bei der Flucht den Weg weist (mit einem Mokona übrigens - eine kleine Anspielung auf die Erschaffer dieser Geschichte) und die Ampeln manipuliert, sodaß sie am Ende entkommen können.

Saya erfährt, daß SIRRUT die Geheimnisse von Tower und den Furukimono aufdecken will. Über sich selbst erzählt sie hingegen kaum etwas. Doch das ist auch gar nicht nötig, denn zumindest Mogari Kuroto, der im Rollstuhl sitzende Boß von SIRRUT, scheint ziemlich viel über sie und Nanahara Fumito zu wissen.

Saya bei SIRRUT

Das Hauptquartier von SIRRUT ist eine riesige Villa. Mogari klärt Saya darüber auf, woher er seine Informationen hat: Tomofusa Itsuki war sein Spion in Ukishima, doch die Informationen, die er herausschmuggeln konnte, waren ziemlich lückenhaft. Hinter allem steckt jedenfalls Nanahara Fumito, der Chef der Geheimorganisation Tower, offiziell Vorsitzender des Industriekonglomerates Seventh Heaven. Was er genau plant, weiß Mogari nicht. Aber es muß etwas mit den Furukimono zu tun haben. Jedenfalls ist Mogari, genau wie Saya, aus gewissen persönlichen Gründen hinter Fumito her.

Neben den offiziellen Mitarbeitern hat SIRRUT auch noch eine Menge informeller Unterstützer im Internet, vor allem Jugendliche, die wegen der Ausgangssperre, der insgesamt sehr restriktiven Politik und der Internet-Zensur gegen die Regierung arbeiten.

*

Mana zeigt Saya ihr Zimmer, das in der weitläufigen Anlage nicht so einfach zu finden ist. Die Meinungen über Saya gehen ziemlich auseinander, aber Mana fühlt sich irgendwie stark zu ihr hingezogen. Saya allerdings gibt sich äußerst schweigsam und abweisend.

Am nächsten Tag fahren die beiden nach Shibuya, wo Saya den Wunsch-Laden aufsucht. Offenbar ist es ein Geschäft, in dem nicht jeder einfach so einkaufen kann, weil es durch Magie geschützt ist. Doch erstaunlicherweise kommt auch Mana ohne weiteres hinein. Sie und Saya treffen hier auf den Hund und seinen Besitzer (, der wohl auch aus einer anderen CLAMP-Geschichte stammt, keinen Namen hat und von Fukuyama Jun gesprochen wird). Diesmal wünscht Saya sich ein starkes Schwert und bekommt es auch, sogar auf Kredit.

Saya organisiert sich ein Katana

Als die beiden den Laden wieder verlassen, ist es schon nach 8 Uhr, weswegen sie Ärger mit der Polizei bekommen. Wahrscheinlich hat Fumito die unpopuläre Ausgangssperre sogar extra wegen Saya verhängt, und Saya nutzt solche Gelegenheiten hin und wieder, um seine Polizisten zusammenzuschlagen, so auch diesmal. Mana ist von ihrer Kraft beeindruckt.

*

Vor 4 Monaten ist Sayas Vater verschwunden, und weder Hiro noch Shun haben bisher irgendwo im Internet eine Spur von ihm entdecken können. Saya ist allein und lebt deswegen zur Zeit ebenfalls in Kurotos Villa.

Kuroto nimmt sein Abendessen zusammen mit Saya und informiert sie dabei über ein paar wichtige Sachen. Er und Fumito sind Cousins. Ihre Clans handelten vor Ewigkeiten das Shujikimen, den Kontrakt zwischen Menschen und Furukimono aus und kontrollieren aus der Dunkelheit heraus die Politik in Japan. "Tower" nennt man ihre Organisation heute. Doch vor sechs Jahren überfiel Fumito mit seinen Soldaten die Mogaris und machte alle außer Kuroto nieder, um in den Besitz des Shujikimen zu kommen. Und jetzt bittet Kuroto Saya, Fumito für ihn zu töten.

Das hat Saya durchaus vor, allerdings nicht wegen Kuroto.

Hiro bedient die Tastatur mit ihren Fen

*

Vor dem Zubettgehen nehmen Mana und Saya ein gemeinsames Bad in dem beachtlich großen Onsen der Villa. In der Nacht hat Saya Alpträume von den Horror-Ereignissen in Ukishima.

*

Am nächsten Tag gelingt es Shun und Hiro, einen Server von Tower zu hacken. Sie entdecken, daß Fumito morgen an der Tsuji-Hochschule, der er finanziell unterstützt, eine Rede halten will. Kuroto und Saya beginnen sofort mit den Vorbereitungen. Zufälligerweise geht Mana auch auf diese Schule und hat die passenden Uniformen, sodaß sie und Saya sich trotz der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen unauffällig einschmuggeln können. Es läuft alles nach Plan - Fumitos Plan allerdings. Die Studenten nehmen im Auditorium Platz, die Lichter gehen aus, Fumito erscheint auf der Bühne, der Alarm geht los, fluchtartig müssen alle die Halle verlassen, Saya zieht ihr Katana, rast los, stürzt sich auf Fumito, doch der löst sich in einen Stapel herumfliegender Papiere auf. Dann gehen die Türen zu und aus der Decke kommt ein riesiger Furukimono heraus, der einzige echte in diesem Film übrigens.

Saya hat sich ihr Wiedersehen mit Fumito anders vorgestellt

Jetzt bekommt Saya wirklich einiges zu tun, und das nicht nur mit dem Furukimono, sondern auch mit Fumitos Killer Kuto. Bekanntlich kann Saya keine Menschen töten, und so kommt sie ziemlich in Bedrängnis. Zum Glück gelingt es Mana mit ihrem Handy, sich in die Steuerung der Türen einzuhacken und diese wieder zu öffnen. Draußen warten Iori und Shun mit dem Fluchtauto, und so kann Saya entkommen. Sie ist ziemlich schwer verwundet, aber das heilt bei ihr ja bekanntlich schnell wieder. Fumito hat sein Ziel jedoch erreicht und eine Menge von Sayas Blut eingesammelt.

Hiro ist am Boden zerstört, aber Saya macht ihr keine Vorwürfe. Sie wurden alle ausgetrickst. Dafür macht Mana sich um Sayas Wunde große Sorgen, allerdings unnötigerweise. Immerhin stellen die beiden in dieser Nacht fest, daß sie viel gemeinsam haben: sie sind beide einsam. Von Saya wissen wir das ja schon. Bei Mana war es so: ihre Mutter starb schon früh. Und ihr Vater, der sich immer sehr um Mana gekümmert hat, ist seit vier Monaten spurlos verschwunden. Er war Reporter, steckte seine Nase aber anscheinend etwas zu tief in die Angelegenheiten von Seventh Heaven und Tower. Ironischerweise ist Mana für sein Verschwinden indirekt mitverantwortlich, denn mit ihren überragenden Hacker-Fähigkeiten sammelte sie ein paar Informationen für ihn, denen er dann nachging. Bis er nicht mehr wiederkam. Deshalb hat Mana das Hacken aufgegeben, ist aber SIRRUT beigetreten, um ihn vielleicht doch irgendwie wiederzufinden.

*

Saya und Mana

Am nächsten Tag verkündet Mana offiziell, daß sie ihre Tätigkeit als Hacker wieder aufnehmen wird, um hinter die Geheimnisse von Tower zu kommen. Und so sitzen sie, Hiro und Shun den ganzen Tag und die ganze Nacht vor ihren Computern. Und als am Morgen die Sonne aufgeht, schafft Mana den Durchbruch: sie hat Towers geheimes Hauptquartier gefunden, ein riesiges Hochhaus, das auf moderne Weise versteckt wurde, indem es bei Google Maps und ähnlichen Diensten einfach nicht aufgeführt wird. In einer mehr und mehr virtuellen Welt hören selbst sehr große Dinge auf zu existieren, wenn sie nicht elektronisch zugänglich sind. (Auf diese Weise werden zum Beispiel auch US-Militäranlagen und Ähnliches getarnt.) Es sei denn, man knackt die richtigen Codes und findet die Sachen trotzdem.

Die Zentrale liegt direkt am der tokyoter Bucht. Diesmal geht Saya allein, ohne Mana. Tatsächlich werden die beiden sich nie wiedersehen.

Im Grunde geht Saya Fumito nun zum zweiten Mal in die Falle, denn er erwartet sie natürlich. Erst mal darf sie sich mit seiner Privatarmee herumschlagen und dann mit Kuto, an dem Fumito offenbar herummanipuliert hat, denn nach kurzer Zeit verwandelt er sich in einen gefälschten Furukimono, greift dann allerdings wahllos alles an, was sich bewegt, und das sind hauptsächlich die Soldaten. Saya nutzt die Gelegenheit, tiefer in das Gebäude vorzudringen. Sie kommt an seltsamen Zucht-Tanks vorbei und erreicht schließlich die große Halle, wo Fumito auf sie wartet. Dort bricht sie zusammen. Denn jemand hat ihr mal wieder vergifteten Kaffee gegeben. Kuroto, um es genau zu sagen. Er hat die ganze Zeit doppeltes Spiel gespielt und mit Fumito zusammengearbeitet.

Saya ist in Fumitos Falle gegangen

Saya kann zwar hören und sehen, sich aber nicht bewegen, und muß die bizarre Unterhaltung zwischen Fumito und Kuroto hilflos mitanhören. Allerdings stellt sich heraus, daß die beiden ziemlich unterschiedliche Ziele verfolgen. Fumito ist wirklich in Saya verliebt und will mit ihr anscheinend eine Art Superrasse gründen. Daraufhin rammt Kuroto ihm Sayas Katana in die Seite. Fumito zeigt sich davon jedoch nicht sonderlich beeindruckt und jagt dafür seinem Cousin eine Ampulle mit Sayas Blut ins Auge, woraufhin Kuroto sich unter großen Qualen in einen gefälschten Furukimono verwandelt.

Fumito sieht dem ruhig zu und sinniert derweil über die Menschen, Saya und die Furukimono. Deren Zahl nimmt so schnell ab, wie die Zahl der Menschen wächst. Bald werden sie ausgestorben sein, und Saya wird dann ihre Nahrungsgrundlage verlieren. Mit Sayas Blut hat Fumito versucht, aus Menschen Furukimono zu erzeugen, aber es hat nie wirklich funktioniert. Einer davon war das Monster in der U-Bahn, und zu ihrem Entsetzen erfährt Saya, wer das war: Manas verschwundener Vater.

Die Wirkung des Giftes verfliegt schlagartig, aber dafür verwandelt Fumito seinen Cousin und sich selbst in ein gigantisches, von innen heraus glühendes Monster, das sogar sein Hochhaus überragt. Dennoch stürzt Saya sich ohne zu zögern auf es und zerstört seinen Kern, woraufhin es sich wieder auflöst. Übrig bleibt Fumito, der Saya nun ihre Belohnung gibt, indem er mit ihrem Katana seine Brust durchbohrt. An sich sollte Saya nun in der Lage sein, Menschen zu töten, doch es nützt ihr trotzdem nichts, denn Fumito ist kein Mensch mehr. Zum Abschied küßt er sie, dann bricht er tot zusammen.

Ratlos bleibt Saya in der Ruinenlandschaft zurück. Sie ist am Ende wieder allein.

*

Mana, Iori und die anderen haben letztlich ihre Ziele erreicht und können wieder ein normales Leben führen. Iori und Haruno wollen sogar heiraten. Doch Mana hört nie auf an Saya zu denken und sie auch per Internet zu suchen.


Erstellt am 2.4.2013. Letzte Änderung: 18.2.2014