Blood C

Blood C

Kisaragi Saya ist ein liebenswertes, etwas tolpatschiges Mädchen, das tagsüber die Oberschule besucht und nach Feierabend Dämonen abschlachtet, die hier Furukimono heißen. Das ganze erinnert ein bißchen an Sailor Moon und ähnliche Geschichten mit dem jeweiligen Monster des Tages, nur daß es hier ungewöhnlich blutig zugeht. "Blood C" sieht also nach nichts besonderem aus, zumindest die ersten 2 oder 3 Folgen lange nicht. Aber während beispielsweise bei "Sailor Moon" eigentlich nie etwas Schlimmes passiert und die Guten am Ende immer gewinnen, entwickelt sich "Blood C" langsam, aber sicher, in eine ganz andere Richtung. Saya gelingt es immer weniger, ihre Freunde zu beschützen. Die Liste der Toten wird länger, und daß Saya aller Wahrscheinlichkeit nach alles andere als eine normale japanische Oberschülerin ist, zeichnet sich auch mehr und mehr ab.

Die Auflösung erfolgt in den letzten beiden Folgen, und es stellt sich heraus, daß nichts so ist, wie es zu sein schien, und daß das Grauen noch viel tiefer geht, als die blutigen Kämpfe und Massaker der ersten Folgen ahnen lassen.

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Übrigens - man kann's kaum glauben, aber diese Geschichte ist von CLAMP (ein Mokona, das in Folge 4 in einem Obentou auftaucht, deutet sowas an).

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"Blood C" erscheint in Deutschland gerade auf DVD. Ebenfalls schon erschienen ist der Film "The Last Dark".

Fazit

Mir hat dieses Anime unglaublich gut gefallen. Die Mischung aus zarter Naivität und blutigem Gemetzel, unterlegt mit einem unterschwelligen Grauen, das schwer zu fassen ist, ist faszinierend gut gelungen.

Zwei Nachteile gibt es: zum einen ist das Ende ein bißchen offen, beziehungsweise es wird ziemlich unverblümt auf den Film verwiesen, der kürzlich (Juni 2012) in Japan herausgekommen ist. Und zweitens sind zumindest im Fansub, der wohl auf einem TV-Mitschnitt basiert, bestimmte besonders grausame Szenen ausgeblendet. (Falls jemand die DVD- oder Blu-Ray-Fassung kennt: ist das da auch so?).

Ansonsten sind Horrorfilme dieser Art natürlich Geschmacksache (die Bewertungen im Internet sind eher gemischt), aber nach meiner Meinung ist "Blood C" auf seine Weise eins der besten Animes, die ich kenne.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

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Blood C - The Last Dark (Film)


Kisaragi Saya - sie lebt in einem abgelegenen Nest namens Nakasuwa im Ukishima-Schrein ganz allein mit ihrem Vater, besucht die Sanbara-Schule und geht Nachts auf Dämonenjagd, genau wie ihre Mutter, die dabei schon vor vielen Jahren den Tod fand. So lautet zumindest die offizielle Version, die sie auch selbst glaubt Kisaragi Saya Mizuki Nana
Kisaragi Tadayoshi - Sayas Vater. Er ist der Priester eines kleinen Schreins, den er und Saya bewohnen und in dem es alte Schriftrollen über die Furukimono gibt.
Das ist zumindest die offizielle Version
Kisaragi Tadayoshi Fujiwara Keiji
Nanahara Fumito - er war in derselben Schule wie Tadayoshi, pflegt nach wie vor enge Kontakte zu ihm und betreibt ein Café namens Guimauve, in dem Saya regelmäßig frühstückt. Er serviert ihr Kaffee und besondere Leckerbissen, und sie findet ihn super nett. Jedenfalls bis Folge 11 Nanahara Fumito Nojima Kenji
Motoe Nene & Nono - die Zwillinge gehen zusammen mit Saya in eine Klasse. Dort mag eigentlich jeder jeden, und es geht ziemlich entspannt zu. Zumindest solange sie noch am Leben sind ... Motoe Nene & Nono Fukuen Misato
Hund - er behauptet, einen Laden zu haben, in dem man sich Wünsche kaufen kann. Auch Saya soll dort schon eingekauft haben. In Wirklichkeit ist er natürlich gar kein Hund, aber was er ist, erfahren wir zumindest in der TV-Serie nicht Hund Fukuyama Jun
Tsutsutori Kanako - Sayas Lehrerin ist sehr nett und verständnisvoll. Aber sie scheint Dinge über die Furukimono zu wissen, die sie eigentlich nicht wissen dürfte Tsutsutori Kanako Miyagawa Miho
Tokizane Shin'ichirou - Sayas Klassenkamerad. Er gibt sich immer etwas abweisend und mürrisch, scheint aber für Saya gewissen Gefühle zu hegen Tokizane Shin'ichirou Suzuki Tatsuhisa
Tomofusa Itsuki - er ist der Klassensprecher von Sayas Klasse, und er scheint Saya sehr zu mögen Tomofusa Itsuki Abe Atsushi
Amino Yuuka - Sayas Klassenkameradin und Freundin. Daß sie ein bißchen alt für eine Oberschülerin ist, fällt Saya nicht auf Amino Yuuka Asano Masumi

Daten: Regie: Mizushima Tsutomu Design: CLAMP Erscheinungsjahr: 2011
Bewertung Animation:
Framerate: gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut (bis auf die ausgeblendeten Stellen) Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: Spaghetti-Menschen
Bewertung sonstiges: Handlung: erfährt ab Folge 11 eine unwahrscheinliche Wandlung, die aber trotzdem überzeugend dargestellt ist Besonderheit: singende Dämonenjägerin, der das Singen aber bald vergeht Musik: sehr gut
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Fansub-Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: genial

Erstellt am 19.9.2012. Letzte Änderung: 30.4.2015