Blood C - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

Folge 1 - Ama Tsukase (O Ye Winds of Heaven)

Saya und ihr erster Gegner

Eine Stimme aus dem Hintergrund sinniert über die Natur des Menschen, wie sie dazu kommen, und ob sie geändert werden kann.

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Titelmusik mit einem sehr interessant aussehenden Vorspann.

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Saya sitzt im Schrein ihrer Familie und meditiert über das seltsame Licht, das sich nie fassen läßt. Das hat zur Folge, daß sie fast zu spät zum Frühstück ins Café Guimauve kommt, das nahe des Schreins gelegen ist, und das einen sehr sympathischen und verständnisvollen Besitzer namens Nanahara Fumito hat, mit dem Saya sich immer gern unterhält. Was wiederum zur Folge hat, daß sie fast zu spät zur Schule kommt. Aber nur fast, heute jedenfalls.

Saya ist ein Musterbeispiel für ein nettes, unbeschwertes Mädchen. Im Grunde mag jeder sie, und daß sie ein bißchen schusselig ist und gerne mal zu spät kommt, nimmt ihr in der kleinen, nahezu menschenleeren Stadt niemand übel. Auch in ihrer Schule ist sie sehr beliebt und unerwarteterweise in Sport sogar sehr gut.

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Nach der Schule eröffnet Sayas Vater Tadayoshi ihr, daß ein Furukimono aufgetaut sei, und übergibt ihr das heilige Schwert, das schon Sayas verstorbene Mutter geführt hat. Während die Sonne langsam untergeht, geht Saya auf die Jagd.

Der Furukimono erscheint in einem flachen See. Er ist ein bizarres Wesen, das entfernt an eine halbierte Fangheuschrecke erinnert. Saya zeigt sich nun von einer ganz anderen Seite als bisher, liefert ihm einen erbitterten Kampf und schlachtet ihn schließlich ab.

Folge 2 - Kimi ga Tame (It Is for Thy Sake)

Saya bietet Tokizane von ihrem Obentou an

Saya führt mal wieder einen nächtlichen Kampf gegen einen Furukimono aus, diesmal einen, der zumindest näherungsweise humanoide Formen hat. Sie macht ihnen eine Kopf kürzer.

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Am nächsten Tag schlendert Saya singend zur Schule und schaut vorher noch zum Frühstück beim Café Guimauve vorbei, wie sie das jeden Morgen zu tun pflegt. Diesmal hat Fumito eine besondere Spezialität für Saya: Guimauve heißen die Würfel, und sie schmecken angeblich nach etwas ganz besonderem. Nach was, verrät Fumito Saya aber erst in Folge 12. Aber weil sie Saya so gut schmecken, gibt er ihr noch ein paar mit für die Schule.

Die Stadt hat nur wenige Einwohner, und einer davon ist ein Hund, dem Saya von Zeit zu Zeit begegnet. Er schaut immer etwas mürrisch, ist aber nicht scheu. Aber wegen ihm kommt Saya mal wieder fast zu spät zur Schule.

Dort geht es, wie immer, ziemlich entspannt zu. In der Mittagspause präsentiert Saya das Obentou, das sie von Fumito bekommen hat. Das Guimauve ist das einzige Café in der Stadt, so wie es auch von jedem anderen Laden immer nur einen gibt. Dann flirtet sie ein bißchen mit ihrem Klassenkamerade Shin'ichirou (oder das, was sie unter "flirten" versteht) und geht schließlich fröhlich und unbeschwert wieder nach Hause.

Tadayoshi hat in seinem Archiv über die Furukimono geforscht und ein paar neue Details herausgefunden, die er Saya nun erklärt. Zum Beispiel, daß sie Menschen fressen, was in einem Horror-Anime natürlich nicht wirklich überraschend ist. Und daß sie nur von dem heiligen Schwert besiegt werden können. So wie es schon Sayas Mutter tat, bis sie irgendwann dabei ums Leben kam.

Doch Saya stürzt sich unerschrocken und voller Energie auf das nächste Monster, das diesmal eine entfernte Ähnlichkeit zu einer fleischfressenden Pflanze hat, und besiegt auch dieses. Genauer gesagt verarbeitet sie es zu Hackfleisch.

Folge 3 - Hito wa Isa (As For Man...)

Saya hat mal wieder viel zu tun

Am Morgen ist Saya im Café Guimauve und macht für ihren Vater das Frühstück. Nach dem Essen nimmt sie ihren Kaffee und zwei Guimauves, nach denen sie ganz verrückt ist.

Auf dem Weg zur Schule begegnet sie wieder dem seltsamen Hund, den sie anscheinend sehr mag. Das hat zur Folge, daß sie zu spät zur Schule kommt und dafür nachsitzen muß. Tsutsutori-sensei erzählt ihr dabei, daß sie früher Forscherin war, bevor sie an diese Schule kam. Und hierher kam sie, weil sie nur genau hier etwas neues lernen kann, was sie anscheinend sehr interessiert. Es ist eine der wenigen Aussagen, die Saya in diesem Anime zu hören bekommt, die sogar stimmen, wenn auch auf etwas andere Weise, als es sich anhört.

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Nach der Schule gehen Saya und ein paar aus ihrer Klasse noch Essen, und zwar ins Café Guimauve, wo alle von Fumitos leckerem Kuchen ganz begeistert sind.

Während sie da sitzen, kommt ein Polizist (gesprochen von Katou Masayuki) vorbei. Der Bäcker sei seit zwei Tagen spurlos verschwunden. Deswegen sollten alle vorsichtig sein und vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause gehen.

Saya allerdings geht auf die Jagd. Sie findet den Bäcker auch. Wie hypnotisiert schleicht er zu dem verlassenen Bahnhof, wo dann auch tatsächlich auf den seit Jahren unbenutzten Gleisen ein Wagen kommt. Nur ist dieser ein Furukimono. Der Bäcker steigt ein und wird verdaut.

Saya hat genug gesehen und nimmt sich den Furukimono vor. Nach hartem Kampf erledigt sie ihn wie die anderen zuvor, doch bevor das Monster sein Leben aushaucht, sagt es noch etwas: "Nushi! Yakujou wo mamore!" ("Herrin! Halte das Abkommen ein!").

Folge 4 - Nageke Tote (That Has Made Me Sad)

Saya kämpft heute gegen ein Vogelmonster und seine Begleiter

Die Worte des Furukimono gehen Saya nicht aus dem Sinn, doch ihr Vater beruhigt sie: sie dürfe sich nicht einwickeln lassen.

Und so geht sie wieder singend zur Schule und nimmt sich vor, stärker zu werden, damit ihr Vater sich keine Sorgen mehr machen muß.

In der Schule reden alle darüber, daß die Bäckerei immer noch geschlossen hat. Anscheinend ist der Bäcker abgehauen ... oder was auch immer. Ansonsten passiert nicht viel, allerdings bietet das Auftauchen des seltsamen Hundes Saya und Shin'ichirou die Gelegenheit, sich etwas näherzukommen und das Mittagessen im Garten gemeinsam einzunehmen. In Sayas Obentou steckt übrigens ein Mokona - eine kleine Anspielung auf die Erschaffer dieser Geschichte (nämlich CLAMP). Saya erzählt auch von Fumito, von dem das Obentou eigentlich stammt, und Shin'ichirou scheint ein bißchen eifersüchtig auf ihn zu werden.

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Am Abend ist Saya dann wieder unterwegs. Diesmal hat sie gleich drei der Monster als Gegner, die in einem See auftauchen, wo drei Männer fischen. Einer von ihnen wird sofort gefressen, die beiden anderen können erst mal entkommen. Doch es wird schwer für Saya. Die Furukimono können fliegen und spritzen Säure, und Saya kann nicht verhindern, daß ein weiterer Mann zerrissen und verspeist wird. Nur den dritten kann sie nach hartem Kampf retten. Und wieder haben die Furukimono vor ihrem Ende unverständliche Dinge zu ihr gesprochen.

Folge 5 - Meguriahite (Meeting in the Way)

Sayas unfreiwillige Zuschauerin

Auf dem Weg zur Schule kommt Saya am Kampfplatz der vorigen Nacht vorbei. Aber es sind keinerlei Spuren mehr zu sehen. Und ihr Versuch, sich genau zu erinnern, bereitet ihr Kopfschmerzen. Unvermittelt steht Fumito hinter ihr, beruhigt sie, nimmt sie mit in seinen Laden und serviert ihr ihren Kaffee, der sie wie immer entspannt.

Als später Tadayoshi im Guimauve auftaucht, liegt Saya friedlich schlafend auf der Theke.

In der Nacht zieht dichter Nebel auf. Saya ist wieder unterwegs. Ihr Gegner ist diesmal ein ziemlich gesprächiger Furukimono von nahezu menschlicher Gestalt mit dem Unterschied, daß er statt des Kopfes ein riesiges Auge trägt (gesprochen von Kawasumi Ayako). Der Kampf entwickelt sich wie üblich. Saya bezieht einiges an Prügel, muß sich einiges an Spott anhören, legt dann aber richtig los und erledigt das Monster auf extrem blutige Weise.

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Es regnet. Deswegen fällt die Sportstunde aus. Sayas Klasse beschließt, daß das eine gute Gelegenheit ist, sich Geistergeschichten zu erzählen. Es werden die üblichen Sachen präsentiert, die jeder schon kennt. Doch dann hat auch Tsutsutori-sensei eine Geschichte. Eine, die sogar hier in Nakasuwa spielen soll. Seit Alters her leben also in dieser Gegend unmenschliche Wesen, die in verschiedener Gestalt auftreten und alle eines gemeinsam haben: sie fressen Menschen. Und da sie so viel stärker als Menschen sind, hatten die nie eine Chance, sich zu wehren. Auch Verhandlungen waren fruchtlos, denn für die Monster waren Menschen einfach nur Fressen. Also fassten die Menschen einen Entschluß ...

Welchen, das bekommt Saya leider nicht mehr mit, weil sie ohnmächtig wird. Die Geschichte war etwas zu realistisch.

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Später geht sie in das Archiv ihres Vaters und sieht sich die alten Aufzeichnungen an, in denen genau davon berichtet wird. Doch sie hat irgendwie das Gefühl, daß etwas nicht stimmt. Dann aber bekommt sie Besuch von Nene und kann nicht weiter darüber nachdenken.

Nene ist gekommen, um zu sehen, ob es ihr wieder besser geht. Sie ist aber nicht der einzige Besucher heute. Denn aus dem Boden hinter Nene bricht plötzlich ein riesige Furukimono hervor.

Folge 6 - Kaze wo itami (Dashed by Fierce Winds)

Saya hat diesmal einen ungewöhnlichen Kampf auszufechten

Saya kämpft mit vollem Einsatz, um Nenes Leben zu retten. Doch als sie es zu ihrem Schwert geschafft hat, ist Nene bereits einen Kopf kürzer.

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Als Saya am nächsten Morgen erwacht, stellt sie deprimiert fest, daß die Ereignisse vom Vortag leider kein Traum waren.

Später kommt Fumito zu Besuch und bringt ihr ihren Kaffee. Saya würde gerne über alles nachdenken, kann es aber irgendwie nicht. Dann schläft sie wieder ein und hat einen seltsamen Traum.

Am nächsten Tag geht sie dann wieder zur Schule. Das heilige Schwert hat sie sicherheitshalber dabei.

Die Plätze von Nene und Nono sind leer. Tsutsutori-sensei teilt der Klasse mit, daß Nene seit zwei Tagen vermißt wird, genau wie einige andere Leute aus der Stadt. Da die Polizei inzwischen auch die Schließung der Schule empfohlen hat, schickt Tsutsutori-sensei die Klasse wieder nach Hause.

Auf dem Weg nach Hause murmelt Saya zu sich selbst, daß sie versprochen habe, alle zu beschützen. Eine Stimme fragt zurück: "Wem versprochen?". Aber es ist niemand da außer dem kleinen Hund. Saya kann es kaum glauben, daß er spricht, aber er tut es.

Da taucht Nono auf. Sie ist völlig durch den Wind und will von Saya wissen, was aus Nene geworden ist. Da materialisiert sich aus ihrem Schatten ein unheimlicher Furukimono. Er tritt sogleich in Aktion, doch Nono scheint das überhaupt nicht mitzukriegen. Der Schatten frißt ein paar Leute, kehrt dann zu Nono zurück, kommt wieder hervor und stürzt sich auf Saya.

Der Kampf wird ziemlich dramatisch, und leider gelingt es Saya nicht, Nonos Leben zu retten.

Folge 7 - Ukarikeru (As Pitiless as the Storm)

Saya erledigt den nächsten Furukimono

Ein Polizist erscheint vor dem Schrein und erkundigt sich, ob alles in Ordnung ist. Saya, die die Haare zur Abwechselung nach hinten gekämmt hat, ist aber zumindest körperlich wohlauf, worauf der Polizist zufrieden wieder geht.

Innerlich ist Saya allerdings erschüttert und voller Zweifel. Wem hat sie dieses Versprechen gegeben? Das sagt ihr auch ihr Vater nicht. Nur, daß sie die einzige ist, die gegen die Furukimono kämpfen kann.

Nach einem seltsamen Traum wacht sie mitten in der Nacht auf und geht nach draußen, wo sie wieder den Hund trifft und sich ein bißchen mit ihm unterhält. Offenbar ist der Hund kein Furukimono, sondern der Inhaber eines Ladens, wo man Wünsche kaufen kann. Saya fragt sich, ob seine Kunden wohl alle Hunde seien. Aber einer der Kunden war sie selbst. Und bis dieser Wunsch in Erfüllung geht, wird der Hund an ihrer Seite bleiben.

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Am nächsten Tag geht Saya wieder zur Schule, schaut aber, wie üblich, vorher beim Café Guimauve vorbei, wo sie, wie praktisch immer, der einzige Kunde ist.

In der Schule erfährt sie von Tsutsutori-sensei, daß auch an diesem Tag der Unterricht ausfällt und alle Zuhause bleiben sollten. Dann macht Sayas Lehrerin noch ein paar seltsame Andeutungen über ihre verschwundenen Schüler und die menschenfressenden Dämonen, die hier leben sollen. Offenbar weiß sie mehr, als sie eigentlich wissen dürfte.

Auf dem Weg nach Hause begegnet Saya wieder dem Polizisten, doch es wird eine kurze Unterhaltung, denn ein Furukimono taucht auch und schlachten ihn auf der Stelle ab. Er stürzt sich auf Saya und ist erschüttert, wie schwach sie ist. Dann erzählt er von früher, doch Saya ist sicher, ihm noch nie begegnet zu sein. Irgendwie passen ihre beiden Gespräche nicht zusammen, und dann sprechen wieder die Waffen. Wie erwartet findet der Furukimono dann bald sein Ende. Doch diesmal hat es einen Zuschauer gegeben: Shin'ichirou.

Folge 8 - Yo no naka yo (Within the World)

Saya und der Hund im Onsen

Saya erzählt Shin'ichirou die ganze Geschichte, und da er ja den letzten Kampf selbst gesehen hat, bleibt ihm nichts anderes übrig als ihr zu glauben. Dazu kommt noch, daß er offenbar durchaus Gefühle für Saya hegt. Und so stört er sich auch nicht weiter daran, daß Saya ziemlich durcheinander ist und einige seltsame Sachen sagt. Dann begleitet er sie zurück zum Schrein.

Dort angekommen findet Saya ihren Vater bewußtlos am Boden liegend vor. Doch als er wieder zu sich kommt, besteht er darauf, daß alles in Ordnung sei. Saya fällt es wieder schwer, einen Gedanken zu fassen. Um sich das Blut abzuwaschen, geht sie ins Onsen. Ihre schweren Verletzungen sind inzwischen schon wieder vollkommen verheilt.

Der Hund erscheint überraschend am Fenster und beäugt sie interessiert. Dann fragt er sie wieder nach diesem Versprechen. Was würde geschehen, wenn sie es bräche? Nun, allein schon die Frage bereitet Saya im wörtlichen Sinne schwere Kopfschmerzen. Dunkel erinnert sie sich an eine bizarre Szene mit ihr als Gefangener. Offenbar geht es um ein Experiment, das einen Gewinner und einen Verlierer hervorbringt.

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Einige Tage lang erscheint kein weiterer Furukimono, weswegen die Schule wieder aufmacht. Saya geht natürlich hin, allerdings bewaffnet. Und singen tut sie auf dem Weg auch nicht mehr.

In der Schule angekommen freuen sich alle, sie wiederzusehen. Doch die Stimmung ist angespannt. Und dann steht im Schulhof plötzlich ein bizarres Wesen - der nächste Furukimono. Saya versucht, ihre Klassenkameraden zu warnen, doch da hat das Schlachtfest schon angefangen. (Leider sieht man nicht viel, weil das meiste ausgegraut ist.) Saya schaut dem erstaunlich lange zu, bis sie endlich anfängt sich zu wehren.

Folge 9 - Kokoro ni mo (Against my Wish)

Wieder muß Saya kämpfen

Wie üblich, ist Sayas Kampf gegen den Furukimono anfangs ziemlich ineffektiv. Nur hat sie diesmal nicht die Zeit, sich langsam warmzulaufen, denn in der Zwischenzeit werden ihre Klassenkameraden einer nach dem anderen dahingemetzelt. Allerdings muß man dazusagen, daß die es auch nicht besonders eilig haben zu entkommen, sondern einfach entsetzt stehenbleiben und zuschauen. Praktischerweise ist Sayas Klasse die einzige, die heute Unterricht hat bzw. hätte haben sollen. Und Tsutsutori-sensei ist auch nicht da.

Der Kampf tobt durch die ganze Schule, und wo auch immer das Monster gerade ist, kauert ein Schüler und wartet darauf, abgeschlachtet zu werden. Saya kämpft dabei nicht nur gegen den Furukimono, sondern auch gegen ihr Gedächtnis, das mehr und mehr zurückkommt und ihr unverständliche Szenen liefert. Der Furukimono fragt sie dann, warum sie sich eigentlich so aufrege, und setzt seine "Mahlzeit" dann fort.

Unter dem üblichen hohen Verbrauch an roter Farbe erledigt Saya das Monster schließlich. Nur Itsuki hat überlebt und fragt sie, wer oder was sie eigentlich ist.

Tsutsutori-sensei kommt um die Ecke und fragt Saya ungerührt, ob sie all die Menschen hier umgebracht habe. Das ist für Saya zu viel und sie fällt in Ohnmacht.

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Als sie wieder zu sich kommt, ist sie Zuhaus im Schrein in ihrem Zimmer. Es ist Nacht, aber sie kann nicht mehr einschlafen und geht nach draußen, wo mal wieder der Hund auf sie wartet und sie erneut fragt, wem sie dieses Versprechen gegeben habe. Und wer sie sei. Und warum sie die Antworten darauf nie finden könne, weil sie immer etwas davon abhalte.

Plötzlich kommt Shin'ichirou die Treppen heraufgestürmt. Er war nicht in der Schule und ist dem Massaker daher entgangen. Oder war er doch da? Und warum war nur Sayas Klasse anwesend, aber kein anderer Schüler? Alle anderen Klassen waren leer.

Saya fragt sich auch, warum Shin'ichirou jetzt überhaupt zu ihr gekommen ist, und als er antwortet, daß er sie liebe, versteht sie es nicht. Wie lange kennen sie sich überhaupt schon?

Da erscheint Tadayoshi und schickt Shin'ichirou nach Hause. Hier sei es in der Nacht viel zu gefährlich.

Als er weg ist, gehen Saya viele Fragen durch den Kopf. Je mehr sie darüber nachdenkt, desto klarer wird ihr, daß sie so gut wie keine Vergangenheit hat. Sie kann sich nicht mal an den Namen ihrer Mutter erinnern.

Folge 10 - Fuku kara ni (Since 'Tis by Its Breath)

Saya und Tsutsutori-sensei

Saya hat nicht viel Zeit, um über ihre Erinnerungslücken nachzudenken, denn der nächste Furukimono taucht auf, ein von dichtem Haar umhüllte skelettierter Torso mit einem menschlichen Kopf oben drauf (gesprochen von Satou Rina). Der Furukimono redet während des Kampfes von seltsamen Dingen, von Hunger, der nicht gestillt werden kann und dem Abkommen, das gebrochen wurde. Und dann kommt auch noch Shin'ichirou angerannt, den Saya jetzt überhaupt nicht brauchen kann. Einen Moment später ist er tot, und Sayas Augen glühen wieder rot.

Langsam werden ihre Erinnerungen klarer. Offenbar war sie gefangen. Jemand hat ihr Blut abgezapft und dann dieses seltsame Experiment gestartet. Der Furukimono nennt sie eine Marionette der Menschen, die das Abkommen gebrochen haben. Einen Moment später ist er in zwei Teile halbiert und tot.

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Als Saya am nächsten Tag erwacht, ist Fumito bei ihr. Er hat ihr ihren Kaffee mitgebracht, der sie wieder beruhigt und alle ihre Zweifel und Fragen verblassen läßt. Guimauve gibt es auch, und damit ist für Saya die Welt wieder in Ordnung. Singend geht sie hinunter um Café Guimauve und stattet Fumito einen Besuch ab. Fumito hat eine Verletzung am Arm, über die er aber nur vage Andeutungen macht. Da kommt Tsutsutori-sensei herein. Offenbar interessiert sie sich für die alten Bücher und Schriftrollen, die im Ukishima-Schrein aufbewahrt werden, und überredet Saya, sie ihr mal zu zeigen. Sie solle endlich mal echte alte Originale sehen, und das sei überhaupt der Grund, warum sie in diese Stadt gekommen sei.

Saya nimmt sie also mit, und Tsutsutori sieht sie sich an. Saya ist voller Ehrfurcht, doch Tsutsutori fragt sie, wie lange sie dieses alberne Spiel noch weiterspielen wolle. Denn all die Bücher hier sind billige Fälschungen auf neuem Papier. Die meisten enthalten sogar nur leere Seiten, sind also reines Dekorationsmaterial. Das rufen nun von draußen auch Nono und Nene zu ihr herein.

Folge 11 - Tare wo kamo (Whom Then Are There Now)

Saya und Tsutsutori-sensei

So oft Nene und die anderen auch versucht haben, Saya aus ihrem mentalen Gleichgewicht zu bringen, ist es jedesmal fehlgeschlagen und Saya blieb die Saya, die wir kennen. Doch jetzt hat Tsutsutori die Geduld verloren. Den ganzen Sommer hat sie dieses Theater mitgespielt, aber nun läuft ihr die Zeit davon. Da Saya immer noch keine Ahnung hat, was los ist, stellen Tsutsutori und die Zwillinge ihr ein paar einfache Fragen, was sie früher so gemacht habe, letztes Jahr oder in der Grundschule. Aber Saya weiß darauf keine Antwort. Sie hat früher nichts gemacht. Ihr Name ist frei erfunden. Auch ihre Mutter hat nie existiert. Was Saya hätte auffallen können, weil es nicht mal Familienfotos gibt. Gar nichts.

Nebenbei sind Nene und Nono auch keine netten Schülerinnen, sondern Kleinkriminelle, die sich hier als Schauspieler haben engagieren lassen, damit der Chef ihnen aus gewissen Schwierigkeiten mit der Polizei heraushilft.

Auch Shin'ichirou ist wieder da. Er hat für Geld mitgespielt, und er empfindet für Saya nichts, allenfalls Verachtung. Es war alles nur gespielt. Alle waren Schauspieler. Die ganze Stadt war nur Kulisse. Echt waren nur Saya (mit gefälschten Erinnerungen) und die Furukimono (allerdings manipuliert), und die meisten Todesopfer, die sie gefordert haben. Sie waren nur Statisten, die von Anfang an dafür vorgesehen waren, verheizt zu werden. Nene und die anderen Hauptfiguren hatten allerdings spezielle Amulette, die sie geschützt haben.

Shin'ichirou hat eine Ampulle mit Furukimono-Blut dabei, die er und Tsutsutori Saya nun einflößen. Die ist so entsetzt über das alles, daß sie keinen Widerstand leistet.

Ihre Augen beginnen rot zu glühen, und sie erinnert sich wieder. Sie wurde von Soldaten eingefangen, weil der Chef und wahrscheinlich auch die japanische Armee massives Interesse an ihr hatten, einem nichtmenschlichen Wesen in menschlicher Form, das über unglaubliche Kräfte verfügt, aber keine Menschen töten kann, was der Grund ist, warum sie überhaupt gefangen werden konnte.

Übrigens hat Saya nach jedem Kampf das Blut ihrer Gegner getrunken, ohne sich jedoch daran zu erinnern.

Tsutsutori ist jedenfalls von Saya ganz begeistert, von ihrer Stärke, ihrer Schönheit und dem Geheimnis, das sie umgibt. Fast steht sie einem Gott näher als einem menschlichen Wesen. Wegen ihr ist Tsutsutori hierher gekommen, um sie zu studieren. Saya war aber auch das Studienobjekt des Chefs. Es sollte alles unternommen werden um zu verhindern, daß sie wieder sie selbst wird, um zu beobachten, was passiert. Diese Vorgabe haben Tsutsutori, Nene, Nono und Shin'ichirou jetzt aber gebrochen, weil Tsutsutori alles viel zu lange dauert.

Plötzlich bricht hinter dem Lagerhaus ein riesiger Furukimono aus der Erde hervor. Nene und die anderen wollen flüchten, treffen aber auf Yuuka und Itsuki, die sie warnen, daß sie schon die ganze Zeit konspirierten und jetzt einen sehr schweren Regelverstoß begangen hätten. Doch die Zwillingen und Shin'ichirou wollen nur noch ihre Belohnung und dann nichts wie weg von hier.

Sie alle geraten in einen heftigen Streit, wer Schuld ist. Und dann erscheint der Chef, derjenige, der das alles hier arrangiert hat: Nanahara Fumito, der mit seinen Drogen Sayas Gedächtnis jedesmal wieder gelöscht hat, wenn sie kurz davor stand, es zurückzubekommen.

Folge 12 - Wasureji no (For Some Men I Grieve)

Fumitos Soldaten

Nene und die anderen bekommen es mit der Angst zu tun, und das zu Recht. Fumito gibt sich immer so sanftmütig, freundlich und verbindlich, aber sie alle wissen, wie er in Wirklichkeit ist.

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Vor langer Zeit schlossen die Anführer der Menschen mit den Dämonen, die jetzt Furukimono genannt werden, einen Pakt: sie durften eine gewisse Zahl von Menschen fressen, aber nicht mehr. Dieses Geheimnis hat Fumito irgendwie entdeckt. Dann schnappte er sich Saya, die keine Menschen frißt, sondern das Blut von Ihresgleichen trinkt, weswegen die Furukimono sie fürchten. Fumito hat dann einen Spielplatz für Saya erschaffen, nämlich die abgelegene Stadt Nakasuwa samt ihren Einwohnern, wo sie - ohne Erinnerung, wer sie wirklich ist - nach Herzenslust Furukimono abschlachten durfte. Fumitos Ziel dabei: er wollte erfahren, ob Saya in ihrem tiefsten Inneren sie selbst bleibt, wenn man ihr Gedächtnis, ihre Umgebung und ihre gesamten Lebensumstände fälscht. Es ist so eine Art private Wette zwischen ihm und ihr. Und es gibt natürlich für den Gewinner einen Preis und für den Verlierer eine Strafe. Es ist allerdings nicht klar, wer jetzt gewonnen hat oder ob dieses Spiel überhaupt entschieden wurde.

Fumito verabschiedet Shin'ichirou, Nono und Nene. Sie werden von dem Furukimono, der die ganze Zeit still dagesessen hat, zerfetzt und gefressen. Und diesmal ist es keine Show, sondern echt.

Tsutsutori ist die nächste, doch Saya ist inzwischen wieder soweit bei Sinnen, daß sie sich auf das Monster stürzt und um das Leben der Frau kämpft. Sie macht dem Furukimono die Hölle heiß, und obwohl es ein paarmal nicht so aussieht, überlebt Tsutsutori relativ unverletzt. Doch als dann Saya auf sich zukommt, rennt sie panikerfüllt davon, genau in die Arme von Sayas Vater, von dem sie sich offenbar Schutz erhofft. Nur ist der leider auch ein Dämon, der inzwischen wieder er selbst ist, und so findet Tsutsutori ein grauenvolles Ende.

Jetzt muß Saya gegen das Wesen kämpfen, das sie die ganze Zeit als ihren Vater verehrt hat. Aber es bleibt ihr nichts übrig, und als sie richtig loslegt, hat selbst Tadayoshi keine Chance.

Fumito zieht ab, hinterläßt Saya und der Stadt aber noch einen Furukimono, der die Fähigkeit hat, viele Kopien von sich zu erzeugen. Zusammen mit Fumitos Soldaten wird aus Nakasuwa in kürzester Zeit ein Schlachtfeld und dann ein Friedhof, und die Szenen, die sich dabei abspielen, stellen selbst Horrorfilme wie "Hellraiser" in den Schatten. Es gibt so gut wie keine Überlebenden, außer Fumito und Yuuka. Und Saya natürlich, die das dringende Bedürfnis verspürt, Fumito für die monströsen Verbrechen, die er begangen hat, zu bestrafen. Fumito fliegt in einem Hubschrauber davon, doch mit einem gewaltigen Sprung setzt Saya nach. Als sie ihn fast erreicht hat, zieht Fumito eine großkalibrige Pistole und pustet Saya den halben Kopf weg.

Saya fällt in einen See und ist erst nach ein paar Tagen wieder einigermaßen einsatzfähig.

Von dem Hund erfahren wir noch Sayas Wunsch, den sie vor ihrer Gefangennahme äußerte: sie wollte sie selbst bleiben können. Dieser Wunsch wurde erfüllt.

Wie es weitergeht, erfahren war dann im Film, der am 2. Juni 2012 in Japan herausgekommen ist.


Erstellt am 19.9.2012. Letzte Änderung: 18.2.2014