C - Control - The Money and Soul of Possibility

C - Control - The Money and Soul of Possibility

Was wäre, wenn die Finanzkrise etwas Anfassbares wäre? Wenn es einen Ort gäbe, wo all das Geld zusammenfließt, wieder neu verteilt wird und wo über das Schicksal von Firmen, Konzernen und ganzen Nationen entschieden wird?

Genau das ist das Thema dieses ungewöhnlichen Animes. Jede große Wirtschaftsregion der Erde hat einen sogenannten Finanzdistrikt, einen bizarren Ort, den nur Wenige betreten können und der irgendwo in einer Paralleldimension liegt. In einer Art Spiel treten hier Menschen gegeneinander an, um sich gegenseitig Geld abzunehmen. Sie kämpfen mit Phantasiewaffen, und wenn einer getroffen wird, fließt kein Blut, sondern Geld.

Jeder Spieler hat auch ein sogenanntes Asset. Eigentlich bezeichnet dieser Begriff einen Vermögensposten, doch hier sind es Lebewesen. Einige erinnern an Digimons, andere sind ziemlich menschenähnlich. Oft entscheiden sie, wie die Kämpfe ausgehen, wer Bankrott geht und wer reich wird. Wobei der Reichtum, der im Finanzdistrikt erworben wird, auch in der realen Welt gilt. Wer hingegen pleite geht, wird rausgeworfen. Es passiert ihm eigentlich nichts weiter, doch er hat seine Zukunft verzockt. Und das kann für den Betroffenen ziemlich schreckliche Konsequenzen haben, bis hin zum Selbstmord.

Doch wie sich herausstellt, hat die Zockerei in den Finanzdistrikten auch für die ganze Erde erhebliche Auswirkungen. Denn hier wird nicht nur die Zukunft Einzelner verspielt, sondern die von ganzen Ländern. Das äußert sich im Falle Japans zum Beispiel in einer sehr niedrigen Geburtenrate und steigender Kriminalität. Doch dabei bleibt es nicht, wie Yoga Kimimaro, der Hauptcharakter dieser Geschichte, entsetzt feststellen muß. Eigentlich ist er nur ein kleiner Student, der in einer winzigen Bude haust und sich mit mehreren Aushilfsjobs über Wasser hält. Bis er eines Tages in den japanischen Finanzdistrikt eingeladen wird und dort sehr erstaunliche, aber auch beängstigende Dinge kennenlernt - und wie verheerend sie sich in der Realität seines täglichen Lebens auswirken können.

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Erschienen ist dieses Anime im Westen als US-DVD.

Fazit

Eine ungewöhnliche Geschichte und eine interessante Idee, die auf durchaus spannende und ansprechende Weise umgesetzt ist. Und mal etwas anderes als diese ewigen Harems-Animes.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 11


Yoga Kimimaro - eigentlich ist er ein ganz normaler 19 Jahre alter mittelloser Student, der an der Heisei-Universität BWL studiert. Bis er eines Tages in den Finanzdistrikt eingeladen wird und dort auf eine bizarre und unheimliche neue Welt trifft, deren Wirken tief in die reale Welt hineinreicht Yoga Kimimaro Uchiyama Kouki
Mashu (Msyu)- Kimimaros Asset. Sie ist mit ihrer exotischen Niedlichkeit einer der optischen Höhepunkte dieser Geschichte. Und obwohl sie einem bettelarmen Studenten gehört, verfügt sie über außergewöhnliche Kräfte Mashu Tomatsu Haruka
Mikuni Souichirou - er ist sowas wie der König der Zocker im Finanzdistrikt und auch in der realen Welt geradezu idiotisch reich. Er ist sich der Auswirkungen, die das Treiben im Distrikt in der realen Welt hat, sehr bewußt und versucht, die Schäden möglichst klein zu halten oder sie mit seinem Geld zu reparieren. Deswegen hat er die Starling-Gilde gegründet, zu der er auch Kimimaro einlädt Mikuni Souichirou Hosomi Daisuke
Q - Mikunis Asset. Sie ernährt sich von Midas-Geld, das sie Schein um Schein zu sich nimmt. Sie sieht nicht allzu gefährlich aus, doch der Schein trügt hier ganz gewaltig Q Goto Saori
Taketazaki - er treibt sich oft im Finanzdistrikt herum, aber seine Hauptbeschäftigung ist der Handel mit Informationen Taketazaki Kikuchi Masami
Ebara Daisuke - Kimimaros BWL-Lehrer. Er hat eine Frau und erwartet sein drittes Kind. Dafür braucht man natürlich Geld, und das spielt er sich im Finanzdistrikt zusammen. Bis er eines Tages bankrott geht. Es ist interessant zu sehen, was das für ihn in der realen Welt für Konsequenzen hat Ebara Daisuke Tobita Nobuo
Masakaki - er erscheint von Zeit zu Zeit in der realen Welt und lädt Leute in den Finanzdistrikt ein. Dort ist er Angestellter der Midas-Bank, eine Art Mädchen für alles, Verbindungsmann nach "Ganz Oben", und sorgt dafür, daß die Kämpfer ihre Pflichten einhalten. Er ist so eine Art Verkörperung von Geld, Reichtum und Habgier Masakaki Sakurai Takahiro
Ikuta Hanabi - Kimimaros Kommilitonin. Sie tut sich leichter als Kimimaro, ihr Leben zu genießen, und hat viele Pläne für ihre Zukunft. Die Frage ist nur, ob sie überhaupt eine Zukunft hat Ikuta Hanabi Makino Yui
Jennifer Satou - sie arbeitet für den Internationale Währungsfonds und spioniert dem Finanzdistrikt nach. Sie hat dort sogar Zugang, aber die wahre Natur dieses Phänomens ergründet man nicht so schnell Jennifer Satou Asano Masumi
Shimada - ihm gehört der Laden, in dem Kimimaro als Aushilfe arbeitet. Was nicht heißt, daß Shimada reich ist - im Gegenteil. Das Geschäft hält ihn mehr schlecht als recht über Wasser Shimada Shimada Bin
Kikuchi Yoshiyuki - einer der Zocker im Finanzdistrikt. In der Realität ist er Großindustrieller, und als er im Finanzdistrikt bankrott geht, sind die Auswirkungen auf die reale Welt recht beachtlich Kikuchi Yoshiyuki Nishimura Tomomichi
Mikuni Takako - Souichirous Schwester war schwer krank und fiel schließlich ins Koma, weil ihr steinreicher Vater das Geld für ihre Rettung nicht zahlen wollte Mikuni Takako Goto Saori
Isurugi Kirito - einer von Souichirous Leuten in der Gilde Isurugi Kirito Nakaya Kazuhiro
Horii Ichiro - dito. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein Trottel und benimmt sich auch so. Doch in Souichirous Gilde kommen nur die Besten und Stärksten Horii Ichiro Takahashi Naozumi

Daten: Regie: Nakamura Kenji Design: Mebae Erscheinungsjahr: 2011
Bewertung Animation:
Framerate: sehr gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: interessante Assets
Bewertung sonstiges: Handlung: spannende Darstellung eines ziemlich abstrakten Themas Besonderheit: Geld statt Blut Musik: gut
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Fansub-Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: ziemlich ungewöhnlich

Erstellt am 2.10.2012. Letzte Änderung: 14.10.2012