Hitsugi no Chaika - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

Folge 1 - Hitsugi Katsugu Shoujo (Das Mädchen, das einen Sarg trägt)

Akari bereitet sich auf ihren Einsatz vor

Tooru, von Beruf Saboteur (eine Art Ninja), zur Zeit aber arbeitslos, stromert im Wald herum, als er unvermittelt auf ein total planloses Mädchen namens Chaika Trabant trifft, das einen leeren Sarg mit sich herumschleppt. Chaika will zur Stadt Delsorant, hat sich aber offenbar total verlaufen. Plötzlich taucht ein Monster auf, ein fleischfressendes Einhorn (namens Fayla), das Sutren vor sich hin murmelt. Tooru macht, das er weg kommt und nimmt Chaika mit, auch wenn er im Grunde mit seinem Leben abgeschlossen hat. Denn diese Einhörner sind extrem gefährlich.

Chaika hat allerdings auch eine Überraschung. Im Deckel ihres Sarges steckt eine Art Gewehr, ein Gando, das für Zauberer wie sie eine sehr vielseitig verwendbare Waffe darstellt. Tooru wirft sich dem Einhorn entgegen um Zeit zu gewinnen, bis Chaika das Gando schußbereit hat. Der Plan geht auf, das Einhorn wird in zwei Teile zerschossen, und so kommen Tooru und Chaika zusammen. Kurz darauf erreichen die beiden Delsorant und gehen erst mal ins Wirtshaus. Tooru hat zwar keinen Pfennig, Chaika aber schient ganz ordentlich Kohle zu haben. Tooru hat aber etwas anderes, nämlich eine Schwester namens Akari, ebenfalls arbeitslose Saboteurin, die kurz darauf auftaucht und mit ihrem Hammer auf ihren Bruder losgeht, weil sie ihn für einen Faulpelz und Nichtsnutz hält, der jetzt auch noch mit fremden Mädchen herumlungert statt zu arbeiten. Während sie ihm das vorhält, zertrümmert sie nebenbei das halbe Wirtshaus.

Nachdem sie sich wieder beruhigt hat, macht Chaika den beiden ein überraschendes Angebot. Da beide extrem stark und kampferfahren sind, engagiert sie sie kurzerhand, um ihr bei ihrer Mission zu helfen.

*

Der Herrscher dieser Gegend ist Graf Robert Abarth, einer der acht Helden, die vor fünf Jahren den Zaubererkönig Arthur Gaz töteten. In seinem Besitz befindet sich seitdem ein magischer Gegenstand, hinter dem Chaika her ist. Aber nicht nur sie, sondern auch die Kliemann-Organisation, die ihren Vertreter Alberic Gillette und seine Leute zu Abarth geschickt hat. Doch der denkt nicht im Traum daran, seinen Schatz freiwillig herauszurücken. Alberic muß also erst mal unverrichteter Dinge wieder abziehen. Dafür dringen in der Nacht Chaika, Tooru und Akari in die Abarth-Villa ein. Es gibt dort kaum Wachen, was sehr verdächtig ist. Zunächst aber scheint alles glattzugehen. Bis plötzlich der Graf auftaucht, der offenbar alles mitbekommen hat. Natürlich ist er ein Zauberer und bringt Tooru, den er zuerst erwischt, in große Bedrängnis. Da erscheinen Akari und Chaika. Abarth ist schockiert.

Folge 2 - Namakemono no Sentaku (Des Faulenzers Wahl)

Chaika hat das erste Stück erbeutet

Abarth hat Chaika damals persönlich um die Ecke gebracht und ist nun verständlicherweise geschockt, daß sie wieder lebend vor ihm steht. Tooru nutzt die Gelegenheit, um sich mit ihr und Akari aus der Schußlinie zu bringen.

Die ganze Villa ist magisch aufgeladen, deshalb läßt Abarth die Verfolgung locker angehen, denn er ist sicher, daß er die Eindringlinge erwischen wird. Doch da unterschätzt er seine Gegner ganz gewaltig. Die drei schaffen es relativ leicht, ihn auszumanövrieren und das magische Relikt in ihren Besitz zu bringen.

Jetzt müssen sie aber auch noch Gillette abschütteln, und das heißt auch, daß Akaris und Toorus Angestelltenverhältnis zu Chaika noch nicht zu ende ist - noch lange nicht. Im Grunde haben die beiden nämlich keine Lust, wieder arbeits- und nutzlos zu sein, und da kommt ihnen der neue Gegner gerade recht. Allerdings hat Gillette so einiges an Ressourcen zu seiner Verfügung. Er arbeitet für eine Regierungsbehörde, hat mehrere Leute unter sich und ist in einem riesigen magischen Panzerwagen unterwegs. Aber Tooru und Akari haben eine enorme Kampfkraft, und Chaika hat auch noch so manches Ass im Ärmel.

Gillette bleibt am Ende nichts übrige, als es mit Überredung zu versuchen, und so erklärt er Tooru, wofür er da eigentlich kämpft. Der magische Gegenstand ist eine Hand des gefürchteten Zaubererkönigs Gaz, der 500 Jahre lang regierte und erst kürzlich, vor fünf Jahren, niedergerungen und getötet werden konnte. Aber den Gerüchten nach konnte seine Tochter entkommen - Chaika Trabant, die in Wirklichkeit Chaika Gaz ist. Und ihr darf dieser mit viel Magie aufgeladene Gegenstand unter keinen Umständen in die Hände fallen.

All das hat Chaika anscheinend selbst nicht gewußt, aber an der Entschlossenheit, ihre Mission fortzusetzen, ändert das nichts. Und an Akaris und Toorus Entschlossenheit, ihr zu helfen, auch nicht.

Allerdings will Chaika mit den sterblichen Überresten ihres Vaters nicht sein Reich wiedererrichten, sondern sie einfach nur ordentlich begraben.

Folge 3 - Eiyuu no Sumu Mori (Der Wald, wo der Held wohnen)

Chaika macht einen der alten Wagen startklar

Chaika, Akari und Tooru erreichen die Stadt Opsom, haben auf der Reise aber ziemlich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wer ist schon mit einem Sarg unterwegs! So fällt es Gillette mit seinen Leuten nicht schwer, auf ihrer Spur zu bleiben. Davon abgesehen denkt Chaika auch keine Sekunde daran, ihre Spur zu verwischen. Tooru und Akira sehen das hingegen nicht so entspannt. Erstens werden sie verfolgt, und zweitens sollte von ihre Mission nicht unbedingt jeder erfahren. Worauf sich die Frage ergibt, woher Chaika überhaupt ihre Informationen bekommt. Sie erzählt Tooru, daß sie einen Informanten hat. Aber wer das ist, weiß sie auch nicht.

Immerhin finden sie ziemlich leicht heraus, daß der Herrscher dieser Gegend ebenfalls einer der acht Helden ist. Allerdings weiß niemand, wo er lebt. Angeblich ist es eine Frau, die einen Dragun besitzt und im Geisterwald lebt. Aber gesehen hat sie noch nie jemand, und alles, was man über ihn oder sie weiß, sind Gerüchte.

In einer Seitengasse, wo Tooru und die anderen sich vor Gillette verstecken, taucht plötzlich Chaikas seltsamer Informant wie aus dem Nichts auf. Es ist eine Art Geist oder die Projektion eines Jungen oder was auch immer, der sich Guy nennt. Jedenfalls hat er für Chaika mal wieder ein paar nützliche Tipps. Zur Fortbewegung wäre für sie ein Fahrzeug nützlich. Und in der Tat gibt es ein Stück südlich der Stadt in einem Wald einige verlassene Wagen, die vom Krieg übriggeblieben sind und die jetzt niemand mehr braucht.

Guy verrät auch, wo Chaika den Herrscher dieses Landes, eine gewisse Dominica Scoda, finden kann, etwa eine halbe Tagesreise von hier im verwunschenen Wald.

Chaika, Akari und Tooru finden später tatsächlich am angegebenen Ort die Fahrzeuge, aber um sie in Bewegung zu setzen, braucht man Magie. Tooru und seine Schwester können das nicht, Chaika hingegen sehr wohl, und so machen sie sich nach dem Abendessen auf den Weg in den verwunschenen Wald. Sie rechnen sich in der Nacht bessere Chancen aus, denn angeblich schläft der Dragun nachts.

Der verwunschene Wald trägt seinen Namen nicht zu Unrecht, und vor allem Nachts ist es ziemlich selbstmörderisch, dort vorzustoßen. Gerettet werden Chaika und ihre Begleiter am Ende nur dadurch, daß überraschend Dominica Scoda auftaucht und die nächtlichen Monster vertreibt.

Folge 4 - Doraguun no Negai (Der Wunsch des Draguns)

Dominica und Tooru unterhalten sich beim Frühstück

Akari erzählt Dominica eine wilde Geschichte, warum sie mitten in der Nacht hierher gekommen sind. Dominica erweist sich als unerwartet gastfreundlich und lädt sie und die anderen zu sich in die Villa ein, wo sie auf sehr luxuriöse Weise die Nacht verbringen. Einiges ist aber trotzdem seltsam an dieser Villa: außer Dominica und einer Katze scheint es dort niemanden zu geben. Der Dragun ist angeblich auch weg. Dafür hängen an den Wänden hunderte von Bilder von Dominica. Im Garten stehen sogar ihre Statuen und ein Hologramm. Dominica selbst hat offenbar die Fähigkeit, sich zu verwandeln. Hier also sollen Chaika und die anderen das nächste Relikt stehlen.

Chaika fühlt sich bei diesem Gedanken nicht wohl. Dominica war sehr nett zu ihnen. Doch sie muß letztlich den Befehl für diese Operation geben, denn sie ist Toorus und Akaris Chefin.

*

Dominica hat auch eine Küche, die zwar schon lange nicht mehr benutzt wurde, wo am nächsten Morgen aber Akari eine tolles Frühstück hervorzaubert, von dem auch Dominica sehr angetan ist. Tooru kommt dann direkt auf den Punkt: ob sie ihnen ihr Stück von König Gaz aushändigen würde. Dominica ist nicht sehr überrascht. Wenn er das Ding haben will, muß Tooru sie besiegen. So einfach ist das. Eilig hat sie es aber ganz und gar nicht. Der Kampf beginnt erst am Abend. Daß Dominica nicht die echte Heldin Dominica sein kann, hat Tooru in der Zwischenzeit schon herausgefunden. Die wahre Geschichte ist dann aber doch ziemlich überraschend. Dominica ist in Wirklichkeit der Dragun. Die echte Dominica ist lange tot, gestorben an einer ganz gewöhnlichen Krankheit, einige Zeit nach dem Ende des Krieges. Jetzt braucht niemand mehr einen Dragun, also nahm er Dominicas Gestalt an und schlüpfte in ihre Rolle. Da er seine Herrin sehr vermisste, hängte er überall Bilder von ihr auf.

Tooru, Akari und Chaika gelingt es, den Dragun niederzuringen und die Relikte, die beiden konservierten Augen des Zaubererkönigs, an sich zu bringen. Der Dragun will aber nicht alleine zurückblieben, verwandelt sich in die Form eines kleinen Mädchens namens Frederica und schließt sich Chaikas Gruppe kurzerhand an.

Folge 5 - Ou Mono owareru Mono (Verfolger und Verfolgte)

Tooru und Akira haben die rote Chaika gefangen

Chaika stellt fest, daß sie über die verbliebenen sechs Helden nichts weiß: weder ihre Namen noch ihren Aufenthaltsort. Und auch Frederica, die Seite an Seite mit den Helden gegen Gaz gekämpft hat, ist keine große Hilfe.

Ihr nächstes Ziel ist die Stadt Perimeral, wo sich viele ehemalige Soldaten aufhalten. Vielleicht wissen die mehr.

*

Gillette macht sich Gedanken über Chaika. Er kann es nicht wirklich glauben, daß sie und ihre beiden Begleiter die Welt ins Verderben stürzen sollen. Aber wie auch immer, er bekommt den Hinweis, daß die Gesuchten sich in Perimeral aufhalten.

*

Auf dem Weg nach Perimeral geraten Chaika, Tooru und Akari in einen Hinterhalt. Einer ihrer Gegner könnte eine Zwillingsschwester Chaikas sein, zumindest dem Namen und Aussehen nach. Tooru und Akari kämpfen wie die Löwen, und es ergibt sich eine Art Patt. Die anderen, ebenfalls ein Söldner (David) und eine Söldnerin (Selma), erbeuten Chaika (die weiße Chaika), Akari und Tooru bringen die andere Chaika (die rote Chaika) in ihre Gewalt. Dann taucht auch noch Gillette mit seinem Panzerwagen auf, und beide Gruppen müssen sich erst mal mit ihrer jeweiligen Geisel zurückziehen.

Die rote Chaika ist ziemlich widerspenstig. Ihr Namen lautet Chaika Bohdan, aber um mehr aus ihr herauszubekommen, müssen Tooru und Akari sie ein bißchen foltern.

Offenbar sind mehrere Chaikas mit Särgen unterwegs, um die Teile des Zaubererkönigs einzusammeln. Alle heißen Chaika, sind angeblich seine Tochter und haben keine lange zurückreichenden Erinnerungen. Allerdings will die rote Chaika die Überreste ihres Vaters nicht begraben, sondern seinen Tod rächen.

*

Die beiden Gruppen verabreden für den nächsten Morgen einen Austausch ihrer Geisel.

Folge 6 - Aka to Shiro to (Die Rote und die Weiße)

Gefangenenaustausch

Der Austausch Chaika gegen Chaika verläuft zunächst ganz gut, bis sich Gillettes Leute einmischen, die alles beobachtet haben und jetzt eine größere Ladung dämonischer Riesenvögel auf die sechs loslassen. Es gelingt ihnen zu entkommen, aber ihre Chaikas haben sie erst mal nicht austauschen können. Tooru und seine Gruppe wollen sich per Wagen nach Perimeral absetzen. Zum Glück kann auch Frederica Magie benutzen, denn ohne die weiße Chaika könnten sie den Wagen sonst nicht bewegen.

*

In der Hauptstadt des Wiemac-Reiches findet derweil ein großes Staatstreffen der sechs Nationen statt. Um Chaika geht es dabei aber nicht, sondern um eine fliegende Festung namens Soara, die im Reich des Fürsten Gavarni notgelandet ist und illegalerweise wieder in Betrieb genommen wurde. Außerdem haben die Staatsvertreter noch diverse anderen Probleme mit Banditen usw. Konrad Steinmetz, Gillettes Chef, nimmt an dem Ratstreffen ebenfalls teil, aber für seine Ausführungen bezüglich Chaika interessieren die anderen sich nicht. Statt dessen bekommt Konrad den Auftrag, sich mit aufständischen Bauern herumzuschlagen. Gillette bekommt also eine neue Mission. Und das heißt, die Gruppe der roten wie auch der weißen Chaika können sich in Perimeral nun frei bewegen und auch den nächsten Austausch-Versuch vereinbaren. Die rote Chaika versucht, Tooru auf ihre Seite zu ziehen und ihn für sich zu engagieren, doch das lehnt er ab. Er hat schon eine Herrin, und der bleibt er treu.

Diesmal klappt der Austausch, aber nachdem die rote Chaika in Sicherheit ist, greift Selma an. Tooru und Akari haben damit aber gerechnet, sodaß nichts weiter passiert.

Chaika setzt ihre Reise fort, aber sie fragt sich, wer sie eigentlich in Wirklichkeit ist. Ist sie eine Fälschung? Oder war die andere eine Fälschung? Tooru ist das allerdings egal. Für ihn ist Chaika einfach Chaika, und das genügt. Kurz darauf taucht die rote Chaika aber schon wieder auf. Schließlich will auch sie die Leichenteile ihres Vaters. Tooru und Akari gelingt es, sie zurückzuschlagen. Doch sie bleiben ihnen auf den Fersen.

Folge 7 - Kaerazu no Tani (Das Tal ohne Wiederkehr)

Chaika findet das nächste Relikt

Mitten in der Nacht, als Chaika und ihre Gruppe irgendwo in einem Wald rasten, erscheint mal wieder Guy. Ihr nächstes Ziel ist der Held Simon Scania, ein Zauberer aus einem Land namens Königsegg, von dem man aber seit vier Jahren nichts mehr gehört hat. Drei Tagesreisen von hier liegt die Stadt Rademio. Dort können sie hoffentlich nähere Auskünfte erhalten. Dann löst Guy sich wieder auf.

*

In Rademio angekommen kauft Chaika magischen Treibstoff, während Tooru sich nach dem Zauberer erkundigt. Er wurde zuletzt gesehen im Tal ohne Wiederkehr. Dort gab es früher oft Nebel, aber seit vier Jahren liegt immer Nebel, der sich niemals mehr auflöst, über dem Tal. Wer dort hingeht, kommt nie mehr zurück. Klingt also ganz gut.

*

Auch Gillette und seine Leute, die sich gerade in Rademio aufhalten, bekommen Informationen über diesen Simon Scania. Aber irgend etwas scheint mit all diesen Helden nicht zustimmen. Womöglich wurden sie von König Gaz verflucht.

Auf dem Weg ins Tal laufen Chaika und ihr Leute Gillette in die Arme, die sich dort auf die Lauer gelegt haben. Gillette fragt Chaika ganz direkt, was sie mit den eingesammelten Teilen vorhat, und kann es kaum glauben, daß sie sie einfach nur beerdigen will. Trotzdem kommt es zum Kampf, der entschieden wird, als unerwartet Frederica auftaucht. Sie verwandelt sich in ihre Dragun-Form, schnappt sich kurzerhand Tooru, Akari und Chaika, und schon sind sie unterwegs ins Tal ohne Wiederkehr. Das erweist sich in der Tat als verwunschener Ort, an dem starke Illusionsmagie herrscht.

Da Chaika aber ebenfalls über magische Kräfte verfügt, findet sie schließlich einen Weg, den illusionserzeugenden Nebel zu neutralisieren. Und so finden sie schließlich Simon Scania. Er ist ein heruntergekommener, verwirrter alter Mann, der Chaika sein Relikt ohne weiteres übergibt und sogar froh ist, daß er es los ist.

Folge 8 - Nagusame no Teikoku (Das Königreich des Trostes)

Chaikas Truppe führt Kunststücken vor

Gillette ist in die Hauptstadt zurückgekehrt und berichtet Konrad, wie weit er bei der Verfolgung der beiden Chaikas gekommen ist. Leider hat seine Behörde so gut wie keine brauchbaren Unterlagen über den Zaubererkönig Gaz und seine angeblichen Töchter. Im Grunde tappt Gillette völlig im Dunkeln. Und sein Chef Konrad ist nicht gerade eine große Hilfe. Seiner Meinung nach ist in der Nachkriegszeit der Wiederaufbau viel wichtiger als diese im Sande verlaufende Phantomjagd.

Gillette will aber nicht so schnell aufgeben und vergräbt sich erst mal in der sehr umfangreichen Bibliothek. Aber auch das bleibt praktisch ergebnislos.

*

Auf der Fahrt erklärt Chaika Tooru ein paar Fakten über Magie. Die meisten magischen Erfindungen stammen von ihrem Vater, dessen Überreste auch jetzt noch sehr starke Magie-Quellen sind. Deswegen sind sie auch so begehrt. Irgendwann treffen sie auf eine Straßensperre, hinter dem das selbsternannte Neo-Gaz-Königreich beginnt. Die Burschen, die sich hier versammelt haben, Banditen, Stromer, Vertriebene und Entwurzelte, wollen, wie sie sagen, das alte Gaz-Reich wieder errichten, und zwar unter der Herrschaft ihrer Prinzessin Chaika. Das wäre also die dritte.

Die Neo-Gaz-Leute sind ziemlich mißtrauisch. Tooru, Akari und Chaika müssen sich als Wanderzirkus ausgeben und ein paar Kunststücke vorführen. Damit gelingt es ihnen, sich das Vertrauen ihrer "Gastgeber" zu erwerben. Denn ihr Aufenthalt wird wohl etwas länger dauern.

In der Nacht geht Chaika Nummer 3, die in Wirklichkeit Julia heißt, auf Diebestour. Leider gerät sie dabei in eine Falle und landet im Kerker. Die übrigen ihrer Leute versuchen Tooru und Akari auszurauben, was ihnen aber ziemlich schlecht bekommt. Allerdings ist es so, daß Chaika sich inzwischen mit Julia angefreundet hat. Also machen Akari, Chaika, Tooru und ein paar von Julias Leuten sich auf, sie zu befreien, was ihnen auch relativ leicht gelingt. Und so kommt es, daß die Freundschaft zwischen Julia und Chaika am Ende eine aufrichtige wird.

Vor dem Aufbruch am nächsten Tag fragt Tooru Julias Leute, was für ein Mensch König Gaz eigentlich gewesen ist. Doch das wissen sie nicht. Sie waren zwar wirklich einst seine Untertanen, gesehen haben sie ihn aber nie. Tatsächlich wissen sie über ihren verstorbenen König praktisch nichts außer ein paar windigen Gerüchten.

Folge 9 - Kioku no Neuchi (Der Wert der Erinnerungen)

Chaika und Tooru sehen sich das Feuerwerk an

Chaika und die anderen erreichen ihr nächstes Ziel genau am Jahrestag des Kriegsendes. Es wird gefeiert, überall ist viel los, aber der magische Treibstoff ist deswegen praktisch ausverkauft. Der Wagen wird nur noch einen halben Tag laufen. Doch Chaika weist Tooru darauf hin, daß es noch eine andere Quelle der Magie gibt, nämlich Erinnerungen. Wenn sie ihre Erinnerungen sozusagen verfeuert, könnten sie weiter fahren. Tooru lehnt das natürlich ab. Er befürchtet, daß Chaika das früher schon gemacht hat, denn sie hat ja kaum alte Erinnerungen.

*

Gillette und Vivi sind in der Hauptstadt unterwegs, als sie zufällig einen Taschendieb stellen. Doch der beschwert sich statt dessen über die hohen Steuern und die arroganten Adeligen, die die einfachen Leute wie ihn einfach ihrem Schicksal überlassen. Er war Soldat, wird jetzt aber nicht mehr gebraucht und bekommt nicht mal Arbeit. Was bleibt ihm als übrig als zu stehlen?

*

Bei ihrer Suche nach magischem Treibstoff treffen Tooru und die anderen auf fahrende Händler. Die sind ebenfalls ausverkauft, doch in den beiden Saboteuren werden alte Erinnerungen wach, und so erfährt Chaika mehr über die Akaris und Toorus Vergangenheit. Als sie Kinder waren, kamen manchmal fahrende Händler in ihr Dorf Acura, wo sie, wie alle anderen auch, als Saboteure erzogen und ausgebildet wurden. Die Händler brachten Waren und Neuigkeiten mit, und in eine junge Frau aus diesem fahrenden Volk verliebte Tooru sich. Hasumin war ihr Name. Tooru zeigt ihr immer, welche neuen Techniken er von seinem Mentor Shin (gesprochen von Sakurai Takahiro) gelernt hatte, um auf dem Schlachtfeld Feinde zu töten. Hasumin schaute immer nur schweigend zu.

Eines Tages wurden die Händler auf dem Rückweg von Räubern angegriffen, ausgeraubt und allesamt umgebracht. Hasumin starb praktisch direkt vor Tooru. Er und die anderen Saboteure des Dorfes brachten die Räuber zur Strecke und töteten jeden einzelnen von ihnen, aber die Toten kamen davon natürlich nicht wieder zurück. Für Tooru ist es immer noch eine schreckliche Erinnerung, doch Chaika meint, ohne sie hätte er sie damals nicht vor dem Einhorn gerettet und sie wären nicht zusammengekommen.

*

Am Ende finden Chaika und Tooru doch noch einen Händler, der wenigstens ein bißchen magischen Treibstoff auf Lager hat. Wenn sie mehr bräuchten, würden sie es aber im Nachbarland, das dem Fürsten Gavarni gehört, bekommen können, denn dort gibt es ergiebige Minen. Außerdem soll Gavarni Relikte von König Gaz besitzen. Chaika und ihre Truppe machen sich also sofort auf den Weg. Auch Gillette und seine Leute sind dorthin unterwegs, aber aus einem ganz anderen Grund. Es geht um die fliegende Festung Soara.

Folge 10 - Amayuku Yousai (Die Festung im Himmel)

Akari wird umgedreht

Tooru und Chaika ziehen in der Stadt Iveco ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit auf sich, bis Tooru auffällt, daß es hier weder Mädchen noch Frauen gibt. Magischen Treibstoff gibt es zu kaufen, aber nur sehr wenig, obwohl hier die reichsten Minen von ganz Wiemac liegen. Hier stimmt offenbar einiges nicht.

Von einem Händler erfahren die beiden, daß Fürst Gavarni alle paar Tage alle Frauen, die er findet, zu sich in seine fliegende Festung Soara bringen läßt, von wo sie nie mehr zurückkehren.

Tooru und Chaika bekommen die Festung auch gleich zu sehen, denn sie schwebt gerade über Iveco. Es ist ein gigantisch großes unförmiges Ding, das sehr bedrohlich aussieht. Und es ist wohl auch der Grund für die Knappheit an magischem Treibstoff, denn so ein Monstrum verbraucht natürlich extrem viel davon. Aber wie auch immer, da drinnen gibt es angeblich weitere Relikte des Zaubererkönigs, also müssen Chaika, Tooru und Akari hinein.

Am nächsten Tag transportieren die Soldaten mal wieder eine Ladung Frauen in die Festung. Diese Gelegenheit nutzt Akari zum Eindringen. Was sie nicht weiß: auch Zita und Vivi sind heimlich an Bord und beobachten alles. Und was sie alle nicht wissen: der königliche Rat beschließt einen Militärschlag gegen Soara und das Gavarni-Fürstentum. Dazu wird Stratus, die andere fliegende Festung eingesetzt, plus Bodentruppen. Jetzt haben Vivi und Zita nur noch ein paar Stunden um zu entkommen.

Derweil hat Akari einen guten Einstiegsort gefunden, wo Frederica Tooru und Chaika absetzen kann. Sie selbst geht auch gleich mit an Bord. Nur bleibt das leider nicht unbeobachtet. Kurz darauf werden die vier von einer großen Menge Soldaten angegriffen und voneinander getrennt. Akari gerät in Gefangenschaft und wird dem Zauberer Grad Lancia vorgeführt, der hier anscheinend alles kontrolliert. Lancia arbeitet für Ricardo Gavarni, den jüngsten Sohn des Fürsten, der gerne Menschen aufschlitzt. Seine ganze Familie einschließlich des Fürsten hat er schon abgeschlachtet. Lancia schlägt aber vor, Akari gegen die anderen Eindringlinge einzusetzen, indem er sie unter hypnotische Kontrolle bringt, genau wie die Soldaten übrigens auch.

Tooru und Chaika begegnen einem der gefangenen Mädchen (Layla), das in den endlosen Gängen herumirrt und sie um Hilfe bittet, von hier zu entkommen. Aber so ganz sauber scheint auch Layla nicht zu sein, denn sie verschwindet zusammen mit Chaika und läßt Tooru zurück. Und dann erscheint Akari und stürzt sich wie ein Berserker auf Tooru.

Folge 11 - Itsuwari no Himegami (Die falsche Prinzessin)

Chaika und Layla

Layla bringt Chaika irgendwo hin. Chaika hat ein komisches Gefühl, schöpft aber keinen Verdacht. Bekanntlich ist sie ja nicht die Schnellste beim Denken. Statt dessen erzählt sie Layla ganz arglos, wie sie heißt und was sie hier will. Dann aber packt auch Layla aus. Ricardo Gavarni und Grad Lancia sind mit Soara auf dem Weg ins Königreich Wiemac, um die Hauptstadt Cadwell anzugreifen und einen neuen Krieg zu beginnen, den sie so sehr herbeisehnen. Layla weiß auch alles über Chaika, weil sie selbst eine der Chaikas ist: ein künstliches Lebewesen mit künstlichen Erinnerungen und künstlichen Emotionen, nur dafür geschaffen, die Überreste des Zaubererkönigs einzusammeln. Layla hat allerdings diesen Job gekündigt. Jetzt ist sie Layla und arbeitet mit oder für Ricardo und Grad.

Frederica hat das alles von einem Luftschacht aus heimlich mitangehört, doch dann taucht hinter ihr ein Monster auf und metzelt sie nieder.

Tooru muß mit aller Härte gegen die hypnotisierte Akari kämpfen und wird schließlich von Zita und Vivi gerettet, die das zufällig mitbekommen. Damit ergibt sich für die drei eigentlich zum ersten Mal die Gelegenheit, miteinander zu reden. Insbesondere wollen die beiden Mädchen so schnell wie möglich hier raus. So erfährt Tooru von dem bevorstehenden Militärschlag. Da auch er ohne Frederica, von der niemand weiß, wo sie im Moment steckt, nicht entkommen kann, bietet sich für die drei eine zeitlich begrenzte Kooperation an.

Sie machen sich also auf die Suche nach Chaika und den anderen, doch statt dessen finden sie etwas ganz anderes, nämlich die entführten Mädchen oder das, was noch von ihnen übrig ist. Die meisten leben noch, aber der irre Ricardo Gavarni hat sie "bearbeitet", um mit ihren Leiden zusätzlichen Treibstoff für Soara zu generieren. Bekanntlich kann man dafür Erinnerungen verfeuern, und heftige Leiden liefern starke Erinnerungen. Und da die gigantische fliegende Festung einen ebenso gigantischen Treibstoffbedarf hat, müssen viele Mädchen und Frauen viel leiden und dann sterben. Vivi, Tooru und Zita sind tief erschüttert.

*

Gillette reitet Stratus und den sie begleitenden Bodentruppen entgegen und versucht verzweifelt, für Zita und Vivi etwas mehr Zeit herauszuholen. Doch der Kommandeur, Theobald Setra, läßt sich auf nichts ein. Er brennt geradezu darauf, gegen Soara und das Gavarni-Reich loszuschlagen.

Folge 12 - Nokosareshi Mono (Die Zurückgelassenen)

Layla gibt bis zuletzt nicht auf

Soara flieht nicht vor Stratus, sondern sucht sogar den Schlagabtausch. Denn Grad und Ricardo haben sich gut vorbereitet. Mit einem mächtigen magischen Feld pariert Soara den ersten Schlag, feuert machtvoll zurück und landet der ersten Treffer. Zita nutzt das Chaos geistesgegenwärtig, um Akari von ihrem Hypnobann zu befreien. Akari verspürt nun den sehr dringenden Wunsch, Grad einen Kopf kürzer zu machen.

Tooru wurde von einem der Monster, die Frederica umgebracht haben, angefallen, kann es aber töten. Akari, Zita und Vivi stoßen bei ihrem Weg nach oben auf Fredericas Leiche, doch aus dieser entspringe eine kleinere und quicklebendige neue Frederica. Anscheinend hat sie für solche Fälle vorgesorgt. Und ihre erstaunlichen Fähigkeiten haben kein bißchen gelitten.

Das Duell der beiden fliegenden Festungen geht erbittert weiter. Beide bekommen einiges ab, und so geht einer der Schüsse auch mal nach unten auf die Erde und trifft die Bodentruppen. Zusammen mit Gillette, der dort gerade versucht hat, den Vormarsch aufzuhalten, werden sie augenblicklich verdampft. Leonardo bleibt als einer der Wenigen übrig.

Stratus geht zu Boden. Soara kann ebenfalls nicht mehr feuern, doch Layla schlägt vor, gegen Cadwell eine Art Selbstmordangriff zu fliegen. Wenn sie Soara über der Hauptstadt in die Luft sprengen, bleibt von der Stadt kein Stäubchen mehr übrig, und das Königreich Wiemac wird zerstört. Dann beginnt eine neue Ära des Krieges. Ricardo und Grad finden diese Idee großartig. Daraus wird aber nichts: mit letzter Energie rammt Stratus Soara, sodaß nun beide Festungen ins Verderben stürzen, genauer gesagt in einen See.

Chaika findet das nächste Relikt, ein Bein ihres Vaters, das hier ebenfalls als magischer Treibstoff genutzt wird. Es kommt zum Showdown. Tooru sticht Ricardo nieder, der von seinem eigenen Tod vollkommen fasziniert ist. Akari rechnet mit Grad ab und schlägt ihm den Schädel ein, was nebenbei zur Folge hat, daß sämtliche Monster sowie die Soldaten der fliegenden Festung sozusagen abgeschaltet werden. Chaika bekommt das Relikt, doch bei ihrer Flucht mit Tooru stellt sich Layla ihnen entgegen, und die ist ziemlich gefährlich. Doch Chaika bekommt ein bißchen unerwartete Hilfe von Guy, und so geht auch das gut aus.

Die einzige, für die es nicht gut ausgeht, ist Vivi. Sie kommt zwar auch lebend aus Soara heraus, aber ihren Geliebten hat sie verloren. Gillette lebt nicht mehr. Daraufhin färben sich Vivis Haare schneeweiß.

*

Chaika berichtet Frederica, Akari und Tooru, daß sie ein künstlich hergestelltes Wesen mit einer einprogrammierten Mission ist. Tooru und Akari stört das nicht besonders. Sie folgen ihr weiter auf ihrer Sammel-Mission. Und Frederica bietet Tooru an, einen Pakt mit ihr einzugehen. Er soll ihr Ritter werden.


Erstellt am 20.1.2015. Letzte Änderung: 17.3.2015