Chuunibyou demo Koi ga shitai

Chuunibyou demo Koi ga shitai

Wenn man den Titel wörtlich und Stück für Stück übersetzt, bekommt man folgendes: "Mitte zwei Krankheit aber Liebe machen wollen". Um dem einen Sinn abgewinnen zu können, muß man das Anime kennen. "Chuunibyou" ist so etwas wie "Teenager-Krankheit", allerdings ein paar Jahre früher, nämlich typischerweise während des 2. Jahres der Mittelschule (daher "chuu ni"), wenn Kinder oder Jugendliche zu Anime-Otakus werden, sich einem imaginären Helden verschreiben, ihn imitieren, Fan-Artikel in großen Mengen kaufen, sich entsprechend kleiden und so auf der Straße herumlaufen, und wenn ihnen das ein paar Jahre später, wenn sie etwas älter geworden sind, so schrecklich peinlich ist, daß alles Material in großen Kisten irgendwo in der hintersten Ecke verstaut wird und sie jeden mit dem Tode bedrohen, der sie noch mal mit ihrem alten Kampfnamen anspricht oder überhaupt irgendwie an diese Zeit erinnert.

Der Rückzug aus der Welt der Fantasie und der Superhelden ist jedoch nicht immer so ganz einfach, und davon handelt dieses nette Anime.

Vielleicht bei der Gelegenheit noch eine Bemerkung zum Begriff "Otaku" (im Sinne von "Anime-Otaku"): im Westen können Anime-Fans sich durchaus voller Stolz und Selbstbewußtsein "Otaku" nennen. Wenn man aber in Japan schon mal echten Otakus begegnet ist, dann weiß man, warum sie dort so einen schlechten Ruf haben. Ein Japan-Besucher erzählt also tunlichst nicht überall herum, daß er Anime-Fan ist ...

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Fazit

Ein interessantes und sympathisch umgesetztes Anime über das Erwachsen-Werden-Wollen (oder manchmal auch nicht ;-)


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

Zusammenfassung der Handlung der ONA Teil 1 - 6


Togashi Yuuta - ein ehemaliger Chuunibyou-Infizierter. Er nannte sich damals Dark Flame Master, mit Schwert, Umhang und allem, was dazu gehört. Jetzt ist ihm das so peinlich, daß er, als er auf die Oberschule wechselt, extra eine weit weg von Zuhause gewählt hat, damit ihn dort niemand kennt. Doch so ganz überstanden hat er die Chuunibyou noch nicht Togashi Yuuta Fukuyama Jun
Takanashi Rikka - unter ihrer Augenklappe trägt sie eine gelbe Kontaktlinse, in ihrer Fantasie ist es aber das Jaoushingan, das dämonische Auge der Wahrheit, mit dem sie die Mächte der Finsternis kontrolliert. Sie ist auf der Suche nach der unsichtbaren Grenzlinie, hinter dem ihr Vater lebt, der vor ein paar Jahren überraschend verstarb. Über dieses Ereignis ist Rikka nie wirklich hinweggekommen, aber im Grunde will sie das auch gar nicht Takanashi Rikka Uchida Maaya
Nibutani Shinka - sie ist sehr attraktiv und gibt sich immer als nettes Mädchen. Doch das täusch ganz gewaltig. Auch Shinka litt bis vor kurzem an der Chuunibyou und war die weise Elfe Mori Summer. Aber wer sie jetzt noch daran erinnert, darf sein Testament machen Nibutani Shinka Akasaki Chinatsu
Dekomori Sanae - Rikkas selbsternannte Dienerin, Trägerin des Mjollnir Hammers und große Verehrerin von Mori Summer. Allerdings hält sie Shinka für eine Fälschung und läßt sich durch nichts vom Gegenteil überzeugen. Sanae beendet ihre Sätze meistens mit "desu", was so ähnlich klingt wie "Death", ihrem Lieblingswort. Außerdem haßt sie Milch. Ihres überschäumendem Temperamentes wegen geht es immer rund, wenn sie auftaucht, und ganz besonders, wenn sie dann auch noch auf Shinka trifft Dekomori Sanae Uesaka Sumire
Tsuyuri Kumin - sie ist eine Klasse über Rikka und Yuuta, schließt sich aber ihrem Club an. Ihr bevorzugtes Hobby ist Schlafen Tsuyuri Kumin Asakura Azumi
Togashi Kuzuha - Yuutas jüngere Schwester zeichnet sich durch zutrauliche Freundlichkeit aus Togashi Kuzuha Fukuhara Kaori
Togashi Yumeha - Yuutas jüngste Schwester freundet sich mit Tooka an Togashi Yumeha Shitara Mami
Takanashi Tooka - Rikkas resolute ältere Schwester ist eigentlich Köchin. Außerdem muß sie auf Rikka aufpassen, was nicht so ganz einfach ist. Geschickterweise spannt sie dafür aber Yuuta ein, indem sie ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann Takanashi Tooka Sendai Eri
Yuutas Mutter - wir sehen sie nur selten, da sie eine vielbeschäftigte Frau ist. Ihren Mann sehen wir übrigens nie, da er in Indonesien arbeitet Yuutas Mutter Amano Yuri
Chimera - Rikkas neuer Tsukaima (Begleiter oder Vertrauter) ist eigentlich eine ganz gewöhnliche Katze. Das Pech dabei ist, daß Tooka gegen Katzen allergisch ist, sodaß Rikka sie bei Yuuta unterbringen muß. Der und seine beiden Schwestern haben allerdings nicht wirklich etwas dagegen Chimera Oki Kanae
Isshiki Makoto - er geht mit Yuuta in dieselbe Klasse und findet vor allem die Mädchen in seiner Klasse ausgesprochen niedlich. Das wird ihm allerdings fast zum Verhängnis Isshiki Makoto Hoshi Souichiro
Tsukumo Nanase - Yuutas und Rikkas Lehrerin ist ziemlich clever, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so wirkt. Sie bringt jedenfalls Rikka immer wieder ins Schwitzen Tsukumo Nanase Inoue Kikuko
Rikkas Mutter - sie taucht erst in den letzten Folgen auf. Rikka hat mit ihr kein gutes Verhältnis, und das belastet sie sehr Rikkas Mutter Iwao Junko

Daten: Regie: Ishihara Tatsuya Design: Torako, Ousaka Nozomi Erscheinungsjahr: 2012
Bewertung Animation:
Framerate: sehr gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: erinnert stellenweise stark an Sword Art Online
Bewertung sonstiges: Handlung: Anime-Selbstparodie Besonderheit: anders als bei manch anderem Anime wachsen hier die Haare mit ihrer natürlichen Geschwindigkeit Musik: sehr netter Vorspann
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Fansub-Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: entzückend

Erstellt am 16.10.2013. Letzte Änderung: 18.8.2015