Clannad - Film - Zusammenfassung der Handlung

Tomoya hat seine üblichen Alpträume. Danach geht er zur Schule. An der Tür begegnet er seinem Vater, aber er spricht seit Jahren nicht mehr mit ihm. Durch eine wundervolle Allee von blühenden Kirschbäumen schleppt er sich den Hügel hinauf und fühlt sich schlecht, einsam und fehl am Platz. Unterwegs begegnet er einem Mädchen (Furukawa Nagisa), das ihn bittet, mit ihm zur Schule hinaufgehen zu dürfen, weil es das allein nicht schafft. Tomoya wundert sich darüber, nimmt Nagisa aber dann kommentarlos ins Schlepptau.

Tomoya und Nagisa

Tomoya ist der typische Außenseiter, oder zumindest hält er sich selbst dafür, und er ist mit einem sehr seltsamen Burschen namens Sunohara Yohei befreundet, der mit ihm zusammen in die 3. Oberschul-Klasse geht. Die beiden sind nicht gerade begeisterte Schüler, sie reißen die Schule eher runter, weil sie müssen.

In der Mittagspause trifft Tomoya auf dem Schuldach Nagisa wieder und schenkt ihr sein Mittagessen, das ihm sowieso nicht schmeckt.

Die Schule bereitet sich auf ihr jährliches Gründungsfest und nebenbei auf die Wahl des Schülersprechers vor, und alle Clubs arbeiten fleißig. Yohei und Tomoya sind aber in keinem Schulclub Mitglied und kümmern sich daher nicht weiter darum.

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Tomoya hat wieder seine Alpträume, in denen er körperlos ist und dann in einer klapprigen Puppe steckt, die in einer nächtlichen Mondlandschaft irgendwohin unterwegs ist oder jemanden sucht. Wir erfahren dann, daß seine Mutter starb, als er 5 Jahre alt war, und daß er diese Alpträume etwa seit dieser Zeit hat. In der Schule war er außergewöhnlich gut in Basketball, doch eines Tages, als sein Vater stock besoffen von der Arbeit nach Hause kam, gerieten die beiden in einen sehr heftigen Streit. Herr Okazaki stieß seinen Sohn weg, und der flog durch die Scheibe und verletzte sich dabei so schwer am Arm, daß es von da an mit Basketball aus war. Und so wurde Tomoya noch zynischer und cooler als vorher schon.

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Nagisa begleitet Tomoya jetzt öfters auf dem Schulweg. Anscheinend hat sie Gefallen an ihm gefunden, was ihr unschuldiges Kichern beweist. Tomoya ist darüber eher irritiert als sonstwas, redet aber immerhin schon mit ihr. Was nicht unbedingt selbstverständlich ist angesichts des wirren Zeugs, was sie ihm so alles erzählt.

So langsam beginnt Tomoya sich für Nagisa zu interessieren, und praktischerweise weiß Yohei viel über sie. Nagisa war schwer krank und konnte deswegen ein ganzes Jahr nicht zur Schule gehen. Da sie aber in derselben Jahrgangsstufe wie die beiden ist, muß sie 1 oder 2 Jahre älter sein.

Nagisa ist dann eine Zeitlang krank, schließlich aber taucht sie wieder in Tomoyas Nähe auf. Als nächstes kommt sie auf die Idee, in der Schule den Schauspiel-Club neu zu eröffnen, und fertigt Reklame-Plakate an, mit denen um Mitglieder geworben wird. Gemalt hat sie darauf die Dango-Daikazoku, eine große Familie lustiger Kugelwesen, an denen anscheinend ihr ganzes Herz hängt.

Yohei rastet aus

Natürlich gibt es Leute, denen es nicht paßt, wenn jemand einfach so ohne zu fragen überall auf dem Schulgelände seine selbstgemalten Poster aushängt. In diesem Fall ist es Sakagami Tomoyo, die Kandidatin für das Amt des Schulsprechers, die was dagegen hat und die Poster kurzerhand vernichten läßt. Als Yohei das mitbekommt, rastet er aus, rast durch die Schule, bis er denjenigen gefunden hat, der Nagisas Poster übermalt hat, geht auf ihn los und schlägt ihn zusammen. Sein Amoklauf wird dann aber überraschend von einer Lehrerin namens Ibuki Kouko gestoppt, die ihn ohne weiteres flachlegt, aber sonst kein großes Aufhebens um die Sache macht. Yohei findet Ibuki-sensei danach absolut cool.

Was die Reklame-Poster angeht, so schlägt Tomoya Nagisa vor, nur noch ein neues zu malen, das sie dann einfach kopieren. Die Aktion nutzt aber trotzdem nichts, es melden sich keine Interessenten für den Schauspiel-Club. Dafür aber erklärt Ibuki-sensei sich bereit, den Club zu betreuen, sofern er überhaupt zustande kommt. Daher überredet Nagisa Yohei und Tomoya, dem Club beizutreten. Die beiden protestieren heftig, aber es ist ein Angebot, das man nicht ablehnen kann, und so kommt es, daß der Club schließlich doch wiederbelebt wird. Nagisa will nämlich beim Schulfest unbedingt ein Stück aufführen. Es ist ein 1-Mann-Stück, Tomoya und Yohei müssen also selbst gar nichts machen, allenfalls Kulissen schieben und die Bühnenbeleuchtung bedienen.

Nun beginnt Nagisa, über ihr Stück zu brüten, kommt aber nicht so recht weiter. Anscheinend hat sie schon eine ziemlich konkrete Vorstellung, was sie sagen will, kann es aber nicht richtig zu Papier bringen.

Eines Tages lädt Nagisa Tomoya und Yohei zu sich nach Hause ein. Yohei kann sich drücken, weil er arbeiten muß, und so bleibt es an Tomoya allein hängen. Nun hat er also Gelegenheit, Nagisas schrille Eltern kennenzulernen, die ihn anscheinend schon als ihren zukünftigen Schwiegersohn sehen und am liebsten gleich dabehalten wollen. Die Furukawas haben übrigens eine Bäckerei, was Tomoya noch gar nicht wußte. Immerhin, im Gegensatz zu ihm hat Nagisa eine intakte Familie, und irgendwie fühlt Tomoya sich bei diesem komischen Völkchen sogar wohl.

In der Nacht treffen er und Nagisa sich auf dem kleinen Balkon, weil sie beide nicht schlafen können. Nagisa erzählt ihm, ihr Stück gehe über ihren Traum, den sie seit ihrer Kindheit immer wieder träumt. Das erinnert Tomoya an seinen eigenen Alptraum, den ja auch er seit vielen Jahren immer wieder hat. Allerdings reden sie beide nicht darüber, was genau sie träumen. Dennoch kommen die beiden sich in dieser Nacht sehr nahe.

Tomoyas Alptraum verändert sich von da an: in der bisherigen Hoffnungslosigkeit scheint nun irgendwo am Horizont ein Funken Hoffnung auf, in Gestalt eines riesigen Kirschbaumes ("Yakusoku no Ki"), wo er erwartet wird ...

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Yohei hat einen Nebenjob als Arbeiter bei den Stadtwerken angenommen und klettert jetzt auf Strommasten herum. Er stellt Tomoya seinen Kollegen Yoshino Yusuke vor, der früher anscheinend mal ein recht bekannter Musiker in Tokyo war und einige CDs herausgebracht hat. Aus irgend einem Grund hat er aber damit aufgehört und ist jetzt einfacher Arbeiter in der Provinz.

Die Zeit vergeht, das Schulfest und damit auch Nagisas Aufführung rückt immer näher, doch Nagisa sieht sich außerstande, ihr Stück zu schreiben. Sie ist aber sehr wohl entschlossen, auf der Bühne aufzutreten und ihr Stück zu geben, und zwar sozusagen aus dem Stegreif. Ihre Assistenten Yohei und Tomoya müssen dann mit dem Scheinwerfer und der Hintergrundmusik improvisieren.

Dann ist es soweit. Vor dem Auftritt treffen sich Nagisa, Tomoya und Yohei nochmal auf dem Schuldach und essen Raamen. Nagisa erzählt den beiden dann, warum sie unbedingt auftreten will. Und zwar waren ihre Eltern Schauspieler, mußten nach ihrer Geburt damit aber aufhören und sich um sie kümmern, weil sie so kränklich war. Jetzt will Nagisa sich bei ihren Eltern durch dieses Stück für alles bedanken. Tomoya findet das sehr beeindruckend.

Und dann hebt sich der Vorhang. "Aus der Welt des Nichts" heißt das Werk, und Nagisa, gekleidet in das schneeweißes Hochzeitskleid ihrer Mutter, trägt es mit großer Inbrunst vor. Das Publikum ist von Anfang an gefesselt. Die Welt des Nichts ist die Welt aus Nagisas Traum, die sie nun in eindringlichster Weise beschreibt. Und als Tomoya merkt, daß diese Welt mit der aus seinem Alptraum identisch ist, trifft es ihn wie ein Hammer. Seit so vielen Jahren haben sie beide denselben Traum, und mehr noch, die Stimme der Hoffnung, der Yakusoku no Ki aus Tomoyas Traum, ist niemand anderes als Nagisa.

Nagisa bei ihrer Geschichte

Und so ändert sich ab diesem Zeitpunkt das Verhältnis der beiden von Grund auf. Sie sind nicht mehr nur Bekannte oder Freunde, sie sind füreinander bestimmt und gehören von nun an für immer zusammen.

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Nach dem Schulfest verschlechtert Nagisas Gesundheit sich wieder und sie muß ein weiteres Jahr von der Schule pausieren, sodaß sie die Schule erst ein Jahr nach Tomoya und den anderen abschließt. Dann aber ziehen sie und Tomoya zusammen in eine gemeinsame, kleine Wohnung und haben zusammen mit ihren Freunden eine wundervolle, romantische Zeit, wie bei Nagisas Dango Daikazoku. Ihrer Idylle ist aber leider keine lange Dauer beschieden. Sie haben eine niedliche Tochter namens Ushio, doch kurz nach der Geburt stirbt Nagisa. Sie hat wohl gewußt, daß sie die Geburt nicht überleben würde, hat sich aber dennoch dafür entschieden, ihrem Kind Vorrang zu gewähren. Tomoya verliert daraufhin jeden Halt im Leben, und Ushio kommt zu Nagisas Eltern.

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Fünf Jahre sind vergangen. Tomoya treibt ziellos dahin. Die Welt des Nichts aus seinem Alptraum ist für ihn nun tägliche Realität. Und anders als bei einem Traum kann man daraus nicht erwachen. Ab und zu sehen seine Freund nach ihm, darunter auch Tomoyo, die während der Schulzeit nicht unbedingt durch besondere Wärme und Fürsorglichkeit geglänzt hat. Anscheinend hat sich das aber geändert. Sie kümmert sich recht intensiv um Tomoya, der davon allerdings kaum etwas mitbekommt. Essen, Trinken, mit anderen zusammen sein, das sind Dinge, die ihn nicht mehr interessieren, von geregelter Arbeit ganz zu schweigen. Besonders bedrückt darüber ist Yohei, weil er für seinen alten Freund überhaupt nichts tun kann.

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Ganz am Anfang dieser Geschichte haben wir mal Herrn Okazaki, Tomoyas Vater, kennengelernt. Nun, es gibt ihn immer noch und es ist nicht so, daß er sich um seinen Sohn keine Sorgen machen würde, im Gegenteil. Eines Tages taucht er mal wieder bei seinem Sohn auf und erinnert ihn daran, daß er seine Tochter, seit sie bei ihren Großeltern lebt, nicht ein einziges Mal gesehen habe. Und dann ruft er, Tomoya sei genau wie er selbst, ein Versager, der nach dem Tod seiner Frau jeden Halt verloren und jede Verantwortung abgelegt habe. Er fleht seinen Sohn um Verzeihung für seine Fehler an. Tomoya findet das aber nur extrem peinlich und wirft ihn raus. Und der Gedanke, daß er genauso ist wie sein Vater trägt nun auch nicht gerade dazu bei, seine Stimmung zu bessern. Denn er weiß ganz genau, daß sein Vater damit Recht hat.

Was er nicht weiß ist, daß sein Vater sich etwas raffiniertes überlegt hat, um ihn aus diesem schwarzen Loch herauszuholen ...

Tomoya und Ushio

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Eines schönen Tages (passend zum Anlaß ist es ein strahlender Frühlings- oder Sommertag) platzen Yusuke und Kouko in Tomoyas Wohnung, schmeißen ihn einfach aus dem Bett und nehmen ihn mit auf eine Reise. Mit einem Kleinbus geht es los. Unterwegs sammeln sie Yohei, Kyou und Tomoyo auf, dann geht es zum Zug, wo sie alle reservierte Plätze in der 1. Klasse haben. Tomoya war am Anfang so überfahren, daß er sich hat mitschleppen lassen, doch jetzt wird er langsam wütend und erklärt, am nächsten Bahnhof auszusteigen und wieder zurückzufahren.

Das macht er auch, doch dort erwartet ihn eine Überraschung, nämlich Sanae, Akio und Ushio.

Als Tomoya seine Tochter sieht, ändert sich erneut alles für ihn. Und so kommt, kurz gesagt, diese Geschichte zu einem unerwarteten Happy End.


Erstellt am 26.11.2008. Letzte Änderung: 18.2.2014