Claymore - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 26

Szene 1 - Claymore (geschrieben mit den Kanji "groß" und "Schwert")

Schon im Vorspann wird klargemacht, um was es in diesem Anime geht: ein Youma frißt einen Menschen und wird wenig später von einer Claymore getötet.

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In der kleinen Stadt, in der der junge Raki wohnt, geht ein Youma um. Die entsetzten Bürger finden fast jeden Morgen die blutigen Überreste seiner nächtlichen Mahlzeiten. Da sie aber nicht wissen, wer dieser Dämon ist, ruft der Bürgermeister die Claymore-Organisation zu Hilfe. Die Leute fürchten die Claymores fast ebenso wie die Dämonen, aber es ist ihre einzige Chance, wenn sie nicht alle aufgefressen werden wollen.

Rakis Bruder wurde von einem Youma übernommen

Als die angeforderte Claymore (Clare) dann wenig später erscheint, steht sie sofort im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Leute. Und auch Raki ist neugierig, wie dieses Wunderwesen wohl aussieht.

Nun, abgesehen von dem langen Schwert und den silbernen Augen (weswegen man sie "Gingan no Majo" - "Silberäugige Hexen" nennt) sieht Clare eigentlich auf den ersten Blick aus wie ein ganz normaler Mensch. Dennoch schlägt ihr von den Menschen nichts als Ablehnung, Furcht und Haß entgegen. Aber das ist immer so, das sind die Claymores gewöhnt.

Der Einsatz einer Claymore kostet einen Haufen Geld, das allerdings nicht Clare entgegennimmt. Sie weist den Bürgermeister an, es einem Mann zu geben, der später kommen werde. Sie selbst braucht kein Geld und hat auch sonst keine weltlichen Bedürfnisse. Und falls sie bei diesem Einsatz sterben sollte, brauchen die Leute natürlich nicht zu zahlen.

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Der einzige in der Stadt, der nicht in Angst und Panik verfällt, sondern von Clare fasziniert ist, ist Raki. Clare kann allerdings mit solchen Gefühlen nichts anfangen und läßt ihn einfach stehen. Doch er folgt ihr anhänglich wie ein Hund und nennt sie sogar "Onee-chan"!

Die ersten Menschen, die in der Stadt getötet wurden, waren Rakis Eltern. Nur er und sein Bruder überlebten diesen Angriff. (Clare verzieht bei dieser Geschichte keine Mine, aber ihr ist jetzt klar, wer der Youma ist: Rakis Bruder. Genauergesagt hat der Youma seinen Körper und seine Erinnerungen übernommen und ihn kopiert, um sich zu tarnen.) Jedenfalls leben die beiden jetzt bei Verwandten, wo Raki auch als Koch arbeitet.

In der Nacht schlägt der Youma wieder zu, doch Rakis Onkel ist sein letztes Opfer. Dann wird er von Clare kaltgemacht. Wie ein Racheengel erscheint sie und rettet Raki das Leben. Dann verläßt sie die Stadt.

Die Dorfbewohner schmeißen Raki dann in eine Schlucht, weil sie befürchten, auch er könnte zu einem Youma werden. Also beschließt dieser, sich Clare anzuschließen. Aber dazu muß er sie erst mal finden.

In einem Sandsturm in der Wüste bricht er schließlich zusammen, doch er stirbt nicht, sondern wacht in einem warmen Bett wieder auf. Egon heißt die Stadt, in der er abgeliefert wurde, und sein Retter war unglaublicherweise Clare, wie er von dem Hotelbesitzer erfährt. Clare ist aber schon längst wieder weg, auf dem Weg zu ihrem nächsten Einsatz. Immerhin weiß Raki jetzt, wo er sie finden kann. Und er findet sie.

Das ganze war aber eine Falle, die ein Youma Clare gestellt hat. Jemand erzählt Raki, im Wald hinter der Stadt würde eine Claymore auf ihn warten. Raki rennt los, doch es erwartet ihn ein Youma und nimmt ihn als Geisel, in der Erwartung, Clare würde aus Rücksicht auf ihn nicht kämpfen. Dieser Youma ist übrigens Clares nächster Auftrag. Der Kampf verläuft überraschend. Clare wirft ihr Schwert weg, und der Youma durchbohrt sie mit seinen Krallen. Doch von sowas stirbt eine Claymore nicht, Clare bleibt sogar kampffähig. Zusammen mit dem Youma, dessen Arm in ihr steckt, sodaß er nicht fliehen kann, läuft sie zu ihrem Schwert, und damit ist das Ende des Youma gekommen.

Raki, der mit den Nerven ziemlich fertig ist, bedankt sich bei Clare. Und die beschließt, sich um ihn zu kümmern, und engagiert ihn als ihren Koch.

Szene 2 - Kuro no Sho (Der schwarze Brief)

Im Vorspann sehen wir, wie Clare ihrer Arbeit nachgeht. D.h. es gibt massenhaftzerstückelte Leichen. Alle Dämonen sind unterschiedlich, einer kann sogar fliegen. Aber das reicht nicht, um Clare zu entkommen.

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Clare und Raki an Elenas Grab

Claymores brauchen nicht viel zu Essen. Für Raki gilt das jedoch nicht. Clare organisiert ihm kurzerhand eine Echse. In der Nacht kampieren die beiden am Ufer eines Sees, wo Raki die Echse dann grillt. Clare ist auf Raki fast ein bißchen neidisch, weil er soviel essen kann. Dabei unterhalten die beiden sich auch ein wenig, und Raki erfährt ein paar Sachen über die Claymores. Zum Beispiel, daß jede von ihnen eine Art Wappen oder Symbol hat. Kurz darauf verschwindet Clare in den finsteren Wald, wo der Typ von der Claymore-Organisation auf sie wartet. Sie bekommt neue Kleidung und Ausrüstung, weil ihre alte ziemlich aufgearbeitet war.

Der Mann ist nicht so begeistert davon, daß Clare einen Jungen unter ihre Fittiche genommen hat, beläßt es aber dann dabei. Er sieht sich auch die Narbe an, wo der Youma Clare durchbohrt hat und erinnert sie daran, daß sie keineswegs unsterblich sei. Wenn sie an einem kritischen Punkt getroffen wird, ist es auch mit einer Claymore aus.

Und dann hat er noch einen Auftrag für Clare. Er übergibt ihr einen schwarzen Brief.

Clare kehrt zu Raki zurück und erklärt ihm, sie würden morgen nach Shire gehen.

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Ihr Ziel erreichen sie schon früh am nächsten Tag, und die Leute dort wundern sich, was eine dieser unheimlichen silberäugigen Hexen in ihrer Stadt zu suchen hat.

Clare lädt Raki in einer Herberge ab, doch bei der Unterhaltung zwischen den beiden und dem Besitzer der Herberge (gesprochen von Saito Shiro) kommt heraus, daß Clares Ziel diesmal offenbar kein Youma, sondern eine Claymore ist. Der Typ von der Organisation ist auch in dem Hotel. Raki weiß zwar nicht, wer dieser seltsame Mann ist, doch der weiß dafür ganz genau, wer Raki ist und erklärt ihm ein bißchen was über seine neue Freundin. Zum Beispiel, daß die Verbindung aus Dämon und Mensch nicht sehr stabil ist. Früher oder später kann der menschliche Teil den Youma-Teil nicht mehr beherrschen, und zwar umso schneller, je mehr sie kämpfen und ihre Youma-Kräfte einsetzen. Wenn eine Claymore diesen Augenblick nahen sieht, schickt sie einen schwarzen Brief, den sie extra dafür in ihrem Schwert aufbewahrt hat, und bittet eine Freundin, sie zu töten. solange sie noch menschlich ist.

Raki kann das kaum glauben und rennt Clare hinterher, weil er es so verstanden hat, daß Clare ein Youma wird. Doch für Clare ist es noch nicht soweit. Dafür kann Raki zusehen, wie Clares beste Freundin Elena sich von ihr töten läßt.

Raki ist entsetzt und vergießt heiße Tränen. So hart hatte er sich das Leben einer Claymore nicht vorgestellt. Und von Elena bleibt nur ihr Schwert mit ihrem Wappen, das wie ein Grabstein im Boden steckt.

Szene 3 - Mahoroba no Yami (Mahorobas Finsternis)

In der heiligen Stadt Rabona geht ein Youma um. Das besondere Problem: Claymores sind hier nicht erlaubt. Trotzdem bleibt den Mönchen am Ende nichts anderes übrig, als die Claymore-Organisation um Hilfe zu bitten.

Der Auftrag geht an Clare. Der Mann erscheint und gibt ihr ein paar Pillen, die unter anderem ihre silbernen Augen in etwas unauffälligeres umfärben und ihre dämonische Aura unterdrücken helfen, sodaß sie sich nicht verrät. Allerdings sind ihre besonderen Fähigkeiten während dieser Zeit ebenfalls unterdrückt. Um den Youma zu finden muß Clare sich also etwas anderes einfallen lassen.

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Clare unterwegs

In Rabona steigen Clare und Raki beiden in einem recht brauchbaren Hotel ab. Raki spielt Clares Bruder, was für zusätzliche Tarnung sorgt. Ganz auf sich allein gestellt ist Clare bei der Jagd nicht, schließlich haben einige der obersten Priester sie gerufen, und von ihnen bekommt sie jetzt natürlich auch Unterstützung - heimlich, versteht sich. Vincent heißt der Priester, der Clares Ansprechpartner ist. Er bestellt sie für die kommende Nacht in den höchsten Glockenturm. Es gibt wegen des Dämons natürlich eine nächtliche Ausgangssperre, doch für eine Claymore ist das an sich kein Problem.

Sie trifft sich also mit Vincent, und der erzählt ihr, daß der Youma schon viele seiner Ordensbrüder gefressen hat. Alle diese Todesfälle passierten in der großen Kathedrale.

Clare erklärt Vincent die Regeln. Dann hat sie noch eine spezielle Bitte. Da es bei diesem Auftrag wahrscheinlicher als sonst ist, daß sie es nicht überlebt, möchte sie, daß er sich um Raki kümmert, falls sie getötet wird.

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Auf dem Rückweg ins Hotel, der über die Dächer der Stadt führt, läuft Clare zwei sehr eifrigen Wächtern in die Arme. Sie kann sie zwar nach kurzem Kampf abschütteln, doch die beiden haben sie ziemlich genau gesehen. Clare entkommt, aber die beiden machen sich auf die Suche, und sie sind sehr hartnäckig. Derweil werden in der Kathedrale wieder zwei Menschen abgeschlachtet.

Am nächsten Morgen bekommen Raki und Clare Besuch in ihrem Hotelzimmer: und zwar von den beiden Wächtern plus zwei weiteren. Allerdings hat Clare wieder eine ihrer Pillen geschluckt, sodaß die vier sich nicht sicher sind. Auf Rakis energischen Protest hin ziehen sie erst mal wieder ab.

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Clare erklärt Vincent, daß sie es hier wohl mit einem gefräßigen Fresser zu tun haben, einem Youma, der schon sehr lange gelebt hat und einen gesteigerten Appetit besitzt (weil er in einer Nacht gleich zwei Menschen gefressen hat). Gefräßige Fresser sind besonders schlau und gefährlich. So ist es bestimmt kein Zufall, daß dieser hier sich in der heiligen Stadt versteckt, wo Claymores nicht offen auftreten können.

Clare versucht herauszubekommen, wo sich dieser Dämon tagsüber versteckt. Am wahrscheinlichsten ist, daß er ständig in der großen Halle ist. Nur - wie schafft er es, nicht entdeckt zu werden?

In der nächsten Nacht geht das Spielchen zwischen Clare und den beiden Wachen weiter. Doch so sehr die beiden sich auch bemühen, Clare spielt sie locker aus. Immerhin bekommen die beiden mit, daß Clare nicht der Youma ist, sondern eine Claymore, was die Sache in ihren Augen aber auch nicht viel besser macht.

Da ertönt aus der großen Halle ein Todesschrei. Doch Clare kommt zu spät. Sie kann den Dämon zwar spüren, weiß aber nicht, wo er steckt. Nur die Überreste eines Wächters findet sie. Da greift der Youma völlig überraschend an. Es kommt zu einem heftigen Kampf, bei dem Clare einiges abbekommt und dessen Zeugen auch die beiden Wächter werden. Und auch sie fragen sich, wo sich ein so riesiger Dämon die ganze Zeit verstecken kann.

Da schlägt Clare überraschend zu und bohrt eins ihrer Messer dem Youma ins Auge. Nebenbei rettet sie den beiden Wächtern das Leben, wird dafür aber von dem Dämon aufgespießt.

Szene 4 - Kurea no Kakusei (Clares Erwachen)

Der Dämon schleudert Clare zu Boden und wendet sich den beiden Soldaten zu. Als aber weitere auftauchen, zieht er sich zurück.

Bewohner der Kathedrale

Clare lebt - noch. Galk, einer der beiden Soldaten, dem Clare gerade das Leben gerettet hat, trägt sie zu Vater Vincent, der sich um sie kümmert, soweit er kann. Denn wie man eine schwerverletzte Claymore behandelt, weiß eigentlich keiner so genau.

Raki weicht nicht von ihrem Lager, aber viel mehr als beten kann er auch nicht. Das scheint am Ende aber geholfen zu haben, denn am übernächsten Tag schlägt Clare die Augen wieder auf.

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Clare läßt jeden, der Zutritt zur Kathedrale hat, im Keller antanzen. Einer von ihnen muß der Dämon sein. Die Priester und Wächter und Bischof Kamuri sind von diesem Auftritt nicht sehr begeistert, aber Clare zieht ihr Programm durch und untersucht jeden einzelnen von ihnen. Zur allgemeinen Überraschung ist der Dämon aber nicht dabei!

Derweil wartet Raki oben mit Clares Schwert, und dort erscheint dann auch wieder der Youma. Es ist nämlich so, daß in der Kathedrale die Mumien diverser alter Helden etc. liegen. Als Clare auf die Idee kommt, daß der Youma sich als so eine Mumie tarnen könnte, ist es fast zu spät. Aber nur fast, und es kommt erneut zu einem Kampf auf Leben und Tod. Clare bekommt allerdings tatkräftige Unterstützung von den beiden Soldaten, denn es ist ihre Stadt, die sie hier verteidigen.

Trotzdem wird es für Clare ein harter Kampf - ein zu harter, denn ihre Verletzungen sind noch nicht verheilt. Und so kämpft sie über ihrem Limit. Sie erledigt den Youma zwar, doch dann beginnt sie selbst sich in einen Youma zu verwandeln. Jetzt bleibt ihr nur noch übrig, die Wächter zu bitten, sie zu töten, bevor sie vollends die Kontrolle über sich verliert. Doch Raki läßt sie nicht gehen. Lieber will er mit ihr zusammen sterben. Er drückt sie ganz fest an sich und bewirkt das Wunder. Der dämonische Fluß stoppt, und Clare verwandelt sich wieder zurück. Sie kann es selbst kaum glauben, aber Raki hat ihr das Leben gerettet.

Zum Abschied schenkt Galk Raki ein Schwert, damit er stärker wird und Clare besser beschützen kann.

Szene 5 - Bishou no Teresa (Teresa mit dem feinen Lächeln)

Diese Folge spielt ein paar Jahre zuvor und handelt von einer Claymore namens Teresa.

In einer der späteren Folger erfahren wir, daß es 47 Claymore gibt und sie nach ihrer Stärke durchnumeriert sind. Und Teresa trägt unangefochten die Nummer 1. Sie ist die stärkste aller Claymores und damit die wichtigste Stütze ihrer Organisation.

Clare und Teresa

Die Handlung beginnt mit der üblichen Eröffnung: Teresa befreit eine Stadt von einem Youma. Nachdem ihr Auftrag beendet ist, trifft sie sich irgendwo draußen mit einem Mann namens Orsay, der sie zu ihrem nächsten Einsatzort schickt, der Stadt Teo, die zwei Tagesmärsche entfernt im Westen liegt. Er ist überzeugt, daß Teresa das stärkste Ungeheuer ist, daß es jemals gegeben hat. Gegen wieviele Dämonen sie auch kämpft, nie verzieht sie eine Mine. Es ist, als trage sie immerzu ein feines Lächeln auf ihren Lippen.

In Teo angekommen macht Teresa mit den 7 Youmas, die sie dort antrifft, kurzen Prozeß. Hier ist es aber auch, wo sie Clare kennenlernt.

Youmas sind nicht alle gleich. Einer hier hat Clare, damals noch ein junges Mädchen, nicht gefressen, sondern als eine Art Spielzeug behalten und sie gequält. Die Szene, in der Teresa diesen Dämon erlegt und Clare damit befreit, ist ziemlich dramatisch.

Infolge der womöglich jahrelangen Mißhandlungen hat Clare ihre Sprache verloren. Gefunden hat sie dafür in Teresa jemanden, zu dem sie gehören will, komme was da wolle. Teresa hat nicht das mindeste Interesse an einem "Passagier", doch Clare weicht ihr nicht mehr von der Seite, auch nicht, als Teresa sie verprügelt, um sie umzustimmen. Clare bleibt bei ihr, und das sieht zunächst so aus, daß sie ihr einfach immer hinterher läuft, egal wo Teresa hingeht.

Teresa ist sehr irritiert. Und dann tauchen in der Nacht auch noch Räuber auf. Einer von ihren (Rig) will sich Clare schnappen, was ihn eine Hand kostet. Für Claymores ist es allerdings strengstens verboten, Menschen zu töten, egal unter welchen Umständen. Und so kommt der Chef der Banditen auf die Idee, Teresa zu vergewaltigen, weil sie sich ja nicht wehren darf. Ganz so ist das zwar nicht, aber Teresa hätte nichts dagegen. Als sie den Räubern jedoch ihren nackten Körper zeigt, verlieren die jede Lust und ziehen sich zurück - fürs erste jedenfalls.

Nicht abschrecken läßt sich hingegen Clare. Ihr ist es egal, wie Teresa unter ihrer Rüstung aussieht.

Am nächsten Tag springt Teresa in eine tiefe Schlucht, um Clare endlich loszuwerden. Doch die springt einfach hinterher. Ob sie dabei stirbt, scheint ihr egal zu sein.

Teresa ist es ganz recht, daß Clare außer Gefecht gesetzt ist und geht davon.

Doch irgendwie überlegt sie es sich anders, kehrt wieder um und liest Clare auf.

Als erstes schmeißt sie sie in einen Fluß, damit sie sich mal wäscht. Gegessen und getrunken hat die kleine Clare auch schon seit Tagen nicht mehr, und Teresa kümmert sich auch um das. Sie will Clare dann in der nächsten Stadt abliefern. Ein kleines Mädchen gehört einfach nicht zu einer Claymore.

Am nächsten Morgen erscheint Teresa mit einem Hasen in der Hand, den sie Clare zum Frühstück serviert. Anschließend setzen sie ihren Marsch fort.

In der Nacht denkt Teresa über dieses geheimnisvolle Mädchen nach und fragt sich, warum es so sehr an ihr hängt.

Wiederum am folgenden Morgen geht es weiter. Zuvor kommt Teresa aber auf die Idee, ihre Begleiterin mal nach ihrem Namen zu fragen. Zunächst bringt diese keinen Ton heraus, und so gibt Teresa ihr einfach einen - Clare. ("Clare" und "Teresa" sind die Namen der beiden Zwillingsgöttinen der Liebe.) Und wie es scheint, hat sie damit zufällig sogar Clares richtigen Namen erwischt.

Szene 6 - Teresa to Kurea (Teresa und Clare)

Teresa will zu der abgelegenen Bergstadt Rokut, wo sie Clare, wie schon angekündigt, bei jemanden unterbringen will, der sich um sie kümmert. Clare weint heiße Tränen bei dem Gedanken, von Teresa Abschied nehmen zu müssen.

Teresa

Die ganze Zeit ist den beiden der Räuber Rig gefolgt, dem Teresa in der vorigen Episode eine Hand abgeschlagen hat. Rig hat nur eins im Sinn: Rache. In der Nacht fällt er über Teresa her, die sich fragt, warum sie solche Scheusale eigentlich gegen die Youmas beschützt. Teresa wehrt sich nicht gegen Rig, doch dafür brät Clare ihm eins über. Und als Rig dann Clare totschlagen will, kommt Teresa ihr zu Hilfe.

Das erschüttert Clare so sehr, daß sie ihre Sprache wiederfindet. Und was sie in stockenden Worten erzählt, schockiert Teresa. Clare ist ihr nicht gefolgt, um von ihr beschützt zu werden oder weil sie sonst niemanden mehr hat, sondern um sie zu trösten. Denn sie hat gespürt, daß Teresa genauso eine verlorene und verdammte Seele ist wie sie selbst. Das rührt selbst Teresa zu Tränen.

Am nächsten Tag erreichen Clare und Teresa dann Rokut, wo Clare als erstes Mal ordentlich eingekleidet wird. Nebenbei erledigt Teresa einen Youma, wofür die Menschen sehr dankbar sind. Teresa bittet die Leute dann, ob nicht einer von ihnen Clare aufnehmen könnte. Clare versucht das abzuwenden, doch Teresa läßt diesmal nicht mit sich reden. Clare bleibt in Rokut bei einem älteren Ehepaar, die sie aufnimmt und verspricht, sie gut um sie zu kümmern.

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Auf dem Weg nach Rokut kamen Clare und Teresa an einer Stelle vorbei, von der aus sie einen fantastischen Überblick über Rokut und sein Umland hatten. Jetzt, auf dem Rückweg, kommt Teresa wieder an dieser Stelle vorbei. Und was sieht sie - Pferde!

Die ganze Zeit hat sie sich schon gefragt, wieso in so einer abgelegenen Gegend eine große Räuberbande herumstromert. Als sie die Bande jetzt auf Rokut zugaloppieren sieht, kommt ihr die Antwort: sie wollen die Stadt plündern, wußten aber, daß dort ein Dämon sitzt und trauten sich nicht. Jetzt, wo Teresa die Drecksarbeit gemacht hat, haben sie freie Bahn.

Teresa kann sich auch gut vorstellen, was die Kerle, vor alle Rig, mit Clare machen, die sie dort unweigerlich finden werden.

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Um es kurz zu machen: Teresa bricht das eiserne Gesetz. Sie schlachtet die Räuber, die mit dem Brandschatzen und Plündern bereits begonnen haben, allesamt ab und rettet Clare aus der brennenden Stadt.

Und damit hat sie ihr eigenes Todesurteil unterschrieben. Orsay läßt sie vor dem Exekutionskommando antreten, in Anwesenheit von Clare. Aber anders als wohl sonst üblich läßt Teresa sich nicht einfach so hinrichten. Sie wehrt die fünf Claymores, die sie töten sollten, ab und flieht. Und so sind Teresa und Clare nun wieder zusammen.

Szene 7 - Shisha no Rakuin (Brandmal des Todes)

Die Claymore-Organisation hat Nummer 2 bis 5 auf Teresa angesetzt. Zwei von ihnen, Sophia und Noel, treffen sich in einer Stadt, in der es (zufällig) von Youma nur so wimmelt, und erledigen sie. Sie geraten dann in Streit, wer von ihnen die Nummer 3 ist, doch da erscheint Irene, Nummer 2 und befiehlt den beiden, mit diesem Unsinn aufzuhören. Sie haben schließlich wichtigeres zu tun. Noel ist wenig erfreut über die Aussicht, gegen die Nummer 1 kämpfen zu müssen. Aber Befehl ist nun mal Befehl.

Teresa kämpft gegen Priscilla

Irene teilt den beiden mit, daß sie alle kürzlich um eine Nummer herabgesetzt wurden und es eine neue Nummer 2 gibt: eine junge Frau, die der Organisation erst seit ein paar Monaten angehört und so auf den ersten Blick überhaupt nicht nach der zweitstärksten Claymore aussieht: Priscilla. Wie man sich leicht vorstellen kann, täuscht der erste Eindruck. Priscilla hat ihren Rang völlig zu Recht, und sie wird auch in späteren Folgen noch eine gewichtige Rolle spielen. Noel jedenfalls erfährt das sehr schnell, als sich versucht, Priscilla die Nummer 2 mit Gewalt wegzunehmen und die statt dessen in Tränen ausbricht, weil sie zu spät gekommen ist. Sie mußte vorher noch ein paar Youma töten. Ein paar - das ist ein ganzer Berg, der sich hinter ihr in einer Seitenstraße auftürmt. Und besonders gibt es Noel und Sophia zu denken, daß dieses Schlachtfest direkt um die Ecke stattgefunden hat, ohne daß sie es auch nur gemerkt hätten.

Irene ist der Überzeugung, daß sie überhaupt nur mit Priscilla eine Chance gegen Teresa haben.

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Teresa hat inzwischen eine weitere Stadt von einem Dämon befreit. Hier ist es so, daß die Leute vor ihr keine Angst haben, sondern voller Dankbarkeit sind. Und so quartieren sie und Clare sich hier erst mal ein und hoffen auf ein paar ruhige Tage. Daraus wird aber nichts, denn das Exekutionskommando hat soeben die Stadt betreten.

Als erstes wird bei dem Kampf mal das Hotel zerlegt. Dann geht es draußen auf der Straße weiter. Für Teresa wird es ziemlich eng. Ihre Stärke ist das Spüren von Youki, der Ausstrahlung von Dämonen ebenso wie von Menschen oder Claymores. Priscilla kann aber ihr Youki extrem wirkungsvoll unterdrücken. Deswegen ist sie für Teresa eine sehr gefährliche Gegnerin.

Szene 8 - Kakusei (Erwachen)

Der Kampf zieht sich hin und nimmt an Härte und Tempo zu. Die Kämpferinnen beginnen, ihre Youma-Kräfte einzusetzen, und es fließt Blut. Allerdings nicht das von Teresa. Die schaltet Irene, Noel und Sophia aus, um sich ganz Priscilla zu widmen, ihrer einzig gefährlichen Gegnerin. Doch die sitzt am Boden und zittert vor Angst, sodaß Teresa sie einfach sich selbst überläßt - ein tödlicher Fehler, wie wir später sehen werden.

Teresas Ende

Zusammen mit Clare verläßt sie dann die Stadt. Irene kann es nicht glauben, daß Teresa sie verschont hat. Aber was hilft's, der Befehl gilt weiter. Und wie es aussieht, kocht es in Priscilla ganz gewaltig. Schlagartig setzt sie ihre Youma-Kräfte frei und stürzt sich außer sich vor Wut auf Teresa. In einer bizarren Felslandschaft kommt es zum nächsten Kampf. Priscilla ist außer Kontrolle und kurz davor, die Grenze zu überschreiten, ab der sie sich unweigerlich in einen Youma verwandelt. Priscilla kämpft mit einer solchen blinden Wucht gegen Teresa, daß diese sich kaum noch verteidigen kann. Und wie es aussieht, ist Priscilla nicht nur dabei, ihren Körper in einen Dämon zu transformieren, sondern auch den Verstand zu verlieren, sofern das nicht bereits geschehen ist.

Als Irene, Sophia und Noel den Kampfplatz erreichen, werden sie Zeugen einer denkwürdigen Schlacht. Und sie sind entsetzt, was aus Priscilla geworden ist. Trotzdem schlägt Teresa sie nieder und empfiehlt ihr dann, aufzuhören, solange sie noch kann. Priscilla will aber nicht. Sie macht weiter, und dann verwandelt sie sich endgültig in einen Youma. Noch ist sie genug bei Bewußtsein um Teresa bitten zu können sie zu retten. Aber die einzige Rettung, die es für sie noch gibt ist, daß Teresa ihr den Kopf abhaut.

Doch es kommt anders. Teresa ist einen Moment unaufmerksam. Diesen nutzt Priscilla, um ihr die Hände abzuschlagen und eine Sekunde später den Kopf.

Dann vollendet sie ihre Verwandlung in einen Youma. Und was für einen. Priscilla ist "erwacht", sie hat sich in ein Wesen jenseits eines normalen Youma verwandelt. Gegen sowas haben selbst Noel, Irene und Sophia zusammen keine Chance. Trotzdem müssen sie ihre Pflicht erfüllen und kämpfen.

Das Ergebnis: Sophia und Noel fallen (auf ziemlich schauerliche Weise), Irene verliert ihren linken Arm, bleibt aber knapp am Leben. (Was sie übrigens noch verliert ist ihr Glaube an die Claymore-Organisation, aber das erfahren wir erst in einer späteren Folge). Völlig unbehelligt geht Priscilla davon. Sie kümmert sich nicht mal um Clare, die den ganzen Kampf von Anfang bis Ende mitangesehen hat.

Dann schwingt sie sich mit ihren neuen Flügeln in die Lüfte und ist erst mal weg.

Clare hebt Teresas Kopf auf und drückt ihn an sich.

Szene 9 - Kirisaku Monotachi I (Die Schlitzer Teil 1)

Mit Teresas Kopf unter dem Arm marschiert Clare zurück in die Stadt zu dem Claymore-Mann. Was dann genau passiert, erfahren wir nicht, aber die Organisation kommt Clares Wunsch nach und vereint ihren Körper mit den Überresten Teresas. Und so entsteht eine neue, einzigartige Claymore.

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Vor der Stadt Toriro tauchen mehrere Claymores auf, um mit einer Ladung Dämonen aufzuräumen. Doch sie kommen zu spät. Clare war schon vorher da und hat nur einen einzigen übrig gelassen, der geflohen ist und draußen vor der Stadt von den anderen erwischt wurde. Deswegen muß Clare sich einige Vorwürfe anhören.

Anders als gedacht war in der Stadt auch kein gefräßiger Fresser, sondern nur fünf normale Youmas, sodaß Clare den Auftrag ohne weiteres alleine erledigen konnte. Die drei anderen machen auf der Stelle kehrt und marschieren wieder von dannen. In der Nacht treffen sich Clare und der Claymore-Mann, und der fragt sie, was sie gemacht hätte, wenn es nun doch ein gefräßiger Fresser gewesen wäre. Denn das, was Clare in der heiligen Stadt Rabona bekämpft hat, war keineswegs ein solcher, sondern nur ein sehr alter, erfahrener und starker, aber normaler Youma gewesen. Ein echter gefräßiger Fresser ist von ganz anderem Kaliber. "Erwachter" wäre der passendere Ausdruck, und sowas hat Clare ja schon mal erlebt, damals, als Teresa fiel. Daß sie gegen sowas keine Chance hätte, glaubt sie dem Mann aufs Wort.

Der Begriff "gefräßiger Fresser" ist nur für die Öffentlichkeit, damit keiner auf die Idee kommt, daß in Wirklichkeit die Claymore-Organisation selbst für diese Monstren verantwortlich ist. Allerdings - insgeheim hat Clare sich vorgenommen, Teresa zu rächen und Priscilla zu töten, auch wenn es im Moment nicht so aussieht, daß sie das auch könnte. Ganz davon abgesehen, daß kein Mensch weiß, wo Priscilla zur Zeit steckt.

Die Organisation unternimmt normalerweise nichts gegen Erwachte, solange sie nicht einen direkten Auftrag dazu bekommt, genauso wie sie es auch bei normalen Youmas macht. Falls sie aber doch den Auftrag bekäme, Priscilla zur Strecke zu bringen, dann müßte die komplette Organisation antreten.

Der Mann erfüllt aber Clares unausgesprochenen Wunsch und kommandiert sie zu einer Gruppe ab, die Erwachte jagt. Da gibt es nämlich einen Auftrag aus dem Westen.

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Das Jagdkommando trifft sich unter ziemlich konspirativen Umständen. Clare wird nicht gerade warm empfangen, unter anderem, weil sie Raki dabei hat. Neben Clare sind es drei weitere Claymores: Helen, Deneve und die Anführerin Miria. Es sind übrigens dieselben, denen Clare schon mal kurz in Toriro begegnet ist. Miria ist nicht so heißblütig wie Deneve und Helen, und erklärt Clare die Lage. Das Ziel steckt in den Bergen von Paburo, und morgen geht es los. Dann stellen sich alle einander offiziell vor.

Miria hat die Nummer 6 und schon ziemlich oft gefräßige Fresser gejagt. Helen hat die Nummer 22 und es ist ihre erste derartige Jagd. Deneve ist die Nummer 15 mit zwei Jagden. Und Clare ist mit 47 die rangniedrigste aller Claymores, und echte gefräßige Fresser hat sie noch nie gejagt. Also erwarten die anderen nicht viel von ihr. Und Raki gibt es einiges zu denken, als er das hört.

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Miria, Deneve und Helen

Es regnet in Strömen, als die Gruppe sich am folgenden Tag in Marsch setzt. Miria und die anderen überlegen sich, was die Organisation sich wohl dabei gedacht haben mag, ihrer Gruppe ausgerechnet die schwächste Claymore zuzuteilen. Aber da es nun mal so befohlen wurde, wird es jetzt auch so gemacht.

Die erste Nacht verbringen die Vier in einer Höhle. Miria schnappt sich Clare, nimmt sie mit nach draußen und teste mal, was sie so drauf hat. Es ist enttäuschend wenig.

Und Clare ist wohl selbst peinlich berührt von ihrer armseligen Leistung. In der Nacht träumt sie von Teresa.

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Der Marsch geht durch eine wilde und romantische, völlig menschenleere Berglandschaft.

Bis sie dann irgendwann einem Mann begegnen, der sie anscheinend erwartet hat. Er ist aus der Stadt Lido, von wo der Auftrag ergangen ist.

Miria durchschaut die Tarnung allerdings - der Mann ist ein Youma. Genauer gesagt: er ist der gefräßige Fresser, den sie töten sollen. Doch schon der Auftakt geht gründlich schief, denn der Dämon streckt Miria nieder und sie hat große Zweifel, daß sie mit ihrer Truppe einen so starken Erwachten besiegen kann.

Und was die Claymores am meisten überrascht: daß dieser Erwachte männlich ist.

Szene 10 - Kirisaku Monotachi II (Die Schlitzer Teil 2)

Die Claymore-Organisation hat sich durchaus etwas dabei gedacht, Clare dem Jagdkommando zuzuteilen. Und mithilfe einer äußerst talentierten Claymore namens Galatea beobachtet einer der Männer, ein gewisser Ermita, aus großem Abstand den Kampf.

Der verläuft alles andere als gut für unsere vier Heldinnen. Denn als nächstes reißt der Youma Deneve einen Arm heraus und frißt ihn. Deneve stürzt in eine Schlucht und ist erst mal weg.

Helen erweckt daraufhin einen Teil ihrer eigenen Youma-Kräfte und hackt dem Dämon seine Arme ab, doch die wachsen sofort wieder fest. Allerdings ist auch Deneves Arm wieder nachgewachsen, und so kann sie erneut eingreifen. Mit sicherem Blick schätzt Miria ein, daß die beiden über ziemlich ungewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Und die kommen, wenn eine Claymore viel Kampferfahrung hat.

Zwischendurch erfahren wir, wie es überhaupt männliche Erwachte geben kann. Früher nämlich gab es sehr wohl auch männliche Claymores, und von denen gingen natürlich einige über die Grenze und wurden zu Erwachten. Generell erwiesen sich männliche Claymores aber als viel instabiler als weibliche, sodaß man ihre Produktion alsbald einstellte. Aber ein paar "Altlasten" gibt es noch, wie Miria, Clare und die anderen hier schmerzlich zu spüren bekommen.

Clare wurde erst mal zum Zuschauen verknackt, die drei anderen aber geben alles, ohne jedoch einen Treffer landen zu können. Im Gegenteil erweist der Youma sich als weit überlegen und macht die Claymores fertig. Miria hebt er sich für den Schluß auf, doch die hat auch ein paar nette Tricks auf Lager. Sie kann zum Beispiel durch extrem schnelle Bewegungen so eine Art Illusionen erzeugen und vorspiegeln woanders zu sein als sie tatsächlich ist. Das nutzt sie aus, um erst mal ihre Gefährtinnen einzusammeln und in Sicherheit zu bringen. Die leben nämlich noch, auch wenn sie so bald nicht mehr werden kämpfen können.

Miria und Clare erledigen einen Erwachten

Dann tritt sie allein gegen den Youma an und verpaßt ihr einige schwere Treffer. Allerdings ist die Youma-Kraft, die sie dafür freisetzt, auch für sie selbst ziemlich gefährlich, was ihr Gegner ganz genau weiß. Nachdem Miria dann ihr ganzes Pulver verschossen hat, fängt der Erwachte sie ein und beginnt, sie langsam zu Tode zu quälen. Helen, die inzwischen wieder bei Bewußtsein ist, versucht, Miria zu Hilfe zu kommen, doch nach dem ersten Schritt bricht sie bereits zusammen. Und Deneve ist immer noch bewußtlos.

Clare aber ist wieder einsatzfähig, nimmt ihr Schwert und geht los. Der Dämon verspottet sie, daß sie mit ihrem Mini-Youki es überhaupt wagt, ihm unter die Augen zu treten. Doch auch Clare hat einen netten Trick drauf. Sie kann nämlich ihr Youki soweit herunterdrehen, daß sie für den Dämon in gewisser Weise unsichtbar ist. Er trifft sie einfach nicht mehr, was ihn (und Clares Kameradinnen) völlig aus dem Konzept bringt.

Ganz langsam, Schritt für Schritt, geht Clare dem Dämon entgegen, während sie gleichzeitig sein Youki liest und somit schon vorher weiß, wo sein nächster Schlag hingeht. Gegen Miria konnte sie beim Testkampf damit nicht punkten, weil diese ihr Youki verborgen hatte. Der Dämon hier aber macht genau das Gegenteil, und so ist es für Clare besonders leicht.

Pech für sie ist, daß der einzig wirklich wichtige Teil des Youmas sein Kopf ist. Und der ist extrem hart gepanzert. Clares Schwert kommt nicht durch! Und das gibt dem Youma eine wundervolle Gelegenheit zurückzuschlagen. Allerdings ist er schon ziemlich zerstückelt, und Miria ist inzwischen wieder kampffähig. Und so findet dieser Erwachte unerwarteterweise sein Ende.

Szene 11 - Kirisaku Monotachi III (Die Schlitzer Teil 3)

Raki, der in der Stadt zurückgeblieben ist, macht sich um Clare große Sorgen. Und das nicht ganz zu Unrecht, denn sie und die drei anderen haben einiges abbekommen. Immerhin haben sie den Kampf siegreich für sich entschieden. Dies berichtet Galatea Ermita, und der ist sehr überrascht. Offenbar hat er fest mit dem Tod der vier Claymores gerechnet.

Deneves Leben steht allerdings auf der Kippe. Miria sieht sich ihre Wunden an und meint, sie würde es aber wohl doch schaffen. Dann fragt sie Helen und Clare, ob sie schon mal nahe am Erwachen gewesen seien. Denn sowas färbt auf eine Claymore in mehrerer Hinsicht ab.

Clare war in der Tat schon mal an der Grenze beziehungsweise schon darüber. Auch Helen hatte schon diese Erfahrung und berichtet, daß das wohl auch für ihre Freundin Deneve zutrifft. Und es ist nicht verwunderlich, daß auch Miria solches zu berichten hat. Außerdem sind alle vier in der Claymore-Organisation als "schwierig" bekannt. Und da Miria ein ziemlich kluges Köpfchen hat, zieht sie daraus einige Schlußfolgerungen, die nicht sehr erfreulich sind. Womöglich sollten sie hier absichtlich entsorgt werden, sprich im Kampf gegen diesen Erwachten fallen.

Miria, Helen, Clare und Deneve schwören einander Freundschaft

In der Tat hat Miria ziemlich starke persönliche Gründe, die Claymore-Organisation zu hassen, und hat ihr heimlich den Kampf geschworen. Dieses offenbart sie nun Clare und Helen, was ein ziemliches Risiko ist. Doch ihre Gefühle fallen bei Clare und Helen (Deneve ist immer noch bewußtlos) durchaus auf fruchtbaren Boden. Schließlich sollten sie wahrscheinlich alle vier hier in den sicheren Tod geschickt werden, und das gibt ihnen schon zu denken.

Mirias Überlegungen gehen sogar noch weiter. Wie es aussieht, sind sie alle vier halb erwacht. Sie haben Fähigkeiten bekommen, über die keine normale Claymore verfügt. Normalerweise erfolgt das Erwachen ziemlich schlagartig, aber sie sind sozusagen auf halbem Weg stehengeblieben. Deneve, die inzwischen wieder zu sich gekommen ist, pflichtet Miria bei, denn sie spürt in sich dasselbe.

Damit stellt sich nun die Frage, was sie in Zukunft machen sollen. Das weiß Miria aber leider auch nicht. Deneve kommt auf die Idee, das Erwachen mal zu testen. Sie setzt also ihr gesamtes Youki frei und heilt ihre schweren Verletzungen. Und dann hält sie an und verwandelt sich wieder zurück. Es klappt also wirklich.

*

Die vier beschließen, in ihre jeweiligen Gebiete zurückzukehren und sich nach außen nichts anmerken zu lassen. Sie werden in Zukunft sogar besonders brav sein. Miria warnt sie trotzdem vor den fünf stärksten Claymores (1: Alicia, 2: Beth, 3: Galatea, 4: Ophelia (extrem gefährlich), 5: Rafaela). Denn man weiß ja nie, ob es nicht doch mal zu einem Kampf kommt. Und in so einem Fall hat keine von ihnen eine Chance gegen die fünf Ranghöchsten.

Doch bevor sich ihre Wege nun trennen, gründen sie, ohne viele Worte zu machen, einen Bund der Freundschaft.

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Clare hat Raki versprochen zurückzukehren. Und sie kehrt zurück!

Szene 12 - Hatenaki Bohyou I (Endlose Grabpfeiler Teil 1)

Clare geht wieder ihrer normalen Arbeit nach, macht diese sehr gut, ist auch nicht mehr aufsässig und wird dafür von dem Mann von der Organisation gelobt. Dann bekommt sie einen neuen Auftrag. Im Norden, in der Stadt Gonahl, soll sie einen Erwachten jagen. Leider ist es nicht Priscilla.

*

Raki übt fleißig mit seinem Schwert. Er und Clare sind bereits nahe an Gonahl, doch Clare befiehlt ihm, erst mal hier zu bleiben, bis sie wieder zurückkommt. Und so geht sie allein in die Stadt

Gonahl ist eine verlassene Trümmerwüste, in der etwas unheimliches vorgeht. Und dieses unheimliche hört auf den Namen Ophelia, und die ist fast schlimmer als ein Erwachter. Als erstes quält sie Clare ein bißchen. Raki, der Clare gefolgt ist, zieht sein Schwert und wirft sich dazwischen, um Clare zu beschützen, was er nicht hätte tun sollen, denn Ophelia haut Clare die Beine ab und spielt dann ein bißchen mit ihm.

eine Erwachte

Clare kann ihre Beine natürlich wieder festwachsen lassen, aber das dauert ein paar Minuten, und das wird für Raki ziemlich knapp.

Gerettet werden er und Clare ausgerechnet durch die Erwachte, die in der Gestalt eines kleinen Mädchens den Schlachtplatz betritt. Rakis Glück währt allerdings nicht lange, denn die Erwachte will ihn sogleich auffressen und verwandelt sich in ihre wahre Form. Ophelia wirft ihr Raki vor, um Clare noch ein bißchen mehr zu quälen. Sie sei viel zu schwach, um den Jungen zu beschützen.

Das aber stimmt nicht. In ihr steckt einiges mehr, als Ophelia gedacht hat, und so schnappt sie Raki der Erwachten noch zwischen den Zähnen heraus wieder weg. Sie beschließt dann, von hier zu verschwinden, denn Ophelia hat keinen Zweifel daran gelassen, daß sie sie alle töten wird: die Erwachte, Raki und Clare.

Die Erwachte verschafft den beiden einen Vorsprung, denn nachdem ihr Raki durch die Lappen gegangen ist, hält sie sich an Ophelia schadlos. Allerdings soll man ein Monster wie Ophelia nicht unterschätzen. Wenige Augenblicks später ist die Erwachte tot.

Clare setzt Raki irgendwo im finsteren Wald ab. Wahrscheinlich ist er mehr oder weniger in Sicherheit, denn Ophelia wird wahrscheinlich sie jagen und nicht einen kleinen Fisch wie Raki.

Es wird eine Zeitlang dauern, bis die beiden sich wiedersehen, aber zum Abschied versprechen sie einander, bis dahin am Leben zu bleiben.

Szene 13 - Hatenaki Bohyou II (Endlose Grabpfeiler Teil 2)

Am Rande einer tiefen Schlucht stellt Ophelia Clare. Der Kampf verläuft nicht so einseitig, wie man vielleicht denken könnte, und Ophelia ist hoch erfreut. Doch im Grunde hat Clare gegen sie keine echte Chance. Sie kann zwar den Fluß von Ophelias Youki lesen, nur nützt ihr das nichts. Getroffen und in Stücke geschnitten wird sie trotzdem.

Mit einem Arm weniger stürzt sie schließlich in den Fluß, der in der Tiefe fließt.

Tot ist sie allerdings noch nicht ganz, aber leider weiß Ophelia das auch und liest Clare, als sie irgendwo ans Ufer gespült wird, wieder auf. Clare hat ihren Arm dabei, doch als erstes macht Ophelia daraus mal Hackfleisch, sodaß Clare keine Chance hat, ihn sich wieder anwachsen zu lassen.

Damit sieht Clare ihrem todsicheren Ende entgegen. Doch da bekommt sie unerwartete Hilfe. Eine geheimnisvolle Gestalt erscheint am Waldrand. Zu Clares großer Überraschung kann die Fremde Ophelias wütenden Angriffen nicht nur standhalten, sondern sie sogar auf sehr eindrucksvolle Weise in die Flucht schlagen.

Schließlich erkennt Clare die Frau: es ist Irene, die damals das Exekutionskommando gegen Teresa anführte.

*

Clare kämpft gegen Ophelia

Clare erwacht eine Woche später in einem warmen Bett. Irene ist damals desertiert und hat sich irgendwo tief in der Wildnis versteckt. Und jetzt hat sie Clare gerettet und bei sich aufgenommen. Denn sie weiß mehr oder weniger, wen sie da vor sich hat. In Clares Adern strömt Teresas Blut.

Nachdem Clare gegessen hat, verlangt sie nach ihrem Schwert. Doch ohne ihren rechten Arm kann sie nicht mehr kämpfen, was sie im Grunde genauso gut weiß wie Irene. Auch wenn sie noch in einem Stück wäre, hätte sie gegen Priscilla nicht die Spur einer Chance. Selbst ein ganzen Jagdkommando würde gegen Priscilla nicht bestehen können.

Irene erinnert Clare daran, wie die damals gerade erwachte Priscilla das ganze Kommando auslöschte. Mit viel Glück überstand Irene es, doch die Angst vor dem Tod brachte sie dazu sich tief in der Wildnis zu verstecken und ihr Youki so sehr zu unterdrücken, daß niemand sie finden konnte. Clare jedoch empfindet nicht so. Sie will Priscillas Kopf, komme was da wolle. Das ist es, was sie im Innersten antreibt.

Irene ist beeindruckt. Beide haben dasselbe erlebt, aber genau das Gegenteil daraus gemacht. Clare stürmte vorwärt, Irene zog sich zurück. Und jetzt erklärt sie sich bereit, Clare das Kousokuken ("kousoku" kann, je nachdem, mit welchen Kanji es geschrieben wird "hohe Geschwindigkeit" oder "Lichtgeschwindigkeit" heißen, "ken" ist "Schwert") beizubringen, ihre Technik des unsichtbaren Schwertes, gegen das nicht mal Ophelia etwas auszurichten vermochte.

Apropos Ophelia. Die erwacht gerade und verwandelt sich in ein Monster. Innerlich war sie ja schon vorher eins, jetzt ist es auch von außen zu sehen.

*

Clare tut sich sehr schwer damit, Irenes Technik zu lernen. Daß sie nur ein Viertel-Youma ist, macht sich mal wieder schmerzlich bemerkbar.

Szene 14 - Tatakau Shikaku (Die Qualifikation zu kämpfen)

Clare trainiert wie besessen. Aber sie erreicht Irenes Niveau nicht mal annähernd. Davon abgesehen kümmert Irene sich sehr um sie.

Abends, beim gemütlichen Lagerfeuer, reden die beiden über damals. Clare meint, Irene habe sich überhaupt nicht verändert, woraufhin die antwortet, Claymores würden nun mal nicht altern. Die Erinnerungen an Teresa sind für Clare recht schmerzlich, aber Irene tröstet sie: auch wenn ihre gemeinsame Zeit nur kurz war, war Teresa glücklich. Und, für Claymores noch wichtiger, sie war menschlich.

Irene trainiert Clare

*

Clares Training ist nicht umsonst, wenn sie auch Irenes Stärke nie erreichen können wird. Das liegt auch daran, daß man für die Kousokuken-Technik innerlich völlig ruhig sein muß. In Clares Herzen aber brennt ein beständiges Feuer, sodaß sich diese Technik nicht wirklich für sie eignet, was Irene ihr auch klipp und klar sagt. Immerhin hat sie durchaus etwas gelernt.

Und dann macht Irene Clare ein sehr außergewöhnliches und wertvolles Geschenk. Sie schneidet sich ihren Arm ab und gibt ihn Clare, die ihn sich festwachsen läßt und ihn von nun an benutzen kann wie ihren eigenen. (Die nach Organtransplantationen sonst üblichen Immunreaktionen sind für Wesen wie Claymores offenbar kein Thema.) Mit Irenes Arm wird Clare die Blitzschwert-Technik besser benutzen können. Irene ist der Meinung, das werde Clare bald dringend brauchen.

Dann verabschiedet sie Clare und schickt sie wieder auf ihren Weg, der sie alsbald zu einem interessanten Gegner führen wird. Irene allerdings bekommt kurz darauf Besuch von einer einäugigen Claymore namens Raphaela, deren Auftrag es ist, sie zu exekutieren. Was dann geschieht, erfahren wir nicht, aber man kann davon ausgehen, daß es Raphaela ihren Auftrag durchführt.

*

Ophelia hat sich in ein nettes, riesiges Monster transformiert, und diesem läuft Clare nun genau in die Arme. Clare ist erstaunt, daß Ophelia anscheinend gar nicht mitbekommen hat, in was sie sich verwandelt hat. Jedenfalls hat sie Hunger, und Clare wäre eine sehr willkommene Mahlzeit. Trotz Clares Gegenwehr beißt sie ein Stück aus ihr heraus, aber es schmeckt ihr nicht. Sie beschließt, sie im See zu ersäufen und dann erst zu fressen, weil sie ihr dann vielleicht besser schmeckt.

Doch da sieht Ophelia im Wasser ihr Spiegelbild und ist völlig schockiert. Nun wird ihr klar, daß sie erwacht ist, und das schockiert sie noch mehr. Clare nutzt die Chance, erst mal aus dem nassen Grab zu fliehen.

Die Kousokuken-Technik, die sie von Irene gelernt hat und dank ihres Arms auch gut anwenden kann, macht sich im Kampf gegen Ophelia sehr nützlich. Wobei Ophelia letztlich sogar froh ist, auf diese Weise sterben zu können. Soviel von ihrer menschlichen Seele hat sie immerhin noch. Allerdings wäre sie nicht Ophelia, wenn sie daraus nicht noch eine schräge Inszenierung machen würde. Übrigens haben die beiden inzwischen festgestellt, daß sie einen gemeinsamen Feind haben, nämlich Priscilla, die anscheinend ihrer beider Leben entscheidend beeinflußt hat.

Wie auch immer, Clare tötet sie schließlich doch. Zum Abschied gibt Ophelia Clare mit auf den Weg, Priscilla zur Strecke zu bringen, sonst käme sie als Geist zurück, um sie zu bestrafen.

Szene 15 - Majo no Agito I (Der Schlund der Hexe Teil 1)

Die Organisation stellt fest, daß Nummer 47 seit der Mission in Gonahl verschwunden ist, und das ist jetzt 3 Monate her. Was man inzwischen gefunden hat ist die Leiche von Nummer 4 (Ophelia). Da es normalerweise völlig unmöglich ist, daß Clare Ophelia erlegt hat, hält der Claymore-Boss (oder was dieser geheimnisvolle Mann auch immer genau sein mag), es für entscheidend wichtig, Clares Tod unzweifelhaft zu bestätigen oder sie aufzuspüren, falls sie doch noch am Leben sein sollte. Er vergibt diesen Auftrag an Ermita.

*

Der Brunnen in Hanel

Anscheinend hat Clare noch ein paar von den Pillen, die ihr Youki soweit unterdrücken, daß sie wie ein Mensch wirkt. So ist sie zur Zeit unterwegs auf der Suche nach Raki. Irgendwann erreicht sie eine Stadt namens Hanel. Dort ist immer viel los, vielleicht hat ihn da jemand gesehen.

In der Stadt nimmt sie ein Zimmer und trifft dabei auf einen sehr hilfsbereiten Herbergsvater. Der macht ihr allerdings nicht viel Hoffnung. In der Zeit, in der sie leben, stehen die Chancen nicht gut, jemanden wiederzufinden, der verlorengegangen ist. Dafür hat er einen anderen wertvollen Hinweis: in Hanel halten sich gerade vier Claymores auf. Anscheinend lebt in den nahen Zakol-Bergen ein sehr mächtiger Dämon, den sie jagen sollen.

Normalerweise würde Clare die Anwesenheit anderer Claymores schon von weitem spüren. Wegen der Pillen kann sie das im Moment aber nicht. Immerhin können die anderen auch sie nicht spüren. Als sie zum Fenster hinausschaut, sieht sie die vier gerade die Stadt verlassen.

*

Am nächsten Tag grast Clare schon früh die Stadt ab und fragt jeden, der ihr über den Weg läuft, nach ihrem "kleinen Bruder", zu erkennen daran, daß er ein großes Schwert bei sich trägt.

Eine Spur von Raki findet sie zwar nicht, dafür aber etwas anderes nettes. Auf dem Hauptplatz von Hanel steht ein großer Springbrunnen, gekrönt von den Statuen der Göttinnen Teresa und Clare. Davor stehen ein Junge und ein Mädchen und streiten sich über einen Typen, der sie vor kurzem anscheinend mal gefragt hat, welche von den beiden Statuen Clare sei. Denn die beiden sind sich darüber selbst nicht einig. Damit hat Clare endlich ein Lebenszeichen von Raki, denn die Beschreibung, die das Mädchen ihr gibt, paßt exakt. Leider war das schon vor 10 Tagen. Aber immerhin weiß Clare jetzt, daß Raki noch lebt, und darüber ist sie äußerst glücklich.

Die weitere Suche nach Raki muß aber erst mal ein bißchen warten, denn als nächstes betritt jemand anderes die Stadt. Es ist eine der vier kürzlich ausgerückten Claymore, oder zumindest der größere Teil von ihr. Clare eilt zu ihr und erfährt, daß die anderen drei noch am Leben seien. Noch. Und daß der übermächtige Feind etwas plane.

Dann stirbt die Claymore.

Clare bittet die Leute von Hanel, sie anständig zu begraben. Dann macht sie sich auf den Weg.

*

Die vier Claymores, von denen nur eine zurückkehrte, sind dem Feind in einer tiefen Höhle entgegengetreten. Und dort stecken sie jetzt immer noch und werden langsam zu Tode gequält. Jedoch ist nicht der Tod das Ziel der Erwachten, die im Moment wie ein junges Mädchen aussieht. Sondern sie will, daß die drei anderen unter den Schmerzen zusammenbrechen und ebenfalls erwachen.

Eine der drei hat die Torturen nicht überstanden und liegt in einer Ecke kurz vor dem Sterben. Jeane leistet noch Widerstand. Bei der dritten, Katja, scheint der Plan aber aufzugehen. Sie erwacht tatsächlich, und die Erwachte läßt ihren Diener Dafu ihre Stärke testen. Doch da Katja einen ziemlich niedrigen Rang hatte, ist sie auch als Erwachte nicht besonders stark. Vor Jeanes Augen wird Katja von Dafu entsorgt, d.h. zu Matsch zerschlagen.

*

Draußen läuft Clare einer Gruppe normaler Youmas in die Arme, die anscheinend ebenfalls Diener der Erwachten sind. Da sie sich ganz anders verhalten als normalerweise, kommt Clare schnell dahinter, was hier gespielt wird.

Als sie die Höhle erreicht, gibt die Erwachte ihrem Dafu die Erlaubnis, mit Clare zu machen, was ihm Spaß macht. Clare hört Jeans Schreie und betritt die Höhle.

Szene 16 - Majo no Agito II (Der Schlund der Hexe Teil 2)

Eine Ladung Dämonen heißt Clare in der Höhle willkommen. Da überall erratische Flüsse von Youki herumschwirren, tut sie sich schwer, den Feind zu orten. Immerhin sind normale Youmas kein Gegner für sie. Mit Dafu sieht das allerdings ein bißchen anders aus.

Dafu hat allerdings ein kleines Problem: er hat sich so stark vergrößert, daß er sich in der Höhle, obwohl diese nicht gerade klein ist, nicht mehr frei bewegen kann. Es kommt zu einem etwas seltsamen Kampf, bei dem Clare allerdings enttäuschend wenig gegen Dafu ausrichten kann. Gerade als er sich Clare geschnappt hat um nachzusehen, ob sie ein Mann oder eine Frau ist, kommt Galatea hereinspaziert. Anscheinend war sie auf der Suche nach Clare. Nun, offenbar hat sie sie gefunden und Clare ist alarmiert. Ist sie hinter ihr her?

Clare

Wie auch immer, Galatea nimmt Dafu Clare ab und marschiert mit ihr davon. Mit seinen unheimlichen Geschossen kann Dafu sie nicht treffen. Doch er kommt auf eine clevere Idee: er schießt auf die Höhlendecke und bringt sie zum Einsturz. Das nützt ihm aber trotzdem nicht viel. Galatea kann jetzt zwar nicht mehr fliehen, zumindest nicht so schnell, aber ausrichten kann Dafu gegen sie immer noch nichts. Dafür setzt Galatea ihm ganz ordentlich zu. Clare kann nur staunend zusehen.

Da erscheint die Erwachte, um zu verhindern, daß ihr Diener getötet wird. Eigentlich reicht es schon, daß sie Dafu erklärt, wie er Galateas unheimliche Deflektionstechnik überwindet. Und so dauert es nicht lange, dann hat er sie. Doch da kommt Clare ihr zu Hilfe.

Die Erwachte ist ziemlich überrascht über diese Wendung und beobachtet mit großem Interesse, ob es Clare gelingt, sich wieder zurückzuverwandeln. Dabei hilf nun wieder Galatea ihr mit ihrer Fähigkeit, Youki zu manipulieren. Allerdings ist sie selbst überrascht, daß das geklappt hat. Jedenfalls weiß sie nun, warum die Organisation an Clare so interessiert ist.

Die Erwachte ist zwar enttäuscht, daß Clare nun doch nicht erwacht ist, aber sie ist von den beiden sehr beeindruckt und will sie jetzt erst Recht haben.

*

Galatea erklärt Clare, wen sie da eigentlich vor sich haben. In der langen Geschichte der Organisation gab es drei Fälle, in denen die Nummer 1 erwachte: ein Mann und zwei Frauen. Man nennt sie die drei Mächtigen, und sie sind unter den Erwachten die Stärksten. Um sich nicht in die Quere zu kommen, gingen sie in verschiedene Länder und hielten untereinander Frieden. Und die Mächtige, mit der sie es hier zu tun haben, ist Riful aus dem Westen.

Riful war die erste (weibliche) Nummer 1 der Organisation überhaupt. Sie erreichte diesen Rang schon in sehr jungen Jahren und erwachte dann schließlich.

Riful erklärt den beiden dann, worum es eigentlich geht. Der Mächtige des Nordens scheint auf Krieg aus zu sein, deswegen haben sie alle drei damit begonnen, Verbündete zu suchen. Und deswegen will Riful, daß Clare und Galatea erwachen - um sie ihrer Armee zuzufügen.

Was Riful weiter zu berichten hat, läßt Clare sehr hellhörig werden. Denn offenbar hat Priscilla im Norden für erhebliche Unruhe gesorgt, was wohl der Anstoß für diese Veränderungen war. Riful selbst war es gerade ein bißchen langweilig, also beschloß sie, die Kriegserklärung anzunehmen. Als Clare das hört, werden ihre Augen orange, und sie will von Riful wissen, wie der Typ im Norden heißt und wo sie Priscilla findet.

Riful antwortet, wenn Clare es schaffe, sie einmal zu treffen, werde sie es ihr sagen. Und so beginnt der nächste Kampf. Der allerdings durch Galatea recht schnell beendet wird, bevor Clare außer Kontrolle gerät und erwacht.

Galatea hat einen Plan, wie sie hier vielleicht herauskommen. Dazu brauchen sie aber Jeane, die immer noch am Leben ist. Am Leben und noch nicht erwacht, aber ganz kurz davor.

Galatea nimmt sich Dafu vor und schickt Clare zu Jeane. Doch die kommt zu spät. Jeane hat die Grenze schon überschritten.

Szene 17 - Majo no Agito III (Der Schlund der Hexe Teil 3)

Jeane hat sich in etwas sehr interessantes verwandelt. Immerhin ist sie noch ansprechbar und bittet Clare, sie zu töten. Doch Clare tut es nicht. Sie drückt Jeane ganz fest an sich und versucht, sie zurückzubringen, so wie damals in Szene 4 Raki sie.

Es klappt. Jeane, die schon mit dem Leben abgeschlossen hatte, ist wieder sie selbst, auch wenn sie es noch gar nicht glauben kann. Zeit für Muße bleibt jedoch nicht, schließlich befinden sich alle drei mitten in einem Kampf auf Leben und Tod.

Clare und Jeane kommen gerade noch rechtzeitig, um Galatea zu retten. Denn Dafu ist ein verdammt harter Gegner. Jeane bietet Galatea und Clare an, Dafu und Riful aufzuhalten, um ihnen die Flucht zu ermöglichen. Sie schuldet Clare ihr Leben und ist bereit, es jederzeit hinzugeben, wann immer Clare es für richtig hält. Galatea ist allerdings der Meinung, daß sie, wenn überhaupt, nur zu dritt gegen Dafu eine Chance hätten. Sie und Clare werden nun also versuchen, Dafus Bewegungen aufzuhalten, damit Jeane ihm den Kopf abschlagen kann. Daran haben Clare und Galatea sich selbst auch schon versucht, aber Dafus gepanzerte Haut ist dafür zu widerstandsfähig. Jeane führt jedoch die stärksten Schwerthiebe aller Claymores. Wenn es überhaupt einer schaffen kann, dann sie.

Riful schaut dem ganzen höchst interessiert zu. Zu zweit vermöbeln Galatea und Clare Dafu ganz ordentlich. Nur können sie ihn nicht töten. Derweil spannt Jeane ihren rechten Arm. Sie zieht ihn auf wie eine Feder. 21 Umdrehungen schafft sie, dann saust sie los.

Leider schaffen sie es nicht, Dafu schlägt sie alle nieder.

Clare scheint Riful erwischt zu haben

Riful hält den Kampf für beendet. Bis Clare wieder aufsteht.

Clare liefert Dafu einen beeindruckenden Kampf, und dann stößt Jeane ein zweites Mal zu. Und diesmal trifft sie und bohrt sich einen Weg mitten durch Dafus Kehle und auf der anderen Seite wieder heraus. Riful kann es kaum glauben.

Sie will allerdings nicht ihren besten Mann verlieren und fängt Jeane ein, bevor sie Dafus Kopf ganz abschlagen kann. Für sie ist es ein Kinderspiel. Clare und Galatea sind ziemlich schockiert, obwohl sie zumindest theoretisch gewußt haben, was für einen Gegner sie da vor sich haben.

Da jagt Clare ihr Schwert durch Rifus Kopf. Auch das beeindruckt dieses Wesen nicht, aber sie hatte Clare versprochen, ihr ein paar Fragen zu beantworten, wenn sie sie mindestens einmal trifft.

Die drei Claymores finden sich draußen wieder. Vor ihnen steht Riful in ihrer wahren Form. Sie ist ein riesiges Ungeheuer mit rot glühenden Augen. Bevor sie sich verabschiedet, löst sie noch ihr Versprechen ein und verrät Clare den Namen des Mächtigen des Nordlandes Alphonse: Easley. Und falls sie den Wunsch verspüren sollten, Easley zu besiegen, sollten sie sich ihr anschließen.

Dann löst Riful sich auf und ist verschwunden.

Clare ist ziemlich verzweifelt. Wie soll sie gegen solch ein Wesen etwas ausrichten können?

Galatea hat nun den Auftrag, Clare zur Organisation zurückzubringen. Clare will vorher aber noch was erledigen. Jeane stellt sich an Clares Seite, und so beschließt Galatea sicherheitshalber, nicht zu kämpfen. Sie geht einfach davon und rät Clare, bis zu ihrer nächsten Begegnung am Leben zu bleiben.

*

Hoch oben in Alphonse, dem Land des ewigen Eises, kämpft eine große Gruppe Claymores gegen einige Erwachte.

Szene 18 - Kita no Senran I (Kriegswirren im Norden Teil 1)

Clare sucht nach Raki, und Jeane folgt ihr. Sie erklärt Clare, ihr Leben gehöre ihr, und sie werde ihr folgen, bis sie ihr etwas von gleichem Wert zurückgeben könne. Clare meint hingegen, Jeane habe eine eventuelle Schuld bereits bezahlt. Denn Jeane hat ihr - unbeabsichtigt - eine höchst interessante Einsicht gelehrt: der Körper kann erwachen und der Geist dabei gleichzeitig noch un-erwacht bleiben. Das war überhaupt der Grund, warum Clare Jeane zurückholen konnte, denn wäre auch ihr Geist schon über die Grenze gegangen, dann wäre das nicht möglich gewesen.

Auf diese Weise kann Clare jetzt von dem Kousokuken, das sie von Irene gelernt hat, viel besseren Gebrauch machen, denn dazu muß man den Arm, der das Schwert führt, erwachen lassen.

Überraschend erscheint der Typ von der Organisation. Wie er die beiden mitten in der Wildnis gefunden hat ... Immerhin erfahren wir jetzt zum ersten Mal seinen Namen: Rubel. Sicherheitshalber hat er Verstärkung mitgebracht, nämlich Raphaela. Jeane fragt alarmiert nach Galatea, und Rubel antwortet, da sie ihre Mission verraten habe, hätte sie sogleich nach ihrer Rückkehr eigentlich exekutiert werden müssen. Da sie aber dafür zu nützlich ist, werde sie für die nächste Zeit auf ein paar Spezialmissionen geschickt.

Für Clare hat Rubel auch einen Auftrag: hoch im Norden sind zahlreiche Erwachte aufgetaucht, und mehrere Claymores haben dort bereits im Kampf ihr Leben lassen müssen. Clare soll nun diese Erwachten auslöschen. Natürlich nicht allein. Es bahnt sich ein größerer Krieg an, soweit man bei einer Truppe von maximal 47 Soldaten von einem Krieg sprechen kann.

Rubel vergißt auch nicht zu erwähnen, daß Raki im Norden gesehen worden sein soll, was Clare die Entscheidung deutlich erleichtert.

*

im Kampf

Auch im Land des ewigen Eises gibt es Städte, in denen ganz normale Menschen leben. Und die fragen sich, was all die vielen Claymores hier auf einmal zu suchen haben. Auch Jeane und Clare haben sich dort eingefunden. Und auch einige alte Bekannte, wie zum Beispiel Deneve und Helen, die sich riesig freuen, Clare lebend wiederzusehen. Sie sind allerdings etwas überrascht, daß sie in Begleitung einer so hochrangigen Kriegerin wie Jeane ist, die immerhin die Nummer 9 trägt. Jeane erklärt die beiden in Kurzform darüber auf, wie es dazu gekommen ist.

Kurz darauf erscheint Nummer 8, Flora, und lädt alle zur Lagebesprechung ein. Bei dieser Gelegenheit sehen sie auch Miria wieder, die den höchsten Rang der Anwesenden und damit auch das Kommando über diesen Einsatz hat.

24 Claymores haben sich in Pieta zusammengefunden, und als erstes teilt Miria sie in Gruppen ein. Viele Erwachte haben sich in Alphonse zusammengefunden, und ihre Mission ist es, sie zu töten. Das macht diejenigen unter den Claymores, die nicht schon solche irrwitzigen Sachen wie Clare erlebt haben, ziemlich nervös. Ein Erwachter ist schon schlimm genug, aber viele? Und seit wann arbeiten diese Monster zusammen? Es gibt aber auch welche wie Nummer 11, Undine, denen es gar nicht schnell genug gehen kann mit dem Kampf.

*

In der Nacht treffen sich Miria, Clare, Helen und Deneve irgendwo draußen, wo sie niemand beobachten kann. Clare hat sich erlaubt Jeane mitzubringen und erklärt den anderen, daß sie gut zu ihrer Gruppe passen würde, nach allem, was mit ihr geschehen ist.

Die Geschichte, die Jeane zu berichten hat, ist in der Tat erstaunlich. Miria fragt Clare dann nach ihrem rechten Arm, doch diesbezüglich hält Clare sich ziemlich bedeckt.

Miria meint, Clares Situation habe sich nicht zum Guten gewandt, aber Clare antwortet, das gelte für alle 24 hier Versammelten, angesichts dessen, was sie vor sich haben. Miria meint ganz trocken, ihre Chancen stünden genau bei 0. Und das nicht wegen der Erwachten, sondern wegen der Macht hinter ihnen. Easley. Was sie auch tun, angesichts dieses Mächtigen ist es bedeutungslos.

Derweil erscheinen draußen vor der Stadt drei Erwachte. Eigentlich sollten sie nur aufklären, aber ein bißchen Kämpfen macht ihnen viel mehr Spaß.

Szene 19 - Kita no Senran II (Kriegswirren im Norden Teil 2)

Bei den verlustreichen Kämpfen fällt Undine durch besonders wagemutige und gefährliche Einsätze auf. Leider gerät sie an einen Dämon, der ihr Youki kontrollieren kann, sodaß sie kurz davor steht, sich mit ihren zwei Schwertern selbst den Kopf abzusäbeln. Dem kann sie aber doch ausweichen und so kommt es zu einem mentalen Duell zwischen ihr und den Dämon, das eine Zeitlang hin und her geht. Schließlich geht der Kampf auf Clare und Deneve über, den den Dämon austricksen und erledigen können. Undine und Flora sind von dieser Leistung ziemlich beeindruckt.

Jeane kämpft gegen einen anderen Youma, der extrem stark gepanzert ist. Doch mit Hilfe ihrer speziellen Schwerttechnik mit dem aufgezogenen Arm tragen sie und ihre Mitkämpferinnen am Ende doch den Sieg davon und hauen den Youma in Scheiben.

Priscilla und Raki

Auch Helen und ihre Gruppe waren siegreich, ebenso Miria.

*

Die Bilanz: alle Claymores haben es überlebt, auch wenn es einige Schwerverletzte gegeben hat.

Undine beschwert sich, daß Miria die fünf Gruppen so eingeteilt hat, daß in jeder neben starken und kampferfahrenen auch schwache und unerfahrene Claymores waren, wobei erwartungsgemäß die Schwachen verletzt wurden. Doch jetzt hat jede der Kriegerinnen Kampferfahrung gesammelt, und die wird sie in nächster Zukunft auch bitter nötig haben.

Miria schickt alle dann zur Ruhe. Für die kommenden Kämpfe müssen sie ihre Kräfte wiederherstellen.

Clare schaut nach oben zu den Schneeflocken und denkt an Raki.

*

Der steht gerade auf einem Friedhof, wo etliche Claymores begraben liegen. Als Grabsteine dienen ihre Schwerter, und Raki sucht auf jedem nach Clares Symbol.

Die Stadt, an deren Rand sich dieser Friedhof befindet, ist ein menschenleerer Trümmerhaufen. Plötzlich sieht er eine Gestalt hinter einer Mauer verschwinden. Es ergibt sich, daß diese Mauer einstürzt und Raki der Person, einem Mädchen, gerade noch das Leben retten kann. Zumindest sieht es so aus. In Wirklichkeit ist das Mädchen Priscilla, und eine einstürzende Wand könnte ihr natürlich nichts anhaben. Doch davon hat Raki natürlich keine Ahnung, und auch das Mädchen sieht völlig normal aus und gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, daß es in Wirklichkeit eine der gefährlichsten Erwachten ist. (Anscheinend hat Clare Raki nie von Priscilla erzählt.)

Tatsächlich weiß Priscilla normalerweise selbst nicht, daß sie ein Monster ist. Sie spricht nicht viel und hat sich einem Reisenden angeschlossen, der sie mitnimmt und auf sie aufpaßt. Und jetzt hat sie Gefallen an Raki gefunden, aber nicht in der Art, wie das bei Youmas üblich ist. Sie ist einfach gern in seiner Nähe.

Also beschließt Raki, sich dieser kleinen Gruppe ebenfalls mal für eine Zeit anzuschließen. Ob er allein oder in Begleitung nach Clare sucht, ist schließlich egal.

Szene 20 - Kita no Senran III (Kriegswirren im Norden Teil 3)

Der Reisende ist sehr freundlich zu Raki, außerdem hat er Pferde zur Hand. Er erzählt, daß wohl Priscillas Eltern von Youmas gefressen wurden (bevor sie zu einer Claymore wurde, natürlich), was Raki ziemlich betroffen macht, denn ihm ist ja das gleiche passiert.

Ein vorbeiziehender Mann warnt den Reisenden und Raki. Sie sollten auf jeden Fall Pieta meiden, denn dort sei im Moment die Hölle los. Als er die Claymores erwähnt, wird Raki aber ganz hellhörig und will sich sofort verabschieden. Doch der Reisende und Priscilla haben anscheinend ein Ziel, das ebenfalls in dieser Richtung liegt, und so können sie doch zusammen reiten.

*

Raki und Easley

Der Weg nach Pieta ist noch weit, und Priscilla erweist sich Raki gegenüber als sehr anhänglich, worüber wiederum der Reisende sehr zufrieden zu sein scheint. Er fragt Raki allerdings, warum er ausgerechnet eine Claymore sucht. Doch für Raki bedeutet Clare nun mal alles, und er will sie beschützen. Der Reisende hält das für sehr nobel, doch hat Raki auch die Fähigkeiten, seinen Wunsch in die Tat umzusetzen? Denn Worte allein sind ein bißchen zu wenig.

Raki ist erstaunt, wie souverän der Mann sein Schwert zu führen versteht, und so bittet er ihn, ihn zu unterrichten, was der Reisende auch gerne tut.

*

In Pieta ist es Nacht, aber die meisten der Claymores können noch nicht schlafen. Viel zu sehr geht ihnen der gerade erst überstandene Kampf auf Leben und Tod im Kopf herum. Undine allerdings schwingt das große Wort und hält die anderen für Angsthasen.

In einem Lagerhaus ist inzwischen das Ersatzmaterial eingetroffen. Die Körper der Claymores stecken einiges weg, ihre Ausrüstung aber nicht, und muß daher von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Deneve geht mal nachsehen und findet in einem Seitenraum Undine, die merklich geschrumpft ist. Normalerweise läuft sie immer mit aufgeblasenen Muskeln herum, aber das ist nur Show, was Deneve nicht entgangen ist. Anders als die vorlaute Undine ist von sehr zurückhaltendem Charakter, aber ziemlich scharfsichtig. Und Undine, die nach außen den großen Zampano gibt, ist innerlich vor Angst geschüttelt. Vor der Angst, die sie mit mehr oder weniger allen Claymores teilt: nicht der zu sterben, sondern der, über die Grenze zu gehen und zu einem Youma zu werden. Deneve selbst weiß schließlich nur zu gut, wovon sie spricht. Und sie kennt auch die traurigen Hintergrundgeschichten, die das Leben einer Claymore stets überschatten: getötete Kameradinnen, die man nicht retten konnte, von Youmas gefressene Angehörige, der Wunsch, die Greueltaten zu rächen, die aber zuletzt doch nur in dem simplen Wunsch, am Leben zu bleiben, enden. Solche Dinge ...

Draußen denkt Clare an Raki, als Flora zu ihr hintritt und sie auffordert mit ihr zu kommen. Anscheinend ist sie auf Clare aufmerksam geworden und würde gerne wissen, wie sie zu ihrem rechten Arm gekommen ist, der ihr offensichtlich nicht gehört. Flora weiß einiges über Teresa und Irene, und Clares rechter Arm könnte sehr wohl der von Irene sein. Und darauf hätte sie gerne von Clare eine Antwort.

Da Clare nicht daran denkt, Irene zu verraten, greift Flora zum Schwert. Wenn schon sonst nichts, will sie wenigstes wissen, ob ihr windschneidendes Schwert besser ist als Irenes Kousokuken. Doch daraus wird nicht, denn Jeane stellt sich dazwischen. Wer sein Schwert gegen Clare richtet, hat bei ihr ganz schlechte Karten.

Daraufhin will Flora Clare aus der Kampfgruppe rauswerfen, weil sie ihr nicht trauen kann. Das öffnet Clares Lippen, zumindest ein bißchen. Sie hat diesen Arm tatsächlich von Irene, aber zumindest ihrer Meinung nach nur geliehen, und irgendwann wird sie ihn ihr zurückgeben (falls sich das nicht inzwischen erledigt hat, wovon man wohl ausgehen muß). Sie wollte Irene, die sich vor der Organisation versteckt und ihr das Leben gerettet hat, nicht verraten, aber zumindest das erzählt sie nun Flora (und Jeane). Und sie erzählt auch, warum sie unbedingt weiterkämpfen will und Irenes Arm angenommen hat: weil sie Priscilla zur Strecke bringen will.

Flora ist erstaunt sowas zu hören. Denn das ist, gelinde gesagt, ein sehr ehrgeiziges Ziel. Immerhin faßt Fora nun zu Clare Zutrauen.

*

Miria betet, daß alle Claymores, die hier zusammen sind, den Krieg überleben mögen. Die Chancen dafür stehen allerdings nicht so gut.

*

Der freundliche Reisende, dem Raki sich angeschlossen hat, ist kein anderer als Easley, der Mächtige des Nordens.

Nachdem Raki so viel trainiert hat, daß er jetzt wie ein Toter schläft, läßt Easley sich von seinem Gefolgsmann Rigardo über die Lage in Pieta berichten. Dann befiehlt er ihm, alle Leute zusammenzurufen. 27 Erwachte hat er unter seinem Kommando, und mit ihnen will er Pieta vernichten.

Szene 21 - Pieta Shinkou I (Invasion in Pieta Teil 1)

Langsam reiten Raki, Priscilla und Easley auf Pieta zu. Easley geht davon aus, daß alles vorbei ist, wenn sie ankommen. Raki versteht das nicht, er hofft jedenfalls, dort endlich Clare wiederzusehen.

In Pieta rücken die nächsten Erwachten gerade an. Es ist eine gewaltige Armee riesiger Dämonen, die entschlossen sind, alles Leben in der Stadt auszulöschen, das der Claymores ganz besonders. Die haben immerhin die Zivilbevölkerung inzwischen evakuiert. Selbst werden sie aber diesmal nicht ungeschoren davonkommen.

Rigardo

Schon beim ersten Schlag erwischt es einige Claymores. Und dann verwandelt sich die ganze Stadt in ein riesiges Schlachtfeld. Immerhin fängt sich die Claymore-Truppe und heizt den Dämonen ganz ordentlich ein.

Von draußen beobachtet Rigardo das Geschehen. Es geht ihm alles viel zu langsam. Seine Dämonen sollten den Claymores so weit überlegen sein, daß diese längst zerschlagen sein müßten. Sind sie aber nicht.

*

Irgendwann stellt Raki fest, daß Priscilla weg ist. Dann ertönt ganz aus der Nähe ein grauenhafter Schrei. Was Raki aber vorfindet ist eine ihm völlig unbekannte Frau, die in Panik davonrennt. Als nächstes sieht er Spuren, die zu einer Höhle führen, und dort bietet sich Raki ein schauderhaftes Bild. Priscilla sitzt völlig nackt auf dem Boden und frißt einen Menschen (oder das, was noch von ihm übrig ist). Jetzt wird Raki so langsam klar, mit wem er da zusammen unterwegs ist, auch wenn er natürlich nicht den Hauch einer Ahnung hat, was Priscilla wirklich ist. Priscilla weiß das übrigens selbst auch nicht, denn meistens erinnert sie sich nicht daran.

Seltsamerweise weint Priscilla bei ihrem Essen bittere Tränen, und so bringt Raki es nicht fertig, sie mit seinem Schwert zu töten. Priscilla ist zwar eine mächtige Dämonin, aber früher war sie ein Mensch und hat genau das erlebt, was in dieser Zeit so viele andere erleben müssen: daß ihre ganze Familie von Youmas aufgefressen wurde.

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Die Claymores stehen gerade mit dem Rücken zur Wand, als alle Dämonen plötzlich abziehen. Dafür kommt ein neuer - Rigardo, der mit den Claymores allein aufräumen will. Schon Rigardos Auftritt ist gut dazu angetan, den Claymores das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. In den ersten paar Sekunden erwischt es zwei Claymores, darunter Undine. Dann fällt Jeane, danach Flora. Ganz gezielt erledigt Rigardo die Anführer. Denn wenn die tot sind, ist der organisierte Widerstand gebrochen.

Szene 22 - Pieta Shinkou II (Invasion in Pieta Teil 2)

Durch Rakis Entdeckung ist die Beziehung zwischen ihm und Priscilla nicht einfacher geworden. Sie liebt ihn immer noch heiß und inniglich, aber er weiß jetzt nicht mehr, was er denken soll. Ist Priscilla ein menschenfressendes Monstrum oder ein verlassenes kleines Mädchen? Soll er sie beschützen oder töten?

Was Easley dazu zu sagen hat, hilft Raki auch nicht viel weiter. Immerhin wird ihm jetzt ziemlich klar, nach welchen Regeln dieses Spiel geht. Mensch - Claymore - Erwachter. Also fragt er Easley, ob man Priscilla nicht wieder in einen Menschen zurückverwandeln kann. Kann man aber nicht. Und braucht man nach Easleys Ansicht auch nicht.

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Rigardos erster Auftritt hat 4 Claymores das Leben gekostet, und es sieht nicht danach aus, als ob es dabei bliebe. Clare ist entschlossen, ihn zu töten, doch er hat an Schwächlingen wie ihr kein ernsthaftes Interesse. Sein Ziel ist die letzte lebende Gruppenführerin, Miria. Doch ganz so einfach wie bei den ersten 4 geht das bei Miria nicht.

Clare

Zwischendurch bekommt Deneve, die eigentlich nur zufällig im Weg stand, eine Ladung ab, die sie fast umbringt. Darüber macht sie sich schwere Selbstvorwürfe. Sie hält sich für eine Schande für den Rang 15, den sie bekleidet. Aber auch Clare ist mit ihrem Körper, dessen Leistungsvermögen für so einen Kampf einfach nicht ausreicht, unzufrieden.

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Easley, Priscilla und Raki sind inzwischen näher an Pieta herangekommen. Raki ist bei Priscilla geblieben. Unterwegs begegnen ihnen Flüchtlinge, die sie dringend davor warnen, nach Pieta zu gehen. Fast durch Zufall erfährt Raki dabei, daß anscheinend auch Clare dort ist. Und damit gibt es für ihn kein Halten mehr. Er läßt Priscilla stehen, verbeugt sich zum Abschied vor Easley und reitet dann los.

Derweil wird es für Miria langsam eng, und Rigardo streckt sie schließlich nieder. Dann will er ihr den Fangstoß geben, doch das verhindert Clare und rettet Miria damit das Leben. Und Rigardo hat auf einmal ganz überraschend einen Arm weniger.

Szene 23 - Rinkaiten I (Der kritische Punkt Teil 1)

Helen und die vielen anderen können kaum glauben, was sie gerade gesehen haben. Rigardo übrigens auch nicht. Clares Trick: sie hat ihre Beine erwachen lassen und so eine raketengleiche Geschwindigkeit erlangt. Rigardo bekommt das schmerzhaft zu spüren. Außerdem hat er nur noch einen Arm, um sich gegen Clares wütende Angriffe zu verteidigen. Und Helen zerschnipselt Rigardos abgeschlagenen Arm in kleine Stückchen und sorgt so dafür, daß er ihn sich nicht wieder ansetzen kann.

Rigardo

Clare hat allerdings auch ein Problem: sie ist so schnell, daß sie ihren "Flug" kaum steuern kann und jedes Mal erst anhält, wenn sie in eine Häuserwand knallt. Das merkt Rigardo natürlich sehr schnell. Und schlimmer noch: Clare ist ihrem Limit damit sehr nahe gekommen. Davon und von Rigardos großspurigen Reden läßt sie sich aber nicht beeindrucken und greift weiter mit stürmischer Wut an.

Etwa zu dieser Zeit erreicht Raki Pieta beziehungsweise das, was noch davon übrig ist.

Clare bringt Rigardo inzwischen ziemlich ins Schwitzen. Sie kämpft mit einem derartig flammenden Haß gegen den Dämon, daß nichts und niemand sie aufhalten kann. Rigardo fängt aber langsam an, Spaß an diesem Kampf zu finden. Seit Easley ist Clare anscheinend seine erste ernsthafte Gegnerin. Jetzt dreht auch er auf, und der Kampf nimmt fast surrealistische Züge an.

Irgendwo in einer Halle liegen die anderen Claymores herum, zumindest die, die noch am Leben sind. Leider ist die einzige, die im Moment noch voll einsatzbereit ist, Helen, und die hat in diesem Irrsinnskampf keine Chance. Immerhin - sie könnte im entscheidenden Moment genau das Zünglein an der Waage sein und hält sich bereit. Da stolpert ihr Raki vor die Füße. Sie kann's nicht glauben, daß noch Zivilisten in der Stadt sind, aber bei Raki verhält sich das ja ein bißchen anders.

Helen verfrachtet ihn in das Lagerhaus, und Miria erinnert sich an ihn. Jetzt fällt es auch Helen wieder ein und sie erklärt Raki, daß seine Clare im Moment nicht in einer Situation ist, in der er ihr irgendwie helfen könnte. Wenn er am Leben bleiben wolle, solle er machen, daß er fortkomme. Doch Raki denkt gar nicht daran wegzulaufen. Er will zu Clare. Also läuft er raus auf den zentralen Platz. Dort steht Clare Rigardo gegenüber, aber ihre Beine sehen anders aus als früher. Und Raki kann sich inzwischen nur zu gut vorstellen, was das bedeutet. Clare wird bald erwachen.

Raki läuft trotzdem nicht weg. Doch dann kommen ihm all die schrecklichen Dinge wieder in den Sinn, die er mit Youmas und Erwachten schon erleben mußte, und er verliert jeden Mut.

Derweil wird es für Rigardo, der Clare schon besiegt und tot glaubte, ziemlich eng.

Und dann haut Clare Rigardo in Stücke.

Szene 24 - Rinkaiten II (Der kritische Punkt Teil 2)

Easley ist äußerst überrascht, daß sein Diener Rigardo besiegt und getötet wurde. Und Priscilla, die neben ihm auf ihrem Pferd sitzt, spürte die Macht von Teresa und fängt an zu schreien. Dann galoppiert sie panikartig davon.

Helen ist ganz aus dem Häuschen. Sie stürmt in die Halle und verkündet allen, was Clare da gerade fertiggebracht hat. Alle freuen sich, doch dazu ist es noch ein bißchen zu früh. Denn Clare geht sozusagen durch. Sie hat bei dem Kampf soviel Youki freigesetzt, daß sie es jetzt nicht mehr unter Kontrolle bekommt. Und bevor sie endgültig über die Grenze geht, will sie, daß Helen sie tötet. Doch die weigert sich entschieden, ihre Freundin umzubringen.

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Jeane

Priscilla ist in Pieta angekommen und geht durch die mit Leichen übersäten Straßen. Szenen aus ihrer Kindheit gehen ihr durch den Sinn, als ein Youma, der die Gestalt ihres Vaters angenommen hatte, vor ihren Augen ihre Familie auffraß und sie ihm dann mit einer Axt den Kopf abschlug. Sie nimmt ein Schwert auf, das auf dem Boden herumliegt. Dann denkt sie an ihren Kampf gegen Teresa, und anscheinend wird ihr erst jetzt klar, welchen Preis sie für ihren Sieg damals bezahlt hat: nämlich, daß sie eine Erwachte wurde, also das, was sie eigentlich am meisten verabscheut.

Teresa ist also an allem Schuld. Clare ist sowas wie Teresa. Also sollte sie sich Clare jetzt schnappen. Weit ist es ja nicht.

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Mit ihren letzten Gedanken ist Clare bei Raki. Der hat sie ja schon einmal zurückgebracht. Diesmal aber nicht. Statt dessen sitzt er in einem Mauseloch und schlottert vor Angst.

Doch dann überlegt Clare es sich anders: Priscilla hat sich in ihre Dämonengestalt verwandelt und will sich jetzt Teresa holen. Zum zweiten Mal. Dann fliegt sie los.

Der bevorstehende Kampf hat einige ferne Zuschauer: Galatea, die festgestellt hat, daß Clare anscheinend erwacht ist, und Easley mit seiner Dämonenarmee. Und Helen, Deneve und Miria sind entschlossen, Clare zu finden. Die ist irgendwo da draußen. Zuerst aber begegnen sie mal Galatea. Die hat allerdings keinerlei feindliche Absichten, sondern warnt die drei. Was von ihnen lieg, wird nicht leicht werden. Und sie informiert sie bei der Gelegenheit auch noch darüber, gegen wen Clare eigentlich kämpft.

*

Anders als gedacht, ist Jeane noch am Leben. Zusammen mit Raki macht sie sich nun ebenfalls auf den Weg zu Clare. Ihre schweren Verletzungen sind noch lange nicht verheilt. Doch davon lassen die beiden sich nicht aufhalten.

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Clare und Priscilla haben sich eine würdige Arena für ihren Kampf gesucht: einen Vulkankrater, der von glühender Lava in tief rotes Licht getaucht wird.

Szene 25 - Dare ga tame ni (Um wessen willen)

Clare fällt über Priscilla genauso wild her wie zuvor über Rigardo, doch sie ist damit ziemlich erfolglos.

Deneve, Miria und Helen sind auf dem Weg zu dem Vulkan. Sie wundern sich, daß Priscilla überhaupt noch am Leben ist und vor allem, wieso Clare sie so inbrünstig haßt. Das allerdings hat Miria herausgefunden, die alte Geschichte mit Teresa, die schließlich von Priscilla getötet wurde. Daß Clare kein Halb-Youma ist wie alle anderen, sondern aus einer Kreuzung eines Menschen mit einer Claymore - eben Teresa - erzeugt wurde, wußten Helen und Deneve auch noch nicht. Clare ließ das freiwillig mit sich geschehen, aber Miria ist der Meinung, daß es für die Organisation ein Experiment war. Clare ist also ein Prototyp und daher für die Organisation von größten Interesse.

Priscilla

Jetzt will Clare offensichtlich Teresas Tod rächen, aber Miria befürchtet, daß sie, bevor dieser Kampf zuende ist, endgültig erwacht sein wird. Und das sollten sie auf alle Fälle verhindern.

Neben Helen, Deneve und Miria ist auch noch Jeane unterwegs zu dem Vulkan. Wegen ihrer schweren Verletzungen geht es bei ihr allerdings erheblich langsamer. Raki muß sie schließlich sogar stützen.

Derweil sieht es für Clare nicht so gut aus. Priscilla muß sich nicht mal besonders anstrengen, um sie abzuwehren und streckt sie schließlich geradezu mit Leichtigkeit nieder. Helen und die anderen kommen gerade noch rechtzeitig, um ihren Tod abzuwenden. Priscilla ist über diese unerwartete Störung überrascht und verärgert. Was aber seltsam ist - sie scheint sich immer noch nicht (oder mal wieder nicht) daran zu erinnern, was sie inzwischen ist, sondern hält sich immer noch für die Nummer 2 der Claymores.

Miria, Deneve und Helen greifen Priscilla an, weswegen sie von ihr für Verbündete der Youmas gehalten werden. Trotz dieser leicht surrealten Szenerie führt Miria einen recht erfolgreichen Schlag, der Priscilla einen Flügel kostet. Doch das macht ihr nichts weiter. Sie dreht einfach ihr Youki hoch, was von Ferne fast so aussieht, als würde der Vulkan ausbrechen.

Helen, Deneve und Miria sind ziemlich überrascht: anscheinend war Priscilla bisher noch gar nicht richtig erwacht. Jetzt allerdings ist es zweifellos, was man schon an ihrem Äußeren sieht. Jetzt haben die drei Claymores schlechte Karten. Priscilla erledigt sie mit Leichtigkeit.

Einer ist aber noch übrig, der noch kämpfen kann und will: Clare. Auch sie verändert sich und sieht ziemlich zum Fürchten aus.

Szene 26 - Uketsugu Mono he (Zu den Erben)

Der wilde Kampf geht weiter. Sowohl Clare als auch Priscilla haben den Kontakt zur Realität verloren und nur noch einen Gedanken: den jeweils anderen zu töten. Raki, Jeane, Miria und die anderen können nur entsetzt zuschauen. Die unglaublichen Gewalten, die hier aufeinanderprallen, gehen über das Bergriffsvermögen selbst erfahrener Claymores.

Einen Zuschauer gibt es allerdings, der ganz und gar nicht entsetzt ist: Easley. Er genießt diese faszinierende Show.

Priscilla sieht ihrem Ende entgegen

Schließlich gelingt es Priscilla, Clare einzufangen. Sie kommt zu der Erkenntnis, daß sie gar nicht Teresa vor sich hat. Aber sie will sie trotzdem töten. Irgendwie fängt Clare sich auf dem Weg nach unten in die Lava aber wieder, und so wendet sich das Blatt ganz schnell. Statt Clare landet Priscilla unten auf dem heißen Boden, und in ihrer Fantasie kommt dann Teresa, um sich an ihr zu rächen. Priscilla verwandelt sich in das kleine Mädchen zurück, in die Form also, in der Raki sie kennt.

Und so steht vor Clare, die schon das Schwert für den finalen Schlag erhoben hat, plötzlich Raki und brüllt ihr entgegen innezuhalten. Mag es auch sein, daß Priscilla jemanden getötet hat, der Clare viel bedeutetet, so hat doch auch Priscilla ihre ganze Familie durch Youmas verloren. Und nicht nur sie - alle anderen auch. Menschen, die solches durchmachen mußten, sollten nicht auch noch gegeneinander kämpfen. Außerdem werde Clare, wenn sie Priscilla jetzt töte, sicherlich ebenfalls ein Dämon werden.

Seine Worte erreichen Clare, doch sie glaubt, es sei zu spät, und richtet ihre zahlreichen Waffen gegen sich selbst und Raki, der sie fest in den Armen hält.

Daß die beiden das überleben, verdanken sie Jeane, die Clare jetzt das Leben, das sie ihr schuldet, zurückgibt.

Jeane bringt Clare zurück und verglüht dabei selbst. "Omae ni aete yokatta" ("Ich bin froh, daß ich dir begegnen konnte") sind ihre Abschiedsworte.

Easley erscheint und sammelt Priscilla ein. Er will sie nämlich gerne behalten, auch wenn sie mental ziemlich instabil ist. Mehr will er nicht, Clare und die anderen läßt er ungeschoren und verschwindet einfach. Zum Abschied empfiehlt er Raki, fleißig mit dem Schwert zu üben.

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Clare beerdigt Jeane.

Dann trennt sich ihr Weg von dem von Deneve, Miria und Helen mal wieder. Die drei haben vor zu desertieren und ihre Macht zu verstärken, um eines Tages mit der Organisation abrechnen zu können.

Allerdings will auch Clare nicht mehr zur Organisation zurückkehren. Das bedeutet, daß ihr Weg von nun an ziemlich hart wird. Doch das schreckt Raki nicht. Er bleibt an ihrer Seite.

*

Für eine zweite Staffel würde der Stoff also noch locker reichen, aber leider ist das erst mal das Ende.


Erstellt am 5.1.2008. Letzte Änderung: 3.4.2016