Chibi Maruko-chan

Chibi Maruko-chan

Ende 2000 (und wieder ab Mai 2001) lief auf Super-RTL die TV-Anime-Serie "Chibi Maruko Chan". Heldin der Geschichte ist Sakura Maruko, ein ganz normales, 9-jähriges Mädchen. Ganz normal - in der Tat. Sie verwandelt sich nicht in eine Superheldin wie Tsukino Usagi, und macht keine Weltraumreisen a la "Tenchi Muyou" und stammt auch nicht von einem fernen Planeten wie beispielsweise C-Ko. Maruko ist wirklich nur ein kleines japanisches Mädchen, dessen Alltag in der Schule und Zuhause wir hier erleben. Und der ist recht turbulent und unterhaltsam. Denn Maruko ist zwar keine Superheldin, aber manchmal sehr eigenwillig. Sie hat einen gehörigen Dickkopf, und wenn mal was nicht so läuft, wie sie es sich vorstellt, kann sie einen Koller hinlegen, der sich sehen lassen kann.

Eine Besonderheit dieses Animes ist, daß es keine durchgehende Handlung gibt. Jede Folge steht praktisch für sich alleine (so ähnlich wie US-Cartoons, deren Folgen man auch in jeder beliebigen Reihenfolge senden kann, ohne daß es auffällt). Das ist einer der Gründe, warum ich dazu nur eine Kurzübersicht ohne Zusammenfassung der Handlung der einzelnen Folgen gemacht habe. Der andere ist, daß es im Grunde keine besonders erwähnenswerte Handlung gibt. Maruko wird morgens von ihrer Mutter aus dem Bett gescheucht, geht zur Schule, erlebt dort dies und das, spielt am Nachmittag mit Tama, sieht fern und geht dann wieder ins Bett. Natürlich passieren alle möglichen Sachen zwischendrin, aber nichts, was sich für eine Episodenübersicht lohnen würde.

Fazit

"Chibi Maruko-chan" ist ein nettes, unterhaltsames, lustiges Alltagsanime ohne besondere Höhen und Tiefen. Es ist sicherlich kein Muß, aber mir hat es viel Spaß gemacht, es mir anzusehen. Man sieht vor allem viel aus dem alltäglichen Leben der Japaner, natürlich film-gerecht überarbeitet, aber doch ziemlich authentisch.


Sakura Maruko Wehe, wenn mal was nicht nach ihrem Kopf läuft. Doch meistens beißt sie bei ihrer Familie mit ihren schrulligen Extrawünschen auf Granit. Aber man kann es ja mal versuchen, und wenn man lange genug plärrt, wird Mama vielleicht doch weich.
Eigentlich heiß sie Momoko, wird aber von allen Maruko gerufen. "Zufällig" heißt die Manga-Autorin auch Sakura Momoko ...
Maruko TARAKO Tanja Schumann
Sakura Sakiko Sie ist Marukos Schwester. Wenn Maruko bei ihr auftaucht, dann will sie meistens irgend was Marukos Schwester Mizutani Yuko Susanne Sternberg
Sakura Sumire Manchmal muß Marukos Mutter schon durchgreifen, um ihre temperamentvolle Tochter zu bändigen Marukos Mutter Suzuki Mie Traudl Sperber
Sakura Hiroshi Auch Sakuras Vater hat für die Wünsche seines Töchterchens nicht immer Zeit und Geld Marikos Vater Yara Yuusaku Marco Kröger
Großmutter Sie sagt eigentlich nicht viel Grossmutter Sasaki Yuko Sabine Hahn
Sakura Tomozou Marukos Großvater ist ein sehr freundlicher alter Mann, mit dem Maruko sich ausgezeichnet versteht Marukos Gro▀vater Aono Takeshi Wolf Rahtjen
Togawa Er ist Marukos Klassenlehrer, der sich seinen Schülern mit viel Verständnis widmet Togawa Kakegawa Hirohiko Holger Mahlich
Erzähler - Kiton Yamada Rolf Becker
Marukos Klassenkameraden
Tama-chan Sie ist Marukos beste Freundin. Sie hat praktisch immer gute Laune und enormes Verständnis für Marukos manchmal etwas eigenwilliges Benehmen Tama-chan Watanabe Naoko Stephanie Kirchberger
Maruo-kun Der Klassensprecher Maruo Tobita Nobuo Marc Seidenberg
Hanawa-kun Seine Familie ist sehr reich, und er ist deswegen manchmal etwas abgehoben, aber eigentlich sehr nett Hanawa Kikuchi Masami Oliver Böttcher
Sekiguchi-kun Sekiguchi Tsukui Kyousei Rafi Guessos
Nakajima-kun Nakajima ? ?

Ich habe mal bei Super-RTL wegen der deutschen Synchronsprecher nachgefragt. Die wußten es aber auch nicht. Falls zufällig jemand Informationen dazu hat, würde ich mich darüber sehr freuen.

Es ist sowieso schade, daß die Synchronsprecher bei uns so ein Schattendasein führen, finden Sie nicht?


Daten: Regie: Manga: Sakura Momoko Erscheinungsjahr: 1990
Bewertung Animation:
Framerate: mittel Standbilder: kaum Zeichenqualität: einfach, aber gut Character-Design: gut getroffen
Bewertung sonstiges: Handlung: das Leben einer 9-jährigen, typisch Japanischen Schülerin Besonderheit: eigenwillige Hauptfigur Musik: gutes deutsches Titellied
Deutsche Synchronisation: sehr gut (aber die meisten japanischen Namen falsch ausgesprochen) Gesamt-Beurteilung: sehr nett

Erstellt am 1.10.2000. Letzte Änderung: 25.4.2015