Longinus war der römische Hauptmann unter dem Kreuz Christi und der erste heidnische Bekenner des Christentums. Er starb noch unter Pontius Pilatus als Märtyrer.

Die Lanze des Longinus, Konstantins- oder Heilige Lanze war der religiösen Vorstellung nach die, mit der Longinus dem gekreuzigten Jesus in die Seite gestoßen haben soll um zu prüfen, ob er schon tot sei. Gefunden wurde sie (angeblich) von Helena und Konstantin dem Großen im Heiligen Land. In das Lanzenblatt wurde dann ein Nagel vom Kreuz Christi eingearbeitet. Spätestens seitdem galt die Heilige Lanze als eine der wichtigsten Reliquien überhaupt.

Heinrich der Erste, von 919 bis 936 Kaiser des Deutschen Reiches und der bedeutendste Herrscher seiner Zeit, bekam die Lanze von König Rudolf von Burgund im Jahr 935 als Geschenk überreicht. Seitdem galt sie neben der Krone, dem Zepter, dem Schwert und dem Reichsapfel zu den Reichsinsignien.

Heute werden diese übrigens in der Wiener Hofburg aufbewahrt.


Erstellt am 25.3.2000. Letzte Änderung: 19.2.2014