Fantastic Children - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 26

Teil 1 - Yami no Hate kara (Vom Ende der Finsternis her)

Um das Jahr 1900 nimmt ein Forscher eine Tonaufzeichnung auf. Er hat die Spur einer Gruppe unheimlicher Wesen, "Kinder von Béfort" genannt, über 400 Jahre zurückverfolgt. Immer wieder tauchen sie auf, sterben und werden wiedergeboren, wie Vampire.

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Eins dieser Kinder von Béfort ist Paruza, der als Conrad in der Familie Röntgen lebt. Alle sieben Kinder von Béfort verlieren, wenn sie 12 Jahre alt werden, ihr Gedächtnis. Es ist dann Zeit für ihre Wiedergeburt, doch diesmal kommt es anders. Paruza weigert sich, dieses unheimliche Spiel noch länger mitzumachen. Er ist Conrad und will es bleiben. Die andern lassen ihn gehen, und so lebt er fortan als Mensch. Allerdings als ganz besonderer: Wilhelm Conrad Röntgen, geboren 1845 in Lennep, gestorben 1923 in München, erster Physik-Nobelpreisträger überhaupt, entdeckte 1985 die Röntgenstrahlen, im englischen Sprachraum X-Rays genannt.

Serafines Bild

Und so wurden aus den sieben Kindern von Béfort sechs.

Zur Zeit, wo die Haupthandlung dieses Animes spielt, ist Paruza schon lange tot und begraben, doch sowohl seine Erfindung als auch er selbst spielen in dieser Geschichte eine sehr wichtige Rolle.

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Die nächste Szene spielt auf dem Südost-Archipel, irgendwo in den Tropen im Jahre 1901.

Dort ist eine Frau namens Serafine im Clairmont-Hospital im Alter von 42 Jahren soeben gestorben. Die sechs Kinder von Béfort eilen zu ihr, doch sie kommen leider etwas zu spät. Was genau sie von ihr wollten, erfahren wir erst viel später, jedenfalls sind sie über ihren Tod entsetzt. Serafine hat eine Reihe ungewöhnlicher Bilder hinterlassen, die alle eine seltsame Szene mit einem fast abstrakten Gebäude zeigen - für die Kinder der endgültige Beweis, daß sie Tina ist beziehungsweise war. Hätten sie sie rechtzeitig erwischt, wäre ihre über Jahrhunderte andauernde Mission erfüllt gewesen. Statt dessen werden nun sie selber erwischt. Mel verliert ihr Gedächtnis. Und ein junger Mann namens Dyuma, der mit den Kindern offenbar in irgendeiner Beziehung steht, verschafft sich zusammen mit einigen Gorillas Zutritt zu dem Sanatorium. Mel wird eingefangen, die anderen können entkommen.

Und damit sind sie nur noch zu fünft.

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Nach diesen ominösen Rückblicken beginnt nun die Haupthandlung. Wir befinden uns im Jahre 2012 wiederum auf dem Südost-Archipel auf einer der zahllosen Inseln, wo ein Junge namens Thoma lebt. Sein Vater erforscht dort irgendwelche Ruinen, seine Mutter arbeitet auf einer der größeren Inseln als Wahrsagerin. Und so führt Thoma ein sehr schönes und sorgenfreies Leben unter südlicher Sonne.

Jeden Tag fährt Thoma seine Mutter mit einem Schiffchen hin und her, und eines Tages bemerkt er am Strand ein kleines Ruderboot mit der Aufschrift Chikao. Kurz darauf findet er auch die Besitzerin, ein junges Mädchen, das es sich bei den antiken Tempeln bequem gemacht hat. Da das Mädchen nicht besonders gesprächig ist, überläßt Thoma es sich selbst und fährt zur Haupt-Insel, um dort seine Mutter abzuholen.

Auf der Insel ist einiges los. Ein kleiner Junge namens Chitto ist anscheinend auf der Flucht vor irgendwelchen Typen. Thoma hilft ihm ein bißchen, doch besonders dankbar scheint Chitto ihm dafür nicht zu sein. Offenbar war Chittos Flucht aber nur ein Ablenkungsmanöver, um einer gewissen Helga - genau dem Mädchen, das Thoma auf seiner Insel gefunden hat - zur Flucht zu verhelfen.

Geflüchtet sind die beiden aus dem Waisenhaus Chikao, das anscheinend kein allzu angenehmer Ort ist. Wieder zuhause, kann Thoma dann zusehen, wie die Chikao-Leute Helga abholen, die sein Vater auf der Insel aufgelesen hat. Er ist darüber ziemlich bestürzt, aber da kann man wohl nichts machen.

Teil 2 - Samayou Omoi (Umherwandernd Gefühle)

Rückblick, 1901, Schweden.

Paruza ist längst erwachsen. Als Professor Röntgen hat er gerade den Nobelpreis bekommen und erzählt jetzt den Reportern aus seinem Leben. Heimlich schauen die Kinder von Béfort zu. Röntgen hat zwar die Erinnerungen an sein früheres Leben verloren, doch irgendwie scheint doch noch etwas von Paruza in ihm wach zu sein, auch wenn er sich dessen nicht bewußt ist.

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2012, Chikao-Waisenhaus.

Enma

Das Waisenhaus ist an sich schon kein angenehmer Ort, und zudem ist der Direktor ein ziemliches Schwein. Daß Helga dauernd abhaut, nimmt er persönlich und läßt sie dafür büßen.

Derweil veranstalten die fünf Kinder von Béfort ein konspiratives Treffen. Einerseits sind sie auf der Suche nach etwas oder jemanden, andererseits sind sie auch ständig bedroht. Eine der Gefahren, denen sie sich gegenübersehen, haben wir in der vorigen Folge ja schon kennengelernt: Dyuma, dieser seltsame Junge, der Mel gefangengenommen hatte.

Dann gibt es noch die ständigen Gedächtnisverluste, die sie dazu zwingen, sich immer wieder zu reinkarnieren und ihre Erinnerungen in seltsamen Röhren zu speichern. Aber es gibt eine noch viel unheimlichere Gefahr, Enma genannt, eine Art Geister aus einer anderen Dimension, die immer mal wieder erscheinen und hinter den Fünfen her sind. Es ist ebenso spukig wir eindringlich dargestellt, wie sie diesmal in die fremde Dimension eingesaugt werden und dort um ihr Leben kämpfen müssen. Sie schaffen es zum Glück und können wieder zurückkehren.

Soreto hat in einem Lexikon Serafines Daten herausgesucht. Sie starb 1901. Jetzt, im Jahre 2012, sollte ihre Reinkarnation 11 Jahre alt sein. Aber wo können sie sie finden?

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Chitto hat den Schlüssel für den Hinterausgang organisiert und ermöglicht Helga damit mal wieder eine Flucht. Obwohl er noch ein Knirps ist, fühlt er sich als sowas wie Helgas Beschützer.

Derweil muß Thoma immerzu an Helga denken. Er würde sie gerne wiedersehen. Danach sieht es aber nicht aus, denn Helga und Chitto haben es geschafft, sich per Zug abzusetzen. Die fünf Kinder von Béfort sind allerdings auch in der Gegend, und bei seiner Suche nach Helga rennt Thoma einen von ihnen sogar um. Und so kommt er zu seiner ersten unheimlichen Begegnung mit diesen Wesen. Die besteigen dann den Zug, in dem auch Helga und Chitto sitzen, und durchsuchen ihn. Anscheinend wissen sie aber nicht so genau, wie der, den sie suchen, jetzt aussieht, und so übersehen sie Helga einfach.

Teil 3 - Ikitai Basho (Der Ort, zu dem ich gehen will)

Helga hat ein Bild bei sich, das sie gemalt hat und das genau dieselbe Szene zeigt wie das Bild, das über 100 Jahre vorher Serafine gemalt hat. In Ihrem Zimmer hängen noch mehr davon, und die zerfetzt gerade der wütende Direktor. Daß sowas in seiner Anstalt passiert, darüber ist er einfach empört. Und natürlich läßt er Chitto und Helga verfolgen.

Und die Kinder von Béfort, die Helga knapp verfehlt haben, sind über die Ergebnislosigkeit ihrer endlosen Suche enttäuscht und verzweifelt.

die Kinder von Béfort auf dem Bild von Bob Cooks

Und noch jemand ist auf der Suche: Inspektor Cooks. Die ständige Reinkarnation der Kinder von Béfort bedeutet, daß sie alle paar Jahrzehnte neue Körper brauchen. Sie werden als Kinder wiedergeboren, und die pflegen dann zu verschwinden. Diesem Geheimnis ist Cooks auf der Spur. Doch wo er auch sucht, mehr als vage Hinweise findet er nicht, wenn überhaupt. Im Moment ist er auf der Spur eines vor 6 Jahren verschwundenen Kindes namens Ian Koru, älterer Bruder eines Mädchens namens Belle. Er besucht ihre Mutter zuhause. Offiziell wurde die Suche nach Ian schon vor drei Jahren aufgegeben, weil er angeblich aus freien Stücken weggegangen ist und nicht das Opfer eines Verbrechens wurde, was in gewisser Weise sogar stimmt.

Cooks hatte einen Großvater. Es ist der Typ ganz vom Anfang der ersten Folge. Dieser hat Cooks nicht nur die Sprachaufzeichnung hinterlassen, sondern auch ein bemerkenswertes Foto von den Kindern von Béfort. Eines davon sieht Ian zum Verwechseln ähnlich. Die ganze Sache ist äußerst mysteriös.

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Helga und Chitto werden eingefangen, wieder zurückgebracht und zur Strafe erst mal eingesperrt. Der Direktor hält Helga eine Strafpredigt, doch die scheint davon nicht allzu viel mitzubekommen. Dafür sollen sie und Chitto dann getrennt werden.

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Ein Boot mit einem alten Mann darin rast mit einer irren Geschwindigkeit über das Meer und rammt beinahe Thomas Schiffchen. Und schon ist es wieder weg. Doch kurz darauf kracht es in das Schiff, mit dem Chitto weggebracht wird. Thoma beobachtet die Kollision, fährt dort hin und fischt Chitto aus dem Wasser. Er ist überrascht, den Kleinen wiederzusehen. Die Wächter glauben allerdings, er sei ertrunken, und berichten es Helga. Die wird davon noch verzweifelter als sie so schon war.

Thoma erfährt so einiges von Chitto, und weil er Helga gerne wiedersehen und ihr helfen möchte, schmieden die beiden einen Befreiungsplan.

Derweil kreuzt ein Kriegsschiff durch das Meer zwischen den Inseln. Die Leute suchen den Typen in dem Schnellboot, plus noch ein paar andere, die ebenfalls abgehauen sind. Sie kommen dabei auch zu Thomas Insel und befragen Thomas Vater.

Teil 4 - Shinon

Mitten in der Nacht und bei strömendem Regen fahren Chitto und Thoma mit dem Boot zu der Insel, auf der das Waisenhaus liegt. Die beiden sind allerdings nicht die einzigen, die dort heimlich unterwegs sind, und deswegen wimmelt es auf der Insel auch von Soldaten.

Laras Geist

Thoma folgert aber ganz richtig, daß diese Aktion nichts mit Helga zu tun hat. Also setzt er seinen verwegenen Plan fort. Ganz so simpel ist es aber doch nicht, denn die Soldaten durchsuchen natürlich auch das Waisenhaus, sehr zum Mißvergnügen des Direktors. Er darf nicht mal das Gebäude verlassen. Geleitet wird die Suchaktion von einer geheimnisvollen Frau, die auch mitten in der Nacht mit einer coolen Sonnenbrille herumläuft.

Und während es im Wald spukt und neben den Geflüchteten auch noch Untote dort umgehen, schaffen es Thoma und Chitto tatsächlich, Helga aus dem Waisenhaus herauszuholen. Helga ist überglücklich, daß Chitto doch nicht ertrunken ist. Von Thoma nimmt sie allerdings kaum Notiz.

Bei der Flucht durch den Dschungel treffen die drei dann auf eine uralte Frau, die sich unter einer Wurzel versteckt hat. Sie ist einer der Flüchtlingen, hinter denen all die Soldaten und Hubschrauber her sind. Und von ihr erfahren sie eine seltsame Geschichte. Eigentlich ist sie erst 24 und auch keineswegs eine Kriminelle. Sondern sie war Testpilotin. Irgendwie ist sie in kurzer Zeit rapide gealtert, und jetzt wird sie von dem Geist ihrer toten Schwester Lara verfolgt, der sie holen will. Offenbar kann sie Alte diesen Geist sehen, und Helga auch. Chitto und Thoma hingegen sehen nichts und wundern sich, wovor die Alte solche Angst hat.

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Als Nebeneffekt des Militäreinsatzes gibt der Direktor die Jagd auf Chitto und Helga auf. Und das kommt so: es dauert natürlich nicht lange, bis er mitkriegt, daß erstens Chitto noch lebt und zweitens er und Helga mal wieder durchgebrannt sind. Also will er sie wieder einfangen lassen. Die Soldaten hindern ihn aber mit Waffengewalt daran, auch nur das Waisenhaus zu verlassen. Jetzt kann er ihnen alle Schuld und Verantwortung in die Schuhe schieben, denn im Grunde ist er heilfroh, die beiden Unruhestifter endlich los zu sein, und am liebsten würde er sie nie wiedersehen.

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Die Soldaten tauchen auf, doch die alte Frau, die übrigens Fhal Shinon heißt, stirbt ihnen unter den Händen weg. Die Soldaten und ihre Chefin, Doktor Gerta Hawksbee, sind schwer enttäuscht, die Frau nicht mehr retten zu können. Für Helga, Thoma und Chitto hingegen interessieren sie sich nicht. Sie rücken wieder ab und suchen nun nach den anderen beiden Flüchtlingen.

Teil 5 - Kokkuritou (Die Kokkuri-Insel)

Einer der Entkommenen ist zu seiner Familie zurückgekehrt. Da er allerdings 60 Jahre älter aussieht als er sollte, erkennt ihn seine Frau gar nicht mehr wieder und holt statt dessen die Polizei. Zwischendurch erscheint ihr auch noch eine alte Frau (ihre tote Schweigermutter) als Geist.

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Thoma hat Helga und Chitto auf einer seiner Inseln (Kokkuri) abgeliefert, wo sie erst mal in Sicherheit sind und das unbeschwerte Inselleben genießen können. Allerdings ist Helga meist in ihre Gedanken versunken und kaum ansprechbar. Dafür findet Chitto es umso toller.

Daß Helga ihn vollkommen ignoriert, regt Thoma mehr und mehr auf, und so verknackt er sie zum Wasserholen für das Essen. Für solche Arbeiten scheint sie allerdings nicht geschaffen, auch wenn sie sich immerhin bemüht.

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Alice und Cooks

Der alte Mann vom Anfang dieser Folge, Glass heißt er übrigens, ist bei der Polizei gelandet, aber dort verstorben. Allerdings war er bei seinem Tod nicht allein. Der Geist der alten Frau war bei ihm. Gesehen hat den Geist zwar keiner, aber er ist auf dem Video-Überwachungsband drauf! Und Glass selbst sollte auch schon seit 3 Jahren tot sein, gestorben im Alter von 31.

Cooks fällt auf dem Video noch etwas auf: Glass trug einen ungewöhnlichen Anzug mit dem Emblem einer geheimnisumwitterten Organisation namens GED. Mehr als das Band hat die Polizei aber nicht mehr, denn die Leiche wurde von einer Spezialeinheit abgeholt.

Die Polizisten bekommen kurz darauf Besuch von einer Kollegin namens Alice Hollingworth, die in der Verwaltung der Hauptzentrale arbeitet und gekommen ist, um Cooks mal ein bißchen auf den Zahn zu fühlen. Der arbeitet seit 6 Jahren an dem Fall des verschwundenen Mädchens Flow und hat bisher nichts konkretes ermittelt, außer daß Flow nicht die einzige war, die plötzlich verschwand.

Cooks nimmt Alice mit auf sein Zimmer, doch sie haben Besuch: Dyuma sitzt dort. Er hat in aller Seelenruhe Cooks' Sachen durchwühlt, weil er anscheinend wissen will, wieviel die Polizei schon herausgefunden hat. Da das nicht de Rede wert ist, verschwindet er einfach wieder und läßt einen ziemlich verdutzten Cooks zurück.

Immerhin ist Cooks aufgefallen, daß die fünf verschwundenen Kinder eine mehr als auffallende Ähnlichkeit mit fünf anderen Kindern haben, die sein Großvater im Jahre 1901 unmittelbar vor deren Tod in Clairmont fotografiert hat.

Eigentlich ist Alice nicht gekommen, um sich diese Geschichten anzuhören, sondern weil Cooks seit einem Jahr keine Berichte mehr eingeschickt hat. Doch den interessiert die Bürokratie nicht. Alice soll ihm lieber helfen.

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Statt zu essen oder sonst was zu machen, malt Helga an ihrem Bild. Chitto läuft in den Dschungel, um ihr ein paar leckere Früchte zu holen, doch er kommt nicht wieder. Nun nimmt Helga zum ersten Mal etwas von ihrer Umgebung wahr, denn sie scheint Chitto wirklich zu mögen. Daß er weg und womöglich in Gefahr ist, beunruhigt sie sehr. Thoma macht sich auf die Suche, doch Helga will unbedingt mitkommen und ihm helfen.

Teil 6 - Kokkuritou 2

Thoma findet Chitto. Er ist vom Baum gefallen und liegt bewußtlos am Boden, umschwärmt von Killerbienen. Diese unheimlichen Insekten haben schon Thomas Großvater auf dem Gewissen, und so hat dieser einen Heiden-Respekt vor ihnen. Doch Helga scheint sie gar nicht zu sehen. Langsam marschiert sie auf Chitto zu, liest ihn auf und zerrt ihn weg, ohne daß die Bienen ihr etwas tun. Thoma kriegt den Mund nicht mehr zu vor Staunen. Anscheinend stecken in diesem verschlossenen Mädchen noch unbekannte Kräfte.

Davon abgesehen ist Chitto nichts passiert und er kommt bald darauf wieder zu sich und verputzt zusammen mit Helga die Frucht, die er gepflückt hat. Thoma hingegen hat es im Moment den Appetit verschlagen.

Helga auf der Kokkuri-Insel

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Thoma "leiht" sich Kleider seiner Mutter, damit Helga etwas zum Wechseln hat. Die sitzt wie immer über ihrem Bild und kümmert sich um ihre schmutzigen Kleider nicht weiter. Sie erklärt Thoma, daß das der Ort ist, zu dem sie will. Und Thoma hat das Gefühl, diese Szene schon mal irgendwo gesehen zu haben.

Da kommt Chitto aus dem Dschungel. Sie sind nicht mehr allein. Taruranto ist auf die Insel gekommen. Nicht wegen Helga - von deren Anwesenheit hat er keine Ahnung. Aber er hat einen Roboter namens Wanda gebaut, dort schon vor langer Zeit versteckt, und wollte ihn mal wieder sehen. Thoma hat Taruranto ja schon mal umgerannt und erinnert sich jetzt wieder daran. Er ist empört, was dieser Typ ohne seine Erlaubnis auf seiner Insel zu suchen hat. Und jetzt will er ihn einfangen. Doch auch wenn Taruranto recht klein ist, so ist er doch kein leichter Gegner, im Gegenteil.

Thoma treibt ihn mit seinen Karate-Künsten dann aber in die Enge. Doch Taruranto hat ja noch seinen Roboter. Er ruft ihn herbei.

Wanda ist der seltsamste Roboter, den ich je gesehen habe. Er sieht aus wie eine Mischung aus einem Vogel und einem Motorrad. Und er kann fliegen, weil er Raketendüsen hat. Und so setzt sich Taruranto ab. Im Wegfliegen sieht er noch kurz Helga, denkt sich aber nichts weiter dabei. Erst viel später wird er sich wieder an diese flüchtige Begegnung erinnern.

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Alice hat für Cooks ein Dossier über Dr. Gerta Hawksbee, zusammengestellt. Geboren wurde sie 1960 in Lennep, dem Geburtsort von Professor Röntgen, und studierte dann an der LMU in München.

Teil 7 -Befooru no Kodomo (Die Kinder von Béfort)

Vor 100 Jahren wurde in der Stadt Clairmont ein seltsamer Stein entdeckt. Und jetzt sind Alice und Cooks dorthin unterwegs, weil Cooks irgend einen Zusammenhang vermutet. Sein Großvater Bob Cooks hat damals nämlich schon recherchiert, und das Ergebnis präsentiert Cooks jetzt Alice.

Am 12.5.1901 in Clairmont brachte Bob Cooks seinem Freund Dr. Radcliff diesen geheimnisvollen Stein. Es war wenige Tage nach dem Tod von fünf weißhaarigen Kindern, den Kindern von Béfort, die Cooks unmittelbar davor noch fotografiert hatte. Das ganze war eigentlich ein Zufall, aber Cooks, ein Reporter, wollte einfach wissen, was für seltsame Dinge dort vorgingen.

Cooks wurde bewußtlos, und als er wieder zu sich kam, waren die Kinder tot, ohne daß man später die Todesursache hätte feststellen können. Dafür fand Cooks, als er wieder zu sich kam, diesen seltsamen Stein. Um diesen herum lagen noch ein paar Splitter, aber die verschwanden.

Radcliff

Radcliff begann dann mit der Untersuchung des Steins, bekam aber zunächst nichts heraus. Dann probierte er es mal mit den kürzlich entdeckten Röntgenstrahlen, und das Ergebnis war sensationell. In dem Stein waren unglaubliche Mengen an unverständlichen Symbolen gespeichert

Von diesem Tag an machte Radcliff nichts anderes mehr als diesen Stein zu untersuchen. Die königliche Akademie gründete extra dafür eine Organisation namens GED, um das Geheimnis des Steins zu lüften, weil man es für einen Geheimcodes eines feindlichen Landes hielt. Es kam der erste Weltkrieg, und aus dem Stein waren schon tausende von Seiten mit diesen seltsamen Zeichen herausbelichtet worden, ohne daß jemand auch nur die Spur einer Ahnung gehabt hätte, was sie bedeuteten.

Und dann, eines Tages, fiel Radcliff eine alte englische Zeitung von 1856 auf. Sie zeigte Bilder von weißhaarigen Kindern, die unter mysteriösen Umständen gestorben waren. Es waren genau die Kinder von Bob Cooks' Foto. Im Alter von 5 waren sie verschwunden, mit 12 dann alle zusammen am gleichen Ort gestorben.

Radcliff begann, in ganz Europa nach weiteren Spuren diese Kinder zu forschen. Und er fand sie: 1806 und Newbury, England. 1771 und 1753 in Spanien. 1701 in Italien. 1682, 1661 und 1642 in Deutschland. 1627 und 1611 in Holland, 1581 in Rumänien und bis zurück ins Jahr 1489 in Béfort in Belgien, wo sie anscheinend zum ersten Mal auftauchten, damals noch zu siebt. Und so kamen sie zu ihrem Namen "Kinder von Béfort".

Radcliffs Verstand zerbrach unter diesen Enthüllungen. Er hielt diese Kinder für unsterbliche Vampire oder Dämonen des Teufels, die alle paar Jahrzehnte auf die Erde zurückkamen, um von Menschen Besitz zu ergreifen. Er kam auf die Idee, die toten Körper des letzten Vorfalls dieser Art auszugraben und die Knochen zu verbrennen. Daraufhin wurde er aus GED rausgeschmissen, wurde allerdings trotzdem noch 78 Jahre alt, zeit seines Lebens verfolgt von diesen Ideen.

Doch erfunden sind all diese Fakten nicht, und deswegen ist jetzt Inspektor Cooks hinter den diesmal verschwundenen Kindern her.

Die befinden sich gerade dort, wo Cooks und Alice hin wollen, nämlich in dem alten Sanatorium von Clairmont, wo Hasumodai gerade mal wieder von Enma verschlungen zu werden drohen. Agi kann ihn mithilfe seines Erinnerungskristalles gerade nochmal zurückholen.

Teil 8 - Atatakai Katei (Warme Familie)

Nachdem Thomas Mutter Thomas kleines Geheimnis herausbekommen hat, werden Helga und Chitto erst mal bei Thoma und seinen Eltern aufgenommen. Thomas Mutter ist von den beiden Kindern sehr angetan und kümmert sich rührend um sie.

Allerdings ist sie auch nicht davon abzubringen, das Waisenhaus anzurufen. Doch zu ihrer und Thomas Überraschung will man dort die beiden gar nicht mehr zurückhaben. Und so dürfen sie bleiben, worüber Thoma sich sehr freut.

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Thoma und seine Mutter

Soreto ist in der Innenstadt von Clairmont, zeigt überall ein Foto des Bildes von Serafine herum und fragt, ob jemand sowas schon mal gesehen habe.

Bei Thoma ist es umgekehrt: er zeigt seinen Eltern Helgas Bilder und fragt sie, wo dieser Ort wohl sein könnte. Doch sie haben natürlich keine Ahnung. Thoma meint zu seiner Mutter, sie sie doch eine Wahrsagerin, also müßte sie das doch herausfinden können. Doch die Karten sagen ihr nur mysteriöse Dinge, mit denen niemand so recht etwas anfangen kann.

In der Nacht hat Thoma wieder Alpträume. Im Halbschlaf geht er in das Zimmer, wo Helga schläft, und bricht vor ihrem Bett bewußtlos zusammen.

Am nächsten Tag zeigt er Chitto seinen halb-zahmen Affen.

Thoma meint später zu Helga, er wolle ihr bei der Suche nach diesem Ort auf ihrem Bild helfen. Doch Helga will ihm keine Umstände machen. Er habe so nette Eltern, und wenn er wegen ihr weggehe, wären sie bestimmt traurig.

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Taruranto macht mit Hasumodai auf Wanda einen kleinen Rundflug, um ihn wieder etwas aufzuheitern. Als Hiisuma und Agi das erfahren, sind sie ziemlich wütend. Sie dürfen nicht mehr als nötig auffallen.

Derweil hat Soretos Suche endlich Erfolg. Es gebe da ein 11-jähriges Mädchen namens Helga, das auch solche Bilder male. Voller Aufregung und Freude rennt Soreto los. Zufällig kommt sie an einem Café vorbei, in dem ihr Vater sitzt (also sozusagen der leibliche Vater des Kindes, in dessen Körper sie zur Zeit steckt - Flow hieß dieses Mädchen). Das gibt ihr einen tiefen Stich ins Herz. Denn seit 500 Jahren ist sie, genau wie der anderen, dazu verdammt, die, die sie lieben zu verlassen, davonzulaufen und dann ein paar Jahre später zu sterben - genauergesagt den jeweiligen Körper zu verlassen, ein paar Jahrzehnte zu überspringen und dann neu geboren zu werden.

Übrigens sind auch Cooks und Alice in der Stadt. Cooks sieht Soreto und rennt ihr hinterher, verliert sie aber leider wieder.

Teil 9 - O E Se Ru (OSL)

Soreto sitzt versteckt in einer Straßenecke und weint bitterlich. Doch sie kann nicht zu ihrer Familie zurückkehren.

Nachdem sie sich wieder beruhigt hat, läuft sie zu den anderen und erzählt ihnen, was sie entdeckt hat. Alle fünf Kinder sind völlig aus dem Häuschen. Sie zittern vor Aufregung. Sollte ihre 500-jährige Suche jetzt endlich zuende sein?

Gerade wollen sie sich auf den Weg machen, um abzuklären, ob Helga wirklich die Gesuchte ist, da werden sie in blaues OSL-Licht gehüllt. Das eigentliche Ereignis dazu findet aber etliche Kilometer entfernt statt, doch es ist so auffällig, daß sie es von ihrer Position aus ohne weiteres sehen können. Genauergesagt überspannen die Auswirkungen den gesamten Horizont.

Cooks und Alice gehen nachsehen, was dort passiert ist. Sie und die lokale Polizei finden ein zertrümmertes Haus vor. Es gibt einen Bericht, daß ein Krimineller in dieses Haus eingedrungen und ein Mädchen namens Shiberu entführt habe. Bei Shiberu handelt es sich um ein blindes Waisenmädchen, das seit einigen Jahren bei den Leuten dort lebt. Gefunden wird auch eine Leiche, wahrscheinlich Shiberus Verlobter. Und die Pflegeeltern, aber die sind noch am Leben und stehen nur unter Schock.

Kirchner stirbt (mal wieder)

Als Cooks das Haus betreten will, gibt es einen blauen Blitz. In einer Rückblende sehen wir, was wirklich passiert ist. Shiberus Pflegeeltern sind ziemlich widerliche Typen, und ihr Verlobter Ouru ist noch schlimmer. Er zahlt den Pflegeeltern Geld, damit er mit der hilflosen jungen Frau machen kann, was er will.

Shiberu hat allerdings einen Bruder. Es gehört zu den "Testpiloten", von denen drei kürzlich entkommen sind. Wir erfahren nur seinen Nachnahmen, Kirchner (die meisten der japanischen Synchronsprecher schaffen es, diesen Namen ziemlich korrekt auszusprechen). Der gute Kirchner ist bei den Experimenten, die man mit ihm angestellt hat, stark gealtert, genau wie die beiden andern, doch anscheinend hat er auch die Fähigkeit erhalten, OSL freizusetzen. Er ist von der Militärbasis abgehauen, um seine blinde Schwester zu beschützen, und das tut er nun ziemlich gründlich.

Die Polizei untersucht Ourus Leiche und fragt sich, was ihn so zugerichtet haben könnte. Außerdem ist Kirchner vor drei Jahren bei einem Unfall gestorben. Der Kidnapper kann also nicht Shiberus Bruder sein, außerdem müßte der ja 26 sein und nicht 70 oder so. Cooks kommt die Sache äußerst seltsam vor, und er geht Kirchner nach.

Doch auch die fünf Kinder von Béfort sind zur Stelle. Kirchner hat Shiberu in ein verlassenes Haus gebracht, und dieses beobachten sie nun. Hiisuma macht ein paar Messungen. Als er OSL nachweist, ist er entsetzt. Sowas dürfte hier nicht existieren.

Als nächstes rücken Soldaten an, denn sie sind natürlich hinter Kirchner her, genau wie hinter Shinon und dem alten Glass, von dem Cooks das Video gesehen hat. Angeführt wird das Kommando von Gerta Hawksbee, jener geheimnisvollen Frau von der GED. Sie gibt den Befehl, Kirchner lebend zu fangen.

Vor den Soldaten dringen jedoch Agi und die anderen in das Haus ein, um abzuklären, wo das OSL herkommt. Da brauchen sie allerdings nicht lange herumzuraten, denn kaum sieht Kirchner sie, fängt er wieder an blau zu glühen. Agi will von ihm wissen, wie er zu OSL komme und ob er die Zone geöffnet habe. Davon weiß Kirchner nichts, er will nur seine Schwester beschützen. Zwischendurch erscheinen die toten Eltern von Kirchner und Shiberu. Auch die Kinder können sie sehen. Aber in Wirklichkeit ist es ein Enma, das gekommen ist, um den toten Kirchner zurückzuholen. Doch dessen Wille, auf der Erde zu bleiben um Shiberu zu beschützen, ist übermächtig.

Da eröffnen die Soldaten das Feuer. Sie machen das auf amerikanisch und schießen, bis kein Stein mehr auf dem anderen steht. Gerta ist entsetzt, sie hatte befohlen, Kirchner lebend zu fangen. Doch von höhere Stelle kamen andere Befehle. Und die höhere Stelle ist sogar persönlich anwesend - Dyuma, hier bekannt als Demian.

Die Kinder entkommen, Shiberu bleibt dank Agis Hilfe zum Glück unverletzt, Kirchner wird von Kugeln durchsiebt, stirbt ein zweites Mal, legt alles in der Nähe mit OSL flach, geht dann weiter und löst sich vor aller Augen langsam auf.

Als Cooks kurz darauf wieder zu sich kommt, sieht er gerade noch die Kinder davonlaufen. Die sehen bei der Gelegenheit, wer hinter dieser OSL-Geschichte steckt, nämlich Dyuma. Bisher hatten sie anscheinend keinen Ahnung, daß der überhaupt auf der Erde ist.

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Helga malt. Zur Abwechselung allerdings nicht ihre übliche Szene, sondern Thomas Eltern. Es ist sowas wie ein Abschiedgeschenk.

Teil 10 - Gedo Kikan (Die GED-Organisation)

Die Kinder von Béfort sind vollkommen überrascht, nach über 100 Jahren hier wieder auf Dyuma gestoßen zu sein. Sie schlußfolgern, daß er damals Mel gefoltert und verhört haben muß, um hinter das Geheimnis von OSL zu kommen. Offenbar steckt er hinter GED und benutzt die Wissenschaftler und die Testpiloten, um sein Wissen zu vervollkommnen.

Jetzt müssen sie Helga auf jeden Fall unbedingt vor Dyuma finden. Mit Wanda machen sie sich auf den Weg.

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ein GED Labor

Cooks und Alice haben eine Insel gefunden, auf der ein altes GED-Labor steht. Nebenan wohnt anscheinend Gerta Hawksbee, aber sowohl das Labor als auch das Haus sind zur Zeit verlassen. Cooks stöbert ein bißchen herum. Gerta scheint ein großer Fan von Professor Röntgen zu sein. (Warum das so ist, erfahren wir ziemlich am Ende dieses Animes.) Das Labor scheint seit vielen Jahren verlassen zu sein, doch dann finden Cooks und Alice eine mit einem elektronischen Zahlenschloß gesicherte Tür.

Nach längerem Herumprobieren kommt Cooks auf die Idee, mal Röntgens Geburtstag einzugeben, und damit öffnet sich die Tür tatsächlich.

Unter der Insel liegt eine riesige Labor-Anlage, und die ist in bestem Zustand und einsatzbereit.

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Die GED-Leitung tagt. Von den drei entkommenen "Piloten" - Shinon, Grass und Kirchner - ist nur noch Kirchner am Leben, und Gerta hat einen Plan, wie sie ihn wieder einfangen könnten. Nämlich, indem sie seine Schwester als Köder benutzen.

Gerta war die erste, die die Muster aus dem Stein von Clairmont entziffern konnte. Es sind Pläne für eine Maschine, die das Tor zur Zone öffnen kann. Die Zone ist nichts anderes als der Bereich, wo man nach dem Tode hinkommt, und deswegen haben einige Leute ein brennendes Interesse daran. Aber dieses Wissen ist gleichzeitig brandgefährlich.

Bei der Besprechung ist auch Demian anwesend, und als Gerta ihn sieht, bekommt sie eine Panikattacke.

Demian will wissen, wann die nächsten Experimente geplant sind. Als einer der Chefs meint, das müsse er schon ihnen überlassen, schlägt er ihn einfach nieder.

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Alice und Cooks finden die Räume, in denen Kirchner und die anderen Testpiloten gelebt haben. Dann entdeckt Cooks einen riesigen Raum, in dem auf großen Tafeln die Bilder aus den Stein aushängen. Da tauchen Wachleute auf. Sie fackeln nicht lange und eröffnen das Feuer.

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Nachdem die Kinder von Béfort nun wissen, nach wem sie suchen, kommen sie Helga langsam näher. Und sie würden sie auch gefunden haben, wären Helga und Chitto nicht in dieser Nacht abgehauen. Mit einem Ruderboot stechen sie in See, um irgendwo da draußen den Ort zu finden, den Helga so sehr sucht.

Teil 11 - Taisetsu na Hito (Ein wichtiger Mensch)

Helgas und Chittos Bootsfahrt ist ein reines Irrsinnsunternehmen. Sie fahren ohne Sinn und Verstand einfach so ins Blaue, geraten in einen Sturm und erleiden Schiffbruch.

Derweil merkt Thoma am nächsten Morgen, was passiert ist, und beschließt, die beiden zu suchen und ihnen zu helfen. Seine Eltern halten das nicht für so eine gute Idee. Das war genau das, was Helga eigentlich nicht gewollt hatte, aber er ist entschlossen, alles auf sich zu nehmen und die Sache durchzuziehen.

Kirchner und Shiberu

Die Kinder von Béfort haben sich inzwischen bis zum Chikao-Waisenhaus durchgearbeitet und finden dort heraus, wo Helga geblieben ist. Jetzt fällt auch Taruranto wieder ein, wo er dieses Mädchen schon mal gesehen hat. Sofort machen sie sich auf den Weg zur Kokkuri-Insel.

Und noch eine vierte Partei ist zur Zeit unterwegs: das GED-Schiff von Gerta Hawksbee. Sie hat Shiberu an Bord, um mit ihr Kirchner anzulocken. Statt dessen finden und retten sie erst mal Chitto und Helga, denn obwohl sie auf einer super-geheimen Mission sind, können sie die beiden Kinder ja nicht einfach so ersaufen lassen. Gerta selbst gibt den Befehl dazu, denn trotz ihrer verlustreichen Forschungen ist sie keineswegs ein gefühlloses Ungeheuer. Sie hat auch angewiesen, Kirchner lebend zu fangen. Er sei schließlich eine Mensch und könne nichts für den Zustand, in dem er sich jetzt befindet.

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Die Kinder von Béfort wollen gerade Kokkuri durchkämmen, als Thoma auftaucht. Sie verstehen sich auf Anhieb nicht gerade gut, einigen sich dann aber darauf, gemeinsam nach Helga und Chitto zu suchen. Sie finden dann das Boot - leer - können aber mit einem Infrarotgerät herausbekommen, daß Helga und Chitto nicht ertrunken sind, sondern gerettet wurden. Also müssen sie jetzt das Kriegsschiff finden.

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Im Wasser erscheint plötzlich ein blau glühender Strudel - Kirchner ist im Anmarsch. Sein Auftritt ist ziemlich spektakulär, und dann beginnt er als blau leuchtender Geist in dem Schiff herumzuwandern auf der Suche nach seiner kleinen Schwester. Wände können ihn nicht aufhalten, er geht einfach durch sie hindurch. Auch Chitto und Helga bekommen das recht schnell mit. Eigentlich dürfen sie ihre Kabine nicht verlassen, aber auf dem Schiff geht es inzwischen drunter und drüber, sodaß es keiner mehr merkt.

Und dann materialisiert Kirchner sich in der Halle, in der man Shiberu untergebracht hat. Diese Halle ist natürlich eine Falle.

Teil 12 - Enma

Gerta fängt Kirchner in einem speziellen Raum, der mit allem möglichen abgeschirmt ist, doch das kann ihn nicht aufhalten. Statt dessen greift er mit OSL das Schiff an und verwandelt es in Schrott. Thoma und die fünf Kinder sind gerade im Anflug und bekommen eine wirklich beeindruckende Show geboten, denn das ganze Schiff wird von blauen Blitzen durchzuckt. Es ist ihnen sofort klar, wer für dieses OSL verantwortlich ist.

Die meisten Besatzungsmitglieder haben Kirchners Schlag überlebt, aber der ist noch gar nicht fertig. Er taucht in dem auf, was von der Kommandozentrale noch übrig ist, und feuert weiter. Gerta versucht verzweifelt, ihn zu beruhigen. Sie bietet ihm sogar an zu versuchen, seinen Körper wieder zurückzuverwandeln. Doch sie wissen beide, daß das unmöglich ist. Denn Kirchner ist ja längst tot.

Derweil entern die Kinder das Kriegsschiff. Taruranto und Hasumodai suchen Helga, Hiisuma und die anderen kümmern sich um Kirchner. Der ist gerade dabei, mit Gerta abzurechnen für alles, was sie ihm und seinen Kameraden, die ja inzwischen auch alle tot (aber wirklich tot) sind, angetan hat. Aber sie waren die ersten, die das Land des Todes betreten konnten und sind in Gertas Augen Helden. Darauf legt Kirchner allerdings keinen gesteigerten Wert. Und auf die Kugeln der Soldaten, die ihn mal wieder durchsieben, auch nicht. Gerade noch rechtzeitig erscheint Agi und wirft Gerta aus der Schußbahn, bevor Kirchners OSL bei ihr einschlägt. Dann bittet Agi ihn innständig, damit aufzuhören, OSL zu verstrahlen. Denn OSL gehört nicht in diese Welt, und wenn er weitermacht, wird etwas schreckliches passieren. Und zwar wird Enma auftauchen.

Kirchner wird von Enma geholt

Und das läßt in der Tat nicht lange auf sich warten.

Alles, was im Zusammenhang mit der Zone eine unnatürliche Existenzform in unserem Universum darstellt, wird von diesem abgestoßen. Das gilt für die Kinder von Béfort, deren Gedächtnis und sogar ihr Leben immer mal wieder in Gefahr sind, aber in extrem krassem Maße für Kirchner. Er sollte längst in der Zone sein, aber sein extrem starker Wunsch, seine Schwester zu beschützen, hat ihn zurückkehren lassen. Jetzt zieht er Enma an wie das Licht die Motten.

Und wenn er nicht seinen Seelenfrieden findet, bevor er endgültig abtreten muß, dann steht ihm ein grauenvolles Ende bevor. Doch genau danach sieht es aus. Die Kinder versuchen, ihm gegen Enma zu helfen, aber es kommen immer mehr dieser Geister und stürzen sich auf Kirchner. Der vergeht schließlich in so etwas ähnlichem wie einem schwarzen Loch. Das ist auch für Gerta, ihre Wissenschaftler und die Soldaten, die Enma nicht direkt sehen können, ein unheimlicher Anblick.

Agi kämpft um Kirchners Seele bis zuletzt.

*

Chitto und Helga beobachten, wie ein Soldat Shiberu in einen Raum bringt. Sie gehen nachsehen.

Als Kirchner sich auflöst, erbebt das ganze Boot. Doch dann kommt er noch einmal zurück, um sich von Shiberu zu verabschieden. Anscheinend waren Agis Worte am Ende doch nicht umsonst gewesen, und er konnte seinen Frieden finden.

Gefunden haben nun auch die Kinder von Béfort, was sie sein 500 Jahren suchen. Sie sind tief erschüttert. Sie packen Helga, Chitto und Thoma ein, verlassen das Schiff und fliegen zu einer der Inseln.

Teil 13 - Girishia no Kioku (Erinnerungen an Girishia)

Der Platz, den Helga immer wieder gemalt hat und zu dem sie unbedingt will, ist der Planet Girishia. Denn dort wurde sie geboren. Thoma und Chitto finden die Vorstellung, Helga und auch Agi und die anderen seien also Aliens, sehr erheiternd. Doch genauso ist es. Agi erzählt weiter.

Helga ist in Wirklichkeit Prinzessin Tina, Tochter und einziges Kind von König Titus von Girishia. Und die Kinder von Béfort sind die obersten Wissenschaftler dieses Planeten. Eines Tages kam es auf Girishia zu einer großen Katastrophe, bei der der Palast zerstört und das Land verwüstet wurden. Um Tina beziehungsweise wenigstens ihren Geist zu retten, lösten sie diesen aus Tinas Körper und schickten ihn auf die Erde. Doch damit war König Titus gar nicht einverstanden. Er befahl den sieben Wissenschaftlern, seine Tochter sofort wieder zurückzubringen, und so mußten ihre Seelen Tina zur Erde folgen, wo sie sie 500 Jahre lang gesucht haben. (Auf Girishia sind allerdings erheblich weniger als 500 Jahre vergangen, denn die Geschwindigkeit, mit der die Zeit vergeht, ist bei der Erde ganz anders als dort.)

Helga, Chitto, Thoma und Wanda

Die sieben Wissenschaftler forschten an einem Phänomen namens Autozone, mit dessen Hilfe man in das Reich der Toten und auch wieder zurück gelangen kann, wie es zum Beispiel Kirchner getan hat. Denn irgendwie ist dieses Wissen allem Anschein nach inzwischen auch auf der Erde bekannt, und Gerta hat eine vergleichbare Maschine entwickelt und erfolgreich getestet - wenn auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen.

Agi erläutert Thoma, daß die Seele eines Menschen (oder eines Bewohners von Girishia) aus einer Energie namens OSL gemacht ist. Beim Tod gelangt diese Energie in die Zone, die Welt der Gestorbenen. Der Unterschied zwischen Kirchner und den Wissenschaftlern, die ja auch immer wieder von den Toten zurückkehren ist, daß Kirchner in seinem eigenen Körper zurückkehrte, während die Wissenschaftler sich immer wieder eine neue Autozone-Maschine gebaut haben und damit neue Körper stehlen, nämlich die von Kindern. Kirchner wurde sehr rasch von Enma, der Gleichgewichtskraft, verschlungen, während von den sieben Wissenschaftlern es immerhin fünf über all die Jahrhunderte geschafft haben.

Bei Tina war es noch anders: sie transferierte auf natürliche Weise - Helga ist ihr dritter Körper - aber sie verlor dabei ihre Erinnerung. Tinas Seele allerdings ist sehr wohl erhalten geblieben, und tief in ihrem Innern wohl auch die Erinnerungen, wie die Bilder beweisen, die sie immerzu malt.

Thoma denkt ein bißchen nach. Die Wissenschaftler wollen Helga in die Zone befördern. Das heißt aber nichts anderes, als sie zu töten, um Tinas Geist in ihren ursprünglichen Körper zurückbefördern zu können. So haben die Fünf es noch gar nicht gesehen, und sie sind ziemlich betroffen. Die letzte Entscheidung allerdings trifft Helga selbst. Und deren Erinnerungen scheinen langsam wiederzukommen.

Hiisuma scheint mit dem Abschied von der Erde die wenigsten Probleme zu haben, auch wenn es sowas wie den Tod seines jetzigen Körpers sowie der Körper der anderen bedeutet. Sein wahres Leben ist auf Girishia. Und in diese Richtung drängt ja auch Enma. Ihr aller Leben auf der Erde gehört nicht dorthin.

Taruranto fragt sich allerdings, was in den 26 Jahren, die inzwischen auf Girishia vergangen sind, wohl aus ihren originalen Körpern geworden sein mag.

*

Während Helga in der Nacht über alles nachdenkt, hat Thoma einen merkwürdigen Alptraum.

Helga jedenfalls entscheidet sich, den fünf Wissenschaftlern zu folgen. Zunächst mal statten sie dem verfallenen Sanatorium von Clairmont einen Besuch ab. Dort hängt immer noch das Bild, das Tina als Serafine gemalt hat.

Teil 14 - Kiseki (Die Spur)

Die Kinder von Béfort erzählen Helga, Thoma und Chitto ihre Geschichte. Diese Episode ist eine Zusammenfassung der bisherigen Folgen, neue Handlung gibt es also nicht.

Teil 15 - Tsuioku (Erinnerung)

1970, Lennep (in der Nähe von Koblenz). Eine Schulklasse besucht das Röntgen-Museum. Eine Schülerin ist von diesem Besuch außergewöhnlich fasziniert und beeindruckt - Gerta Hawksbee (als Kind gesprochen von Sakamoto Maaya). In einer der Vitrinen sind auch Röntgens Notizbücher ausgestellt, und aufgeschlagen ist eine Seite, die ein Gedicht und sowas wie zwei Sternzeichen zeigt. Als Gerta das sieht, rollen Tränen über ihre Wangen, sie ist zutiefst berührt. (Warum, das erfahren wir gegen Ende dieses Animes.)

Thoma, Helga und die anderen

Von diesem Tage an wird Gerta zu einem regelmäßigen Besucher des Museums.

Und jetzt, wo sie erwachsen ist, ist in ihrer Wohnung, wie Cooks und Alice schon gelegentlich feststellen konnten, eine umfangreiche Röntgensammlung mit zahllosen Bildern, Büchern und allem, was es so über Wilhelm Conrad Röntgen gibt. Und so sehr sie Röntgen verehrt, so sehr fürchtet sie Demian. Weder für das eine noch für das andere jedoch kennt sie den Grund.

In einigen Rückblicken erfahren wir, wie dann das weitere Leben und die wissenschaftliche Karriere von Gerta verlief. Sie wurde im Alter von 25 mit der weiteren Untersuchung des Steins beauftragt und schaffte es (mit Hilfe von Unterlagen, die sie unter mysteriösen Umständen im Sanatorium von Clairmont von Demian bekommen hatte), dessen Geheimnis zu enträtseln.

Jetzt hat Gerta die Maschine gebaut, mit der in Kürze Jedermann in die Zone und wieder zurück reisen kann. Die Warnung von Agi, als vor ihren Augen Kirchner von Enma verschlungen wurde, ist ihr aber noch im Ohr. Die Zone ist kein Ort für Menschen.

*

Derweil haben die Kinder von Béfort mit Helga, Chitto und Thoma das Sanatorium erreicht, wo Helga als Serafine vor 111 Jahren verstarb. Helga erkennt es wieder. Aber auch Thoma bleibt davon nicht unberührt. Für einen Moment hat er eine seltsame Vision.

*

Dyuma tritt vor seinem Vater an. Die Szene ist, wenn man das Anime noch nicht kennt, ziemlich rätselhaft. Jedenfalls steckt Dyuma / Demian im Körper eines Menschen und ist dazu verdammt, in diesem zu bleiben. Im Gegensatz zu Tina und den Wissenschaftlern kann er nicht mehr zurück. Und anscheinend ist er für seinen Vater nur ein Mittel, um König Titus von Girishia zu stürzen. Dafür aber brauchen sie unbedingt Tina, und das ist der Grund, warum Dyuma sie nun auch schon seit 200 Jahren oder so sucht.

*

Helga besucht das Haus, in dem sie als Serafine geboren wurde. Es ist nicht weit vom Sanatorium entfernt, aber mehr als eine Ruine ist nicht übrig. Dennoch genügt das, damit Helga sich wieder an so manches erinnert.

Serafine führte ein recht ruhiges und behütetes Leben bei ihren Eltern. Allerdings hatte sie zwei Verehrer, den robusten Jim (gesprochen von Katou Masayuki) und den sensiblen Künstler Uude (gesprochen von Ookawa Tooru), der unbedingt eins von ihren Bildern kaufen wollte. Doch Serafine malt nicht für Geld. Für sie sind diese Bilder Lichter in der Finsternis.

Da Jim wußte, daß er Serafine nicht würde haben können, beschloß er eines Tages, auf Weltreise zu gehen. Doch er kam nicht mehr zurück. Dafür stand eines Tages ein Fremder in der Tür, der Serafine von Jims Tod berichtete. Jim hatte in Indien von einer alten Spanierin ein Tuch gekauft, das mit genau dem gleichen Motiv bestickt war, das Serafine immerzu malte. Auf der Rückfahrt gab es einen schweren Sturm. Jim wurde das Tuch aus der Hand geweht, und im Reflex sprang er hinterher in die aufgewühlte See. Irgendwie konnte das Tuch gerettet werden, Jim kam jedoch nicht durch.

Etliche Jahre später kam Uude wieder. Nie hatte er Serafine und ihre Bilder vergessen können. Doch er sollte auch diesmal nicht zum Zug kommen, denn Serafine brach zusammen und verstarb wenig später im Sanatorium.

Und all das durchlebt Helga nun.

Und noch mehr. Denn vor Serafine war sie eine Lehrerin namens Christina. Als sie den Namen erwähnt, übergibt Agi ihr das Taschentuch, das einst Jim für Serafine gekauft hatte. Gestickt wurde es über 100 Jahre vor Serafine von einer spanischen Lehrerin namens Christina! So hat Tina es sich von einer Inkarnation zur nächsten an sich selbst weitergegeben.

Teil 16 - Kaiki, Kiri no naka he (Heimkehr in den Nebel)

Helga erinnert sich an das Jahr 1749, als sie als Christina in Spanien lebte.

Auch dieses Leben war ruhig und behütet, und auch hier gab es einen dramatischen Vorfall. Einer ihrer Schüler, ein Jungen namens Aanon (gesprochen von Kimura Akiko), war ziemlich ernsthaft in sie verliebt und versprach ihr eines Tages, Lilien für sie zu pflücken, weil sie deren tief blaue Farbe so sehr liebte. Diese Pflanzen wuchsen dort aber nur an sehr schwer zugänglichen Stellen am Berg, und so kam es, wie es kommen mußte: Trotz Christines Warnung, auf keinen Fall dort hinzugehen, tat Aanon es natürlich doch und stürzte in den Tod.

Tina und Soran

Diese Erinnerung trägt nicht gerade dazu bei, Helgas Stimmung zu verbessern. Wer sie ist, weiß sie zwar immer noch nicht so genau, aber daß es in ihren früheren Leben eine Menge Tragik gegeben hat, macht sie sehr traurig.

*

Die kleine Prinzessin Tina sitzt irgendwo draußen im dichten Nebel. Sie hat sich verlaufen, weint bitterlich und ruft nach ihrem Freund und Beschützer Sesu. Statt dessen erscheint ein anderen junger Mann (Soran), dessen halbes Gesicht von einer Metallmaske bedeckt ist. Außerdem bestehen anscheinend noch weitere Teile seines Körpers aus Metallprothesen. (Die Szene, in der die beiden sich hier kennenlernen, ist wirklich super-niedlich.)

*

Ein paar Jahre später: Tina ist inzwischen eine junge Frau und der Liebling des ganzen Palastes. Nach wie vor ist sie sehr eng mit Sesu befreundet, es heißt sogar, daß die beiden heiraten sollen.

Einen Schatten in ihrem Leben gibt es aber auch, nämlich Georca, den jüngeren Bruder ihres Vaters Titus. Georca ist im Grunde hinter dem Thron her, doch da läßt König Titus verständlicherweise nicht mit sich reden.

Nach dem Besuch bei ihrem Vater eilt Tina zu Sesu, doch nun trifft sie zum ersten Mal seit damals den Jungen - inzwischen zum jungen Mann herangewachsen - wieder, der sie damals gerettet hatte. Sesu stellt ihn als seinen besten Freund Soran vor. Soran ist Kommandeur eines Palastregimentes und war lange Zeit auswärts, doch die beiden erkennen sich sofort wieder.

König Titus hat unter seinen Mitarbeitern auch sieben Wissenschaftler, die gerade dabei sind, eine Maschine zu bauen, mit der man in die Zone, das Reich der Toten, vordringen kann. Zwei der Sieben, Paruza und Mel, waren schon damals ein Liebespaar. Und auf der Erde sind sie es auch über lange Zeit geblieben, sogar länger, als sie dachten ...

Tiere können die Wissenschaftler inzwischen von den Toten zurückholen, doch ob ihnen das auch bei Menschen gelingen würde, glauben sie eher nicht. Noch nicht.

In der Nacht zeigt Paruza Mel zwei Sternbilder, die am Himmel weit entfernt voneinander stehen. Der Legende nach waren es einst zwei Liebende, die von einem zornigen Gott getrennt wurden. Jetzt sind sie am Himmel weit auseinander. Und Paruza fragt sich, ob ihre Experimente nicht auch wieder den Zorn ihres Gottes hervorrufen könnten. Doch Mel meint, das sei doch nur ein Märchen. Bald würden sie heiraten und für immer zusammen sein, ganz anders als die beiden da oben am Nachthimmel.

*

Georca sammelt zwielichtige Gestalten um sich. Er plant irgend etwas, und bestimmt nichts gutes.

Derweil entwickelt sich aus der Freundschaft zwischen Soran und Tina Liebe. Logischerweise muß diese jedoch geheimgehalten werden. Weder der König noch Goto würden von dieser Idee sehr begeistert sein, von Tinas Verlobtem Sesu ganz zu schweigen. Allzu viel Mühe, sich zu verstecken, geben sie sich aber nicht, und so beginnt Sesu etwas zu ahnen. Er stellt Soran zur Rede und erklärt ihm, daß Tina nun ihn liebe sei in Ordnung, solange er nur gut auf sie aufpasse!

Als Zeichen seiner Liebe ritzt sich Soran Tinas Namen in seinen Metallarm.

Teil 17 - Tina

Im Palast schleichen unheimliche Gestalten herum.

Derweil berichten die Wissenschaftler dem König, daß sie mit ihren Forschungen über OSL so gut wie am Ziel sind. Allerdings geht es ihnen allen weniger darum, Tote zum Leben zu erwecken, sondern die Energie zu nutzen, die OSL liefern kann. (Das erinnert fast so ein bißchen an Kurau.)

Goto und Titus

Da fliegen die königlichen Quartiere in die Luft, und mit ihnen Tina. Der Verstand von König Titus bekommt einen Knacks bei der Vorstellung, seiner geliebten Tochter könnte etwas passiert sein.

Tatsächlich ist Tina lebensgefährlich verletzt. Sesu verprügelt erst mal Soran, weil der offenbar nicht genug aufgepaßt hat. Doch jetzt ist es zu spät. Selbst die Ärzte können nichts mehr machen. Da fällt König Titus das OSL ein. Er zwingt die Wissenschaftler, Tina aus der Zone zurückzuholen. Und denen bleibt nicht übrig, als dem Befehl Folge zu leisten, auch wenn Titus offensichtlich nicht mehr ganz bei Trost ist.

Also stecken sie Tinas Körper in ihre Maschine und holen sie tatsächlich zurück. Doch dann hat König Titus noch einen Extra-Wunsch.

*

Im Königreich wird von alledem nichts öffentlich bekannt. Statt dessen erzählt man einfach, Prinzessin Tina sei dem Anschlag einfach durch viel Glück entkommen.

Die Attentäter konnten leider nicht mehr lebend gefaßt werden. Aber trotzdem scheint soweit wieder alles in Ordnung.

Doch das scheint nur so. Denn zum Beispiel hat Tina nicht mehr ihren originalen Körper, denn der wurde bei der Explosion zu schwer beschädigt. Immerhin ist die Kopie perfekt, und ihr Geist ist sehr wohl der echte. Die sieben Wissenschaftler wollen das für sich behalten, doch sie werden von Goto belauscht. Und dann ist das noch die Maschine in ihrem Körper, die die Sieben auf Befehl des Königs dort eingebaut haben und die Tina in eine nahezu ultimative Waffe verwandelt hat. Es war Titus' Wunsch, seine Welt zur Strafe zu vernichten, sollte seiner geliebten Tochter jemals wieder so etwas schreckliches passieren. Goto ist entsetzt, das alles zu hören. Und schlimmer noch, er ist nicht der einzige heimliche Lauscher.

Und als schließlich Georca davon erfährt, kommt er auf eine interessante Idee.

*

Soran und Tina beschließen, dem König bekanntzugeben, daß sie heiraten wollen. Da bekommt Tina einen Brief ihrer Mutter Reda zugespielt. Reda ist schon vor langer Zeit in Ungnade gefallen, und Tina hat sie ewig nicht gesehen, doch nun verspürt Reda den Wunsch, ihre Tochter wenigstens für einen kurze Moment wiederzusehen. Tina ist geschockt, denn sie hatte ihre Mutter für tot gehalten.

Sesu verspricht ihr, ihr bei diesem Treffen zu helfen.

Derweil verschafft Georca sich gewaltsam Zutritt zu dem Labor der sieben Wissenschaftler und entführt Hiisuma. Denn der hat das Kontrollgerät, mit dem man die Waffe, die in Tina eingebaut ist, aktivieren und steuern kann.

*

Reda lebt irgendwo in einem abgelegenen Palast. Als sie nun endlich ihrer Tochter gegenübersteht, ist sie überglücklich. Reda ist ganz anders, als Sesu und Tina sie sich vorgestellt haben, eine freundliche und warmherzige Frau und kein bißchen die Rabenmutter, als sie man sie hingestellt hat.

Da kommt Georca dazwischen - Redas Ehemann. Irgendwie hat er es geschafft, sich Reda zu schnappen, nachdem sie seinem älteren Bruder Titus seine Tochter Tina geboren hatte. Jetzt ist sie übrigens wieder schwanger - ihr Kind wird später mal auf den Namen Dyuma hören.

Georca gibt vor Tina, Reda und Sesu mehr oder weniger zu, daß er es war, der die Bombe gelegt hat. Und daß Tina nun nur noch eine Kopie ist. Die echte Tina ist gestorben, und die, die jetzt vor ihm steht, ist das Produkt einiger fähiger Wissenschaftler. Ein Monster, das in sich eine alles zerstörende Waffe trägt. Und hinter genau der ist Georca her.

Teil 18 - Sangeki (Tragödie)

Die Wahrheit, die Georca Tina an den Kopf knallt, ist wie erwartet zuviel für sie. Sie hüllt sich in eine Aura aus OSL und schwebt davon. Georca ist begeistert. Doch anders als erwartet kann Hiisuma sie nicht kontrollieren. Tina verströmt OSL aus sich selbst heraus

Helga und Soran

Derweil machen sich Soran und ein paar Palastsoldaten auf den Weg zu Georcas Palast. Doch sie und auch die Wissenschaftler kommen zu spät. Tina hat die Zone geöffnet. Sie schwebt über den Trümmern von Georcas Palast und fängt an zu schießen. Den ganzen Planeten vernichten, wie Titus sich das vorgestellt hat, kann sie zwar nicht, aber ihre Feuerkraft ist durchaus beachtlich - so etwa einen kleine Atombombe pro Schuß - und sie legt alles in weitem Umkreis in Schutt und Asche.

Sesu und Soran versuchen immer wieder, sie da oben zu erreichen, kommen aber mit ihren Gleitern nicht an sie heran. Und König Titus, der nun sehen muß, was er angerichtet hat, verliert dabei noch den Rest seines Verstandes.

Sesu wird schließlich abgeschossen, und es ist ein Wunder, daß er überhaupt überlebt, allerdings mit einem Arm weniger.

Die Wissenschaftler versuchen derweil verzweifelt, Tina abzuschalten. Statt dessen beginnt Enma sich zu manifestieren. Es bringt Tinas OSL zum Erlöschen. Zufällig ist gerade Soran mit seinem Gleiter oben und fängt die Prinzessin auf. Von Sesus Position unten sieht es so aus, als habe Soran Tina stoppen können, etwas, was er nicht vermochte und was ihn statt dessen fast das Leben gekostet hat.

Soran bringt Tina zum Palast, und dorthin beginnt sich nun auch Sesu zu schleppen. Seine Gedanken sind dabei bei Tina - die beiden kennen sich schon seit Tinas Geburt. Und jetzt ist sie bei Soran ...

Teil 19 - Chikai (Das Versprechen)

Soran liefert Tina bei den Wissenschaftlern ab. Sie sollen die OSL-Maschine wieder aus ihrem Körper entfernen. Doch sie haben Pech: das Gerät hat sich aufgelöst und gleichmäßig in ihrem ganzen Körper verteilt. Es wieder zu entfernen ist unmöglich. Und so kann sie jederzeit wieder als Waffe aktiviert werden. Soran ist entsetzt, das zu hören. Aber den sieben Wissenschaftlern geht es kein bißchen besser.

Soran, die sieben Wissenschaftler und Tina

Derweil nutzt Georca die Gelegenheit und macht sich mit seinen Leuten auf, um Titus' Palast zu stürmen. Vor allem Tina will er haben.

Goto rennt zu Titus um ihn zu warnen, doch der König ist nicht mehr ansprechbar.

Soran ist entschlossen, unter diesen Umständen Tina lieber zu töten, als sie nochmal in diesem Zustand in Georcas Hände fallen zu lassen. Doch er bringt es nicht übers Herz, sie abzuknallen. Die Waffen senkt sich wieder. Da erwacht Tina, umfaßt Sorans Hände und richtet selbst die Pistole auf sich. Doch Soran schleudert sie weg und nimmt seine Geliebte in die Arme.

Agi kommt auf eine Idee: man könnte Tinas Geist aus ihrem Körper lösen und verstecken - auf einem 200 Millionen Lichtjahre entfernten Planeten namens Erde. Viel Zeit haben sie aber nicht mehr, denn Georcas Truppen sind schon im Palast.

Soran verspricht Tina, ihr zu folgen. Sie werden sich wiedersehen, irgendwo, irgendwann.

Soran legt Tina in die Kapsel. Diese schließt sich, und das letzte, was Tina in dieser Welt sieht ist, wie Soran von Kugeln durchsiebt zusammenbricht und Sesus Gesicht über ihr erscheint.

Der Weg durch die Trümmer war weit, und die ganze Zeit hat Sesu an nichts anderes denken können als an Tina und Soran. Ohne auf jemanden zu treffen, dringt er in den Palast ein und hört dann mit, was Soran und die Wissenschaftler planen, um Tina Georcas Zugriff zu entziehen. In einer Art Anfall geistiger Umnachtung schießt er Soran nieder und drückt dann den Knopf, mit dem Tinas weite Reise beginnt.

*

All das ist Helga jetzt wieder ins Bewußtsein gekommen. Daß sie eine so komplizierte und tragische Vergangenheit hatte, hat sie bis dahin nicht geahnt. Nun liegt sie schluchzend und völlig aufgelöst am Boden. Die Kinder von Béfort, Chitto und Thoma stehen betroffen um sie herum. gehen dann aber weg, um sie ein bißchen alleinzulassen.

Da bemerken sie, daß Hiisuma weg ist. Er hatte schon mal angedeutet, was er vorhat, nämlich zu verhindern, daß auf der Erde genau so eine Katastrophe mit OSL passiert wie auf Girishia. Mit anderen Worten will er Gertas Forschungsergebnisse darüber vernichten, bevor sie nach Girishia zurückkehren.

*

Cooks ist nicht erschossen worden, sondern wohlauf. Für seine Eigenmächtigkeiten ist er allerdings drei Monate vom Dienst suspendiert worden und steht im Moment unter Arrest. Mit einem cleveren Trick und der Hilfe von Alice schafft er es allerdings zu entkommen. Denn er kann ja jetzt so kurz vor dem Ziel nicht einfach aufhören, diesen Fall zu lösen.

*

Gerta bekommt Besuch von Hiisuma. Er ist in einem ihrer Labors und sucht nach den Experimental-Daten. Doch die wurden anscheinend entfernt und gelöscht. Als Gerta wissen will, warum er dahinter her ist, erklärt er ihr, sie habe diese Daten quasi von ihm und den anderen Wissenschaftlern gestohlen, und sie solle bloß die Finger von der Zone lassen.

Da kommt Dyuma dazu. Er stellt fest, daß die Wissenschaftler Tina anscheinend gefunden haben. Er hat die Daten, die Hiisuma will.

*

Als Thoma am nächsten Morgen erwacht, sieht er Tina. Sie hat jetzt weiße Haare und hellblaue Augen.

Teil 20 - Meguru Inochi (Das kreisende Leben)

Thoma und Chitto sind über Helgas Veränderung ziemlich betroffen. Und selbst die Kinder von Béfort sind erstaunt. Dabei haben sie diese Veränderung an sich selbst ja schon über 20 Mal erlebt.

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Hiisuma nennt Demian Dyuma, und da wird Gerta klar, daß auch er zu den Kindern von Béfort gehören muß. Dyuma erklärt Hiisuma, warum Kirchner und die anderen Versuchskaninchen so stark gealtert sind. Und dieses Schicksal werde auch Hiisuma treffen. Selbst wenn er nach Girishia zurückkehre, habe er vielleicht noch 2 Monate. Doch er hat etwas gefunden, was er als Gegenmittel bezeichnet.

Und Gerta geht es auch nicht viel besser, als ihr klar wird, daß sie sozusagen von Aliens benutzt worden ist. Dyuma stellt allerdings zutreffend fest, daß es Gertas eigener dringender Wunsch gewesen ist, diese Forschungen zu betreiben. Er hat sie zu nichts zwingen müssen.

einer von Dyumas Robotern ist hinter Hasumodai her

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Helga will wissen, was aus Soran damals geworden ist. Agi erzählt ihr, daß sowohl Sesu als auch Soran tot waren, als er und seine Kollegen in den Transfer-Raum kamen. Er geht davon aus, daß Georcas Soldaten sie beide erschossen haben. Wieder sind also Menschen für sie gestorben, wie schon so oft. Es ist eine wirkliche Tragödie, daß so ein sanftes und gutherziges Mädchen soviel Unheil anzieht. Chitto ist das nicht entgangen, und er kann die Tränen nicht zurückhalten.

Und auch Thoma ist schwer ins Grübeln gekommen. Sesu und Soran ... das läßt ihn nicht los.

Aber wie entscheidet Helga / Tina sich jetzt? König Titus will sie zurückhaben. Und die Wissenschaftler würden sie auch gerne zu ihrer Heimatwelt zurückbringen, um das, was sie erleiden mußte, wenigstens ein bißchen wiedergutzumachen. Doch Helga hat sich anders entschieden. Ihr Leben ist jetzt auf der Erde - Tinas Leben ist jetzt Helga. Und außerdem erwartet sie noch Soran. Denn er hat ihr eisern versprochen, daß er zu ihr zurückkehrt. Und daß der Tod nichts endgültiges ist, dafür gibt es in diesem Anime eine ganze Reihe von Beispielen. Also warum nicht.

Agi und die anderen sind über diese klare Entscheidung erleichtert. Und damit wäre ihre Mission eigentlich beendet, wenn nicht ...

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Nach Tinas Verschwinden von Girishia schlug König Titus zurück und zerstörte Georcas Armee. Doch der hatte Tinas Körper, setzte sich in ein Raumschiff und flog zur Erde. Er will die ultimative Waffe wiederhaben, um endlich seinen Bruder zu vernichten und die Macht auf Girishia an sich zu bringen. Und sein Sohn Dyuma agiert genau aus diesem Grund hinter den Kulissen. Agi und die anderen betrachten es jetzt als ihre Aufgabe, Tina davor zu bewahren, in Georcas Hände zu fallen. Er macht sich mit Soreto auf den Weg, Hiisuma zu folgen und die Transfermaschine, die Gerta gebaut hat, zu zerstören. Taruranto und Hasumodai bleiben bei Helga, um sie zu beschützen.

Und das ist auch bitter nötig. Denn Dyuma hat schon seine Leute losgeschickt, um Helga einzufangen. Und dann erscheint er persönlich mit einem kleinen Raumschiff und sammelt Helga ein. Die sieht ihren kleinen Bruder bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal und leistet keinen Widerstand. Das liegt ohnehin nicht in ihrer Natur. Thoma, Hasumodai und Taruranto versuchen es zwar, doch Dyumas Leute sind in Wirklichkeit Roboter, gegen die die Menschen keine große Chance haben.

Mithilfe von Wanda nehmen sie aber immerhin die Verfolgung auf.

*

Cooks und Alice dringen erneut in die unterirdischen Labors vor. Diesmal ist die Stahltür aufgesprengt - von Soreto und Agi, die dort nach der Transfermaschine suchen. Agi bekommt "Besuch" von einem Enma, das als seine kleine Schwester Belle erscheint, doch Soreto kann ihn retten. Doch Agi und auch Soreto wissen, daß Enma eigentlich erscheint, um einen Fehler zu korrigieren, und dieser Fehler sind sie. 21 Mal wurden sie bereits wiedergeboren und haben menschliche Existenzen entführt, über fünf Jahrhunderte hinweg. Und das alles wegen eines einzigen Lebens, nämlich dem von Prinzessin Tina.

Ihr einziger Trost ist, daß das alles nun bald ein Ende hat.

Irgendwo finden sie Unterlagen, die ihnen verraten, wo die Transfermaschine steht: nämlich auf einer Insel namens Kuril. Da betreten Cooks und Alice den Raum.

Teil 21 - Dyuma

Als Wanda sich Dyumas Gleiter nähert, wird sie mitsamt ihren Passagieren von den Robotern angegriffen. Sie können sich dann wieder befreien, verlieren aber Zeit.

*

Cooks kann es kaum glauben, endlich mal zwei Kindern von Béfort persönlich gegenüberzustehen. Und auch Alice, die sie bisher nur von dem über 100 Jahren alten Foto kennt, ist völlig überrascht. Für ihn sind Agi und Soreto Jan von der Sansuri-Insel und Flow aus Nohedge, die vor 6 Jahren von Zuhause verschwanden. Zitternd hält er ihnen das alte Foto hin und fragt sie, ob sie die auf dem Bild seien. Als Agi antwortet, das sei das Foto, das Bob Cooks damals geschossen habe, ist Cooks tief erschüttert.

Dann schweben Soreto und Agi einfach davon.

Reda und Dyuma

*

Es war für Taruranto nicht schwer zu erraten, wie Dyuma zur Erde gelangt ist. Also sucht er jetzt ein Raumschiff, das wahrscheinlich irgendwo unter den Inseln versteckt ist. Hasumodai konnte Dyuma aber folgen und weiß, wo sie hin müssen.

Und so fliegen sie völlig unbehelligt durch die Inselwelt und schließlich in eine riesige Höhle hinein.

Dort irren sie eine Zeitlang herum, bis sie schließlich etwas entdecken, das wohl eine Lüftungsklappe des Raumschiffes ist. Wanda öffnet die Klappe im R2D2-Stil. Unbehelligt dringen sie ein.

*

Dyuma hat seine große Schwester inzwischen in dem Raumschiff abgeliefert. Es ist riesig und enthält auch einen gewaltigen Garten, der die Landschaft Girishias nachempfindet. Helga jedoch bittet ihn darum, sie gehen zu lassen. Dyuma ist von diesen Worten ebenso getroffen wie enttäuscht. Denn er liebt und verehrt Tina von ganzem Herzen.

Sie folgt ihm, und er bringt sie in einen Raum, in dem in einer Konservierungsröhre Tinas originaler Körper steckt. Wie eine tiefgefrorene Göttin sieht sie sozusagen auf sich selbst herab.

Die Bewohner von Girishia sind übrigens wahre Riesen, an die 10 Meter groß (deswegen ist auch das Raumschiff so riesig). Dieser Anblick jedenfalls läßt Helga nicht unberührt.

Dyuma erklärt Helga, daß ihre gemeinsame Mutter Reda auf diesem Schiff starb. Georca behandelte sie allesamt äußerst brutal, und wahrscheinlich hat er seine Frau beziehungsweise Beute, die er seinem so tief gehaßten Bruder Titus hatte abjagen können, eines Tages auf dem Flug zur Erde einfach totgeschlagen. Dafür verfiel Dyuma in eine fast abgöttische Verehrung zu Tina. Passenderweise bekam er von seinem Vater den Befehl, Tinas Geist zu finden. Und das hat er ja nun auch geschafft. Er fleht Helga an, wieder Tina zu werden. Vor seinem Vater werde er sie auf alle Fälle beschützen, denn eine Waffe solle sie nie wieder werden müssen.

Helga fühlt mit Dyuma, doch sie will nicht mehr Tina werden. Tina ist schon lange tot, und so soll es auch bleiben, auch wenn Dyuma die Transfermaschine fertig hat, mit der ihr Geist wieder umgepflanzt werden könnte. Und davon will Dyuma sich auch nicht abbringen lassen.

Georca läßt die beiden dann bei sich antanzen. Nachdem er nun (fast) hat, was er wollte, kann er nach Girishia zurückfliegen und seinen Bruder endlich vernichten. Helgas Widerspruch interessiert ihn dabei nicht im geringsten.

*

Cooks und Alice dümpeln in einem kleinen Boot vor der Kuril-Insel herum. Cooks steckt in einer Sinnkrise. Die dauert aber nicht lange, denn er ist von Natur aus ein Mann der Tat. Und jetzt will er wissen, was die Kinder von Béfort mit GED zu tun haben. In der Nähe des "Tatortes" sind sie ja schon. Und dann stoßen sie auf ein seltsames und vor allem riesige Ding - die Transfermaschine, extra für eine einzige Person gebaut. Nämlich für Tina.

Die Maschine umfaßt neben der eigentliche Vorrichtung auch eine Reihe von Gebäuden und Labors, und irgendwo dort stöbern nun auch Soreto und Agi herum. Diese Maschine ist ohne Zweifel eine ziemlich genaue Kopie ihrer eigenen.

In dem Raum, Gertas Chefzimmer anscheinend, hängt ein Bild von Conrad Röntgen - Paruza. Obwohl er sein Gedächtnis verloren hatte, hat er doch die Röntgenstrahlen entdeckt und damit der Menschheit den entscheidenden Anschub gegeben. Auch als Mensch ist er ein Wissenschaftler von Girishia geblieben.

Und irgendwo in einem anderen Teil dieser Anlage befindet sich auch der Stein, in dessen Struktur die Baupläne für die Transfermaschine enthalten sind. Seit Jahrzehnten steckt er in einer Stahlhülle, selbst Gerta hat ihn noch nie mit eigenen Augen gesehen. Doch das will sie jetzt nachholen und beginnt, mit einem Laser den Kasten aufzuschmelzen.

Teil 22 - Hirai (Angeflogen kommen)

Während Gerta die Stahlbox aufschweißt, kreisen ihre Gedanken um Dyuma. Auf geheimnisvolle Weise sind die beiden miteinander verbunden. Er weiß Dinge über sie, von denen sie nicht mal selbst etwas weiß.

*

Georca läßt sein Raumschiff starten.

Dyuma

Thoma, Chitto, Hasumodai und Taruranto fliegen immer noch in dem Raumschiff umher. Es ist so groß, daß sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen zu suchen. Die Arbeit wird ihnen abgenommen, denn es tauchen feindliche Roboter auf. Sie sind bewaffnet, aber nicht sehr stabil, denn Thoma kann sie mit ein paar Karate-Tricks kaputthauen. Aber es kommen mehr.

Und in den Anlagen der Transfermaschine versammelt sich eine Reihe Wichtig-Männern, um dem angekündigten Experiment beizuwohnen, während draußen im Dickicht Cooks und Alice herumkrabbeln und sich fragen, was dieses gigantische schwebende Ding wohl sein könnte. Dafür werden sie Zeuge, wie der englische Kriegsminister per Hubschrauber eingeflogen wird, ebenso wie weitere Politiker aus Amerika und China.

Drinnen wartet man auf Demian und die neuen Piloten, die den Test machen sollen.

*

Gerta schießt weiter auf die Box, als plötzlich Agi und Soreto in der Tür stehen. Mit ihren speziellen Mitteln zerschlägt Soreto die Box ganz leicht. Heraus kommt der Stein, ein Stück der Autozone, wie Agi feststellt. Er knallt es auf den Boden und es zerbricht in tausend Splitter, die sich kurz darauf auflösen - ein bißchen spät natürlich, denn die Daten, die darinnen waren, sind ja bereits benutzt worden, um eine neue Transfermaschine zu bauen.

Einer der Splitter sieht genauso aus wie ein Kristall, den Gerta als Kind gekauft hat und der angeblich Röntgen gehört hat - wieder so eine geheimnisvolle Verbindung. Der Splitter verdunstet allerdings einen Moment später, während Gertas Kristall bleibt.

*

Georcas Schiff taucht auf. Thoma und die anderen haben es sich wieder anders überlegt und wollen das Schiff verlassen, um von außen zu suchen. Allerdings ist der Ausgang verschwunden. Statt dessen landen sie in einem Raum, in dem die originale Körper der Wissenschaftler stehen. Damit hat Dyuma schon Hiisuma auf seine Seite gebracht, und als Hasumodai und Taruranto sich nun in den Konservierungstanks sehen (übrigens voll angezogen), sind sie bis ins Innerste aufgewühlt.

Dann erscheint Dyuma. Mit den Körpern hat er die Wissenschaftler in der Hand. Zwei hat er schon auf seine Seite gezogen. Hiisuma erscheint und erklärt, er würde alles tun, um nach Girishia zurückzukommen. Dieser Gedanke war es, der ihn all die Jahrhunderte aufrechterhalten hat. Die Welt der Menschen interessiert ihn nicht.

Auf die Hilfe von Dyuma können sie sich allerdings noch weniger verlassen, denn da sie es waren, die seine über alles geliebte Schwester in eine Waffe verwandelt haben, verachtet er die Sieben zutiefst.

Taruranto fragt zwischendurch, wer eigentlich der zweite ist, der für Dyuma arbeitet. Es ist überraschenderweise Mel! Gerta Hawksbee ist Mel. Auch wenn ihr das nicht bewußt ist, sind ihre unbewußten Erinnerungen dafür umso stärker: ihre Liebe zu Paruza und die Angst vor der Folter, mit der Dyuma aus ihr damals die Daten herausgequetscht hat, um die Transfermaschine bauen zu können.

*

Die Politiker warten auf die Vorführung, doch Georca hat andere Pläne. Er läßt die GED-Station von seinen Robotern besetzen. Und dann erscheint sein Schiff am Himmel über der Transfermaschine. Es ist so groß, daß man es kaum zur Gänze überblicken kann.

*

Gerta kommt auf die Idee, den Kristall, den sie noch hat, auf die gleiche Weise zu untersuchen wie den großen, jetzt zerstörten Stein. Und was findet sie: das seltsame Sternzeichen aus Röntgens Notizbuch, dasjenige, von dem Paruza Mel auf Girishia erzählt hat. Nur sind die beiden getrennten Sternbilder hier dicht zusammen.

Teil 23 - Gerta

Die versammelten Menschen sind über das Auftauchen dieses riesigen Raumschiffes über dem Testgelände entsetzt, fast noch mehr als über die Roboter, von denen allerdings auch nichts gutes zu erwarten ist. Sie sorgen auf rücksichtslose Weise dafür, daß Georca ungestört arbeiten kann. Und das betrifft auch Soreto und Agi, die vergeblich versuchen, die Transfermaschine zu sabotieren.

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Dyuma geht davon aus, daß sein Vater sein Ziel nun praktisch erreicht hat. Die Wissenschaftler braucht er nun nicht mehr, also kann er sich jetzt an ihnen rächen. Ihre Körper stehen in einer Art Seitenraum des Raumschiffes, und diesen trennt Dyuma nun einfach ab und läßt ihn ins Meer stürzen. Chitto, Thoma, Hasumodai, Taruranto und Hiisuma sind noch darinnen. Sie könnten leicht fliehen, weil das Schiff ziemlich hoch steht und bis zum Aufschlag des Containers unten recht viel Zeit bleibt. Doch vor allem Hiisuma ist so schockiert, daß er nicht von der Seite seines Körpers weichen will. Als Thoma versucht ihn zu retten und er sich schließlich doch retten lassen will, ist es zu spät.

Soretos Originalkörper

Kurz darauf kommen Soreto und Agi dazu, und so versammeln sich die vier Überlebenden plus Chitto und Thoma am Strand. Sie fischen die Überlebenstanks aus dem Wasser, doch diese sind abgeschaltet. Dyuma wollte, daß sie zusehen müssen, wie ihre originale Körper verrotten, damit sie, genau wie er, nicht mehr nach Girishia zurück können.

Nachdem sich alle ein bißchen beruhigt haben, erzählt Hasumodai den anderen, daß Gerta in Wirklichkeit Mels Reinkarnation ist ("Umarekawari" heißt das übrigens auf Japanisch, wen's interessiert).

Soreto kommt auf die Idee, das auszunutzen. Wenn Gerta wirklich Mel ist, dann sollte man ihre Erinnerung wecken können. Und dann wiederum müßte sie bereit sein, die Autozone-Maschine zu stoppen, bevor wieder ein Unglück geschieht. Und so macht Soreto sich auf den Weg zu Gerta, während die anderen erneut in Georcas Schiff eindringen.

Soreto nutzt die wild um sich ballernden Roboter geschickt aus, um sie sich gegenseitig abschießen zu lassen, und kommt so in den Labortrakt. Und dort trifft sie schließlich auf eine völlig aufgelöste Gerta. Soreto redet sie mit Mel an. Gerta will mit diesen unheimlichen Außerirdischen nichts zu tun haben, und doch ... Soretos Worte fallen langsam auf fruchtbaren Boden. Gerta beginnt sich zu erinnern. An ihren geliebten Paruza zum Beispiel. Der Kristall, den sie als Kind gekauft hatte, stammt zum Beispiel von ihr selbst. Sie hatte ihn Conrad Röntgen geschenkt, und in ihrem nächsten Leben (als Gerta) kehrte er dann wieder zu ihr zurück. Und die beiden vereinigten Sternbilder hat sie selbst einst dort hineingeschrieben.

Es fällt ihr auch wieder ein, was Dyuma so alles mit ihr angestellt hat. Soreto muß sie also nicht erst lange überreden, den geplanten Transfer zu stoppen.

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Dyuma steckt sich eine schwere Waffe ein. Dann holt er Helga ab. Doch Thoma und die anderen fangen die beiden irgendwo in den unendlichen Weiten des Raumschiffes ab und greifen Dyuma an.

Teil 24 - Tooma no Shinjitsu (Thomas Wahrheit)

Dyuma teleportiert Helga weg, um sich dann ungestört Thoma und den anderen Eindringlingen zu widmen. Er ist ein überlegenen Gegner, gegen den selbst Thoma einen sehr schweren Stand hat. Er schlägt in zusammen und folgt dann Tina.

Thoma rennt los, um Helga zu finden. Durch Zufall findet er jedoch etwas ganz anderes, nämlich den Raum, in dem Tinas Original-Körper aufbewahrt ist. Wie gebannt steht er vor dem riesigen Tank. Und er erinnert sich an sein früheres Leben - als Sesu.

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Sesu bei der Transfermaschine

Der schwerverletzte Sesu schleppt sich durch strömenden Regen über die Ruinenfelder, die Tina hinterlassen hat, zum Palast, wohin Soran die bewußtlose Prinzessin gebracht hat. Er hört mit, wie Soran und die sieben Wissenschaftler beschließen, Tinas Geist zur Erde zu schicken, hebt die Waffe auf, die Soran kurz zuvor weggeworfen hat, und schleicht ihnen nach. Und dann erschießt er Soran, während bereits Georcas Soldaten den Trakt stürmen. Und so findet unmittelbar nach Soran auch Sesu sein Ende. Er kann es nicht fassen, daß er soeben seinen besten Freund erschossen hat, und schafft es gerade noch, die Transfermaschine zu aktivieren, bevor die Kugeln der feindlichen Soldaten auch ihn durchsieben.

Und all das fällt Thoma nun wieder ein, während die konservierte Hülle Tinas ausdruckslos auf ihn heruntersieht. Seine Haare werden weiß und die Augen blau. Chitto und Taruranto, die das direkt miterleben, sind schockiert. Thoma selbst aber auch.

Agi und Hasumodai kommen dazu und sind nicht schlecht überrascht, auf diesem Wege Sesu wiederzubegegnen. Und der ist immer noch völlig aufgelöst, denn er hat ja - seinem Empfinden nach gerade eben - Soran erschossen.

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Dyuma bringt Helga zu Georca. Er nennt seinen Vater einen wertlosen Kerl, woraufhin dieser ihn zusammenschlägt. Helga versucht ihn zu schützen und fragt Georca, was aus Dyuma eigentlich werden soll, wenn sie alle nach Girishia zurückkehren. Denn Dyuma steckt ja im Körper eines Menschen. Er kann nicht zurück. Mutig versucht sie ihren Bruder zu beschützen und fragt Georca, ob ihm die Gefühle seines eigenen Sohnes so egal seien. Der antwortet, als Titus sie in eine Waffe verwandelt habe, habe er sie auch nicht vorher nach ihren Gefühlen gefragt.

Er befiehlt Dyuma dann, umgehend mit dem Transfer zu beginnen und Helga in der Maschine abzuliefern. Helga umarmt Dyuma, um ihn zu trösten. Der ist tief erschüttert. Zuneigung und Liebe hat er in seinem Leben nicht viel erfahren. Doch er führt Georcas Befehl aus.

Teil 25 - Zoon he (Zur Zone)

Mit einem kleinen Gleiter fliegt Dyuma zum Transferraum. Die bewußtlose Helga hält er in den Armen. Unter anderem sehen auch Soreto und Gerta / Mel diesen Vorgang. Soreto erklärt Gerta, daß Helga in Wirklichkeit Tina ist und daß sie die Maschine sofort stoppen müssen. Die beiden rennen los, gefolgt von Cooks, der gerade um die Ecke kam.

Georcas Raumschiff

Innerlich zerrissen legt Dyuma Helga auf den Tisch im Zentrum der Maschine, dann verschafft er sich Zutritt zum Kontrollraum, in dem einer seiner Roboter bereits Soreto gefangen hat. Auch Gerta kann ihn nicht aufhalten, denn er weiß genau, wie diese Maschine zu bedienen ist und braucht sie nicht. Da sie sich ihm aber entgegenstellt, schießt er sie nieder. Dann beginnt er mit dem Öffnen der Zone. Soreto brüllt ihn an, er dürfe Helga nicht töten.

Taruranto, Sesu / Thoma und die anderen versuchen, den Transfer zu verhindern, als sie bemerken, daß Dyuma angefangen hat. Doch sie können nichts ausrichten. Nur im Innern der Maschine selbst wäre etwas zu machen. Also fliegen sie dorthin. Es kommt zu einem dramatischen Versuch, die Barriere der feindlichen Roboter zu durchbrechen, wobei Wanda sich opfert, um den anderen den Weg freizuhalten. Chitto ist untröstlich über diesen tragischen Verlust.

Da bricht Dyuma den Vorgang ab. Sein Gewissen oder was auch immer hat die Oberhand gewonnen. Dafür erscheint wütend sein Vater vor dem Kontrollraum um will wissen, was los ist. Wohl für diesen Fall hat Dyuma die Waffe dabei, und mit dieser erschießt er Georca nun, als späte Rache für seine Mutter, und wohl auch für sich selbst.

Thoma, Chitto, Taruranto und Hasumodai haben den Transferraum erreicht, aber Helga ist in einen Zustand suspendierter Animation gefallen, sozusagen kurz vor der Zone. Dort muß sie jetzt jemand retten ...

Und um diese Rettung streiten sich nun Sesu und Dyuma. Sesu gewinnt durch einen kleinen Trick und macht sich auf den Weg in die andere Dimension. Die Warnungen der Wissenschaftler sind ihm noch in Ohr.

Teil 26 - Shuuen * Soshite Hajimari (Erlöschen und Anfang)

Thoma findet sich an einem seltsamen Ort wieder. Er leuchtet bläulich und macht sich auf die Suche nach Helga. Sie könnte überall sein, aber praktischerweise findet er sie schon nach zwei Sekunden. Auch Helga verströmt dieses blaue OSL-Licht.

Eigentlich sollte Thoma Helga ja retten, doch statt dessen übermannt ihn nun der Schmerz über Sorans Tod. Er beichtet Helga, daß er Soran getötet habe, und bittet sie um Verzeihung. Ein Enma taucht auf, um die beiden abzuholen. Thoma / Sesu schickt Helga zurück und stellt sich selbst dem Enma in den Weg. Im Grunde will er nicht mehr leben. Doch da kennt er Helga schlecht. Sie läßt ihn nicht so einfach in die andere Welt gehen. Denn wenn Sesu stirbt, dann stirbt auch Thoma, und der kann ja für das alles gar nichts. Sesu sieht das etwas anders, doch Helga bringt ihn am Ende doch dazu, ihr zurück in die Welt der Lebenden zu folgen.

Und da kommen sie dann auch wohlbehalten wieder an.

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Dyuma zerstört die Transfermaschine. (Das Raumschiff seines Vaters hat ein paar ganz nette Waffen an Bord.)

die restlichen Kinder von Béfort

Irgendwo in dem Laborkomplex erwacht Gerta, etwas lädiert, weil Dyuma sie ja niedergeschossen hatte, aber dafür sind Soreto und die anderen bei ihr, als sie wieder zu sich kommt.

Dann läßt Dyuma die Tanks mit den Körpern der Wissenschaftler wieder bergen und nimmt sie an Bord des Schiffes, damit sie, wenn sie wollen, wieder nach Girishia zurückkehren können. Doch sie wollen eigentlich nicht mehr. Ihr 21. Leben wollen sie endlich mal wie normale Menschen leben. Auch wenn sie, ebenso wie auch Helga und Thoma, ihre Erinnerungen verlieren werden, wenn sie 12 werden (was ja der Grund war, warum sie jedesmal vorher in neue Körper wechselten). Doch selbst das schreckt sie nicht mehr. Und so sehen sie, wenn auch etwas wehmütig, Dyumas Schiff nach, wie es sich in den Himmel erhebt um den Rückweg nach Girishia anzutreten - ohne sie, ohne Tina (jedenfalls ohne Tinas Geist).

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Zu Thomas und Chittos Überraschung schlägt Helga vor, nach Hause zurückzukehren, und damit meint sie das Chikao-Waisenhaus. Doch jetzt, nach allem, was passiert ist, kann sie nun endlich dort ein normales Leben führen. Und auf ihren Soran warten, der eines Tages zu ihr kommen wird, wie er es versprochen hat. Und auch Thoma kehrt zu seinen Eltern zurück, und später werden seine Haare auch wieder schwarz.

Und damit findet eine erstaunliche Geschichte ein glückliches Ende.


Erstellt am 2.10.2005. Letzte Änderung: 19.2.2014