Gallforce 1: Eternal Story

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Der Solnoid-Flottenverband Akon-Kaguya befindet sich im Gefecht mit einer Parnoid-Flotte. Der Kapitän des Schiffes Star Leaf ist noch an Bord der Akon-Kaguya, als die Star Leaf einige schwere Treffer hinnehmen muß und erheblich beschädigt wird. Allerdings bleibt sie flugtauglich, nur der größte Teil der Besatzung ist ins All geblasen worden. Obwohl die Star Leaf ein riesiges Schiff ist, gibt es an Bord nur 5 Überlebende: Eluza, Rabby, Pony, Rumy und Patty sowie die Androidin Catty und die beiden Roboter Toil und Ail. Pony inspiziert die Schäden und findet dabei zufällig Catty.

Lufy

Draußen hat Lufy in ihrem Raumjäger gegen die Solnoids gekämpft, muß jetzt aber notlanden. Das nächste beste Schiff, das sich dafür eignet, ist zufällig die Star Leaf. Sie baut eine saubere Bruchlandung und streitet sich dann über den Bord-Interkom mit Eluza herum, ob sie überhaupt hätte landen dürfen. Wie auch immer, vorläufig ist sie Nummer 7 an Bord. Da meldet sich die Akon-Kaguya. Die Kommandantin befiehlt, Kurs auf das 9. System zu setzen. Dort haben sich die Solnoids auf dem Mond Chaos eine neue Welt geschaffen, die sie nun gegen die Parnoids mit allen Mittel zu verteidigen gedenken. Die Schiffe lösen sich von den Parnoids und gehen in den Hyperraum.

Auf 3/4 des Weges fällt plötzlich der G-Kompensator aus und sie Star Leaf fällt in den Normalraum zurück. Von der Flotte ist weit und breit nichts zu sehen. Lufy hat während des Fluges in aller Ruhe geduscht und begibt sich nun in die Zentrale - völlig nackt. Eluza ist schockiert, allerdings eher deswegen, weil inzwischen Alarm gegeben wurde. Lufy nimmt das alles nicht so tragisch, beteiligt sich aber dann an den Reparaturarbeiten. Die gestalten sich als nicht so einfach. Die Frauen müssen sich nämlich ausschleusen und durch den freien Weltraum zum Maschinenraum gelangen, weil der Zugang dahin bei den letzten Gefechten zerstört worden ist. Für Pony ist das eine echte Nerveprobe, aber sie ist die einzige, die die Reparatur durchführen kann. Sie haben es gerade alle geschafft, als die Sensoren der Star Leaf die Annäherung dreier Solnoid-Schiffe anzeigen.

Lufy und Rabby bemannen (nach einigem Herumstreiten) je einen Raumjäger, um den anrückenden Feind aufzuhalten. Unterstützt werden sie dabei noch von zwei Mechas, Bronz-B und Bronz-D. Während Pony, Patty und Rumy so schnell sie können arbeiten, gelingt es Lufy und Rabby, die Solnoids lange genug aufzuhalten, bis die Star Leaf wieder überlicht-fähig ist. Doch die heftigen Kämpfe gegen die Übermacht der Parnoids fordern ein Opfer: Lufy kehrt nicht mehr zurück. In den Armen von Bronz-D verläßt sie (einstweilen) diese Welt.

Monster

Trotz des scheinbaren Erfolges der Star Leaf-Mannschaft haben die Parnoids in Wahrheit ihre Mission erfolgreich ausgeführt: sie haben eine Kapsel in das Schiff geschossen, in der ein seltsames Wesen steckt, ein Formwandler, der meist als Monster auftritt. Der eigentliche Zweck dieses Ungeheuers ist aber ein ganz anderer. Die Parnoids, und wie sich später herausstellt auch die Solnoids, haben erkannt, daß sie sich gegenseitig in ihrem endlosen Krieg aufreiben werden, es sei denn, sie könnten eine dritte, friedliche Rasse als Puffer zwischen sich stellen. Diese Rasse soll aus der Vereinigung beider Spezies hervorgehen. Und das in die Star Leaf eingeschleuste Ungeheuer ist nichts anderes als ein "Besamungssystem", das ebendiese Vereinigung zwangsweise herbeiführt. Die Parnoids haben diese Versuche schon tausende Male unternommen, doch geklappt hat es bisher nie, weil die Solnoids, denen das neue Leben injiziert wurde, gestorben sind. Genau das passiert später dann auch mit Eluza.

Nachdem die 5 Frauen den Eindringling bemerkt haben, machen sie sich auf die Jagd. Doch Eluza gerät in die Fänge des Monsters und bekommt eine Art Einzelle eingepflanzt. Die anderen finden sie und bringen sie in die Medostation, wo Eluza unter großen Qualen ihr Leben aufgibt. Sie weiß, was die Parnoids mit ihr vorhaben und will deswegen nicht weiterleben. Doch ganz umsonst war der Einsatz des Monsters doch nicht. Bevor es von Rabby zur Strecke gebracht wird, injiziert es nämlich auch Patty eine Eizelle. Und es unterdrückt Pattys Gefühle dagegen. Patty erinnert sich nicht mal mehr daran, und setzt dann mit den anderen (noch 4 + Catty) die Reise nach Chaos fort, als wäre nichts gewesen.

Rabby hat einen Verdacht gegen Catty geschöpft und prüft in den Personalunterlagen nach, ob sie die ist, die sie zu sein vorgibt. Als Rabby herausfindet, daß Catty nirgends registriert ist, stellt sie sie mit vorgehaltener Pistole zur Rede. Catty antwortet, sie sei an Bord, damit alle eine Chance auf eine glückliche Zukunft hätten. Dann läuft sie davon, zu OX11, dem Bordcomputer, der in ihre Mission eingeweiht ist. Sie sagt zu ihm, sie könne ihren Auftrag nun nicht mehr fortsetzen. Rabby kommt auch nicht mehr dazu, die Antworten aus Catty herauszuquetschen, denn in dem Moment gibt es einen Alarm. Die Bordsysteme stehen kurz vor dem Zusammenbruch und das ganze Schiff wird in wenigen Sekunden explodieren. Die Frauen haben gerade noch genug Zeit, die Rettungskapsel Blossom zu erreichen. Doch Pony will unbedingt Cattys Absichten aus OX11 herausbekommen. Im letzten Augenblick läuft sie also zurück. Diesmal gibt OX11 ihr im Angesicht des bevorstehenden Unterganges die Antworten, die Pony in den Bordcomputer der Blossom überspielt: Catty ist ein Android, der vom Oberkommando an Bord geschickt wurde, um den Plan für die Zukunft der Rasse der Solnoids zu überwachen (den Spezies-Vereinigungsplan, den auch die Parnoids durchführen).

Catty im Stromkreis

Doch es gibt noch ein Problem: das Rettungssystem versagt, die Blossom kann nicht abgeschossen werden und droht, mit der Star Leaf zusammen in die Luft zu fliegen. Catty lokalisiert dem Defekt, ein paar durchgerissene Starkstromkabel. Sie überbrückt die Unterbrechung mit ihrem eigenen Körper. Durch die extreme Energie löst sie sich auf, doch die 3 übrig gebliebenen Frauen (Rabby, Rumy und Patty) sowie Toil und Ail sind gerettet und erreichen Chaos, den Mond der Erde. Chaos war das 15. Starbuild-Projekt und ein voller Erfolg: es ist eine von üppigem Dschungel überwucherte Welt mit blühendem Leben geworden, alles künstlich erzeugt von den Solnoid-Ingenieurinnen.

Während des Fluges träumen sie alle von einem seltsamen, freundlichen Energiewesen. Später warnt Rabby sie: es könnte eine Art Gehirnwäsche der Parnoids sein. Schließlich landen sie auf Chaos und bauen einige Schutzschirmgeneratoren auf. Doch die Parnoids sind ihnen dicht auf den Fersen. Sie schicken drei Spione nach Chaos, um zu überprüfen, was aus ihrem Experiment geworden ist. Die drei Frauen liefern ihnen ein heftiges Gefecht und schießen sie schließlich ab. Patty hat plötzlich große Schmerzen in der Magengegend. In der Medostation holt Rabby schließlich einen Embryo aus ihr heraus, der innerhalb weniger Minuten zu einem Baby heranwächst und sich in aller Unschuld davonmacht, verfolgt von Rumy. Dabei wächst und wächst er, bis er ein ausgewachsener junger Mann ist, und abgesehen von seinem Geschlecht eine exakte Kopie von Patty, obwohl er zur Hälfte ein Parnoid ist - das erste Exemplar einer neuen Rasse. Rabby macht sich an die Verfolgung von Rumy und Pattys Sohn. Sie will ihn erschießen. Doch der hat inzwischen allerdings schon Rumys Herz erobert, auch wenn sie vorerst noch nicht so recht weiß, wie ihr geschieht, und Rabby überlegt es sich anders.

Gefecht

Die Parnoids wollen, nachdem ihr Experiment geklappt hat, Patty und ihren Sohn an sich bringen. Doch die Solnoids, die anscheinend genau wissen, was auf Chaos gespielt wird, wollen das auch. Und die Akon-Kaguya-Gruppe will unbedingt Chaos verteidigen und interessiert sich nicht für die Experimente ihrer Führung. So kämpft schließlich mehr oder weniger jeder gegen jeden.

Rabby läßt sich derweil von Exanon, dem Blossom-Bordrechner, erklären, was eigentlich gespielt wird. Exanon hat seine Daten ja von Catty und OX11 bekommen und erläutert Rabby den Spezies-Vereinigungsplan. Dieser Plan, der beiden Rassen eine neue Zukunft gewähren sollte, und den Parnoids wie Solnoids verfolgen, wurde aber von den kriegsliebenden Militärs geheimgehalten. Exanon weist auch auf die neue Waffe hin, den Planetenzerstörer, über den beide Seiten mittlerweile verfügen und mit dem sie sich - wie Computersimulationen gezeigt haben - früher oder später mit Sicherheit gegenseitig auslöschen werden. Rabby ist entsetzt über das alles und schießt Exanon zu Klump. Dann verfrachtet sie Rumy und Pattys Sohn in eine Rettungskapsel, gibt Toil und Ail den Auftrag, Chaos durch Überladung der Aktivatoren zu vernichten, um die gelandeten Parnoids daran zu hindern, Pattys Sohn zu entführen, und wirft sich mit Patty dann in den letzten Kampf.

Chaos wird durch die Zündung der Aktivatoren zu dem öden, luftleeren, kraterübersäten Mond, wie wir ihn kennen, Rabby und Patty gehen mit Chaos unter, doch Rumy und Pattys Sohn haben sicher die Erde erreicht, wo sie als Adam und Eva den Grundstein zu einem neuen Volk bilden.

Erde

Abschluß: wir sehen die Erde der Gegenwart, eine turbulente, aber in Frieden lebende Welt. Das ist übrigens in der ganzen "Gallforce"-Staffel so ziemlich die einzige Szene, wo nicht gekämpft wird, sondern eine glückliche Menschheit in Ruhe und Frieden leben kann. Wir sehen sie alle wieder: Lufy, Catty, Eluza, Rumy und die anderen, wie sie ein ganz normales Menschenleben führen. Diese "Wiedergeburt" ist ein zentrales Thema in "Gallforce". Die Helden kehren immer wieder in neuer Form zurück, keine Zerstörung ist endgültig, es gibt immer eine Wiederauferstehung.


Erstellt am 4.10.1998. Letzte Änderung: 21.5.2015