Genshiken - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

Teil 1 - Gendai no okeru Shikaku wo Chuushin to shita Bunka no Kenkyuu (Studium der modernen visuellen Kultur)

Die Folge beginnt mit der Eröffnungssequenz von "Kujibiki Unbalance" (, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal produziert war)!

Saki ist sauer auf Sasahara

Dieses sieht sich früh am Morgen Sasahara mit großem Interesse an, bevor er zur Uni muß. Es ist anscheinend der erste Tag des neuen Semesters, und alle Uni-Clubs haben Stände aufgebaut und werben um neue Mitglieder. Es gibt alle möglichen Clubs, einen Astronomieclub, einen Kochclub, einen für Mahjong, einen Mangazeichenclub, einen Chemieclub usw.

Auch Saki ist neu an der Shiiou-Universität und schaut sich etwas gelangweilt die Club-Präsentationen an, als ihr ganz überraschend ihr Jugendfreund Kousaka, der ebenfalls hier zu studieren anfängt, über den Weg läuft. Saki war womöglich schon immer in Kousaka verknallt, auf jeden Fall ist sie es ab jetzt. Denn Kousaka sieht sooo gut aus.

Was sie nicht weiß: Kousaka ist ein Anime-Otaku und interessiert sich für sein Hobby mehr als für Frauen, und wenn sie noch so attraktiv sind. Was allerdings nicht heißt, daß Kousaka Saki ignorieren würde, im Gegenteil: er ist sehr nett zu Saki, und so verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und lernt im Laufe der nächsten 11 Folgen das harte Leben einer Otaku-Freundin kennen.

Die Uni bietet auch einen Anime- und einen Manga-Club, doch am Ende kommt es so, daß Sasahara und Kousaka im Otaku-Club landen, der sich allerdings selbst nicht so nennt, sondern Genshiken (Abkürzung von "Gendai Shikaku wo Chuushin Bunka Kenkyuukai") heißt.

Der Genshiken hat ein kleines Zimmer in einem etwas heruntergekommenen Rückgebäude der Uni, und seine relativ wenigen Mitglieder sind alle ein bißchen neben der Kappe. Und was die Sache noch weiter verkompliziert: da Kousaka Mitglied ist, ist oft auch Saki da, obwohl sie Otakus überhaupt nicht leiden kann. Sasahara allerdings fühlt sich hier sofort wohl, denn auch die Genshiken-Leute lieben "Kujibiki Unbalance". Sie sind ganz wild darauf.

Das Clubzimmer ist vollgestopft mit Mangas, Animemagazinen, Doujinshi (vor allem Hentai-Doujinshi), Figuren, Postern, einer Spielkonsole und einem Fernseher zum Anime-Schauen. Also alles, was ein Otaku zum Leben braucht.

Später kommt Saki ins Zimmer hineinspaziert. Als Sasahara sie fragt, ob sie auch dem Genshiken angehöre, verpaßt sie ihm einen Faustschlag. Soviel also dazu.

Beim Mittagessen lädt Kousaka Sasahara zu sich nach Hause zum Videospielen ein. Sasahara ist erstaunt, als er dann Kousakas Zimmer sieht: es sieht hier genauso aus wie im Genshiken-Clubzimmer: die Wohnung eines echten Otakus.

Die beiden spielen dann ein Kampfspiel, doch Sasahara geht gnadelos unter. Kousaka ist um etliche Klassen besser als er. Kousaka ruft dann die anderen an, um gemeinsam eine kleine Spiele-Sitzung zu veranstalten. Da ruft Saki an. Als sie hört, daß die Genshiken-Leute da sind, will sie sich gleich wieder verdrücken, doch die räumen das Feld freiwillig und marschieren zu Kugayamas Haus, um dort ein paar Hentai-Spielchen zu spielen.

*

Saki ist bei Kousaka und will den neuen Pullover anziehen, den sie vorhin in Harajuku gekauft hat. Sie ermahnt Kousaka, ja nicht zu ihr rüberzuschauen, wenn sie sich auszieht, wahrscheinlich in der Hoffnung, daß er doch schaut, doch Kousaka denkt nicht daran zu schauen. Er hat was viel wichtigeres zu tun als sich nackte Mädchen anzusehen, nämlich sein Spiel, an dem er gerade sitzt.

Teil 2 - (Vergleichende Klassifizierung der modernen Jugend durch Konsum und Unterhaltung)

Der Genshiken ist unterwegs in Akihabara zum Einkaufen. Denn Akihabara ist nicht nur Tokyos Elektronikmeile, sondern bietet auch Anime-Fans so einiges, wie Kousaka Saki unterwegs erklärt. Genauer gesagt ist es das reinste Anime-Paradies, und Sasahara lernt von seinen Clubfreunden, wie man professionell Hentai-Sachen einkauft. (Die Japaner benutzen übrigens das Wort "hentai" in diesem Zusammenhang eher nicht. "Erohon" heißt es, und es gibt da, wie ich aus eigener Einkaufserfahrung weiß, die unglaublichsten Sachen. Zu jedem, wirklich jedem Anime, Manga und Spiel gibt es auch (mindestens) eine Hentai-Version.)

Sasahara kauft ein

Saki geht aber lieber nach Harajuku, wo man trendige Klamotten bekommt. Kousaka schleppt sie dabei auch mit und ist froh, daß er nicht mit den anderen in diesen Sündenpfuhl gegangen ist.

Dafür ist sie entschlossen, ihren Kousaka heute mal zu verführen.

Während Saki sich durch riesige Kleiderstapel wühlt, arbeiten Sasahara und die anderen sich durch Berge an Doujinshi. (Die Inneneinrichtung der Geschäfte ist mit erstaunlicher Liebe zum Detail wiedergegeben.) Und die einen wie die andere geben am Ende viel zuviel Geld für ihr Zeug aus.

Nach dem Einkaufen gehen Saki und Kousaka in eine Kneipe, Sasahara und die anderen zum Karaoke-Singen. Saki baggert Kousaka heftig an, aber an seiner unverbindlichen Freundlichkeit prallen all ihre Versuche einfach ab. Nach dem Saufen fragt sie ihn, ob er in dieser Nacht schon was vorhabe. Hat er natürlich: er fährt nach Akihabara, wo Punkt Mitternacht ein neues Spiel herauskommt. Er hat schon so lange nicht mehr an so einem Mitternachtsereignis teilgenommen und freut sich jetzt riesig darauf. Saki allerdings freut sich nicht, sie ist am Boden zerstört. Und dann geht er zur U-Bahn und läßt sie einfach zurück, ohne sich dabei etwas zu denken.

*

Am nächsten Tag schaut sich der Genshiken gemeinsam eine weitere Folge von "Kujibiki Unbalance" an und diskutiert anschließend aufgeregt darüber. Da erscheint Saki, schnappt sich Sasahara und klagt ihm ihr Leid. Die anderen hören aber mit - wie sollten sie auch nicht in dem kleinen Zimmer - und erklären Saki, daß es gar nicht besonderes ist, wenn ein Junge zuhause Erohon hat. Saki ist geschockt: ihr heißgeliebter Kousaka steht auf derselben Stufe wie diese Otakus?

Madarame eröffnet mit Saki eine Grundsatzdiskussion über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns, die Wirkung von Bilder, wie die Phantasie funktioniert etc. Und deswegen sei die Liebe zu Animes doch etwas völlig normales. Saki kontert mit der Frage, ob er und die anderen sich auch für echte Frauen interessierten. Nun ja, eigentlich ... eher nicht so direkt ... oder naja ...

Worauf es hinausläuft: Saki hat Kousaka nach seinem Aussehen und nicht nach seiner Persönlichkeit ausgesucht. Was aber nicht ganz stimmt, denn die beiden kennen sich noch aus Kindertagen. Aber jetzt ist Kousaka leider ziemlich seltsam, sein Otaku-Hobby paßt gar nicht zu ihm, findet Saki jedenfalls. Doch ihn davon abzubringen ist unmöglich.

Bevor es zu einer Schlägerei zwischen Saki und Madarame kommt, platzt Kousaka dazwischen. Er bekommt gar nicht mit, was los ist, weil er eine CD hört und mitsingt. Es geht um den ersten Kuß, und Madarame schlägt vor, er solle Saki doch mal küssen, was er auch umgehend tut. Madarame fallen fast die Gläser aus der Brille, als er das sieht.

Saki schwebt im siebten Himmel, bedankt sich bei allen und zieht mit Kousaka davon.

Weit kommen sie aber nicht. Kousaka fällt ein, daß er noch dringend nach Akihabara muß, um einen neue CD zu kaufen ...

Teil 3 - Chiiki Bunka Shinkou no Mondaiten to sono Kouseki (fraglicher Punkt und Verdienst des lokalen kulturellen Aufschwungs)

Sasahara steckt in einem vollgequetschten Zug Richtung Tokyo Big Sight, dem tokyoter Messegelände in dem im Meer aufgeschütteten Stadtteil Odaiba. Grund: dort findet das Comic-Festival statt. Die Produzenten haben es nicht Comiket genannt, aber jeder weiß, was gemeint ist. Sasahara jedenfalls wundert sich, wo die anderen alle hin wollen und kommt zu dem Schluß, daß der Otaku-Anteil der Fahrgäste hier anscheinend 100% beträgt.

Madarame ist auf dem Comic-Fest zusammengeklappt

Vor dem futuristischen Gebäudekomplex trifft Sasahara die anderen Clubmitglieder. Er wundert sich, wie so viele Otakus vor ihnen hier sein konnten, wo er doch mit dem ersten Zug gefahren ist. Aber die anderen haben hier schon übernachtet. Es regnet in Strömen, und die Warteschlange ist endlos (kenne ich aus eigener Erfahrung: erst über den Vorplatz, dann die Treppe runter, um die Kurve, über die Straße ... Wie alles in diesem Anime, so ist auch diese Szene ausgesprochen nahe an der Wirklichkeit.)

Nach Stunden des Wartens in der sich quälend langsam vorwärtbewegenden Schlange verschafft Madarame sich etwas Bewegung, rutscht dabei aber auf dem nassen Boden aus und verstaucht (oder bricht) sich die Hand. Das hält ihn aber nicht im Mindesten davon ab, das Comic-Festival zu besuchen. Man kann ja auch mit einer Hand einkaufen. Und einkaufen tun sie alle wie die Wilden. Außerdem gibt es Kujibiki-Unbalance-Sammelkarten abzustauben, und allein dafür haben sich die Strapazen schon gelohnt.

Dafür wird Madarames Hand aber dicker und dicker. Aber er ist noch lange nicht soweit aufzugeben, bis ihn schließlich im Gedränge jemand leicht anstößt, woraufhin er einfach umkippt. Jetzt müssen also die anderen für ihn mit einkaufen.

Nach dem Regen kommt die Sonne heraus und es wird heiß und schwül, was das Einkaufen noch erheblich anstrengender macht. Immerhin - im Gegensatz zu normalen Buchhandlungen in Japan können die Interessenten sich die Heftchen hier vorher mal anschauen und durchblättern. Sasahara findet das sehr praktisch.

Später am Tag taucht auch Saki auf dem Messegelände auf, sieht die erdrückenden Menschenmassen und macht auf der Stelle wieder kehrt.

Derweil füllen sich Sasaharas Tüten und Taschen immer mehr. Schließlich trifft er an einem Stand seinen Kommilitonen Haraguchi, den Chef des Manga-Clubs, der dort zusammen mit ein paar seiner Leute ebenfalls Doujinshi verkauft. Haraguchi ist verdächtig freundlich zu ihm und versucht mehr oder weniger offen, ihn dazu zu überreden, diesen Looser-Club Genshiken zu verlassen und in den Manga-Club zu wechseln. Doch an sowas würde Sasahara nicht mal denken.

Schließlich schließt das Comic Festival seine Pforten, und nun beginnt das lange Anstehen für die Rückfahrt.

Teil 4 - (The sublimating Effect of the Dissimilation brought on through Makeup and Costume on mental Obstacles)

Tanaka fragt Saki geradeheraus, ob sie am nächsten Schulfest Cosplay machen wolle. Als Antwort gibt sie ihm eins auf den Deckel. Allerdings finden auch Madarame und die anderen das eine gute Idee. Denn jeder Club muß beim Schulfest etwas machen, und der Genshiken hat sich bisher nie besonders hervorgetan. Saki allerdings ist dafür nicht zu haben; auf gar keinen Fall.

Da bekommt der Genshiken ganz überraschend ein neues Mitglied, und zwar sogar ein Mädchen namens Oono Kanako. Saki ist schockiert, und noch viel schockierter ist sie, daß Kanako total auf Cosplay steht. Tanaka und sie einigen sich auf der Stelle darauf, daß er ihr ein Kostüm näht. Tanaka ist darüber zu Tränen gerührt.

Kanako und Saki

Ein kleines Problem gibt es: er braucht ihre Maße, die berühmten Three-Sizes. Sie einigen sich darauf, daß Saki mit Kanako nach Hause geht und die Maße dort nimmt. Tanaka geht auch mit, wartet aber vor der Tür. Kanako ist es gar nicht so recht, daß jemand in ihre Wohnung kommt, aber Saki nimmt darauf wenig Rücksicht und platzt einfach hinein. Dort sieht sie dann den Grund: Kanako steht auf männliche, glatzköpfige Helden, von denen etliche Poster ihre Wände schmücken. Saki lacht sich fast tot darüber.

Tanaka, der das dann kurz darauf auch sieht, findet das aber völlig OK.

*

Tanaka kommt zu seinen Maßen, Kanako zu ihrem Kostüm, und beim Uni-Fest posiert sie dann in einer schicken Fantasie-Uniform aus dem Spiel "Kuradoberi Jam".

Saki fehlt für sowas leider das Verständnis, aber um ihr dazu zu verhelfen, hat Tanaka ihr auch ein "Kostüm" organisiert, wenn auch nur eins im Mini-Format: nämlich Nekomimi (Katzenöhrchen), die Saki natürlich rundweg ablehnt. Sie macht sich dann auf die Suche nach Kousaka, trifft statt dessen aber ihren Ex-Freund. Madarame und die anderen bekommen das natürlich sehr schnell mit und müssen Saki versprechen, Kousaka nichts davon zu erzählen.

Den finden sie übrigens dann im Clubraum des Anime-Clubs bei einem Videospiel-Turnier, wo er, wie üblich, die Welt um sich herum vollkommen vergessen hat. Kousaka gewinnt natürlich und bekommt als Preis eine Kiste mit alten Video-Spielen, von denen einige sogar der Genshiken gestiftet hat. Kanako läuft übrigens immer noch in ihrem Kostüm herum und zieht die Bewunderung aller Anwesenden auf sich.

Da kommt Madarame auf die Idee, Saki die Katzenohren aufzusetzen, was bei ihr einen interessanten Amoklauf auslöst.

Teil 5 - Jiritsu Kodou ni miru Haiseki to Juyou no Kyoukai (Die Grenze zwischen Ablehnung und Annahme autonomer Handlung)

Der Studentenrat suspendiert eine Reihe von Clubs, die seiner Meinung nach zu wenig machen. Betroffen ist leider auch der Genshiken, dessen Mitglieder darüber natürlich empört sind. Nur Saki ist nicht empört, sondern einfach glücklich. Endlich hat sie ihren Kousaka für sich alleine. Und sie spart nicht mit Spott.

Auch Haraguchi vom Manga-Club taucht auf, um sozusagen die Leiche zu fleddern.

Kanako und Saki bei Kitagawa

Saki kann Haraguchi nicht leiden, und irgendwie ... nun ja, sie bringt sich dazu, für den Genshiken Partei zu ergreifen. Tatsächlich ist sie am Ende die einzige, die für diesen Club kämpft, während alle anderen schon aufgegeben haben und nur noch ihr trauriges Schicksal beklagen. Sie schnappt sich Kanako und marschiert zum Studentenrat. Dieser besteht aus einem männlichen Vorsitzenden und einem weiblichen Stellvertreter namens Kitagawa. Und diese Kitagawa ist eine sehr resolute junge Frau, die sich von Saki und Kanako nicht umstimmen läßt. Denn die Räume sind knapp und es gibt genügend andere Clubs, die mehr zu bieten haben und auch mal zum Zuge kommen wollen. Und außerdem ist der Genshiken ihrer Meinung nach sowieso vollkommen nutzlos und überflüssig und seine Mitglieder allesamt Faulpelze, die nur sinnlos dort herumhängen.

Es würde also schlecht aussehen, wenn Saki nicht eine Geheimwaffe hätte. Sie hat irgendwann mal herausgefunden, daß Kitagawa an Fußpilz leidet, und erpreßt sie jetzt damit. Entweder erzählt sie es überall herum, oder der Genshiken darf weitermachen.

Darauf gebracht hat sie übrigens der geheimnisvolle Vorsitzende, der in dieser Folge seinen ersten größeren Auftritt hat. Er weiß übrigens verdächtig viel.

Die Sache zwischen Saki und Kitagawa verläuft etwas anders als geplant, aber am Ende einigen sich alle, daß der Genshiken erst mal weitermachen darf, wenn er einen ordentlichen Bericht über seine Aktivitäten abliefert.

Bleibt die Frage, woher der große Vorsitzende von Kitagawas Gesundheitsproblemen gewußt hat. Anscheinend weiß er ziemlich viel ... auch über Saki, und so kommt es, daß sie sich seinem Wunsch, dem Genshiken offiziell beizutreten, unterwirft. Dafür rät der Vorsitzende ihr, die Toiletten im Erdgeschoß und im 1. Stock in Zukunft besser zu meiden.

Teil 6 - (Maintaining Relationships with Others through a Subculture)

Saki langweilt sich. Kousaka spielt die ganze Zeit sein Kampfspiel, und sie sitzt auf dem Bett und hat nichts zu tun. Doch plötzlich hört er damit auf und nimmt sie in die Arme. Jedenfalls bis das nächste Anime anfängt, denn das ist schließlich wichtiger.

Die Typen im Genshiken machen auch nichts anderes, und so unterhält Saki sich mit Kanako über ihre Haare, die sie aus Cosplay-Gründen sehr lang wachsen läßt. Die folgende Konversation über Kanakos recht üppigen Busen verbessert Sakis Stimmung dann doch ganz erheblich.

Kousaka zeigt sein neues Poster

Saki fragt dann Madarame und Sasahara, was sie mit Kousaka am besten anstellen soll, um ihn rumzukriegen, wobei sie das ganze in eine ziemlich heiße Geschichte verpackt. Aber es bringt natürlich nichts, Otakus zu fragen, wie man einen Otaku am besten von Animes fernhält. Aber würde er sie mehr mögen, wenn sie Cosplay machen würde? Madarame meint, das wäre vielleicht keine schlechte Idee. Aus seinen Hentai-Doujinshis kennt er sowas. Aber dazu müßte Saki selbst zu einem Otaku werden.

Oder vielleicht würde es reichen, wenn sie sich mal ein bißchen mit den Spielen beschäftigen würde, die Kousaka dauernd spielt.

Leider sucht sie sich als Gegner ausgerechnet Kousaka aus, und der zieht sie so schnell ab, daß sie gar nicht weiß, wie ihr geschieht. (Der gute Kousaka kommt überhaupt nicht auf die Idee, seine Freundin vielleicht mal gewinnen zu lassen.) Und das war damit das erste und auch letzte Mal, daß Saki ein Computerspiel gespielt hat.

Am nächsten Tag hockt Saki wieder im Clubraum und verbreitet schlechte Laune. Sasahara hingegen fühlt sich noch nicht ganz als richtiger Otaku. Er hat zum Beispiel keinen eigenen PC und auch kein Geld, sich einen zu kaufen. Da trudelt ein Anruf seiner Schwester Keiko ein. Sie hat sich mit ihrem neuesten Typen verkracht und braucht jetzt Kleingeld für die Fahrt nach Hause.

Der ganze Genshiken folgt Sasahara zur U-Bahnstation, denn sie sind alle schrecklich neugierig auf diese Keiko. Die entpuppt sich als Gal, also ein Mädchen, das außer Mode, Makeup und gutaussehenden Stechern nichts im Kopf hat. Sie nennt ihren großen Bruder übrigens nicht "Onii-san" oder so, sondern "Saru" ("Affe"). Besonders gut verstehen die beiden sich also nicht, aber es könnte schlimmer sein. Sasahara leiht ihr also etwas Geld. Da kommt Kousaka aus dem Zug. Und ebenso wie unlängst Saki verknallt sich nun auch Keiko auf der Stelle in ihn.

Aber auch sie braucht nicht lange um zu merken, daß ein waschechter Otaku ein bißchen anders funktioniert als die Typen, mit denen sie sonst zusammen ist. Keiko bedauert es heftig, daß es wohl keine Chance gibt, daß Kousaka das Otaku-Dasein aufgibt. Wo er doch so gut aussieht.

Teil 7 - (The Characteristics of Decision Making Regarding Interpersonal Relationships)

Das neue Semester hat angefangen, und die Clubs bewerben sich um neue Mitglieder. Allerdings gefällt Saki der Gedanke, der Genshiken könnte womöglich wachsen statt alsbald unterzugehen, überhaupt nicht.

Kanako schlägt Saki sogar vor, zusammen Cosplay zu veranstalten, um neue Mitglieder anzuziehen. Damit beißt sie bei Saki natürlich auf Granit. Dafür fällt Saki ein, daß der Vorsitzende ja die Uni verlassen haben könnte. Dann wäre sie frei ... ist sie aber nicht, er ist noch da, steht plötzlich hinter Saki und teilt den Leuten mit, daß er sein Amt als Vorsitzender niederlegen wolle, um mal so langsam sein Examen zu machen. Als Nachfolger schlägt er Madarame vor.

*

Saki und Kousaka

Kanako hatte ihren Cosplay-Auftritt, und der Genshiken hat zwei Interessenten (Sawazaki und Kuchiki (gesprochen von Ishida Akira)), die es nun dazu zu überreden gilt, Mitglieder zu werden. Und Saki gibt ihr bestes, um genau das zu verhindern.

Madarame organisiert für den Club und die beiden Neuen einen Abend in einer Kneipe, der ziemlich alkoholreich und ansonsten recht seltsam verläuft. Die beiden neuen sind teilweise etwas merkwürdig drauf, andererseits aber durchaus an Anime usw. interessiert, in ihrer eigenen Art also echte Otakus.

Kanako entdeckt ihren Geschmack an Hochprozentigem und trinkt Tanaka unter den Tisch. Aber auch bei den anderen steigt der Alkoholpegel auf ungesunde Werte. Nachdem die Kneipe geschlossen hat, gehen sie dann noch zu Kousaka. Saki schlägt Kuchiki und Sawazaki vor, daß sie in den Club offiziell eintreten, wenn sie Kousaka bei einem seiner Spiele schlagen. Damit hat sie gewonnen, denn Kousaka besiegt die beiden in Nullkommanichts (und daß er nicht aus Versehen die beiden doch gewinnen läßt, dafür sorgt schon Saki).

Die Sache geht so aus, daß Kuchiki und Sawazaki auf Tauchstation gehen, weil sie sich an diesem Abend doch etwas daneben benommen haben und diese Peinlichkeit am liebsten vergessen möchten.

Teil 8 - (A Comparative Study of the Process of Assembling a Mass-Produced Unit)

Draußen ist Frühling und drinnen sitzen Kugayama und Madarame an der Spielkonsole. Kurz darauf erscheint Kanako in Begleitung von Tanaka und Sasahara: sie haben sich einen Gundam-Modellbausatz gekauft.

Tanaka ist nicht nur ein begabter Schneider für Cosplay-Kostüme, sondern auch ein begeisterter Modellbauer. Saki allerdings erweist sich im Laufe dieser Folge als natürlicher Feind aller Modelle. Es ist und bleibt für sie trotz aller (halbherzigen) Anstrengungen Terra incognita.

Saki betrachtet Kanakos Modell

Tanaka jedenfalls hängt sich voll rein und hält sogar richtiggehend einen Bau-Kurs für Kanako und Sasahara ab. Auspacken, Teile herauslösen, entgraten, anmalen und zusammenbauen.

Das zieht sich über mehrere Tage hin, denn die beiden haben sich einen sehr detaillierten Bausatz gekauft.

*

Saki und Kousaka gehen essen, und Saki erzählt ihm, daß sie sich diesen Sommer ein Kleid kaufen wolle, das eine Schulter freiläßt. Das Stichwort "Schulter" bringt Kousaka aber sogleich auf das Thema "Modellbausätze", und damit ist der Spaß für Saki mal wieder dahin.

Am nächsten Tag werden unsere Modellbauer aus ihrem Clubraum vertrieben, weil es überall nach Klebstoff und Verdünner riecht. Sie müssen jetzt im Hof weitermachen, was wegen des von Zeit zu Zeit aufkommenden Windes keine ideale Umgebung für sowas ist. Aber Tanaka und die anderen lassen sich durch solche Störmanöver nicht irritieren. Der einzige, der ihren kostbaren Modellen gefährlich werden kann, ist und bleibt Saki.

Es reicht schon, daß sie Kanakos Gundam in die Hand nimmt und ein bißchen die Bewegungen ausprobiert, um ein Bein abfallen zu lassen. Kanako ist unströstlich und Saki will ihr einen neuen kaufen, aber das geht natürlich nicht. Schließlich war dieser Gundam selbstgemacht. Kanako schlägt vor, daß Saki dafür Cosplay machen muß, aber dazu läßt Saki sich durch nichts und niemanden bringen.

Teil 9 - Tokushuu Heisa Joukyou shita ni okeru Setsumei Gimu no Umu ni tsuite (Über die Existenz oder Nicht-Existenz von Erklärungs-Pflichten unter besonderen Isolationszuständen)

Madarame kauft ein

Madarame kauf sich eine Ladung Hentai-Magazine und marschiert mit glücklichem Gesicht zum Clubraum. Aber der einzige Anwesende dort ist Saki, die gerade ein spannendes Manga liest.

Madarame setzt sich hin und liest auch, aber er empfindet die Situation als sehr angespannt und versucht, mit Saki ins Gespräch zu kommen. Die jedoch ignoriert ihn mehr oder weniger völlig, so daß daraus nichts wird. Die Anspannung steigt also weiter, und Madarame denkt härter nach, wobei immer mal wieder seine Fantasie mit ihm durchgeht.

Zwischendurch schaltet er mal den Fernseher ein und betrachtet sich die neueste Folge von "Kujibiki Unbalance", wo inzwischen sogar Aliens vorkommen. Saki allerdings ist in ihren Manga vertieft und reagiert auf Madarame in keinster Weise. Madarame wird immer nervöser und flüchtet schließlich aus dem Zimmer. Nachdem er kurz darauf mit einem Getränk wiederkommt, hat sich die Lage natürlich kein bißchen gebessert.

Saki beendet irgendwann Band 9 und fragt nach Band 10. Madarame überschlägt sich fast, ihn ihr herauszusuchen.

Später entdeckt er, daß aus ihrer Nase ein Haar herausschaut. Das treibt ihn fast in den Wahnsinn und er schwitzt Blut und Wasser beim Überlegen, wie er ihr es am besten beibringt. Er versucht es schließlich ganz locker und leicht, was natürlich vollkommen daneben geht. Er wird von Saki reflexartig fast K.O. gehauen, aber immerhin ist das Haar daraufhin weg.

Saki entschuldigt sich für den Schlag, aber Madarame schleicht sich davon.

Teil 10 - (The Fetishism of Leisureley Spending from the Viewpoint of Economic Effects)

Es ist Sommer und der Genshiken inclusive Sasaharas Schwester Keiko verbringen einen Tag am Strand. Keiko ist wild entschlossen, Kousaka für sich zu erobern, während Saki das mit allen Waffen der Frauen verhindert.

Madarame macht sich hingegen Sorgen, daß er braun werden könnte. Für einen Otaku ist das nämlich peinlich, also hält er sich im Schatten.

auf dem Sommer-Comic-Fest

Kanako macht sich auch Sorgen, daß sie nämlich jemand anbaggern könnte, vor allem, wenn sie nur noch ihren Bikini anhat. Saki meint, wenn sie Cosplay mache, sei ihr das doch auch nicht peinlich. Tatsächlich hat Kanako ein Magazin dabei, in dem das Kostüm abgebildet ist, mit dem sie beim nächsten Comic-Fest, das nächste Woche ist, posieren will.

Keiko klebt trotz Sakis Anstrengungen die ganze Zeit an Kousaka, bis sie schließlich einem alten Bekannten über den Weg läuft. Anscheinend verstehen die beiden sich nicht gerade besonders gut, und als Kousaka sie aus dieser mißlichen Lage rettet, ist er endgültig ihr Held.

Derweil bauen Kanako und Tanaka hingebungsvoll eine beeindruckende Sandburg, und zwar die aus einem "Lupin III"-Film, was unsere Otakus mal wieder zu Fachsimpeln bringt. Saki macht jetzt einen Fehler: sie setzt sich ab, und damit eröffnet sie Keiko eine interessante Chance.

Am Abend zieht sie bei ihrem Bruder ein und beginnt bei ihm eine Fortbildung in Sachen Anime und Otaku-Wesen.

Und am nächsten Tag eröffnet sie den Genshiken-Leuten, daß sie zum nächsten Comic-Fest mitgehen werde. Saki versucht alles, um ihr das wieder auszureden und hält ihr auch eine Ladung Hentai-Sachen unter die Nase, die sich im Clubraum in großen Mengen finden. Keiko hat sowas anscheinend noch nie gesehen und findet es irgendwo ziemlich faszinierend.

*

Beim Anblick der ungeheuren, vor dem Tokyo Big Sight campierenden Menschenmassen verfliegt Keikos Vorfreude recht schnell wieder, aber jetzt ist es zu spät. Außerdem ist Saki natürlich auch dabei, um auf sie aufzupassen. Der Nacht folgt ein glühend heißer Tag. Madarame & Co. merken davon nicht viel, weil sie viel zu beschäftigt sind mit Einkaufen, um an so etwas profanes wie das Wetter zu denken. Saki und Keiko allerdings haben mehr als genug Zeit, um unter der Gluthitze zu leiden.

Keiko merkt, daß sie wohl doch nicht das Zeug zum Otaku hat. Und sie bekommt auch mit, was Saki durchmachen muß als Freundin eines Otakus, die selbst keine ist.

Madarame und die anderen ziehen am Abend vollbepackt und zufrieden davon. Keiko jedoch hat es aufgegeben.

Teil 11 - Toshikei Hanzai ni okeru Akui no Shozairon (Existenztheorie böser Absichten bei Formen von Großstadtverbrechen)

Der Genshiken hat eine wichtige Sitzung. Im Moment aber unterhalten sich alle nur über die neueste Ausgabe von "Kujibiki Unbalance", und Saki langweilt sich, wie immer bei solchen Gelegenheiten, zu Tode. Irgendwann kommt Madarame aber auf den Punkt: es geht um das diesjährige Schulfest. Kanako hat die Erlaubnis für Cosplay bekommen, aber weitere Höhepunkte sind nicht geplant. Bei den Konkurrenzclubs allerdings schon.

Saki und Madarame geraten in Panik

Zwischendurch fällt Saki eine (zum Glück leere) Kiste auf den Kopf, und nachdem sie vorher schon über Kousakas Mangas geflogen ist und sich die Rübe angehauen hat, bestimmt sie jetzt, daß dieser Sauhaufen mal aufgeräumt wird, und zwar auf der Stelle. Die Otakus müssen sich also von vielen trennen, das ihnen lieb und teuer ist, darunter einige echte Antiquitäten. (Anscheinend gibt es den Genshiken schon seit 20 Jahren.) Aber Saki ist gnadenlos, alles landet auf dem Hof. Wo Saki das ganze Zeug schließlich in Brand setzt. Aus Versehen zwar nur mit einer heruntergefallenen Zigarette, aber für das absolute Chaos, das daraufhin ausbricht, ist sie halt doch verantwortlich.

Unter anderem schüttet sie in ihrer Panik Kanako einen Eimer Löschwasser über den Kopf, was dazu führt, daß diese sich erkältet. Dem Schulrat sind diese Details allerdings egal, bestraft wird der ganze Genshiken. Auf so eine Gelegenheit hat Kitagawa schon lange gewartet. Der Genshiken hat bis auf weiteres alle Aktivitäten einzustellen und darf auch seinen Raum nicht mehr betreten.

Ausgenommen ist allerdings der große Cosplay-Auftritt. Da aber krankheitsbedingt Kanako nicht mitmachen kann, muß jemand anderer einspringen, nämlich der Verursacher dieser Misere: Saki. Diesmal gibt es für sie kein Entkommen. Tanaka hat für sie sogar schon ein Kostüm geschneidert, nur mal so für alle Fälle!

*

Der große Tag ist gekommen und Saki flieht. Kousaka findet sie aber und holt sie zurück. Kanako steckt sie in ihr Kostüm, und sie tritt auf - als Ritsuko Kübel Kettenkrad, die Hauptfigur von "Kujibiki Unbalance". Die Anwesenden sind von ihrer Erscheinung durchaus angetan. Und dann erwischt Saki auch noch einen Zuschauer, der verbotenerweise heimlich filmt, und brät ihm eins über. Damit ist sie die Heldin des Tages. Alle reißen sich um sie, und das Kostüm abzulegen hat sie keine Chance.

Teil 12 - (The Coutermeasures for the Issues that occur during the Reorganization of a Group)

Da der Genshiken seinen Clubraum zur Zeit nicht benutzen darf, treffen die Mitglieder sich reihum bei sich zuhause. Saki staunt über die Dinge, die sich in diesen Otaku-Wohnungen so finden.

Irgendwann begegnet sie dem (ehemaligen) Vorsitzenden, der immer noch an der Uni herumgeistert, und fragt ihn, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, alles wieder in Ordnung zu bringen. Doch er weiß auch keine. Eigentlich sollte Saki sich doch freuen, wenn der Genshiken endgültig dichtgemacht wird, aber seltsamerweise tut sie das nicht.

Genshiken

Ein paar Tage später erläßt der Studentenrat die offiziellen Sanktionen. Der Genshiken wird nicht geschlossen, sondern nur einen Monat suspendiert, außerdem müssen die Mitglieder eine ganze Menge Strafarbeit abbüßen. Und das leider auch an den drei Tagen, an denen das Winter-Comic-Festival stattfindet. Allerdings - Saki hat an einem Tag frei, also muß sie hingehen und einkaufen. Auch wenn es nicht so leicht ist, sie dazu zu bringen.

*

Nachdem das überstanden ist, erklärt Madarame am ersten Clubtreffen des neuen Jahres seinen Rücktritt als Vorsitzender. Weil er sich nämlich einen Job suchen will und dann nicht mehr so viel Zeit hat.

Es kommt für alle überraschend, und noch überraschter ist Sasahara, als er zum neuen Vorsitzenden ernannt wird.

Er findet sich aber recht schnell in seine neue Rolle ein und hat auch eine gute Idee: der Genshiken soll beim nächsten Comic-Festival selbst als Doujinshi-Verkäufer auftreten. Und so geschieht es dann auch. Bleibt nur noch die Frage, unter welchem Namen man dort antreten soll. Ein passender Vorschlag kommt ausgerechnet von Saki: "Genshiken" in Hiragana geschrieben.


Erstellt am 13.10.2007. Letzte Änderung: 19.2.2014