Golden Boy - Zusammenfassung der Handlung

1. Folge - Die Computerliebe

Kintarou fährt auf seinem Fahrrad irgendwo durch eine Stadt, als er von einer aufreizend gekleideten Frau mit einem Ferrari über den Haufen gefahren wird. Er landet im Müll und versucht sofort, die Frau anzubaggern, wird aber nur mit einem Haufen Schmerzensgeld abgespeist - immerhin 1 Million Yen.

Kintarou

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Kintarou läßt das Fahrrad bei einem freundlichen alten Fahrradhändler reparieren, der dafür nicht mal Geld haben will. Kintarou findet das super-nett. Allerdings steckt der alte Mann ziemlich in Schwierigkeiten, weil er anscheinend bei der Yakuza (japanische Mafia) Schulden hat. All das notiert Kintarou gewissenhaft in seinem Notitzbuch.

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Kintarou tritt seine neue Stelle in einer Softwarefirma an. Erfreut stellt er fest, daß alle Angestellten schöne junge Frauen sind. Und die Chefin ist die Frau, die ihn am Morgen überfahren hat. Sie ist weniger erfreut über dieses Wiedersehen und schickt ihn gleich zum Putzen.

Kintarou ist glücklich. Voller Begeisterung schrubbt er das Klo und träumt von IHR. (1. Klo-Umarmungsszene.)

Die Chefin ist von Kintarous Arbeit nicht so begeistert, doch Kintarou quatscht sie so lange voll, bis sie ihm eine neue Chance gibt. Allerdings hat Kintarou anscheinend von Computern und moderner Software nicht die leiseste Ahnung. Doch das stachelt seinen Ehrgeiz und seine abartige Fantasie erst recht an. Wieder schafft er es nur knapp, nicht rauszufliegen.

In den nächsten Tagen geht alles seinen normalen Gang. Die Frauen arbeiten an einem großen Programmier-Projekt, und Kintarou spielt Mädchen für alles.

Eines Nachts ist Kintarou der letzte im Büro. Als er gehen will, merkt er, daß überall noch die Rechner an sind, und schaltet sie aus. Da einige keinen Schalter haben, zieht er am Schluß einfach den Stecker raus. Allerdings ist die Chefin doch noch da, und so dauert es nicht lange, bis die Katastrophe herauskommt: alle Daten sind futsch! Die Chefin fällt erst fast in Ohnmacht und verarbeitet dann Kintarou und sein Notitzbuch zu Kleinholz.

Kintarou und die Präsidentin

Und als sie dann auch noch gesagt bekommt, daß Kintarou das ganze Geld, daß sie ihm bei ihrem Verkehrsunfall gegeben hat, schon wieder ausgegeben hat, rastet sie endgültig aus.

In den nächsten Tagen haben die Mädchen viel Arbeit, das Programm neu zu entwickeln. (Pech, wenn man keine Datensicherung hat.) Da stellen sie plötzlich fest, daß das Programm wieder da ist, allerdings in einer neuen Version, die Kintarou irgendwann heimlich nebenbei programmiert hat. Alle sind davon restlos begeistert und wollen Kintarou dafür danken, doch der ist schon weg.

Die Chefin macht sich auf die Suche. Vor dem Büro trifft sie auf den alten Fahrradhändler, der ebenfalls auf der Suche nach Kintarou ist, weil er ihm danken will. Kintarou hat ihm nämlich das ganze Geld geschenkt, damit er seine Schulden bei der Yakuza bezahlen kann.

Die Chefin ist am Boden zerstört bei so viel Anständigkeit und Edelmut. Doch sie holt Kintarou nicht mehr ein.

2. Folge - Das raffinierte Biest

Kintarou hat sich mal wieder in eine junge Frau namens Naoko verguckt, die Tochter eines einflußreichen Lokalpolitikers namens Katsuda, dem er in dieser Folge bei seinem Wahlkampf hilft. Er hält Naoko für einen Engel.

Katsuda soll allerdings ein Verbrecher sein, aber wegen Naoko bleibt Kintarou trotzdem dabei, wie üblich als Dienstmädchen für die Drecksarbeiten. Allerdings haben es anscheinend auch Katsudas Freunde von der Yakuza auf Naoko abgesehen, die Sache könnte also gefährlich werden. Immerhin darf Kintarou auch in Katsudas Haus arbeiten (als Vertretung der Putzfrau), wo er Naoko näher sein kann. (2. Klo-Umarmungsszene.)

Langsam, aber sicher, macht sich Naoko an ihn ran, spielt dabei aber immer die Unschuld vom Lande.

Kintarou und Naoko

Am nächsten Tag trifft Naoko Kintarou beim Plakatieren für den Wahlkampf und macht ihn wieder heftig an, ohne daß Kintarou es als solches mitkriegt. Am Abend läßt sie ihn dann auf ihrem Zimmer antanzen. Das Spielchen geht weiter, wobei Naoko als Vorwand benutzt, daß Kintarou ihr Nachhilfe geben soll. So sind sie praktisch ständig zusammen und sie kann ihn weiter anbaggern. Kintarou hingegen hält sie wieder für einen reinen Engel.

Eines Tages klaut Naoko Kintarous Tagebuch. Und was liest sie da über sich: daß sie ein bedauernwertes Wesen mit Ödipuskomplex sei, das zu wahrer Liebe überhaupt nicht fähig sei. Sie ist empört, was für Gedanken sich ihr Spielzeug so macht. Dafür soll er büßen.

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Katsuda hat die Wahl gewonnen, und Kintarou sucht sein Tagebuch. Als er bei Naoko vorbeischaut, zerschneidet die vor seinen Augen ihre Kleider, drückt Kintarou die Schere in die Hand und schreit dann um Hilfe.

Sofort kommen die Bodyguards an und verpassen Kintarou eine ordentliche Abreibung. Doch Kintarou bittet Herrn Katsuda um die Hand seiner Tochter und gesteht ihr seine Liebe (solange er noch kann). Naoko ist tief gerührt und verhindert immerhin, daß die Yakuza ihn umbringen. Sie bittet Kintarou inständig um Verzeihung.

Am nächsten Tag fährt Kintarou weiter. Doch Naoko wartet auf der Straße auf ihn und gibt ihm sein Notitzbuch zurück. Sie verspricht ihm ihre Liebe und ihre Jungfräulichkeit, und dann trennen sich ihre Wege.

3. Folge - Die gefährliche Liebe

Dieses Mal arbeitet Kintarou in einem kleinen Nudelrestaurant. Sein Chef hat sich den Arm gebrochen und braucht Kintarous Hilfe dringend. Allerdings ist Nudel-Kochen nicht so einfach, wie Kintarou sich das vorgestellt hat.

Dafür hat sein Chef aber eine sehr hübsche, nette und allseits beliebte Tochter namens Noriko.

Kigure

Allerdings gibt es noch jemanden, der hinter Noriko her ist, ein Gangster namens Kigure Hiroshi. Noriko hat natürlich keine Ahnung, was für ein Schurke dieser Kigure ist. Im Gegenteil, sie fühlt sich sehr geschmeichelt. Als Kigure sie einlädt, sein neues Schiff zu besichtigen, ist sie hoch erfreut.

Auf dem Schiff hält Kigure dann um Norikos Hand an, und sie schmilzt geradezu dahin. Zufällig kommt eines Tages Kintarou dahinter, was für ein Typ Kigure in Wahrheit ist. Vor allem hat er schon eine Freundin (gesprochen von Sakakibara Yoshiko). Eigentlich will er Noriko auch nur heiraten, um an das Restaurant zu kommen. Das soll dann abgerissen und durch ein Fast-Food-Restaurant ersetzt werden.

Kintarou hat alles mitbekommen und bittet Kigure inständig, von seinem Plan abzulassen und Noriko nicht ins Unglück zu stürzen. Dafür verpaßt Kigure ihm eine saubere Abreibung.

Und erzählen kann Kintarou diese schmutzige Geschichte natürlich auch niemandem.

Kigure führt Noriko zum Pferderennen aus und versucht, sie zu verführen. Kintarou verhindert das auf eine sehr seltsame Weise, indem er sich als Pferd verkleidet dazwischenschiebt ...

Kintarou und Kigures Freundin

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Noriko fragt Kintarou, ob er nicht für immer hier bleiben wolle. Wenn sie Herrn Kigure heiratet, wer soll dann im Restaurant aushelfen. Kintarou ist verzweifelt, daß Noriko Kigure auf den Leim gegangen ist. Doch seine Warnungen sind völlig umsonst, Noriko glaubt ihm natürlich kein Wort.

Noriko läuft zum Schiff. Und wen sieht sie da: Kigure, seine Freundin und Kintarou. Gerade als Kigure Kintarou mal wieder zusammenschlagen will, kommt Noriko dazwischen und verhindert das Schlimmste. Kintarou tut so, als sei Kigures Freundin seine eigene, aber Noriko glaubt inzwischen gar nichts mehr.

Überraschenderweise kann Kintarou auch Karate, und als Noriko weg ist und Kigure ihn fertig machen will, geht es umgekehrt aus.

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Am nächsten Tag hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. Kintarou will wieder weiterreisen. Aber immerhin ist Noriko nicht mehr sauer auf ihn. Im Gegenteil, sie ist sehr traurig, daß Kintarou sie verläßt, denn sie hat gemerkt, wie nett er doch in Wirklichkeit ist. (Keine Ahnung, wie sie auf einmal darauf gekommen ist, aber was soll's. Mit der Logik hat's dieses Anime sowieso nicht.)

4. Folge - Feuchte Träume

Kintarou ist mal wieder mit dem Fahrrad unterwegs und kommt an einem Schwimmbad vorbei. Gerade als er darüber nachdenkt, mal wieder schwimmen zu gehen, kommt eine super Frau vorbeigelaufen und bringt unseren Helden mal wieder ist Träumen. Er hält sie für ein animalisches Raubtier und stellt sie in Gedanken in die afrikanische Savanne.

Kintarou beschließt, in dem Schwimmbad als Schwimmlehrer zu arbeiten. Er ist sehr überrascht zu erfahren, wer sein neuer Chef ist: Ayuko, seine neue Traumfrau. Pech nur, daß er so gut wie gar nicht schwimmen kann. Das hält ihn aber nicht davon ab, sich für den besten Schwimmlehrer aller Zeiten zu halten. Die Chefin will ihn gleich wieder rausschmeißen, doch er labert sie so lange voll, bis sie sich auf einen Wettkampf einläßt: in einem Monat wird er sie im Schwimmen besiegen. Wenn er verliert, wird er für ein Jahr umsonst arbeiten. Wenn er gewinnt, bekommt er die Stelle. Und bis dahin bleibt er erst mal.

Ayuko und Kintarou

Pech, daß Ayuko eine olympische Goldmedaille im Schwimmen gewonnen hat. Selbst wenn Kintarou Tag und Nacht trainiert, hat er keine Chance. Aber das stört unseren Möchtegern-Supermann nicht im geringsten.

Mit Feuereifer macht Kintarou sich nun an der Unterrichten der kleinen Kinder. Sie haben viel Spaß bei ihm, während sie bei den anderen Schwimmlehrerinnen, die ziemlich ruppige Methoden haben, immer Angst bekommen. Die Chefin findet seine Methoden allerdings eher albern und ermahnt ihn zu mehr Einsatz.

Nichts desto trotz schafft Kintarou es mit seinen lockeren Methoden, den Kindern die Angst vor dem Wasser zu nehmen. Nebenbei skizziert er die Lehrerinnen in seinem Tagebuch.

Und er trainiert auch fleißig für das Duell. Ayuko ist beeindruckt, eine Zeitlang jedenfalls, bis Kintarou mal wieder die Fantasie durchgeht und er mit ihr "zusammenstößt". Sie schmeißt ihn hochkant raus, und Kintarou muß in die nächste Stadt weiterziehen.

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In den nächsten Tagen staunt Ayuko über die Fortschritte der Kleinen und erfährt, daß diese auf die neuen Unterrichtsmethoden zurückzuführen sind, die die Lehrerinnen eingeführt haben: die Methoden von Kintarou. Auch die Kinder selbst haben sich darüber sehr gefreut und vermissen Kintarou sehr. Ayuko erinnert sich an ihre Kindheit, ist am Boden zerstört, hält sich für eine Versagerin, leistet Kintarou insgeheim Abbitte und gibt sich geschlagen. Allerdings ist es zu spät, Kintarou ist längst über alle Berge.

5. Folge - Die Motorradbraut

Kintarou fährt durch die Berge. Plötzlich wird er von einem Motorrad überholt, auf dem eine heiße Braut sitzt. Später, an einer Raststätte, sieht er sie wieder. Und wie üblich geht ihm die Fantasie durch. Die Frau ist allerdings wirklich heiß. Und vor allem scheint sie scharf zu sein auf ihr Motorrad. Nachdem sie sich damit vor allen Leuten lange genug befriedigt hat, saust sie wieder davon, Kintarou hinterher. Er muß kräftig strampeln, um mit einem Motorrad mithalten zu können. Und irgendwann ist sie halt doch weg.

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Kintarou landet schließlich in Kyouto in dem tempelartigen Anwesen eines Millionärs namens Terayama Daitokuro, wo er die üblichen Arbeiten macht.

Kintarou

Herr Terayama hat auch eine Frau, ein ziemlich zurückhaltend wirkendes Mädchen namens Reiko (nebenbei ist sie die Motorradfahrerin von vorhin). Kintarou ist von ihr natürlich völlig begeistert und macht wie üblich alles falsch, wenn sie in seiner Nähe ist. (Zwischendrin haben wir die 3. Klo-Umarmungsszene.)

Und so kommt es, wie es kommen muß: er fliegt eines Tages raus. Doch weil er Reiko unbedingt wiedersehen will, kampiert er in der Nähe.

Und so sieht er, wie am nächsten Morgen in aller Frühe Reiko die Villa verläßt und in ein Taxi steigt. Kintarou folgt ihr mit seinem Fahrrad. Reiko fährt zu einem verlassenen Industriegelände und verschwindet in einer der Baracken. Dort zieht sie sich nackt aus und treibt es mit ihrem Motorrad. Dann erklärt sie Kintarou, der alles beobachtet hat, daß sie sich nichts aus Männern macht, sondern nur auf ihre Bimo scharf ist.

Sie schlägt Kintarou vor, er könne sie haben, wenn er sie bei einer Wettfahrt schlagen kann. Und Kintarou wäre nicht Kintarou, wenn er dieses aussichtslose Rennen nicht annehmen würde.

Das Rennen wird äußerst turbulent und Kintarou schlägt sich erstaunlich gut. Reiko ist recht beeindruckt von seinem Kampfgeist. Zwischendrin gibt es noch eine Verfolgungsjagd mit einem Porsche, und der Höhepunkt ist Kintarous Todessprung über eine noch nicht fertig gebaute Brücke. Reiko ist total begeistert, doch Kintarou landet irgendwo weit unten, fährt einfach weiter und weiter und verschwindet schließlich uneinholbar irgendwo zwischen den Bergen.

6. Folge - Die letzte Liebe

Diesmal will Kintarou unbedingt in einem Anime-Studio arbeiten. Und wie üblich, bleibt er so hartnäckig, daß er schließlich tatsächlich eingestellt wird. Vor allem gibt es da mal wieder ein schönes Mädchen namens Chie.

Die Arbeit in einem Produktionsstudio ist ziemlich hart, weil immer der Termin im Nacken sitzt und das Geld knapp ist. Kintarou muß alle möglichen Arbeiten machen: Essen kaufen, zu den Zeichnern fahren, Material besorgen und Putzen (fast 4. Klo-Umarmungsszene). Zwischendurch läßt er sich von allen ausführlich erklären, was sie so machen. Wir bekommen alle Arbeitsschritte genau erklärt, und das tägliche Leben der Zeichner gleich dazu. (Diese Sachen dürften ziemlich authentisch sein, schließlich kennen das ja alle Beteiligten an diesem Anime aus eigener Erfahrung.)

Da taucht die Produzentin auf, und sie hat den Autor, Herrn Egawa dabei. Herr Egawa ist der berühmte Zeichner der Serie "Golden Girl". (Wie es der Zufall will, heißt der (echte) Autor von "Golden Boy" auch Egawa ;-)

Die Produzentin

Die Produzentin ist nervös, weil die Zeit wieder so knapp wird, aber der Studio-Leiter antwortet, bisher hätten sie es noch immer geschafft. Doch dieses Mal wird es wirklich knapp, und dann verunglückt auch noch der Regisseur und kommt ins Krankenhaus. Ohne Regisseur können die Zeichner aber nicht weitermachen. Sie werden ein paar Tage verlieren, und das wäre das Aus.

Da hat Kintarou eine Idee: warum machen sie es nicht mit dem Computer? Der Chef meint, das wäre keine so schlechte Idee, nur haben sie weder Computer, noch jemanden, der sie bedienen könnte. Doch aus Folge 1 kennt Kintarou ja die Chefin einer hervorragenden Software-Firma. Er ruft sie an, und sie freut sich riesig, wieder von ihm zu hören. Die Sache geht klar, die neue Produktion wird ab sofort am Computer weitergezeichnet. (Nebenbemerkung von mir: wenn man mitten in einem Projekt, das sowieso schon auf der Kippe steht, alles von Grund auf umkrempelt, ist das der sichere Todesstoß. Aber im Film geht so was halt.)

Auch die anderen Mädchen, die er im Laufe der Zeit kennengelernt hat, bekommen die Gelegenheit, das, was sie für ihre Schuld Kintarou gegenüber halten, abzutragen. (Wie das wieder gehen soll, ist mir auch etwas schleierhaft: schließlich leben sie überall in Japan verstreut. Naja, im Film ...)

Noriko aus dem Nudelrestaurant serviert den überbeschäftigten Zeichnern Essen. Ayuko, die Schwimmlehrerin, filmt Schwimmszenen als Zeichenvorlage. Naoko und ihre Freundin aus Folge 2 springt als Synchronsprecherinnen ein. Und Reiko, die Motorradbraut, saust durch die Stadt, um auf den letzten Drücker die Filmrollen abzuliefern.

Zum Schluß versammeln sich alle im Kino, um sich das Ergebnis anzusehen. Und sie sind sehr angetan. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch geändert werden, aber der Film und das Studio sind gerettet. Kintarou ist der Held des Tages - und zieht weiter in die nächste Stadt.


Golden Girl

Erstellt am 28.4.2001. Letzte Änderung: 19.2.2014