Gunbuster - Zusammenfassung der Handlung Teil 5 und 6

Die Teile 5 und 6 haben zusammen ca. 55 Minuten.

Gunbuster 3. Video

Teil 5

31. Juli 2032, Okinawa-Mädchen-Hochschule. Kazumi und Noriko bekommen ihre Diplome. Für die beiden sind an Bord der Exelion nur 4 Monate vergangen, während auf der Erde 10 Jahre verstrichen sind. Noriko denkt über diesen seltsamen Umstand nach. Alle ihre Klassenkameradinnen sind weg, auch Kimiko.

Doch die trifft sie immerhin kurz darauf zufällig auf dem Weg. Kimiko ist inzwischen Mutter eines 3-jährigen Mädchens namens Takami. Die beiden Frauen sitzen dann noch lange zusammen. Noriko fragt Kimiko nach dem Eltreum. Das ist ein 70 km großes Raumschiff, mit dem die Erde evakuiert werden soll. Aber da Militärs Vorrang haben, ist die Chance für einen Zivilisten mitgenommen zu werden nur 1:4.000. Kimiko bittet Noriko verzweifelt, für ihre Takami einen Platz zu sichern. Sie möchte, daß wenigstens sie eine Zukunft hat.

Noriko fühlt sich allein und verlassen, weil sich alles geändert hat, nur sie nicht.

Am 6. August orten die Radarstationen eine anrückende Alienflotte mit der unvorstellbaren Stärke von über 100 Millionen Schiffen. Oberstleutnant Ohta läßt Leutnant Takaya (Noriko) zu sich bestellen. Als sie bei ihm eintrifft, ist Kazumi bei ihm. Die beiden streiten sich und schließlich klebt er ihr eine. Mit Tränen in den Augen läuft Kazumi an Noriko vorbei hinaus. Wie sich später herausstellt, waren die Tränen nicht wegen der Ohrfeige, sondern weil Ohta unheilbar an der Strahlenkrankheit leidet und Kazumi das weiß.

Später liegen Noriko und Jung-Freud am Strand. Jung-Freud will sich einen Freund suchen und nicht länger auf Ohta warten. Ihr ist ihr Leben dafür zu kurz und zu kostbar.

Noriko badet. Vor ihrem inneren Auge läuft noch mal das Gespräch mit Ohta ab. Nie seit Beginn des Lebens sei die Erde so gefährdet gewesen. Es gebe nur eine Chance: Gunbuster. Und die Besatzung dazu. Ohta meint, Noriko, Kazumi und Gunbuster zusammen seien unschlagbar. Er fährt dann fort, er habe das Leben von Admiral Takaya (Norikos Vater) mit seinem eigenen Leben beschützen wollen, aber es sei genau umgekehrt gekommen. Und er habe nur bis jetzt gelebt, um die Zukunft an Kazumi und Noriko weiterzugeben.

Die Alienflotte rückt näher. In einer Lagebesprechung wird festgestellt, daß das Eltreum noch lange nicht fertig ist. Alle sitzen gestreßt da und starren Löcher in die Luft. Die Lage ist aussichtslos. Da taucht Oberstleutnant Ohta auf und erklärt ihnen einen verwegenen Plan: sie können die ausgediente Exelion ins Zentrum der Alienflotte schicken und dort den Warp-Antrieb überladen. Das Schiff und der nahe Planet Raioh verwandeln sich dann in ein Schwarzes Loch und saugen die Aliens alle auf. Als Eskorte schlägt er Gunbuster vor. Nach kurzer Diskussion wird der Vorschlag angenommen, da er sowieso ihre einzige Chance ist.

Noriko und Kazumi sitzen im Zug, der sie zum Raumhafen bringt. Sie unterhalten sich über Ohta. Kazumi meint tapfer, wenn das Leben von Milliarden auf dem Spiel stehe, müßten persönliche Gefühle zurückstehen. Noriko betrachtet nachdenklich das wenige Gepäck, das sie dabei haben. Sie werden nur kurz unterwegs sein, aber auf der Erde werden 6 Monate vergehen.

Nachdem sie angekommen sind, bemannt jede einen Gunbuster. Ohta kommt zum Abschied. Noriko freut sich und fragt Kazumi, ob sie nach ihrer Rückkehr heiraten wollen, aber Kazumi antwortet, daß er in 6 Monaten wahrscheinlich gar nicht mehr am Leben sein werde. Norikos Stimmung nach dieser Antwort kann man sich leicht vorstellen.

Start. Von irgendeiner Stadt aus sehen Kimiko und Takami den beiden Einheiten nach. Kimiko erklärt ihr, daß dort ihre beste Freundin unterwegs sei, um sie alle zu retten.

Weltraum. Auf 2 Uhren können Noriko und Kazumi ihre eigene Zeit und die Zeit auf der Erde sehen. Noch sind sie gleich, doch dann geht's mit der Exelion los, und die Erd-Uhr beginnt zu rasen. Noriko wird damit wohl nie richtig fertig, denn es macht sie sehr nervös und betroffen.

Bis zum Zentrum der Flotte sind es 216 Astronomische Einheiten. Nachdem sie in die Nähe vorgerückt sind, beginnen sie den Angriff, doch da bekommt Kazumi einen Nervenzusammenbruch. Sie weiß, daß Ohta tot sein wird, wenn sie wiederkommt, und sie konnte ihm nicht mal sagen, daß sie ihn liebt. Und geküßt hat sie ihn auch (noch) nicht. Sie ist verzweifelt. Da hält Noriko ihr eine Standpauke, die sich gewaschen hat und die man ihr gar nicht zugetraut hätte. Die ganze Menschheit verlasse sich auf sie und sie müßten siegen, koste es, was es wolle. Kazumi kommt wieder zu sich und sie vereinigen ihre beiden Buster-Einheiten zu einem großen Mecha. Und dann geht's los. Noriko kämpft wie eine Furie gegen die Aliens und zieht nach und nach deren ganze Flotte in den Aktionsraum.

Und dann zünden sie die Exelion, die planmäßig hochgeht. 99,98% der Alienflotte werden vernichtet.

Gunbuster landet neben der Klinik und die beiden Mädchen stürzen in Ohtas Krankenzimmer. Er lebt noch und Kazumi weint vor Glück. Endlich gesteht sie Ohta ihre Liebe. Noriko geht hinaus. Sie denkt an Toren und ihren Vater.

Teil 6

Diese Episode ist bis auf letzten 30 Sekunden und den Abspann in schwarz-weiß, wahrscheinlich, weil die Handlung so schrecklich ist: es wird nämlich die halbe Milchstraße ausgelöscht.

22. Mai 2048. 15 Jahre sind vergangen. Kazumi hat auf der Erde gelebt, Noriko ist wieder ins Milchstraßenzentrum geflogen.

Kazumi Ohta steht am Grab ihres Mannes. Kashiwara kommt dazu. Sie ist alt geworden. Die beiden unterhalten sich über den neuen Einsatz, für den sich Kazumi freiwillig gemeldet hat. Auf der Erde verehrt man Kazumi und Noriko als Helden, aber Kazumi meint zu Kashiwara, daß es nur Noriko gewesen sei, die damals die Erde gerettet habe.

Kazumis Schüler verabschieden sich von ihr. Sie muß eine sehr beliebte Lehrerin gewesen sein, denn der Abschied ist tränenreich. Die Mädchen versprechen auf sie zu warten, egal, wie lange es dauert. (Zum Glück sind wir nicht bei "Oh my Goddess", denn dieses Versprechen können sie einfach nicht halten.)

Dann bricht Kazumi auf und fährt mit einer Seilgondel-Bahn (!) zur Orbitalstation. Unter sich sieht sie die verwüstete Erde, die vor 15 Jahren von der Schockwelle des Schwarzen Loches getroffen wurde. Die Menschheit hat alle Kraft in den Bau einer Super-Bombe gesteckt: Gunbuster 3. Daher waren für den Wiederaufbau der Erde nur wenig Ressourcen übrig. Gunbuster 3 ist eine ultimate Waffe. Sie muß hunderte von Kilometern groß sein. In ihrem Innern steckt als Kern der auf 1/30.000 verkleinerte Jupiter. Der Zweck dieser Bombe ist es, den Aliens endgültig den Saft abzudrehen. Dazu soll sie im Zentrum der Milchstraße gezündet werden, sich dort in ein Schwarzes Loch verwandeln und das ganze Milchstraßenzentrum mit den Alien-Brutsonnen aufsaugen.

Einer der Offiziere an Bord der Gondel fragt Kazumi, ob die Menschheit das Recht hätte, eine ganze Galaxis auszulöschen. Kazumi weiß es auch nicht, aber sie meint, sie müßten für ihr Überleben kämpfen.

Derweil im Zentrum der Galaxis. Man hat den Plan der Evakuierung der Erde aufgegeben und die Eltreum zum Flaggschiff der neuen Flotte umfunktioniert. Kommandiert wird sie wiederum von Admiral Tashiro. Sie erwarten das Eintreffen der Bombe in einigen Stunden. Damit soll der Krieg, der mit dem Überfall der Aliens auf Admiral Takayas Schiff begann, endlich zu Ende gehen.

Die Bombe kommt an, zusammen mit der eskortierenden Flotte. Kazumi, die auf der Erde 15 Jahre älter geworden ist, trifft Noriko wieder, die nur 6 Monate gealtert ist. Sie überbringt ihr einen Brief von Kimiko. Diese schreibt, sie wisse nicht, ob Noriko noch zu ihren Lebzeiten zurückkäme, aber sie möchte doch, wenn möglich, wenigstens noch zu Takami zurückkommen (, die inzwischen auch schon 18 ist).

Die Bombe wird scharf gemacht und am Ziel plaziert, während die Aliens in unvorstellbarer Zahl anrücken, um das zu verhindern. Die Bombe wird dabei beschädigt und erreicht nicht den kritischen Zustand. Alle sind verzweifelt: die vielen Opfer umsonst. Da meldet sich Noriko von ihrer Gunbuster-Einheit aus: diese hat den passenden Reaktor und sie wird sich opfern, in Gunbuster 3 hineingehen und ihn zünden. Admiral Tashiro will dieses Opfer verhindern, muß dann aber einsehen, daß es nicht anders geht, denn schon rücken die nächsten Milliarden (!) Alien-Schiffe an. Da kommt Kazumi mit Gunbuster 2 dazu: sie brauchen zur Zündung nur einen Reaktor, aber der zusammengefügte Gunbuster hat ja 2. Damit können sie dann entkommen und zur Erde zurückkehren - allerdings nicht mit Warp. Sie werden überleben und trotzdem ihre Freunde nie wiedersehen, denn die Rückreise wird 12.000 Jahre dauern.

Und so machen sie es dann. Noriko reißt sich / ihrem Gunbuster das eine Herz heraus und zündet. Die Erdenflotte flüchtet in den Hyperraum und der verstümmelte Gunbuster 1+2 flieht haarscharf vor dem sich bildenden Schwarzen Loch.

Im Zentrum der Galaxis gehen die Lichter aus. Aber die Aliens sind vernichtet.

Nach 12.000 Jahren kehren Noriko und Kazumi (jung wie eh und je) heim. Aber ist die Erde überhaupt noch bewohnt? Da leuchtet ein riesiges Schriftband auf der Erde auf: "O kaeri nasai" (in Katakana) - "Herzlich Willkommen zu Hause". (Ich wußte es: Japanisch ist die Sprache der Zukunft!) Dieser versöhnliche Schluß ist dann auch wieder in Farbe.


Erstellt am 18.1.1998. Letzte Änderung: 19.2.2014