Gunslinger Girl - Zusammenfassung der Handlung der 2. DVD (Teil 6 - 9)

Laufzeit der DVD: ca. 100 min.

Teil 6 - Houshuu / Gelato

In der römischen U-Bahn treibt ein Bombenleger sein Unwesen. Die Geschichte ist aber ziemlich rätselhaft. Denn es gelingt, die Bombe zu entschärfen und zu analysieren, wobei sich herausstellt, daß von ihr keine große Gefahr ausgegangen wäre. Jose erfährt von seinem Informanten Enzo, einem Spezialagenten der römischen Polizei, daß diese Bombe womöglich nur ein Ablenkungsmanöver war. Angeblich ist das wahre Ziel das Nationalmuseum.

die Spanische Treppe in Rom

Enzo setzt sich zusammen mit Jose und Henrietta in ein Restaurant, in dem ein Stück weiter weg ein gewisser Enrico Perdini, ein Links-Terrorist, der zur R.F. gehört, speist. Perdini hat schon mehrere Bomben gelegt und arbeitet als Auftragskiller für jeden, der ihn gut bezahlt. Mit ihren übermenschlich leistungsfähigen Ohren belauscht Henrietta Perdinis Unterhaltung quer durch das ganze Lokal und erfährt dabei, daß um 2 Uhr in der Nacht etwas ausgeliefert werden soll - aller Wahrscheinlichkeit nach die nächste Bombe.

Denn da die R.F. selbst nicht in der Lage ist, funktionierende Bomben herzustellen, hat sie dafür zwei Spezialisten (Franco und Franca) angeheuert. Jose und Henrietta wollen sich darum kümmern, aber Enzo hätte die Bombenbauer gerne lebendig. Er nimmt Henrietta und Jose mit in die Einsatz-Zentrale. Jose telefoniert mit der S.W.A. und fordert Verstärkung an, während die Polizisten draußen Perdini beschatten. Der trickst die Polizisten aber aus und entkommt mit der U-Bahn, doch Rico und Triela finden ihn unauffällig wieder. Enzo und seine Leute verfolgen ihn dann weiter, doch Perdini läuft scheinbar ziellos durch die Innenstadt Roms, sodaß die Polizisten nicht wissen, welches sein eigentliches Ziel ist.

Irgendwann in der Nacht überquert er eine Brücke, verschwindet in einer Villa am Fluß und ruft Franca und Franco wegen der Bombe an, die er von ihnen um 2 Uhr in Empfang nehmen will. Franca und Franco gefallen die Umstände dieses Geschäfts aber gar nicht, deswegen überlegen sie, Perdini eine Attrappe zu übergeben.

Dazu kommt es aber nicht, denn die Brücke wird durch einen Verkehrsunfall blockiert. Perdini schickt einen seiner Leute zum Nachsehen, doch den zieht Triela aus dem Verkehr - leise und unauffällig. Dann stürmen Henrietta und Jose die Villa. Gleichzeitig nimmt von außen Rico die Terroristen unter Beschuß. Die Terroristen haben keine Ahnung, gegen wen sie eigentlich kämpfen müssen, und so kann Henrietta sie austricksen, indem sie ihnen das kleine, hilflose Mädchen vorspielt, bis es für sie zu spät ist.

Enrico Perdini erwischen sie tatsächlich lebend. Aber von Franco und Franca haben sie keine Spur.

*

Zur Belohnung kauft Jose Henrietta ein Eis - das war es, was sie sich gewünscht hat.

Teil 7 - Shugo / Protezione

Jean und Rico besichtigen Florenz und die Uffizien. Dort treffen sie einen freundlichen Mann, der sich mit der dort zu besichtigenden antiken Kunst erstaunlich gut auskennt und Rico damit sehr beeindruckt. Der Mann stellt sich als Filippo Adani vor, der hier Urlaub macht. Er ist (angeblich) Bänker, verfügt aber über eine enorme klassische Bildung. (Nebenbei bemerkt: die Uffizien sind mit einer erstaunlichen Liebe zum Detail widergegeben. Nur die lange Warteschlange am Eingang fehlt.)

Jean und Gugliermo

Jean stellt Rico als seine kleine Schwester Florence vor, und sie ist ganz begierig, sich von Adani alles erklären zu lassen.

Jean und Rico sind nicht alleine. Zwei finstere Typen namens Gugliermo und Cristiano drücken sich auch dort herum. Anscheinend haben sie es auf Rico abgesehen. Jean merkt das aber, deponiert Rico mal für eine Weile bei Adani, schnappt sich Gugliermo und stellt ihm ein paar Fragen ...

Derweil verbringen "Florence" und Adani eine schöne Zeit bei den Gemälden und Statuen und unterhalten sich über verschiedenes, etwa, was Rico später mal werden will.

Erheblich weniger erfreulich ist die Zeit, die Gugliermo mit Jean verbringt. Jean hat für Terroristen der R.F. nämlich nicht besonders viel übrig. Gugliermo und seine Leute sind übrigens hinter Adani her, denn der hat offenbar dem Boß der R.F. das Kassenbuch geklaut.

Wenig später trifft er sich wieder mit Adani und Rico und weist Rico an, alle R.F.-Leute, denen sie jetzt wohl gleich begegnen werden, umzulegen. Und genau so kommt es. Auf der Straße sind die drei plötzlich umzingelt, aber für Jean und Rico ist das kein Problem.

Allerdings tauchen noch eine ganze Reihe weiterer Mafiosi auf. Anscheinend hat Adani sich einen sehr wichtigen Boß zum Feind gemacht. Bigliazzi heißt er, und Adani war sein Buchhalter. Mit dem Kassenbuch hat er nicht nur wichtige Beweise bei sich, er kennt auch Pläne für die nächsten Anschläge. Deswegen soll er natürlich unter allen Umständen zum Schweigen gebracht werden.

Adani hat den Buchhalter-Job von seinem Vater geerbt, aber als er erkannte, was für eine Arbeit das in Wirklichkeit war, floh er. Es war ihm klar, daß er das nicht überleben würde, aber wenigstens wollte er vorher einmal Florenz gesehen haben.

Die Flucht entwickelt sich ziemlich dramatisch und Adani wird dabei angeschossen. Er hat mit seinem Leben abgeschlossen, doch Jean und Jose können ihn schließlich in Sicherheit bringen.

Teil 8 - Il Principe del regno della pasta

Henrietta ist zur psychologischen Untersuchung bei Doktor Bianchi. In einem Geheimraum hinter einem Spiegel schaut die halbe S.W.A. dieser Untersuchung zu. Alle mögen Henrietta und finden sie sehr niedlich. Henrietta scheint allerdings ein Problem zu haben: sie ist sich nicht sicher, daß sie ihre Aufgabe hinreichend gut macht. In diesem Monat hat sie, wie sie sagt, erst vier Leute umgebracht. Doktor Bianchi rät ihr, sich nicht von ihren Emotionen überwältigen zu lassen. Dann werde alles gut.

Henrietta bei Doktor Bianchi

Die nächste Patientin ist Angelica. Sie hat offenbar ziemlich massive Gedächtnisstörungen. Nicht jedes Mädchen verkraftet es gut, zu einem Killer-Cyborg umgebaut zu werden. Doktor Bianchi liest ihr dann aus einem Buch ein Stück der Geschichte des Prinzen aus dem Pasta-Land vor. Aber daran erinnert Angelica sich auch nicht mehr. Trotzdem möchte sie bald wieder arbeiten. Aber da verweist Bianchi sie auf ihren Trainer Marco.

Der hat aber an Angelica und diesem Job keinerlei Interesse mehr. Er hatte mit Angelica eine sehr erfolgreiche Arbeits-Partnerschaft, doch durch die Cyborg-Konditionierung wurde alles wieder ruiniert. Das belastet Marco fast mehr als Angelica. Die versucht ihr bestes, um mit dieser Situation fertigzuwerden, doch dazu braucht sie die Hilfe ihres Trainers. Der aber will von dieser ganzen Horror-Geschichte nichts mehr wissen.

Angelica hieß in ihrem früheren Leben Angelina und muß ein engelhaftes Mädchen gewesen sein. Eines Tages wurde sie von ihren eigenen Eltern mit dem Auto überfahren, um auf diese Weise eine hohe Versicherungssumme zu kassieren. Zu dieser Zeit wurde Marco aus seiner früheren Stellung entlassen, weil seine Augen zu schlecht wurden, und landete bei der S.W.A., ohne zunächst zu wissen, was da auf ihn zukam. Als Marco Angelina zum ersten Mal sah, war sie dem Tode näher als dem Leben, und Doktor Bianchi war gerade dabei, aus ihren Überresten einen Cyborg zu machen. Um ihr ihre Angst und Unsicherheit zu nehmen, erfand Marco aus dem Stegreif die Geschichte vom Prinzen aus dem Pasta-Land, wo es nur eine einzige Gabel gibt, die er dann von Mal zu Mal weiterspann. Marco gab Angelina, die jetzt der erste Test-Cyborg war, den Namen "Angelica".

Zuerst sah alles sehr gut aus, und Angelica entwickelte sich prächtig. Marcos Freundin Patricia fand die Geschichte des Pasta-Prinzen, von der Marco ihr gelegentlich erzählte, so nett, daß sie daraus ein Kinderbuch machte. Und auch der ganze Rest der S.W.A. beteiligte sich daran.

Angelica begann dann mit ihrem militärischen Training, und auch die S.W.A. war langsam so weit, in echte Anti-Terror-Einsätze zu gehen, bei denen Angelica und ihre kybernetischen Implantate sich hervorragend bewährten. Dann aber machten sich die Nebenwirkungen bemerkbar: Gedächtnisstörungen.

Auch privat lief es für Marco nicht mehr so gut. Patricia bekam mehr oder weniger heraus, wo Marco arbeitete, und trennte sich von ihm. Schließlich will keine Frau mit einem Mann zusammen sein, von dem sie nicht weiß, ob sie ihn am nächsten Abend lebend wiedersieht.

Teil 9 - Lycoris radiata Herb

Elsa marschiert in ein Hotel, sieht sich um und ruft ihren Trainer Lauro an. Der befiehlt ihr, in ein bestimmtes Zimmer einzudringen und alle, die sie sie dort vorfindet, zu erschießen. Anschließend soll sie Fotos machen. Die Leute sind Terroristen, die mit dem Bürgermeister zusammenarbeiten, und ihre Ermordung soll für ihn die letzte Warnung sein.

Elsa erledigt den Job sauber und routiniert. Allerdings hat sie mit Lauro einen Trainer, der nicht leicht zufriedenzustellen ist. Erst mal hat Elsa nämlich selbst ein paar Kugeln abbekommen, und zweitens hat sie auf dem Film ein Foto übriggelassen. Lauro findet das eine Verschwendung und macht noch schnell ein Foto aus dem Auto heraus, wobei zufällig sein Gesicht im Rückspielgel mit auf das Foto kommt.

Lauro und Elsa

*

Neben Schießen und militärischer Ausbildung haben die Mädchen auch "normalen" Schulunterricht, wo sie zum Beispiel Deutsch lernen. Vor allem Triela kann das schon ziemlich gut. Sie bietet auch Elsa ihre Hilfe an, doch die lehnt ab, wie immer. Elsa vermeidet jeden Kontakt mit den anderen. Triela ist aber aufgefallen, wie sehr sie an ihre Trainer Lauro hängt, auch wenn sie das nicht offen zeigt. Aber Triela ist ein sehr schlaues Mädchen und hat das sehr wohl bemerkt. Sie meint gelegentlich zu Henrietta, sie und Claes seien früher auch so zurückgezogen gewesen wie Elsa. Aber zumindest Henrietta hat sich deutlich weiter entwickelt, was Trielas Meinung nach vor allem vom jeweiligen Trainer abhängt. Und auch Claes ist zwar ein eher stiller Typ, aber dennoch freundlich und zugänglich - ganz anders als Elsa.

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Lauro und Elsa sind mit ihren "Aufräumarbeiten" in der Toskana noch nicht ganz fertig. Deswegen bittet Lauro Jose und Henrietta um Mithilfe. Henrietta gefällt der Gedanke, mit Elsa zusammenarbeiten zu müssen, nicht besonders. Und Jose wohl auch nicht.

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In der Nacht putzt Elsa ihr Gewehr. Ihr Zimmer ist bis auf ein Bett und einen Stuhl völlig leer. Es gibt keinerlei persönliche Sachen, mit einer Ausnahme: auf der Fensterbank steht das Foto, das Lauro kürzlich im Auto geschossen hat und auf dem ein Teil seines Gesichtes zu sehen ist. Wie es aussieht, ist Elsa total in Lauro verliebt, ist sich aber über die Hoffnungslosigkeit dieser Beziehung völlig im Klaren. Nicht nur, weil sie als Cyborg nicht gerade eine Traumfrau ist, sondern vor allem, weil Lauro ihr gegenüber keinerlei persönliche Beziehung hat. Was sie denkt und fühlt, interessiert ihn nicht, solange sie nur ihre Arbeit ordentlich erledigt. Für ihn sind die Cyborgs einfach nur Werkzeuge, und er kann gar nicht verstehen, wie sich zum Beispiel Jose so sehr um seine Henrietta kümmert.

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In Siena in der Toskana gibt es einen Polizeichef, der nicht nur mit Terroristen zusammenarbeitet, sondern auch droht, das Geheimnis das S.W.A. zu verraten. Ihn wollen Lauro und Jose eliminieren. Auf der Fahrt dorthin verspricht Jose Henrietta, ihr auf dem Rückweg ein bißchen von dieser Gegend zu zeigen. Elsa, die mit Lauro im vorausfahrenden Wagen sitzt, beobachtet im Rückspiegel, wie gut die beiden sich verstehen. Denn ihr geliebter Lauro würdigt sie nicht mal eines Blickes.

In Siena angekommen, beziehen die Vier Position in einem Turm direkt vor dem Polizeipräsidium. Es ist die ideale Position, um jemanden aus dem Hinterhalt umzulegen. Allerdings funktioniert Elsa nicht wie erwartet. Sie wirkt übernervös und beobachtet nicht das Ziel, sondern Henrietta und Jose. Ihre Waffe hat sie auch noch nicht entsichert, und so bittet Lauro kurzerhand Jose, mit Elsa zu tauschen. Schließlich können nicht nur die Cyborg-Mädchen exzellent schießen.

Mit zwei wohlplazierten Schüssen wird der Polizeichef direkt vor seiner Residenz niedergeschossen. Soweit hat alles wunderbar geklappt, aber Elsa steht unter Schock. Sie hat versagt und Lauro enttäuscht.


Erstellt am 28.4.2008. Letzte Änderung: 19.2.2014