Jungle wa itsumo Hare nochi Guu

Janguru ha itsumo Hare nochi Guu

Wie so manch anderer Anime-Titel, so ist auch dieser ein Wortspiel. "Hare" ist einerseits der Name einer der Hauptfiguren, heißt andererseits aber auch "heiter" im Sinne von "schönes Wetter". Frei übersetzt heißt das ganze dann: "Der Dschungel war immer heiter, bevor Guu kam".

Und darum geht's: Hare lebt mit seiner Mutter Weda in einem gemütlichen Haus mitten im Dschungel. Er geht dort zur Schule, hat viele Freunde, wenige Probleme und ein ziemlich entspanntes Leben. Weda ist zwar nicht gerade ein vorbildliche Hausfrau, die meiste Arbeit bleibt an Hare hängen, aber so schlimm ist das nicht. Doch eines schönen Tages ändert sich alles. Weda bringt ein niedliches kleines Mädchen namens Guu mit, dessen Herkunft völlig unbekannt ist und das angeblich keine Eltern mehr hat. Guu soll also von nun an mit Weda und Hare zusammenleben.

Guu hat aber im wahrsten Sinne des Wortes zwei Gesichter, von ihren sonstigen bizarren Eigenschaften ganz zu schweigen. Nur scheint Hare der einzige zu sein, dem das auffällt. Außerdem stellt Guu gerne skurrilen Unsinn an, und auch hier ist Hare der einzige, der das merkt. Überhaupt scheint Guu hauptsächlich wegen Hare da zu sein, denn sie erteilt ihm auf ihre surreale Weise eine Reihe von Lektionen.

Neben der Handlung um Guu und Hare gibt es auch noch die um Weda und ihre Herkunft. Schon früh erfahren wir, daß Doktor Clive, der neue Schularzt, Hares Vater ist. Er hatte mit Weda ein Verhältnis, als diese fast noch ein Kind war. Ihr Vater, ein steinreicher Mann, warf sie damals raus und so kam es, daß sie seitdem im Dschungel lebt, was sie allerdings sehr gerne tut, denn dort hat sie Freunde, Bier und auch sonst alles, was sie so braucht.

Es gibt aber Leute, die Weda nur zu gerne wieder nach Hause bringen würden, und in Folge 21 ist es dann soweit: Weda kehrt in die Großstadt zurück, in die riesige Villa, aus der sie vor 11 Jahren flüchtete. Ihr Vater ist inzwischen lange tot, aber da ist noch eine alte Geschichte mit ihrer Mutter ...

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Erschienen ist dieses Anime in den USA schon vor längerer Zeit auf DVD. Außerdem kursieren natürlich die üblichen Fansubs.

Fazit

Eine Komödie der etwas ungewöhnliche Art und, wie ich meine, schon alleine wegen ihrer zahlreichen bizarren Einfälle absolut sehenswert.

Das Character-Design ist recht einfach gehalten, aber trotzdem ausdrucksstark, und die Handlung enthält eine Reihe skurriler Ideen.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 26


Hare - Man hat es nicht leicht, wenn man der einzige ist, dem auffällt, daß um einen herum lauter bizarre Sachen passieren. Und wenn man weiß, wer dafür verantwortlich ist, aber keiner einem glaubt. Und dann hat Hare auch noch eine Mutter, die nicht gerade ein Vorbild ist Hare Aikawa Rikako
Weda - Hares Mutter führt ein total entspanntes Leben, das hauptsächlich aus Saufen und Schlafen besteht. Für die Hausarbeit hat sie ja Hare Weda Morota Kaoru
Guu - Sie ist so eine Art Mischung aus Dämonin, guter Fee und Spaß-Teufelchen. Und sie hat einen verdammt großen Magen. So groß, daß da ganze Landschaften hineinpassen Guu Watanabe Naoko
Dr. Clive Northey - zufällig ist er Hares Vater. Nur Pech, daß die beiden sich absolut nicht leiden können. Denn Clive ist meistens ein wenig umgänglicher Typ. Vor allem nicht beim männlichen Geschlecht. Bei schönen jungen Frauen sieht das anders aus, und vor 11 Jahren hat er ja auch Weda rumgekriegt. Eigentlich liebt er sie immer noch, aber irgendwie kann er bei ihr jetzt nicht mehr so richtig landen. Dabei ist ihm Weda nicht mal böse, trotz allem, was sie deswegen hat durchmachen müssen Dr. Clive Madono Mitsuaki
Reji - der Dorflehrer. Er ist übrigens auch Maris großer Bruder und leidet entweder an Schlafkrankheit, oder er macht jede Nacht durch und schläft dann im Unterricht Reji Inoue Kazuhiko
Mari - sie ist ein bißchen in Hare verknallt, geht ihm aber mit ihrer überschäumenden Energie manchmal ganz schön auf den Wecker. Keiner kann sich so in seine eigene Begeisterung hineinsteigern wie sie Mari Matsuoka Yuki
Rebecca - Wedas Freundin hat eine interessante Vergangenheit: sie ist ein Findelkind, das von Pokutes großgezogen wurde Rebecca ?
Gupta - einer von Hares Klassenkameraden Gupta Hoshi Souichiro
Toposte - er ist Chourous Enkelsohn und spricht Kansai-Dialekt Toposte Maeda Konomi
Wiggle - ein weiterer von Hares Klassenkameraden. Genau wie Gupta und die anderen spielt er nur eine nicht allzu wichtige Nebenrolle Wiggle Iwanaga Tetsuya
Lavenna - eine von Hares Klassenkameradinnen Lavenna Shiratori Yuri
Chourou - Er ist der Dorfälteste. Sein Markenzeichen sind seine mehr als üppigen Brusthaare. Eines Tages klaut Guu diese, und von da an zittert Chourou, wenn er sie nur von weitem sieht, und redet sie nur noch "Guu-sama" an Chourou Genda Tessho
Waji - er lacht immer und zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit. Das macht auf Guu einen gewissen Eindruck Waji Kishio Daisuke
Adie - auch sie lebt irgendwo in Hares und Wedas Nachbarschaft Adie Uwagawa Emi
Chet - Adies Geliebter. Die beiden sind ein ziemlich extremes Paar Chet Yoshimizu Takahiro
Tachibana Seiichi - ein Bewohner von Guus Magen Tachibana Seiichi Ishida Akira
Mamou Tomoyo - auch sie lebt in Guus Magen, zusammen mit Seiichi. Die beiden behaupten, Hare schon von früher zu kennen Mamou Tomoyo Hikami Kyouko
Yamada Hiroko - sie wollte sich im Meer ertränken um ein Geist zu werden, damit sie den Mann, der sie verstoßen hatte, heimsuchen konnte. Statt dessen landet sie in Guus Magen, wo sie nun Tomoyo und Seiichi auf die Nerven geht Yamada Hiroko Furuyama Ayumi (?)
Ashio - Wedas ehemaliger Diener. Er war (und ist eigentlich noch) heimlich in sie verliebt Ashio Okiayu Ryoutarou
Bel - Wedas frühere Dienerin ist ebenfalls in sie verknallt Bel Yokoo Mari
Robert - auch er gehört zum riesigen Haushalt (oder besser Hofstaat) der Familie von Wedas Eltern. Er ist Wedas und Hares Leibwächter, als die beiden wieder in der großen Stadt sind, und man kommt ihm besser nicht in die Quere, denn er hat den Finger verdammt schnell am Abzug Robert Morikubo Showataro
Sharon - Wedas Mutter und damit auch Hares Großmutter. Als ihr Mann damals Weda rausschmiß, brach es ihr fast das Herz. Aber sie konnte nichts dagegen machen Sharon ?
die Pokutes - sie sind eine Art Tiere, aber so ganz genau kann man das nicht sagen. Jedenfalls springen sie in so ziemlich jeder Folge herum Pokute -

Daten: Regie: Mizushima Tsutomu Design: Kugimiya Hiroshi Erscheinungsjahr: 2001
Bewertung Animation:
Framerate: mittel Standbilder: wenige Zeichenqualität: gut Character-Design: geht ziemlich in Richtung super-deformed
Bewertung sonstiges: Handlung: ziemlich schräg und sehr unterhaltsam Besonderheit: Pokute und herumlaufende Früchte Musik: recht eingängig
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Englischer Fansub (u.a. von Animeco): gut Gesamt-Beurteilung: sehr gut

Erstellt am 29.5.2007. Letzte Änderung: 24.4.2015