Hauru no ugoku Shiro - Das wandelnde Schloss

Laufzeit der DVD: ca. 119 min.

Hauru no ugoku Shiro - Das wandelnde Schloss

In einer Stadt, die man sich am Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich oder Deutschland angesiedelt vorstellen kann (und die nach der elsässischen Stadt Colmar modelliert ist), lebt die Hutmacherin Sophie. Sie ist eine graue Maus, zumindest hält sie sich selbst dafür, obwohl sie sehr fleissig ist und auch gar nicht so übel aussieht. Eines schönen Tages nach der Arbeit will sie ihre lebensfrohe Schwester Lettie besuchen. Doch das Land bereitet sich gerade auf einen Krieg vor. Überall in der Stadt lungern Soldaten herum, und zweien davon läuft Sophie leider genau in die Arme. Die beiden scheinen relativ harmlos zu sein, aber Sophie fühlt sich trotzdem alles andere als wohl. Da taucht plötzlich ein ausgespochen gutaussehender junger Mann auf. Es ist der berühmt-berüchtigte Zauberer Hauru, aber er ist ganz anders, als die Leute sich erzählen. Obwohl er selbst von unheimlichen Wesen verfolgt wird, beschützt er Sophie vor den Soldaten und befördert sie durch die Luft zu ihrem Ziel, Letties Laden. Sophie ist ganz hingerissen, und Lettie wundert sich, wieso ihre große Schwester von oben gekommen ist.

Sophie und Hauru

Nach dem kurzen Besuch kehrt Sophie in ihr elegantes Hutgeschäft zurück. Sie ahnt noch nichts böses, als sich plötzlich eine unglaublich massige Dame Zutritt verschafft. Sophie wirft sie wieder raus, weil der Laden bereits geschlossen ist, doch die fette Frau ist die Hexe aus dem Niemandsland, und sie ist im Gegensatz zu Hauru wirklich gefährlich. Ihre Kreaturen waren es, die Hauru verfolgt haben. Offenbar war oder ist sie in Hauru verliebt. Weil der sie aber abgewiesen hat, rächt sie sich nun dafür an Sophie, belegt sie mit einem Fluch und verwandelt sie in eine alte Oma.

Sophie ist, nachdem sie das realisiert hat, bei weitem nicht so panisch und verzweifelt, wie man meinen könnte. Sie beruhigt sich erstaunlich schnell, findet sich mit ihrem Schicksal ab, verbringt noch die Nacht allein in ihrer Wohnung und verläßt am nächsten Tag unerkannt die Stadt. Sie will nie wieder dorthin zurückkehren. Doch es soll später ganz anders kommen ...

Der Weg führt sie in die Berge, und dort weht ein eisiger Wind. Unterwegs zieht Sophie eine lebendige Vogelscheuche, die anscheinend auch irgendwie verzaubert ist, aus einem Gebüsch, und nennt sie "Rübe", weil sie ihrer Meinung nach einen Rübenkopf hat. Rübe redet nicht sehr viel, scheint aber recht freundlich zu sein. Eigentlich wäre Sophie dieses unheimliche Ding gerne wieder los und schickt sie fort, um für sie eine Bleibe für die Nacht zu finden. Das tut Rübe auch und kommt mit Haurus unheimlichem wandelndem Schloss im Schlepptau zu Sophie zurück. Da es kalt und regnerisch ist, fasst Sophie sich ein Herz und steigt ein.

Drinnen ist es furchtbar dreckig und verwahrlost, aber andererseits auch schön warm und gemütlich. Der Grund dafür ist ein Feuerdämon namens Calcifer, der sofort merkt, was mit Sophie los ist. Auch er selbst steht unter einem Fluch, behauptet er zumindest, und schlägt Sophie ein Geschäft vor: wenn sie ihn von seinem Fluch befreit, befreit er sie von ihrem. Doch so eilig hat Sophie es gar nicht. Sie setzt sich erst mal ans warme Feuer und schläft selig ein. Calcifer kann es kaum glauben.

*

Sophie ist zu einer alten Frau geworden

Der Krieg hat begonnen, und unter dem Jubel der Massen läuft die Flotte aus.

Der König schickt Abgesandte zu Hauru, der in diesem Land als Zauberer Jenkins auftritt. Als sie an der Tür klopfen, öffnet allerdings nicht Hauru, sondern ein kleiner Junge namens Markl, der in Haurus Schloss lebt. Praktischerweise hat dieses Schloss einen magischen Ausgang, den man auf vier unterschiedliche Ziele einstellen kann. Eine Tür (grün) führt aus dem Schloss selbst hinaus. Durch diese ist am Vorabend Sophie hineingekommen. Eine weitere (blau) führt in das Königreich Kingsbury zur Hafenstadt, die dritte (rot) in das andere Königreich (Ingray). Und die vierte, die schwarze ... die darf nur Hauru persönlich benutzen.

Jedenfalls laden die Abgesandten Jenkins zum König vor, denn der braucht für seinen Krieg auch die Unterstützung aller Zauberer, die er bekommen kann. Nachdem Markl die Vorladung entgegengenommen hat, hat er nun Zeit, sich über den neuen Mitbewohner zu wundern. Sophie erklärt ihm, sie sei eine Hexe, eine ganz üble sogar, und werde nun hier bleiben und erst mal alles gründlich saubermachen.

Der andere König schickt ebenfalls einen Boten zu Hauru, der in diesem Land "Meister Pendragon" heißt, mit demselben Anliegen.

Auch dieses Schreiben nimmt Markl entgegen. Dann will er frühstücken, doch das Kochen übernimmt Sophie. Seltsamerweise gehorcht Calcifer ihr sogar und macht ein hübsches Feuerchen. Dann stellt sich die Tür auf schwarz und Hauru erscheint. Er scheint sich gar nicht über Sophies Anwesenheit zu wundern, sondern eher darüber, daß Calcifer sie auf ihm das Frühstück braten läßt. Er ist sehr freundlich zu Sophie, und Markl freut sich, daß er zum ersten Mal seit langem ein ordentliches Frühstück bekommt.

Die Hexe aus dem Niemandsland hat Sophie nicht nur verflucht, sondern ihr auch noch ohne ihr Wissen einen Fluch gegen Hauru mitgegeben. Doch der findet diesen schnell heraus und macht ihn unschädlich. Dann läßt er Calcifer das Schloss wegbewegen und macht sich selbst ebenfalls wieder auf den Weg.

Rübe hängt Wäsche auf

Nach dem Essen beginnt Sophie mit dem Großreinemachen. Und das hat Haurus Schloss wirklich dringeng nötig. Sophie nimmt sich einen Raum nach dem anderen vor, lernt bei dieser Gelegenheit das ganze Schloss kennen und stößt auch wieder auf Rübe, die irgendwie draußen hängengeblieben ist. Das Schloss erreicht einen idyllischen See, und zusammen mit Rübe und Markl macht Sophie als nächstes die Wäsche und hängt sie draußen an der frischen Luft auf. Nach getaner Arbeit gibt es ein romantisches Mittagessen, und Sophie sieht auf einmal erheblich jünger aus.

Während Sophie und Markl einen ausgesprochen friedlichen Tag verbringen, hat Hauru sich in den Kampf gestürzt. Als eine Mischung aus Vogel und Todesengel greift er die fliegenden Festungen der beiden verfeindeten Reiche an, die unentwegt die Städte unter sich bombardieren und in Brand setzen. Außer Brandbomben haben diese fliegenden Metallungeheuer auch Zauberer an Bord, die sich nun ebenfalls in Flugmonster verwandeln und Hauru verfolgen. Doch sie sind für ihn keine echte Gefahr.

Erschöpft kehrt er am Abend durch die schwarze Tür zurück, setzt sich ans Feuer und nimmt wieder seine menschliche Gestalt an. Bevor er ins Bad geht, wirft er einen Blick auf die in ihrer Koje schlafende Sophie, die sich vorübergehend wieder in ihre wahre Gestalt als junges Mädchen zurückverwandelt hat.

*

Am nächsten Morgen gehen Sophie und Markl in der Hafenstadt einkaufen. Kurz darauf läuft dort die geschlagene Flotte ein bzw. das, was noch von ihr übrig ist. Dann erscheinen auch noch feindliche Flugzeuge und werfen Bomben und Propaganda-Plakate ab. Der Krieg hat nun also auch diese Stadt erreicht. Und schlimmer noch, auch hier treiben sich die Dämonen der Hexe aus dem Niemandsland herum. Sophie flüchtet mit Markl nach Hause. Doch das nächste Unheil wartet schon auf sie. Sie hat nämlich in Haurus Bad aufgeräumt, und jetzt hat der sich aus Versehen seine Haare umgefärbt. Sie sind nicht mehr goldblond, sondern haben einen undefinierbaren Grau-Braunton (wahrscheinlich seine natürliche Haarfarbe). Jedenfalls ist Hauru völlig am Boden zerstört. Er steht sogar kurz davor, die Dämonen der Finsternis ins Schloss zu lassen, tut es am Ende aber zum Glück doch nicht. Denn es gelingt Sophie, ihn wieder einigermaßen zu beruhigen. Dafür beginnt er, vor Selbstmitleid im wahrsten Sinne des Wortes zu zerfließen. Sophie langt es und sie flüchtet nach draußen, wo es leider in Strömen regnet.

Aber auch sie beruhig sich schließlich wieder, und zusammen bringen sie dann auch Hauru wieder in Form.

Nach einem weiteren Bad, und nachdem einige Zeit herum ist, sucht Sophie Hauru in seinen Privatgemächern auf, wo es von obskurem Zaubernippes nur so wimmelt. Hauru erzählt Sophie, daß er nämlich schreckliche Angst vor der Hexe aus dem Niemandsland habe. Und zum König gehen will er auch nicht. Es kommt auf die Idee, Sophie als seine Mutter dorthinzuschicken und ihn entschuldigen zu lassen. Sophie erklärt sich dazu bereit, und Hauru verspricht, ihr heimlich zu folgen.

Es wird für Sophie ein denkwürdiger Gang. Vor dem Schloß angekommen begegnet sie erst mal der Hexe aus dem Niemandsland, die ebenfalls zum König zitiert worden ist und die sich leider außerstande sieht, den Fluch von Sophie wieder zu lösen. Und dann taucht auch noch ein häßlicher Hund namens Hiin auf. Sophie glaubt, es sei Hauru in verwandelter Gestalt, aber in Wirklichkeit gehört Hin Madam Suliman, der königlichen Zauberin, die im Hintergrund die Fäden zieht. Und sie hat offenbar beschlossen, unter den Zauberern, die nicht unter ihrer Kontrolle stehen, zum Beispiel Hauru und die Hexe aus dem Niemandsland, aufzuräumen.

die Hexe aus dem Niemandsland muß Treppen steigen

Dazu zwingt sie die Hexe, die lange Treppe zum Palast selbst hochzusteigen. So fett, wie sie ist, macht sie das fix und fertig. Außerdem sieht sie, als sie oben ankommt, mindestens 30 Jahre älter aus. Aber auch Sophie ist oben völlig geschafft, weil sie Hiin tragen mußte, der wegen seiner kurzen Beine die Treppe nicht hochkam. Ein Palastdiener nimmt die beiden dann in Empfang und führt Sophie zu Madam Suliman, die Hexe aus dem Niemandsland aber in einen Raum, in dem grauenvolle Dinge auf sie warten.

Derweil erfährt Sophie, die sich ja als Haurus Mutter ausgibt, von Madam Suliman, daß Hiin ihr Hund ist (und nicht Hauru). Sophie entschuldigt dann Haurus Fernbleiben. Suliman bedauert das sehr. Hauru war einst ihr bester Schüler, bis es einem Dämon gelang, sein Herz zu stehlen. Sie ist der Meinung, Hauru sei jetzt sehr gefährlich und werde sicherlich genauso enden wie die Hexe aus dem Niemandsland. Die wurde nämlich von Suliman all ihrer Kräfte beraubt (, was leider Sophies Fluch nicht löst) und gezwungen, ihr wahres Alter anzunehmen. Jetzt ist sie eine kleine, verschrumpelte, armselige alte Greisin. Sophie ist schockiert, sie so zu sehen und macht Suliman schwere Vorwürfe. Und als sie dabei auch über Hauru spricht, wird sie auf einmal wieder jung, allerdings nur für einen Augenblick. Dennoch ist Suliman der Ansicht, Haurus Mutter sei doch in Wirklichkeit ziemlich jung.

Kurz darauf erscheint der König mit einem Fluggleiter. Einen Moment später erscheint der König und gratuliert Suliman zu diesem gekonnten Doppelgänger, der in Wirklichkeit Hauru ist, sich Sophie schnappt und mit ihr entkommt. Sophie allerdings nimmt noch die alte Hexe mit, und auch Hiin springt noch mit auf.

Die Flucht wird ziemlich abenteuerlich, gelingt aber, weil Hauru die Verfolger ablenkt, sodaß Sophie mit ihren zwei Passagieren allein zum Schloss fliegen muss, das sie spät am Abend schließlich auch erreicht.

Derweil stürmen die Soldaten Pendragons Haus, finden im Innern aber nur eine leere Ruine. Ebenso geschieht es in der Hafenstadt bei Jenkins' Haus, das innen ebenfalls leer ist.

*

Die Anzahl der Bewohner von Haurus Schloss ist nun um weitere zwei gestiegen.

Sophie bei Hauru

Tief in der Nacht, als die Hexe, Sophie und die anderen schon längst schlafen, erscheint Hauru in der Gestalt eines Vogel-Dämons. Als er an Sophie, die wieder jung ist, vorbeischleicht, wacht diese auf und folgt ihm nach oben in seine unheimlichen Gemächer. Es macht ihr nichts aus, daß er ein Monster ist und sie erklärt ihm, daß sie ihn liebe. Doch Hauru, der immer wieder starken Stimmungsschwankungen ausgesetzt ist, meint, es sei zu spät. Er sieht auch wirklich zum Fürchten aus und fliegt einfach wieder davon.

*

Am nächsten Morgen räumen Markl, Rübe und Sophie erst mal auf. Danach gibt es für alle Frühstück. Calcifer ist ziemlich entsetzt, die Hexe aus dem Niemandsland hier zu haben, doch da deren Macht gebrochen ist, ist sie nicht mehr gefährlich. Und auch Hauru ist wieder munter und wohlauf, als sei nie etwas gewesen. Er hat beschlossen umzuziehen. Zusammen mit Calcifer läßt er eine sehr starke Magie auf sein Schloss wirken, und heraus kommen sie in ihrem neuen Zuhause, Sophies ehemaligem Haus! Verbunden ist es mit der roten Tür.

Hauru ist von seiner Arbeit ganz begeistert, Sophie eher überrascht. Was ihr jedoch gefällt ist die neue grüne Tür, die Hauru ebenfalls geändert hat. Sie führt jetzt auf eine idyllische Blumenwiese, weit weg von jeder Stadt und vom Krieg. Es ist Haurus geheimer Garten, in Sophies Augen ein Paradies. Etwas weiter unten, an einem kleinen See, steht eine kleine Wassermühle, wo Hauru als Kind viel Zeit verbracht hat.

Sophie sagt zu Hauru erneut, daß sie ihn liebe, daß sie aber auch große Angst habe, daß er einfach verschwindet und sie und die anderen allein zurückläßt. Doch so direkt geht Hauru darauf leider nicht ein, sondern begnügt sich damit, allgemeinen Optimismus zu versprühen. Und dann erscheinen feindliche Flugzeuge. Wütend sabotiert Hauru sie, muß dann mit Sophie aber schnell verschwinden, weil sie entdeckt wurden. Er bringt Sophie in Sicherheit und stürzt sich dann erneut in den Kampf.

die Stadt wird bombardiert

Am Abend sprechen Sophie und die Hexe aus dem Niemandsland über die Liebe, als plötzlich Luftschutz-Sirenen ertönen. Haurus bzw. Sophies Haus ist zum Glück durch Calcifers Zauber geschützt, aber draußen sind überall Sulimans Monster unterwegs und suchen danach.

Am nächsten Tag beginnt die Flucht. Da taucht, als wenn es nichts wäre, Sophies Mutter bei Sophie auf. Es ist schnell klar, daß sie nicht freiwillig gekommen ist, sondern weil Suliman sie geschickt hat. Sie quasselt belangloses Zeug und geht auch sehr schnell wieder, läßt aber ein Päckchen zurück, in dem Suliman einen Spionagewurm versteckt hat. Zum Glück kennt die Hexe aus dem Niemandsland diesen Trick und wirft den Wurm ins Feuer. (Was allerdings Calcifer nicht besonders gut bekommt.)

Am Abend wird dann die Stadt bombardiert, und Sulimans Monster finden das Haus. Zum Glück taucht auch Hauru wieder auf und verhindert das schlimmste.

Es geht ziemlich turbulent weiter. Hauru bricht sofort wieder auf um weiterzukämpfen, und die Monster kommen zurück. Schließlich bleibt Sophie nichts anderes übrig, als die Farbe der Tür zu wechseln, nämlich auf rot, d.h. zum wandelnden Schloss. Dieses steht hoch über der Stadt auf den Bergen, und von dort aus kann Sophie ihre brennende Heimatstadt und darüber Haurus beeindruckenden Luftkampf sehen. Sie verläßt mit allen Bewohnern das Schloss, weil sie auf diese Weise verhinder will, daß Hauru weiterkämpft (nach welcher Logik auch immer), und nimmt auch Calcifer mit, was aber zur Folge hat, daß ohne ihn das Schloss auseinanderfällt.

Hauru als Kind

Anscheinend überlegt Sophie es sich nun wieder anders und dringt wieder in die Ruine ein. Sie gibt Calcifer neues Holz, damit dieser das Schloss mehr oder weniger wiederherstellen kann. (Wäre sie gleich drin geblieben, hätte sie sich das ganze Theater sparen können.) Dazu braucht er aber auch einen Teil von Sophie. Zum Glück reicht ihr Zopf, aber der ist nur leider weg. Dafür setzt sich das, was von dem Schloss noch übrig ist, wieder in Bewegung. Sophie hofft, auf diese Weise wieder zu Hauru zu kommen.

Da entdeckt die Hexe aus dem Niemandsland Haurus Herz, das in Calcifer steckt, und reißt es zusammen mit Calcifer an sich. Da es sehr heiß ist und sie zu verbrennen droh, schüttet Sophie einen Eimer Wasser über sie und Calcifer. Damit bricht der Überrest des Schlosses nun endgültig zusammen, und Sophie, die glaubt, Calcifer und damit auch Hauru getötet zu haben, wird von den anderen getrennt und landet zusammen mit Hiin in einer tiefen Schlucht.

Sophie ist untröstlich. Doch der magische Ring, den Hauru ihr vor einiger Zeit geschenkt hat, funktioniert noch und weist ihr den Weg zu einer verborgenen Tür. Als sie durch diese hindurchgeht und den schwarzen Nebel durchquert hat, kommt sie in Haurus Kindheit an, genau in der Wassermühle, die er ihr vor kurzem erst gezeigt hat. Das Interessante aber passiert gerade draußen im Freien. Dort fallen zahllose Sternschnuppen vom Himmel, jeder einzelne ein Feuerdämon. Unten landen sie im Wasser und erlöschen. Einen aber fängt der junge Hauru auf und rettet ihn damit. So kam also Calcifer zu Haurus Herz und die beiden zu ihrem Pakt.

Der Ring verschwindet, und Sophie wird in die Gegenwart zurückgezogen. Sie ruft Hauru und Calcifer noch zu, daß sie auf sie warten sollen, sie werde ganz bestimmt in der Zukunft zu ihnen kommen. Und so ist es ja auch geschehen.

Sophie ist wieder zurück in der Schlucht. Die magische Tür verschwindet, dafür taucht Hauru auf. Er hat seine Vogelgestalt und ist ziemlich lädiert, zu Sophies großer Freude aber am Leben und relativ wohlauf. Sie küßt ihn zärtlich und läßt sich dann von ihm zu Calcifer und den anderen bringen, die auch noch irgendwo da draußen unterwegs sind.

Eigentlich will die Hexe aus dem Niemandsland Haurus Herz auf keinen Fall herausgeben, doch Sophies Bitten kann sie am Ende nicht widerstehen. Und so kommt nicht nur Hauru wieder zu seinem Herzen, auch Calcifer hat es lebend überstanden. Er ist jetzt frei, der Pakt gelöst - und Sophies Fluch übrigens auch, aber das schon seit einer geraumen Weile. Jung ist sie schon länger wieder, nur die silbergrauen Haare bleiben ihr. Alles könnte so schön sein, da rutscht das Brett, das alles ist, was vom Schloss übrig ist, in den Abgrund. Rübe, die auch mit von der Partie ist, hält die verhängnisvolle Rutschpartie zum Glück auf und bekommt dafür einen dicken Kuß von Sophie, was ihren Bann löst. Sie ist nämlich in Wirklichkeit Prinz Justin, dessen Verschwinden den Krieg ausgelöst hat. (Und wenn das im Anime mal erwähnt worden wäre, würde dieser Schluss auch Sinn machen.) Nun ist er wieder da und der Krieg damit beendet.

Hiin nimmt Kontakt mit Suliman auf, und so erfährt auch diese, was geschehen ist und beschließt, auch von ihrer Seite aus den Krieg zu beenden.

Dieser Schluß wirkt ziemlich konstruiert und unmotiviert, aber wenigstens gibt es für Hauru und Sophie ein glückliches Ende: Calcifer kehrt zu ihnen zurück und zusammen bauen sie ein neues Schloss, diesmal eins, das sogar fliegen kann.



Erstellt am 15.11.2009. Letzte Änderung: 19.2.2014