The Irresponsible Captain Tylor - Zusammenfassung der Handlung 1. DVD (Teil 1 - 7)

Laufzeit der DVD: ca. 180 min.

Irresponsible Captain Tylor 1. DVD

Teil 1 - The Mysterious Irresponsible Man

Justy Tylor hängt auf irgend einem verregneten Planeten in der Gosse herum, als er auf einer riesigen Projektionsleinwand einen Werbefilm der Weltraumstreitkräfte der Vereinigten Planeten (UPSF) sieht. Ein niedliches Mädchen namens Noriko fordert alle Zuschauer auf, etwas aus ihren Talenten zu machen und sich rekrutieren zu lassen. Und da Tylor bei schönen Mädchen noch nie Nein sagen konnte, marschiert er schnurstracks ins nächste Büro.

Noriko

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Die Vereinigten Planeten sehen sich mit einem Aufmarsch des Raalgon-Imperiums konfrontiert, der nur eines bedeuten kann: Krieg. Daher ist es nach Meinung der Admiralität am besten, wenn sie UPSF selbst zuerst losschlägt, denn das Raalgon-Reich hat eine sehr junge, unerfahrene Kaiserin und scheint ziemlich mit internen Problemen beschäftigt zu sein. Das muß man unbedingt ausnutzen.

Vizeadmiral Mifune ist jedoch dagegen, weil so ein Angriff und der sich daraus entspinnende Krieg zu viele Risiken birgt.

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Auf der anderen Seite, bei den Raalgon-Leuten, sieht es genauso aus. Auch sie sind ganz heiß auf den Krieg und versuchen der jungen Kaiserin Azalyn einzureden, daß es am besten sei, gleich loszuschlagen, wenn es denn schon unvermeidlich sei. Der Scharfmacher hier ist der Premierminister, ein Mann namens Wang, der insgeheim die Macht im Reich übernehmen will. Doch auch Azalyn hat mit der UPSF ein Hühnchen zu rupfen, denn die soll angeblich ihre Eltern umgebracht haben. Also beschließt sie den Krieg.

Dann verkriecht sie sich irgendwo hin und weint über den Verlust ihrer Eltern. Sie ist ziemlich erschrocken, als sie bemerkt, daß einer ihrer Offiziere, ein gewisser Dom, das gesehen hat. Doch der meint, solche Tränen seien selbst für eine Kaiserin statthaft. Er sagt ihr auch noch ein paar andere Sachen, die man Azalyn wohl noch nicht so oft gesagt hat, und die ist davon sehr angetan. Dom hat damit ihr Vertrauen gewonnen (das er im Gegensatz zu dem verräterischen Wang auch voll und ganz verdient).

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Der Rekrutierungsoffizier hält Tylors Bewerbung für einen Witz, weil der den Soldaten-Job für eine lässige Erholungstour zu halten scheint, doch Tylor quatscht ihn so lange voll, bis er aufgibt und ihn für den Aufnahmetest zuläßt.

Der verläuft völlig chaotisch, bis er an eine virtuelle Frau gerät, die er Betty-chan nennt und so heftig anbaggert, daß am Ende die Maschine durchbrennt. Da sich aber gerade Doms Schiff Doroume nähert, sieht es so aus, als wäre er für die Explosionen verantwortlich. Und niemand denkt mehr daran, Tylor verantwortlich zu machen. Im Gegenteil: er ist aufgenommen.

Teil 2 - Hey, Ho! The Happy Pensioned Life

Unter Admiral Hanner erlebte die UPSF ihre beste Zeit. Doch jetzt ist Hanner alt und mehr oder weniger ein Pflegefall. Dom ist der Meinung, daß dies die Kampfmoral der UPSF untergraben würde, wenn es allgemein bekannt würde, und schickt ein paar Leute los, um entsprechende Propaganda zu machen.

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einer von Doms Terroristen

Tylor ist jetzt beim Militär und hat den Posten, von dem er immer geträumt hat. Er sitzt an einem gemütlichen Schreibtisch in der Abteilung für Pensionszahlungen. Dort ist es völlig ungefährlich, und er ist rundum gut versorgt. Eines Tages geht eine Nachricht ein: dem pensionierten Admiral Robert J. Hanner muß seine Pension ausbezahlt werden, seine Adresse ist aber unbekannt. Also bekommt Tylor den Auftrag, ihn zu finden und das Geld (persönlich und in bar) zu übergeben.

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Robert Hanner hat zwei Töchter, die Zwillinge Yumi und Emi, die ihn jetzt betreuen. Die Drei leben in einer besseren Hütte irgendwo auf dem Dach eines Hochhauses unter einer Schnellstraße, führen aber offenbar ein recht glückliches und zufriedenes Leben. Zur Zeit haben sie gerade Besuch von Yuriko Star, einer Freundin aus Emis und Yumis Kindheitstagen, die sich jetzt ebenfalls um den alten Mann kümmert. Da erscheint weiterer Besuch, allerdings ungebetener: zwei Terroristen (genauer gesagt Doms Leute) dringen in das Haus ein und fangen ohne weitere Vorwarnung an herumzuballern. Sie behaupten, von der galaktischen Friedensbewegung zu kommen und alle Kriege beenden zu wollen. Über das Fernsehen verbreiten sie dann Bilder des alten Admirals und weisen anklagend darauf hin, wie schamlos die UPSF ihren ehemaligen Helden abserviert habe. Wenn die Streitkräfte nicht sofort aufgelöst würden, könnten sie für die Sicherheit der Geiseln nicht garantieren.

Unten marschiert natürlich die Armee auf unter dem Kommando von Leutnant Yamamoto, der sofort beginnt, den Sturm auf die Hütte vorzubereiten.

Und mitten in diese Krise platzt Tylor, um dem alten Admiral, den er jetzt endlich gefunden hat, seine Pension in die Hand zu drücken. Yamamoto läßt ihn nur durch, weil er ihn für einen Spezialagenten von Admiral Mifune hält. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Sein Erscheinen vor den Terroristen, die kurz davor sind, die Geduld zu verlieren und den Admiral zu erschießen, ist so vollkommen unpassend, daß sie gar nicht wissen, wie ihnen geschieht. Und die Gewehre, die sie auf ihn richten, interessieren Tylor überhaupt nicht mehr, als er die drei schönen jungen Frauen sieht, von denen zumindest zwei ihm freundlich zulächeln. Also läßt auch er sich als Geisel nehmen, um ein bißchen mit ihnen zusammen sein zu können.

Die beiden Terroristen melden sich dann wieder per Fernsehen und geben der UPSF noch eine Stunde. Bei der Gelegenheit erfährt Yamamoto, daß Tylor keineswegs ein Spezial-Agent ist. Dafür wagt Yuriko aber einen Angriff auf die beiden und entwaffnet sie. Doch Tylor gibt ihnen ihre Gewehre wieder zurück!

Einer der beiden Terroristen nimmt seine Sonnenbrille ab, und Emi und Yumi finden ihn unglaublich attraktiv. Auch Tylor lobt ihn wegen seines guten Aussehens. Da melden die Sensoren, daß draußen Raketen feuerbereit gemacht werden. In drei Minuten wird die Hütte in die Luft gejagt. Tylor nutzt die verbliebene Zeit und findet auch für den anderen Terroristen anerkennende Worte. Der ist dadurch zu Tränen gerührt, schnappt sich die Bombe und will, daß sie alle zusammen sterben, um diesen rührenden Augenblick unsterblich zu machen. Yuriko ist darüber verzweifelt und macht Tylor bittere Vorwürfe. Der gibt ihr seinen Koffer, damit sie ihm eins überbraten kann, wenn ihr danach sei. Yuriko holt aus, trifft aber den Terroristen, der daraufhin die Bombe aus Versehen durchs Fenster nach draußen schmeißt. Unten explodiert sie dann, oben sind alle gerettet, und Doms Plan ist auf unglaubliche Weise gescheitert. "Justy Ueki Tylor" ist alles, was er von seinen zwei Agenten noch mitgeteilt bekommt.

Teil 3 - The Ship Sets Sail, but Misgivings Remain

Da Admiral Hanner gerettet wurde, gilt Tylor als Held und wird zum Kapitän befördert. Mifune ist aber nicht so ganz wohl bei der Sache, und er ermahnt Leutnant Yamamoto, gut aufzupassen. Der begibt sich dann zu dem Schiff, dessen stellvertretender Kommandant er ab jetzt ist. Soyokaze heißt es und ist ist ein ziemlich alter Zerstörer mit einer Mannschaft aus Sozial Schwachen, also Halsabschneidern, Meuterern, Glücksrittern und sonstige Problemfällen aller Art. Yamamoto hält vor dieser Mannschaft zur Begrüßung eine enthusiastische Rede. Allerdings hat er noch keine Ahnung, wer der Kapitän ist, denn der ist noch gar nicht da.

Cryburn und Adressen

Tylor ist es natürlich, und der ist gerade an Bord einer Fähre zusammen mit Emi und Yumi Hanner auf dem Weg zu seinem neuen Schiff. Als er die Soyokaze sieht, ist er ziemlich enttäuscht. Und als dann Yamamoto den neuen Kapitän sieht, ist er ziemlich überrascht - er hat ihn aus Folge 2 noch in Erinnerung und kann es nicht glauben, daß dieser unwahrscheinliche Typ jetzt hier Kapitän sein soll.

Auf den Schreck hin muß er erst mal zum Doc und seine Nerven entspannen lassen. Was nicht ganz ohne Risiko ist, denn Doktor Kitaguchi hat ziemlich eigenartige Methoden, mit seinen Patienten umzugehen.

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Kaum hat Tylor im Kapitänssessel Platz genommen und die anwesende Mannschaft inspiziert, läßt er die Soyokaze starten, ohne sich groß um irgendwelche Einsatzbefehle oder Startfreigaben zu kümmern.

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Neben den Offizieren gibt es an Bord hauptsächlich zwei Gruppen von Soldaten: die Marines und die Piloten. Sie liegen sich ständig in den Haaren. Als erstes aber legen Cryburn und seine Marines-Leute eine kleine, als Geschenk verpackte Rauchbombe vor Yamamotos Tür, um sich mit ihm einen kleinen Spaß zu machen. Yamamoto ist tief gerührt, allerdings nur, bis ihm das Ding um die Ohren fliegt.

Auch Tylor bekommt so ein Päckchen, aber da er gerade schläft, bleibt es erst mal ungeöffnet liegen. Die Marines tauchen derweil bei den Piloten auf und fangen eine Schlägerei an. Es herrscht also das totale Chaos. Yamamoto will die Verantwortlichen vors Kriegsgericht bringen, doch Yuriko ermahnt ihn, jetzt nicht durchzudrehen. Es gäbe noch Hoffnung, aus dieser Mannschaft ordentliche Soldaten zu machen, auch wenn es bisher kein Kapitän länger als 3 Tage hier ausgehalten hat.

Yamamoto ist tief ergriffen - wieder einmal - und versucht nun, die Schießerein unten im Hangar zu beenden. Cryburn ist überrascht, ihn noch am Leben zu sehen, aber er und seine Leute denken natürlich nicht im Traum daran, Ruhe zu geben. Yumi und Emi wecken derweil Tylor in der Hoffnung, daß er die Streitparteien zur Vernunft bringen könnte. Schließlich ist er der Kapitän. Und da es sehr eilig ist, kommt Tylor gar nicht dazu, das Päckchen zu öffnen, sondern eilt mit den beiden Mädchen in den Hangar.

Dort hat Yamamoto die Leute inzwischen doch einigermaßen beruhigen können und fordert Tylor nun auf, den Soldaten energisch klarzumachen, daß sie nicht gegeneinander, sondern gegen Raalgon zu kämpfen haben. Yamamotos Wunsch entsprechend gibt Tylor einen ganz klaren Befehl, und der lautet: "Macht, was ihr wollt".

Das lassen die Marines und die Piloten sich nicht zweimal sagen.

Teil 4 - Enemy! Crisis! We Surrender!

Mit seiner lässigen Weigerung, für den Saustall an Bord Verantwortung zu übernehmen, treibt Tylor seinen 1. Offizier Yamamoto an den Rand des Wahnsinns. Derweil geht der Privatkrieg der Marines gegen die Piloten in die nächste Runde. So langsam wird es sogar für das ganze Schiff gefährlich, denn die Männer halten sich nicht zurück und setzen schwere Waffen gegeneinander ein. Außerdem meutern sie, und Tylor fragt sich, ob es nicht lustig wäre, an dieser Meuterei teilzunehmen.

der Raalgon-Kommandant entert die Soyokaze

Als nächstes versuchen Andressen und seine Leute, die Brücke zu erobern, und fragen bei Tylor an, ob er nicht lieber gleich kapitulieren wolle. Das hat nichts dagegen, wohl aber Yamamoto und Yuriko. Sie sind entschlossen, die Brücke mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Tylor hingegen fragt sich, warum sie das so tragisch nehmen. Es ist schließlich nur ein Krieg.

Die Marines brauchen jedenfalls nicht lange, um die Brücke und ihre Besatzung in ihre Gewalt zu bringen. Da macht die Soyokaze auf einmal einen Warp-Sprung und landet genau vor einem feindlichen Verband. Piloten und Marines sind auf einmal wieder die besten Freunde und beschließen, wenn schon, dann kämpfend zu sterben. Doch das müssen sie gar nicht, denn Tylor kapituliert sofort. Yamamoto und die anderen sind empört, sie hatten sich schon so auf den Heldentod gefreut.

Der Raalgon-Kommandeur läßt also erst mal nicht auf die Soyokaze feuern und überlegt sich, daß er dort vielleicht kriegswichtige Informationen abgreifen könnte. Mit ein paar seiner Leute fliegt er in einer Fähre zur Soyokaze hinüber, wo Tylor ihn freundlich empfängt. Der Raalgon-Kapitän sieht sofort, was für ein Schiff er hier aufgebracht hat und daß er mitten in eine Meuterein geplatzt ist. Überrascht ist er allerdings, als er merkt, daß der Kapitän dieses Schiffes nur ein Hampelmann ist. Er verlangt dann die Einsatzpläne der Flotte, und Tylor gibt sie ihm, ohne daß der Raalgon-Kapitän allzu viel Gewalt anwenden müßte. Er erklärt Tylor dann die Konzepte des Sieges: Liebe zur Heimat, militärische Stärke und Disziplin. Tylor ist davon recht beeindruckt. Vor allem Disziplin gibt es auf seinem Schiff überhaupt keine, wie er vor versammelter Mannschaft anmerkt.

Mit einem Datenspeicher in der Hand macht sich der Raalgon-Kapitän auf den Rückweg. Zum Abschied überreicht Tylor ihm noch das Geschenk, das er in der vorigen Folge von Andressen bekommen hat und das immer noch nicht geöffnet ist, als Dank für die wertvolle Lektion, die er von ihm lernen durfte.

In der Fähre öffnet der Raalgon-Kapitän dann das Päckchen. Das geht natürlich hoch und löst eine Kettenreaktion aus, die die gesamte Raalgon-Flotte vernichtet, die Soyokaze hingegen unversehrt entkommen läßt.

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Und so hört Kaiserin Azalyn zum ersten Mal den Namen "Justy Ueki Tylor". Und alsbald verspürt sie den Wunsch, diesen Tylor persönlich kennenzulernen.

Teil 5 - "Angel in White!" Begins With an H.

Tylor kehrt als Held zurück, und die (von ihrer eigenen Mannschaft) stark lädierte Soyokaze wird erst mal repariert.

Yamamoto und Harumi-chan

Fuji und Mifune können es kaum glauben, daß dieser Schrotthaufen, diese Abschaum-Mannschaft und ihr verrückter Kapitän so etwas zustande gebracht haben. Und Tylor soll sogar noch befördert werden.

Derweil erhält die Soyokaze ein neues Besatzungsmitglied, die entzückende Krankenschwester Harumi. Was natürlich keiner weiß: Harumi ist ein raalgonischer Android, der die UPSF ausspionieren soll.

Als erstes besucht sie Tylor in seiner Kabine. Der empfängt sie mit einer Art 1-Mann-Überraschungsparty. Anschließend tritt sie ihren Dienst auf der Krankenstation an, und sofort fühlt sich die halbe Mannschaft krank. Die knallharten Kerle benehmen sich dabei wie die kleinen Kinder. Yamamoto befürchtet deshalb den nächsten Zusammenbruch der Disziplin, und Yuriko ist ganz seiner Meinung. Doch Tylor liebt schöne Frauen und läßt sich von so was nicht aus der Ruhe bringen.

Harumi übrigens auch nicht. Mit was für lächerlichen Wehwehchen die Soldaten auch kommen, sie behandelt sie geduldig und mit ausgesuchter Freundlichkeit. Denn der Dienst an Bord dieses Schiffes muß sehr hart sein, besonders unter einem solch großartigen Helden wie Tylor. Doc Kitaguchi und die anderen klären sie dann mal darüber auf, wie sie Tylor sehen - als Helden jedenfalls nicht.

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Tylor begibt sich ins Schiffs-Onsen, um sich ein bißchen zu entspannen. Er lädt auch Yuriko dazu ein, aber die lehnt das natürlich brüsk ab. Dafür bekommt er Besuch von Harumi, die dort zwar eher unfreiwillig landet, aber die Gelegenheit ausnutzt und sich per Funk bei ihren Leuten meldet. Denn daß sie im Onsen nicht allein ist, merkt sie erst später, als der aus dem Wasser auftaucht. Sie kann gerade noch ihr Funkgerät verstecken.

Dann setzt sie sich an den Beckenrand und fragt Tylor, ob es stimme, daß er ganz alleine eine Raalgon-Flotte zerstört habe. Der antwortet, das sei nur ein Zufall gewesen. Doch das glaubt Harumi nicht. Bevor das Spielchen weitergeht, erscheint aber Yuriko bei den beiden, und Yuriko ergreift die Flucht.

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Yamamoto meldet sich bei Admiral Mifune und berichtet ihm, wie sich das mit der Raalgon-Flotte vor ein paar Tagen tatsächlich zugetragen hat. Harumi, die ja in Wirklichkeit nicht als Krankenschwester, sondern als Spionin an Bord ist, bekommt das mit und meldet ihrem Chef Dom, daß sie bisher noch nicht herausfinden konnte, wie Tylor in Wirklichkeit ist.

Teil 6 - The Tail of Lizard's Tail

Die UPSF verfügt über eine Art Radar-Feld, das dem Feind viel mehr Schiffe vortäuscht, als tatsächlich da sind. Admiral Mifune läßt sich einen Schaltkreis geben, mit dem man dieses Feld auf jedem UPSF-Schiff aktivieren kann, und baut ihn in einen Orden ein, den er und Fuji dann Tylor feierlich überreichen. Es ist der Verdienstorden 2. Klasse der Vereinigten Planeten. Tylor weiß nicht so recht, was er mit diesem Ding anstellen soll und steckt ihn erst mal irgendwo in seine Manteltasche.

Mifune dreht durch

Mifunes Plan ist es eigentlich, mit dem Chip in der Medaille das Täuschungsfeld der Soyokaze zu einem bestimmten Zeitpunkt zu aktivieren. Auf den Radar-Schirmen der Raalgoner würde dann eine riesige UPSF-Flotte erscheinen, auf die die Raalgon-Flotte sich sofort stürzen würde. Mit ihrer neuen Superwaffe Ooka würde die UPSF diese Flotte dann mit einem Schlag vernichten können. (Und die Soyokaze sozusagen als kleinen Kollateralschaden gleich mit.)

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Befehlsgemäß macht die Soyokaze sich auf einem komplizierten Kurs auf den Weg. Yamamoto grollt, weil Tylor offenbar nicht bestraft wurde.

Derweil sinnt auch der Befehlshaber der Gegenseite, Admiral Donan, auf einen möglichst baldigen Schlagabtausch mit der UPSF.

Kurz darauf tauchen endlich die ersten feindlichen Schiffe auf dem Monitor der Soyokaze auf. Tylor freut sich, daß es jetzt losgeht. Was es aber bedeutet, allein gegen eine ganze Flotte zu stehen, merkt er sehr schnell. In Nullkommanichts wird die Soyokaze kampfunfähig geschossen. Da aktiviert Mifune das Täuschungsfeld. Auf Donans Schirmen erscheint wie aus dem Nichts eine ganze UPSF-Flotte. In der Soyokaze merkt man davon nichts, dafür verschwindet auf einmal die angreifende Raalgon-Flotte. Tylor hat es mal wieder geschafft.

Tatsächlich materialisiert Donans Flotte dort, wo sie die UPSF-Geisterflotte geortet hat, und das ist der Standort, an dem Mifune, Fuji und ihre Leute sich aufhalten. Dort schwebt auch die Ooka im Weltraum, die eigentlich dafür gedacht war, die Raalgoner über eine weite Distanz hinweg zu vernichten. Statt dessen sieht der UPSF-Verband sich nun in einen Nahkampf gegen einen sehr starken feindlichen Verband verwickelt, der schließlich mit der Vernichtung der Ooka endet, ohne daß diese Wunderwaffe auch nur einen einzigen Schuß hätte abgeben können.

Nach diesem überragenden Sieg ziehen die Raalgon-Schiffe sich wieder zurück.

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Einige Zeit später liest die Soyokaze die Überlebenden der UPSF auf: Fuji und Mifune. Und nun erfahren sie, wie es zu diesem Desaster gekommen ist: Tylor hat die Medaille in seine Manteltasche gesteckt, aber die hat ein Loch. Der Chip hat die Soyokaze nie erreicht, sondern blieb auf dem Flaggschiff. Dort aktivierte sich das Täuschungsfeld, und deswegen griff Donan dort an. Mifune will daraufhin Harakiri begehen ...

Teil 7 - A Gentleman's Word is His Bond

Die Marines veranstalten einen Armdrücken-Wettbewerb. Mitten hinein platzt Yuriko und ist empört. Allerdings nicht über den Wettkampf, sondern über das Schiff, das aussieht wie ein Schweinestall. Die Leute sollen gefälligst mal saubermachen. Doch denen gefällt es so. Wütend rauscht Yuriko wieder ab und fängt schließlich selbst an sauberzumachen. Gerade räumt sie einen Müllschacht leer, als oben Tylor neuen Müll reinschüttet. Da brennen bei ihr die Sicherungern durch. Sie schnappt sich Tylor, marschiert zu den Marines zurück und verlangt, daß diese 24 Stunden lang nichts anderes mehr machen als zu putzen und sich während dieser Zeit wie Gentlemen zu benehmen.

Yuriko hat überraschend gewonnen

Die Marines lehnen das natürlich rundweg ab. Als Kompromiß schlägt Andressen schließlich vor, Yuriko könnte doch gegen ihn armdrücken. Wenn sie gewinnt, müssen die Marines ihr gehorchen. Wenn sie verliert, ist das Thema ein für allemal vom Tisch. Realistische Chancen gegen einen Muskelriesen wie Andressen hat Yuriko nicht, aber sie nimmt trotzdem an.

Andressen und Yuriko setzen sich also an den schmierigen Tisch und fangen an. Da feuert Tylor Andressen lautstark an. Yuriko ist darüber empört, Andressen aber so irritiert, daß er nicht aufpaßt. Und so kommt es, daß Yuriko diesen unmöglichen Kampf gewinnt.

Und damit beginnt das große Schrubben und Aufräumen.

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Die 24 Stunden sind noch nicht um, da glänzt die Soyokaze wieder wie neu. Die Männer erkennen ihr Schiff gar nicht wieder. Ein kleines Problem gibt es aber noch: wohin mit dem ganzen Müll, der erst mal in einen Hangar verbracht wurde?

Da taucht vor der Soyokaze eine Raalgon-Flotte auf, und zwar die von Kapitän Dom. Insgesamt 14 Schiffe. Tylor beschließt, diesmal den Heldentod zu sterben, empfängt die feindliche Flotte mit Feuerwerk, und zieht seine weiße Uniform an. Dann nimmt er mit Dom Funkkontakt auf. Er erweist damit dem Feind die letzte Reverenz. Dom ist äußerst überrascht, als er den Namen seines Gegners erfährt. Tylor hatte er sich ganz anders vorgestellt. Aber auch Tylors eigene Leute erkennen ihn gar nicht wieder. Die beiden tauschen höfliche Floskeln und philosophische Ideen aus - so etwa kann man sich einen klassischen Samurai-Dialog wohl vorstellen: jeder fühlt sich durch den anderen geehrt usw. Tylor bittet dann um eine Stunde Zeit, um sich und die Mannschaft auf den letzten Kampf mental vorzubereiten, und Dom gewährt sie ihm großmütig. Die beiden stoßen sogar mit Sake auf die große Schlacht an, die sie gleich führen werden.

Und dann sind die 24 Stunden um. Eine Sirene schallt durch die Soyokaze. Die Piloten und die Marines halten das für das Signal zum Angriff, verlassen mit ihren Jägern das Schiff und stürzen sich auf die völlig überraschten Raalgoner.

Die Soyokaze zieht sich dann zurück und wirft die Müllsäcke raus, damit die schwer angeschlagenen Raalgoner verwirrt werden und ihr nicht folgen können. Dom muß widerwillig bewundern, wie Tylor seinen Kopf aus dieser Schlinge gezogen hat.


Erstellt am 27.5.2008. Letzte Änderung: 19.2.2014