Juuni Kokki - Zusammenfassung der Handlung Teil 14 - 26

Teil 14

Rakushun und Youko

In dieser Folge werden die bisherigen Ereignisse zusammengefaßt. Außerdem werden viele der Namen erklärt, und zwar mit ihren Kanji (und ich habe das Gefühl, Ono Fuyumi hat das absichtlich so kompliziert wie nur irgend möglich gemacht. Gleiche Sachen werden mit unterschiedlichen Kanji geschrieben, für verschiedene Sachen werden dieselben Worte verwendet usw.). Und natürlich gibt es auch eine Menge neuer Begriffe, sonst wäre es ja nicht "Juuni Kokki".

Das ganze spielt sich ab als Dialog zwischen Rakushun und Youko.

Rakushun will in En bleiben, weil König En es ihm erlaubt hat, an der Universität zu studieren.

Und Youko will, bevor sie in Kei anfängt, nochmal nach Kou gehen und dort ein bißchen für Ordnung sorgen. Der (inzwischen wohl schon verstorbene) König von Kou hat auch eine Tochter und einen Sohn. Youko möchte die beiden kennenlernen.

Und nach Asano suchen muß sie natürlich.

Bevor die Wege der beiden sich nun trennen, gibt Youko Rakushun einen sprechenden Vogel, der sich von Silberkörnern ernährt. Mit diesem können die beiden immer miteinander sprechen, wenn sie ihn als eine Art Kurier hin und herfliegen lassen.

Teil 15

Sanshi unter dem Shashinboku

Kaname wurde von seiner Großmutter rausgeschmissen. Die beiden haben sich noch nie leiden können. Jetzt steht der Junge mitten im Winter bei Eis und Schnee im Schlafanzug in dem kleinen Garten ihrer Hauses und friert. Und dann verschwindet er plötzlich.

Ein Jahr später ist er ebenso plötzlich wieder da (was allerdings nicht so ganz stimmen kann, denn verschwunden ist er im Winter, wieder auftauchen tut er im Sommer). Nackt liegt er irgendwo in der Nähe seines Hauses auf der Straße. Seine Großmutter ist inzwischen gestorben, dafür ist seine Mutter umso glücklicher, daß er wieder da ist.

*

Inzwischen ist er wohl knapp 20 und ein Schulkamerad von Youko und Yuka, die ja wieder in Japan ist. Aber er ist ein unheimlicher Typ. Er hat keine Freund, dafür passieren in seiner Nähe immer mal wieder seltsame, oft tödliche Unfälle. Yuka interessiert sich brennend für ihn, denn sie vermutet (zu Recht), daß er seine Zeit der Abwesenheit in der anderen Welt verbracht hat.

*

Youko ist mit Keiki unterwegs zum Untei-Palast beim Berg Hou, wo Youko ihre göttliche Berufung bekommen soll. Die beiden machen Zwischenstation bei den weisen Frauen des Houro-Tempels. In diesem Tempel steht der Baum (Shashinboku), an dem die Kirin wachsen. Keiki besucht dort die Priesterin Youka und berichtet von seiner bisher erfolglosen Suche nach dem Kirin Taiki (Takasato Kaname), das abgängig ist.

Im weiteren gibt es eine, wie üblich viel komplizierter als nötig präsentierte Folge von Rückblenden usw., in denen wir die weisen Frauen des Hou-Berges, die Nyokai Sanshi und die Geburt und den weiteren Lebensweg von Kaname kennenlernen. Der wurde nämlich noch vor seiner Geburt durch einen der Wirbelstürme vom Shashinboku heruntergerissen und nach Japan verschlagen, wo er als Takasato Kaname zur Welt kam.

Kaname hat übrigens auch einen älteren Bruder namens Suguru. Die beiden verstehen sich nicht unbedingt besonders gut, Suguru weiß, daß sein Bruder irgendwie unheimlich ist. Gerade hat es mal wieder einen Todesfall gegeben. Das hält Yuka aber nicht davon ab zu versuchen, über ihn näher an Kaname heranzukommen und soviel wie möglich über ihn und sein geheimnisvolles Verschwinden zu erfahren.

Teil 16

Sanshi, Taiku und Tei Ei

Zehn Jahre lang suchte Sanshi nach ihrem Kirin Taiki, dann fand das Kirin von En Taiki in Japan. Zusammen holten sie es wieder zurück. Kanames Verschwinden verursachte in Japan natürlich einen riesen Wirbel, aber Taiki dachte zunächst mal nicht im Traum daran, wieder dorthin zurückzukehren. Denn alle waren überglücklich, daß er endlich wieder da war.

*

Als Kirin genießt Taiki eine sehr bevorzugte Stellung im Hourou-Tempel der weisen Frauen, und es wird ihm auch schnell klar, daß das hier sein wirkliches Zuhause ist - und nicht diese ihm immer fremd gebliebene Familie in Japan. Er ist überglücklich, wieder an seinem richtigen Platz zu sein.

Sein zukünftiges Land Tai hat seit 10 Jahren keinen König (und kein Kirin) mehr, und es wird Taikis Aufgabe sein, einen neuen zu suchen. Er fragt sich, ob er dieser großen Verantwortung gerecht werden kann. Doch daran haben Youka und die anderen weisen Frauen keinen Zweifel. Der Umgang mit dem zarten Taiki ist so viel einfacher als mit dem vorigen Kirin - Keiki.

Eines Tages lernt Taiki einen jungen Mann namens Shinkun kennen, der so eine Art Schutzheiliger der Seefahrer des gelben Meeres ist. Er ist anscheinend eine sehr hochgestellte Persönlichkeit, denn die weisen Frauen knien vor ihn nieder. Fast durch Zufall erfährt Taiki von ihm, daß er eine Art zweite Gestalt hat, nämlich die eines Einhorns. Das Problem dabei: er kann sich anscheinend nicht in diese Form verwandeln. Doch auch hier sind die weisen Frauen optimistisch: er ist zwar anders, weil er in Japan aufgewachsen ist, aber seine Zeit wird kommen. Für Taiki selbst wird es allerdings schwer, so viel Geduld aufzubringen.

Youka tröstet ihn damit, daß er als schwarzhaariges Kirin etwas besonderes sei - besonders schön, und ein Bote großen Glücks.

Und dann, bei einem Ausflug an die Grenze des Tempelbezirks, wird Taiki entführt. Der Entführer ist ein Mann aus Tai, der Taiki auf diese Weise zwingen will, ihn zum König von Tai zu machen.

Teil 17

Gosan

Aus dem Entführungsplan wird nichts, denn Sanshi und Shinkun eilen Taiki zu Hilfe.

Die Sonnenwende steht bevor. Zahllose Menschen, vor allem aus Tai, versammeln sich beim Shou-Berg, um sich von Taiki inspizieren zu lassen. Sie hoffen, von ihm als neuer König auserkoren zu werden. Gosan, der Entführer, ist einer dieser Anwärter, ein Provinzbeamter aus Tai, der dem Schicksal auf diese Weise etwas nachhelfen wollte. So was kommt anscheinend öfters vor.

Youka erklärt Taiki dann, wie diese Wahl normalerweise abläuft, nämlich durch eine Erleuchtung, die der Himmel dem Kirin übermitteln. Und wenn ein neuer König bestimmt ist, dann gehen er und sein Kirin in ihr Land, um es zu regieren. Aber immerhin wird Taiki Sanshi mitnehmen dürfen.

Youka erwähnt auch, daß ein Kirin niemals jemand anderem als seinem König dient. Aber dieser großen Aufgabe müsse es sich nun mal stellen, auch wenn sie sich als unerwartet schwer erweist.

Um ihn vorzubereiten, lädt Gyokuyou Keiki ein. Keiki ist das erste Kirin, das Taiki näher kennenlernt, und er lernt so einiges von ihm, auch wenn Keiki es anfangs ziemlich an Einfühlungsvermögen und Diplomatie mangelt. Taikis großer Kummer ist nach wie vor, daß er sich nicht in seine Tierform verwandeln kann. Aber das kann Keiki ihm auch nicht erklären. Ein Kirin kann das eben. Und Taiki kann es auch, auch wenn er es jetzt noch nicht weiß.

Und außerdem - große Überraschung - hat er Heimweh nach Japan und seiner Mutter bekommen.

Doch das gibt sich wieder, als Keiki ihm zeigt, wie ein Kirin wirklich aussieht. Taiki ist fasziniert.

Dann zeigt Keiki Taiki, wie ein Kirin sich Youmas dienstbar macht. Allerdings hat Taiki auch damit seine Schwierigkeiten.

Teil 18

Ryushi Risai und Taiki

Taikis Versuche, sich einen Youma zu fangen, bleiben erfolglos, dafür schließt er Freundschaft mit einigen Tieren, was Keiki sehr verwundert.

Die beiden verbringen recht viel Zeit miteinander, bis Keiki wieder zurück muß. Und für Taiki wird es Zeit. Die Sommersonnenwende kommt, und das Reikon-Tor wird für die Anwärter auf den Thron geöffnet. Für die weisen Frauen ist das eine sehr aufregende Zeit, während Taiki eher unsicher ist, was nun passieren wird.

Da Taiki 10 Jahre lang verschollen war, sind die Leute ebenfalls ziemlich aufgeregt. Und dann beginnt die Zeremonie, die sich über viele Tage hinziehen kann.

Und genau danach sieht es auch aus. Einer nach dem anderen kommt in den Tempel und kniet vor Taiki, doch keiner hat die himmlische Aura, an der Taiki ihn als neuen König erkennen würde.

Einmal kommt ein streng wirkender Mann herein. Taiki erschrickt. Irgendwie hat er bei diesem ein komisches Gefühl.

Später macht Taiki mit seinem Anhang eine Besichtigungstour draußen. Er trifft so manchen seltsamen Kauz, aber auch interessante Leute, wie zum Beispiel die Tai-Generälin Ryushi Risai. Sie ist eine sehr freundliche Frau und besitzt ein Youma, mit dem sich Taiki sofort anfreundet. Allerdings - die neue Königin wird sie nicht.

*

Wie es aussieht, war Youka erfolgreicher, denn einer der Besucher hat sich in sie verliebt. Taiki nimmt das erstaunt zur Kenntnis. Gelegentlich kommt es sogar vor, daß eine von ihnen heiratet und den Hou-Berg verläßt.

Es gibt wieder Ärger mit Gosan, dem Typen, der schon mal versucht hat, Taiki zu entführen. Er hat noch lange nicht aufgegeben. Doch da taucht wieder dieser unheimliche Mann auf und "erklärt" Gosan und seinen Leute, daß das so nicht geht.

Dann lädt er Taiki und seine Damen in sein Lager ein. Es stellt sich heraus, daß er der ranghöchste Tai-General ist. Saku Gyousou ist sein Name, und obwohl Taiki sich immer noch vor ihm fürchtet, ist er auch schwer beeindruckt.

Doch statt ihn, wie erwartet, zum König zu erklären, sieht Taiki zu, daß er so schnell wie möglich wieder verschwindet. General Saku ist ziemlich enttäuscht.

Doch Saku geht Taiki nicht mehr aus dem Sinn. Am nächsten Tag besucht er wieder Generälin Ryushi und läßt sich von ihr über Saku erzählen. Saku ist der höchste General des Landes Tai, ein sehr talentierter Schwertkämpfer, und seine Leute vertrauen ihm. Ryushi bewundert ihn. Und sie bewundert auch sein Youma, ein Sugu. Sugu sehen aus wie weiße Tiger und sind sehr schwer zu fangen.

Ryushi hätte auch gerne so eins, und so kommt es, daß Saku ihr vorschlägt, zusammen auf die Jagd zu gehen.

Zunächst mal aber beschließen die weisen Frauen, die Vorstellung für dieses Jahr zu schließen, denn allem Anschein nach ist ja kein König dabei.

Teil 19

Taiki

Ryushi und Saku reiten los, um ein Sugu zu fangen. Taiki begleitet sie. Das ist bei so einer Expedition ein gewisses Risiko, denn da Taiki sich nicht verwandeln kann, kann er auch nicht leicht entkommen. Doch die beiden Generäle würden es nie zulassen, daß ihren kostbaren Kirin etwas zustößt.

Am Abend vor dem Lagerfeuer fragt Saku Taiki ganz direkt, ob er Angst vor ihm habe. Das hat Taiki in der Tat. Er ist von Sakus Stärke zugleich erschrocken und fasziniert. Und Sugu ist zu ihm sehr freundlich und verständnisvoll. Denn auch Taiki hat große Stärken, auch wenn er selbst davon noch gar nichts weiß.

In der Nacht kommt es dann zu einem dramatischen Zwischenfall. Saku und Ryushi entdecken eine vielversprechende Höhle und dringen ein. Darinnen steckt aber kein Sugu, sondern der schrecklichste Youma, den es überhaupt gibt, nämlich ein Toutetsu. Das schnappt sich sofort Ryushi, und selbst Saku und Sanshi, die zu Hilfe geeilt ist, können dagegen nichts ausrichten.

Es sieht so aus, als wären sie alle geliefert. Da versucht Taiki, sich diesen Youma zu unterwerfen. Bei den kleinen Tierchen hat er nie Erfolg gehabt, doch in dieser kritischen Stunde zeigen sich seine unglaublichen Kräfte, und er besiegt das Toutetsu mit seinem Willen und macht es zu seinem Shirei. Das hat noch nie ein Kirin vor ihm versucht, geschweige denn geschafft.

Und nebenbei hat er damit Saku und Ryushi das Leben gerettet. Vor allem Saku ist schwer beeindruckt.

*

Die Bewerber reisen nach und nach ab, da Taiki ja keinen neuen König gefunden hat.

Taiki ist etwas bedrückt zu hören, daß General Saku sein Amt als Tai-General niederlegen und Tai verlassen will. Denn da er sich nicht, wie erhofft, als der neue König herausgestellt hat, sondern von Taiki abgewiesen wurde, hat er sein Gesicht verloren. Er macht Taiki dafür zwar nicht verantwortlich, sondern eher sich selbst, aber dennoch kann er nicht in seine alte Rolle zurückkehren.

Taiki ist darüber ziemlich bedrückt. Und dann bekommt er zufällig auch noch mit, daß seine geliebte Youka dadurch ebenfalls ein Problem bekommen hat. Sie und Saku haben anscheinend Gefallen aneinander gefunden, doch damit ist es nun vorbei. Er geht fort, und sie müssen sich trennen. Wäre er der neue König, könnten die beiden zusammen bleiben.

Da begeht Taiki eine Kurzschlußhandlung. Er rennt, so schnell er kann, zu Saku, verwandelt sich unterwegs sogar in seine Tierform, damit er schneller vorankommt, wirft sich dann vor Saku nieder und erklärt ihn zum neuen König von Tai.

Saku platzt fast vor Stolz, während Taiki zu Tode erschrocken über sich selbst ist. Aber nun ist es geschehen. Taiki fragt sich, ob er und Saku nun an Shitsudou sterben werden.

Teil 20

König Tai und König En

Während Youko von Keiki und Youka diese Geschichten über Taiki erfährt, trifft Yuka sich mit ebendiesem. Aus irgendeinem Grund ist er ja wieder in unserer Welt und geht mit Yuka in dieselbe Schule. Sie weiß zwar nicht, was für ein Geheimnis er in sich trägt, und er selbst hat wohl die Erinnerung daran mehr oder weniger verloren oder verdrängt, aber daß es da ein Geheimnis gibt und daß es mit der Welt der 12 Reiche zu tun hat, davon ist Yuka fest überzeugt.

Gelegentlich trifft sie auch Kanames Bruder, und der warnt sie eindringlich. Wer seinem Bruder Kaname zu nahe komme, dem passierten seltsame Sachen, Unfälle, manchmal sogar tödliche.

Wie es scheint, steckt Sanshi zumindest hinter einigen davon. Sie hat ihr Kirin nicht verlassen, auch wenn sie zur Zeit in verschiedenen Welten leben.

*

Taiki hat schwere Schuldgefühle, weil er Saku zum König erwählt hat, ohne dabei eine göttliche Erleuchtung gehabt zu haben. Es folgt dann die offizielle Ernennung durch den Himmel, doch bei dieser passiert nichts außergewöhnliches, ganz im Gegensatz zu dem, was Taiki erwartet hat. Die Sache geht glatt und unspektakulär durch, und damit ist Saku König.

Taiki und Saku gehen dann nach Kouki, der Hauptstadt von Tai, zum Hakkei-Palast. Es entgeht Saku nicht, daß Taiki irgend etwas sehr bedrückt. Doch der schüttet erst Keiki sein Herz aus, als dieser ihn mal besuchen kommt.

Keiki kommt auf eine clevere Idee, um Taiki zu helfen. Und zwar ist es so, daß ein Kirin nur vor seinem (eigenen) König niederknien kann. Also arrangiert er einen Besuch von König En und seinem Kirin Enki bei Saku und Taiki. Saku ist auch eingeweiht und verlangt von Taiki, daß er En zu Ehren niederkniet. So sehr Taiki sich auch bemüht, er kann es nicht, während er vor Saku ganz leicht knien kann. Und damit ist der Beweis erbracht, daß Saku doch der rechtmäßige König ist.

Davon abgesehen ist eine göttliche Erleuchtung etwas, was dem jeweiligen Kirin ganz alleine wiederfährt. Es gibt keine nach außen sichtbaren Zeichen oder Beweise. Und wenn es eine Erleuchtung gibt, heißt das noch lange nicht, daß der damit bestimmte neue König auch wirklich für dieses hohe und verantwortungsvolle Amt gut geeignet ist. Beispiele dafür gibt es genug, etwa Youkos Vorgängerin oder König Kou, der sein Kirin ja sogar in den Selbstmord getrieben hat.

Taiki ist glücklich.

Und dann verschwindet er ...

*

Youko besucht den Shashinboku, wo gerade in einer Frucht das neue Kirin von Kou heranwächst (nachdem das vorige - Kourin - ja gestorben ist). Es gibt übrigens keine Frucht für ein neues Kirin für das Land Tai, was bedeutet, daß Taiki noch am Leben ist, womöglich in Japan. Aber niemand weiß etwas genaues.

Dann läßt Youko sich vom Himmel als Königin bestätigen - deswegen sind sie und Keiki ja eigentlich gekommen. Und dann fahren sie nach Kei.

Teil 21

Enki geht mit uns mal alle 12 Reiche durch:

- In En herrschen seit 500 Jahren zwei Taika, d.h. Bewohner der Welt der 12 Reiche, die aus Japan stammen oder zumindest dort aufgewachsen sind. Nämlich König En und er selbst als Ens Kirin.

- Im südlichen Nachbarland Kei herrscht auch eine Taika, nämlich Youko, mit ihrem Kirin Keiki. Youko ist bekanntlich erst seit kurzem im Amt. Sie hat sich übrigens den Königsnamen Sekishi (geschrieben mit den Kanji "rot" und "Kind") gegeben.

- Südwestlich von Kei liegt Kou, dessen König und Kirin kürzlich verstorben sind, wie wir ja wissen. König Kou hat Kourin nur um 2 Monate überlebt.

- Shun ist das Inselkönigreich an der Südost-Ecke. Shun ist ein stabiles Land, das vor allem durch Medizin und Edelsteine bekannt ist. König Shun regiert seit 40 Jahren, sein Kirin heißt Shunki.

- An der Südspitze des "Festlandes" liegt das reiche Land Sou. König Sou, der seit 600 Jahren regiert, trägt den Namen Ro Senshin, sein Kirin heißt Sourin. Sie ist diejenige, die Enki in Japan fand und zurückholte.

- Nordwestlich von Sou liegt Sai, regiert von einer weisen Königin namens Kouko und ihrem Kirin Sairin Youran.

- Die Insel im Südwesten heißt Ren. Rens König Ou Seitaku war zuvor ein einfacher Bauer, sein Kirin Renrin besitzt einen magischen Gegenstand namens Gogoukanda, mittels dem man sehr leicht nach Japan gelangen kann.

- Ganz im Westen liegt Han, bekannt für seine guten Handwerker und ihre Export-Güter. Die Königin heißt Go Ranjou, ihr Kirin Hanrin Risetsu. Man sagt, die beiden seien ein bißchen komisch.

- Nordöstlich von Han liegt Kyou, dessen Königin Shushou seit 100 Jahren regiert. Ihr Kirin heißt Kyouki.

- In der Nordwest-Ecke liegt die Insel Hou. Dort gibt er zur Zeit weder einen König noch ein Kirin, denn sie wurden beide bei einer Rebellion umgebracht (dazu mehr ungefähr ab Folge 23).

- An der Nordspitze befindet sich das geheimnisvolle Land Ryuu, regiert von Jo Rohou und Ryuuki.

- Fehlt noch die Insel im Nordosten, Tai. Dort werden der König Saku Gyousou und sein Kirin Taiki Kouri vermißt. Zumindest Taiki dürfte aber noch am Leben sein. Die Geschichte kennen wir ja zum Teil auch schon.

Teil 22

Youkos und Rakushuns sprechender Vogel

Rakushun ist in En geblieben, um dort zu studieren. Allerdings gibt es auch dort Leute, die sich an seinem Äußeren als Maus stören. Dennoch - mit seinen hervorragenden Leistungen hat er ziemlich gute Karten. Er bekommt sogar ein Stipendium. Sein Hauptproblem ist Sport. Das ist auch Bestandteil der Ausbildung, aber weder in seiner Tier- noch in seiner menschlichen Form bringt Rakushun darin etwas zustande.

Rakushun und Youko schicken sich in dieser Zeit immer ihren sprechenden Vogel hin und her, der ihnen wie ein Postbote erzählt, was der andere gerade so tut und denkt.

Youko ist inzwischen im Kinpa-Palast eingezogen, aber das Leben als Königin ist etwas anders, als sie sich das vorgestellt hat - falls sie sich überhaupt etwas vorgestellt hat. Es gibt eine Menge Regeln, höfische Zeremonien, aber auch solche, die den Umgang mit ihrem Ministern betreffen. Da ihre beiden Vorgängerinnen (die echte und die falsche) an den Regierungsgeschäften kein Interesse gehabt hatten, sind die Minister gewohnt, selbst zu regieren. Youko ist da eher ein Störfaktor, und das wird ihr sehr schnell bewußt.

Sie will zum Beispiel einige der 32 Gebäude, die ihr als Schlafgemach dienen, für die Flüchtlinge aus Kou zur Verfügung stellen oder als Krankenhäuser für ihr eigenes Volk, doch das kommt nicht infrage. Die königlichen Paläste dürfen nicht so einem profanen Zweck geopfert werden. Das würde der königlichen Würde zuwiderlaufen. Das wird ihr auf sehr höfliche und doch unmißverständliche Weise klargemacht.

Youko ist im Grunde ein unwissendes Küken unter lauter erfahrenen und mit allen Wassern gewaschenen Reichsbeamten. Und auch Keiki ist ihr keine allzu große Hilfe in dieser Zeit. Dafür ist wenigstens ihr Kammermädchen Gyokuyou sehr nett. (Der Name Gyokuyou geht auf eine Göttin zurück und ist in der Welt der 12 Reiche sehr beliebt als Frauenname.)

Im "Außendienst" fühlt Youko sich viel wohler, wenn sie auf einem der Youmas über ihr Land fliegt, um etwas zu erledigen. Nach dem Tod ihres Nachbarn, König Kou, sucht sie zum Beispiel dessen zwei Kinder auf. Die beiden, ein junger Mann und eine junge Frau (gesprochen von Satou Yuuko), haben nach allen Scheußlichkeiten, die ihr Vater angerichtet hat, dem königlichen Leben und sogar der Unsterblichkeit entsagt und arbeiten jetzt als ganz normale Bauern auf dem Feld. Mit diesem einfachen Leben sind sie zufrieden, und Youko freut sich, daß es den beiden gut geht. Außerdem sucht sie Rakushuns Mutter auf, um sich zu bedanken.

Auch nach Asano sucht Youko, aber sie findet allenfalls ein paar sehr vage Spuren und Gerüchte.

Wieder zuhause, bahnt sich eine komplizierte Intrige an, die Youko noch über viele Folgen verfolgen wird. Es geht um die Provinz Baku. Deren Gouverneur hatte der falschen Königin Youhei die Gefolgschaft verweigert. An sich ist das natürlich Verrat, es sei denn, er wußte, daß sie nicht die rechtmäßige Königin war. Und das ist genau die Frage. Es gibt auch schon Anwärter auf den Posten des Gouverneurs, falls dieser abgesetzt werden sollte. Es ist für Youko (und für uns als Zuschauer) unmöglich zu sagen, wer wirklich loyal ist und wer in die eigene Tasche wirtschaftet.

*

Übrigens hat Youko von ihren Ministern den Spitznamen Sekishi bekommen, was soviel wie "Baby" bedeutet (die Kanji lesen sich normalerweise "Akago"). Youko ist darüber nicht allzu glücklich, aber der Name trifft sie recht gut, und so beschließt sie, sich für die anstehende Krönung den Namen Sekiraku zu geben, zusammengesetzt aus "Sekishin" und "Rakushun". Damit erweist sie Rakushun ihren Respekt für das, was er für sie getan hat.

Teil 23

Um das Jahr 1900 wird das 12-jährige Mädchen Suzu an einen reichen Mann namens Aoyagi verkauft. Doch sie geht bei einem Sturm verloren und findet sich in der Welt der 12 Reiche (in Kei) wieder. Als Kaikyaku versteht sie die Sprache dort nicht, und so hat sie nichts zu lachen. Sie schlüpft bei einer Shusei-Familie, also bei umherreisenden Schaustellern unter, doch sie kann sich an dieses Leben nicht gewöhnen. Außerdem ist sie ziemlich ungeschickt und bringt nichts fertig.

Eines Tages besucht die weise Frau Suibikun den Zirkus, und es stellt sich heraus, daß sie mit Suzu sprechen kann - das können alle weisen Frauen sowie die Könige und die Kirin. Suzu bettelt darum, daß Suibikun sie mitnimmt, sie werde alles für sie tun. Das erweist sich allerdings als schwerer Fehler, denn Suibikun ist eine ziemlich sadistische Frau, die Suzu auf erlesene Weise quält. Sie läßt ihr erst mal die Unsterblichkeit verleihen, d.h. Suzu bekommt ebenfalls den Status einer weisen Frau und versteht nun endlich die Sprache. Doch de facto ist sie Suibikuns Sklavin. Von morgens bis Abends muß sie auf dem riesigen Anwesen arbeiten. Nicht, daß das Suibikuns zahlreiche andere Diener nicht auch müßten, aber Suzu fällt auch das wieder sehr schwer. Weglaufen kann sie auch nicht, denn Suibikun hat gedroht, sie werde dann ihren Status als weise Frau wieder verlieren, würde also wieder altern und könnte vor allem die Sprache nicht mehr verstehen.

Und so arbeitet Suzu sich sage und schreibe 100 Jahre lang als Suibikuns Dienstmädchen.

Eines Tages bekommt sie mit, daß Taiki aus Japan zurückgekehrt ist. Heimlich reist sie zum Berg Hou und fleht das Kirin an, sie nach Japan zurückzuschicken. Doch Taiki kann damit nichts so rechtes anfangen, und die weisen Frauen von Berg Hou schmeißen Suzu wieder raus. Und Suibikun bestraft Suzu natürlich auch noch dafür.

*

Im Königreich Hou im Nordwesten regiert ein König namens Chuutatsu, der von einer idealen Welt träumt. Seine fixe Idee ist es, Korruption und Verbrechen auszurotten, und das exekutiert er mit der tödlichen Unerbittlichkeit eines Steinzeit-Kommunisten. Jeder, der sich auch nur das geringste zuschulden kommen läßt, wird hingerichtet. Unzählige Menschen landen auf dem Schafott, allein 30.000 in einem einzigen Jahr. Und auch sonst wird jedes Vergnügen unerbittlich verboten und verfolgt, weil es das Volk verderben würde. Dabei ist Hou Chuutatsu vollkommen durchdrungen von der Richtigkeit seiner Ideen und läßt darüber nicht diskutieren. Mit anderen Worten ist er ein Fanatiker, der in bester Absicht seinem Volk die Hölle auf Erden bereitet. Selbst daß sein Kirin Hourin an Shitsudou leidet, bewegt ihn nicht zum Umdenken.

König Hou Chuutatsu hat auch eine 13-jährige Tochter, ein reizendes Mädchen namens Shoukei, in das er all seine Ideale hineinprojiziert. Prinzessin Shoukei hat von der grausamen Herrschaft ihres Vaters nicht die geringste Ahnung, sie lebt im Palast ein glückliches und völlig sorgenfreies Leben in Anmut und Schönheit.

Als eines Tages die Rebellion gegen ihre Eltern ausbricht, fällt sie aus allen Wolken. Vor ihren Augen werden der König, die Königin und das ohnehin todkranke Kirin niedergemacht.

Immerhin kommt Shoukei mit dem Leben davon, denn sie als einzige hatte tatsächlich weder eine Ahnung von von all den Grausamkeiten, noch war sie in irgend einer Form daran beteiligt. Unter falschem Namen landet sie in einem Waisenhaus - Waise ist sie ja jetzt wirklich. Allerdings wird ihre Unsterblichkeit widerrufen. Sie ist jetzt ein ganz normaler Mensch und kann krank werden und altern. Darüber gräbt sich unwiderruflich eine tiefe Bitterkeit in ihr Herz.

Sie arbeitet auf dem Feld und webt sich ihre eigene Kleidung, doch im Grunde glaubt sie immer noch, daß ihr der Status einer unsterblichen Prinzessin widerrechtlich geraubt wurde. Ihre Anpassung an das einfache Leben ist nur äußerlich.

Eines Tages erfährt Shoukei von Königin Kei - Youko, einer jungen Frau in ihrem Alter, die all das gewonnen hat, wie sie selbst verloren hat. In der gefallenen Prinzessin erwacht der Wunsch, Youko das alles wegzunehmen.

Teil 24

Suibikun

Zu Youkos Krönung sind als Gäste auch Rakushun, König En und Enki gekommen.

Anschließend gibt es eine Empfang, bei dem die Provinzial-Gouverneure anwesend sind, jedenfalls die meisten. Gahou, der Gouverneur der Provinz Wa, hat sogar eine beachtliche Landung Geschenke mitgebracht.

Es fehlt der Gouverneur der Provinz Baku. Dort gehen schon länger seltsame Dinge vor sich, aber niemand weiß etwas genaues. Angeblich ist der dortige Gouverneur ein Verräter, aber dafür gibt es keine Beweise. Und so geht es Youko wie so oft in letzter Zeit: sie weiß nicht so recht, was sie machen soll. Jeder sagt etwas anderes. Tatsache ist nur, daß der Gouverneur der falschen Königin Joei die Gefolgschaft verweigert hat. Warum, darüber gibt es sehr unterschiedliche Aussagen.

Selbst König En mit seinen 500 Jahren an Erfahrung kann ihr da nicht viel weiterhelfen. Immerhin hat sie ein langes Leben vor sich und braucht nichts zu überstürzen.

*

Während Youko über die Zukunft ihres Reiches grübelt, hat Suzu die üblichen Probleme mit ihrer Herrin Suibikun. Die erzählt ihr von der neuen Königin von Kei (Youko), die, genau wie Suzu, aus Japan in diese Welt verschlagen wurde. Doch anders als Suzu, die sich in Suibikuns Sklaverei gefügt hat, hat Youko immer gekämpft. Genüßlich präsentiert Suibikun Suzu all das, was Youko zustandegebracht hat und sie nicht, bis Suzu weinend davonläuft. Doch das hat sie auf eine Idee gebracht. Wenn Taiki ihr nicht helfen will, dann vielleicht Youko.

*

Die Hou-Prinzessin Shoukei führt nun ein Leben als einfache Bürgerin. Doch eines Tages rutscht ihr in dem Waisenhaus, in dem sie immer noch lebt, heraus, wer sie wirklich ist. Und das ist ein riesen Fehler. Denn die Waisen dort sind deswegen Waisen, weil Shoukeis Vater ihre Eltern hat hinrichten lassen. Von diesem Zeitpunkt an begegnen alle der Prinzessin mit blankem Haß. Doch die ist völlig uneinsichtig und versucht, das was geschehen ist zu rechtfertigen. Es gibt also auf beiden Seiten nicht das geringste Verständnis.

Doch genau wie Suzu hört auch Shoukei eines Tages von der neuen Königin von Kei. Youko hat all das gewonnen, was Shoukei verloren hat, und so erwacht der Neid in ihr.

*

Youko beschließt, Koukan, den Gouverneur der Baku-Provinz abzusetzen und zu sich zu zitieren, wo er sich verteidigen soll.

Teil 25

Suzu am Abgrund

Suzu hat verschlafen und muß Strafarbeit machen. Suibikun läßt sie solange schuften, bis sie vor Müdigkeit umfällt. Dabei zerdeppert sie leider eine kostbare Vase, wofür Suibikun sie zur Schnecke macht. Sie schickt sie zur Strafe in die Berge, um seltene Pilze zu suchen - eine lebensgefährliche Arbeit.

*

Youkos Minister streiten sich mal wieder um irgendwelche Kleinigkeiten und um Gouverneur Koukan. Die einen sagen, Youko habe richtig entschieden, die anderen sagen etwas anderes. Youko hat es mit ihnen nicht leicht.

Es gibt sechs Minister (den Tenkanchou für imperiale Angelegenheiten, den Chikanchou (gesprochen von Nishimura Tomomichi) für Landverteilung und das Einwohnerbüro, den Shunkanchou für Religion und Zeremonien aller Art, den Kakanchou für die Armee, den Shuukanchou für Justiz und auswärtige Angelegenheiten, und den Toukanchou für den Staatsschatz), einen Ober-Minister namens Seikyou, und drei Berater (genannt Taishi, Taifu und Taiho), die Youko gewissermaß unterrichten in allem, was sie über die Führung ihres Reiches wissen muß.

Und so tut Youko wieder das, was sie in Japan auch gemacht hat: sie drückt die Schulbank. Taishi Uikyou lädt gelegentlich Youko zu sich nach Hause zum Essen ein. Ihr Koch habe von einen Kaikyaku japanisch Kochen gelernt, das werde der Königin bestimmt gefallen. Und Youko freut sich in der Tat sehr darüber.

Anschließend muß sie sich wieder mit Staatsangelegenheiten auseinandersetzen, die sie mangels Wissen nicht entscheiden kann und delegieren muß. Auch Keiki nörgelt an ihr herum, und so liegen ihre Nerven ziemlich blank.

*

In Hou sind die Leute, nachdem sie die Wahrheit erfahren haben, kurz davor, Prinzessin Shoukei zu lynchen.

*

Uikyous Einladung erweist sich als Falle. Youko soll ermordet werden. Das klappt allerdings unter anderem deswegen nicht, weil in Youko immer noch ihr Hinman steckt und sie sich somit sehr gut wehren kann. Allerdings ist nicht so ganz klar, wer wirklich hinter der ganzen Sache steckt. Jedenfalls tauchen plötzlich Wachen auf und erschießen Uikyou. Somit ist sie für immer zum Schweigen gebracht.

Teil 26

Suzu und Suibikuns Youma

Youkos Tenkanchou Kaki ist der Hauptverdächtige bei dem Mordanschlag und wird verhaftet. Auch der Taifu und der Taiho wurden festgenommen. Youko fragt sich allerdings, warum die so etwas getan haben sollten. Eine vage Spur führt zur Provinz Baku. Youko hat ja den Gouverneur Koukan abgesetzt und zu sich befohlen. Doch seine Kutsche wurde überfallen, und niemand weiß, was aus ihm geworden ist. Die ganze Sache ist nach wie vor äußerst rätselhaft.

Youko begibt sich ins Gefängnis, um ihren Tenkanchou zu befragen, doch der ist tot. Anscheinend war es Selbstmord, was in Youkos Augen natürlich seine Schuld beweist. Ob das allerdings die Wahrheit ist - wer weiß. Wie auch immer, im Moment glaubt Youko an die Schuld von Koukan und Kaki, die sich sogar von früher her sehr gut gekannt haben.

Dennoch ist Youko, wie es nun mal ihre Natur ist, voller Zweifel und dementsprechend sehr gereizt und nervös.

Am nächsten Tag gibt es eine Ratsversammlung, in der Youko vorgeschlagen wird, Koukan zum Tode zu verurteilen. Doch Youko entscheidet anders. Koukan und ihre beiden übriggebliebenen Berater werden nicht hingerichtet, sondern nur verbannt. Dann verteilt sie ein paar Posten neu. Und der oberste Boß wird Keiki, der darüber allerdings nicht besonders glücklich ist.

Doch das ist erst der Anfang. Youko hat noch ganz andere Pläne. Und zwar will sie nun persönlich an Ort und Stelle nach dem Rechten sehen.

*

Der Mann, der den Aufstand angeführt und Prinzessin Shoukeis Eltern umgebracht hat, ist einer der Hou-Provinzgouverneure namens Gekkei. Anders als Shoukei denkt, ist er allerdings ein untadeliger Mann, der niemals etwas unrechtes oder unehrenhaftes tun würde. Doch Shoukei hält ihn für einen miesen Verräter, der nichts anderes wollte als den Thron ihres Vaters, des rechtmäßigen Königs von Hou. Man erklärt ihr, daß die Dinge in Wirklichkeit entschieden anders liegen und Gekkei nicht im Traum daran gedacht hat, den Thron an sich zu bringen. Doch Shoukei will sich nicht überzeugen lassen.

Am nächsten Tag wird sie von den Bürgern gelyncht. Diejenigen, die so sehr unter der grausamen Tyrannei ihres Vaters zu leiden hatten, wollen nun der Prinzessin das antun, was ihren Angehörigen angetan wurde: sie vierteilen. Die halbe Stadt hat sich versammelt und schaut voller Befriedigung zu, wie die verhaßte Prinzessin langsam zerrissen wird. Gerettet wird sie in letzter Sekunde ausgerechnet von Gekkei. Denn der hält von Lynchjustiz gar nichts. Gekkei erklärt den Leuten, sie müßten sich an die Gesetzt halten, damit sie das Land an den nächsten König übergeben könnten, ohne sich schämen zu müssen.

Dann liefert er die Prinzessin bei der Königin des Nachbarreiches Kyou ab, wo sie zumindest in Sicherheit ist. Shoukeis Haß auf ihn ist allerdings stärker als die Dankbarkeit, die sie empfinden sollte gegenüber einem, dem sie (schon zum zweiten Mal) ihr Leben zu verdanken hat.

Wie auch immer, ein Leben als Prinzessin hat Shoukei dort nicht zu erwarten. Königin Shushou, die ihr Land sei 90 Jahren regiert, nimmt sie nur als Dienerin auf, und so muß die hochmütige Prinzessin wie alle anderen den Boden des Palastes schrubben.

*

Im Angesicht des Todes schafft Suzu eine ziemlich unwahrscheinliche Flucht. Sie landet im königlichen Palast von Sai, wo ein esoterisch schönes Wesen sie freundlich einläßt: Sairin, das Kirin von Sai.

Sairin bringt Suzu zur Sai-Königin, einer alten, freundlichen Frau, die Suzu erst mal bei sich aufnimmt.


Erstellt am 19.12.2004. Letzte Änderung: 20.2.2014