Juuni Kokki - Zusammenfassung der Handlung Teil 26 - 39

Teil 27

Shoukei kniet vor der Kyou-Königin

Königin Kyou lobt die Revolution in Hou. Sie unterstützt auch Gekkei als Interims-König. Denn sollte Hou kollabieren, wäre Kyou voller Flüchtlinge.

Außerdem mag sie Prinzessin Shoukei nicht. Diese hat hier nicht viel zu erwarten. Die Königin behandelt sie zwar relativ anständig, läßt ihr ihre Extravaganzen aber nicht durchgehen, sondern läßt sie im Palast als Dienstmädchen arbeiten.

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Die sanftmütige Sairin kümmert sie liebevoll um Suzu, doch Königin Sai kann mit dem Mädchen nicht wirklich etwas anfangen. Sie liefert Suzu aber auch nicht wieder an Suibikun aus. Außerdem erfahren wir, daß Suibikun Suzu den Status als weise Frau gar nicht entziehen kann. Das kann nur Königin Sai, und die hat nicht die Absicht, das zu tun.

Die Königin hat jedenfalls vor, Suzu aufs Land zu schicken, damit sie ein bißchen reifer werden. Suzu ist darüber zutiefst enttäuscht. Und so kommt sie auf ihren alten Plan zurück, nach Kei zu gehen.

Die Königin ist damit einverstanden und gibt Suzu einen Paß, mit dem sie überall hin reisen kann. Außerdem bekommt Suzu eine Kreditkarte (zumindest etwas, das entsprechend funktioniert). Dann schickt sie sie auf die Reise nach Kei.

Suzu reist per Schiff. In Sou trifft sie durch Zufall auf die Zirkusleute, bei denen auch Youko eine Zeitlang gewesen ist. Diese führen als neues Stück die Geschichte von Kei auf. Außerdem hat die Gruppe wieder einen Kaikyaku bei sich. Asano!

Suzu sucht ihn sofort auf, doch Asanos Verstand steht nach allem, was er erlebt hat, auf der Kippe. Und noch schlimmer: in die Welt der 12 Reiche werden von Japan nicht nur Menschen herübergeweht, sondern auch Gegenstände. Einen solchen hat Asano an sich gebracht, nämlich einen Revolver. Und niemand weiß, wen er damit am Ende erschießen wird. Zunächst mal zielt er auf Suzu.

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Youko gibt überall bekannt, sie werde nach Kankyuu, der Hauptstadt von En gehen, um dort zu studieren. In Wahrheit jedoch begibt sie sich in die Umgebung der Provinz Baku. Sie will wissen, wie sie ihrem Volk von Nutzen sein kann, und was in dieser Unruheprovinz in Wirklichkeit los ist.

Keiki sucht für sie eine passende Unterkunft aus. Außerdem schickt er einen seiner Shirei, Hankyou los, um Youko zu begleiten und zu beschützen. Hankyou wird dabei Youko sehr wertvolle Dienste leisten.

Teil 28

Enki und Rakushun

Asano will Suzu als Geisel nehmen oder was auch immer, doch als die anderen Zirkusleute auftauchen, erschrickt er so vor sich selbst, daß er davon wieder abläßt und in den Wagen flüchtet.

Suzu hat sich viel weniger erschrocken. Sie hofft nach wie vor darauf, daß die Kei-Königin sie wieder nach Japan zurückbringen kann, und Asano natürlich auch. Also nimmt sie ihn mit, obwohl er immer am Rande des Wahnsinns entlangschrammt.

Die beiden fahren von Sou aus wieder mit einem Schiff. Dort treffen sie einen ziemlich vorlauten Jungen namens Seishuu, der anscheinend ebenfalls allein irgendwohin unterwegs ist.

Immerhin hilft Seishuu Asano mit einem Paß aus, weil dieser keinen hat, auf dem Schiff aber einen bräuchte.

Suzu hat in Asano einen willkommenen Leidensgenossen gefunden. Sie glaubt fest daran, daß jeder in dieser Welt gemein zu Kaikyaku ist. Diese Rolle als armes Opfer gefällt ihr sehr, und Asano widerspricht nicht direkt. Er weilt sowieso in anderen Welten. Seishuu allerdings meint, sie solle sich nicht so anstellen. Nicht nur Kaikyaku hätten es schwer in dieser Welt. Doch davon will Suzu nichts wissen. Niemand habe soviel gelitten wie sie, und das läßt sie sich nicht nehmen. Alle hassen sie und sind gemein zu ihr, und so kann sie sich so richtig schön schlecht fühlen.

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Youko ist weg. Keiki vertritt sie offiziell, doch weder er noch die Minister können mit dieser Situation viel anfangen. Also wursteln sie sich halt so durch. Und die Verschwörer haben nun freie Bahn.

Mit Hilfe von König En und Enki hat Youko alle Welt in den Glauben versetzt, sie sei in En, sozusagen auf der Flucht. In Wirklichkeit ist sie jedoch in den Norden der Provinz Ei in ein befestigtes Dorf namens Kokei gegangen, das nahe den Grenzen zu Baku und Wa liegt.

Gerade als sie ankommt, wird Kokei von zwei gefährlichen Youmas überfallen. Youko kann sie töten und Enho das Leben retten, doch zuvor haben die Youmas noch eins der Häuser zerstört und einige Menschen umgebracht. Die wichtigen Leute in Kokei sind Rangyoku, ihr kleiner Bruder Keikei und der weise alte Enho. Er sieht aus wie der Dorfvorsteher, aber später erfahren wir, daß sehr viel mehr hinter ihm steckt. Enho ist übrigens der einzige in Kokei, der Youkos wahre Identität kennt.

Youko tritt dort als Kaikyaku Youshi auf, die das Leben der Leute in Kei studiert. Und das ist erheblich härter, als sie gedacht hat.

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Shoukei hat das Dienstmädchendasein unter Königin Shushou satt. Sie klaut ihr eine ordentliche Ladung Schmuck und verschwindet dann nach Ryuu, das nördlich Nachbarland, um dann von dort aus Youko den Thron von Kei wegzunehmen ...

Die Flucht gelingt, aber natürlich merkt Shushou schnell, was los ist, und schickt der Prinzessin ihre Leute hinterher.

Teil 29

Asano

Youko bemüht sich intensiv, ihr Wissen um ihre neue Welt zu vergrößern. Dabei ergeben ihre Gespräche mit Enho, daß sie selbst über ihre alte Welt längst nicht alles gewußt hat.

Enho ist ein weiser Mann, der Youko vieles lehrt. Jeder Bewohner von Kei bekommt, wenn er erwachsen wird, ein Feld von ca. 100*100 Metern. Das reicht, um ihn und seine Familie zu ernähren. Man faßt neun solcher Quadrate zu einem Sei zusammen, einer Art Dorfgemeinschaft. So ist Kei organisiert. Jeder, der fleißig arbeitet, hat ein gutes Auskommen, solange es keine Naturkatastrophen gibt. Youko fragt, was sie als Königin daran verbessern sollte. Die ernüchternde Antwort: am besten nichts, außer eben für Dürren, Überschwemmungen usw. vorzusorgen.

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Suzu und Seishuu streiten sich, wer mehr gelitten hat. Suzu hält sich als Kaikyaku für die Rekordhalterin, doch nachdem sie Seishuus Geschichte gehört hat, kommt sie ins Nachdenken. Seishuu stammt aus Kei, und das war lange Zeit in einem sehr schlechten Zustand. Die Nachwirkungen davon bekommt Youko ja noch ständig zu spüren. Seishuu jedenfalls hat auf der Flucht seine ganze Familie verloren. Der Paß, den er Asano gegeben hat, war der seiner Mutter.

Allerdings - Suzus Eltern sind damals zwar nicht gestorben, aber sie waren so arm, daß sie Suzu verkaufen mußten. Also hat sie mehr leiden müssen. Bis sie erfährt, wie Seishuus Vater ums Leben kam. Er wurde vor seinen Augen von einem Kouchou gefressen, und Seishuu selbst bei der Gelegenheit verletzt, was ihm jetzt noch zu schaffen macht.

Seishuu meint, jeder leide gleichermaßen. Und Suzu: sie habe ihre Versklavung schließlich 100 Jahre lang hingenommen. Seishuu knallt ihr an den Kopf, daß sie es doch genossen habe, unglücklich zu sein. Wie könnte sie dann von anderen Mitleid erwarten? Suzu kommt langsam ins Grübeln.

Asano macht aus der Geschichte etwas anderes: sie ist der Beweis, daß Seishuu sein Feind ist, von dieser Welt ausgesandt, um ihn zu zerstören.

Später kommt Seishuu zu Suzu und Asano. Die Verletzung durch den Kouchou macht ihm inzwischen schwer zu schaffen, und er fragt Suzu, ob er wohl sterben müsse.

Soweit kommt es nicht, aber seine Augen verlieren rapide an Sehkraft, und kurz darauf ist er blind. Suzu ist schockiert und beschließt, sich um ihn zu kümmern. Sie werde ihn zur Königin von Kei bringen und sie bitten, ihn zu heilen.

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Shoukei ist nach Ryuu gelangt und steigt dort in einer Herberge der gehobenen Kategorie ab. Da dieses allerdings überfüllt ist, muß sie sich das Zimmer mit einem Mitbewohner teilen. Und der ist kein anderer als Rakushun, der gerade zu Studienzwecken in Ryuu weilt.

Shoukei hat mit einem Teil des gestohlenen Schmuckes bezahlt. Königin Shushous Polizisten waren aber ziemlich schnell, und so stehen, sozusagen als Amtshilfe, in der Nacht Ryuu-Polizisten vor Shoukeis Tür. Sie finden den restlichen Schmuck, und so landet Shoukei im Gefängnis. Allerdings nicht allein. Sie behauptet nämlich, Rakushun habe ihr das Zeug gegeben, und so atmet auch dieser in der Nacht gesiebte Luft. Allerding nimmt er es gelassen, wie es nun mal seine Art ist.

Shoukei allerdings erwartet für den nächsten Tag ihre Hinrichtung, wie sie es von ihrer Heimat her gewohnt ist. Rakushun beruhigt sie: in Ryuu werde niemand fürs Klauen gekreuzigt.

Als Shoukei Rakushun ihren Namen sagt, kommt dieser sofort darauf, wer sie ist. Die Prinzessin wundert sich, was diese Maus alles weiß.

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Youko läßt einen von Keikis Shirei herumspionieren. Da dieser als Youma so eine Art Geist ist, kann er das sehr effektiv und unauffällig. Leider hat er keine Spur von Koukan, dem verschollenen ehemaligen Gouverneur von Baku, gefunden.

Sie selbst schnüffelt auch herum, und dabei hört sie zum ersten Mal den Namen Gahou.

Und Kaki wird erwähnt, ihr verstorbener Tenkanchou, von dem sie glaubt, er habe sie ermorden lassen wollen.

Teil 30

Shoukei und Rakushun

Das Suiguutou (Youkos Schwert mit der Seele Saru) zeigt Youko mal wieder verwirrende Szenen über Kaki, Koukan und Enho. Haben sie alle gegen sie konspiriert?

Rangyoku erzählt Youko von einem Mann namens Rou, zu dem Enho sich des öfteren begibt, wenn auch zumeist nicht gerade mit Begeisterung. Für die Königin ist das eine interessante Spur. Sie setzt Hankyou darauf an.

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Prinzessin Shoukei wird nicht hingerichtet. Statt dessen gerät sie an einen korrupten Richter, der den ganzen Schmuck, den sie geklaut hat, für sich behält und sie dafür laufen läßt. Shoukei hält sowas für normal. Sie erzählt es Rakushun, der das jedoch kaum glauben kann. Ryuu ist an sich bekannt für seine Ordnung und Stabilität. Wenn ein hohes Gericht so korrupt ist, dann muß es auch der König selbst sein. Das heißt, Ryuu wird demnächst zusammenkrachen.

Er schlägt Shoukei vor, nach En zu gehen. Von dort aus hat er ja seinen Abstecher nach Ryuu gemacht, und dorthin geht er jetzt auch wieder zurück. Die Prinzessin ist überrascht, daß Rakushun sich um sie kümmert, obwohl sie ihn verraten hat. Doch er trägt ihr das nicht nach.

Die Reise wird - gemessen an den Ansprüchen der verwöhnten Prinzessin - etwas beschwerlich, doch Rakushun erklärt ihr, so lebten fast alle Menschen, also werde ihr schon kein Zacken aus der Krone fallen, wenn sie das auch mal so mache.

Später unterhalten sie sich über Hou und das, was dort geschehen ist. Shoukei erklärt, es sei nicht ihre Schuld, doch Rakushun sieht das etwas anders. Eine Prinzessin hat nun mal eine hohe Verantwortung, ob sie will oder nicht. Dann zählt er ihr auf, was die Prinzen und Prinzessinnen in den anderen Reichen so alles machen. Shoukei ist bedrückt, was sie alles nicht weiß über ihre Welt und das Leben. Sie fängt an, sich für ihre Ignoranz zu schämen.

Doch auf der Reise hat Shoukei noch viel Gelegenheit zum Lernen.

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Suzu, Asano und Seishuu erreichen die Außenküste von Kei. Suzu will den kranken Jungen möglichst schnell nach Gyouten bringen, damit die Königin ihn heilen kann.

Auf der Reise werden die drei von Banditen überfallen, dann aber von einem Hanjuu, der zu einer Gruppe von Rebellen gehört, gerettet. Der Hanjuu erklärt ihnen, sie kämpften gegen einen sehr hochstehenden Bösewicht und suchten noch Mitstreiter. Sie träfen sich in der Stadt Houkaku im Gasthaus Rokurin.

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Youko findet Rou. Er ist ein ziemlich riesiger, sehr starker, verdächtig aussehender Typ. Youko folgt ihm über eine Brücke, über die sie in die Nachbarprovinz Wa gerlangen, wo Gouverneur Gahou regiert.

In einem Gasthof beendet Rou, der in Wirklichkeit Koshou heißt, seine kleine Reise und stellt Youko zur Rede, warum sie ihm folge. Das verrät sie natürlich nicht. Doch der, de sie sucht, taucht freiwillig auf: ein junger Mann namens Sekki, der schon gelegentlich in der Nähe von Enho herumgestreunt ist. Sekki komplimentiert Youko wieder heraus und erklärt seinen Leuten dann, er habe sie gerettet. Denn schließlich ist Youko bewaffnet.

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Am Abend erreichen Suzu und ihr Anhang die Stadt Takuhou, die Seishuu zum Grab werden wird. Suzu setzt ihn an der Stadtmauer ab und geht los, eine Herrberge zu finden. Asano soll auf Seishuu aufpassen, doch dazu ist er mit seinen Alptraumbildern, die ständig in seinem Kopf herumgehen, nicht in der Lage. Seishuu selbst ist blind und halb bewußtlos. Verlassen taumelt er über die Straße und wird von der Kutsche des Präfekten Shoukou überfahren. Allerdings war das kein Unfall, sondern Mord, und die halbe Stadt hat dabei zugesehen.

Sogar Youko ist Zeugin dieses Vorfalles geworden. Seishuu stirbt in ihren Armen, und es kommt zu einem ersten kurzen Treffen zwischen ihr und Suzu, die über Seishuus Tod untröstlich ist.

Asano ist derweil empört in die Kutsche gesprungen, um den Typen darin zu erschießen, doch statt dessen erliegt er dessen Worten und wird sein Diener. Wobei man sich frage muß, was Shoukou mit einem Diener, der ständig am Rande des Wahnsinns steht, überhaupt anfangen kann.

Teil 31

Rakushun bringt Shoukei nach Kei

Auf der langen Reise lernt Shoukei alles mögliche interessante von Rakushun. Schließlich erreichen sie die Grenze von En, und die Prinzessin ist überrascht, wie sauber und reich dort alles ist. Dieser bemerkenswerte Wohlstand ist allein dem seit 500 Jahren regierenden König En zu verdanken, und das erstaunt Shoukei noch mehr. Und es macht sie traurig. Ihrem Land steht nichts gutes bevor.

In der für ihn typischen Seelenruhe erklärt Rakushun der armen Prinzessin, ihr Vater sei überall für seine eiserne Faust bekannt gewesen, und Herrscher, die ihr Volk unterdrücken, würden es nie lange machen.

So langsam beginnt Shoukei nun auch anders über Gekkei zu denken, der ja ihren Vater, ihre Mutter und Hourin geköpft hat, aber der Tyrannei damit ein Ende gesetzt hat und dafür überall im Volk geliebt wurde und wird. Denn Gekkei ist ein hochanständiger und ehrenhafter Mann und keineswegs der habgierige Verräter, als den Shoukei ihn immer sehen wollte.

Und dann sagt sie etwas, was Rakushun auch schon mal von Youko gehört hat: "Watashi ha oroka datta" ("Ich war so töricht").

Dafür erfährt Shoukei von ihm, daß er ein guter Bekannter der Kei-Königin (Youko) ist, und wie es dazu gekommen ist. Shoukei ist platt. Rakushun hat, genauso wie bei der damals zutiefst mißtrauischen Youko, Shoukeis Herz gefunden.

Dann erzählt Rakushun Shoukei mehr über Youko, vor allem, daß sie im Moment abgängig ist, was die Prinzessin ziemlich betroffen macht. Ohne Königin werde Kei sicher zusammenbrechen. Aber Rakushun glaubt fest an sie.

Und mit Hilfe eines gezähmten Youmas, auf dem sie beide durch die Lüfte reiten können, bringt Rakushun Shoukei dann sehr rasch zur südlichen Grenze, wo Kei beginnt.

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Asano ist bei Shoukou, dem Fürsten der Präfektur Shisui, gelandet und erzählt ihm seine Lebensgeschichte - aus seiner Sicht. Er hält diese ganze Welt abwechselnd für eine Illusion und eine gegen ihn gerichtete Verschwörung. Also muß er sie zerstören.

Aber mit seinem Wahnsinn ist er bei Shoukou in bester Gesellschaft. Der ist bekanntlich der grausamste Provinzfürst, den es weit und breit gibt. Aber er tut das absichtlich, um den Himmel zu provozieren und zu beweisen, daß die zur Zeit existierende Ordnung nichts als eine Illusion ist, eine x-beliebige Konvention. Und die sei falsch und müsse zerstört werden. Und so lebt er nach seinen eigenen Gesetzen. Wenn der Himmel ihn dafür nicht bestraft, ist das der Beweis, daß er Recht hat.

Und obwohl Asano ihn töten wollte, hat er an ihm Gefallen gefunden und behält ihn in seiner Umgebung.

Teil 32

Sekki und Koshou

Suzu ist über Seishuus Tod völlig verzweifelt. Und was noch schlimmer ist: es gibt zwar Dutzende von Zeugen, aber keiner will etwas gesehen haben. Suzu wird sogar gewarnt, nicht zuviel Wirbel zu machen. Suzu ist drauf und dran, ihren Glauben an die Kei-Königin, die für sie immer das große Vorbild war, zu verlieren. Dafür nimmt sie sich vor, Seishuus Tod zu sühnen, auch wenn das gefährlich ist.

Zunächst mal beerdigt sie ihn auf dem Friedhof außerhalb der Mauern von Takuhou.

Allerdings gibt es gegen den Präfekten Shoukou durchaus organisierten Widerstand, nämlich die Gruppe um Sekki und Koshou. Und dort landet Suzu dann und schließt sich diesen Leuten an. Und die bewundern Suzus Mut, denn Shoukou ist ein extrem gefährlicher Mann.

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Auch Youko ist ja Zeugin des Todes von Seishuu geworden und berichtet darüber in Kokei. Die Leute dort, die Youkos wahre Identität nicht kenne, fragen sich, wie die Königin so ein Ungeheuer im Amt belassen kann. Youko spricht dann auch mit Enho. Am liebsten würde sie Shoukou sofort verhaften und aburteilen lassen, doch Enho erklärt ihr, daß gerade sie als Königin größten Wert auf ein gerechtes Verfahren legen muß. Ihre Aussage allein würde dafür nicht reichen. Shoukou würde einfach sagen können, er sei gar nicht in der Kutsche gewesen.

Diese verfahrene Lage macht Youko sehr betroffen. Sie sieht all das Leid und kann doch nichts tun. Jedenfalls nicht so auf die schnelle.

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Sekki erzählt Suzu, was Shoukou so alles auf dem Gewissen hat, und da fehlt nichts. Und für die zahllosen Menschen, die er ermordet, holt er immer wieder neue. Flüchtlinge aus anderen Ländern gibt es zur Zeit mehr als genug, und wenn man ihnen Land verspricht, dann kommen sie. Sie wissen ja nicht, was ihnen bevorsteht.

Shoukou selbst redet mit Asano ganz offen darüber, daß er jedes nur vorstellbare Verbrechen begangen hat. Nur die Ermordung einer Königin fehlt ihm noch. Aber das kann ja noch kommen.

Nach der Logik dieser Welt ist er schlecht. Doch solange der Himmel ihn nicht bestraft, wird er weitermachen. Und schließlich hat ja auch der Himmel eine wertlose Königin nach der anderen bestimmt, die das Land in den Ruin getrieben haben. Warum also nicht?

Suzu versucht, Zeugen für den Mord an Seishuu zu finden, doch jeder zieht den Kopf ein. Shoukou ist schon schlimm genug, aber höchst wahrscheinlich hat er Freunde bis hinauf zu den königlichen Ministern.

Kurz entschlossen geht Suzu nach Gyouten, der Hauptstadt, um die Königin zu bestrafen. Da die Königin ein Ungeheuer wie Shoukou offenbar deckt, ist sie an Seishuus Tod schuldig. Suzu will sie dafür töten.

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Rakushun liefert Shoukei an der Grenze von Kei ab und sorgt für einen sicheren Übertritt, drückt ihr noch eine ordentliche Ladung Geld in die Hand und verabschiedet sich dann von ihr.

Zusammen mit einer Gruppe von Flüchtlingen will Shoukei in die Shisui-Provinz gehen (wo sie dann Shoukou in die Hände fallen dürfte).

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Derweil bekommt Youko Besuch von einem verkleideten Mann, der sich als Keiki herausstellt. Sie muß ein paar Dokumente unterschreiben bzw. siegeln. Keiki bestätigt ihr dann, was für einen schlechten Ruf Shoukou hat. Da er aber von Gouverneur Gahou beschützt wird, ist nicht leicht an ihn heranzukommen. Womöglich hat er seine Beschützer sogar im Palast!

Zumindest weiß Youko, daß sie Keiki vollkommen vertrauen kann.

Leider wird Keiki ausgerechnet von Asano gesehen, der ihn natürlich sofort erkennt und Shoukou das brühwarm erzählt.

Teil 33

Suzu

Suzu schafft es mit dem Siegel, daß sie von Königin Sai bekommen hat, tatsächlich bis in Youkos Palast, muß dort aber enttäuscht feststellen, daß die Königin gar nicht anwesend ist. Unverrichteter Dinge muß sie also wieder abziehen. Und da sie nicht mal herausbekommen hat, wo die Königin ist, ändert sie nun ihren Plan und will als erstes mal Shoukou töten.

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Youko teilt Enho mit, daß sie Meikaku, die Hauptstadt der Provinz Wa aufsuchen möchte.

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Sekki ist überrascht, Suzu lebend wiederzusehen. Dann bringt er sie zu seinen Leuten. Sein Bruder Koshou hat ein großes Haus, wo sie wohnen kann.

In der Nacht versucht Suzu, in Shoukous Residenz einzudringen, wird aber von Sekki und seinen Leuten zurückgehalten. Shoukou war sowieso nicht da. Dafür wird Suzu jetzt offiziell bei den Verschwörern aufgenommen. Und das sind ganz schön viele. Nicht jeder in Shisui ist ein Feigling.

Shoukou ist derweil zusammen mit Asano bei seinem "Chef" Gahou und erzählt ihm, daß in Hokui Keiki aufgetaucht sei. Doch Gahou hält das für nicht so bedeutsam. Schließlich wird Hokui direkt von Keiki regiert. Warum sollte er dort nicht mal nach dem Rechten sehen? Allerdings hat Keiki auch das Dorf aufgesucht, in dem Youko zur Zeit lebt, und das bringt Gahou und Shoukou auf ihre Spur.

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Youko erscheint mit Keiki bei Meikaku. Meikaku ist eine riesige Stadt, wo viele Handelswege zusammenlaufen. Außerdem gibt es einen wichtigen Hafen. Und auf alles erhebt Gouverneur Gahou seine Steuern. Youko hat die Steuern auf 8% festgelegt, Gahou schlägt noch 62% für sich selbst drauf.

Die Stadt ist im Laufe der Zeit immer größer geworden und in ihrem Innern das reinste Labyrinth. Das bekommt auch Shoukei zu spüren, die dort gerade herumirrt.

Gahou hat gerade eine Hinrichtung angesetzt: Kreuzigung. Shoukei ist entsetzt. Diesmal sieht die Hou-Prinzessin aber nicht tatenlos zu, sondern wirft einen Stein. Dann allerdings muß sie natürlich eiligst fliehen. Wie es das Schicksal will, verhilft ihr ausgerechnet Youko zur Flucht. Außerdem läßt sie ihre Shirei den Verurteilten retten.

Die beiden Frauen müssen sich auf der Flucht trennen. Shoukei landet dann bei einer Gruppe von Verschwörern, die sich an Gahou rächen wollen. Wie man sieht hat nicht nur Shoukou entschlossene Feinde. Später erfahren wir übrigens, daß hinter diesen Rebellen der vermißte Koukan steckt.

Teil 34

Rangyouku und Keikei

Die Soldaten sind Youko dicht auf den Fersen, doch sie besiegt sie dank des Hinman in ihr sehr leicht.

Shoukou schickt Asano zusammen mit seinem Leuten nach Kokei. Grund: außer Asano weiß keiner von seinen Leuten, wie die Königin aussieht.

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Shoukei landet im Haus eines Söldners namens Kantai (gesprochen von Matsumoto Yasunori), der Shoukei erst mal bei sich aufnimmt. Er bewundert Shoukei für ihre Mut, gegen Gahou anzutreten. Gahou ist zwar nicht so ein Monster wie Shoukou, doch er kassiert 70% Steuern, läßt die Leute Zwangsarbeit verrichten und regiert seine Provinz mit eiserner Faust. Also ist er überall verhaßt, aber natürlich traut sich keiner, etwas zu sagen, nur unter der Hand.

Shoukei ist empört, daß die Kei-Königin nichts unternimmt, weil sie (angeblich) von nichts weiß. Daß die Verantwortung einen am Ende aber doch einholt, daß weiß schließlich niemand besser als sie selbst. Allerdings: in Wa steht ein Aufstand bevor, und der könnte die Aufmerksamkeit der Königin durchaus auf sich ziehen. Und auch in Shisui könnte ein Aufstand losbrechen. Kantai führt Shoukei damit in seine Rebellengruppe ein.

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Suzu erfährt von Koshou einiges über die komplizierten politischen Hintergründe und Intrigen, die zu der jetzigen Situation geführt haben. Suzu gibt Königin Kei die Schuld daran, denn Youko hat sich in der Tat von ihren Ministern aufs Kreuz legen lassen, indem sie Koukan, den Präfekten der Baku-Provinz ablösen ließ, sodaß der Weg ausgerechnet für Shoukou frei war.

Übrigens hätte Koshous Bruder Sekki leicht Beamter werden können, doch dann hätte er Shoukou dienen müssen. So wurde er statt dessen ein Rebell. Darüber ist Koshou nicht gerade glücklich. Allerdings würde eine Aktion gegen Shoukou viele Leute erfordern. Es wäre nahezu ein Krieg. Doch Koshou und Suzu sind beide dazu bereit.

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Youko besucht Seishuus Grab. Sie erzählt Keiki, der sie begleitet, daß sie keine Ahnung gehabt hat, daß es in ihrem Land Kreuzigungen gibt. Auch Keiki fällt aus allen Wolken, als er das hört. Youko geht dann wieder nach Takuhou. Dort trifft sie Suzu wieder. Die beiden verstehen sich ganz gut und reden ein bißchen miteinander. Koshou und Sekki hingegen trauen Youko nicht.

Youko glaubt ihren Ohren nicht trauen zu können, als Suzu erwähnt, es gäbe ein Gerücht, daß die Kei-Königin Shoukou unterstütze. Koukan sei ein guter und von seinem Volk sehr geliebter Mann gewesen. So nach und nach wird Youko klar, in was für ein schmutziges Spiel sie da hineingezogen worden ist. Später erfährt sie von Keiki noch ein paar geradezu makabere Rand-Details dazu. Sie hat mit unglaublicher Präzision alles falsch gemacht, was man nur falsch hat machen können. Allerdings hatte sie damals von den ganzen schmutzigen Hintergründen nicht die leiseste Ahnung.

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Shoukous Leute und Asano überfallen Kokei. Asano schießt in seinem Wahn Keikei nieder, Rangyoku wird von den Soldaten abgeschlachtet, und Enho wird entführt und nach Takuhou verschleppt. Youko entgeht nur ganz knapp einer Enttarnung.

Jedenfalls, als Youko nach Kokei zurückkehrt, findet sie ein Schlachtfeld vor. Zu ihrer Überraschung lebt Keikei allerdings noch, und sie weist Keiki und seine Shirei an, ihn sofort ihn den Palast zu bringen und zu verarzten. Das fällt Keiki nicht leicht, denn Kirin können kein Blut sehen. Aber er überwindet sich und tut es.

Und Youko nimmt sich unter Tränen vor, niemanden mehr sterben zu lassen.

Teil 35

Suzu und Shoukei

Keiki hat sich überwunden und Keikei persönlich in den Palast gebracht. Denn kein Lebewesen ist schneller als ein Kirin. So hat Keikei gute Chancen, daß sein Leben gerettet wird. Youko ist ihm sehr dankbar dafür. Dann macht sie sich auf die Suche nach Enhos Entführern. Ihre erste Spur führt zu Sekkis Gruppe. Irgendwie hat sie das Gefühl, daß diese Leute etwas wissen könnten. Doch die sind verschwunden.

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Ein Mann namens Saibou taucht in Meikaku bei Shoukei auf und will Kantai sehen. Offenbar ist auch Seibou an dem geplanten Aufstand in Wa gegen Gahou beteiligt, und zwar an höherer Stelle. Dann berichtet er Kantai, daß Enho verschwunden ist. Anscheinend ist der alte Mann doch mehr als ein einfacher Dorfvorsteher. Allem Anschein nach ist Enho jetzt in Takuhou in Shoukous Gewalt. Saibou erklärt Shoukei, daß Gahou schon lange hinter Enho her ist. Er dürfe ihm nun auf keinen Fall in die Hände fallen. Also müssen die Rebellen ein bißchen Gas geben. Dann kündigt er eine Ladung Waffen an.

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Suzu macht sich auf ihrem Sansui (Reit-Youma) auf den nicht ungefährlichen Weg nach Houkaku.

Sie soll von dort die Ladung Schwerter abholen. Ein finsterer Mann namens Rou nimmt Suzu erst mal auf, denn die Schwerter sind noch nicht da. Dafür stellt er Suzu Shoukei vor, die dort ebenfalls auf das Eintreffen der Waffen wartet. (Der Deal geht so: Shoukei verkaufen die Waffen, Suzu kauft sie. Mit dem Geld wollen Shoukeis Leute dann Söldner gegen Gahou anheuern.)

Suzu und Shoukei haben sich gesucht und gefunden. Erst mal stellen sich sich einander selbst vor. Rou taucht auf und erklärt ihnen, es gebe hier ein paar Regeln: keine Namen, nicht zu viel quatschen, und keiner soll von anderen mehr wissen als absolut notwendig ist ... doch Shoukei und Suzu reden die ganze Nacht. Die Fäden ihres Schicksals waren schon lange miteinander verbunden, und nun haben sie zueinander gefunden. Fehlt nur noch die dritte im Bunde: Youko.

Suzu verachtet Königin Kei, weil sie nichts unternimmt. Doch Shoukei ist anderer Meinung. Sie hat Rakushun über Youko erzählen gehört, und wer ein Freund von Rakushun ist, der kann kein schlechter Mensch sein. Außerdem ist sie ja erst seit kurzem auf dem Thron und kann noch nicht alle Mißstände kennen. Suzu akzeptiert das als Entschuldigung nicht, doch dann erzählt Shoukei ihr, wer sie wirklich ist und wie Dinge manchmal schiefgehen können ... Immerhin wurde der Hou-König einst von Hourin auserwählt und hatte den Segen des Himmels. Es wäre ja möglich, daß die Kei-Königin auch von solchen Luschen umgeben ist, wie sie selbst bis vor kurzem eine war.

Und daß die Königin Koukan, den beliebten Gouverneur von Baku, abgesetzt hat, muß darauf zurückzuführen sein, daß er Leuten wie Gahou und Shoukou ein Dorn im Auge war. Genau wie Enho. Jede der beiden Frauen hat sozusagen eine Hälfte der Informationen, und zusammen ergibt sich ein sehr stimmiges Bild. Gahou, Shoukou und ihre Freunde im Palast räumen zielstrebig jeden aus dem Weg, der ihnen unangenehm werden könnte. Und so kommt Suzu zu der Meinung, daß die Kei-Königin doch ein guter Mensch sein muß. Und das macht sie sehr glücklich.

Sie beichtet Shoukei unter Tränen sogar, daß sie schon mal im Palast war mit der festen Absicht, die Königin zu töten, nur war sie nicht da. Sie ist mehr als erleichtert, daß das alles nur Resultat komplizierter Intrigen war und die Königin allem Anschein nach völlig unschuldig ist.

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Einer von Shoukous Leuten erzählt Asano über Enho. Vor langer Zeit gab es in der Stadt Shisou in der Präfektur San in der Provinz Baku eine Philosophenschule, in der Enho Moral unterrichtete. Gegründet worden soll sie vor vielen Jahrhunderten von einem Weisen namens Roushou sein. Diese Schule hatte gewaltigen Einfluß auf die Menschen, die daraufhin versuchten, ihre Vorstellungen von Moral und Gerechtigkeit auch in der Politik unterzubringen. Übrigens gehörte auch Rou zu diesen Schülern, genauso wie Saibou und Koukan. Sie legten sich am Hof mit der Provinz Wa an. Außerdem stellten sie sich gegen Youkos Vorgängerin, die ja eine falsche Königin war. Damit gruben sie all denen, die sie unterstützten, das Wasser ab, und so wurde diese Schule niedergebrannt.

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Suzu liefert die Waffen bei Sekki ab. Jetzt kommt Militärtaktik: wer hat wieviele Männer, wo stehen sie, wie schnell können sie da- und dahin verlegt werden usw. Sekkis Leute bringen es immerhin auf 1000 Mann. Sie können Shoukou aller Wahrscheinlichkeit nach niederkämpfen, aber nach wenigen Tagen wäre dann Gahou mit seiner Armee da, und dann wären sie erledigt. Also müssen sie die Zivilbevölkerung von Takuhou dazu bringen, mit ihnen zu kämpfen.

Da steht plötzlich Youko unter der Tür. Sie hat die ganze Zeit nach Suzu und ihren Leuten gesucht, aber sie waren alle ausgeflogen. Allerdings geht es Youko nicht um irgendeinen Aufstand, sondern um Enho. Sie will ultimativ wissen, wo er geblieben ist. Und da Suzu mit Shoukei gesprochen hat, weiß sie die Antwort. Youko hält allerdings erst mal die Verschwörer für verdächtig, doch Suzu kann sie leicht überzeugen, daß es Shoukou war. Bei der Gelegenheit erfährt auch Youko einiges über Enho, was sie noch nicht wußte. Gahou war einer der ersten, der sich mit der falschen Königin verbündete. Enhos Schule trat dagegen an, und deswegen wurde sie beseitigt, und Enho und die Schüler, sofern sie überhaupt noch am Leben waren, mußten flüchten und sich verstecken. Nun hat Gahou Enho leider doch noch gefunden. Beziehungsweise Shoukou hat ihn im Moment, und er hält ihn hier in Takuhou versteckt.

Und dann erklärt Koshou Youko, daß er zu einer Widerstandsgruppe gegen Shoukou gehört, genau wie Suzu und all die anderen um ihn. Ob sie nicht mitmachen wolle. Nun, klar will sie.

Teil 36

Youko und einer von Keikis Shirei

Da Youko nicht im Palast ist, regiert an sich Keiki, doch er muß hilflos zusehen, wie die korrupten Minister ihn kaltstellen. Sie erklären Youkos schriftliche Befehle für Fälschungen, denn die Königin weilt ja (offiziell) in En. Und als Keiki die Armee zu ihrer Unterstützung losschicken will, erklärt ihm der Taisei Seikyou, das gehe nicht, weil leider alle Generäle plötzlich krank geworden seien.

*

In Takuhou bricht der Aufstand gegen Shoukou los. Eins der erklärten Ziele der Angreifer ist es, Enho zu befreien.

Die zu allem entschlossenen Männer stürmen den Palast, doch leider ist der Gesuchte nicht da. Die Angreifer legen aber eine falsche Spur, denn das war nur der Auftakt einer längeren Operation.

In der nächsten Nacht wird ein Lagerhaus überfallen und niedergebrannt. Und so glaubt Shoukou, ihr wahres Ziel sei gar nicht er, sondern Lebensmittel. Sicherheitshalber läßt er sich von Gahou aber noch 1500 weitere Soldaten schicken. Asano schickt er weg. Er will ihn aus der Schußlinie haben. Denn er hat ihn dafür vorgesehen, die Königin zu töten.


Zwei Nächte später, nach einem genauen Plan, wird ein weiterer von Shoukous Palästen überfallen. Mit 100 Mann führt diesmal Youko den Angriff persönlich und erobert den Palast. Allerdings schickt Shoukou 2000 Soldaten, die den befestigten Palast umstellen, sodaß die Rebellen jetzt sozusagen ihre eigenen Gefangenen geworden sind. Doch das ist Absicht, denn diese Soldaten sind damit gebunden. Das hält dem eigentlichen Angriff auf Shoukou den Rücken frei.

Und wen findet Youko in dem Palast: Asano. Sie kann es kaum fassen. Doch Asano ist nicht mehr in der Verfassung, daß man ihm noch vernünftig reden oder sonst etwas anfangen könnte, und so nimmt Youko ihn gefangen mit der Absicht, ihn bei Gelegenheit zurück nach Japan zu schicken, wo er hingehört.

Youko stellt fest, daß die Armee der Provinz Ei, die von Keiki regiert wird, nicht erschienen ist. Keiki konnte sich gegen die Minister nicht durchsetzen. Dafür hat Youko aber einige von Keikis Shirei, und die verbreiten unter den Soldaten Furcht und Schrecken.

Dennoch greift die Armee in der Nacht an und versucht, den Palast zu stürmen.

Derweil ist Shoukous Hauptpalast praktisch ungeschützt, und dort greifen die Rebellen nun ebenfalls an. Youko, die mit ihren Shirei ziemlich mobil ist, taucht dort auf, um Sekki und seinen Leuten zu helfen.

Teil 37

Asano und Suzu

Der größte Teil der Belagerungsarmee um Shoukous Nebenpalast rückt eiligst ab, um den Sturm auf den Hauptpalast zu verhindern.

Derweil kämpft sich Youko den Weg zu Shoukou frei. Ohne Blutvergießen geht das nicht. Das gehört nun mal zu ihrem Job dazu. Aber sie kommt sehr gut voran, außerdem helfen ihr die Shirei.

Und so stellt sie Shoukou schließlich, kurz bevor er fliehen kann. Youko verspricht, ihn am Leben zu lassen, wenn Enho noch am Leben sein sollte. Shoukou stürzt sich auf sie, denn warum sollte er Angst vor einer Kaikyaku-Frau haben, wenn nicht mal der Himmel selbst ihm etwas anhaben konnte. Während des Kampfes zählt er ihr genüßlich die schönsten seiner Verbrechen auf, und weder der Himmel noch die Königin haben ihn bestraft.

Youko brüllt ihn an, er hätte wenigstens Asano aus dem Spiel lassen sollen, und da dämmert es ihm. Er hat die Königin sogar schon mal gesehen, zwar in königlicher Kleidung, aber die roten Haare sind eindeutig. Er fängt an zu lachen. Der Himmel hat ihn also die ganze Zeit genau im Auge gehabt. Seine Theorie von der Welt war falsch. Er wirft sein Schwert weg, ergibt sich widerstandslos und fordert Youko auf, ihn zu exekutieren.

Doch die hält ihr Versprechen, nachdem er ihr sagt, wo Enho ist, nämlich in Meikaku bei Gahou. Und sie verhindert sogar, daß er von Koshou und seinen Leuten gelyncht wird. Statt dessen wird er festgenommen. Offizielle Begründung: sie brauchen ihn als Zeugen gegen Gahou.

Da die Soldaten jeden Moment eintreffen können, wollen die Rebellen nun rasch abziehen. Sie hoffen auf die Hilfe der Bürger von Takuhou, doch die ziehen allesamt lieber den Kopf ein.

Dann beginnt die Belagerung des Hauptpalastes. Youko, Sekki, Koshou und ihre Leute, insgesamt etwa 1000 Kämpfer, sind nun eingeschlossen.

*

Suzu findet Asano unter den Gefangenen und läßt ihn frei. Sie erklärt ihm die verzweifelte Lage, in der sie alle stecken, und dann kommt sie auf die Idee, daß die Rebellen in Meikaku ihnen zuhilfe kommen könnten, wenn jemand sie informiert. Und dieser Jemand ist Asano. Er hat ein Siegel von Shoukou, mit dem er hofft, daß die Soldaten, die sie belagern, und die, die die Provinzgrenze kontrollieren, ihn passieren lassen.

Doch das klappt nicht. Er wird unterwegs abgefangen. Er will sich den Weg freischießen, doch er ist zu nervös, um zu treffen, und so stechen die Soldaten ihn nieder.

Als der Morgen anbricht, treffen fliegende Reiter aus Meikaku ein und greifen die Eingeschlossenen an.

Doch auf gleiche Weise bekommen sie auch Hilfe. Kantai und Shoukei treffen ebenfalls mit einer Gruppe fliegender Kämpfer ein und rettet die Rebellen erst mal. Die Armee am Boden wird von 5000 Rebellen, die mit Kantai gekommen sind, angegriffen und besiegt. Doch Gahous Provinzial-Armee wird jeden Moment eintreffen. Sekkis Rebellen könnten fliehen, dürfen aber nicht, weil sie die Armee in Takuhou beschäftigen müssen, damit Kantais Leute in Meikaku freie Bahn haben.

Oben auf der Mauerkrone von Shoukous erobertem Hauptpalast, treffen sich Suzu, Youko und Shoukei zum ersten Mal alle drei gleichzeitig.

Shoukei hat zufällig unterwegs Asano gefunden. Er ist tot. Am Ende hat er sich gefragt, warum er nun eigentlich in diese Welt gebracht worden sei.

Er hat es nicht erfahren. Dafür weiß Youko genau, was sie hier zu tun hat.

Teil 38

Takuhou brennt

Die königliche Armee bekommt den Befehl, nach Takuhou auszurücken, um Shoukou zu retten. An sich kann nur die Königin selbst so einen Einsatz befehlen, doch ihre Minister setzen sich souverän über solche Kleinigkeiten hinweg.

Derweil rechnen sich die Belagerten in Takuhou ihre Chancen aus. Sie könnten drei Tage durchhalten, während ihre Kollegen in Meikaku Gahou niederringen, doch die Soldaten könnten auf die Idee kommen, die Bürger von Takuhou, die ja nicht kämpfen wollen, als Geiseln zu nehmen.

Suzu kommt diese Situation bekannt vor. Sie hätte auch gegen Suibikuns Behandlung protestieren sollen, hat es aber statt dessen 100 Jahre lang schweigend hingenommen. Und so wuchs ihre Angst immer mehr, obwohl Suibikun ihr wahrscheinlich gar nichts getan hätte. Sie, Shoukei und Youko stehen mal wieder auf der Mauerkrone. Es ist Nacht, und sie reden über sich und die Welt. Sie haben sehr viel gemeinsam. Shoukei gibt schließlich ihrer Hoffnung Ausdruck, nachdem diese Rebellion nun schon hohe Wellen geschlagen habe und viele Menschen gestorben seien, habe hoffentlich die Königin inzwischen davon Notiz genommen. Auch Suzu sagt das. Sie kamen schließlich beide nach Kei, um die Königin zu treffen. Suzu erhoffte sich von einer Königin, die wie sie ein Kaikyaku war, daß sie sie aus ihrem Elend erlöse.

Bei Shoukei war es genau umgekehrt. Sie kam aus Neid und wollte der Königin das wegnehmen, was man auch ihr weggenommen hatte. Und hätte sie nicht Rakushun getroffen, dann würde sie wohl immer noch so denken. Doch Rakushun ist ein gutes Wesen, und wenn die Kei-Königin seine Freundin ist, dann muß auch sie ein guter Mensch sein.

Youko bringt es nun nicht mehr über sich, gegenüber den beiden Frauen das Versteckspiel weiter aufrechtzuerhalten. Und so, wie die Dinge stehen, und nach dem, was sie schon alles wissen, fällt es Shoukei und Suzu nicht schwer, das zu glauben.

Allerdings muß Youko erklären, warum sie Gahou und Shoukou nicht einfach entlassen hat. Aber das konnte sie nicht, weil einige ihrer Minister falsches Spiel spielen und sie keine Autorität hat. Und drittens hat sie keine Zeit, denn sie muß Enho retten.

Youko gibt ganz offen zu, daß sie keine Ahnung von all den schreckliche Dingen hatte, die hier vorgehen, obwohl sie als Königin es nun mal hätte wissen müssen. Sie sei eine schlechte und wertlose Königin.

Aber Suzu und Shoukei machen ihr neue Hoffnung. Jetzt müßten sie erst mal Gahou besiegen.

Dessen Leute zünden derweil gerade Takuhou an. Um den heftigen Protest der Bürger, die sich um jeden Preis da raushalten wollten, kümmern sie sich einen Dreck. Die Rebellen im Palast beschließen, den Bürgern zu Hilfe zu kommen, obwohl das angesicht der Stärke des Feindes äußerst riskant ist.

Allerdings hat Youko ihre Shirei zur Seite, die unsichtbar, aber sehr wirksam unter den Soldaten aufräumen. Die Rebellen fragen sich, was da wohl vorgeht.

Und so langsam werden die feigen Takuhou-Bürger doch wütend und fangen an sich zu wehren. So können viele aus der brennenden Stadt entkommen. Doch es ist zu spät. Gahous Provinzarmee rückt mit einer Art Panzerwagen an. Die allerdings stoppt einer der Rebellen, der ein Hanjuu ist und über extreme Kräfte verfügt, mit eigenen Händen beziehungsweise Tatzen in dem Fall. Es ist nett zuzusehen, wie sie, nachdem einer aus dem Kurs gebracht wurde, alle ineinander fahren.

Trotzdem ist Takuhou nun eingeschlossen und belagert. Und dann bekommen Gahous Soldaten auch noch Verstärkung durch die königliche Armee. Youko ist wenig erfreut, das zu sehen. Ihre Armee wurde ohne ihren Befehl mobilisiert, was der letzte Beweis ist, daß Gahou einen Verbündeten im Palast hat. Einen, der genug Macht hat, die königliche Armee loszuschicken. Shoukei, die sich mit solchen Dingen gut auskennt, tippt auf den Kakanchou. Doch der tut alles, was Seikyou, der vormalige Chef-Minister, ihm sagt. Und in der Tat war er es, dem Koukan seine Entlassung zu verdanken hat. Denn Koukan stand ihm und Gahou ebenso im Weg wie Enho.

Youko denkt über alles nach: Seikyou hat das alles ausgesprochen raffiniert eingefädelt. Doch in Prinzessin Shoukei hat er gewissermaßen eine gleichwertige Gegnerin.

*

Die Bürger von Takuhou sind verzweifelt. Draußen stehen die Soldaten der Königin, um sie alle eine Kopf kürzer zu machen. Das Ungeheuer Shoukou wurde beseitigt, nur um ein noch größeres Ungeheuer - die Königin - herbeizuholen. Doch den widersprechen Suzu und Shoukei ganz energisch. Sie kennen ja nun die Wahrheit, und wenn sie sie den Leuten auch nicht verraten, so können sie die doch beruhigen. Immerhin ist Shoukei eine Prinzessin, und auch Suzu legt ein solch resolutes Auftreten an den Tag, daß die Leute ihnen schließlich glauben.

Teil 39

(Bei dieser Folge fehlt der übliche Vorspann.)

Keiki und Youko

Der Kampf gegen Gahou und Seikyou kommt zu einem grandiosen Höhepunkt (und das ganze ist auch klasse in Szene gesetzt). Youko hat Keiki zu sich gerufen - in seiner Form als Einhorn. Dieses besteigt sie nun. Nur die Königin kann das tun, und so wissen nun alle, wer sie in Wahrheit ist. Die Rebellen bekommen vor Staunen den Mund nicht mehr zu.

Durch die Luft reitet die Königin nun zu ihrer Garde und stellt den General Jinrai scharf zur Rede. Ob er nicht wisse, daß nur sie selbst den Einsatzbefehl geben könne. Sie macht ihn erst mal zur Schnecke, läßt dann aber durchblicken, daß sie dieses "Mißverständnis" ausnahmsweise durchgehen ließe, wenn er sich sogleich nach Meikaku begebe, dort Gahou verhafte und Enho rette, was Jinrai natürlich auf der Stelle tut.

Die Armee ist weg, und Youko geht zurück nach Takuhou. Alle knien vor ihr nieder, ausgenommen Koshou, der nur etwas perplex dasteht.

Youko bittet die Leute, sich wieder zu erheben, dann bedankt sie sich mit herzlichen Worten bei jedem Mitstreiter persönlich und erfüllt auch einige Wünsche, zum Beispiel, daß Sekki doch noch studieren darf.

Und natürlich wird Koukan wieder Gouverneur der Baku-Provinz, während die Bösen alle im Gefängnis landen und auf ihren Prozeß warten. (Shoukou grinst dabei die ganze Zeit vor sich hin.)

*

Youko beerdigt Asano. Er hatte in dieser Welt keine gute Zeit, aber im Tode lächelt er. Vor sein Grab legt Youko seinen Revolver.

*

Suzu, Youko und Shoukei sind enge Freundinnen geworden, und Youko bittet die beiden, mit ihr in den Palast zu kommen. Jeder vertrauenswürdige Mitarbeiter ist dort wichtig. Doch vorher haben beide noch Dinge zu erledigen. Suzu will zur Sai-Königin gehen und sich bei ihr bedanken. Und Shoukei muß zur Königin von Kyou, um sich ebenfalls zu bedanken und auch, um sich zu entschuldigen. Und sie muß Rakushun erzählen, was in Kei so alles passiert ist. In einer späteren Szene sehen wir dieses Treffen, und Shoukei zeigt zum ersten Mal wahrhaftige königliche Grazie und Würde.

*

Von Enho und Koukan erfährt Youko nochmal die ganzen Ereignisse und Hintergründe.

Youko mache Enho dann zu einem ihrer persönlichen Berater, zum Taishi. Bei dieser Gelegenheit erfahren wir, daß Enho in Wirklichkeit der legendäre Weise Etsu Otsu ist, den man auch Roushou und Shouhaku nannte, also ein in der Geschichte des Landes Kei äußerst bedeutender Mann.

Am Ende werden noch ein paar Handlungsfäden aufgeräumt, die in den letzten 10 oder 20 Folgen immer mal wieder gestreift worden sind.

- Youko hatte immer wieder Visionen, die ihr Saru, die Seele ihres Schwerte Suiguutou, gebracht hat. Suiguutou trug deswegen eine Scheide, um diese Visionen zu versiegeln, wenn sie nicht erwünscht waren. Diese Scheide ging bekanntlich verloren und konnte nie ersetzt werden. Enho war es nämlich, der sie damals fertigte, und niemand sonst im ganzen Reich Kei vermag dieses. Enho bietet Youko nun an, die Scheide zu erneuern. Doch Sarus Visionen sind ein Spiegelbild von Youkos Seele. Sie lehnt ab, weil sie für ihre Seele kein Siegel will. Enho dankt Tentei für eine so großartige Königin.

- Youko ist ihrem Volk immer noch ihre "Eröffnungsrede" schuldig, in der sie so etwas wie ihr Regierungsprogramm vorstellt. Schon ewig denkt sie darüber nach, was für ein Königreich sie errichten will. Nun hat sie ihre Antwort gefunden. Sie möchte nicht länger, daß nur aufgrund eines Rangunterschiedes ein Mensch vor einem anderen niederknien und das Gesicht in den Staub drücken muß. Deswegen verbietet sie diese Sitte, außer zu bestimmten zeremoniellen Anlässen. In ihrem Reich sollen Menschen sich voreinander nur noch aus echt empfundenem Respekt verbeugen. Und es soll auch niemand mehr Mißhandlungen hinnehmen oder Ungerechtigkeiten stillschweigend billigen.

In ihrem Reich sollen die Menschen frei und verantwortlich für sich selbst leben. (Meiner Meinung nach sehr idealistisch und viel zu optimistisch. Die Welt ist voll von glücklichen Sklaven, die gar nicht frei sein wollen, sondern die am glücklichsten leben, wenn sie jemanden haben, der ihnen sagt, was sie tun und denken sollen. Denn Verantwortung, auch die für sich selbst, ist eine schwere Bürde, die nicht jeder tragen will.)


Erstellt am 9.1.2005. Letzte Änderung: 20.2.2014