Kaleido Star (1. Staffel) - Zusammenfassung der Handlung 2. DVD (Teil 6 - 10)

Laufzeit der DVD: ca. 125 min.

Kaleido Star (1. Staffel) 2. DVD

Folge 6 - The Amazing Seal / Chiisakute Sugoi Ottosei

Mia & Co haben mit ihrer Triple-Illusion-Nummer bei "Cinderella" inzwischen einen riesen Erfolg.

Eines schönen Morgens rennt Sora ausgelassen am Strand entlang und landet plötzlich im Sand. Sie ist sehr erstaunt zu sehen, über was sie da gestolpert ist: nämlich einen Baby-Seehund (dem sie später den Namen Jonathan geben wird), dem es aber offenbar nicht so gut geht. Spontan beschließt sie, sich um ihn zu kümmern. Damit halst sie sich allerdings ganz schön was auf.

Das fängt schon mal damit an, daß im Wohnheim natürlich keine Tiere erlaubt sind. Jonathan ist hungrig, und anscheinend hält er Fool für einen Fisch. Derweil macht Sora sich auf die Suche nach Futter. Als Ken von der Geschichte erfährt, nimmt er Sora erst mal mit in den Supermarkt und kauft mit ihr eine Ladung Fisch. Aber dann muß Jonathan wieder zurück ins Meer.

Doch der ist inzwischen ausgerückt und bei Sarah gelandet, die genau wie Sora schon ganz vernarrt in ihn ist. Sora überlegt sich, ob Jonathan nicht ein gutes Maskottchen für die Kaleido Stage abgeben würde.

Mia, Sora, Anna und Jonathan

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Beim Ballett-Training erfahren die Mädchen, daß Kalos wegen einer neuen Produktion für ein paar Tage in Seattle ist. Dafür taucht ausgerechnet Jonathan in den Übungsräumen auf und erschreckt Layla, die anscheinend keine so große Tierfreundin wie Sora ist. Klar, daß Sora sich von Layla mal wieder einiges anhören muß. Kurz gesagt schmeißt Layla Jonathan raus. Laylas Wort ist mehr oder weniger Gesetz, also bringt Sora ihren Schützling wohl oder übel an den Strand zurück. Doch sie bringt es nicht über sich, sich von Jonathan zu trennen. Sie denkt zurück an die Zeit, als ihre Eltern gestorben waren, und was aus ihr geworden wäre, wenn sich niemand um sie gekümmert hätte. Und um den vielen Fisch, den er frißt, bezahlen zu können, nimmt Sora ein paar Teilzeitjobs an.

Das geht allerdings nicht sehr lange gut: Training, Schule, Auftritte und dann noch Arbeit, das alles zusammen geht über ihre Kräfte. Sarah, Anna und Mia kommen zu dem Schluß, daß Sora Jonathan auf keinen Fall aufgeben wird, also bleibt ihnen nichts anderes übrig als sie dabei zu unterstützen. Sarah hat dafür schon eine gute Idee. Es gibt einen Jonglier-Wettbewerb, bei dem ein nettes Preisgeld zu gewinnen ist. Das Problem dabei: Sora hat noch nie in ihrem Leben jongliert. Anna und Mia beherrschen das allerdings hervorragend, und da sie noch drei Tage Zeit haben, finden sie, daß sie das locker hinbekommen müßten.

Bei der Gelegenheit findet Marion noch jemanden, der gut im Jonglieren ist: Jonathan!

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Dann ist es soweit, der Wettbewerb geht los. Mia, Sora und Anna sehen sich großer Konkurrenz gegenüber. Außerdem spielt Sora (unfreiwillig) den Clown, statt zu jonglieren, weil sie es immer noch nicht kann. Da hüpft Jonathan auf die Strandbühne und legt los.

Pech für die Mädchen: Kalos ist einen Tag früher zurückgekommen und hat alles mitangesehen.

Doch erstaunlicherweise kann er sich in diesem Punkt gegen Soras Sturheit nicht durchsetzen. Sie kann nicht Jonathans Leben gegen ihre Karriere eintauschen. Muß sie aber auch nicht, denn inzwischen hat mehr oder weniger die gesamte Kaleido Stage-Mannschaft, vor allem Marion und ihr Vater, Jonathan ins Herz geschlossen und versprechen sich um ihn zu kümmern.

Folge 7 - The Amazing Girl Who Doesn't Smile / Warawanai Sugoi Shoujo

Jean hat Jonathan ein großes Becken gebaut, wo nun vor allem Marion oft mit ihm spielt. Jonathan ist inzwischen das Maskottchen der Kaleido Stage geworden und vor allem beim jugendlichen Publikum geradezu eine Attraktion.

Eine Attraktion anderer Art hat Kalos ebenfalls für die Kaleido Stage verpflichtet: Rosetta Passel. Zunächst für eine Woche soll sie hier auftreten. Wenn sie gut arbeitet, kann ihr Vertrag dann verlängert werden.

Rosetta Passel

Rosetta Passel ist ein etwa 13-jähriges Mädchen und Weltmeisterin im Diabolo-Jonglieren. Sie ist ein weltbekannter Star, und Kalos und die anderen setzen große Erwartungen in sie. Kalos ordnet an, daß Sora sich um sie kümmert. Doch das wird nicht so lustig, wie Sora sich das vorgestellt hat, denn Rosetta ist ausgesprochen arrogant, kalt und abweisend. Tatsache ist, daß sie den gewaltigen Ruhm, den sie schon in sehr jungen Jahren erworben hat, charakterlich nicht gut verkraftet hat.

Kurz darauf hat Rosetta dann ihren ersten Auftritt, doch der verläuft nicht so, wie sie das erwartet hat. Ihre Technik ist sensationell, dafür fehlt ihrer Vorführung aber das Herz, und das merkt das Publikum. Das heißt, sie fällt durch und hat keine Ahnung warum, und Kalos schmeißt sie raus. Rosetta ist empört: es ist nicht ihre Schuld, wenn das Publikum zu blöd ist, ihren absolut perfekten Auftritt zu würdigen. Sie ist seit vier Jahren die weltweit gefeierte Diabolo-Königin und hat bei ihrer Aufführung hier nicht einen einzigen Fehler gemacht. Kalos sieht das aber anders: in der Kaleido Stage gibt es nur einen, der entscheidet, und das ist das Publikum. Und bei dem ist Rosetta knall auf Fall durchgefallen.

Diejenige, die Rosetta zu einer zweiten Chance verhilft, ist Sora. Kalos' Bedingung: Rosetta macht ihren Auftritt zusammen mit ihr!

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Rosetta telefoniert mit ihrer Mutter und muß sich auch von ihr ein paar Sachen anhören, die ziemlich neu und hart für sie sind. Für einen Kinderstar ist sie langsam zu alt. Jetzt muß sie mehr bringen als eine perfekte, maschinenhafte Technik.

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Sora ist zumindest am Anfang nicht gerade eine Diabolo-Meisterin, meint aber, wenn sie es schon nicht perfekt hinbekommt, will sie wenigstens Spaß dabei haben. Rosetta ist das ein Rätsel. Sie beschließt aufzugeben und setzt sich ins Taxi zum Flughafen. Dort kommt sie aber nicht an, weil Ken ihr mit seinem Motorrad hinterherfährt. Denn Sora hätte ihr gerne, bevor sie wieder verschwindet, mal "Cinderella" gezeigt. Zunächst aber hat sie Gelegenheit, Sora und Jonathan ein bißchen zuzusehen, die zur Begeisterung der zusehenden Kinder mit Diabolos und Fisch jonglieren.

Und von der abendlichen Aufführung ist Rosetta ebenfalls sehr ergriffen. Das macht sie neugierig, wie sie beide zusammen wohl ihre Diabolo-Show hinbekommen. Dafür muß Sora nun aber hart trainieren - wie immer.

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Der große Tag ist da, und die beiden haben sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Im großen Zelt hängen zwei Schaukeln. Auf der einen steht Rosetta, auf der anderen Sora. Und während die Schaukeln sich in Bewegung setzen, beginnen die beiden eine Art Wettkampf, bei der sie immer abwechselnd die von der anderen geworfenen Diabolos wieder auffangen müssen.

Was die beiden zustandebringen, ist unglaublich. Sora macht zwar nach wie vor Fehler, ist aber inzwischen gut genug, um diese wieder ausbügeln und mit Rosetta mithalten zu können. Da Publikum rast vor Begeisterung.

Rosetta gewinnt diesen Wettkampf dann, aber was noch viel wichtiger ist: sie hat die Herzen der Zuschauer gewonnen, dank Sora. Und dafür ist sie ihr zutiefst dankbar.

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Anders als gedacht verlängert Rosetta ihren einwöchigen Kontrakt nicht. Sie will Zuhause das verinnerlichen, was sie hier gelernt hat.

Folge 8 - An Amazing Star Even in Tough Times / Tsurakutemo Sugoi Sutaa

Ken schleppt einen riesigen Strauß Rosen durch den Gang. Laylas Vater, Mr. Hamilton, ist nämlich da und hat ihn ihr geschenkt. Und damit wären wir schon beim Thema dieser Episode: Layla, ihr steinreicher Vater, und das komplizierte Verhältnis, das die beiden zueinander haben.

Mr. Hamilton gehört eine Hotelkette, und er sieht seine Tochter nur sehr selten und dann nur kurz. Layla wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als daß ihr Vater sie mal auf der Bühne sehen würde. Aber dafür hat er noch niemals Zeit gehabt. Dafür befiehlt er ihr, heute nach ihrem Auftritt bei "Cinderella" zu seiner Party zu kommen. Natürlich verpackt er seine Worte als freundliche Bitte, aber Layla weiß, was vor ihr erwartet wird. Und was für eine Party es sein wird, weiß sie auch. Ums Geschäft wird es gehen, und es werden lauter stinkreiche alte Knacker kommen.

Mr. Hamilton lädt auch Kalos ein, plus die drei guten Feen, also Mia, Anna und Sora, die inzwischen nämlich eine gewisse Berühmtheit erlangt haben.

auf Mr. Hamiltons Party

So einen Luxus haben alle drei noch nie in ihrem Leben erlebt und sind am Anfang ziemlich nervös. Aber das gibt sich schnell. Die drei sind schöne, elegante junge Mädchen und werden sehr positiv aufgenommen. Derweil macht Mr. Hamilton Layla mit einem Filmproduzenten bekannt. Genau wie Soras Eltern ist auch Laylas Vater nicht so wahnsinnig glücklich über das, was seine Tochter macht. Als Filmstar würde er sie viel lieber sehen.

Sora würde Layla in dieser Situation gerne beistehen, doch dazu kommt sie nicht. Sie, Anna und Mia werden erkannt - wie gesagt sind sie ja inzwischen selbst ziemlich berühmt - und müssen nun ein paar ihrer Kunststückchen vorführen. Sie machen das perfekt und ernten großen Applaus.

Da kommt Mr. Hamilton zu den dreien und bittet sie um einen Gefallen. Morgen ist Laylas Geburtstag. Ob sie nicht zu der Party kommen wollen, die er für sie arrangiert hat? Mr. Hamiltons Wünsche sind in der Regel als Befehle zu interpretieren, außerdem will er die Mädchen sogar dafür bezahlen, aber die drei würden auch kommen, wenn sie nicht müßten. Er selbst allerdings wird nicht kommen - keine Zeit.

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Die Party ist abgesagt. Laylas Zofe teilt dies den dreien mit, als sie an der Tür klingeln. Immerhin taucht auch noch Layla persönlich auf, und so können die Mädchen ihr wenigstens gratulieren und das Pro-Forma-Geschenk überreichen. Layla läßt sie ein, und sie setzen sich ein bißchen zusammen. Nicht, daß es sowas wie ein gemütliches Beisammensein wäre, denn Layla erklärt, daß es jedes Jahr so ist: ihr Vater ist sonstwo und "kauft" ihr eine Geburtstagsparty, die sie dann jedesmal absagt. Denn Leute, die nur wegen des Gelds kommen, bedeuten ihr logischerweise nichts. Layla wirft die Mädchen wieder raus, um noch ein wenig zu trainieren. Sie bewohnt eine gigantische Luxusvilla und hat einen riesigen Trainingsraum für sich. Hier übt sie jeden Tag stundenlang. Denn eines Tages wird ihr Vater eine ihrer Vorstellungen besuchen, und wenn das geschieht, dann will sie die beste Leistung ihres Lebens zeigen. Deshalb übt sie so hart.

Mit anderen Worten ist Layla ausgesprochen einsam, und das hat Sora natürlich sehr schnell gemerkt. Das bringt sie auf die Idee, für Layla eine eigene Geburtstagsparty zu veranstalten. Sie spannt die halbe Kaleido Stage dafür ein. Alle geben sich die größte Mühe Sora, Anna und Mia backen sogar einen Kuchen. Und als besondere Überraschung lädt Sora Mr. Hamilton ein. Der hat natürlich keine Zeit, und Soras Sturheit, die in solchen Fällen schon so manches Wunder möglich gemacht hat, nützt diesmal leider nichts. Sora erzählt ihm sogar, wie es mit seinen arrangierten Partys jedes Jahr ausgegangen ist - davon hatte Mr. Hamilton keine Ahnung. Aber es ist unmöglich. Immerhin schickt er Layla ein FAX, das Sora auf den Kuchen steckt.

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Die Vorstellung von "Cinderella" endet mit dem üblichen Applaus, aber heute gibt es noch eine Extra-Runde. Aus dem versenkbaren Bühnenboden erscheint Soras riesige Geburtstags-Box. Diese klappt auf, und heraus kommen die drei Feen, die Layla nun ganz herzlich gratulieren. Den Kuchen "überreicht" dann Jonathan.

Layla weiß nicht so recht, was sie sagen soll. Irgendwie ist ihr die Sache peinlich, und ihr Vater ist natürlich auch nicht gekommen.

Hinter der Bühne dann putzt Layla Sora und die anderen ordentlich herunter und rauscht davon. Sora, Anna und Mia sind tief enttäuscht. Aber auch Layla macht sich, als sie alleine auf ihrem Bett liegt, so ihre Gedanken. Sie schickt dann ihre Zofe ins Wohnheim, um den Kuchen abzuholen und das FAX ihres Vaters zu lesen, das darauf steckt. Und darüber freut sie sich dann doch sehr.

Folge 9 - My Amazing Challenge for the Lead Role / Shuyaku he no Sugoi Chousen

Die Nachfolgeproduktion von "Cinderella" ist "Die kleine Meerjungfrau". Die Vorbereitungen dafür laufen schon auf Hochtouren, Jean und seine Leute müssen zum Beispiel als Bühnenbild bzw. Szenerie ein riesiges Aquarium mit Wasserfall usw. bauen. Deswegen gibt es zwei Wochen lang keine Vorstellungen. Sora freut sich schon auf einen kleine Urlaub, aber daraus wird natürlich nichts, denn es sind Rollen zu besetzen, und für die muß man sich natürlich qualifizieren. Yuuri und Layla spielen zwei der Hauptrollen (den Prinzen und seine Geliebte), aber beispielsweise die Rolle der Meerjungfrau wäre noch frei.

Sora als Meerjungfrau

Bei Kalos erscheint ein seltsamer älterer Mann, der bei der Kaleido Stage eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Er kommandiert Kalos herum wie einen Schulbuben und will auf der Stelle etwas von der neuen Produktion sehen. Es handelt sich um Mr. Kenneth, und er vertritt das Geld. Was er sagt wird gemacht. Layla könnte was improvisieren, aber Mr. Kenneth hat sie schon so oft gesehen und fragt sich (und Kalos), ob die Kaleido Stage sonst niemanden habe.

Kalos läßt also seine Mannschaft antreten. Die Auswahl der Schauspielerin der kleinen Meerjungfrau findet damit nicht erst in zwei Wochen statt sondern jetzt, sofort, auf der Stelle. Wenn eins der Mädchen besteht, bekommt es die Rolle. Wenn aber nicht, wird "Die kleine Meerjungfrau" vom Spielplan gestrichen. Sora kommt gerade zur Tür herein und hat nichts mitbekommen. Kalos schaltet schnell und erklärt ihr, sie müsse nur einem wichtigen Kunden schnell mal ein kleines bißchen was zeigen, dann würde sie die begehrte Hauptrolle bekommen.

Sora ist ziemlich geschockt, und das erst Recht, als sie sieht, was sie machen soll: einen Trapez-Sprung durch einen Wasserfall hindurch. Ob Mut oder Verzweiflung: Sora stürzt sich in diese Aufgabe. Sie macht den Sprung gar nicht so schlecht, verfehlt aber leider das Trapez auf der anderen Seite und stürzt ab. Zum Glück rettet Yuuri sie, sonst wäre es eine ziemlich harte Landung geworden. Aber es reicht, um sie mit einer ausgerenkten Schulter ins Bett zu schicken. Sie will dort aber nicht bleiben sondern den Sprung üben, doch als sie oben am Trapez steht, fängt sie plötzlich an zu zittern und klappt dann zusammen. Offenbar hat sie Angst vor diesem Sprung.

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Mr. Kenneth hat sich von Kalos dazu überreden lassen, Sora in einer Woche noch eine zweite Chance zu geben. Sora muß sich ganz schön ranhalten, aber im Moment sieht es nicht danach aus. Sie hat sich in ihr Zimmer verkrochen und will niemanden sehen. Fool wendet aber einen kleinen Trick an und erklärt ihr dann, wenn sie wieder auf die Füße kommen wolle, müsse sie sich ganz bewußt ihrer Angst stellen.

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Ken wartet in der Trainigshalle schon auf sie, und er hat sich ein nettes Spezialtraining für sie ausgedacht. Da Sie durch einen Wasserfall springen muß, wo sie das Ziel nicht sehen kann, besteht das Training logischersweise darin, daß sie mit verbundenen Augen übt. Sora fällt dabei wieder und wieder auf die Nase, aber sie gibt nicht auf.

Sarah hat für sie auch noch ein paar Spezial-Übungen mit ihrem Karatemeister Lin arrangiert. Der ist ein ziemlich schräger Vogel, und es ist zweifelhaft, ob seine Tipps bei Sora irgend etwas bewirken. Immerhin glaubt Sarah felsenfest an diesen Hokus-Pokus.

Und dann ist es soweit: Mr. Kenneth kommt in seiner Limousine angerollt und will sehen, ob Sora es diesmal schafft. Entschlossen klettert Sora auf die Plattform. Dann verbindet sie sich selbst die Augen, wartet den Takt ab und springt los. Elegant durchquert sie den Wasserfall, aber das Gegentrapez verfehlt sie, wie jedesmal bisher. Doch ganz nutzlos war das Training von Meister Lin offenbar nicht. Sie dreht sich in der Luft und hakt dann ihre Füße ins Trapez ein. Und so absolviert sie diese Nummer zwar anders als erwartet, aber erfolgreich.

Folge 10 - Facing an Amazing Wall / Shuyaku he no Sugoi Kabe

Die Hauptrolle hat Sora nun also gekriegt, dafür hat sie ein neues Problem: wie interpretiert sie sie?

Zunächst sieht allerdings alles nach dem großen Durchbruch aus: Sora ist jetzt berühmt und wird von Reportern umlagert. So recht wohl fühlt sie sich dabei aber nicht. So ist das also, wenn man ein Star ist.

das Plakat zu "Die kleine Meerjungfrau"

"Die kleine Meerjungfrau" läuft bei der Kaleido Stage nicht zum ersten Mal, und es ist nicht schwer zu erraten, wer Soras Vorgängerin in der Hauptrolle war: Layla. Genau so will Sora die Rolle jetzt auch spielen. Von Ken läßt sie sich ein Video geben und studiert damit jede von Laylas Bewegungen und Nuancen. Fool erscheint und warnt sie: es könnte passieren, daß sie alles wieder verliert ...

Doch davon will Sora nichts hören, sondern Laylas unvergleichliche Vorführung bewundern. "Die kleine Meerjungfrau" ist eine sehr traurige Geschichte, und Layla hat das Publikum damals zu Tränen gerührt.

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Die Vorstellung ist ausverkauft und Sora ist schrecklich nervös. Das erscheint Mr. Kenneth hinter der Kulisse und feuert sie an. Offenbar hat Sora in ihm einen neuen Fan gewonnen.

Bei der Aufführung klappt alles bestens und das Publikum ist begeistert. Sora ist aber noch nicht so ganz zufrieden. Anders als Layla hat sie Applaus geerntet und nicht Tränen. Und anders als am ersten Tag ist am zweiten die Vorstellung nicht mehr ausverkauft, sondern halb leer. Sora marschiert zum Boß, und bei dem sitzt gerade Mr. Kenneth und beklagt sich lautstark, wie schlecht Sora gewesen sei. Layla zu ersetzen sei ein großer Fehler gewesen, und Kalos soll sie sofort zurückholen. Das geht aber nicht so einfach, weil sie gerade einen Film dreht.

Und Sora hat keine Ahnung, warum Mr. Kenneth so enttäuscht ist. Das allerdings bekommt sie schnell heraus. Sie hat nämlich auch Kritiken bekommen. Die sind an sich sehr gut ausgefallen, aber der Punkt ist: ihr Versuch, Layla perfekt zu kopieren, ist nach hinten losgegangen. Alle reden von Layla. Und Sora ist nun mal nicht Layla, egal was sie auch macht. Das heißt, sie muß die Rolle auf ihre eigene Weise spielen. Aber wie?

Die Vorstellung geht los. Aber da Sora überhaupt nicht mehr weiß, was sie richtig machen soll, klappt es natürlich hinten und vorne nicht.

Ziemlich demoralisiert sitzt sie dann später in der Umkleide. Anna und Mia, die Prinz und Prinzessin spielen, bringen sie dann aber auf eine gute Idee. Sora wird "Die kleine Meerjungfrau" ziemlich umkrempeln und auf ihre ganz eigene Weise spielen. Erst mal beschließt sie, sich stärker mit dieser Rolle zu identifizieren, um die wahren Gefühle eine Meerjungfrau kennenzulernen. Als erstes muß sie also im Wasser leben. Zufällig lebt dort auch Jonathan und leistet ihr Gesellschaft.

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In der nächstes Vorstellung ist sie nun eine fröhliche und lustige Meerjungfrau statt einer tragischen. Leider klappt das aber auch nicht, denn weder das Publikum noch ihre Schauspieler-Kollegen können mit diesem plötzlichen Sinneswandel etwas anfangen. Außerdem endet auch diese lustige Geschichte tragisch. Also ...... muß Sora die ganze Geschichte umkrempeln und ihr ein Happy End geben.

Und jetzt hat sie es endlich: ihre kleine Meerjungfrau. Und sie wird ein riesen Erfolg. Mr. Kenneth ist begeistert, und sogar Layla, die mit ihrem Film fertig ist und die Show mitangesehen hat, ist beeindruckt.


Erstellt am 14.9.2008. Letzte Änderung: 20.2.2014