Kaleido Star New Wings (2. Staffel) - Zusammenfassung der Handlung 2. DVD

Laufzeit der DVD: ca. 125 min.

Kaleido Star New Wings 2. DVD

Folge 6 - Amazing Match On Ice / Koori no Ue no Sugoi Taiketsu

Sora denkt an Layla und ist traurig, daß sie bisher nicht nur ihre Erwartungen nicht erfüllen konnte, sondern daß wegen ihr jetzt auch noch Leon schlecht über sie denkt. Sie nimmt sich vor, Leon eines Tages dazu zu bringen, seine abfällige Bemerkung über Layla zurückzunehmen.

*

May und Leon

May platzt mitten in die Proben, schnappt sich Leon und gibt ihm eine Spezial-Vorführung ihrer Fähigkeiten. Und zwar handelt es sich um Eislaufen. Die anderen sind natürlich auch neugierig, und so marschiert die gesamte Truppe in die Eishalle und schaut sich an, was May zu bieten hat. Und das ist erstaunlich. Sie ist weit mehr als einfach nur gut, und Sora und die anderen kriegen den Mund vor Staunen nicht mehr zu. Übrigens zieht sich nicht einfach nur ihr Repertoire ab. Mia merkt nach kurzer Zeit, was sie da tut: sie spielt die Mina Murray, Leons Partnerin in "Dracula" auf dem Eis!

Mays Darbietung war phantastisch. Übrigens kennt sie in der Eishalle jeder. Offenbar macht sie das nicht erst seit gestern. Mit ängstlichem Blick sucht sie Leon. Und der meint lakonisch, Mia solle das Skript ändern: Dracula schwingt jetzt nicht mehr am Trapez, sondern läuft auf dem Eis. Doch gewonnen hat May noch lange nicht, denn da ist ja noch Sora. Sie steht zwar zum ersten Mal in ihrem Leben auf Schlittschuhen, aber wir wissen ja, wie schnell sie lernt. May muß sich also weiterhin mächtig anstrengen.

Außerdem bekommt Sora tatkräftige Hilfe, und zwar ausgerechnet von Mays ehemaliger Trainerin, einer resoluten Frau namens Meryl. Sora hat die Hilfe auch bitter nötig, denn May steht schon seit frühester Kindheit auf dem Eis, und das merkt man natürlich. Meryl meint, May hätte es locker zu einer Goldmedaille schaffen können, doch ihr ganz großer Traum war leider ein anderer, nämlich ein Kaleido Star wie Layla Hamilton zu werden. Sora ist erstaunt, daß May denselben Traum hat wie sie.

Jean braucht drei Tage, um für die Kaleido Stage eine Eisbahn aufzubauen. Also hat Sora drei Tage zum Lernen und Üben. Das ist natürlich extrem knapp, außerdem registriert Meryl bei Sora eine bestimmte Schwäche.

Wie auch immer, nachdem die drei Tage um sind, treten May und Sora gegeneinander an. Leon soll entscheiden, welche er nimmt (oder ob er überhaupt eine von ihnen nimmt). Der Wettkampf wird hart, und Leon unternimmt alles, um ihn noch härter zu machen. Aber entschieden hat er sich schon. Daß Sora erst seit drei Tagen eisläuft, sieht ein Profi wie er natürlich sofort. trotz des enormen Könnens, das sie sich in dieser kurzen Zeit angeeignet hat. Und so kommt es, daß er May zu seiner Partnerin als Mina Murray kürt. Doch in Sora hat er etwas entdeckt, das ihm zu denken gibt.

*

Sora beschließt, das beste daraus zu machen, auch wenn sie jetzt nur noch eine kleine Statistenrolle hat. Aber auch hier gibt sie ihr bestes, damit dem Publikum die Show gefällt.

Folge 7 - Amazing Rosetta of Sweat and Tears / Ase to Namida no Sugoi Rozetta

Rosetta will unbedingt von Sora-sensei Spezialunterricht bekommen. Sie hat sich vorgenommen, in drei Tagen ein Trapezkunststück zu beherrschen, oder, wenn nicht, die Kaleido Stage zu verlassen. Soras Aufgabe ist es nun allerdings nicht, ihr in drei Tagen den Goldenen Phönix oder sowas beizubringen, sondern sie auf den Boden der Realität zurückzuholen. Das ist aber gar nicht so einfach, weil sie sich auch schon Kalos gegenüber verpflichtet hat. Der ist sich über die Realitäten allerdings genau im klaren und überläßt die Sache erst mal Sora.

May bekommt von der Sache ziemlich schnell Wind und versucht, Sora das Training wegzunehmen und Rosetta selbst zum Topstar zu machen, doch dabei wird Rosetta erst mal schlecht. May verliert das Interesse, und Sora läßt Rosetta mit allgemeinem Krafttraining beginnen. Bei der Gelegenheit schlägt Ken Sora dasselbe für sie vor, denn durch ihre Zusammenarbeit mit Layla ist ihre Kondition etwas aus der Balance geraten.

Sora und Rosetta

Aus der Balance gerät dann aber eher Rosettas Training, denn sie stürzt sich mit einem solchen Feuereifer hinein, daß sie gar nicht mehr aufhören kann.

*

Am nächsten Tag geht es dann weiter mit richtigem Trapez-Training. Allerdings ist Rosetta so erschöpft, daß sie dabei einschläft. Und Sora läßt sie sich auch erst mal ausschlafen. So vergeht also der zweite Tag. Bleibt nur noch einer übrig, um ein Topstar zu werden. Doch Sora hat eine Idee.

Am nächsten Tag nimmt Sora Rosetta an die Hand und marschiert mit ihr quer durch die Stadt zum geheimen Trainingsplatz. Der stellt sich als Kinderspielplatz heraus. Dort gibt es eine Schaukel, und auf diese plaziert Sora Rosetta, denn das ist das erste Mal in ihrem Leben, daß sie auf einer Kinderschaukel sitzt. Und das sieht einfacher aus, als es ist.

Der Spielplatz gehört übrigens zu Marions Schule, und kurz darauf tauchen ein paar von Marions Freunden auf (Ben, Maggie (gesprochen von Itou Shizuka), Maria und Andy), um die berühmte Rosetta zu sehen. Sie wollen natürlich unbedingt etwas von ihr lernen, und so kommt es, daß Rosetta allen Anwesenden (Sora eingeschlossen) Jonglieren beibringt. Und dann bringen sie ihr Schaukeln bei.

Der Platz, den Sora ausgewählt hat, bietet, wenn man hoch schaukelt, einen wundervollen Blick hinunter in die Bucht und auf die Kaleido Stage, was Rosetta natürlich erst Recht motiviert.

*

Für einen Bühnenauftritt reicht das natürlich nicht im Entferntesten, und so muß Rosetta bei Kalos Abbitte leisten. Sora geht mit ihr, aber Kalos meint, drei Jahre wären sowieso realistischer gewesen als drei Tage.

Folge 8 - The Ever Amazing Miss Layla / Yappari Sugoi Reira-san

Die Kaleido Stage macht eine Woche zu, und Sora hat somit Urlaub. Kalos läßt sie bei sich antreten und hat eine Überraschung für sie. Sie soll in Laylas Show "Salome in Vegas" eine Gastrolle übernehmen. Sora kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist wahr. Ihr Pech ist allerdings, daß May draußen an der Tür lauscht und alles mitbekommt.

Sora setzt sich jedenfalls sofort ins Flugzeug und düst nach New York. Layla arbeitet an einer der kleineren Bühnen etwas abseits des Broadways und ist dort, wie man sich leicht vorstellen kann, der Star. Als Sora Layla wiedersieht, kann sie ihre Tränen kaum zurückhalten. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Charlotte und Julie, die jetzt als Laylas persönliche Assistentinnen arbeiten. Layla stellt Sora dann die Leute vor, und Sora erfährt auch, warum sie jetzt eigentlich hier ist: Layla hat ihre Vorgängerin gefeuert, weil sie ihr nicht gepaßt hat. Cathy, die Regisseurin, ist darüber ziemlich empört, aber dafür ist ja jetzt Sora da, wenn auch nur für eine Woche. Sie und Layla erklären Sora dann, daß sie nur in einer einzigen Szene vorkommt, die aber sehr wichtig ist, nämlich bei Salomes Tanz (übrigens ein absoluter Höhepunkt dieses Animes). Salome drückt in dieser Szene all ihre feurigen Gefühle aus, und Sora soll im Hintergrund mit akrobatischen Einlagen das Feuer der Leidenschaften noch höher flammen lassen. Sie muß Laylas Tanz begleiten, aber was sie genau macht, bleibt ihr selbst überlassen.

Die Freude hält jedoch nicht lange an, denn da platzt May dazwischen und beansprucht Layla für sich, so wie sie sowas halt immer macht. Erst mal drückt sie ihr einen Strauß Rosen in die Hand, dann erklärt sie, sie sei viel talentierter als Sora und daher auch viel besser geeignet, an Laylas Seite zu tanzen. Sora ist schockiert, aber May gibt der versammelten Mannschaft eine Probe ihrer Kunst. Sie hat halt nicht nur ein sehr vorlautes Mundwerk, sondern auch außerordentliches Können, und so kommt es, daß Cathy schließlich Laylas Tanz von beiden Mädchen begleiten läßt.

Die erste Probe findet sofort statt, und Layla und Cathy sind erst mal zufrieden. Layla nimmt die beiden dann mit zu sich in ihre Wohnung, wo sie übernachten können. Weder Sora noch May sind besonders glücklich darüber, aber sie müssen sich wohl oder übel fügen.

Unter telefonischer Anleitung ihrer Zofe versucht Layla, den beiden einen Kaffee zu kochen, mit mittelmäßigem Erfolg. Soras Gedanken gehen zurück zum Legendären Manöver, das jetzt schon einige Zeit in der Vergangenheit liegt. Ihre und Laylas Wege haben sich bereits getrennt, und dank der nervigen May werden sie wohl auch nicht mehr sehr eng zusammenkommen. May läßt auch keinen Zweifel daran, daß sie Sora als Störfaktor empfindet und redet ihr regelrecht ein schlechtes Gewissen ein. Schließlich sei Layla nicht Soras Eigentum, mit ihr zusammen aufzutreten sei auch ihr Traum, und schließlich versteigt sie sich sogar dazu, Sora vorzuwerfen, sie sei Schuld daran, daß Layla sich verletzt habe und jetzt nicht mehr auf der Kaleido Stage auftreten kann. Dem wiederspricht Layla allerdings klar und deutlich. Es war ihr eigener Wunsch, so weit zu gehen.

Layla vor ihrem Publikum

Außerdem hat es Layla danach nicht an Angeboten und Möglichkeiten gemangelt. Ihr Ende bei der Kaleido Stage hat ihr viele neue Wege eröffnet. Damals lernte sie auch Cathy kennen und beschloss, mit ihr zu arbeiten. Denn irgendwie passen die beiden sehr gut zusammen. May findet das sehr ermutigend und erklärt Layla, es sei schon immer ihr Traum gewesen, zusammen mit ihr aufzutreten und schließlich ihr Partner zu werden. Layla fragt zurück, welchen Traum sie dann für die Zeit danach habe. Das erwischt May ziemlich kalt. Mit dieser Frage hat sie offenbar nicht gerechnet.

*

In der Nacht vergießt Sora einige Tränen. Laylas Partner ist jetzt Cathy, nicht mehr sie. Das hat sie natürlich gewußt, aber so deutlich, wie Layla das vorhin gesagt hat ...

Fool sieht sich die Sternzeichen an und stellt fest, daß Soras Stern (der Schütze) sein Ziel verloren hat.

*

Laylas Anweisung an Sora und May lautet, nach Gefühl zu tanzen, aber dabei zu versuchen, ihr die Schau zu stehlen. Und sie sollen sich gefälligst zusammenreißen und dem Publikum was bieten, statt Trübsal zu blasen.

Die Vorstellung beginnt dann. Es ist eine ziemlich dramatische Liebesgeschichte mit Mord und Totschlag. Schließlich wird das Licht blutrot, und Salomes Tanz beginnt. Ihre Energie überträgt sich auch auf May und Sora, und die beiden legen los. Der Tanz wird ein Knaller, aber die Mädchen wissen genau, was sie auch tun, Layla die Schau stehlen können sie nicht.

*

Die Woche ist um, und May und Sora fliegen zurück nach Los Angeles. Auf dem Flughafen winkt Fool Layla zum Abschied zu. Layla kann es kaum glauben, daß sie ihn immer noch sehen kann. (Dieses Detail wird gegen Ende der Serie noch ziemlich wichtig werden.)

Folge 9 - Marion's Amazing Debut / Marion no Sugoi Debyuu

Sora blickt aufs Meer und denkt über das nach, was Layla ihr zum Abschied gesagt hat. Sora hat ihren Traum aus den Augen verloren. Vorher war es einfach: sie mußte nur versuchen, Layla nachzueifern und so gut zu werden wie sie. Sie konnte alles auf sich nehmen, egal wie hart es war. Aber jetzt ist Layla weg, jetzt muß sie sich selbst motivieren.

*

Marion und Jean (und Jonathan) besuchen das Grab von Marions Mutter Cynthia Benigni, das auf einem Friedhof hoch über der Stadt in idyllischer Lage liegt. Sechs Jahre sind seit ihrem Tod vergangen, und in dieser Zeit ist so viel passiert. Marion ist jetzt 10 und hat sich prächtig entwickelt. Jean ist sehr stolz auf sie.

*

Jonathan und Marion

"Dracula" ist zwar sehr erfolgreich, aber eines Tages fällt Sora und Ken auf, daß die Kinder, die im Publikum sitzen, sich teilweise davor fürchten. Das entspricht aber überhaupt nicht Soras Vorstellung von der Kaleido Stage, wo sich alle, Jung und Alt, freuen und wohlfühlen können. So, wie es damals bei ihr war, als sie selbst als Kind zum ersten Mal eine Vorstellung sah. Also denkt sie sich etwas aus: eine Kinderbühne. Kalos stimmt zu, und Jean baut etwas zusammen.

Glatt geht das natürlich trotzdem nicht. Leon findet diese Idee blödsinnig. Daß auch Kinder die Kaleido Stage lieben sollen, dafür hat er kein Verständnis. Und damit verliert Sora nahezu jede Unterstützung bei ihren Kollegen. Nur Anna, Rosetta, Mia, Sarah, Ken und Marion halten ihr die Stange. Also muß Sora nun kleine Brötchen backen, aber aufgeben kommt natürlich nicht infrage.

Sora & Co. fangen also mal an zu proben, aber so rechte Stimmung kommt dabei nicht auf. Es fehlt noch das richtige Konzept. Das liefern mehr oder weniger zufällig Marion und Jonathan, und so entwickelt sich das ganze so langsam in Richtung einer Wassershow. Außerdem findet Jonathan Gefallen am Tranpolin. Marion hat wegen ihrer Mutter, die auf dem Trampolin tödlich verunglückte, damit so ihre Probleme, aber irgendwie gefällt es ihr dann doch. Sogar sehr gut. Aber sie befürchtet, daß ihr Vater Jean etwas dagegen haben könnte, und so bittet sie Sora und die anderen, es ihm nicht zu erzählen.

Natürlich dauert es keine fünf Minuten, bis Jean es doch zufällig mitbekommt. Das wiederum bekommt Marion mit und ist entsprechend sauer. Doch das ganze stellt sich nach einiger Zeit als Mißverständnis heraus, denn in Wirklichkeit ist Jean sehr froh, daß seine Tochter wieder Spaß am Trampolin gefunden hat.

Jean zeigt Marion Cynthias Bühnen-Tagebuch. Auf den letzten Seiten findet sich eine Skizze "Marion's Debut Stage". Sie hatte für ihre Tochter sogar schon ein Kostüm entworfen. Zusammen mit ihrer Tochter auf der Bühne zu stehen, war Cynthias großer Traum. Als Marion das liest, kullern die Tränen aus ihren großen Augen. Und Jean meint zu ihr, daß sie nun (wieder) aufs Trampolin wolle, mache ihn sehr glücklich.

Und so kommt es, daß Soras Idee von der Kinderbühne ein großer Erfolg wird. Und an Stellt von Cynthia tritt Marion nun mit Sora an ihrer Seite auf.

Folge 10 - Amazing Training With Leon / Reon to no Sugoi Tokkun

In Frankreich findet alle drei Jahre das Internationale Zirkus-Fest (ICF) statt, das größte Ereignis dieser Art weltweit. Nur die Besten der Besten treten hier an, und die Mädchen stellen fest, daß auf der WWW-Seite weder Rosetta noch Sora noch May als Teilnehmer aufgeführt sind. Und erstaunlicherweise auch Leon nicht. Dafür ist das Gewinner-Paar des letzten Wettbewerbes groß herausgestellt: Layla und Yuuri, die damals mit dem "Goldenen Phönix" gewonnen haben. Als Sora das sieht, erwächst in ihr der Wusch, auch an diesem Fest teilzunehmen.

*

Layla ist mal wieder da, und sowohl May als auch Sora laufen so schnell, wie sie können, zu Kalos' Büro, um sie zu begrüßen. Zu ihrer Enttäuschung erfahren sie als erstes, daß "Salome in Vegas" suspendiert ist, weil Cathy sich mit den Produzenten verkracht hat.

Layla ist aber nicht nur zum Reden gekommen. Sondern es ist so, daß die Gewinner des Zirkusfestes das Recht haben, weitere Teilnehmer vorzuschlagen. Doch Layla warnt die beiden: das ICF ist kein Spiel. Dort geht es knallhart zu, und das betrifft nicht nur den sportlichen Teil. "Dabeisein ist alles" bedeutet dort nichts. Gewinnen muß man, das heißt alle anderen besiegen und vernichten. So sieht es aus. Layla überläßt es Leon auszuwählen, wen er mitnimmt. Doch Leon scheint am ICF gar kein Interesse zu haben. Layla meint, er habe wohl Angst, weil er dort zu viele Feinde habe. Fast jeder dort haßt ihn, denn er hat die Karrieren unzähliger seiner Partner ruiniert.

Layla erklärt, daß sie damals gar keine andere Wahl hatte als zu gewinnen. Leon war damals auch da, trat aber nicht an. Die ganzen Hintergründe dazu erfahren wir in späteren Folgen, jetzt jedenfalls stimmt Leon schließlich doch zu, denn den Vorwurf der Feigheit will er nun doch nicht auf sich sitzen lassen. Er warnt Sora und May aber: sie könnten beide dabei zerstört werden, was bedeutet, daß sie nicht gut genug waren. Leon trägt schließlich nicht umsonst den Spitznamen "Shinigami" - "Todesengel".

*

Anders als Sora, die ziemlich nachdenklich geworden ist, ist May Feuer und Flamme. Leon verspricht ihr, ihr in der nächsten Vorstellung eine Chance zu geben, sich zu bewähren.

Es ist ein bißchen schwierig zu erklären, was dann tatsächlich passiert, weil sowas in der Realität nicht möglich ist. Und zwar läßt Leon May mitten in einer Figur fallen, fängt sie dann aber wieder auf. May jedoch wird während des Falls von Panik ergriffen und ist nicht vorbereitet, doch noch gefangen zu werden. Ergebnis: ihr rechter Arm bzw. die Schulter wird ziemlich schwer verletzt. Das also bedeutet es, wenn Leon eine Partnerin zerstört. Denn für May ist das das Ende. Und Leon ist enttäuscht: wer bei so einer kleinen Improvisation bereits versagt, der kann unmöglich sein Partner werden und wird statt dessen zerstört.

Leon verkündet nun Sora, daß ihr Spezialtraining am nächsten Tag beginnt.

Soras Spezialtraining

*

Die Stimmung ist gedrückt, aber Sora ist - wie immer - entschlossen, die Herausforderung zu bestehen und von Leon nicht vernichtet zu werden. Dann beginnt das Training. Leon befiehlt Sora, sich einbeinig hinzustellen. Er warnt sie. Wie hart auch immer der Training für das Legendäre Manöver gewesen sei, gegen das, was sie nun machen muß, sei es auf jeden Fall leicht gewesen. Und wenn es ihr zuviel werde, dürfe sie davonlaufen, wann immer sie wolle.

Und so stellt Sora sich also auf ihren rechten Fuß und bleibt so stehen.

Stunden vergehen, und Soras linkes Bein wird schwerer und schwerer. Der Tag zieht vorüber und es wird langsam dunkel. Irgendwann fällt Sora um, und Leon befiehlt ihr, nochmal von vorne anzufangen.

Am nächsten Tag steht sie dann nicht mehr auf de Boden, sondern auf dem Handgriff eines Pferdes (nicht das Pferd zum reiten, sondern das Sportgerät), und auch dort verbringt sie in dieser äußerst schmerzhaften Pose etliche Stunden nahezu unbeweglich (diesmal auf dem linken Fuß). Die anderen Mädchen fragen sich, ob es Leons Ziel sei, Soras Schwächen zu korrigieren, oder ob er auch sie zerstören wolle. Sora jedenfalls hält stur durch.

Die nächste Lektion ist Busfahren. Natürlich sitzt Sora nicht auf der Bank, sondern steht einbeinig und ohne sich festzuhalten im Mittelgang, auch wieder über Stunden hinweg, während der Bus, ein ganz normaler Stadt-Linienbus, kreuz und quer durch Los Angeles kurvt. Wie man sich leicht vorstellen kann (Busfahrer in Amerika fahren wahrscheinlich nicht anders als in Deutschland) wird Soras Balance dabei auf mehr als eine harte Probe gestellt. Offenbar läuft dieses Training genau darauf hinaus.

Leon läßt sich noch etliche weitere Variationen dieser einbeinigen Balance-Übungen einfallen und ist insgeheim erstaunt, was Sora alles aushält. Sie ist die erste, die nicht schon längst aufgegeben hat. Daneben springt Sora immer noch mit Marion auf der Kinderbühne, und Leon wundert sich, daß sie das überhaupt noch schafft. Alleine ganz normales Stehen muß jetzt für sie bereits extrem qualvoll sein, vom Trampolinspringen ganz zu schweigen.

Irgendwann ist das Training dann vorbei. Sora hat es geschafft.


Erstellt am 11.11.2008. Letzte Änderung: 20.2.2014