Kamichu - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 16

Folge 1 - Seishun no ijiwaru (Die Boshaftigkeit der Jugend)

Beim Schulessen erwähnt Yurie gegenüber ihren Klassenkameradinnen Mitsue und Matsuri beiläufig, daß sie in der Nacht zu einer Göttin geworden sei. Das scheint aber ganz normal zu sein, denn Mitsue reagiert, als wenn nichts wäre. Matsuri begeistert sich da schon eher. Und Yurie fragt sich, was für eine Göttin sie jetzt wohl ist. Matsuri weiß das leider auch nicht, schlägt aber vor, es zu erforschen. Also schleppt sie Yurie und Mitsue auf das Schuldach und macht ein paar Experimente (bei denen es besser ist, wenn sie niemand dabei sieht).

Allein sind sie dort aber nicht: das Dach hat noch einen Aufbau, und auf dem sitzt Ninomiya Kenji und schreibt Kanji. Offensichtlich ist Yurie in Kenji verknallt, traut sich aber nicht, es zuzugeben. Kenji ist mit ihr in derselben Klasse, kennt aber nicht mal ihren Namen. Und auf dem Dach sitzt er, weil sein Club, der Kalligraphie-Club, nur noch ein einziges Mitglied hat und man ihm deswegen das Zimmer entzogen hat. Mitsue hält Kenji für seltsam, Yurie hält ihn hingegen für ein Genie. Und Matsuri scheint zu ihm eine recht gute, aber eher unverbindliche Beziehung zu haben.

Wie auch immer, die Begegnung mit ihrem geliebten Kenji hat Yuries Energie geweckt. Das hat zur Folge, daß sie auf Matsuris Anweisung hin einen Wind herbeiruft und dabei sowohl ihren neuen göttlichen Namen als auch ihren "Zauberspruch" erfindet: Kamichuu, die Göttin der Mittelschule ("Chuugaku").

*

Mitsue und Yurie

Nach der Schule schleppt Matsuri Mitsue und Yurie mit zu ihrem Tempel, dem Raifuku-jinja, der hoch über der Stadt auf einem Berg liegt. Man muß ziemlich viele Treppen steigen, um dort hin zu kommen.

Oben ist es ziemlich verlassen. Herr Saegusa, Matsuris Vater, schleicht dort herum, und sonst gibt es nur noch Matsuris kleine Schwester Miko. Die hat zwar gewisse übersinnliche Gaben, weiß aber leider auch nicht, was für eine Göttin Yurie sein könnte. Immerhin spürt sie, daß Yurie über sehr starke Kräfte verfügt.

Matsuri kommt auf die Idee, den Schreingott Yashima-sama zu fragen. Miko antwortet etwas verlegen, daß das jetzt aber nicht gehe.

Als nächstes versuchen sie es mit einer göttlichen Zeremonie, aber auch die bringt nichts. Also geht Yurie erst mal wieder nach Hause, ziemlich müde und etwas enttäuscht.

Derweil braut sich draußen ein gewaltiger Sturm namens "Yurie" zusammen. Es ist der, den Yurie am Mittag herbeigerufen hat, mehr oder weniger ohne es zu merken. Eigentlich überzeugt erst das Mitsue, daß Yurie wirklich ein Gott geworden ist. Aber was machen sie jetzt mit dem Sturm? Er wird nämlich ganz schön gefährlich.

Mitsue kehrt mit Yurie auf das Schuldach zurück, um dort einen Gegenzauber zu initiieren. Unterwegs begegnet Yurie einer Menge kleiner Götter, die durch den starken Wind ganz schön in Bedrängnis sind. Vor der Schule wartet schon Matsuri auf sie. Doch im Grunde hat Yurie keine Ahnung, was sie tun soll, um den Taifun aufzuhalten.

Oben auf dem Dach sitzt immer noch Kenji und ist kurz davor, heruntergeweht zu werden. Er will das Tuchdach seines "Clubzimmers" retten, als ihn eine Windhose packt und vor Yuries Augen in die Lüfte entführt. Das erweckt wieder Yuries Kräfte. Sie ruft "Kamichuu", ihre Haare werden auf einmal ganz lang, und dann fliegt auch sie in die Luft empor, Kenji hinterher. Dort packt sie seine Hand. Der Sturm ist besänftigt, und die beiden schweben sanft wieder hinab zur Erde. Yurie nutzt die Gelegenheit, Kenji ihre Liebe zu erklären. Doch dann landen beide im Schwimmbecken, und mit der Romantik ist es aus.

Kenji fällt nichts besseres ein als Yurie zu fragen, wer sie denn überhaupt sei.

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Die Zauberei hat Yurie so erschöpft, daß sie mehrere Tage schläft. Inzwischen hat es sich aber nicht nur an ihrer Schule, sondern schon in der ganze Stadt herumgesprochen, daß Yurie zur Gottheit geworden ist. Besonders findet das aber immer noch keiner. Und Kenji kann sich immer noch nicht an Yuries Namen erinnern. Immerhin versucht er es inzwischen.

Folge 2 - Kami-sama onegai (Bitte, ehrenwerte Gottheit)

Yurie ist jetzt eine Göttin, aber der Schulunterricht hat sich nicht geändert. Sie war vorher eine mittelmäßige, etwas ungeschickte Schülerin und ist es jetzt immer noch. Die Lehrer und Mitschüler machen sogar Witze über sie, und das geht Matsuri gewaltig gegen den Strich. Yurie müßte etwas göttliches tun, um ihr Ansehen zu erhöhen. Und Matsuri hat auch schon einen Plan: der Raifuku-Schrein wird ein Fest veranstalten, und Yurie soll dort sozusagen die Hauptrolle spielen.

der Hundegott und Yashima-sama

Nach der Schule nimmt Matsuri Yurie und Mitsue mit zum Tempel, aber weil es so heiß ist, schlafen die drei erst mal, bis Miko kommt. Die soll dann den Schrein-Gott Yashima-sama hervorholen. Als der aber nicht kommt, rückt Miko damit heraus, daß er schon seit drei Monaten abgängig ist. Damit bricht natürlich die große Schrein-Krise aus, und Herr Saegusa beschließt, seinen Job als Oberpriester an den Nagel zu hängen. Dieser Job hat ihn im Grunde genommen sowieso noch nie interessiert, und Matsuri und Miko können von nun an dort machen, was sie wollen. Ihr Vater widmet sich jetzt ganz dem Gemüseanbau.

Miko und Matsuri haben einen schlechten Start: der Schrein ist pleite, das meiste bereits gepfändet, und Besucher kommen auch so gut wie keine mehr. Aber Matsuri hat tonnenweise Ideen, und auf Yurie kommt jetzt viel Arbeit zu. Als erstes machen sie sich auf die Suche nach ihrem Gott. Dazu erzeugt Yurie einen kleinen Zauber, mit dem Mitsue und Matsuri nun all die Gottheiten um sie herum sehen können. Es ist interessant animiert, welchen seltsamen und schrillen Gottheiten sie dabei begegnen und diese fragen, ob sie nicht Yashima-sama gesehen hätten.

Am Abend haben sie die ganze Stadt abgesucht, ihn aber immer noch nicht gefunden. Von ein paar Fisch-Göttern bekommen sie dann den Hinweis, daß oben auf einem Berg ein gewisser Ort sei, zu dem oft Götter gingen. Es handelt sich dabei um das Tor zu einer Art Götterwelt, und ehe sie sich's versieht, ist Yurie auch schon drin.

Die Götterwelt ist ein seltsamer Ort. Zunächst mal muß Yurie sich per Boot zur Götterstadt befördern lassen. Der Fährmann hat Yashima-sama leider auch schon seit einiger Zeit nicht gesehen. Sie erreichen dann die Götterstadt, wo Yurie auf die seltsamsten Typen trifft, zum Beispiel gelangweilte Laserdisc-Götter, die nach der Erfindung der DVD nichts mehr zu tun haben.

Nach längerer Suche findet sie Yashima-sama dann doch noch. Er hat nämlich beschlossen, Rockmusiker zu werden, und geht jetzt allen Göttern mit seinen Tempel-Gong-Kreationen auf die Nerven. Sein großes Vorbild ist Benzaiten-sama, die Göttin der Musik und der Künste. Er will nach Tokyo gehen, traut sich aber nicht alleine. Andere Götter, die bei ihm mitmachen wollen, hat er aber keine gefunden, und so hängt er immer noch hier herum. Yurie erklärt ihm aber, daß er im Raifuku-Schrein eigentlich dringend gebraucht werde und überredet ihn schließlich, wieder zurückzukommen.

Vor allem Miko, die ihn auch ohne Zaubertricks sehen kann, ist überglücklich, als er schließlich wieder vor ihr steht.

*

Das "Yurie-chan Matsuri" wird dann ein Bomben-Erfolg. Matsuri hat dafür übrigens auch Kenji eingespannt, weil er eine viel schönere Handschrift hat als Yurie. Sein Gedächtnis ist aber löchrig wie immer, denn wer Yurie ist, hat er schon wieder vergessen.

Folge 3 - Sonna tsumori janakatta no ni (So hatte ich das eigentlich nicht vor)

Die Hitotsubashis haben eine Katze namens Tama, die seit ein paar Tagen verschwunden ist. Herr Hitotsubashi meint dazu lakonisch, sie würde wohl mit ihren Katzenfreunden irgendwo in einer Kneipe oder im Onsen herumhängen. Erheblich mehr Sorgen macht sich Yurie.

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Shoukichi, Yurie und Tama

In der Schule hat Matsuri eine Art göttliches Beratungsbüro eröffnet, in dem die Schüler Yurie ihre Probleme vortragen und göttlichen Rat abholen können. Es geht dabei meistens um trivialste Dinge, und Yurie findet das nicht so wahnsinnig spannend. Angesichts der langen Warteschlange scheinen aber zumindest die Kunden recht zufrieden zu sein. Meistens geht es ums Geld, und das scheint überhaupt ziemlich knapp zu sein zur Zeit. Die Wirtschaft steckt in einer Rezession, und das bekommt auch Matsuri im Raifuku-jinja zu spüren. Also fragen sie Yashima-sama, und der hat sehr beunruhigende Neuigkeiten: offenbar nähert sich der Pleitegott der Stadt. Jetzt müssen Yurie und die anderen Sofortmaßnahmen ergreifen, um ihn aufzuhalten.

Überall in der Stadt hängen sie Glücks-Zettel und diverse weitere Glückssymbole auf. Yurie hängt auch noch Katzen-Suchzettel dazu, weil sie gerade so schön dabei ist.

Erschöpft kehrt Yurie dann am Abend nach Hause zurück, nur um mitansehen zu müssen, daß alles umsonst war: überall in der Stadt gehen die Lichter aus. Und am nächsten Tag geht gar nichts mehr: alle Geschäfte sind pleite und geschlossen, nicht mal mehr die Fähre fährt noch, und überall trifft Unglück die Menschen.

Der Grund dafür: der Pleitegott ist bereits in der Stadt, die Abwehmaßnahmen kamen zu spät. Also müssen sie ihn jetzt direkt angehen. Aber dazu müssen sie ihn erst mal finden. Es stellt sich schließlich heraus, daß sich der Pleitegott ausgerechnet im Raifuku-Schrein aufhält. Aber Matsuri ist wild entschlossen, ihn von dort wieder zu vertreiben.

Als sie ihn schließlich finden, erleben sie eine Überraschung: er steckt nämlich in Tama, Yuries Katze. Damit ist die Jagd eröffnet, aber es erweist sich als überraschend schwierig, einen Pleitegott zu fangen.

Nachdem sich alle anderen mehr oder weniger selbst schachmatt gesetzt haben, kann Yurie am Ende mal in Ruhe mit dem Pleitegott reden. Der ist eigentlich ganz nett. Er weiß, daß er nirgends beliebt ist, schließlich hat keiner gerne Armut und Unglück. Also wandert er von Ort zu Ort und kann nirgendwo lange bleiben. Jetzt will er sich verabschieden und weiterziehen. Doch überraschenderweise will Tama ihn gar nicht fortlassen. Denn er hat ihr erstaunlicherweise kürzlich das Leben gerettet. Vor fünf Tagen riß sie von Zuhause aus, um die große, weite Welt kennenzulernen. Dabei fiel sie ins Wasser, aber der Pleitegott fand sie, verschmolz mit ihrem Körper und zog sie wieder heraus. Allerdings ist Tama seitdem natürlich pleite.

Tama bittet Yurie inständig, zusammen mit dem Pleitegott wieder zu ihr zurückkommen zu dürfen. Yurie erklärt sich schließlich einverstanden, und ihre große göttliche Macht ist sogar in der Lage, die Armut, die der Pleitegott verströmt, zu neutralisieren. Mit ihrem göttlichen Segen bringt sie auch das Glück in die ganze Stadt und jede Menge Geld in den Schrein zurück.

Nur dürfen Yuries Eltern und ihr kleiner Bruder Shoukichi natürlich nicht erfahren, daß in ihrer Katze jetzt als Untermieter ausgerechnet der Pleitegott steckt.

Folge 4 - Chikyuu no Kiki (Erd-Krise)

Yurie sitzt im Flugzeug nach Tokyo. Der Premierminister hat sie gerufen, weil vor dem Parlamentsgebäude ein UFO vom Mars gelandet ist. In ihrer Begleitung sind ihre drei neuen Assistenten, die kürzlich gut verpackt vom Himmel gefallen sind, um ihr beim Erfüllen der Wünsche ihrer Kunden zu helfen: ein Hirsch, eine Wildwutz und ein Schmetterling, jeweils im Taschenformat. Yurie fragt sie nach ihren Namen, und der lautet: Team Shiawase (Team Glück). Einzeln haben sie gar keine Namen.

Yurie und das Marsmädchen

Bevor Yurie sich aber welche ausdenken kann, erreichen sie schon den Flughafen Haneda. Von dort geht es per Militärhubschrauber weiter zum Parlamentsgebäude, vor dem das ziemlich große und schrill bonbonfarbene UFO steht. Yurie ist ziemlich nervös, als sie dann dem Premierminister gegenübersteht, der sich fragt, ob sie wirklich ein echter Gott ist. Wie auch immer, es geht dann hinab in den Tiefbunker, wo das Alien in einem atombombensicheren Raum eingeschlossen ist. Yuries Aufgabe ist es, Kontakt aufzunehmen, wobei der Premierminister nicht gerade viel Rücksicht auf sie nimmt.

Das Alien macht keinen sehr glücklichen Eindruck und fürchtet sich vor Yurie genauso wie sie vor ihm. Da es sich bei dem Alien aber um ein marsianisches Mädchen, das Yurie Kaseijin-chan ("Kasei" = "Mars") nennt, handelt, dauert es nicht sehr lange, bis die beiden sich bestens verstehen. Kaseijin-chan kann übrigens Yuries Team Shiawase sehen, im Gegensatz zu den meisten Menschen.

Kaseijin-chan erzählt Yurie, daß sie auf die Erde kam, um eine gestrandete Mars-Sonde zurückzubringen. Allerdings hat sie sich im Land geirrt, denn die Sonde gehört der NASA.

Das berichtet Yurie dann dem Premierminister. Der ist sehr zufrieden und überreicht Yurie eine ordentliche Menge Geld. Yurie lehnt aber ab. Wenn schon, dann solle er das Geld dem Raifuku-jinja spenden. Und damit scheint der Fall abgeschlossen. Vor dem Rückflug geht Yurie noch in einen Souvenirladen, und bei der Gelegenheit bekommt der Schmetterling seinen Namen: Chou-chan ("Chouchou" heißt "Schmetterling").

Dann beobachtet Yurie aber, daß Hubschrauber versuchen, das UFO abzuschleppen. Offenbar ist jetzt keine Rede mehr davon, das Alien nach Amerika fliegen zu lassen, sondern es soll als Gefangener an die amerikanische Botschaft überstellt werden. Mit Yuries Hilfe kann Kaseijin-chan entkommen, aber die Soldaten sind den beiden dicht auf den Fersen. Außerdem droht das ganze, sich zu einer internationale Krise auszuweiten.

Kaseijin-chan, Yurie und das Team Shiawase haben inzwischen im Plenarsaal Zuflucht gefunden, und Kaseijin-chan zeigt Yurie in einem holographischen Foto ihren Freund aus der Mars-Mittelschule. Yurie ist fest entschlossen, Kaseijin-chan den Rückflug zum Mars zu ermöglichen. Sie produziert einen Verlangsamungs-Zauber, durch den die anrückenden Soldaten sich nur noch in Zeitlupe bewegen können. Mit Hilfe einiger weiterer Tricks dieser Art erreichen die beiden schließlich das UFO. Jetzt heißt es Abschied nehmen, und der fällt natürlich ziemlich tränenreich aus.

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Kaseijin-chan liefert die Sonde vor dem Weißen Haus ab, bevor sie nach Hause fliegt. Und auch Yurie kehrt nach Hause zurück. Anscheinend waren am Ende alle mit ihrer Diplomatie zufrieden, auch wenn sie nicht das gemacht hat, was der Premierminister wollte. Der ist's aber auch zufrieden und erteilt Yurie gleich den nächsten Spezialauftrag.

Folge 5 - Hitoribochi ha kirai (Ich hasse es, einsam zu sein)

Yurie hält wieder ihre göttliche Beratungsstunde ab. Das fällt ihr im Moment ziemlich schwer, weil sie erkältet ist. Schließlich klappt sie zusammen und landet erst mal im Schul-Krankenzimmer. Die nächsten Tage fehlt sie dann im Unterricht, weil sie zuhause das Bett hüten muß. Die meiste Zeit schläft sie, und alle machen sich Sorgen und kümmern sich um sie, vor allem Tama und der Pleitegott.

Kenji und Yurie

In der Schule vermissen besonders Matsuri und Mitsue sie, und auch unserem Alzheimer-Freund Kenji fällt auf, das dieses komische Mädchen (wie hieß es noch gleich) nicht da ist.

Shoukichi fragt Miko, mit der er in dieselbe Klasse geht, welcher Glücksbringer gegen Erkältung hilft. Nach der Schule geht er dann zum Raifuku-jinja und kauft einen passenden. Miko findet, daß er eigentlich ziemlich nett ist.

Bei Yurie taucht mal wieder das Team Shiawase auf, um ihr gute Besserung zu wünschen. Denn Yurie ist in der Welt der Götter sehr beliebt, und auch dort macht man sich Sorgen um sie.

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Langsam sinkt das Fieber, und Yurie wird es im Bett langweilig. Was die anderen wohl machen? Es könnte sie ja wenigstens mal jemand besuchen. Da verläßt plötzlich ihr Geist ihren Körper und entschwebt nach oben. Zuerst ist Yurie total irritiert, aber sie merkt schnell, daß sie in dieser Form überall hinfliegen und nachsehen kann, was so passiert, ohne daß sie jemand sehen kann (außer ihre Götter-Kollegen natürlich). Die Stadt sieht so von oben wunderschön aus, und Yurie genießt ihren geisterhaften Ausflug in vollen Zügen.

Dann besucht sie die Schule, wo Mitsue, Matsuri und die anderen gerade Mittagspause haben und essen. Oben auf dem Dach sitzt wieder Kenji und schreibt, und als Yurie sich ganz nah zu ihm setzt, scheint er irgendwie an sie zu denken. Und dann findet Yurie sich Zuhause in ihrem Körper wieder.

Am Abend kommen dann Mitsue und Matsuri sie besuchen. Matsuri hat einen besonderen Glücksbringen mitgebracht, einen mumifizierten Molch mit Erdbeergeschmack. Und eine von Kenjis Schriften, die er an diesem Mittag gemalt hat, als er auf einmal an Yurie denken mußte. Das findet Yurie so toll, daß sie sogar den Molch herunterwürgt.

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Alle freuen sich, daß Yurie am nächsten Tag dann wieder zur Schule gehen kann.

Folge 6 - Chiisa na Kesshin (Ein kleiner Entschluß)

Die Sommerferien stehen kurz bevor, und die Ergebnisse der Prüfungen werden bekanntgegeben. Mitsue und Matsuri haben recht gut abgeschnitten, im Gegensatz zu Yurie, die auf Platz 96 von 98 gelandet ist. Als Göttin hat sie halt zu viel zu tun, um sich noch voll aufs Lernen konzentrieren zu können. Wichtiger sind jetzt aber die Pläne für die Sommerferien.

Kiyomi, Kenji und Yurie

Anscheinend will Matsuri Yurie wieder voll einspannen und beginnt mit einer Liebesberatung nur für Mädchen. Die stehen natürlich sofort Schlange, und Yurie muß sich die seltsamsten und peinlichsten Sachen anhören und den Mädchen dann möglichst gute Ratschläge geben. Ein Problem dabei ist Yuries lausige Handschrift, weswegen Matsuri sie auf ein Spezialtraining bei Kenji schickt. Allerdings ist sie da nicht allein: es gibt nämlich noch ein Mädchen (Noto Kiyomi, gesprochen von Hirohashi Ryou), das in Kenji verknallt ist, seit der sie mal vor einem wütenden Hund gerettet hat. Yurie hat sie sogar selbst auf die Idee gebracht, seinem Club beizutreten.

Kiyomi wundert sich, daß der Kalligraphie-Club oben auf dem Dach residiert. Kenji freut sich sehr, daß er jetzt zwei Schülerinnen hat, auch wenn er sich nicht daran erinnern kann, Kiyomi jemals gesehen zu haben. Und an Yuries Namen erinnert er sich auch nur mit Mühe.

Der Unterricht beginnt mit ausgiebigem Dauerlauf (im Hochsommer, wohlgemerkt) und endet damit auch für diesen Tag. Kalligraphie haben sich Yurie und Kiyomi etwas anders vorgestellt.

Am nächsten Tag putzen sie ein altes Haus, in dem eine alte Frau lebt, die viele alte Kalligraphien besitzt. Als Belohnung fürs Saubermachen dürfen Kenji und die beiden Mädchen sie sich dann betrachten. Kenji ist ganz hingerissen, Yurie hingegen weiß nicht so recht, was sie davon halten soll.

Auf dem Nachhauseweg begegnen Kiyomi und Yurie wieder dem wütenden Hund. Auf diesem sitzt ein kleiner Gott, und nach einem kurzen Gespräch mit Yurie ziehen die beiden friedlich davon. Kiyomi ist sehr beeindruckt, was Yurie so alles vermag.

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Von Zeit zu Zeit wird im Kalligraphie-Club auch Kalligraphie praktiziert. Kenji hat den Ehrgeiz, etwas ganz besonderes zu schreiben, etwas, das direkt das Herz berührt.

Für Kiyomi läuft es nicht so gut. Sie merkt nach einiger Zeit, daß Yurie in Kenji verknallt ist. Yurie will das nicht zugeben, obwohl sie als Gott eigentlich nicht lügen darf. Sie bekommt deswegen ein schlechtes Gewissen und fragt Mitsue um Rat. Die meint, sie müsse tun, was sie für richtig hält, denn für so einen Fall gebe es kein Patentrezept.

Am nächsten Tag will sie ihren Austritt aus dem Kalligraphieclub erklären, wird aber zunächst Zeuge, wie Kiyomi Kanji ein Blatt mit der Aufschrift "Sempai suki" ("Kenji, ich liebe dich") vor die Nase hält. Der weist Kiyomi aber leider zurück, und damit ist sie weg. Yurie tritt trotzdem ebenfalls aus

Folge 7 - Taiyou no Koibitotachi (Die Liebenden der Sonne)

Es ist brütend heiß. Mitsue und Matsuri kommen Yurie besuchen und gehen dann zusammen zum Strand. Der ist allerdings extrem dicht besiedelt - logischerweise. Aber weiter draußen gibt es auch einen Abschnitt, an dem die drei Mädchen allein sind. Das liegt daran, daß es dort keine Umkleidekabinen gibt und auch das wichtigste fehlt: Freßbuden. Schließlich ist Badespaß ohne ständige Versorgung mit Pommes und anderen Grundnahrungsmitteln undenkbar.

Das war aber nicht immer so: früher war dieser Strandabschnitt sehr populär. Ein großes Haus namens Hamakaze, in dem ein Restaurant untergebracht war, steht noch, aber es ist völlig verfallen. Die Mädchen nutzen einen Regenschauer, sich dort unterzustellen und das Haus dann zu erkunden. Sie finden dort interessante Dinge, fast schon Antiquitäten. Und im Obergeschoß jede Menge Fotos, die das turbulente Strandleben vor 20 oder 30 Jahren zeigen.

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Yurie in der Götterwelt

Am Abend hat Yurie einen Sonnenbrand und muß ziemlich leiden. Ihre Eltern hingegen schwelgen in romantischen Erinnerungen. Als Schüler waren sie oft an jenem Strand und haben sich dort sogar kennengelernt.

Später taucht dann mal wieder das Team Shiawase auf und nimmt Yurie mit zu einem Treffen der Götter-Vereinigung. Yurie weiß von nichts, weil Tama vergessen hat, ihr die Einladungskarte zu überreichen. Mitkommen muß sie trotzdem, immerhin gibt es eine Feier zu ihren Ehren. Alle begrüßen sie freudig, dann bekommt sie vom Vorsitzenden ein heiliges Zeremoniengewand, in dem sie ausgesprochen prächtig aussieht. Yurie muß dann vor dem Publikum ein paar passende Worte finden. Dann geht sie herum, um viele der Anwesenden mal persönlich kennenzulernen.

Dabei trifft sie überraschend auch auf ein paar Götter, die zu dem verlassenen Hamakaze-Strandhotel gehören. Yurie, Mitsue und Matsuri haben sie in gewisser Weise wieder zurückgeholt, worüber diese Götter sehr glücklich sind. Denn Götter sind darauf angewiesen, daß Menschen sie verehren oder zumindest an sie denken.

Sie erinnern sich an die guten alten Zeiten und besonders an einen Jungen, der ständig alles mögliche fotografiert hat. Von ihm stammen auch diese ganzen Fotos, die in dem Haus alle Wände zieren. Dieser Jungen hatte eine nette Freundin, und die beiden waren ein ausgesprochen glückliches Paar. Die Götter fragen sich, was aus den beiden wohl geworden ist. Da schlägt der Vorsitzende vor, Yurie könnte doch mal die Fähigkeiten ihren neuen Kleider testen.

Es ist schon Nacht, als sie mit den Göttern an dem bewußten Strand auftaucht. Sie sammelt alle Fotos ein, legt sie vor sich hin und zaubert sie mit ihrem "Kamichuu" über die ganze Stadt. Alle, die darauf abgebildet sind, haben auf einmal deutliche Erinnerungen an jene Zeit und verspüren den dringenden Wunsch, noch einmal an diesen Strand zu kommen. Darunter sind auch der Junge mit dem Fotoapparat und seine Freundin. Sie wurden tatsächlich ein glückliches Paar, Yuries Eltern nämlich!

Die Hamakaze-Götter lassen mit Yuries Hilfe in dieser Nacht so richtig die Puppen tanzen. Es ist ein letztes Mal so wie damals. Und am nächsten Tag haben alle in Yuries Familie außer Shoukichi einen Sonnenbrand.

Folge 8 - Yasei Jidai (Wilde Zeiten)

Die Katzen in Kishiwada benehmen sich auf einmal sehr ungewöhnlich. Sie rotten sich zusammen und werden sogar gegen Menschen aggressiv.

*

Die Sommerferien sind vorbei. Yurie und Mitsue sitzen bei Matsuri in einem Zimmer des Schreins und machen Hausaufgaben, wobei Yurie die Antworten für die Englisch-Aufgaben erwürfelt. Sie hofft, durch ihre göttliche Kraft auf diese Weise die richtigen Antworten zu bekommen.

Später kommt das Gespräch dann auf Tama und die neuerdings seltsamen Katzen. Matsuri fragt sich, ob sie einen neuen Anführer haben könnten. Jedenfalls werden sie so langsam ziemlich gefährlich, wie Mitsue und Yurie auf dem Rückweg sehen können.

Yurie als Katze und Tama

Auch Tama hat sich verändert. Sie macht jetzt Karate-Übungen. Shoukichi, der das zufällig sieht, traut seinen Augen nicht, und Yurie hat mal wieder viel zu tun, ihn davon zu überzeugen, daß Tama nur eine ganz normale kleine Katze ist.

Sie fragt Tama dann, ob in letzter Zeit bei den Katzen der Stadt etwas los sei, aber Tama verneint das. Yurie glaubt ihr aber nicht, und als Tama in der Nacht wegläuft, radelt Yurie ihr heimlich hinterher. Es geht hinunter zu einem nicht mehr genutzten Areal des Hafens, wo sich eine erstaunliche Menge an Katzen versammelt hat. Die Stimmung dort ist ziemlich furchteinflößend, und Yurie muß flüchten. Leider landet sie in einer Sackgasse, und jetzt bleibt nur noch ihr göttliches "Kamichuu". Und heraus kommt ein niedliches kleines Miezekätzchen. Tama erkennt sie allerdings trotzdem und erklärt ihr, was eigentlich los ist. Dies hier ist das Katzenland, eine Art Paradies für Streuner und Katzen aller Herkunft. Sie laufen dort sogar auf zwei Beinen.

Es gibt auch einen Anführer namens Tyler Nyurden, und der hat allen befohlen, diesen Ort vor den Menschen geheimzuhalten. Dieser Tyler wird von allen bewundert und gefeiert, er ist der große Katzenboss, eine Art Katzen-Robin-Hood, der die Katzenwelt geschaffen und und jetzt die Menschen beklaut und die Beute (Fisch natürlich) an seine Anhänger verteilt.

Tyler hat die Menschen zu Feinden erklärt, aber damit sind nicht alle Katzen einverstanden, und so gibt es jetzt zwei Gruppen, wobei Tylers Freunde aber immer mehr die Oberhand gewinnen. Tyler hat ziemlich weitreichende Pläne: die Katzen sollen die vollständige Unabhängigkeit von den Menschen erkämpfen. Doch da stellt Tama sich ihm entgegen und fordert ihn zu einem Zweikampf heraus.

Tyler wählt als seinen Assistenten Fat Cat Dave (gesprochen von Inada Tetsu), einen 10 kg-Koloß, während die zierliche Tama sich die ebenfalls zierliche Yurie aussucht. Dann beginnt der Katzenkampf, zunächst Dave gegen Yurie. Dave kämpft aber so plump, daß er sich mehr oder weniger selbst aus dem Verkehr zieht. Tyler ist allerdings von ganz anderem Kaliber, ein äußerst erfahrener Kämpfer mit einem starken Willen. Nach den Regeln können Tama und Yurie abwechselnd gegen ihn kämpfen, und das haben sie auch bitter nötig. Tyler setzt Yurie mit einem Spielzeug außer Gefecht und Tama mit Katzenminze. Doch dagegen hat Yurie ein Mittel: Umeboshi (eingelegte Pflaumen oder so was ähnliches, jedenfalls extrem sauer), die Tama ganz schnell wieder auf die Pfoten bringen. Und so ganz nebenbei erledigt er dann auch noch Tyler.

Der akzeptiert seine Niederlage und verläßt die Stadt am nächsten Tag, um woanders ganz neu anzufangen.

Folge 9 - Toki no Kawa wo koete (Überschreite den Fluß der Zeit)

Kenji arbeitet bei einem alten Mann namens Gen und hilft ihm, sein Haus zu reparieren. Die Arbeit scheint ihm viel Spaß zu machen. Mitsue, Matsuri und Yurie schauen ihm ein bißchen dabei zu, bis das Dach nachgibt und Gen unsanft auf dem Boden landet. Es ist ihm nichts schlimmes passiert, aber Kenji und die Mädchen bringen ihn erst mal ins Haus. Dort stehen viele Dinge aus alten Tagen. An der Wand hängt ein großes Schwarz-Weiß-Bild der Yamato (Betonung auf dem ersten "a").

die Yamato

Die Yamato war im 2. Weltkrieg das größte Schlachtschiff der Welt und der ganze Stolz der japanischen Flotte. Und Gen-san hat dort gedient. Von dieser Zeit schwärmt er heute noch und erzählt mit einem entrückten Lächeln auf den Lippen Yurie und den anderen, die davon noch nie etwas gehört haben, ein bißchen darüber, wie es damals war. Gen war zu dieser Zeit (ca. 1942) 22 Jahre alt, und es ist ganz natürlich, daß er diese wilde Jugendzeit jetzt, wo er alt ist, in verklärten Farben sieht. Damals war es für einen japanischen Mann wohl die größte denkbare Ehre, an Bord dieses Schiffes dienen zu dürfen.

1944 wurde Gen verwundet und mußte die Yamato verlassen, was ihm wohl das Leben gerettet hat, denn im April 1945 wurde sie in der Schlacht von Okinawa von den Amerikanern versenkt und ruht nun in zwei Hälften zerteilt auf dem Grund des Ozeans. Von den über 3000 Besatzungsmitgliedern überlebten nur etwa 300. Im Grunde bedauert Gen es, daß er nicht bis zum Ende dabei war, aber immerhin kann er sagen, daß er auf der Yamato gedient hat. Dieser Stolz hat ihm im Leben oft geholfen, wie er Kenji und den Mädchen erklärt, die ihm andächtig lauschen.

*

Am nächsten Tag bekommt Yurie unerwarteten Besuch, nämlich von einem kleinen Schiffchen (bzw. dessen Geist, Mitsubamaru), das unvermittelt in ihrer Suppe auftaucht. Mitsubamaru ist den weiten Weg von Okinawa gekommen um Yurie zu bitten, Yamato nach Hause zurückkehren zu lassen. Und Yamato ist in der Tat die Yamato, das Schlachtschiff, von dem Gen-san Yurie gestern erzählt hat. Die beiden Hälften der Yamato ruhen östlich der Insel Tokunoshima im Ostchinesischen Meer in einer Tiefe von gut 340 Metern, aber ihr Geist ist schon so lange dort unten in der Tiefe, daß er gerne wieder nach Hause, nach Kure, wo die Yamato einst gebaut wurde, zurückkehren möchte. Der dortige Meeresgott will die Yamato jedoch nicht gehen lassen. Aber da gab es vor kurzem einen Taifun (den aus Folge 1), und jetzt wissen alle, daß es einen neuen, sehr mächtigen Gott gibt, der der Yamato vielleicht helfen will. Und diesen Gott - Yurie - hat Mitsubamaru nun endlich, nach einer langen und harten Suche, gefunden.

Yurie erklärt sich natürlich bereit zu helfen. Aber wie? Da taucht das Team Shiawase auf, immer zur Stelle, wenn es einen Wunsch zu erfüllen gibt.

Mit Hilfe einer Art Wasserelfe nimmt Yurie Kontakt mit Yamato auf, doch wie es aussieht, schämt die sich, in dem unansehnlichen Zustand, in dem sie jetzt ist, zurückzukehren und meint, sie bliebe vielleicht besser da, wo sie jetzt ist und löse sich langsam im Meer auf. Mitsubamaru widerspricht aber energisch. Die Yamato habe keinerlei Grund, sich zu schämen, denn sie sei so geworden durch die Erfüllung ihrer Pflicht, und sei der Held aller gesunkenen Schiffe. Auch Yurie ermuntert Yamato. Und so kann schließlich die Rückkehraktion beginnen.

Yurie fragt mal bei Yashima-sama nach, wie sie das am besten angeht, und der meint, da sie nur Yamatos Geist heimholen wolle, wäre das nicht so schwer. Sie müsse nur ihre Seele mit Yamatos Geist synchronisieren. Und das macht man so, daß Yurie erst mal alles über die Yamato lernen muß, um ihr näherzukommen. Also setzt Yurie sich in die Bibliothek. Später versucht sie sich draußen im Schulhof ein Bild von Yamatos Größe zu machen: 263 Meter sind eine ganze Menge!

Yurie ruft ihren speziellen Freund, den Premierminister an und leiht sich Unterlagen über die Yamato aus, und zwar auch solche, die normale Menschen nicht zu sehen bekommen. Sie hängt sich richtig rein in diese Sache und fragt auch Gen-san, wie das tägliche Leben auf diesem Schiff so war, und der erzählt interessante Geschichten, an die er sich noch lebhaft erinnert.

Und dann ist es soweit: mit Hilfe von Mitsubamaru und der Meeresnixe macht Yuries Geist sich auf den Weg nach Süden.

*

Yamatos Umgebung ist ziemlich dicht bevölkert von allen möglichen Geistern und Göttern, die dort leben. Yamato heißt Yurie herzlich willkommen, und Yurie sieht sich dann mal das Innere an, soweit es noch vorhanden ist. Dann löst Yurie Yamatos Geist aus dem Wrack und läßt ihn auftauchen. Und damit beginnt die virtuelle Rückkehr. Als besonderen Bonus läßt Yurie die Yamato an Kishiwada vorbeifahren. Gen-san kann sie so noch ein letztes Mal sehen. Und auch für die Geister der Stadt ist es DAS Ereignis.

Folge 10 - Kimi ni Kettei (Entscheidung für Dich)

Die Wahlen zum Schulsprecher stehen an. Ein Junge namens Nishimura Ukaru ist der einzige Kandidat, bis Matsuri Yurie ins Rennen bringt - ohne sie vorher zu fragen, versteht sich. Yurie hat große Bedenken, sie weiß ja gar nicht, was ein Schülersprecher überhaupt tut. Matsuri belehrt sie, daß sie dann für die Clubs zuständig ist und zum Beispiel Kenji einen Clubraum zuweisen kann. Das motiviert Yurie erheblich.

Yuries Schule nach Yuries Wahl zum Schulsprecher

Nishimura ist über die unerwartete Konkurrenz empört. Schließlich arbeitet er seit einem Jahr für den Schülerrat und ist zweifellos ein geeigneter Kandidat. Aber seine Mitbewerberin ist ein Gott, und so hat er ziemlich schlechte Karten. Also muß er einen Wahlkampf führen. Seine Gegnerin ist aber nicht allein Yurie, sondern vor allem Matsuri mit ihrer wilden Entschlossenheit und ihren unaufhörlich sprudelnden cleveren Ideen. Nishimuras Entschlossenheit ist allerdings kein bißchen geringer. Und so beginnt der abstruse Wahlkampf. Matsuri verteilt zusammen mit Yurie und Mitsue Wahlkampf-Zettel mit Bestechungsgeld, was für Nishimura und die Schülerreporter eine sensationelle Enthüllung ist.

Der Umschlag enthält allerdings, wie sich dann herausstellt, kein Geld, sondern nur ein Omikuji. Mit solchen Dingen gewinnt der Wahlkampf erheblich an Unterhaltungswert.

Am nächsten Tag taucht Nishimura bei Yurie in der göttlichen Beratungsstunde auf und will von ihr einen Rat, wie er seine Konkurrentin loswerden kann. Schließlich ist sie eine Göttin und muß allen Menschen in Not helfen, also auch ihm. Yurie findet das ziemlich unfair. zum Glück kommt ihr Matsuri zu Hilfe, die Nishimura auf sehr resolute Art aus der Beratung entfernt. Woraufhin Yurie meint, Matsuri sei definitiv die bessere Kandidatin.

Als nächstes steht die große Rede vor der versammelten Schule in der Turnhalle an. Nishimuras Ansprache ist aggressiv und kämpferisch, begeistert die Schüler aber in keinster Weise.

Für Yurie hat Matsuri eine Rede verfaßt, die sie für genial hält und die von Mitsue verlesen werden soll. Mitsue redet aber dann doch lieber frei. Und was sie sagt, findet bei den Schülern großen Anklang.

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Die Sache geht ziemlich seltsam aus. Yurie wird mit großer Mehrheit gewählt und verwandelt zum Dank die Schule in eine Mischung aus Vergnügungspark und Schlaraffenland. Sie füllt sogar das Schulschwimmbad mit Pudding. Der Nachteil: ein so großer Zauber erschöpft sie enorm, und so fällt sie für viele Tage in tiefen Schlaf. Und so wird Nishimura am Ende doch Schulsprecher, wenn auch nur als Ersatzmann.

Folge 11 - Koi ha Yukuefumei (Verschollene Liebe)

Miko und Shoukichi fahren früh am Morgen mit der Bahn weg. Sie haben ihre Taschen und ihre Bögen dabei. Zufällig werden sie von einem Mädchen aus der Ishihama-Schule gesehen. Es fragt dann Yurie und Matsuri, was es damit auf sich habe, schließlich ist heute ein ganz gewöhnlicher Schultag. Aber weder Matsuri noch Yurie haben bei ihren kleinen Geschwistern etwas auffälliges bemerkt.

Tatsache ist jedenfalls, daß die beiden abgehauen sind, und niemand weiß, warum und wohin. In der Schule geht der Fall inzwischen vor die Lehrer, die aber natürlich auch nichts wissen. Mitsue vermutet, die zwei seien womöglich durchgebrannt.

Wenig später tauchen alarmiert Herr und Frau Hitotsubashi und Herr Saegusa in der Schule auf. Es herrscht allgemeine Kopf- und Ratlosigkeit. Der Lehrer schlägt vor, die Polizei zu rufen, doch da taucht Yashima-sama in Mitsues Körper auf und versucht, die Wogen etwas zu glätten. Er macht einen Vorschlag, wie Yurie mit Hilfe einer Karte den Aufenthaltsort der beiden herausfinden könnte.

Das funktioniert auch, aber nicht sehr effektiv. Nach jedem "Kamichuu" können sie den Ort ein bißchen näher eingrenzen, aber Yurie fällt danach jedesmal für ein paar Stunden in tiefen Schlaf, sodaß sie nur sehr langsam vorankommen.

Miko und Shoukichi auf der Flucht

Die ganze Zeit über macht Matsuri sich wahnsinnige Sorgen, ob es Miko auch gutgeht.

*

Shoukichi und Miko sind inzwischen in einer größeren Stadt angekommen (möglicherweise Hiroshima) und wandern nun dort etwas ziellos herum. Sie erregen bei den Passanten gewisses Aufsehen, denn Kinder oder Jugendliche treiben sich in Japan nicht während der Schulzeit auf der Straße herum. Also verschwinden sie erst mal in einem Restaurant, das um diese Zeit schon auf hat. Im Grunde sind die beiden genauso ratlos wie ihre Eltern, nur daß Miko auf keinen Fall mehr nach Hause zurück will. Und Shoukichi will sie nicht alleine lassen.

Lange können sie in dem Restaurant nicht bleiben, denn auch hier gibt es Leute, die unwillkommenen Fragen stellen. Also müssen sie wieder abhauen. Und das, obwohl Shoukichi noch gar nichts gegessen hatte. Er hat nämlich statt dessen die ganze Zeit mit Yurie geredet.

Zwischendurch erfahren wir auch, warum Miko eigentlich abgehauen ist. Die Hälfte der Geschichte erzählt Yashima-sama den Hitotsubashis und Saegusas, die anderen erzählt Miko Shoukichi.. Sie hat gesehen (oder glaubt es zumindest), daß Yashima-sama sich in Matsuri verliebt hat. Das hat sie irgendwie total aus der Bahn geworfen. Sie hat keine Ahnung, wie es jetzt weitergehen soll, aber irgendwann am Abend beantwortet sich diese Frage selbst, denn da hat Yurie sie endlich gefunden und teleportiert sich mit allen Familienangehörigen zu ihnen.

Miko hatte keine Ahnung, wie sehr ihre große Schwester sich Sorgen gemacht und unter dieser Situation gelitten hat, und wie überglücklich sie ist, daß sie sie jetzt wieder hat. Es fließen reichlich Tränen dabei, aber danach ist alles wieder in Ordnung.

Heim geht es dann ganz konventionell per Zug.

Folge 12 - Fushigi na Bouken (Das geheimnisvolle Abenteuer)

Kannazuki heißt in Japan die Jahrezeit, in der die Götter nicht da sind und sich im großen Izumo-Schrein treffen. (Es gibt sogar ein Anime, das diesen Titel trägt: Kannazuki no Miko.) Den ganzen Oktober lang ist Yurie deshalb von Zuhause fort. Sie geht in Izumo auf eine neue Schule und wird dort als die Göttin Hitotsubashi Yurie-sama vorgestellt, was ihr ziemlich peinlich ist. Jedenfalls hat es zur Folge, daß alle ihre neuen Mitschüler sich kaum trauen, sie auch nur anzusprechen. Außerdem ist der Unterricht an dieser Schule schon viel weiter, sodaß Yurie kaum Anschluß an den Stoff findet. (Eine gute Schülerin ist sie ja sowieso nicht.)

Benten und Yurie in der Götterwelt

Das ist aber noch nicht alles. Denn nach der Schule muß Yurie natürlich an den Götter-Treffen teilnehmen. Wenigstens hat sie Unterkunft und Verpflegung frei.

In der Schule sind alle sehr scheu und förmlich zu ihr und sie findet keine Freunde. Wenigstens hat sie Tama bzw. den Pleitegott bei sich.

Umgekehrt vermissen auch Mitsue und Matsuri sie sehr, und sogar ihrem Freund "Mr. Alzheimer" Kenji fällt auf, daß sie fehlt. Ob sie wohl heute krank ist? Daß jeder sonst an der Schule weiß, daß sie einen Monat in Izumo verbringt, ist an ihm völlig spurlos vorbeigegangen.

Nach der Schule wird Yurie von einem sehr imposanten Götterwagen zur Kamicon (Kami-sama Convention) abgeholt. Für ihre Mitschülerinnen sieht es so aus, als steige sie in Luft ein und werde dann unsichtbar. Wer bisher noch Zweifel hatte, der ist spätestens jetzt überzeugt, daß sie eine echte Göttin ist.

Auf der Kamicon geht es leicht surrealistisch und sehr lebhaft zu. Yurie trifft den Vorsitzenden aus Episode 7 wieder, der ihr sagt, was sie hier tun soll. Als erstes muß sie einen Einführungskurs belegen - nach der Menschenschule also die Götterschule. Yurie hat es wirklich nicht leicht.

Der Pleitegott trifft Yashima-sama, der ein Konzert der Musik-Göttin Benten besuchen will. Derweil besucht Yurie fleißig ihre Kurse.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 8 Uhr. Der Götterwagen erscheint wieder und bringt sie zurück an die "normale" Schule. Yurie beneidet die anderen Götter, die nicht zur Schule müssen.

So geht das nun Tag um Tag. Bei den Götterkursen ist Yurie offenbar recht erfolgreich, in der Menschenschule leider nicht. Da hat sie sozusagen die rote Laterne. Aber wann soll sie lernen, wenn sie direkt nach der Schule in die Götterwelt muß? Ende Oktober gibt es eine Abschlußprüfung, und in der wird sie Jahrgangsletzte. Traurig verkrümelt sie sich auf das Schuldach.

Später, in der Götterwelt, versucht der Pleitegott sie zu trösten. Kurz darauf läuft die fröhliche Benten ihr über den Weg und fragt sie, ob sie ein Shinigami sei, so finster, wie sie blicke.

Auf ihrem Konzert findet Yurie dann aber ihre Fröhlichkeit wieder.

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Der Monat ist zuende, und der Lehrer verabschiedet Yurie für dieses Jahr. Er bittet sie um einen Segen für die Klasse, auch wenn sie keine schöne Zeit hatte. Alle blicken Yurie erwartungsvoll an, aber die verbeugt sich tief und ruft "Gomen nasai". Sie entschuldigt sich bei allen dafür, daß sie nicht auf sie zugegangen ist, sondern sich statt dessen immer mehr zurückgezogen hat. Sie hätte sich gerne mit allen angefreundet, hat es aber nicht, und dafür bittet sie alle um Verzeihung.

Ihre Gefühle sind allerdings doch auf fruchtbaren Boden gefallen. Viele aus der Klasse wären auch gerne Yuries Freunde geworden. Und so versprechen sie sich, das im nächsten Jahr nachzuholen. Und Yurie wird dann auch nicht mehr -sama, sondern -chan genannt werden.

*

Ende gut, alles gut, und so kehrt Yurie nach einem Monat im Exil glücklich und wohlbehalten wieder nach Hause zurück. Mitsue und Matsuri holen sie am Bahnhof ab, und sie umarmt sie stürmisch.

Folge 13 - Yaritai houdai (Mache was Du willst)

Matsuri & Co. machen Reklame für das Schrein-Fest

Weihnachten steht vor der Tür. Dieses Fest ist in Japan noch mehr als bei uns reiner Kommerz. Das mißfällt Matsuri, und vor allem paßt es ihr nicht, daß ein ausländisches Fest so großen Raum einnimmt. Das gräbt nämlich ihrem Schrein das Wasser ab. Also organisiert sie im Raifuku-jinja eine Art Gegenveranstaltung, das Yurie-sama Kansha-sai (Yuries Dankbarkeitsfest). Yurie und Mitsue müssen ihr dabei natürlich helfen, ob sie wollen oder nicht. Nebenbei bemerkt wird Matsuris Schrein-Fest kein bißchen weniger kommerziell orientiert als das Kaufhaus-Weihnachten des restlichen Landes.

Mitsue ist von Matsuris Plänen nicht besonders beeindruckt, Yurie schon eher. Und als Matsuri sich auch noch andeutet, Kenji zu angeln, ist Yurie restlos hingerissen.

Auch Yashima-sama gefällt die Idee. Im Winter ist es in seinem Schrein immer so einsam. Wenn Matsuri es schaffen würde, viele Menschen herzubekommen ... Er erklärt sich bereit, ein Live-Konzert zu organisieren, doch daran hat Matsuri kein Interesse.

Wie üblich schreitet sie dann energisch und entschlossen zur Tat. Mit ihrem Anhang taucht sie in der Stadt auf und versucht, den Händlern ihre Kunden abspenstig zu machen und ihre Aufmerksamkeit auf ihr Schrein-Fest zu lenken. Überall klebt sie ihre Plakate und Reklamezettel hin. Die Geister und Götter der Stadt finden die Idee toll, die lokalen Händler hingegen ganz und gar nicht. Sie schicken sogar den Stadtteil-Bürgermeister, um Matsuri klarzumachen, daß sie ihre Geschäfte nicht stören darf. Und dem muß Matsuri sich schließlich fügen. Dafür versprechen die Händler, sich nicht in Matsuris Schrein-Aktivitäten einzumischen. Friedliche Koexistenz also.

*

Die Schule entläßt ihre Schüler mit Zwischenzeugnissen in die kurzen Weihnachtsferien. Yurie ist sehr erleichtert, daß sich ihre Noten ein wenig verbessert haben (was nicht so schwer ist, wenn man der Letzte ist).

Es ist der 24.12., und am Abend findet dann im Raifuku-Schrein das große Fest statt, das Yurie mit einem großen "Kamichuu" krönt.

Folge 14 - Yume-Iro no Messeeji (Traumfarbene Nachricht)

Yurie ist unter dem Kotatsu (Tischofen) eingeschlafen. Als sie wieder aufwacht, ist keiner da, aber sie hat keine Lust, dieses behagliche Quartier zu verlassen. (Japanische Häuser, vor allem solche im traditionellen Stil, haben Null Wärmeisolation und keine Heizung, sind im Winter also eiskalt.) Tama kommt vorbei und teilt ihr mit, daß heute schon der 4.1. sei, und daß ihre Eltern gerade auf dem Friedhof ein Grab besuchten.

Zuhause bei den Hitotsubashis

Yurie läßt sich von Tama Frühstück bringen. Shoukichi ist allerdings auch da, und er beobachtet Tama beim Abräumen und wundert sich mal wieder, was für eine komische Katze sie haben. Yurie erwähnt, daß Miko ihr ein Omikuji für ihn mitgegeben habe. Nur hat Yurie es leider in ihrer Tasche vergessen, und so ist es wohl in der Waschmaschine gelandet, worüber Shoukichi ziemlich ärgerlich wird.

Nachdem er wieder auf sein Zimmer verschwunden ist, sieht Yurie ein bißchen fern. Dabei schläft sie ein, und als sie wieder aufwacht, sind ihre Eltern wieder da. Akane macht das Zimmer sauber, und Kenkichi macht Fotos von seiner Tochter. Mitsue ruft dann an, und Yurie versucht das Telefon zu erreichen, ohne unter dem Kotatsu herauskommen zu müssen, was ihr auch gelingt. Mitsue will am nächsten Tag nach Izumi und fragt Yurie, ob sie nicht mitkommen wolle. Yurie fällt ein, daß sie von ihrem Vater ja noch gar kein Neujahrsgeld bekommen hat.

Später gehen Yuries Eltern die Großmutter besuchen. Zufällig findet Akane noch die Neujahrskarten für Yurie und drückt sie ihr in die Hand, bevor sie geht. Es sind ziemlich viele, darunter eine vom Premierminister, von dem Marsmädchen und von der Yamato. Aber keine von Kenji, worüber Yurie sehr enttäuscht ist.

Zum Trost macht sie den Geldumschlag auf und findet 5000 Yen vor, was nicht übel ist. Pech, daß sie gerade Tama im Arm hält, und daß in Tama der Pleitegott steckt. So verwandelt sich der Schein, als er ihn berührt, in einen simplen Tausender (6 - 7 Euro).

Irgendwann am Abend kommt Shoukichi wieder, und da liegt Yurie immer noch unter dem Kotatsu und pennt. Er hat noch eine weitere Postkarte für Yurie dabei: die von Kenji. Yurie ist begeistert. Und auch das Omikuji für Shoukichi taucht wieder auf: Akane hatte es vor der Wäsche gerettet. Jetzt ist auch Shoukichi glücklich, aber nur, bis er das Omikuji gelesen hat: "großes Unglück".

Noch später taucht Yuries Team Shiawase auf, um ihr etwas verspätet ebenfalls ein frohes neues Jahr zu wünschen und Glückwunschkarten der anderen Götter zu überbringen, und das sind diesmal wirklich viele. Yurie ist eben bei ihren Kollegen sehr populär.

Folge 15 - Chiisa na Ippo de (Mit einem kleinen Schritt)

Demnächst ist Valentinstag (der 14.2.), und Yurie überlegt, wie sie am besten Kenji die zu diesem Anlaß übliche Schokolade schenkt, auch wenn er den Sinn dahinter wohl nicht versteht. Yurie hat sich nun mal den dämlichsten Jungen der ganzen Schule ausgesucht, findet ihn aber trotzdem absolut unwiderstehlich, ganz egal, was er so alles bringt. Daher meinen Mitsue und Matsuri zu Yurie, die Schokolade zu überreichen genüge nicht. Sie müsse das mit einen Liebesgeständnis verbinden. Und das ist natürlich ziemlich hart für Yurie.

Außerdem soll es keine gekaufte, sondern selbstgemachte Schokolade sein. Dazu treffen sich alle bei Matsuri. Zwischendurch sinnieren sie darüber, daß sie bald in die 3. Klasse kommen, und daß dann wieder Prüfungen anstehen. Und danach? Matsuri wird wohl zusammen mit Miko den Schrein führen. Mitsue wird vielleicht Hausfrau, aber genau weiß sie das noch nicht. Und Yurie weiß es auch noch nicht.

zwei kleine Götter feuern Yurie und Kenji an

Am Abend taucht mal wieder das Team Shiawase bei Yurie zuhause auf. Es sind viele romantische Wünsche aufgelaufen, um die Yurie sich kümmern muß, darunter einer vom Premierminister.

*

Es ist soweit, der große Tag ist da, und die halbe Stadt feuert Yurie an. In der Schule stellt sie dann fest, daß sie die Schokolade Zuhause vergessen hat. Was man nicht im Kopf hat, muß man bekanntlich in den Beinen haben, aber diesmal erklärt sie Mitsue bereit, die Schokolade in der Mittagspause für Yurie zu holen, weil Yurie für die kurze Zeit viel zu langsam ist und es niemals schaffen kann.

Es wird eine spannende Mittagspause. Alle Mädchen der ganze Klasse beschäftigen Kenji, damit er nicht verlorengeht, während Mitsue quer durch die ganze Stadt (und zweimal per Fähre über den Fluß) zum Hitotsubashi-Haus radelt, um die Schokolade zu holen. Bzw. sich von Yuries Mutter in die Hand drücken zu lassen - nicht daß Akane die Schokolade nicht mal selbst in die Schule hätte bringen können.

Zwischendurch bekommen auch Shoukichi und Yashima-sama Schokolade, und zwar von Miko.

Mitsue schafft es tatsächlich vor Ende der Pause, die Schokolade abzuliefern. Jetzt kommt Yuries schwieriger Part: das Liebesgeständnis an Kenji. Obwohl es wahrscheinlich keine große Rolle spielt, was sie zu ihm sagt, weil er es sowieso nicht mitbekommt.

Kenji sitzt oben auf dem Dach und brütet über Kanjis, die er schreiben will. Nachdem er endlich gemerkt hat, daß Yurie da ist, nimmt die allen Mut zusammen und erklärt ihm, daß sie schon lange Zeit in ihn verliebt sei. Kenji scheint irgendwie ein Licht aufzugehen, und mit einem Pinsel in Besengröße klatscht er das Kanji "Koi" ("Liebe") auf ein großes Blatt Papier. Soeben ist ihm eingefallen, daß auch er Yurie schon lange liebt. Die ganze Schule hat das übrigens mitangesehen und ist begeistert.

Ein kräftiger Windstoß bläst das Papier hoch, wobei Kenji und Yurie allerdings darauf sitzen und somit einen kleinen Rundflug über die Stadt machen.

Yurie fragt Kenji, ob er das wirklich ernstgemeint habe, und der antwortet, er liebe sie sehr, weil sie komisch sei. Passend dazu ändert sich das Kanji, das er geschrieben hat, von "Koi" zu "Hen" ("komisch").

Folge 16 - Hora na, Haru ga kita (Schau, der Frühling ist da)

Unter den ersten zarten Kirschblüten keucht Mitsue mit ihrem Fahrrad den steilen Berg zum Hitotsubashi-Haus hoch. Akane macht gerade Hausputz, Yurie hingegen nutzt die Ferien und schläft noch. Mitsue weckt sie, denn sie haben Matsuri versprochen, beim Großputz des Raifuku-Schreins zu helfen und dann dort auch zu übernachten.

Es ist schon fast Mittag, als die Mädchen zusammen mit Miko (aber ohne Herrn Saegusa) mit dem Saubermachen anfangen. Als erstes wird mal alles ins Freie befördert. Dabei finden sich die seltsamsten Sachen wieder, die auch viele Götter und Geister aus der Gegend neugierig machen und anlocken.

Ein Gymnastikreifen macht sich selbständig und rollt über den Hof genau vor Herrn Saegusa, der anscheinend früher, als er noch jung war, damit jongliert hat. Jetzt allerdings endet es damit, daß er sich das Kreuz verrenkt und damit im wahrsten Sinne des Wortes flachliegt und sich kaum noch bewegen kann. Die Mädchen engagieren also Shoukichi, um ihnen bei den schweren Sachen zu helfen. Um sicherzugehen, hat Matsuri aber auch noch Kenji einbestellt, der auch kurz darauf auftaucht. Matsuri schenkt ihm eine Ladung alter Pinsel, von denen er ganz begeistert ist und die ihn stundenlang beschäftigen. Daß die ganze Zeit Yurie neben ihm steht, merkt er gar nicht mehr. Immerhin reagiert er, als Yurie ihn anspricht. Sie beklagt sich, daß er sie die ganzen Ferien über nicht angerufen habe, aber Kenji fragt sich, warum er das wohl hätte tun sollen.

Yurie beim Putzen

Ein wild gewordener Köter bringt Kenji und Yurie unfreiwillig erheblich näher zusammen, doch da er auch die kostbaren Pinsel über den Haufen wirft und noch dazu einen davon klaut, ist dieser romantische Augenblick nach etwa 2 Sekunden wieder vorbei, und Kenji macht sich an die Verfolgung. Ihn hinterher rennt wiederum Yurie. Weiter geht es dann per Fahrrad kreuz und quer durch die halbe Stadt. Irgendwo auf einem Berg klappt der Köter endlich zusammen, und Kenji kann seinen Pinsel wieder an sich nehmen. Er und Yurie verbringen dann dort etwas, was man in gewisser Hinsicht einen romantischen Nachmittag nennen könnte. Von dort oben hat man jedenfalls eine wundervolle Aussicht über die Stadt und den breiten Fluß.

Yurie versucht Kenji beizubringen, daß er sie doch mal anrufen soll, auch wenn es nichts geschäftliches zu besprechen gibt. Kenji braucht eine Zeitlang, um das zu kapieren.

*

Am Abend, als Kenji und Yurie wieder im Schrein sind, kommt Yuries Vater vorbei und bringt frische Fische und Krebse für das Abendessen vorbei. (Sie leben noch, so frisch sind sie.) Er, Shoukichi und Kenji machen sich dann auf den Heimweg, während Miko und Matsuri das Abendessen bereiten.

Sowohl der Pleitegott als auch Yashima-sama ziehen es vor, diese Nacht nicht im Schrein zu verbringen, weil sie davon ausgehen, daß die drei Mädchen für ziemliche Unruhe sorgen werden. Tama hat in dieser Nacht einen großen Katzenkampf, und Yashima-sama wird eingeladen, diesem beizuwohnen, was er auch gerne tut.

Yurie liegt eigentlich schon im Bett, aber Matsuri und Mitsue wollen gerne wissen, was sie heute Nachmittag eigentlich die ganze Zeit mit Kenji gemacht hat. Sie können es kaum glauben, daß es dabei ums Telefonieren ging und Yurie jetzt ganz glücklich ist, weil Kenji sie mal anrufen will.

*

Yurie wacht früh am nächsten Morgen vor den anderen auf und sieht einen prächtigen Sonnenaufgang.


Erstellt am 25.5.2008. Letzte Änderung: 19.4.2015