Kanon - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 13

Teil 1 - Yuki no Shoujo (Das Schnee-Mädchen)

Yuuichis Eltern sind für längere Zeit beruflich ins Ausland verreist, und so wird er bei seiner Tante Akiko leben. Vor sieben Jahren war er zuletzt in der Stadt, als kleiner Knirps, aber er ist anscheinend der einzige, der sich so gut wie nicht mehr daran erinnert, was damals so alles passiert ist.

Ayu und Yuuichi

Jedenfalls sitzt Yuuichi in der Fußgängerpassage vor dem Bahnhof in der Kälte und wird bereits langsam eingeschneit, als endlich seine Cousine Nayuki aufkreuzt und ihn aufliest. Sie ist zwei Stunden zu spät, aber sie freut sich sehr über das Wiedersehen nach so vielen Jahren.

Nachdem die beiden nach einem längeren Fußmarsch durch Schnee und Kälte endlich zuhause ankommen, heißt Akiko Yuuichi herzlich willkommen.

Beim Auspacken zieht Yuuichi eine rote Haarspange aus einer seiner Umzugskisten. Dieses Objekt wird bis fast zum Schluß sein Geheimnis bewahren.

*

Am nächsten Morgen verschläft Yuuichi, aber das ist in seinem neuen Heim anscheinend Tradition, denn Nayuki verschläft immer und muß dann rennen, um nicht zu spät zur Schule zu kommen. Eigentlich sind noch Winterferien, aber Nayuki hat Training. Später geht Yuuichi für Akiko einkaufen und trifft Nayuki in der Stadt. Einiges aus der Zeit vor 7 Jahren fällt ihm dabei wieder ein. Dann läßt er sich von Nayuki mal ein bißchen die Stadt zeigen, wo man was einkauft und so.

Da wird er von einem Mädchen, das er sehr, sehr eilig hat, umgerannt. Das Mädchen trägt übrigens genauso eine Haarspange, wie Yuuichi sie in seiner Kiste gefunden hat. Das Mädchen setzt seine Flucht fort und nimmt Yuuichi einfach mit. Und zwar hat es Taiyaki gekauft, aber wegen vergessener Geldbörse nicht bezahlt, und deswegen ist der Taiyaki-Bäcker jetzt hinter ihr her, bis er schließlich aufgibt.

Es geht so aus, daß die beiden die frischen, warmen Taiyaki zusammen mampfen. Das Mädchen stellt sich dann vor als Tsukimiya Ayu. Auch Yuuichi stellt sich vor. Ayu hat diesen Namen schon mal gehört, sie kennt Yuuichi von vor 7 Jahren. Dann aber verabschiedet sie sich, und Yuuichi fällt siedend heiß ein, daß ja Nayuki auf ihn wartet.

Die ist allerdings schon nach Hause gegangen. Also ist erst mal eine Entschuldigung fällig.

Nach dem Abendessen leiht Yuuichi sich bei Nayuki einen Wecker, denn auch er muß ab dem nächsten Tag pünktlich aufstehen. Wecker hat Nayuki übrigens dutzendweise. Anscheinend kommt sie morgens nicht gerade leicht aus den Federn.

*

In einer Rückblende sehen wir, wie Yuuichi und Ayu sich damals getroffen haben und Freundschaft schlossen.

Teil 2

Es ist Yuuichis erster Schultag. Nayuki kommt nur sehr schwer aus dem warmen Bettchen, aber immerhin schafft sie es überhaupt, dank Yuuichi.

In der Schule stellt er sich vor und bekommt dann einen Platz neben Nayuki. Als nächstes lernt er das Mädchen kennen, das hinter ihm sitzt: Misaka Kaori, Nayukis Freundin. Sie fordert ihn auf, sie bei ihrem Vornamen zu nennen, benutzt ihrerseits aber seinen Nachnamen. Yuuichi denkt sich, wäre er doch nur in seiner alten Schule geblieben. Weil seine Eltern viel herumkommen, hat er schon oft die Schule wechseln müssen, und das hat ihm nie gefallen.

Yuuichi und Nayuki

Wenigstens hat er hier seine Nayuki. Er bittet sie, niemandem zu erzählen, daß sie beide zusammen wohnen, aber das hat Nayuki längst überall herausposaunt und die ganze Schule weiß es.

Später, in der Stadt, wird Yuuichi mal wieder von Ayu umgerannt, die wieder auf der Flucht vor dem Taiyaki-Bäcker ist. Ayu nimmt Yuuichi mit, und sie essen wieder Taiyaki zusammen. Anscheinend wird Yuuichi für immer Ayus Komplize sein. Dann fragt er sie nach ihrer Haarspange. Ayu erklärt, jemand sehr wichtiges habe sie ihr mal geschenkt.

Es fängt wieder an zu schneien. Yuuichi schlägt vor, sie sollten mal so langsam nach Hause gehen. Aber wie es scheint, hat Ayu sich verlaufen. Yuuichi war an diesem Ort auch noch nie, zumindest nicht seit 7 Jahren. 7 Jahre - Ayu erinnert sich. Schon damals war sie mit Yuuichi eng befreundet. Und er hat ihr anscheinend versprochen, irgendwann wiederzukommen. Dieses Versprechen hat er offensichtlich gehalten. Und so langsam fällt es auch Yuuichi wieder ein.

Überglücklich stürzt Ayu sich auf Yuuichi, knallt aber leider mit dem Kopf gegen einen Baum, und der Schnee, der daraufhin herunterfällt, begräbt ein weiteres Mädchen unter sich, dessen Sachen sich dabei über die halbe Straße verteilen.

*

Am nächsten Tag sieht Yuuichi das Mädchen im Schulhof herumstehen und läuft hinunter, um sich um es zu kümmern. Es heißt Misaka Shiori, ist ebenfalls Schülerin an dieser Schule, aber für einige Tage wegen Erkältung oder so nicht im Unterricht. Yuuichi findet das etwas seltsam. Er fragt dann Kaori, ob dieses Mädchen ihre Schwester sei, aber das streitet Kaori energisch ab. Sie wird richtig wütend bei dieser Frage.

Auf dem Weg nach Hause wird Yuuichi von einem Karton verfolgt. Darunter versteckt sich ein weiteres Mädchen, das aus irgend einem mysteriösen Grund furchtbar wütend auf Yuuichi ist. Wie üblich, hat Yuuichi keine Ahnung, was los sein könnte. Allerdings ist das in diesem Fall wirklich ziemlich schwierig.

Teil 3 - Tatta hitotsu no chiisa na Kioku (Nur diese eine kleine Erinnerung)

Das rothaarige Mädchen unter dem Karton sieht die Zeit seiner Rache endlich gekommen und geht auf Yuuichi los, baut statt dessen aber eine furiose Bruchlandung. Nachdem es Yuuichi erklärt hat, was es von ihm hält, hat es Hunger und klappt wieder zusammen. Akiko kommt zufällig vorbei, und Yuuichi bleibt nichts anderes übrig, als es erst mal mit nach Hause zu nehmen.

Makoto

Nayuki wundert sich über diesen "Besuch", denn das Mädchen ist immer noch bewußtlos, aber im Grunde hat auch Yuuichi keine Ahnung, was los ist. Sie bringen es erst mal nach oben und lassen es wieder zu sich kommen.

Irgendwann in der Nacht ist es dann soweit, und das Mädchen schleicht sich in die Küche, um sich über den Kühlschrank herzumachen. Auch Akiko wacht auf und macht für alle einen Mitternachtsimbiß.

Das Mädchen heißt Sawatari Makoto, und das scheint so ziemlich das einzige zu sein, was es über sich selbst weiß. Anscheinend hat es sein Gedächtnis verloren. Nur, daß es aus irgend einem Grund Yuuichi haßt, das weiß es auch noch.

*

Am nächsten Tag trifft Yuuichi im Schulhof Shiori wieder, die anscheinend nicht so schnell wieder zur Schule gehen kann. Yuuichi erzählt ihr von Makoto, und Shiori findet das eine sehr romantische Geschichte, im Gegensatz zu Yuuichi, der das alles für eine Lüge hält. Außerdem hat Makoto seine Schulhefte "verziert" und seine Stifte zerbrochen. Er findet das nicht sehr lustig.

Makoto streitet aber alles ab, auch, daß sie Yuuichis Portemonnaie geklaut habe. Das ist nämlich auch weg.

Später, beim Einkaufen mit Akiko, fliegt mal wieder Ayu Yuuichi vor die Füße. Akiko scheint Ayu zu kennen, sie erschrickt sogar, aber was auch immer sie weiß, behält sie für sich.

Ayu war diesmal nicht auf Taiyaki-Diebestour, sondern sucht etwas. Allerdings weiß sie nicht, was eigentlich, nur, daß es etwas wichtiges gewesen sein muß.

*

Beim Abendessen klärt sich immerhin die Geschichte mit dem verschwundenen Portemonnaie auf: das hat sich nämlich Nayuki aufgelesen, weil Yuuichi es am Vortag, als er Makoto nach Hause getragen hat, verloren hat. Nur hat Nayuki leider vergessen, es ihm zurückzugeben.

Yuuichi und Makoto nehmen das zum Anlaß, eine Art Waffenstillstand zu schließen. Und anscheinend hilft Yuuichi Makoto sogar irgendwie, ihre Erinnerung zurückzubekommen, wenn er in ihrer Nähe ist. Und damit ist es beschlossen, daß sie bis auf weiteres in Akikos Haus wohnen bleibt.

*

Nayuki hat Yuuichi ihr Heft geliehen, aber das hat er in der Schule liegenlassen. Sie hätte es gerne wieder, also muß er spät am Abend bei eisiger Kälte noch einmal los und es holen. Dabei hat er eine unheimliche Begegnung. Denn in der Schule ist ein Mädchen zugange, das mit einem Schwert Geister jagt. Diese Geister sind zwar unsichtbar, aber anscheinend ziemlich real.

Teil 4 - Yoru he (zur Nacht)

Ziemlich verwirrt und mit einem Schnitt auf der Backe kehrt Yuuichi nach Hause zurück. Nayukis Heft hat er allerdings dabei.

Im Bad denkt er an dieses unheimliche Erlebnis zurück, das auf keinen Fall nur ein Traum war. In der Nacht kommt Makoto als Geist verkleidet in sein Zimmer, um ihn zu erschrecken, erschrickt aber selbst dabei noch viel mehr und weckt mal wieder das ganze Haus.

Yuuichi und einer von Mais Geistern

Dementsprechend ist am nächsten Tag die Stimmung.

In der Schule erkundigt Yuuichi sich nach Gerüchten über unheimliche Ereignisse. Und dann sieht er das Mädchen von gestern nacht und spricht es an. Doch eine Antwort bekommt er nicht. Statt dessen warnen ihn seine Klassenkameraden: von dieser Kawasumi Mai solle er sich besser fernhalten, denn sie mache nichts als Ärger.

Beim Mittagessen lernt Yuuichi eine weitere potentielle Quelle für Ärger kennen, nämlich den arroganten Schulsprecher Kuze kennen. Von dem hält man sich auch besser fern.

Im Schulhof taucht ein großer Hund auf und bedroht Shiori, die sich mal wieder dort herumdrückt. Yuuichi meint, hier werde es wirklich nie langweilig und eilt ihr zu Hilfe, doch Mai ist es schließlich, die den Hund vertreibt und Shiori rettet. Gedankt wird es ihr allerdings nicht, außer von Shiori und Yuuichi. Mais schlechter Ruf scheint ziemlich legendär zu sein.

Später im Park sieht Yuuichi Mai wieder. Er ist ihr gefolgt, und sie füttert dort den Hund mit Sushi. Anscheinend war er nur hungrig. Irgendwie ist Yuuichi von diesem Mädchen, das ihn nun schon zweimal gerettet hat, sehr beeindruckt.

Mai hat eine Freundin, Kurata Sayuri, und auch die lernt Yuuichi im Park kennen. Im Gegensatz zu der sehr verschlossenen Mai ist Sayuri offen und freundlich, und lädt Yuuichi gleich zum Mittags-Obentou ein, das sie dann zu dritt in der Schule in einer Ecke auf einer auf dem Boden ausgebreiteten Decke nehmen.

*

Auf dem Nachhauseweg taucht mal wieder Ayu auf. Irgendwie streicht sie immer in der Stadt herum, und meistes sucht sie dieses Irgendwas, das sie verloren hat. Yuuichi hilft ihr diesmal sogar beim Suchen, aber natürlich kommt nichts dabei heraus, außer, daß Ayu an Orten suchen will, die es gar nicht (mehr) gibt.

Als es Nacht wird, kauft Yuuichi ihr Taiyaki, das sie dann zusammen essen. Dann läuft Ayu wieder davon, und weg ist sie.

Später geht Yuuichi wieder in die Schule. Er vermutet richtig, daß er dort Mai antreffen wird. Er hat ihr etwas zu Essen mitgebracht, doch als es gerade ein bißchen anfängt romantisch zu werden, taucht ein Geist auf. Diesmal geht bei dem Kampf einiges zu Bruch, und außerdem gibt es anscheinend sogar mehrere Geister, von denen einer auf Yuuichi losgeht. Wieder wird er von Mai gerettet.

Die Sache hat aber ein Nachspiel. Für die vielen eingeschlagenen Scheiben wird Mai verantwortlich gemacht. Es gibt zwar keine direkten Beweise gegen sie, aber sie ist die Hauptverdächtige.

Teil 5

Alle glauben, daß Mai die Scheiben zerbrochen hat, nur Yuuichi und Sayuri verteidigen sie - nicht sehr erfolgreich, obwohl es keine direkten Beweise gibt. Allerdings hat es schon öfters ähnliche Vorfälle gegeben, und Mai selbst schweigt eisern. Aber wer würde auch glauben, wenn sie sagt, daß sie unsichtbare Dämonen bekämpft?

Makoto und Nayuki

Wenigstens wird Mai dieses Mal nicht wieder vom Unterricht suspendiert. Trotzdem regt Yuuichi sich über das arrogante Verhalten von Kuze ziemlich auf. Um ihn wieder zu beruhigen, lädt Nayuki ihn zum Essen in ein Curry-Restaurant ein. Sie wartet vor der Schule auf ihn, doch vorher trifft Yuuichi mal wieder Shiori, die sich für die Rettung vom Vortag nochmals bedankt. Yuuichi antwortet, sie solle sich besser bei Mai bedanken. Shiori findet Mai auch ganz toll, wie ein Märchenprinz. Yuuichi will Shiori zum Essen einladen, was sie denn wolle? Sie will Eis - mitten im eisigen Winter. Yuuichi ist leicht geschockt, aber er besorgt ihr eins.

Darüber vergißt er völlig Nayuki, und als es ihm wieder einfällt, ist die natürlich längst weg, zuhause und ziemlich sauer. Als Entschuldigung verspricht Yuuichi ihr, morgen - Sonntag - mit ihr zum Einkaufsbummel zu gehen. Makoto schließt sich spontan an.

Vorher, am Abend, geht Yuuichi aber mal wieder in die Schule, wo er wie erwartet Mai trifft. Sie essen zusammen, und Yuuichi fragt sie über die Geister. Irgend etwas hat sie in letzter Zeit aufgeschreckt, und solange Mai nicht alle getötet hat, kann sie hier nicht weg.

Da erscheint ein Geist, allerdings kein echter, sondern Makoto unter einem Tuch. Mai läßt sich davon überhaupt nicht beeindrucken und brät ihr mit ihrem Schwert eins über. Makoto beschwert sich lautstark über die Mißhandlung, aber sie ist schließlich selbst Schuld.

Der Lärm hat den Hausmeister aufgeschreckt, und die drei müssen Hals über Kopf fliehen, unter Zurücklassung des Essens.

*

Am nächsten Tag gehen sie also in die Stadt, ohne Makoto, weil die verschlafen hat. Yuuichi und Nayuki begegnen einer herrenlosen kleinen Siamkatze. Nayuki ist ganz hingerissen, und da fällt Yuuichi wieder ein, daß sie vor 7 Jahren schon ganz verrückt nach Katzen war. Nur ist sie leider allergisch gegen Katzenhaare.

Später treffen sie doch noch Makoto. Yuuichi macht sich mit ihr einen Spaß und schickt sie in eine Buchhandlung, um Erohon (Porno-Mangas) zu kaufen. Makoto hat anscheinend keine Ahnung, daß sie auf den Arm genommen werden soll, und ist empört, als sie es schließlich mitbekommt. Sie rächt sich, indem sie aus Yuuichis Badewasser Miso-Suppe macht und ihm in der Nacht Feuerwerk ins Zimmer schmeißt. (All das nimmt übrigens Akiko mit einer unglaublichen Engelsgeduld hin.)

*

Am nächsten Morgen sind alle ziemlich verschlafen. Und zu Yuuichis großer Überraschung sitzt Ayu am Frühstückstisch. Akiko hat sie beim Einkaufen getroffen und zu sich eingeladen.

Auf dem Weg zur Schule folgt Makoto ihnen, und Yuuichi muß sie wieder nach Hause bringen. Unterwegs treffen die beiden wieder das kleine Kätzchen. Makoto reagiert sehr seltsam. Sie scheint die Katze sehr zu mögen, dann aber meint sie, es wäre besser, wenn sie nicht in so einer Welt allein leben müßte. Es sei das traurige Schicksal von Tieren, früher oder später von den Menschen weggeworfen zu werden. Anscheinend will sie die Katze nun von diesem zukünftigen Leiden erlösen und von einer Brücke auf die Straße werfen. Yuuichi versucht natürlich, sie daran zu hindern, aber bei dem Handgemenge fällt sie dann doch in die Tiefe. Zum Glück landet die Katze sanft auf der Plane eines LKWs, der gerade vorbeifährt, und ist damit erst mal weg.

Yuuichi knallt Makoto eine, und Makoto läuft weg. Auch am Abend ist sie nicht wieder zuhause.

Teil 6 - Kanojotachi no Kenkai (Die Ansicht der Mädchen)

Beim Abendessen vermutet Nayuki, daß Makoto ihr Gedächtnis zurückbekommen haben könnte und vielleicht nach Hause gegangen ist. Yuuichi glaubt das allerdings nicht, sondern geht nach dem Essen los, um sie zu suchen. Das ist ein ziemlich aussichtloses Unterfangen, aber dann sieht er sie doch, irgendwo in der Stadt allein und verlassen. Er folgt ihr. Makoto verläßt die Stadt, geht durch den tiefen Wald auf den Monomi-Berg zu einer großen Lichtung. Dort ist die kleine Katze. Makoto füttert sie und legt sich dann zusammen mit ihr auf den Boden zum Schlafen. Nayuki hat richtig vermutet: Makoto ist nach Hause gegangen: diese winterliche Wiese ist ihr Zuhause. Das weiß Yuuichi allerdings noch nicht. Er sammelt sie ein und trägt sie auf seinem Rücken nach Hause, ohne daß Makoto dabei aufwacht.

Nayuki und Piro

Und als sie am nächsten Morgen dann doch wieder erwacht, wundert sie sich, wie sie in dieses schöne warme Bett kommt. Akiko heißt sie dann wieder willkommen. Und ihre Katze darf sie auch behalten.

*

Die Schule bereitet sich auf das alljährliche Tanzfest vor.

Später trifft Yuuichi mal wieder Shiori. Sie muß wirklich eine seltsame Erkältung haben, wenn sie jeden Tag im Schulhof herumsitzt. Yuuichi nimmt sie mit hinein, und sie unterhalten sich ein bißchen über das Tanzfest. Shiori wollte schon immer mal daran teilnehmen, genau wie ihre Schwester. Yuuichi wußte gar nicht, daß Shiori eine Schwester hat, aber er braucht nicht lange zu raten, wer sie ist.

Kurz darauf steht Kaori dann vor ihm, doch noch immer will sie nicht zugeben, daß Shiori ihre kleine Schwester ist.

Dafür hat unser Held mal wieder ein Fußbodenpicknick mit Sayuri und Mai. Yuuichi ermuntert Mai, doch mal zu lächeln, doch das kann Mai sich nicht abquälen. Da kommt Yuuichi auf eine Idee: warum sollte Mai nicht am Tanzfest teilnehmen. Es kostet ihn und Sayuri einiges an Energie, Mai dazu zu überreden, aber irgendwie gefällt ihr dieser Gedanke am Ende doch. Und ihr Tanzpartner wird Yuuichi sein!

*

Am Nachmittag sitzen Makoto, Nayuki, Ayu und Yuuichi beisammen und überlegen, wie sie Makotos Katze nennen könnten. Nach langem hin und her einigen sie sich auf Piro. Akiko lädt Ayu zum Abendessen ein, sie soll aber zuhause anrufen, daß sie später kommt. Ayu ruft also an, aber es nimmt keiner ab.

Sie essen dann alle glücklich und vergnügt zusammen, und Ayu bleibt auch über Nacht. Vor dem Schlafengehen kommt sie noch mal zu Yuuichi und fragt ihm, ob er sich noch an die Zeit vor 7 Jahren erinnert. Sie war damals sozusagen verloren gegangen, und um sie zu trösten hatte Yuuichi ihr eine Ladung Taiyaki gekauft.

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Am Abend bekommt Piro eine Erkältung, und am nächsten Morgen liegt Akiko mit hohem Fieber flach. Nichts tragisches, aber Ayu bekommt fast eine Panik-Anfall. Sie kümmert sich dann um Akiko, damit Yuuichi in die Schule gehen kann. Und so erholt Akiko sich auch recht schnell wieder.

Teil 7 - Butoukai (Das Tanzfest)

Der Tag des Tanzfestes ist gekommen. Nayuki und Kaori werden nur als Zuschauer teilnehmen. Yuuichi hingegen zieht sich schon mal um, für den ersten Tanz mit Mai. Er will, daß Mai es allen mal so richtig zeigt. Die hat inzwischen fast der Mut verlassen, aber dank Sayuri bringt sie sich doch dazu, anzutreten. Sayuri hat ihr sogar extra dafür Ohrringe geschenkt, die sie übrigens von nun an immer tragen wird. Sicherheitshalber hat sie in ihrem Spind aber auch ihr Schwert stehen - falls auch Geister zum Tanz erscheinen sollten.

Mai und Yuuichi

Und dann geht es los. Die Schüler können es kaum glauben, als sie Mai im Tanzkleid sehen. Und dann tanzt sie auch noch mit Yuuichi. Dafür erhalten die beiden einen dicken Applaus.

Zwischendurch lädt Kuze Sayuri ein, dem Schülerrat beizutreten, doch sie antwortet, sie habe zur Zeit sehr wichtige Dinge, um die sie sich zu kümmern habe, und müsse daher leider ablehnen.

Nach dem Tanz reicht Yuuichi Mai ein Glas Saft, doch als sie es berührt, fliegt es in Stücke. Dann geht das Licht aus ... Yuuichi ermahnt Mai eindringlich, ihr Schwer jetzt nicht hervorzuholen. Doch der Angriff wird schlimmer. Alle Lampen explodieren, der Kronleuchter löst sich und fällt herunter, woraufhin die Schüler fluchtartig die Halle verlassen.

Als Mai dann auch noch Sayuri am Boden liegen sieht, beginnt der Kampf. Und was für einer.

Kuze bekommt ein bißchen davon mit, er sieht vor allem Mai mit einem Schwert oder so etwas ähnlichem herumfuchteln, und damit ist sie auf frischer Tat ertappt. Ihr droht der Rauswurf von der Schule. Yuuichi und Sayuri versuchen, Mai herauszupauken. Sayuri macht dabei folgendes: sie nimmt die Position als Mitglied des Schülerrates an, und so kann sie ihre Freundin retten. Für diesmal.

Und Yuuichi kann Mai wieder ein bißchen aufbauen, denn für sie ist das alles die reinste Hölle. Doch auf die Freundschaft von Sayuri und Yuuichi kann sie zählen.

*

Nach der Schule trifft Yuuichi Sayuri in der Stadt. Morgen ist Mais Geburtstag, und sie kaufen ihr zusammen ein großes Stofftier. Danach wird Yuuichi mal wieder von Ayu umgerannt, die sich riesig freut, ihn wiederzusehen. Sie ist mal wieder in der Stadt auf der Suche nach diesem Ding, das sie verloren hat.

*

Am Abend wollen sich Yuuichi und Sayuri vor der Schule treffen, um Mai ihr Geburtstagsgeschenk zu überreichen. Yuuichi verpaßt Sayuri aber, und dann greift wieder ein Geist an. Sein Ziel war allerdings diesmal Sayuri, die die beiden blutüberströmt und halb unter dem riesigen Stofftier begraben auf dem Gang finden.

Teil 8

Yuuichi und Mai sitzen im Krankenhaus und warten darauf zu erfahren, wie es Sayuri geht. Erst tief in der Nacht kommt Yuuichi wieder nach Hause.

Am nächsten Tag ist er auf dem Weg zur Schule zu Nayuki ziemlich einsilbig. Und in der Schule gehen mal wieder die wildesten Gerüchte um, was Mai schon wieder angestellt haben soll. Auf so eine Gelegenheit hat Kuze nur gewartet, doch diesmal nimmt Mai nicht alles schweigend hin, und die beiden sind kurz davor, handgreiflich zu werden. Yuuichi kann gerade noch das Schlimmste verhindern.

Mai in Aktion

Dafür macht Mai sich aber schwere Vorwürfe wegen Sayuri. Sie glaubt, es sei mehr oder weniger ihre Schuld. Zum Glück ist ihr nichts ernstliches passiert, doch Mai ist entschlossen, ihren Kampf gegen die Geister in dieser Nacht zu Ende zu bringen, egal wie.

Und so finden sie sich in der Nacht wieder in der Schule ein. Sie brauchen nicht lange zu warten, bis der Tanz losgeht. Dabei hat Yuuichi mal wieder eine Rückerinnerung. Damals, vor 7 Jahren, hat er mit Mai "Geister-Fangen" gespielt.

Der Kampf wird ziemlich heftig und recht blutig ausgetragen, und der Geist jagt Yuuichi quer durch die Schule. Schließlich stürzt Mai sich mit dem Schwer in der Hand von Schuldach und haut den Geist mitten durch. Anscheinend ist der Kampf damit endlich siegreich beendet, denn das war der letzte Geist. Und jetzt verlasen Mai ihre Kräfte. Aber sie ist Yuuichi dankbar, daß er gekommen ist.

Yuuichi geht in einen Konvini und holt etwas zu Essen, doch in der Zeit beginnen die Geister Mai anscheinend wieder heimzusuchen. Irgendwie wird Yuuichi klar, daß Mai selbst es ist, die diese Geister erzeugt. Er rennt zurück und versucht sie aufzuhalten. Sie brauche nicht mehr weiterzukämpfen.

Es ist wirklich so, daß sie und er sich schon damals getroffen haben, auch wenn es diesmal Mai ist, die sich nicht daran erinnert. Doch der kleine Junge von damals ist jetzt zurückgekommen, und Mais Alptraum endet nun endlich.

Das glaubt zumindest Yuuichi, doch Mai hat ernsthaft vor, sich nun ihr Schwert in de Leib zu stoßen.

Sayuri ist es, die ihrer Freundin das Leben rettet. Aus dem Krankenhaus entlassen, kommt sie gerade noch zurecht, um Mai das Schwert aus der Hand zu schlagen.

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Am nächsten Tag trifft Yuuichi mal wieder Shiori im Schulhof. Sie läßt sich von dem Tanzfest erzählen.

Später trifft er eine Schulkameradin, die andeutet, Shioris Krankheit sei alles andere als eine Erkältung. (Was genau es ist, wird allerdings in der ganzen Serie nicht genau gesagt, ebensowenig, wie wir jemals den Namen der Stadt erfahren.)

Teil 9 - Egao no mukougawa ni (Auf der anderen Seite des Lächelns)

Yuuichi erfährt, daß Shiori nur einen einzigen Tag lang diese Schule besucht hat, und zwar für die Aufnahmezeremonie.

Er marschiert zu Kaori und fragt sie direkt, doch sie weigert sich, auf dieses Thema irgendwie einzugehen.

Yuuichi und Shiori

Die Sache läßt Yuuichi nicht mehr los. Kaori aber anscheinend auch nicht. Am Abend ruft sie Yuuichi zuhause an, und sie verabreden sich in einem Park, der trotz des kalten Winters einen laufenden Wasserfall hat.

Die Geschichte geht so: Natürlich ist Shiori doch Kaoris kleine Schwester, und sie ist todkrank. Die Ärzte haben ihr erklärt, sie werde aller Wahrscheinlichkeit nach ihren nächsten Geburtstag nicht mehr erleben. Für Kaori was das so bedrückend, daß sie die Sache konsequent verdrängte. Wenn es Shiori nie gegeben hätte, dann wäre ihr - ihnen beiden - all dieses Leid erspart geblieben. Und seitdem lebt sie so, als hätte sie keine kleine Schwester.

Sehr nachdenklich geht Yuuichi wieder nach Hause. Nayuki ist noch auf. Sie fragt ihn, was er jetzt tun wolle. Nayuki hat allerdings eine gute Idee: er solle Zeit mit ihr verbringen und schöne Sachen machen. Sie sollten zusammen lachen und interessante Dinge erleben.

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Am nächsten Tag trifft er wieder Shiori im Schulhof, und sie gibt zu, daß sie ihn mit der Geschichte von der Erkältung angelogen habe. Aber ihr größter Wunsch ist es, daß er sie wie ein ganz normales Mädchen behandelt. Wenigstens eine Woche lang, bis zu ihrem Geburtstag.

Und so nimmt Yuuichi Shiori als Schülerin mit in die Schule, und Nachmittags vergnügen sie sich mit Schneeballschlachten, Einkaufsbummeln und allen möglichen Spielen.

Am Tag vor Shioris Geburtstag gehen die beiden spazieren, und Yuuichi sagt, sie sollten zusammenbleiben, bis der neue Tag beginnt. Und so überreicht er ihr dann eine Minute nach Mitternacht ihr Geburtstagsgeschenk.

Nayuki hat derweil Kaori aufgelesen, und sie machen sich auf den Weg zu Shiori und Yuuichi, um ebenfalls Shioris Geburtstag zu feiern.

Die haben derweil eine romantische Zeit vor einem großen Springbrunnen und tanzen sogar. Shiori erzählt Yuuichi, daß sie sich an dem Tag, an dem sie sich das erste Mal trafen, das Leben nehmen wollte. Doch nach ihrer Begegnung mit ihm konnte sie das nicht mehr.

Kurz darauf tauchen Nayuki und Kaori auf und es gibt so etwas wie eine tränenreiche Wiedervereinigung der beiden Schwestern.

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Shiori muß ins Krankenhaus, aber Kaori besucht sie jeden Tag nach der Schule und kümmert sich um sie.

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Der nächste Problemfall wird Makoto werden. Es fängt ganz harmlos an mit einem leichten Fieber.

Teil 10 - Fuyu no Hanabi (Winter-Feuerwerk)

Makoto holt Yuuichi nach der Schule ab und schleppt ihn in die Stadt. Er kauft ihr ein paar kleine Glöckchen an einer Schnur, die Makoto fortan um das Handgelenk tragen wird.

Beim Abendessen fallen Makoto die Stäbchen aus den Fingern und sie muß mit einem Löffel weiteressen. Das sind die ersten Anzeichen für ihren Auflösungsprozeß. Als nächstes kippt sie um. In ein Krankenhaus will sie aber auf keinen Fall, deshalb läuft sie weg, obwohl sie so schwach ist, daß sie sich kaum auf den Beinen halten kann. Ihre Katze gibt ihr dabei immerhin sowas wie moralische Unterstützung, denn sie führt sie.

Makoto als Fuchs

Yuuichi macht sich auf die Suche und findet sie schließlich wieder draußen vor der Stadt auf dem Monomi-Berg. Es ist eisig kalt in der Nacht, und er trägt sie nun schon zum zweiten Mal auf seinem Rücken wieder zurück nach Hause. Dafür muß er ihr aber versprechen, sie nicht zu einem Arzt zu bringen.

Vor den beiden steht plötzlich ein Mädchen und warnt Yuuichi, er solle sich von Makoto fernhalten, andernfalls er unglaubliches Leid erdulden müsse.

Trotz der harten Nacht geht Yuuichi am nächsten Morgen zur Schule, wo er das Mädchen wieder trifft. Es heißt Amano Michio und erzählt ihm folgendes. Wieder einmal ist es eine Geschichte, deren Anfang die berühmten 7 Jahre zurückliegt. Auf der Lichtung auf dem Monomi-Berg vor der Stadt leben Füchse, die von den Menschen seit Alters her als Unglücksbringer gefürchtet und gejagt werden. Einen dieser Füchse befreite Yuuichi damals aus einer Falle und pflegte ihn gesund. Und dieser Fuchs ist jetzt als das Mädchen Makoto zu ihm gekommen. Damit ein Fuchs ein Mensch werden kann, muß er zwei Dinge opfern: zuerst seine Erinnerung, dann sein Leben. Und in diesem Stadium ist Makoto jetzt.

Der Beweis, daß Makoto wirklich jener Fuchs ist, ist die große Narbe, die sie quer über der Brust trägt, genau da, wo das Fangeisen den Fuchs damals aufgespießt hatte. Jetzt muß Yuuichi es glauben, ob er will oder nicht.

Unaufhaltsam wird Makoto von Tag zu Tag weniger. Bald kann sie nicht mehr alleine essen, dann nicht einmal mehr sprechen. Yuuichi kümmert sich soviel um sie, wie er kann, und Makoto weiß das sehr zu schätzen.

*

Akiko und Nayuki beschließen, Makoto doch zu einem Arzt zu bringen. Doch Yuuichi will Makotos letzten Wunsch erfüllen, und in dem kommt kein Krankenhaus vor. Er feiert in einem Restaurant ihr gewissermaßen ersten und letzten Geburtstag, und am Abend machen sie ein kleines Feuerwerk. Am nächsten Morgen hat Makoto wieder Fieber. Akiko ruft einen Krankenwagen, doch Yuuichi nimmt sie mit und trägt sie zurück zu ihrem eigentlichen Zuhause, dem Monomi-Berg. Den erreicht sie allerdings nicht mehr, sie löst sich vorher auf und nur die Glöckchen, die Yuuichi ihr gekauft hat, bleiben übrig.

'Sawatari Makoto' war übrigens der Name von Yuuichis erster Kinderliebe. Er erzählte dem kleinen Fuchs oft von ihr, und so kam Makoto zu ihrem Namen.

Teil 11 - Yakusoku (Versprechen)

Yuuichis nächster Problemkandidat ist Ayu, ebenfalls ein Geist, für den seit 7 Jahren die Zeit nicht mehr vergeht.

*

Vor 7 Jahren schenkte Yuuichi Ayu eine kleine Puppe, von der er ihr versprach, sie werde ihr drei Wünsche erfüllen. Ausführen werde er die Wünsche allerdings selbst, also dürfe sie sich nichts wünschen, was er nicht machen könne.

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Akiko hat Kinokarten gewonnen, die sie nun Yuuichi vermacht. Er will mit Nayuki hingehen, aber die ist heute auswärts. Und so setzt er sich vor das Kino und brütet vor sich hin, bis Ayu auftaucht. Sie ist ziemlich in ihn verknallt und freut sich, ihn zu sehen, und so nimmt er sie mit ins Kino.

Ayu kt Yuuichi

Der Film scheint ziemlich schaurig zu sein und Ayu fürchtet sich gehörig, aber trotzdem haben die beiden eine Menge Spaß, auch nach dem Kino. Nayuki kommt später am Tag mit dem Zug zurück und sieht die beiden durch die Einkaufspassage vor dem Bahnhof herumtollen. Und Ayu küßt Yuuichi sogar! Nayuki, die Yuuichi auch sehr mag, ist geschockt.

Kurz nach ihr kommt Yuuichi nach Hause, und er bringt Ayu mit. Wie üblich lädt Akiko sie zum Essen und zum Übernachten ein. Für Nayuki ist das ganz schön hart.

Nach dem Essen stehen Yuuichi und Ayu auf dem Balkon und reden miteinander, unter anderem über ihre Haarspange, das sie immer trägt, weil jemand sehr wichtiges es ihr geschenkt hat: nämlich Yuuichi. Der erinnert sich, wie üblich, an nichts. Komisch ist, daß Ayu dieses Haarspange trägt, obwohl Yuuichi sie bei sich herumliegen hat. Sie existiert also doppelt.

Yuuichi erinnert sich an Ayus ersten Wunsch: er solle sie nicht vergessen.

Nun, Nayuki hat ein besseres Gedächtnis als er. Am nächsten Morgen erinnert sie sich ganz dunkeln, daß sie Ayu vor langer Zeit schon mal begegnet ist.

Yuuichi und Ayu gehen dann zur Schule. Ayu geht natürlich nicht in die Schule, die Yuuichi und Nayuki besuchen, sondern, wie sie ihm erzählt, in eine, wo sie kommen und gehen kann, wann sie will, und in der sie auch machen darf, was sie will. Yuuichi findet das sehr verwunderlich.

Nach der Schule treffen sie sich wieder in der Stadt. Yuuichi kauft Ayu Taiyaki und sagt ihr, er möge sie sehr gerne. Sie antwortet, ob er sie auch möge, wenn er das eines Tages bedauern müsse, aber er sagt, er werde das sicher niemals bedauern. Und so will Ayu es auch nicht bedauern und erklärt Yuuichi, daß sie ihn liebe und dieses Ding, das sie verloren hat, sicherlicht gar nicht mehr brauche, weil sie jetzt glücklich ist.

Dann gehen die zwei zu Ayus Schule, denn Yuuichi ist neugierig, was für eine Schule das wohl sein könnte. Nun, der Weg geht mitten durch den verschneiten nächtlichen Wald und endet dort auf einer kleinen Lichtung. Das einzige, was es dort gibt, ist ein Baumstumpf. Ayu ist schockiert, genau hier war doch ihre Schule. Sie versteht die Welt nicht mehr, selbst heute morgen war sie doch noch hier gewesen. Und wieso erinnert sich Yuuichi nicht mehr an sie? Für scheint sehr vieles davon abzuhängen.

Dann fängt sie an zu graben, nach ihrem verlorenen Gegenstand. Finden tut sie ihn auf diese Weise natürlich nicht. Und außerdem dürfte sie gar nicht hier sein.

Ayus zweiter Wunsch damals war, auf dieselbe Schule wie Yuuichi zu gehen.

Irgendwann hört sie auf zu graben. Yuuichi meint, sie sollten morgen weitersuchen, er würde ihr auch dabei helfen. Doch das lehnt Ayu ab: vielleicht werde es kein Morgen mehr geben. Vielleicht würden sie sich nicht wiedersehen. Dann geht sie in den Wald und ist weg. Ihr sich immer und immer wiederholender Traum ist zuende.

Teil 12 - Yume no Ato (Spur eines Traumes)

Als Yuuichi wieder nach Hause kommt, ist er ziemlich deprimiert. Nayuki hat für ihn Essen gekocht, aber er beachtet sie gar nicht. In seinem Zimmer findet er wieder diese Haarspange, und nun fällt ihm ein Teil der Geschichte wieder ein. Ayu und er spielten oft auf der Lichtung, wo gestern Ayu ihre Schule gesucht hat. Damals stand der Baum in der Mitte noch. Eines Tages kam Yuuichi mal wieder dorthin. Ayu saß auf dem Baum, verlor durch einen Windstoß aber das Gleichgewicht, fiel herunter und starb in Yuuichis Armen (zumindest sieht es so aus).

Yuuichi ist entsetzt über sich selbst, daß er sowas hat vergessen können.

Kaori und Jun

Am nächsten Tag geht er wieder dorthin. Nayuki kommt auch, und er erzählt ihr, was damals passiert ist. Ayu hatte sich gewünscht, in dieselbe Schule wie Yuuichi zu gehen, und er erklärte kurzerhand diese Lichtung mit dem großen Baum für ihre Schule, eine Schule ohne Lehrer, Hausaufgaben und all diese lästigen Dinge, nur für sie beide.

Eines Tages erschien Ayu mit einem Einmachglas, in das sie ihre Wünsche-erfüllende Puppe gesteckt hatte. Diese vergrub sie unter dem Baum als eine Art Zeitkapsel mit noch einem Wunsch übrig. Und diese Puppe war dieses Ding, das sie als Geist immerzu gesucht hatte.

Dann fiel sie vom Baum. Es war der Tag, an dem Yuuichi ihr diese rote Haarspange gekauft hatte, und sie versprach, wenn sie sich das nächste Mal sähen, würde sie sie tragen. Was sie dann als Geist ja auch tat, und so kam es, daß dieses Spange gewissermaßen doppelt existierte.

Nayuki schlägt vor, diese Zeitkapsel zu suchen. Die beiden organisieren sich ein paar Klassenkameraden, fangen an zu buddeln und finden sie nach einiger Zeit auch. Yuuichi ist glücklich.

*

Akiko kommt spät von der Arbeit heim und wird bei dichtem Schneesturm vor dem Bahnhof von einem Auto überfahren.

Nayuki und Yuuichi tauchen im Krankenhaus auf. Die Lage ist so ernst, daß Nayuki davon ausgeht, bald Waise zu sein. Yuuichi ruft seine Eltern an, aber wegen des schlechten Wetters können sie nicht so bald kommen. Yuuichi hat sowieso genug zu tun, Nayuki zu trösten und etwas aufzumuntern. Das ist aber schon allein deshalb nicht so leicht, weil Nayuki ja in ihn verknallt ist, aber genau weiß, daß seine Gedanken nur bei seiner Ayu sind. Sie ist jetzt ganz allein. Und Yuuichi wird langsam klar, was Nayuki für ihn empfindet, und das wahrscheinlich schon seit 7 Jahren.

Am nächsten Tag erkundigt sich Kaori nach Nayuki. Anscheinend hat sie schon immer in der Schule von ihrem geliebten Yuuichi erzählt. Sie hat nie einen anderen Jungen angeschaut.

Die nächste Zeit verbringt Nayuki viel Zeit im Krankenhaus, sodaß sie und Yuuichi sich kaum noch sehen. Immerhin ist Akikos Zustand nicht mehr akut kritisch.

Mit Ayus Puppe in der Hand sitzt Yuuichi auf dem Baumstumpf und macht sich Vorwürfe. Da erscheint ihm Ayu, um ihn zu trösten: das Wunder werde eintreten. Einen letzten Wunsch hat Ayu allerdings auch noch: Yuuichi soll sie vergessen. Diesen Wunsch kann er ihr aber unmöglich erfüllen. Dennoch muß Ayu wieder gehen, diesmal für immer, wie sie sagt.

Doch als sie geht, kommt Akiko wieder zu sich.

Teil 13

Nach 12 Folgen Winter, Schnee und Kälte kommt endlich der Frühling. Akiko geht es langsam wieder besser. Nayuki ist ständig bei ihr im Krankenhaus, sodaß sie Yuuichi kaum noch sieht.

Die Oberschüler haben Schulabschlußfeier, und Yuuichi schenkt Sayuri und Mai einen Blumenstrauß. Die beiden haben beschlossen, gemeinsam ins Ausland zu gehen und dort zu studieren. Yuuichi wird sie vermissen. Dafür ist Shiori wieder in der Gegend. Anscheinend geht es ihr nun doch wieder so gut, daß sie zu Beginn des nächsten Schuljahres zur Schule gehen kann.

Akiko im Krankenhaus

Als Yuuichi nach Hause kommt, sind Nayuki und Piro da. Yuuichi allerdings soll nun zu seinen Eltern zurückgehen, sodaß Nayuki wieder allein sein wird. Es bleibt nicht mal viel Zeit. Das meiste hat er schon per Post logeschickt, und den Rest packt er jetzt ein, weil sein Zug übermorgen fährt. Nayuki ist so deprimiert, daß sie nicht bleiben und ihm beim Packen zusehen will, sondern wieder ins Krankenhaus geht.

Dafür kommen am Morgen des Abreisetages Shiori, Kaori und Jun zu einer Abschiedsfeier. Danach geht Yuuichi ins Krankenhaus, um sich von Akiko zu verabschieden. Wieder zurück, packt er die letzten Sachen ein. Dabei fällt ihm mal wieder die Haarspange in die Hand, die für Ayu gewesen wäre. Yuuichi geht dann zu Bahnhof, Nayuki wieder ins Krankenhaus. Akiko meint, ob sie ihn nicht doch verabschieden wolle. Aber sie hat ihm eine Nachricht auf ihren sprechenden Wecker gesprochen, und die hört Yuuichi noch, bevor er geht.

Das Schicksal entscheidet jedoch anders. Durch Zufall kommt Nayuki im Krankenhaus an einer Zimmer vorbei, an dessen Tür der Name "Tsukimiya Ayu" steht.

Ayu ist also nicht gestorben. Sie ist damals ins Koma gefallen. Dann hat auch für sie die Zeit angehalten und sie hat 7 Jahre gewartet, bis Yuuichi wieder da war. Sie ist ihm als Geist erschienen, aber jetzt wird es Zeit, daß die beiden auch real wieder zueinander finden.

Nayuki saust los zum Bahnhof. Sie erwischt Yuuichi noch. Gewissermaßen zum Abschied küßt sie ihren Liebsten, denn von da an wird er Ayu gehören.

An ihrem Krankenbett, wo sie im Koma liegt, verspricht Yuuichi ihr, immer bei ihr zu sein. Er gibt ihr die Haarspange, die er immer noch bei sich hat. Und darauf schlägt Ayu zum ersten Mal seit 7 Jahren die Augen auf.


Erstellt am 10.5.2004. Letzte Änderung: 20.2.2014