Kara no Kyoukai / Garden of Sinners

Kara no Kyoukai / Garden of Sinners

Der japanische Titel "Kara no Kyoukai" heißt etwa "Grenze der Leere".

Dieses Anime geht auf ein Doujinshi einer Gruppe namens Takebouki zurück, von der auch "Tsukihime" stammt. Die Takebouki-Leute müssen entweder auf LSD gewesen sein oder vor dem Verfassen dieses Werkes eine längere Haftstrafe in der Vorhölle abgesessen haben, denn das Ergebnis ist ein surrealer Alptraum mit zahllosen zerstückelten Leichen, irren Killern, monströsen Magiern und ähnlichen Protagonisten. Dagegen wirkt die Hauptfigur Ryougi Shiki, die eher an eine Killermaschine erinnert als an ein Mädchen, fast schon normal.

Shiki verfügt über erstaunliche Fähigkeiten, die gar nicht so einfach zu beschreiben sind. Sie ist unglaublich schnell und kampfstark, vor allem mit ihrem Messer. Doch obwohl es anders aussieht, tötet sie kaum jemals. Außerdem hat sie magische Augen, mit denen sie Zeichen des Todes sehen kann, weil sie zwei Jahre lang dem Tod sehr nahe war. Zum dritten wohnten in ihren Körper zwei Seelen, die weibliche Shiki und der männliche irre Killer SHIKI, der aber später davongeht und verschwindet, stirbt, Selbstmord begeht oder so etwas ähnliches.

Shiki arbeitet für die Magierin Aosaki Touko, die ihr von Zeit zu Zeit neue Körperteile anfertigt, wenn sie die alten im Kampf verschlissen hat. Was Touko umtreibt, wissen wir auch nicht so genau. Sie sammelt seltsames Zeug und geht diversen Geschäften nach, die meistens mit Mördern, Geistern oder Monstern zu tun haben, und Shiki hilft ihr dabei.

Und dann gibt es auch noch Kokutou Mikiya, Shikis Klassenkamerad, der ebenfalls für Touko arbeitet. Denn Shiki ist normal genug, eine Schule zu besuchen, auch wenn sie dort nicht gerade eine beliebte Musterschülerin ist. Aber Mikiya liebt Shiki. Obwohl eine solche Liebe ziemlich gefährlich ist, verliert er nie das Vertrauen in sie, und so findet diese Blut- und Splatter-Orgie schließlich in der letzten Folge ein fast romantisches Ende.

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Fazit

"Kara no Kyoukai" ist mit seinen unvergleichlichen Bildern ein unglaublich eindringliches und faszinierendes Anime, das geniale Züge trägt. Wer sich von den enormen Mengen an Filmblut, abgeschnittenen Körperteilen und noch schlimmeren Sachen nicht schrecken läßt, bekommt hier etwas geboten, was es sonst nur sehr selten gibt.


Die sieben Folgen sind teilweise fast 2 Stunden lang. Das ist allerdings nicht der Grund, warum es kaum möglich ist, ihre Handlung zusammenzuschreiben. Sondern es liegt daran, daß es surreale Bilder und Handlungsschnipsel sind, die sich erst nach und nach zu einem Gesamtbild zusammenfügen, wobei die Logik nicht immer ganz leicht nachvollziehbar ist. Aber meistens ...

Ganz kurze Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 7


Ryougi Shiki - weibliche Anime-Charaktere sind meistens niedlich, und Shiki macht dabei (meistens) keine Ausnahme, obwohl sie eher an einen Kampfroboter oder eine messerschwingende Dämonin erinnert. Eigentlich stammt sie aus einer steinreichen Familie, aber sie hat einen sehr vielschichtigen Charakter Ryougi Shiki Sakamoto Maaya
Kokutou Mikiya - er geht mit Shiki in eine Klasse, ist irgendwie in sie verliebt, besucht sie die zwei Jahre, die sie im Koma liegt, regelmäßig im Krankenhaus, arbeitet für Touko und hat einen älteren Bruder oder nahen Verwandten, der bei der Polizei arbeitet Kokutou Mikiya Suzumura Ken'ichi
als Kind: Kitamura Eri
Aosaki Touko - Shikis Chefin ist eine kettenrauchende Hexe, die sogar im Krankenhaus qualmt. Sie ist auf die Herstellung realistischer Puppen spezialisiert und hat sogar eine Puppe von sich selbst angefertigt, die sich vom Original so wenig unterscheidet, daß sie sich schließlich fragt, wozu sie (als Original) dann überhaupt noch gebraucht wird. Die Antwort: um weiterzuleben, nachdem die Puppe ermordet wurde Aosaki Touko Honda Takako
Fujiyou Kirie - sie ist 27 und in Folge 1 Shikis Gegnerin. Ihr Körper und ein Teil ihres Ichs liegen im Krankenhaus, aber gleichzeitig spukt sie als Geist in einem verlassenen Hochhaus und treibe eine Reihe von Mädchen in den Selbstmord Fujiyou Kirie Tanaka Rie
Shirazumi Rio - er ist ein paar Jahre älter als Mikiya und ging früher auf dieselbe Schule. Er ist besessen von Shiki, genauer gesagt von SHIKI und begeht schauerliche Morde, um sie für sich zu interessieren. Er stellt all die anderen monströsen Verbrecher und Untoten dieses Animes weit in den Schatten. Und dann begegnet er auch noch Araya Souren, der ihn erst richtig in Hochform bringt Shirazumi Rio Hoshi Souichiro
Herr Ryougi - Shikis Vater taucht nur mal kurz in Folge 2 auf Herr Ryougi Sugisaki Ryou
Akimi Daisuke - Mikiya nennt ihn Nii-san, aber er ist wohl nicht wirklich sein großer Bruder. Jedenfalls arbeitet er bei der Polizei. Leider ist ihm Mikiya keine große Hilfe, obwohl er meistens genau weiß, wer der jeweilige Massenmörder ist Daisuke Touchi Hiroki
Kokutou Azaka - sie ist 16 Jahre alt, Mikiyas kleine Schwester, Zauber-Lehrling und auf Shiki eifersüchtig. Sie taucht in verschiedenen Folgen auf und spielt in Folge 6 die Hauptrolle, ausgerechnet zusammen mit ihrer Rivalin und Lieblingsfeindin Shiki Kokutou Azaka Fujimura Ayumi
Asagami Fujino - sie ist unfähig, Schmerz zu empfinden. Zudem hat sie eine Art telekinetische Fähigkeit, mit der sie Dinge mit unglaublicher Gewalt verdrehen kann. Sie will aber nicht, daß das jemand erfährt. Ihr Wunsch ist es, einfach nur ein normales Leben zu führen. Zusammen ist das eine hoch brisante Mischung, und die Zahl ihrer Opfer ist entsprechend hoch Asagami Fujino Noto Mamiko
Minato Keita - Er ist ein jüngerer Schulkamerad von Mikiya. Fujino ist auch hinter ihm her, und das versetzt ihn zu recht in Todesangst Minato Keita Asanuma Shintarou
Araya Souren - er sucht die Spirale des Ursprungs, die letzte Wahrheit über Menschen, die Schöpfung und sich selbst. Er ist ein über 200 Jahre alter Zauberer und alter Bekannter Toukos, und in der Wahl seiner Mittel ist er nicht zimperlich Araya Souren Nakata Jouji
Enjou Tomoe - ist ist fest davon überzeugt, seine Eltern ermordet zu haben und wartet eigentlich nur darauf, daß die Polizei ihn festnimmt. Doch das geschieht nicht, denn es gibt keine Leichen. Wie sich die Sache tatsächlich verhält, das finden Shiki und Touko erst nach und nach heraus. Es ist eine mehr als bizarre Geschichte, hinter der Araya Souren steckt und für den Tomoe nur eine kleine Schachfigur ist. Dabei hatte Tomoes Leben eigentlich sehr gut begonnen, bis seinem Vater wegen einer Alkoholfahrt der Führerschein entzogen wurde und er dann ohne Führerschein jemanden totfuhr. Von da an ging es nur noch steil bergab für die Familie, geradewegs hinunter in die Hölle Enjou Tomoe Kakihara Tetsuya
Cornelius Alba - ein weiterer Zauberer, der in Folge 5 ein paarmal auftritt. Er haßt Touko und ist sich sicher, sie diesmal um die Ecke gebracht zu haben. Doch so leicht geht das nicht Cornelius Alba Yusa Koji
Frau Enjou - Tomoes Mutter. Auch sie ist nur noch ein Zombie, der jeden Abend ermordet wird und jeden Morgen wieder zum Leben erwacht Frau Enjou Itou Miki
Kurogiri Satsuki - er ist Lehrer am Reien-Internat und nebenbei ein ziemlich mächtiger Zauberer namens God's Word Kurogiri Satsuki Okiayu Ryutarou
Ouji Misaya - die Schülersprecherin am Reien-Internat hütet ein paar finstere Geheimnisse. Sie ist die Herrin der Elfen, stand der kürzlich verstorbenen Tachibana Kaori sehr nahe und benutzt ihre magischen Kräfte, um die Erinnerungen ihrer Mitschüler an bestimmte Umstände von Kaoris Tod auszuradieren. Zu spät merkt sie, daß sie Elfen ein ziemlich zweischneidiges Werkzeug sind Ouji Misaya Mizuki Nana

Daten: Regie: jede Folge hat einen anderen Design: Takeuchi Takashi Erscheinungsjahr: 2007 - 2009
Bewertung Animation:
Framerate: sehr gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut Zeichenqualität: super Character-Design: sehr gut
Bewertung sonstiges: Handlung: es lohnt sich, die Folgen zweimal anzuschauen, um alles richtig zusammensortiert zu bekommen Besonderheit: Autos rasen nach schweren Unfällen einfach weiter statt anzuhalten und sich um die Opfer zu kümmern Musik: sehr gut
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Fansub-Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: auf seine Weise super

Erstellt am 16.4.2012. Letzte Änderung: 22.4.2014