Kiki's Delivery Service - Zusammenfassung der Handlung

Laufzeit ca. 103 Minuten.

Kiki LD

Kiki liegt auf der Wiese und hört sich im Radio die Wettervorhersage an. Es ist eine sternklare Vollmondnacht angesagt, und so beschließt sie, in dieser Nacht aufzubrechen. Sie ist 14 geworden und muß nun in der Fremde ein Trainingsjahr absolvieren, um eine richtige Hexe zu werden. Ihre Eltern hätten sie gerne wenigstens noch ein bißchen länger bei sich behalten, aber Kiki ist voller Energie und Tatendrang. So packt sie ihre wenigen Sachen, schnappt sich ihren Schwarzen Kater Jiji, verabschiedet sich von allen - in der Nacht gibt es eine Abschiedsfeier - und fliegt dann los. Am Anfang geht es etwas holprig, doch dann fliegt sie geschmeidig durch die Nacht davon in eine ungewisse Zukunft.

Kiki und eine andere Hexe

Sie überfliegt das Land und die Städte, von denen viele auch Nachts nicht zur Ruhe kommen. Plötzlich taucht neben ihr eine andere Hexe auf, ebenfalls mit einer Schwarzen Katze. Die andere ist mit ihrem Trainingsjahr schon fast fertig und deswegen ziemlich eingebildet, aber irgendwo auch wieder ganz nett. Sie und Kiki unterhalten sich eine Zeitlang, was Kiki später einiges zu Denken gibt. Ihre Kollegin hatte als Spezialität Wahrsagen, und Kiki denkt darüber nach, was ihre Spezialität sein könnte.

Später gibt es ein schreckliches Gewitter, und Kiki und Jiji suchen Schutz in einem abgestellten Zug. Dort schlafen sie ein. Der Zug fährt dann los und bringt sie dahin, wo sie sowieso hin wollte: zum Meer. Sie kommen an einer Stadt vorbei, die Kiki gefällt, und so verläßt sie den Zug und fliegt in die Stadt. Zuerst erkundigt sie sich, daß die Stadt noch frei ist (also keine andere Hexe vor ihr da war), dann fliegt sie durch die Straßen. Die Leute gaffen ihr nach - alltäglich sind fliegende Hexen dort offenbar doch nicht. Kiki ist so stolz auf sich, daß sie um ein Haar mit einem Bus zusammenknallt. (Auf dem Bus steht übrigens "Studio Ghibli").

Bus mit "Ghibli" drauf

Ein Polizist schimpft sie aus, doch ein Junge (Tombo), der durch ihre Flugfähigkeiten ebenfalls sehr beeindruckt worden ist, erzeugt eine Ablenkung, so daß sie sich davonstehlen kann. Dafür hat sie aber nun Tombo am Hals, bis es ihr zu blöd wird und sie davonfliegt.

Nachdenklich streift sie durch die Stadt: ob es wohl woanders besser wäre. Es ist gar nicht so leicht, sich in der Fremde zurechtzufinden. Schließlich kommt sie zufällig an einer Bäckerei vorbei, aus der gerade die Bäckerin (Osono) einer Kundin hinterherläuft, die den Schnuller ihres Babies vergessen hat. Spontan bietet Kiki ihr an, den Schnuller hinzubringen, denn Luftlinie ist die Frau noch nicht weit weg. Osono ist begeistert von Kiki. Später kommen die beiden ins Gespräch und Osono bietet Kiki, die ja keine Wohnung hat, an, in ihrer Dachstube zu wohnen. Nun ist es an Kiki, begeistert zu sein. Sie zieht ein, macht sauber und richtet sich ein. Jiji ist zuerst von alle dem nicht so überzeugt, doch dann sieht er auf dem Nachbardach eine schöne Mieze. Die läßt ihn zwar erst mal links liegen, doch für Jiji ist die Welt erst mal wieder in Ordnung.

Kiki und Osono

Osono hat noch eine Idee: Kiki könnte doch einen Zustelldienst aufmachen. Kiki findet diese Idee super und macht sich auf, die wichtigsten Sachen zu kaufen, vor allem einen Stadtplan. Unterwegs kommt sie an einem Modegeschäft vorbei. Nachdenklich betrachtet sie ihre unattraktive Hexenuniform. Auch Tombo trifft sie wieder, marschiert aber schnell weiter. Dafür hat Osono eine gute Nachricht für sie: ihren ersten Kunden. Sie soll einen Vogelkäfig mit einer ausgestopften Katze darin zu einem recht weit entfernt liegenden Haus befördern, wo jemand Geburtstag hat. Das erweist sich allerdings als unerwartet schwierig. Eine starke Windbö bringt sie aus dem Gleichgewicht und sie stürzt ab. Es passiert ihr zwar nicht direkt was, aber sie landet in einem Krähennest, und die Krähe stürzt sich auf sie, um den Eierdieb zu vertreiben. Kiki flieht, aber dabei hat sie die ausgestopfte schwarze Katze verloren.

eine Krähe verfolgt Kiki

Sie will sie zurückholen, doch nun stürzt sich ein ganze Krähenschwarm auf sie. Und die Zeit wird knapp. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jiji die ausgestopfte Katze spielen zu lassen, während sie sich in den Wald schleicht, um die echte zu finden. Während Jiji sich mit einem riesigen Bernhardiner und einem gelangweilten kleinen Jungen konfrontiert sieht, findet Kiki die Katze in einer Waldhütte, die von einer etwas schrulligen Malerin namens Ursula bewohnt wird. Ursula ist zwar sehr nett und durchaus bereit, die Spielzeugkatze wieder herauszurücken, doch deren Kopf ist halb abgebrochen. Ursula näht den Kopf wieder an, dafür muß Kiki aber die Hütte schrubben. Aber auch das schafft sie, und am späten Abend endlich kann sie die "falsche" gegen die echte Katze austauchen - mit der Hilfe des Bernhardiners übrigens, der sich für Jiji als ein echter Freund erwiesen hat.

Als Kiki spät in der Nacht zurückkommt, sieht sie im Schaufenster der Bäckerei ein gebackenes Reklameschild für ihren Zustelldienst hängen, das Osonos Mann gebacken hat. Kiki ist gerührt.

Am nächsten Tag taucht Tombo im Laden auf und drückt Kiki eine Einladung in die Hand. Er und seine Freunde machen am Abend eine Flug-Party, und sie würden sich sehr freue, wenn Kiki auch käme. Die ist davon sehr angetan, hat aber vorher einige Lieferungen auszufliegen. Dabei geht wieder einiges schief, und am Ende gerät sie in einen schrecklichen Regen. Die Party fällt deswegen auch aus, und Kiki muß mit Grippe ins Bett.

Derweil freundet sich Jiji mit der Nachbarskatze (Lilly) an. Osono hat einen neuen Auftrag für Kiki, den diese zur Abwechselung zu Fuß austrägt.

Lilly

Empfänger ist niemand anderes als Tombo. Er zeigt Kiki sein Flugfahrrad. Der Propeller ist schon dran, nur die Flügel fehlen noch. Tombo will Kiki auch den Zeppelin zeigen, der am Strand gelandet ist, und zusammen fahren sie los. Das Fahrrad hat aber keine Bremse, und so werden sie erst fast von einem Auto überfahren und landen dann im Graben. Der Graben ist allerdings schon am Strand, und da wollten sie ja sowieso hin. Der Zeppelin ist riesig. Tombo und Kiki sind davon sehr angetan. Da tauchen Tombos Freunde und Freundinnen mit ihrem Auto auf. Kiki hat sie noch von früher in wenig guter Erinnerung, irgendwie fühlt sie sich als totaler Außenseiter, und so läßt sie Tombo einfach stehen und marschiert wieder nach Hause.

Dort streicht Jiji um sie herum, doch sie versteht ihn nicht mehr. Als ihr das klar wird, probiert sie entsetzt, ob sie noch fliegen kann, doch auch das funktioniert fast nicht mehr. Offenbar hat sie eine persönliche Krise. Ein paar Tage später taucht Ursula bei ihr auf und schleppt sie in ihre Waldhütte ab. Dort hinzukommen ist gar nicht so einfach: erst ein Stück mit dem Bus, dann weiter zu Fuß, dann per Anhalter und am Schluß wieder zu Fuß.

Ursulas Waldhütte

Als Kiki die Hütte betritt, fällt ihr Blick auf das riesige Bild, zu dem Ursula durch ihren ersten Besuch inspiriert worden ist - Kiki, impressionistisch umgesetzt. Die beiden unterhalten sich lange. Sie meint, Malen und Zauberei wären ziemlich gleich. Auch Ursula hat ihre Krise durchgemacht. Eines Tages konnte sie einfach nicht mehr malen. Sie empfiehlt Kiki, einfach Abstand zu gewinnen und zu ihrer eigenen Inspiration zu finden, dann würden ihre Kräfte von selbst wiederkommen.

Bevor sie schlafen, eröffnet Ursula Kiki noch, daß sie hergeholt habe, um sie zu malen. Sie hätte so ein tolles Gesicht.

Ein paar Tage später kehrt Kiki wieder zurück und macht mit ihrer Arbeit weiter - zu Fuß allerdings.

Kiki rettet Tombo

Da passiert ein schwerer Unfall mit dem Zeppelin. Ein Sturm hat ihn losgerissen, und jetzt ist er außer Kontrolle. Unkontrolliert treibt er über der Stadt. An einer Leine hängt ein Polizeiauto und, etwas darüber, Tombo. Als Kiki das im Fernsehen sieht, rennt sie sofort los. Derweil reißt das Polizeiauto ab und fällt in die Tiefe. Es landet in einem Teich (dessen Überlaufen nach dem Treffer ist toll animiert), und Tombo ist knapp vor dem Herunterfallen. Kiki schnappt sich auf der Straße den nächsten besten Besen und versucht zu fliegen. Sie nimmt all ihre Kräfte zusammen, und dann hebt sie ab. Wegen des Sturms ist es extrem schwierig für sie zu navigieren, aber sie gibt nicht auf und rettet Tombo in letzter Sekunde. Damit ist sie die Heldin des Tages, und ihre Magie hat sie auch wieder.

Außerdem bekommt Osono, die die dramatische Rettung im Fernseher verfolgt hat, vor Aufregung ihr Baby.


Im Abspann sehen wir Kiki in diversen Szenen: beim Ausliefern, beim Besuch von Freunden, beim Fliegen mit Tombo, dessen Flug-Fahrrad inzwischen funktioniert, usw. Jiji und Lilly haben übrigens für Nachwuchs gesorgt, und die kleinen Kätzchen sind schon begeisterte Mitflieger.

Außerdem hat Kiki ihren Eltern geschrieben, wie es ihr ergangen ist und daß es ihr gut geht. Eine besonders nette Szene ist die, wo sie mal wieder vor dem Kleidergeschäft steht und sich die hübschen Auslagen ansieht, als hinter ihr eine Mutter mit einem kleinen Mädchen an der Hand vorbeigeht. Das Mädchen trägt Hexen-Look mit Besen. Kiki ist platt.

Kiki hat eine neue Mode kreiert

Erstellt am 19.12.1998. Letzte Änderung: 20.2.2014