Miyu Zusammenfassung der Handlung Teil 3 und 4

Laufzeit pro Folge ca. 30 Minuten.

Miyu 2. LD

3. Teil: Fragile Armor

Himiko im Tempel

Es schneit. Himiko sitzt vor einem Tempel und raucht eine Zigarette, als plötzlich Miyu auftaucht und sie um Hilfe bittet. Larva, ihr Freund und Vertrauter, wurde in eine Tempel-Mauer verbannt. Himiko willigt ein unter der Bedingung, daß Miyu ihr von sich, Larva und den Shinma erzählt. Miyu führt Himiko dann an Die Stelle. Plötzlich erscheint dort eine riesige Samurai-Rüstung (gesprochen von Genda Tessho) und greift sie beide an. Die Rüstung behauptet, ein Shinma zu sein. Miyu widerspricht. (Es ist in der Tat so, daß die Rüstung eine menschliche Seele hat. Deswegen kann Miyu auch nichts gegen sie ausrichten, denn ihre Kräfte wirken nur gegen Shinma.) Miyu setzt sie sich ab und überläßt den Kampf Himiko. Die hat ein paar Tricks auf Lager und kann die Rüstung erst Mal zum Verschwinden bringen. Miyu kommt zurück und bringt Himiko zu Larva.

Bei der Rüstung taucht ein Shinma (Lemures) auf, der sich von Himikos Auftritt recht beeindruckt zeigt. Himiko untersucht derweil Larva, von dem nur noch seine Maske aus der Wand herausschaut.

Die Rüstung verbiegt mit telekinetischen Kräften ein Verkehrsschild, dann bringt sie ein Haus zur Explosion. Lemures hat damit ihre Macht getestet - behauptet er jedenfalls. In Wirklichkeit war es das Haus, in dem die Rüstung vorher als ganz normale Rüstung gestanden hat und dort von ihm zu dämonischem Leben erweckt wurde. Um die Spuren zu verwischen, hat er es nun vernichten lassen, denn die Rüstung soll sich nicht an früher erinnern.

Himiko + Rüstung

Miyu erzählt Himiko vom Ozean. Der Shinma Larva - damals noch ohne Maske - kam über das Meer, um Herrscher über die Menschen zu werden. Er wollte Miyu mitnehmen. Doch da erwachte Miyus Vampirblut, ihre braunen Augen wurden gelb und sie biß Larva und machte ihn sich untertan. Zur Strafe dafür wurde Larvas Gesicht und Stimme versiegelt. Doch er wurde ihr einziger Freund und Diener. Sie hängt sehr an ihm und bittet Himiko erneut, ihn zu retten. Sie selbst kann die Rüstung nicht besiegen (erzählt sie jedenfalls Himiko). Sie gibt Himiko einen Zettel mit ein paar Hinweisen, und die Geisteraustreiberin macht sich an die Arbeit. Sie sucht Mussen usw. auf, um etwas über die Rüstung herauszufinden. Am Ende war diese im Besitz eines alten Ehepaares. Sie besucht das Haus, wo die beiden früher gelebt haben, aber es stehen nur noch ein paar verkohlte Reste. Ein Polizist erzählt ihr, daß die Frau (vor dem Feuer) Selbstmord begangen habe, nachdem ihr Mann nach schwerer Krankheit gestorben sei.

Lemures und Himiko

Lemures taucht in der S-Bahn bei Himiko auf und lockt sie zu einem Tempel. Dann taucht plötzlich die Rüstung wieder auf und greift sie an. Lemures hält Himiko fest, so daß sie ihre Zaubertricks nicht anwenden kann. Doch überraschend erscheint Miyu. Die beiden duellieren sich. Himiko erfährt, daß sie nur Miyus Köder war, und daß Lemures Larva von Miyu getrennt hat, um ihn zu befreien. Er war nämlich früher Larvas Freund. Miyu aber beansprucht Larva heftig als ihr Eigentum. Lemures schickt die Rüstung gegen Miyu. Die versucht die Rüstung davon zu überzeugen, daß sie kein Shinma, sondern ein ehemaliger Mensch sei. Nach dem Tod des alten Mannes sei dessen Geist in die Rüstung gefahren. Damit zieht sie sie für solange aus dem Verkehr, wie sie braucht, um Lemures zu Asche zu verbrennen. Larvas Siegel bricht und er erscheint an Miyus Seite, um sie gegen die Rüstung zu verteidigen.

Die Rüstung läuft dann desorientiert durch die Stadt. Schließlich erinnert sie sich, daß sie wirklich ein Mensch gewesen ist. Doch es ist zu spät: sie wird von der Polizei in Stücke geschossen. Miyu meint zu Himiko, als Mensch sei er von Menschen gerichtet worden. Es sei unverzeihlich, daß er alles, sogar seinen eigenen Tod, habe vergessen wollen.

4. Teil: Frozen Time

Himiko ist in Kamakura. Sie erinnert sich, daß sie als Kind mal für ein paar Monate dagewesen war. Sie setzt sich auf eine Bank und läßt ihre Gedanken in die Vergangenheit schweifen. Oben auf dem Hügel war ein unheimliches Haus gewesen. Jemand hatte sie verfolgt, aber sie war entkommen. Nun steigt sie wieder auf diesen Hügel. Zunächst ist dort nichts als eine Wiese, doch als sie sich umdreht, erscheint wieder das unheimliche Haus - fast schon ein Palast. Wie unter Hypnose geht Himiko hinein, durch halb verfallene Räume, bis sie auf ein großes Zimmer stößt, in dem zwei Menschen wie eingefroren kopfüber unter der Decke schweben. Miyu erscheint. Hier war ihr Zuhause gewesen. Weder Himiko noch Miyu können den Raum betreten, da er mit Glas oder einem undurchdringlichen Energiefeld gefüllt ist. Aber immerhin kann auch Himiko die beiden eingefrorenen Menschen sehen (warum, das erfahren wir etwas später).

Himiko und Miyu streiten sich mal wieder herum. Dann macht Miyu einige komische Andeutungen, daß eines Tages Himikos Blut erwachen würde. Miyu erklärt Himiko dann, daß die beiden Leute unter der Decke ihre Eltern seien.

Miyu und Akiko

In einer langen Rückblende erfahren wir einiges aus Miyus Kindheit. Sie wuchs als scheinbar völlig normales Kind auf, nur ihr Vater war schon immer etwas seltsam - sehr ruhig, fast abwesend. Eines Tages, am Strand, sagt Miyu zu ihrem Vater, sie wolle Malerin werden. Er antwortet ihr, sie könne nichts werden. Das sei bereits entschieden. Dann erwachte Miyus Vampirblut, das sie von ihrer Mutter geerbt hat (ihre Eltern wissen natürlich, was Miyu in Wirklichkeit ist, ihre Mutter ist schließlich auch ein Vampir. Sie hat Miyus Vater mit ihrem Biß unsterblich gemacht, aber seine Seele vernichtet.) Miyu beißt und tötet eines Tages eine Mitschülerin. Sie ist verzweifelt über sich selbst, doch sie kann nichts daran ändern, was sie nun mal ist. Sie rennt in den Bambuswald und läßt sich von Larva trösten (kurz vorher wurde die Meeres-Szene erwähnt, in der Miyu sich Larva untertan gemacht hat).

Miyus Freundin Akiko hat die Szene in der Schule beobachtet. Sie besucht Miyu, um sich auch beißen zu lassen, denn sie will unsterblich werden. Miyu weigert sich zunächst, doch als Akiko ihren Hals darbietet, wechseln ihre Augen von braun zu gelb, ihre Vampir-Instinkte erwachen, und sie will zubeißen. Miyus Mutter kommt dazwischen und knallt Miyu eine. Später erscheint sie mit einem Glas Blut, um Miyus Durst zu stillen. Miyu ist verzweifelt, vor allem weil sie vermutet, ihre Mutter habe Akiko getötet und es sei ihr Blut, das sie nun bekommt. (Es ist nicht ganz klar, wessen Blut es nun in Wirklichkeit ist, aber aus der späteren Handlung kann man vermuten, daß Miyus Mutter sich selbst Blut abgezapft hat, um es ihrer geliebten Tochter zu geben). Miyu redet sich ein, daß sie ein Mensch ist. Ihre Mutter bestätigt das entschlossen, doch sie beide wissen, daß es nicht stimmt. Der Durst nach Blut kommt immer wieder.

Miyu und ihre Mutter

Dann tauchen die Shinma auf. Diese Wesen haben einst die Erde den Menschen überlassen. Um sich zu schützen, haben sie einen Wächter auf der Erde zurückgelassen: Miyus Mutter bzw., deren Stammlinie. Da die Wächter aber altern, muß von Zeit zu Zeit ein neuer eingesetzt werden. Zum Ausgleich sind Miyu und ihre Mutter von den für Vampire üblichen Beschränkungen (Weihwasser, Kruzifixe usw.) entbunden. Und mehr noch: sie können Menschen das ewige Leben geben. An diesem Tag nun war die Übergabe an Miyu vorgesehen, doch weder sie noch ihre Mutter wollen das. Sie flüchten, verfolgt von einer Horde Shinma.

Irgendwann geht Miyu die Puste aus. Die Shinma sind den beiden immer noch dicht auf den Fersen. Um wenigstens Miyu die Flucht zu ermöglichen, läßt ihre Mutter Miyu ihr Blut trinken. Sie bricht zusammen. Genutzt hat es aber nichts, denn die Shinma sind da.

Wieder in der Gegenwart, erzählt Miyu Himiko den Rest der Geschichte. Ihre Eltern sind nicht tot, aber versiegelt. Für sie selbst wurde die Zeit angehalten, bis sie die Shinma, die bei ihrer Verfolgung entkommen sind, alle wieder eingefangen hat - eine Aufgabe, die Jahrhunderte dauern kann.

Himiko erwacht wieder auf der Bank. Anscheinend war alles nur ein Traum. Sie geht auf den Hügel. Er ist leer. Aber sie erinnert sich an damals. Sie ist nicht davongerannt, sondern Miyu begegnet. Und Miyu hat sie damals gebissen. Himiko ist gelinde gesagt schockiert. (Und ihr spiritualistischen Kräfte kommen wohl von daher.)


Erstellt am 11.6.1998. Letzte Änderung: 20.2.2014