Fushigi no Umi no Nadia

Deutscher TV-Titel:

Die Macht des Zaubersteins

Englischer Titel: Nadia and the Secret of Blue Water

Nadia

Die fantastischen Geschichten von Jules Verne sind schon öfter verfilmt worden, und dies hier ist die japanische Anime-Version, allerdings stark verändert. Jean, ein junger Erfinder aus Frankreich, trifft in Paris ein Mädchen namens Nadia, das ihn sofort fasziniert. Er beschließt, es kennenzulernen, und das ist der Beginn eines unglaublichen Abenteuers, das unsere Helden sogar in den Weltraum bringt und das Leben von Jean, Nadia und im Grunde der gesamten Menschheit für immer verändert.

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Bekanntlich ist "Nadia" schon 1995 im deutschen Fernsehen erschienen und wurde Anfang 2002 bei RTL2 wiederholt. Außerdem erscheinen gerade bei A.D. Vision die US-DVDs (natürlich nicht mit deutscher Sprachfassung, dafür aber japanisch und englisch).

Nebenbei bemerkt ist die deutsche Fassung in zwei Folgen mehr oder weniger geschnitten.

Fazit

"Nadia" ist ein ebenso spannendes wie unterhaltsames Anime, und es ist sehr erfreulich, daß wir es im Fernsehen genießen können.

Wie bei GAINAX-Produktionen anscheinend üblich, gibt es auch hier gelegentliche Schwächen der Animation, aber die spielen keine große Rolle. Wegwerfen kann man allerdings den pseudowissenschaftlichen Hintergrund, mit dem die Technik erklärt wird. Als Beispiel sei der Reaktor der Nautilus genannt, von dem Nemo Jean erklärt, er funktioniere mit Antimaterie. Das ist in diesem Sinne nicht möglich, denn das Erzeugen von Antimaterie verbraucht viel mehr Energie, als dann später wieder frei wird. Das heißt, so ein Reaktor würde Energie verbrauchen statt welche zu erzeugen.

In einer der späteren Folgen geht es um die Abstammung des Menschen, und Elektra kann sich dabei nicht so recht entscheiden, ob die Menschen nun von den Atlantis-Leuten geschaffen wurden oder von den Affen per Evolution abstammen.

Was auch danebengegangen ist, sind die Jahreszahlen, die ab und zu um 10 Jahre falsch liegen. Ob das ein Patzer der deutschen Synchro ist oder schon in der Original-Fassung so ist, weiß ich allerdings nicht.

Das sind aber alles eher Kleinigkeiten. "Nadia" wird nicht zu Unrecht als Anime-Perle bezeichnet. Ansehen lohnt auf jeden Fall.


Eine sehr gute Nadia-Seite in D und E.


Zusammenfassung der Handlung


Jean - Er ist ein 13-jähriges Technik-Genie aus Le Havre. Sein Leben verändert sich gewaltig, als er eines Tages Nadia begegnet. Er erlebt fantastische Abenteuer, aber im Gegensatz zu der scheuen und mißtrauischen Nadia ist er davon meistens begeistert. Das liegt gewissermaßen in seiner Natur Jean J: Hidaka Noriko
D: Hubertus von Lerchenfeld
Nadia - Viele Geheimnisse umgeben das Mädchen mit der eleganten dunklen Haut. Sie selbst weiß über ihre Herkunft und ihre Eltern nichts. Der einzige vage Hinweis ist Blue Water, der magische blaue Stein, der immer leuchtet, wenn sie in Gefahr schwebt. Sie war lange Zeit Artistin in einem Zirkus, aber das einzige, was sie wirklich gut kann, ist meckern und herumnörgeln.
Wegen ihrer dunklen Haut ist sie überzeugt, in Afrika geboren zu sein. In gewisser Weise stimmt das auch, aber in Wirklichkeit stammt sie von Außerirdischen ab
Nadia J: Takamori Yoshino
D: Beate Pfeiffer
King - Nadias kleiner Löwe hat eine Stimme wie ein Frosch und kann seltsame Kunststückchen, zum Beispiel angeln und Konservendosen öffnen King Sakurai Toshiharu
Grandis Granva - Die spanische Edelfrau ist hinter Nadia und ihrem geheimnisvollen blauen Stein her. Aber sie ist ist nicht immer gemein, sie hat auch überraschende andere Seiten. Zum Beispiel kann sie gut kochen, und sie ist auch sehr mutig Grandis J: Takizawa Kumiko
D: Martina Dunker
Henson - Angefangen hat er als Techniker von Grandis' Familie. Und seine Erfindungen sind schon ziemlich außergewöhnlich. Damit verbindet ihn mit Jean eine tiefe Seelenverwandschaft, denn der erfindet auch für sein Leben gern Henson Sakurai Toshiharu
Sanson - Er ist ein Abenteurer und Draufgänger, hat unglaubliche Kraft und ist ein begabter Scharfschütze. Nebenbei hält er sich für unwiderstehlich schön Sanson J: Horiuchi Kenyuu,
D: Oliver Mink
Greycam - Henson hat es gebaut und Sanson fährt es meistens: das vielseitige Fahrzeug von Grandis, das fahren, laufen, schwimmen und fliegen kann, und alle Abenteuer bis zuletzt mitmacht; oft beschädigt, immer wieder repariert und stets unentbehrlich Greycam -
Elektra - Sie ist der erste Offizier der Nautilus und heimlich in Kapitän Nemo verliebt. Als Grandis auf der Nautilus auftaucht, wird die Lage für sie ziemlich kompliziert Elektra J: Inoue Kikuko
D: Aleksandra Ludwig
Kapitän Nemo - Der geheimnisvolle und menschenscheue Kapitän der Nautilus ist Nadias Vater und besitzt, genau wie sie, einen Blue Water. Sein einziger Lebenszweck ist der Kampf gegen Neu-Atlantis bis zum Sieg oder Tod Nemo J: Ootsuka Akio
D: Reinhard Brock
Gargoyle - Menschenleben bedeuten dem Chef von Neu-Atlantis nichts. Sein Ziel ist die Weltherrschaft von Neu-Atlantis über die Menschheit. Erst in der Sekunde seines Todes erfährt er, daß die Grundlage für diesen Plan eine Illusion war, die mit ihm zerplatzt Gargoyle Motomu Kiyokawa
Marie - Gargoyles Soldaten haben ihre Eltern erschossen, und so ist sie bei Nadia und Jean gelandet. Besonderes Kennzeichen: ihre unverwüstliche gute Laune Marie J: Mizutani Yuko
D: Nicola Grupe
Jeans Onkel - Er taucht nur am Anfang auf und hilft Jean beim erfinden Jeans Onkel ?
Die Nautilus - Nemos stolzes U-Boot wird von Gargoyle versenkt, ersteht aber wieder auf Die Nautilus -
Ayerton - Angeblich ist er Geheimagent der amerikanischen Regierung, Graf, Professor und sonst was. Vor allem hat er eine große Klappe. Am Schluß stellt sich heraus, daß er zumindest ein echter englischer Graf ist Ayerton Tsujitani Kouji
Kaiser Neo Ikon Epiphanis - Er ist Nadias älterer Bruder und verfügt über Parakräfte. Gargoyle hat ihm vor 13 Jahren das Leben gerettet, ihn aber dabei zu einem Zombie mit einem seelenlosen Eisenkörper gemacht. Sein wirklicher Name lautet Benusis Kaiser Neo Shiozawa Kaneto
Erzähler - Inoue Kikuko

Nadia

Daten: Regie: Hideaki Anno Idee: frei nach Jules Verne Erscheinungsjahr: 1990
Bewertung Animation:
Framerate: gut Standbilder: praktisch keine Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: cool
Bewertung sonstiges: Handlung: hat einige überraschende Wendungen Besonderheit: sehr sture Hauptdarstellerin mit Neigung zu Hysterie Musik: gut
Deutsche Synchronisation: brauchbar Gesamt-Beurteilung: sehr gut

Erstellt am 8.1.2002. Letzte Änderung: 5.5.2015