Fushigi no Umi no Nadia - Zusammenfassung der Handlung

Nadia
1 Geheimnisvolle Nadja Es ist das Jahr 1889, und in Paris findet gerade die Weltausstellung statt. Der junge Jean ist mit seinem Onkel auch dorthin unterwegs, um am großen Flugwettbewerb teilzunehmen. Die beiden sind sich sicher, die 20.000 Francs gewinnen zu können, und dann wollen sie das Leben genießen. Doch es kommt anders, als Jean ein schönes Mädchen (Nadia) auf einem Fahrrad vorbeifahren sieht. Er läßt das Flugzeug und seinen Onkel stehen und läuft dem Mädchen nach. Auf dem Eiffelturm trifft er es wieder, doch erstens kann er nicht bei ihm landen, und zweitens wird es von einer blasierten Frau namens Grandis und ihren zwei Gehilfen angegriffen. Nadia und das Löwenbaby, das sie begleitet, retten sich durch einige beachtliche akrobatische Tricks, und Jean folgert, daß sie aus dem Zirkus sein muß. Und so ist es auch. Doch Grandis ist auch auf diese Idee gekommen, kauft dem Zirkusdirektor Nadia kurzerhand ab und nimmt sie nun als ihr Eigentum mit. Doch da hat sie die Rechnung ohne Jean gemacht. Zu Lande und in der Luft verfolgt er die Entführer, versenkt ihren Ballon, zieht Nadia in ein Boot und schippert mit ihr zurück nach Le Havre. * Die 20.000 Francs hat er zwar nicht gewonnen, weil sein Flug nicht offiziell anerkannt worden ist, aber für einen Extra-Preis hat es allemal gereicht.
2 Notlandung Grandis' Fahrzeug Greycam hat den Absturz in die Seine gut überstanden, transformiert sich in ein U-Boot und verfolgt Jean und Nadia. Doch Jean ist ein cleverer Erfinder, und sein Schiff kann sich auch verwandeln, und zwar in ein Tragflügelboot. Und so entkommt er Grandis mal wieder. Spät in der Nacht taucht er bei seiner Tante auf, doch die lehnt es rundweg ab, Nadia und ihre "Katze" aufzunehmen (kein Geld, und da könnte ja jeder kommen und so weiter). Also nimmt Jean Nadia mit in sein eigenes Haus, das sein Vater ihm überlassen hat, der vor einem Jahr irgendwo auf dem Meer verschollen ist. Dort baut Jean immer seine Erfindungen zusammen, unter anderem eine Reihe von Flugzeugen und eine Rolltreppe. Nur leider funktioniert keine seiner Erfindungen 100-prozentig. * Am nächsten Tag taucht mal wieder Greycam auf, das sich diesmal in einen Laufroboter verwandelt hat, doch Jean und Nadia fliehen mit einem Flugzeug, Jeans Nummer Acht. Es fliegt ziemlich gut, und die beiden wollen nach Afrika, aber so weit kommen sie nicht - Motorschaden. Und so landen sie irgendwo mitten auf dem Meer.
3 Schiffbrüchig Ein beachtlich großes amerikanisches Kriegsschiff, das Jagd auf die berühmten Seeungeheuer macht, liest Jean, Nadia, King und das Flugzeug auf. Der Kapitän interessiert sich sehr für die neue Flugmaschine und nimmt die beiden Schiffbrüchigen freundlich auf. Allerdings lenkt das auf Deck aufgebaute Flugzeug Grandis wieder auf Nadias Spur, und sie beschließt, das Kriegsschiff anzugreifen. Damit übernimmt sie sich allerdings gewaltig, muß schließlich die weiße Fahne hissen. Greycam wird an die Kette gelegt. * An Bord begegnen Nadia und Jean einem Wissenschaftler namens Ayerton, der genauso technikverliebt wie Jean ist - sehr zum Mißfallen von Nadia, die sehr technikfeindlich eingestellt ist, sogar mit Tieren sprechen kann und deswegen Vegetarierin ist. * In der Nacht kommt es dann zu einem interessanten Duell zu dritt: das Kriegsschiff gegen ein Seeungeheuer und dieses gegen ein anderes. Es geht heftig zur Sache, das Kriegsschiff wird schwer beschädigt, und Jean, Nadia, King, das Flugzeug und Grandis mit ihrem Fahrzeug gehen über Bord. Das Kriegsschiff dampft mit letzter Kraft davon und läßt die Jean und Nadia unbemerkt allein auf hoher See zurück. Eins der Seeungeheuer hatte auf das Schiff einen Torpedo abgefeuert und Jean fragt sich, was es eigentlich in Wirklichkeit ist.
4 Kapitän Nemo Jean und Nadia dümpeln also mal wieder auf dem Meer dahin, als unter ihnen das Seeungeheuer auftaucht. Die beiden werden unter Wasser gewirbelt und finden sich schließlich in einer Schleuse wieder. Das Ungeheuer ist also doch ein U-Boot und eine maskierte Frau namens Elektra kümmert sich um sie, verrät aber nicht viel über sich, Kapitän Nemo und seine Nautilus. Nemo mag nämlich keine Kinder, eigentlich mag er überhaupt keine Menschen. Aber Elektra scheint irgend etwas über Nadia und ihren blauen Stein zu wissen. Nemo und das feindliche U-Boot beginnen derweil ihr Katz-und-Maus-Spiel. * Nadia ist ziemlich mißtrauisch, sie mag keine Erwachsenen. Jean hingegen von der überlegenen Technik der Nautilus begeistert. Doch viel bekommt er nicht zu sehen und muß mit Nadia fast drei Tage in seiner Kabine schmoren, während Nemo das andere U-Boot jagt. Allerdings geht das Unterwasser-Gefecht nicht so gut aus und der geheimnisvolle Feind entkommt. * Elektra hat Jeans Flugzeug reparieren und als Wasserflugzeug umrüsten lassen, und setzt die beiden mit King schließlich an der Wasseroberfläche aus, so daß sie aus eigener Kraft zu einer nahegelegenen Insel fliegen können. Ohne es zu wissen, schickt sie die drei damit fast in den Tod.
5 Die mysteriöse Insel Jean will über der Insel erst mal eine Runde drehen, aber anscheinend gibt es dort ziemlich unfreundliche Leute, denn das Flugzeug wird ohne große Vorwarnung abgeschossen und brennt völlig aus. Unsere Helden kommen gerade noch mal mit dem Leben davon. * Auch Grandis, Sanson und Henson sind auf der Insel gestrandet. Sie sehen den Absturz und nehmen nun an, daß die Kinder tot sind. Da erscheinen auf einmal unheimliche, maskierte Soldaten, nehmen die drei gefangen und verhören sie. * Nadia, King und Jean sind zwar noch am leben, stolpern aber kurze Zeit darauf über zwei Erschossene und ein kleines Mädchen namens Marie, das aber noch am Leben ist. Und dann müssen sie vor den Soldaten flüchten und nehmen Marie mit. Die Soldaten sind ziemlich hartnäckig und außerdem völlig rücksichtslos, aber Jean und Nadia können sie schließlich austricksen, und verstecken sich in der Höhle, in die auch Maries Eltern fliehen wollten. * Der Anführer der Soldaten beschließt, daß Grandis und ihre beiden Helfer für immer in Gefangenschaft bleiben müssen. * In der Nacht beerdigen Jean und Nadia Maries Eltern.
6 Das Bergwerk Die Soldaten, die zu einer Organisation namens Neu-Atlantis gehören, durchkämmen weiterhin die Insel. Und weil Marie unvorsichtigerweise nach draußen läuft, wird sie erwischt und gefangen. Vorher hat sie allerdings Jean und Nadia viel über die Insel erzählt, so daß Jean eine recht brauchbare Karte hat zeichnen können. In den folgenden Nächten erkundet Jean die Insel und den Hafen, in dem es von Soldaten nur so wimmelt. Auch ein seltsamer Mecha-Panzer fährt in der Gegend herum. Jean und Nadia finden heraus, daß die ursprünglichen Bewohner der Insel von den Neu-Atlantis-Leuten versklavt wurden und jetzt in dem riesigen Tagebau arbeiten müssen - zusammen mit Grandis, Sanson und Henson. * Jean und Nadia beschließen, das Zentrum der Insel zu erkunden, wo die Neu-Atlantis-Leute ihr Hauptquartier haben und wahrscheinlich auch Marie gefangen halten. Die beiden schleichen sich durch einen Tunnel tief in die Anlage und beobachten die Arbeit der Gefangenen. Weiter geht es dann mit einem Förderband, das sie in einer seltsamen automatischen Fabrik abliefert, wo riesige Glasblöcke hergestellt werden. Sie beobachten auch die Ankunft des U-Bootes, das gegen die Nautilus gekämpft hat, und des obersten Anführers. Doch dann reagiert Nadias Blue Water mit irgend etwas und verrät die beiden. Da die Soldaten Nadia unbedingt lebend fangen sollen, flieht sie so auffällig, daß Jean übersehen wird und erst mal in Sicherheit ist - mit Blue Water.
7 Der Turm zu Babel Als Gefangene lernt Nadia Gargoyle, den Anführer der Neu-Atlantis-Leute kennen, der sie und ihren Vater noch von früher kennt, als Nadia noch ein Baby war. Er hat Marie und King als Geiseln und preßt aus ihr heraus, wo Blue Water ist. Damit beginnt die Jagd auf Jean, während Nadia wie eine Prinzessin behandelt wird - vorerst jedenfalls. Doch sie legt keinen Wert auf Kooperation mit Mördern. * Grandis und ihre Leute werden in eine Zelle gesteckt, in der sie verrecken sollen. Derweil findet Jean einen Weg, wie er in Gargoyles Schloß gelangen kann, nämlich mit einer Transportbahn, in die er sich einschmuggelt. Später brechen Grandis, Henson und Sanson aus und landen auch in der Bahn, direkt neben Jeans Wagen. * Die Neu-Atlantis-Leute haben eine alte Waffe aktiviert, eine Art Hochleistungslaser, der über den sogenannten Turm zu Babel in den Weltraum abgefeuert wird. Dort kann ihn ein Satellit auf jeden Punkt der Erde reflektieren. Wenn das funktioniert, bedeutet das die Weltherrschaft von Neu-Atlantis. Gargoyle fordert Nadia auf, mit ihm zusammenzuarbeiten, aber das lehnt sie entschieden ab. Also wird sie wieder als Gefangene Zeugin des ersten Test des Turms zu Babel, und der funktioniert erschreckend gut. Ein Schuß genügt, um eine ganze Insel zu verdampfen. Übrigens bekommen auch Nemo und die Nautilus-Leute mit, daß Gargoyle jetzt wieder über diese Waffe verfügt.
8 Das Ende von Atlantis
In dieser Folge ist die Szene, in der Nadia gefesselt am Kreuz hängt, geschnitten
Es sieht so aus, als hätte Gargoyle alle Trümpfe in der Hand, aber das Blatt wendet sich schnell. Der Test des Turms war nämlich ein taktischer Fehler, denn er ermöglicht es Elektra, den Standort von Neu-Atlantis zu lokalisieren, etwas, was Nemo seit vielen Jahren vergeblich versucht hat. Sofort nimmt die Nautilus Kurs auf die Insel. Außerdem ist das Steuersystem des Turmes unbemerkt beschädigt worden. * Grandis schickt Henson los, um Greycam zu holen. Sanson schlägt zwei Wachen nieder, und so gelangen er und Grandis in den Besitz der Masken. Es gelingt ihnen, die Kühlwasserzufuhr zum Hauptkraftwerk zu blockieren. * Gargoyle versucht, Jean mit Nadia und Marie zu erpressen, aber das nutzen Grandis und Sanson, als Neo-Atlantis-Soldaten verkleidet, um mit Jean als vorgeblichem Gefangenen direkt in den Palast vorzudringen. Gargoyle zu erschießen klappt leider nicht, weil er durch ein unzerstörbares Glas vor den Kugeln geschützt ist, doch bevor die Soldaten die drei festnehmen können, geht das Kraftwerk hoch. Henson kommt mit Greycam in den Palast und liest sie, Nadia, Marie und King auf. Es gibt eine turbulente Flucht, die leider im Hafen von Gargoyles U-Boot beendet wird. Doch da taucht die Nautilus auf. Gargoyle will sie mit dem Turm zu Babel abschießen, aber erstens hat er kaum Strom, und als er doch feuert, zerspringt das Steuerelement. Der Turm geht durch und jagt die halbe Insel in die Luft. Jean, Grandis und die anderen können entkommen, aber auch Gargoyle ist in einem Luftschiff die Fluch geglückt.
9 Kapitän Nemos Geheimnis Elektra und NadiaGrandis treibt mit Greycam zusammen mit ihren Leuten, Nadia, Jean, Marie und King auf dem Meer. Da das Fahrzeug beschädigt ist, kommt Jean schließlich auf die Idee, die Nautilus, die ebenfalls beschädigt in der Nähe herumschwimmt, um Hilfe anzufunken. Und so landen sie mal wieder in Nemos U-Boot. * Elektra ist sehr überrascht, Jean und Nadia wiederzusehen. Grandis, Henson und Sanson verhalten sich recht friedlich, aber zunächst muß Grandis mal ihre Erkältung in der Krankenstation auskurieren. * Nemo läßt in aller Eile sein Schiff reparieren, weil er einen Angriff von Neu-Atlantis befürchtet. Die in die Luft geflogenen Insel war nämlich nur ein kleiner Außenposten, dessen Verlust Gargoyle nur ein müdes Lächeln kostet. * Später stattet Nemo seinen "Gästen" einen Besuch ab, bei dem Grandis sich Hals über Kopf in ihn verknallt. Doch Sanson meint, in diesem Fall sei es besser, möglichst schnell ihr Fahrzeug zu reparieren und zu verschwinden. Außerdem hat er keine Lust, in den Krieg Nemos gegen Neu-Atlantis hineingezogen zu werden. * Jean schlägt Nadia vor, Grandis zu besuchen, aber Nadia ist äußerst mißtrauisch. Allerdings laufen sie kurz darauf Grandis über den Weg und erkennen sie nicht wieder. Sie hat ein mega-schickes Kleid an, entschuldigt sich bei Nadia, daß sie den Stein klauen wollte, und rauscht dann davon. Und dann steht plötzlich Nemo vor Nadia. Sie sagen nichts aber die Begegnung gibt beiden sehr zu denken. * Nemo hat einen Stein wie Nadias Blue Water. Er setzt sich an seine Orgel, und wie in Trance geht Nadia durch das Schiff auf seine Kabine zu. Leider wird sie aber von Elektra am Betreten gehindert - niemand darf dort hinein.
10 Minenfelder Nemo arrangiert seine Gäste etwas um: Jean muß bei Henson und Sanson einziehen. Grandis ist traurig, daß sie die Nautilus verlassen muß, wenn ihr Fahrzeug Greycam repariert ist. Doch da erscheint am Himmel ein Zeppelin. Nemo vermutet Gargoyle an Bord und läßt ihn verfolgen, doch das ganze ist eine gut arrangierte Falle Gargoyles. Um den Ballon nicht aus den Augen zu verlieren, muß das U-Boot ein gefährliches Riff durchqueren. Es gibt einen äußerst engen, sehr tief gelegenen Unterwassertunnel, und den hat Gargoyle am vorderen Ausgang verminen lassen. Die Nautilus merkt das gerade noch rechtzeitig und fährt zurück, doch dort hat der Anführer von Neu-Atlantis inzwischen auch Minen gelegt. Und in drei Stunden wird die Meeresströmung drehen und die Minen genau auf die Nautilus zutreiben. Er wünscht Nemo noch alles Gute und verschwindet dann. Doch Grandis ist bereit, mit Greycam die Minen sozusagen von Hand wegzuräumen. Sanson und Henson sind auch mit von der Partie, und auch Jean schmuggelt sich an Bord. Weil der Einsatz ziemlich lebensgefährlich ist, läßt Sanson Grandis in der Nautilus. Und dann geht's los. * Es wird sehr knapp, weil Greycam nicht für solche Tiefen ausgelegt ist und langsam zerquetscht wird, aber sie schaffen es gerade noch, bevor der Rest des Minenfeldes hochgeht.
11 Die neuen Rekruten Grandis hat sich für sich selbst, Henson und Sanson um eine Anstellung auf der Nautilus beworben. Die Mannschaft, Elektra und Nemo diskutieren das Für und Wider und nehmen schließlich an. Grandis ist überglücklich. Sie wird in der Küche arbeiten, ihre beiden Helfer werden zu Maschinisten ausgebildet. Auch Nadia ist entschlossen, für ihr Essen zu arbeiten und soll Grandis helfen. Während die aber eine hervorragende Köchin abgibt, hat Nadia zwei linke Hände. Außerdem bekommt sie einen Anfall, als sie die zu kochenden Fische sieht, so daß Grandis sie schließlich rausschmeißt. * Elektra mißtraut Grandis (in Wirklichkeit ist sie eifersüchtig), kann sich aber nicht durchsetzen. Sie unterrichtet dann Marie (und King). Auch Jean ist sehr zufrieden mit seinem neuen Job und will alles über die Technik der Nautilus lernen. Elektra stellt ihm ihre Bibliothek zur Verfügung. * Es kommt zu einigen turbulenten Szenen, und schließlich klaut King Grandis ihren Fisch und verschwindet. Grandis nimmt eine gnadenlose Verfolgungsjagd auf und stellt das halbe U-Boot auf den Kopf. Und so landen King und Jean, der auf der Suche nach ihm ist, im streng geheimen Maschinenraum der Nautilus. Plötzlich steht Nemo hinter ihm und erklärt ihm, daß der Reaktor mit Antimaterie laufe. Jean ist begeistert, aber Nemo warnt ihn: wenn diese Technologie in die falschen Hände falle, könnte sie das Ende der Welt bedeuten. Das gibt Jean gewaltig zu denken. * Und Grandis muß zur Strafe für das Chaos, das sie angerichtet hat, den Boden schrubben.
12 Landgang Morgens Fisch, mittags Fisch, abends Fisch - Sanson bekommt allmählich einen Koller. Bei einem der Essen artet das in einer schönen Streiterei jeder gegen jeden aus, und so beschließt Nemo, da Neu-Atlantis gerade Ruhe gibt, einen Landgang. Praktisch die gesamte Mannschaft der Nautilus - zahlreiche Menschen aus ebenso vielen Ländern, geeint durch das Ziel, Neu-Atlantis zu zerstören - verläßt das U-Boot und geht auf einer Insel an Land, um sich zu erholen und zu jagen. * Grandis nutzt die Gelegenheit, um Nemo anzubaggern, doch auch Elektra ist in Nemo verliebt - heimlich, aber schon ewig lange, und sie ist nicht bereit, ihrer neuen Rivalin das Feld kampflos zu überlassen. Sie hat gegen die schlagfertige Grandis auch einige Tricks auf Lager und läßt sie nicht zum Zuge kommen. * Am abendlichen Lagerfeuer kommen Grandis und Nadia sich näher, und Grandis erzählt ihr und Marie ihre Geschichte. Aufgewachsen in reichen Verhältnissen wurde sie von ihrer ersten großen Liebe betrogen und verlor fast alles, außer dem Schmuck ihrer Mutter und ihren beiden treuen Dienern Henson und Sanson. Seitdem wollte sie nur noch eins, nämlich allen wertvollen Schmuck der Welt besitzen, weil nur die edlen Steine sie nie enttäuscht haben. Doch jetzt hat sie einen neuen Lebensinhalt: Nemo, den sie für den tollsten Mann unter der Sonne hält. Und sie meint zu Nadia, ihr Jean sei sehr viel wertvoller als Blue Water. Doch als der mit den anderen von der Jagd zurückkommt und Sanson ihr stolz das junge Reh (könnte Bambis Zwillingsbruder gewesen sein - lecker!) vor die Füße knallt, verliert Nadia die Nerven und rennt tief erschüttert davon. * King gesteht sie, daß sie sich sehr einsam fühlt. Da beginnt Blue Water plötzlich zu leuchten.
13 Wo ist Mari? Doch die Nacht verläuft friedlich. Allerdings hat Nadia am nächsten Tag ihre Krise noch lange nicht überwunden. * Marie hat Probleme ganz anderer Art: wer spielt mit ihr? Sie klappert die gesamte Mannschaft ab, aber alle sind beschäftigt. Also bleibt nur King, und mit ihm geht sie auf Erkundung. Voller Begeisterung rennt sie die Insel hinauf und immer weiter. Sie stößt auf Eisenbahnschienen und läuft ihnen nach. Irgendwann wird es ihr dann doch langweilig und sie will wieder zurück. Das erweist sich aber als ziemlich schwierig, weil die Gleise sich verzweigen und Marie natürlich keine Ahnung hat, aus welcher Richtung sie gekommen ist. Und dann steht plötzlich ein Soldat von Neu-Atlantis hinter ihr. Sie und King schaffen es, ihm zu entkommen, und dann rücken die Neu-Atlantis -Leute ab, weil sie auf der anderen Seite der Insel die Nautilus ausgemacht haben. * Sanson ist per Los dazu verknackt worden, das Frühstück zu schießen. Er ist sehr überrascht, als ihm die panikerfüllte Marie in die Arme läuft. Und dann erscheint ein ziemlich großer und ziemlich gefährlicher Neo-Atlantis-Mecha, dessen Absichten eindeutig sind: er will die beiden abmurksen. Mit Hilfe einer Eisenbahnlore kann Sanson sein Leben und das von Marie retten, den Mecha aber nicht abschütteln. Es gibt eine wilde Verfolgungsjagd, und am Ende stürzen alle drei einen Abgrund hinunter und landen im Lager der Nautilus. Marie und Sanson fallen weich auf einen Stapel Decken, aber der Mecha wird zerstört. Überraschend klettert ein verletzter, aber bewaffneter Soldat heraus und nimmt Ziel. Alle sind starr vor Schreck. Alle außer Nemo, der den Soldaten kurzerhand erschießt - direkt vor Nadias Augen. Sein lakonischer Hinweis, sonst hätte der Mann vielleicht sie erschossen, hält Nadia kein bißchen von ihrem unvermeidlichen hysterischen Anfall ab.
14 In der Tiefe Die Besatzung ist in die Nautilus zurückgekehrt, und Nemo nimmt die Verfolgung des Neu-Atlantis-U-Bootes Garfish auf. Bei einem Streit zwischen Jean und Nadia, wie Nemos Handlungsweise zu bewerten sei, bricht Marie plötzlich zusammen. In der Krankenstation stellt der Bordarzt ein seltenes Tropenfieber fest, gegen das er kein Mittel hat. Es gibt zwar eins, aber das müßte man erst von einem weit entfernten Riff holen. Garfish wäre dann natürlich entkommen. Als Nadia das hört, rennt sie auf die Brücke zu Nemo und appelliert leidenschaftlich an ihn, Marie nicht sterben zu lassen. Und dann bricht sie selbst zusammen, weil sie sich bei Marie angesteckt hat. Gegen den Willen Elektras und der meisten anderen Besatzungsmitglieder, deren einziges Lebensziel die Rache an Neu-Atlantis ist, entscheidet Nemo, Kurs auf besagtes Riff 64 zu nehmen. * Einen Tag später kommt die Nautilus an. Nemo, Sanson, Henson, Jean und King steigen in speziellen Druckanzügen aus. Es geht einen tiefen Spalt hinab, dann durch eine Höhle, quer über einen tiefen Abgrund in eine weitere Höhle, wo das gesuchte Zeug wächst. Das Riff 64 ist vom Rest des Meeres weitgehend abgeschnitten, deshalb leben dort noch Lebewesen, die auf der übrigen Welt längst ausgestorben sind, etwa Trilobiten, aber auch riesige Panzerfische. Einer von ihnen wird von dem Licht der Druckanzüge angelockt, und unsere Helden müssen eine Menge Tricks anwenden, um heil wieder zurück zur Nautilus zu kommen. Nemo rettet dabei Jean und King das Leben. Doch am Ende geht alles gut, und Nadia wundert sich, daß sie ausgerechnet Nemo, den sie für einen Mörder hält, ihr Leben verdankt.
15 Kampfunfähig Jean und Henson basteln an Greycam herum und werden von einem freundlichen Nautilus-Techniker namens Fayt unterstützt. Er kann sogar Jeans Brille reparieren. Die Nautilus ist praktisch autark, aber das beeindruckt Nadia gar nicht. Für sie ist das U-Boot nur eine verabscheuungswürdige Vernichtungswaffe. * Da erscheint Garfish im Sonar, und Nemo nimmt die Verfolgung auf. Doch damit tappt er genau in Gargoyles Falle. Garfish läßt eine große Menge neuentwickelter Minen ab, die den Antrieb, die Ortung und die Waffen der Nautilus lahmlegt. Dann rammt Garfish die Nautilus. Es ist ein Selbtsmordkommando, das Garfish zur Explosion bringt, aber es zwingt die Nautilus zum Auftauchen. Und dort lauert die amerikanische Flotte, die mit dem Seeungeheuer noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Der Admiral hat von Gargoyle einen Tipp bekommen und läßt die Nautilus gnadenlos zusammenschießen, und nur mit Mühe kann sich die Nautilus wieder auf den Meeresgrund retten. Doch das halbe Schiff ist undicht, die Energieversorgung ist im Eimer, und im Maschinenraum tritt giftiges Gas aus. Nemo läßt den Maschinenraum versiegeln, obwohl Fayt und zwei weitere Techniker noch drin sind, denn sonst würde das ganze Schiff vergast. Alle werden Zeuge ihres Todeskampfes. * Nach einiger Zeit sind die Amerikaner überzeugt, das Seeungeheuer versenkt zu haben und ziehen ab. Jetzt kann die Nautilus auftauchen und die Schäden reparieren. Doch nur Jean, Nadia und Grandis mit ihren Leuten scheinen überhaupt um Fayt und die beiden anderen zu trauern.
16 Atlantis Das erweist sich allerdings als Irrtum. Die Nautilus nimmt Kurs auf einen geheimnisvollen Ort, an dem Fayt und die beiden anderen beerdigt werden sollen. Nadia gehen viele Fragen durch den Kopf. Anscheinend ist Blue Water einer der Gründe für diesen Krieg, und deswegen will sie ihn nicht mehr haben und versucht, ihn in einem Sturm wegzuwerfen. Doch der Stein kommt zu ihr zurück. Es ist ihr Schicksal, ihn zu besitzen.* Nemo nimmt Kurs auf Atlantis, dem vor 12.000 Jahren versunkenen Land. Die Einfahrt ist schon ziemlich spektakulär, Nemo läßt seinen Blue Water erstrahlen, um den Eingang zu öffnen, und schließlich landet das riesige U-Boot auf einem Turm, dem Turm zu Babel, den Gargoyle vergeblich versucht hat nachzubauen. Unter der Turmspitze ist Luft, und die gesamte Mannschaft der Nautilus begleitet die drei Särge nach unten zu der versunkenen Stadt. Atlantis, einst durch die Kraft des Turms zu Babel zerstört, ist ein stiller, unheimlicher Ort. Viele Häuser stehen noch, sind aber halb zerschmolzen. * Der Funkoffizier, ein Franzose wie Jean, betet an einem improvisierten Grab, und Jean erfährt, daß er der einzige Überlebende eines Schiffes war, das Garfish versenkt hat. Kapitän war ein gewisser Rograltique, Jeans Vater! Jetzt weiß er, daß er seinen Vater nie wiedersehen wird. * Schon viele Kameraden sind in Atlantis beerdigt worden, und es gibt eine eigenartige, intensive Trauerfeier. Nadia stellt Nemo die Frage, wie er mit all den Menschen auf seinem Gewissen leben könne. Nemo antwortet, auch er müsse eines Tages sterben. Vorher habe er aber noch eine wichtige Mission zu erfüllen. Und Jean? Er will trotz allem auf der Nautilus bleiben, weil er die Menschen dort mag.
17 Liebesgefühle Jean ist in einem schwierigen Alter, kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Natürlich weiß er nicht so recht, wie er sich jetzt verhalten soll, und jeder, den er fragt, erzählt ihm etwas anderes. Doch auch die Älteren haben Probleme. Henson ist in Elektra verliebt und Sanson rät ihm, er solle ihr Herz mit Blumen erobern. Elektra freut sich über die Blumen sehr, aber von einer Eroberung kann wirklich keine Rede sein. Dafür hat Elektra den üblichen Zank mit Grandis. Und Sanson spielt bei der Krankenschwester Ikoriina (gesprochen von Inoue Kikuko) den großen Frauenheld, was ihm am Ende ein blaues Auge einbringt. * Jean will ein vollwertiges Besatzungsmitglied werden, aber Nemo lehnt ab, weil Jean niemanden töten kann. Irgendwann findet er sich damit ab. Nadia würde gerne mal wieder fliegen, und so bekommt Jean die Gelegenheit, sich auf seine speziellen Talente zu besinnen, und beginnt mit der Konstruktion einer neuen Flugmaschine. Es dauert ungewöhnlich lange, denn er hat sich gleich das schwierigste vorgenommen, nämlich einen Hubschrauber. Schließlich - trotz aller Ratschläge, wie ein Mann sich zu verhalten hat - bittet er Henson um Mithilfe, und so schafft er es tatsächlich. Der Hubschrauber steht auf dem Deck, Nadia steigt ein, Jean startet, und das Ding fliegt tatsächlich.
18 Kurs auf den Südpol Nemo hat ein paar Leute an Land geschickt, um Neuigkeiten aus der Zivilisation zu erfahren. Außerdem erhofft er sich Hinweise auf Gargoyles Aktivitäten, aber seine drei Männer finden nicht viel heraus, nur, daß Gargoyles U-Boote schon lange keine Frachter mehr versenkt haben. Also vermuten die Männer, daß Gargoyle eine neue Teufelei plant. * Wegen der zahlreichen Gefechte und Reparaturen ist der Vorrat an Ersatzteilen in der Nautilus stark zusammengeschmolzen, und so beschließen Nemo und Elektra, wieder einmal die Basis anzulaufen. Jean fragt jeden, was es mit dieser Basis auf sich hat, erfährt aber nur, daß sie am Südpol ist, und zwar da, wo laut Karte eigentlich Festland sein sollte. * Die Reise zum Südpol ist nicht ungefährlich. In der Nähe der Nautilus bricht ein unterseeischer Vulkan aus, und dann wird das Schiff auch noch von einem Riesenkraken, genauergesagt einer riesigen Nautilus, angegriffen, die sich weder mit Strom abschütteln noch gegen das Packeis zerquetschen läßt. Es bleibt nur die Möglichkeit, in den Vulkan einzufahren, und bei 1200 Grad Außentemperatur wird es dem Tintenfisch dann doch zu ungemütlich und er läßt von dem U-Boot ab. * Vom Meer gibt es einen geheimen unterseeischen Tunnel an den Südpol, und dort eine unterirdische Höhle. Jean ist tief beeindruckt.
19 Der Wal Die Atlantis-Leute haben vor 12000 Jahren unter dem Südpol eine ziemlich große Basis erschaffen, die Nemo und seine Leute nun nutzen. Während die Reparaturen zügig vorangehen, macht Kapitän Nemo sich auf einen geheimnisvollen Weg, bei dem ihn Nadia und Jean begleiten müssen. Es geht mit einem Aufzug durch das Eis nach oben und dann auf Schwebeplattformen weiter durch ein Dinosauriermuseum im ewigen Eis in eine riesige Eishalle, wo die drei von einer Reihe Pinguinen erwartet werden, und dann weiter zu einem unterirdischen See. Vor den dreien taucht plötzlich ein riesiger weißer Wal auf, der mit Nemo und Nadia über deren blaue Steine sprechen kann. Nemo verabschiedet sich von dem Wal, der sein Freund ist, und läßt dann Nadia und Jean mit ihm allein. Jean bekommt von der Unterhaltung nichts mit, für ihn vergehen auch nur wenige Sekunden, während der Wal Nadia interessante Dinge erzählt. Er spricht von Blue Water und von Nadias Bruder. Und daß er 20.000 Jahre alt ist und sich von seinem Freund Kapitän Nemo verabschiedet hat, weil sein Leben bald beendet sein wird. * Dann besuchen Nemo und die beiden anderen noch die Oberfläche der Antarktis und genießen die Schönheit der Sterne und des Polarlichtes.
20 Jeans Fehler Neu-Atlantis hat eine Reihe neuer U-Boote gebaut. Die Geschäfte, Waffenschmuggel, Raubüberfälle usw. laufen gut, nur die Nautilus stellt sich Gargoyle noch in den Weg. Also befiehlt er, die Jagd aufzunehmen. * Jean hat ein kleines Düsenflugzeug gebaut, das leider nicht sehr weit fliegt und dann explodiert. Und durch die Explosion wird die Nautilus entdeckt (was allerdings früher oder später sowieso passiert wäre). Es gelingt Nemo relativ leicht, das Garfish-2-U-Boot abzuschießen, aber seine Position ist damit endgültig bekannt und gibt Gargoyle mal wieder die Gelegenheit, eine hübsche Falle aufzubauen. * Nadia hat Liebeskummer, ohne sich so richtig darüber im Klaren zu sein. Aber sie ist eifersüchtig auf Elektra, weil Jean ziemlich viel bei ihr ist und sich sogar von ihr die Haare schneiden läßt. Und weil er nie Zeit für sie hat und meistens an seinen Erfindungen herumschraubt. Um die Wogen zu glätten, lädt Elektra Nadia zum Bad ein, und beide unterhalten sich über ihre Gefühle. Nadia ist erstaunt, daß Elektra Nemo bewundert, denn sie hält ihn für eiskalt. Aber Nemo hat ihr und vielen anderen das Leben gerettet und sie in den Kampf gegen Neu-Atlantis geführt. Keiner an Bord des Schiffes, der nicht die meisten seiner Angehörigen durch Gargoyle verloren hätte. Doch diesmal wird es ernst, denn die Nautilus wird von sechs U-Booten eingekreist. Und oben schwebt Gargoyles riesige fliegende Festung.
21 Der Supermagnet Die sechs Garfish-U-Boote, die die Nautilus verfolgen, bekommen Verstärkung durch vier weitere von vorn. Sie feuern ihre Torpedos ab, doch der Nautilus gelingt es, die meisten abzufangen und dem Rest auszuweichen. Und der Gegenschlag ist verheerend: alle zehn werden getroffen und vernichtet. Jedoch ist die Freude nur von kurzer Dauer, denn Gargoyle hat eine neue Waffe: einen Supermagneten, der die Nautilus unaufhaltsam aus dem Wasser zieht und in der Luft schweben läßt. Sie hängt unter der gigantischen Festung wie ein Spielzeug. Nemo läßt seine Raketen abfeuern, aber die Festung wird durch ein Kraftfeld geschützt. Dann zerstört Gargoyle mit Ultraschallwellen die Titanpanzerung der Nautilus und verwandelt das Schiff in ein Wrack. Elektra will den Atomreaktor sprengen. Damit würden sie wenigstens auch Gargoyle erwischen. Doch Grandis, Sanson und Henson haben eine bessere Idee. Wenn die fliegende Festung die Nautilus abschießt, muß sie dafür ihr Schild öffnen ... * Henson hat den Ballon von Greycam repariert, und so können er, Grandis und Sanson aus der Luft operieren. Nadia ist bereit, Gargoyle ihren Blue Water zu geben, wenn er die anderen leben läßt, und Gargoyle zieht sie mit einem Energiestrahl hoch. In diesem Moment läßt die Festung ihre Bombe ab. Sanson trifft sie mit seiner Pistole und die Nautilus mit ihrer letzten Rakete. Das Unterteil der Festung mit dem Magneten fliegt in die Luft. Nadia landet wieder auf der Nautilus, und die stürzt als hilfloses Wrack ins Meer, wo sie von weitern Garfish-U-Booten erwartet wird. Auch der Ballon von Greycam wurde getroffen, und Grandis, Sanson und Henson werden samt ihrem Fahrzeug davongeweht.
22 Nadias Vater Die Nautilus sinkt in einen Tiefseegraben. Und als wäre das noch nicht genug, wird sie auch noch von der Garfish-Flotte bombardiert. Nemo läßt die Kampfeinheit abtrennen und sich genau in der feindlichen Flotte selbst sprengen. Gargoyle erkennt die Gefahr, aber es ist zu spät: alle seine U-Boote werden vernichtet. * Nemo befördert Jean, Nadia und Marie in sein Privatquartier, das eine Rettungskapsel ist und sie in Sicherheit bringen kann. Doch bevor sie abgetrennt werden, hören sie über den Bordfunk ein sehr interessantes Gespräch zwischen Elektra und Nemo. * Elektra steht auf der Brücke Nemo gegenüber und will ihn erschießen. Mit dem ersten Schuß hat sie ihn nur verletzt, aber vor dem nächsten läßt sie die Vergangenheit revue passieren. Vor 13 Jahren gab es in Tarthessos, ihrem technisch äußerst hochstehenden Heimatreich, eine von Gargoyle und Kaiser Neo angezettelte Revolte, die mit der Ermordung von Nemos Frau, der Königin begann. Die Rebellen gewannen und benannten das Reich in Neu-Atlantis um. Tarthessos besaß ein Mittel, mit dem Gargoyle leicht die Weltherrschaft hätte erringen können, nämlich den originalen Turm zu Babel, der Jahrtausende lange versiegelt gewesen war. Um seine Reaktivierung zu verhindern, entfernte Nemo den Kontrollstein - den Blue Water, der er jetzt besitzt. Der Turm ging durch und vernichtete Tarthessos. Unzählige starben. Zu den wenigen Überlebenden gehörte Elektra und ausgerechnet Nemo selbst, der Elektra, nachdem er sie in der Trümmerwüste aufgelesen hatte, quasi als seine Tochter aufnahm. Elektra hat Nemo immer geliebt, doch er betrachtete sie immer nur als seine Tochter. Trotzdem blieb sie bei ihm und kämpfte an seiner Seite gegen Gargoyle. Doch dann tauchte Nemos richtige Tochter aus: Nadia! Und trotz seiner Beherrschtheit haben in ihn seine Vatergefühle doch die Oberhand gewonnen. Elektra sieht in ihm nicht mehr den Mann, den sie liebt. Sie gibt ein paar Schüsse ab, die aber nur die Wand treffen. Vor dem letzten Schuß fragt sie Nemo noch, warum er die Nautilus nicht zusammen mit Gargoyle in die Luft gesprengt hat. Nemo antwortet, wegen ihr. Und da kann sie ihn nicht mehr töten. * Nemo verhindert, daß sie sich selbst erschießt. Dann trennt er die Kapsel mit Jean, Nadia, King und Marie ab, und die vier treiben der Oberfläche entgegen, während die Nautilus in der Tiefe versinkt. * In der Kabine gibt es ein Hologramm von Nemos Familie, aufgenommen, als Nadia gerade auf die Welt gekommen war. Sie ist erschüttert, es zu sehen.
23 Die einsame Insel Jean hat es nicht leicht in der Kapsel. Nadia ist mit den Nerven ziemlich am Ende, und Marie singt, spielt, lacht und haut auf Nemos Orgel herum, als wäre sie auf dem Jahrmarkt statt in Lebensgefahr. Jean sieht Nemos Bücher, eine umfangreiche Enzyklopädie, und ist davon ganz begeistert, doch Nadia, die an allem, was mit Technik und Wissenschaft kein gutes Haar lassen kann, putzt ihn mal wieder ordentlich herunter. Dann bricht auch noch Wasser ein und die vier drohen zu ertrinken. Jean hat einen kühnen Plan zur Rettung, aber das erweist sich dann doch als unnötig. Die vier finden sich überraschend am Strand wieder. * Marie findet das Wrack eines Garfish-U-Bootes, aber es sind nirgends Menschen, Anzeichen einer Zivilisation oder ein Stützpunkt von Gargoyle zu finden. Jean und Nadia brauchen nicht lange um herauszufinden, daß sie auf einer Insel gestrandet sind, noch dazu auf einer ziemlich kleinen. Doch während Nadia das tut, was sie als einziges perfekt kann, nämlich herumzunörgeln, bringt Marie es wenigstens fertig, aus Nemos Kapsel etwas zu essen zu organisieren, so daß sie nicht verhungern müssen. Jean versucht zu berechnen, wo sie sein könnten, aber Nadia meint, es wäre ihr egal: keine bösen Menschen, keine Gefahren. Sie könnte mit King und Marie den Rest ihres Lebens hier verbringen. Und Jean?
24 Auf sich gestellt Nadia beschließt, jetzt erwachsen zu sein und ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen, ohne jede Technik. Jean, Marie und King haben allerdings starke Zweifel, daß etwas daraus wird, und so zieht Nadia allein in den Dschungel ab, während Jean seine üblichen Tätigkeiten aufnimmt: er erfindet und baut. Und zwar erst mal ein Zelt und ein Boot. Kaum ist das fertig, fährt er zum Wrack der Kabine heraus und sammelt alles ein, was er dort noch findet. Und das ist eine ganze Menge, und nicht zuletzt eine Ladung Konserven. * Zwischendurch stiehlt Nadia sich immer wieder ins Lager und klaut Konserven, weil das Überleben im Urwald anscheinend doch nicht so einfach ist. Nur hat sie leider keinen Büchsenöffner, ist aber viel zu stur, deswegen aufzugeben. Derweil gehen Jean, Marie und King, der sich anscheinend für Hemingway hält, mit dem Boot fischen. Auf dem Rückweg können sie dann auch noch Nadia auffischen, die versucht hat, aus der Kabine das Hologramm ihrer Familie herauszuholen, und dabei von der Flut überrascht worden ist. Sie hat die Tiere des Waldes und die Fische um Hilfe gerufen, um sie vor dem Ertrinken zu retten und schimpft nun Jean aus, weil er alle Fische gefangen hat. Doch diesmal bekommt sie eine ordentliche Abreibung von Marie, die ihr klarmacht, daß sie nicht einfach verhungern wollen. Und wie es aussieht, bringt das die sture Nadia doch ein bißchen zur Einsicht.
25 Im Rausch Nadia ist zwar zu Jean und Marie zurückgekehrt, aber Jeans Essen passt ihr als militanter Vegetarierin überhaupt nicht. Sie schimpft, flucht und überschüttet Jean mit hirnlosen Vorwürfen. Doch trotz seines sanftmütigen Naturells gibt Jean Nadia nicht nach, woraufhin diese beschließt, überhaupt nichts mehr zu essen und zu trinken! Das ist angesichts der brütenden Hitze sehr schwierig, aber Nadia hilf ihre Sturheit. Während King vor einem Totem um Regen betet und Jean auf dem Meer fischt, schwitzt Nadia vor sich hin und schaut Jeans Destillierapparat zu, wie er aus Meerwasser Süßwasser macht. Schließlich verliert sie die Nerven und ißt eine der verdorbenen Spinat-Konserven aus dem Garfish-U-Boot, was ihr natürlich einen verdorbenen Magen einbringt. Am nächsten Tag regnet es in Strömen. Als Jean mitkriegt, daß Nadia krank ist, sucht er in seinen Büchern nach einer Heilpflanze. * Gargoyle feiert den Tod Nemos mit einer großen Zeremonie. Jetzt steht der Weltherrschaft von Neu-Atlantis nichts mehr im Weg. * Nadia hält den verdorbenen Spinat für eine Falle von Gargoyle, aber ihr Verstand funktioniert ja auch dann nicht besonders gut, wenn sie gesund ist. Jean macht sich auf den Weg, um die Heilpflanzen zu suchen. Dabei landet er in einer Höhle, in der er eine Menge leuchtender Pilze findet. Inzwischen hat Nadia heftige Alpträume aus ihrer Kindheit, die nicht besonders erfreulich gewesen sein dürfte. Aber es muß auch schöne Tage gegeben haben. * Die Pilz-Sporen versetzen Jean in Trance und er beginnt, soviele der Pilze wie er kann in sich hineinzustopfen. Das versetzt ihn ins Delirium, und Marie, die mitgekommen ist, muß ihn ins Lager zurückschleifen. Nadia hat durch die Träume einen gewissen Sinneswandel durchgemacht und hat jetzt ein schlechtes Gewissen, weil Jean wegen ihr in diese unangenehme Lage geraten ist. Sie beschließt, sich um ihn zu kümmern und nicht mehr nur von Morgens bis Abends zu meckern. Sie bittet ihn sogar, für immer bei ihr zu bleiben und gibt ihm einen Kuß, von der er aber nichts mitbekommt.
26 Wo ist King? Sprunghaft, wie Nadia nun mal ist, behandelt sie Jean auf einmal mit ausgesuchter Freundlichkeit. Sie ist von der Dusche, die er gebaut hat, geradezu hingerissen und schimpft nicht mal, als sie ausfällt. King hingegen wird von Marie ziemlich ruppig rangenommen. Sie meint es nicht böse, sondern spielt nur mit ihm, aber das geht dem kleinen Löwen mehr und mehr auf den Wecker. Und auf das Glück von Nadia und Jean wird er immer mehr eifersüchtig. * In der Nacht zeigt Jean mit seinem Teleskop Nadia den Mond. Die beiden werden dabei von ihren Gefühlen übermannt und küssen sich. Jean stottert zu Nadia, das sei sein erster Kuß gewesen. Bei Nadia hingegen war es der zweite. Den ersten hat sie vor ein paar Tagen auch Jean gegeben, als er im Pilz-Rausch war. Daran kann er sich aber nicht mehr erinnern, und das mach Nadia blitzschnell wieder wütend. * In der Nacht packt King seine Sachen, hinterläßt einen tierischen Abschiedsbrief und geht in den Dschungel. Nadia, Jean und Marie machen sich sofort auf die Suche, allerdings getrennt. Und wie es sich so ergibt, versinkt Jean in einem Tagtraum und fällt vom Berg. Unten angekommen träumt er erst recht weiter, wie er Öl und Erze findet und dann alles mögliche vom Taschenrechner über den Düsenjäger bis zur Atombombe erfindet, und dafür von Nadia heftig bewundert wird. Irgendwann kommt er aber wieder zu sich, und dann findet er King unter einem Wasserfall meditierend sitzen. Alle freuen sich, daß er wieder da ist.
27 Könige des Schreckens Das Leben auf der Insel verläuft in der nächsten Zeit in ruhigen Bahnen. Jean kocht und erfindet. Diesmal einen Drachen, mit dem er King aufsteigen läßt, um die weitere Umgebung zu erkunden. Ergebnis: es kommt ein Taifun auf und King wird erst mal weggeweht. Vor dem Sturm kann Nadia King wieder einsammeln, doch dann wird er von dem Taifun mitsamt dem Dach der Hütte wieder weggeweht, und diesmal kommt er nicht zurück. Dafür erscheint eine neue Insel, direkt vor der von Jean und Nadia. Jean versucht, Nadia das Auftauchen der Insel mit der Kontinentalverschiebung zu erklären, aber das überzeugt sie (zu Recht) nicht. Dafür sehen sie am Strand der neuen Insel King. Sie setzen sich sofort in Jeans Boot und fahren hinüber. Aber es ist eine sehr seltsame Insel. Auf engstem Raum finden sich alle möglichen Klimazonen von tropisch über wüstenhaft bis polar. Und sie finden einen Kopf. * Der Kopf gehört zu Ayerton, dem angeblichen Wissenschaftler, den Jean und Marie ganz an Anfang ihrer Reise auf dem amerikanischen Kriegsschiff getroffen haben. Und sein Körper hängt auch noch dran, ist aber im Sand der örtlichen Wüste eingegraben. Jean und Nadia graben ihn aus und lassen sich erzählen, wie er in diese Lage gekommen ist. Allerdings ist Ayertons Verstand ziemlich umnebelt, er erkennt nicht mal Nadia und Jean, und dementsprechend ist seine Story. Er sei beim zweiten Beschuß der Nautilus über Bord gegangen und dann nach vielen Tagen auf diese unheimliche Insel angetrieben worden, wo drei Dämonen, die Könige des Schreckens, lebten, die ihn gefangen, gefoltert und schließlich eingegraben hätten. * Nadia, Marie und Jean erschrecken ganz schön, als sie das hören, und noch viel mehr, als die drei Dämonen dann plötzlich mit viel Getöse angerückt kommen.
28 Liebesbeweise Auf der Insel verhält sich auch die Schwerkraft seltsam, und so gestaltet sich die Flucht von Jean, Ayerton, King, Marie und Nadia mehr als Segelflug. Die fünf rennen so schnell, daß sie in kurzer Zeit die Insel umrundet haben und wieder bei den Dämonen sind. Die entpuppen sich aber als Grandis, Henson und Sanson, die nach ihrem Kampf gegen Gargoyle davongeflogen und schließlich auf dieser Insel gestrandet sind. * Nadia und die anderen beschließen dann, bei ihnen zu bleiben und holen nur noch die Bücher von ihrer alten Insel, von der sie sich immer weiter entfernen. * Jean läßt sich von Sanson und Henson Nachhilfe geben, wie man bei Frauen landen kann. Natürlich sagt der eine genau das Gegenteil vom anderen. Nadia hingegen bekommt Ratschläge von Grandis, die wahrscheinlich mehr wert sind. Sie beschließt auch, das Essen zu kochen, sogar Fisch, was leider Jean flachlegt. Ansonsten hilft er Henson, Greycam zu reparieren und Sanson, die Hütte zu erweitern. Grandis trauert heftig um Nemo. Sie fragt Nadia, ob Nemo wirklich ihr Vater gewesen sei, was sie bestätigt. Daraufhin sagt sie zu Nadia, sie könnte sie jetzt Mutter nennen (damit das einen Sinn ergibt, müßte manwahrscheinlich mal die japanische Originalfassung konsultieren).
29 Das Rennen der Roboter Grandis beneidet Nadia heftig, weil sie immer mit ihrem Jean zusammen sein kann. Ihren Liebsten wird sie dagegen nie wiedersehen. Nadia wäre allerdings manchmal lieber allein. Und das geht auch anderen so. Anscheinend wird es für Henson und Sanson auf der Insel langsam etwas eng, denn die beiden geraten immer öfter in Streit. Dagegen ist Ayerton ziemlich nett zu Grandis. Da er allerdings ziemlich schrullig ist, kann er bei ihr nicht zum Zug kommen. Dafür trauert sie heftig um Nemo und meint, sie habe einfach kein Glück mit Männern. * Ayerton kocht. Marie fragt sich, ob er wirklich der Graf ist, der er zu sein behauptet, wenn er so gut kochen kann. Sanson und Henson geraten aber mal wieder in Streit, und Ayerton schlägt vor, sie sollten ein Wettrennen austragen, um den Sieger ihres Streites zu ermitteln. Pferde haben sie auf der Insel nicht, als muß King antreten. Da er aber schlecht gegen sich selbst laufen kann, soll Henson einen Mecha-King bauen, Sanson hingegen King trainieren. Der hustet ihm allerdings was, und so muß Jean auch für ihn einen Mecha-King bauen. Die Pläne stiehlt Sanson praktischerweise gleich bei Henson. * Kurz darauf sind die beiden Roboterchen fertig, und das Rennen geht los. Als die beiden Mecha-Kings schon unterwegs sind, stellen ihre Konstrukteure fest, daß sie nur geradeaus laufen können. Und so kommt es, wie es kommen muß: sie landen im Wasser. Jean springt hinterher und fischt sie wieder heraus. Dabei entdeckt er auf dem Meeresboden direkt vor der Insel aber eine seltsame Metall-Luke.
30 Im Innern der Insel Die Reparatur von Greycam ist abgeschlossen bis auf die Löcher im Ballon, an denen noch alle fleißig nähen müssen. Damit rückt die Heimkehr in greifbare Nähe. Einige freuen sich darauf, anderen gefällt es auf der Insel ganz gut. Henson befürchtet, so langsam arbeitslos zu werden, weil Grandis den Blue Water nicht mehr stehlen will. * Wegen der vielen Mosquitos bittet Nadia Jean, ein Abwehmittel zu erfinden. Dafür muß Jean Unterwasserpflanzen einsammeln, und entdeckt dabei seltsame Öffnungen im Meeresboden. Derweil macht der angebliche Graf Ayerton Grandis an und klaut sogar Greycam, um mit ihr wegzufahren. Also bauen Henson, Jean und Sanson ein Greycam II, das mit Wildschweinen betrieben wird, und durchkämmen damit im Schweinsgalopp die Insel, bis sie Grandis, Ayerton und Greycam wieder gefunden haben. Zur Strafe graben sie Ayerton mal wieder im Sand ein. * Nadia sucht ihre Milch-Ziege. Sie wirft Jean vor, sie heimlich gegessen zu haben. Auf der Suche landen die beiden in einer sehr seltsamen Höhle, die in Wirklichkeit der Zugang zum Innern der Insel ist. Und dort ist alles technisch. Jean erinnert die Technik sehr an die Nautilus. Alles ist gigantisch groß und sieht sehr beeindruckend aus. Auf einem Fließband geht es immer tiefer in die Anlagen. Auf einmal leuchtet Blue Water grell auf und Nadia sagt seltsame Sachen. Und dann wird sie durch eine massive Stahl-Wand hindurchgezogen. Jean behält nur ihre Kleider in der Hand zurück. Und dann wird die Insel aktiv und am Himmel erscheint ein riesiges Nordlicht.
31 Die unbekannte Stimme NadiaGreycam ist fertig, und das wird auch höchste Zeit, denn die Insel wird immer unruhiger und beginnt langsam zu versinken. Und so packen alle ihre Sachen zusammen und gehen an Bord, nur Jean nicht, denn der will Nadia nicht zurücklassen. * Nadia, die den größten Teil dieser Episode nackt bestreitet, steckt irgendwo im Innern der Insel. Sie wird von einer geheimnisvollen Stimme willkommen geheißen. Sie erfährt, daß diese Insel in Wirklichkeit ein Raumschiff namens Red Noah ist und von einem 277 Lichtjahre entfernten Planetensystem namens Nebula stammt. Vor 2,4 Millionen Jahren mußten einige Wesen von dort auf der Erde notlanden. Anscheinend waren sie aber nicht nur äußerlich Menschen sehr ähnlich, denn sie vernichteten sich später fast alle in Kriegen. Einige Überlebende bauten dann Atlantis, das dann aber ebenfalls durch einen Krieg unterging. Und Nadia ist erstens kein Mensch, sondern eine Prinzessin von Atlantis, die in Tarthessos geboren wurde, und zweitens als Besitzerin von Blue Water allmächtig. Ihre Aufgabe sei es jetzt, Atlantis neu aufzubauen. Der Roboter teilt Nadia dann mit, daß die Insel jetzt erst mal 800 m tief tauche. Doch dagegen protestiert Nadia energisch, weil sie befürchtet, daß ihre Freunde dann alle ertrinken müßten. Sie wirft sogar Blue Water weg, weil sie nicht will, daß ihr Schicksal davon kontrolliert wird. * Jean ist wieder ins Innere vorgedrungen, findet Nadia aber nicht. Dafür wird Gargoyle auf Red Noah aufmerksam und läßt es von einem Garfish-U-Boot verfolgen. * Der Roboter wundert sich, daß es für Nadia etwas wichtigeres als Blue Water gibt, aber er kapituliert schließlich vor ihrer Sturheit und läßt sie wieder frei. Praktischerweise hat Jean ihre Kleider dabei, und so fliehen sie ins Freie und werden von Greycam aufgelesen, kurz bevor das Raumschiff endgültig abtaucht.
32 Der Schatz Garfish bemerkt Greycam nicht, aber die Freude währt nur eine halbe Nacht, denn da kommt Gargoyles fliegende Festung und ballert Greycam eine vor den Latz. Der Ballon geht durch, und das Fahrzeug saust unkontrolliert durch die Luft und landet schließlich da, wo Nadia immer hinwollte: in Afrika, genauergesagt mitten in einer Hütte eines Negerdorfes. Ayerton tut so, als könnte er mit den Eingeborenen reden, doch die nehmen ihn und die anderen einfach gefangen. Schließlich inspiziert der Häuptling die Fremden. Einer seiner Leute namens Hama-Hama entdeckt Blue Water, der an Nadias Brust hängt. Und er spricht Französisch, so daß er sich mit Nadia und den anderen unterhalten kann. Nadia und Hama-Hama sind sich auf den ersten Blick sympathisch, sehr sympathisch sogar. Hama-Hama zeigt Nadia das Dorf und meint, sie müsse aus Tarthessos stammen, weil sei eine alte Inschrift lesen kann. Es gibt ein paar alte Geschichten, einen Schutzgott, der aussieht wie King, einen alten Schatz vom König des Silber-Reiches, den schon viele Fremde stehlen wollten, und den Zaubertrank von Asterix, wegen dem der Stamm unbesiegbar ist und den zufällig King ausschlürft. King wird zum Kraftmonster und rennt davon, aber die Wirkung hält nicht lange und er wird von einem Schatzjäger eingefangen, der hinter dem Schatz der Neger her ist. Für King sieht sie Lage sehr düster aus.
33 Der Großangriff Grandis kennt den Schatzjäger. Es ist Gonzales, den sie vor 10 Jahren mal geliebt hat. Er hat sie damals betrogen, und jetzt will sie mit ihm abrechnen. * Der Schatz des Dorfes wurde geschändet. Es war King, denn der Schatz war eine Konservedose und King hat sie aufgefressen. Zum Glück kann Nadia die Schuld Gonzales in die Schuhe schieben. * Grandis marschiert einfach bei ihm an, und die beiden lassen die alten Zeiten aufleben und saufen sich mit Rotwein voll. Nadia will inzwischen King retten, doch das klappt nicht und Grandis' Spiel platzt. Gonzales nimmt sie beide kurzerhand gefangen. Jean und Hama-Hama streiten sich, wer von beiden Nadia retten darf, und auch die anderen denken sich ein kompliziertes Manöver aus, in dem Greycam, Hama-Hamas Kanu und der Ballon von Greycam wichtige Rollen spielen. Alle zusammen greifen Gonzales' Wagen zu Lande, vom Fluß und aus der Luft aus an. Es geht sehr turbulent zu, aber am Ende werde alle Gefangenen befreit und Gonzales landet mit seinem Wagen und seinen zwei Mädchen im Fluß. Eine gewisse Rolle bei Nadias Rettung hat auch eine Negerin namens Mura-Mura, die plötzlich aufgetaucht ist und die Hama-Hama den anderen als seine Verlobte vorstellt. Damit zerplatzt Nadias Liebestraum, aber dafür erfährt sie, wo Tarthessos liegen soll. Und so machen sich Jean, Grandis, Nadia und die anderen wieder auf den Weg.
34 Ein Liebeslied und seine Folgen
Diese Episode ist ein reiner Lückenfüller und noch dazu sehr sparsam animiert
Nadia und GrandisIm Titellied heißt es "Jean ist ein Genie, das fast alles kann." Singen kann der gute Jean allerdings nicht. Und während Greycam Tag um Tag über Afrika dahindümpelt, baut er eine Karaoke-Maschine und bringt Nadia ein Ständchen. Am Anfang ist Nadia ziemlich gerührt, doch nach der zwanzigsten Strophe kommt es ihr so zu den Ohren heraus, daß sie den Stecker zieht. Jean ist sehr enttäuscht, aber Nadia ist über sich selbst verwirrt und spricht mit Grandis. Sie erkennt, daß sie in Jean verliebt ist.
Ansonsten passiert in dieser Folge nichts erwähnenswertes.
35 Zukunftsängste Ohne erkennbaren Anlaß landet Greycam ziemlich abrupt am Ufer eines Sees. Wie in Trance steigt Nadia aus und geht in das Wasser, das sich vor ihr öffnet und in einem riesigen Strudel einen Weg in die Tiefe freigibt. Jean will Nadia auf keinen Fall allein lassen, und so schwebt Nadia dann zusammen mit Greycam hinunter und landet schließlich in einem riesigen unterirdischen Dom. Greycam fährt nun die Straße der Höhle entlang. Nadia öffnet mit der Macht von Blue Water alle Barrieren und Hindernisse. Die gewaltigen unterirdischen Anlagen sehen aus wie Ruinen, funktionieren aber noch. Und sie sehen Skelette von Dinosauriern. Nadia erzählt Jean und den anderen, daß sie sich gerade in der Arche Noah befinden. Aber es gab einst drei davon: Atlantis, das im Krieg zerstört wurde und im Meer versank, Red Noah, die Insel, auf der sie eine Zeitlang gelebt haben, und Blue Noah, das in Afrika abstürzte und dessen Überlebende das Königreich Tarthessos gründeten. Nadia ist Prinzessin und Thronfolgerin dieses Königreiches, das jetzt aber einen neuen Namen trägt: Neu-Atlantis. Gargoyles Leute sind also ihre Untertanen. Nadia bekommt Angst vor der Macht, die sie durch Blue Water besitzt. Schließlich befördert sie eine Rolltreppe wieder an die Oberfläche, ins Zentrum von Tarthessos, auf die Spitze des Turms zu Babel. Sein eigentlicher Zweck war es, Lichtsignale nach Nebula zu schicken, und so erfahren Jean und die anderen, daß Nadia ein Alien ist. Doch Nadia hat schreckliche Angst davor, mit der Macht, die ihr anvertraut ist, böses zu tun, denn sie hält sich selbst für böse. Um nicht am Ende so zu werden wie Gargoyle, stürzt sie sich in die Tiefe. Doch die Kraft von Blue Water fängt sie auf und läßt sie sanft landen. * Unten treffen sich dann alle wieder. Sie finden eine Tafel, die anläßlich Nadias Geburt aufgestellt wurde, und geboren ist sie am 31.5.1885 (was mit der Zeitangabe in Folge 1 - 1889, nicht vereinbar ist, denn dann wäre sie jetzt erst 4. Da konnte entweder einer nicht bis 14 zählen, oder bei der Übersetzung aus dem Japanischen ist ein kleines Unglück passiert.) Wie auch immer, heute ist genau der 31.5., und Nadia ist tief gerührt, daß alle nun ihren Geburtstag feiern. Und daß sie nun endlich weiß, wann und wo sie geboren worden ist.
36 Die neue Nautilus Nadias Freude währt nicht lange, denn da tauchen zwei der riesigen Luftkampfschiffe von Gargoyle über den Ruinen von Tarthessos auf. Großzügigerweise verspricht Gargoyle, Nadias Gefährten am Leben zu lassen, wenn sie ihm Blue Water übergibt. Nadia bleibt nichts anderen übrig, als darauf einzugehen, und läßt sich mit dem Traktorstrahl an Bord holen. Gargoyle gibt Grandis und den anderen 60 Sekunden zur Flucht, und auch das nur mit einem Hintergedanken: er vermutet, daß Nemo doch noch lebt und Nadias Freunde retten wird. Und so kommt es auch: Elektra taucht mit einem kleinen Gleiter auf und bringt sie aus der Gefahrenzone. Doch sie wird geortet und führt Gargoyle auf die Spur von Nemo. Und der lebt tatsächlich noch, zusammen mit der ganzen Besatzung der Nautilus. Er hat sogar ein neues Schiff, das ebenfalls den Namen Nautilus trägt und mit phantastischer Supertechnologie ausgestattet ist. Es übersteht Gargoyles Großangriff und vernichtet dann das zweite Luftkampschiff. Doch in dem ersten ist neben Gargoyle auch noch Nadia. Jean, der Nadia versprochen hat, zu kommen und sie zu retten, kann Nemo und Elektra überzeugen, das Schiff nicht zu vernichten. Und dann dreht Gargoyle den Spieß um. Er hat nämlich auch Kaiser Neo dabei, und der teleportiert Nemos Blue Water aus dessen Hand heraus zu sich hoch. Nemo ist überrascht über die Macht Neos. Aber er hat nicht viel Zeit, sich darüber zu wundern, denn Gargoyle hat beschlossen, daß er die Ruinen von Tarthessos nicht mehr braucht, und feuert eine Art Atombombe ab.
37 Größenwahn Red NoahNadia ist mehr oder weniger Gargoyles Gefangene. Der bringt sie zu Neo, der ihr ihren Blue Water abnimmt, um Neu-Atlantis - Red Noah - zu aktivieren, das sich bei den Ruinen des alten Atlantis auf dem Meeresgrund versteckt hatte. Und mit dem nahezu unbesiegbaren Red Noah-Raumschiff wollen Gargoyle und Kaiser Neo der Weltherrschaft übernehmen. * Die neue Nautilus ist entkommen durch einen Tunnel, den die Atlantis-Leute vor langer Zeit angelegt haben. Alle Kontinente und die Weltmeere sind mit solchen Tunneln unterhöhlt, und in einen davon hat sich auch die alte Nautilus vor ihrer endgültigen Vernichtung retten können. Und die neue Nautilus ist eine unglaublich mächtige Waffe, wenn sie erst einmal voll einsatzbereit ist. Elektra berichtet Jean und den anderen, daß dieses Schiff früher den Namen Exelion (bekannt aus Gunbuster) trug und ein legendäres Weltraum-Kampfschiff gewesen ist, das es durchaus mit der riesigen Red Noah aufnehmen kann. * Gargoyle doziert vor Nadia, daß die Menschen eigentlich Geschöpfe der Atlantis-Leute seien, erschaffen als ihre Diener. Die Menschheit brauche eine Führung, und die reißt Neu-Atlantis jetzt ohne viele Umstände an sich. Nadia kann mal wieder ihre besonderen Talente ausspielen: ihre Sturheit und ihr Besserwisserei. Nebenbei erfährt sie auch, daß Kaiser Neo ihr Bruder ist, der sie vor 13 Jahren hat entkommen lassen. Aber da die Neu-Atlantis-Leute, ebenso wie ihre Vorfahren, gegenüber den Menschen nie sehr zimperlich gewesen sind, ist Nadia eisern entschlossen, Gargoyle und Kaiser Neo Widerstand zu leisten. * Red Noah taucht über Paris auf und fordert von den Franzosen und dem Rest der Menschheit die sofortige bedingungslose Unterwerfung. Doch anscheinend sind die Menschen dafür zu stolz. Gargoyle will den Turm zu Babel einsetzen, doch da taucht die Nautilus auf und verhindert das.
38 Der letzte Kampf
Am Ende dieser Folge ist eine wichtige Szene herausgeschnitten
Die Nautilus und Red Noah beginnen sich über Paris zu duellieren, wobei die halbe Stadt samt dem Eiffelturm in Trümmer gelegt wird. Gargoyle erringt einen kleinen Vorteil, deswegen beschließen Nemo und Grandis, Red Noah von innen mit Greycam anzugreifen. Unter Aufbietung aller Energien schafft die Nautilus es, ein Loch in den Schutzschirm von Red Noah zu brechen und Greycam in dem Raumschiff abzusetzen. Red Noah steigt dann in die Umlaufbahn auf, um in eine günstige Schußposition für den Turm zu Babel zu kommen. Die Nautilus folgt ihm. Leider verfährt Grandis sich in dem riesigen Raumschiff, und so kann Gargoyle ohne Probleme den Turm auf die Nautilus abfeuern. Die hält das gerade noch aus, aber ein zweiter Treffen würde sie vernichten. Doch endlich haben Grandis, Henson und Sanson den Turm von Babel gefunden und blockieren ihn, indem sie Greycam zwischen die Kontakte bugsieren. Greycam wird dabei zerquetscht und sprengt sich selbst in die Luft, wodurch der Turm abraucht und auch der Schutzschirm erlischt. Nemo läßt die Nautilus Red Noah rammen und dringt ins Innere ein. Er, Elektra und Jean steigen aus, um Nadia zu retten. Gargoyle, Nemos ehemaliger Kanzler, empfängt sie zusammen mit Kaiser Neo im Kaisersaal und klagt Nemo, den ehemaligen König von Tarthessos, im Namen Gottes aller möglichen Verbrechen an. Gott ist Gargoyle dabei selber, deswegen gibt es auch keine Verteidiger. Hinter Gargoyle sitzen Neo und Nadia, die er einer Gehirnwäsche unterzogen hat. Die beiden sollen das Urteil vollstrecken. * Schnitt * Gargoyle ist verletzt, Nemo anscheinend auch. Verzweifelt befiehlt er Jean, Neo und Nadia zu erschießen.
39 Die Entscheidung Jean bringt es nicht über sich, Neo und Nadia zu erschießen, und wird dafür von Gargoyle verhöhnt. Dann bietet der Nemo an, sein Leben zu verschonen, wenn er König von Neu-Atlantis wird. Doch das lehnt Nemo genau wie vor 13 Jahren entschieden ab. Dann läßt Gargoyle Neo und Nadia auf Nemo schießen. Neo wurde damals, als Nemo den Turm zu Babel in die Luft jagte, fast getötet. Gargoyle hat ihm einen eisernen Roboterkörper gegeben und ihn zu seinem Werkzeug gemacht. * Elektra läßt die Nautilus auf Gargoyles Steuerungssystem schießen. Neo wird dabei beschädigt, bekommt aber seinen freien Willen zurück. Er geht schwankend auf Nadia zu, um sie zu befreien. Gargoyle zieht den Stecker, doch Neos Wille ist stärker. Er rettet Nadia, explodiert dann aber. Damit bekommt Nadia ihre Freiheit zurück, und die Macht über die beiden Blue Water. Sie schaltet sie ab, was zur Folge hat, daß Red Noah zur Erde zurückstürzt. Gargoyle versucht, Nadia mit Elektra und Jean zu erpressen, aber Nadia weigert sich standhaft. Das kostet Jean das Leben. Da erscheint die Nautilus im Kaisersaal und befreit Nadia, Nemo, Elektra, Grandis, Sanson und Henson. Nemo erklärt Nadia, daß sie mit der Macht der beiden Blue Water Jeans Leben retten kann, was aber die Steine zum Erlöschen bringen würde. Dennoch zögert das Mädchen nicht. Gargoyle sieht mit dem Verglühen der beiden Steine auch seine Pläne erlöschen und stürzt sich in das Licht. Er wird zur Salzsäule. Nur die Atlantis-Leute können darin überleben, er aber ist ein Mensch: denn es gibt nur noch zwei Aliens: Nemo und Nadia. Die Erde gehört längst den Menschen, und Gargoyles Plan hat nur aus einer Illusion bestanden. * Die Macht der Steine bringt Jean ins Leben zurück, und alle retten sich in die Nautilus. Doch die sitzt in der abstürzenden Red Noah ohne Energie fest. Nemo geht nach draußen, stellt einen Anschluß zur Stromquelle von Red Noah her und ermöglicht seinen Kameraden so die Flucht. Er selber bleibt zurück und vergeht mit den Resten von Neu-Atlantis in einer grandiosen Explosion am Rande der Atmosphäre. Alle anderen kehren sicher zur Erde zurück, versenken die Nautilus schließlich im japanischen Meer und führen dann ein normales Leben.
Marie1902 - 12 Jahre später: Marie erzählt uns, was aus unseren Helden geworden ist.
Elektra hat von Nemo ein Kind bekommen, das sie lebevoll großzieht.
Jean und Nadia haben 1897 geheiratet und leben wieder in Le Havre. Jean bastelt zusammen mit seinem Onkel immer noch an allen möglichen Erfindungen, und Nadia erwartet ein Kind von ihm.
King ist Vater geworden (einfach entzückend dargestellt).

Ayerton hat sich als echter Graf herausgestellt und lebt wieder in seinem Schloß in England.
Henson hat ein Automobil-Imperium, Grandis ist eine Art weiblicher Playboy und genießt das Leben, und Sanson hat Marie geheiratet, und die beiden erwarten ebenfalls Nachwuchs.

Erstellt am 8.1.2002. Letzte Änderung: 22.2.2014