Plastic Little: Die Handlung

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Titelbild

Alarm in der unterseeischen Militärstation. Überall Explosionen. Allerdings ist die Katastrophe hausgemacht, denn wenn man wie irre mit Maschinengewehren herumballert, kann so was schon mal vorkommen. Die Soldaten jagen Professor Nalerov, der eine auf künstlicher Gravitation beruhende Entdeckung gemacht hat, die das Militär gerne für sich ausschlachten würde. Vorerst konnte Nalerov das verhindern, doch er bezahlt es schließlich mit seinem Leben: die Soldaten knallen ihn ab.

Allerdings hat er seine Dateien mit einem Paßwort gesichert, und das Paßwort hat er seiner Tochter Elise gegeben, die sich in letzter Sekunde mit einer Rettungskapsel auf die Oberfläche absetzten konnte. Das letzte, was das Mädchen sieht ist, wie ihr Vater von Kugeln durchsiebt wird. Jetzt sind natürlich die Soldaten und vor allem ihr General Gaizel hinter ihr her wie der Teufel hinter der armen Seele.

die Soldaten

Derweil in einem Hotel. Es ist 11 Uhr 30 und Tita ist gerade aufgewacht. Tita ist Kapitän und Eignerin des Allzweck-U-Boot-Schiffes Cha Cha Maru. Während ihre Leute schon wieder an Bord sind und letzte Reparaturen ausführen, zieht Tita sich erst mal an, sucht dann vergeblich ihre Crew und fährt schließlich mit einem ausgesprochen futuristischen Motorrad in die Stadt zum Einkaufen. Dabei wird sie von Elise umgerannt. Kaum ist sie wieder auf den Beinen, trampelt ein Trupp Soldaten über sie hinweg. Tita knurrt, heute sein wohl nicht ihr Tag, als sie mitkriegt, daß die Soldaten hinter dem jungen Mädchen her sind. Entschlossen stürzt sie sich dazwischen und rettet Elise.

Mit ihrem Motorrad saust sie dann im Kugelhagel der Soldaten eine halb hochgezogene Zugbrücke rauf. Oben in der Luft wird das Motorrad dann abgeschossen, aber die beiden Mädchen stürzen in den Fluß und gelangen schließlich erschöpft, aber relativ wohlbehalten zur Cha Cha Maru.

General Gaizel reagiert etwas ungehalten, als er die näheren Umstände von Elises Entkommen erfährt. Er teilt seinem Knecht mit, daß er das Mädchen innerhalb von 24 Stunden haben will, andernfalls würde man sonst vielleicht statt dessen seine Leiche aus dem Fluß fischen.

Tita und Elise im Aquarium

Mei, die Schiffsärztin, verbindet Elises kleine Wunde. Elise ist ziemlich verschüchtert und redet nicht viel. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, schlägt sie vor, im Aquarium zu baden ( - die berühmte Badeszene. Die Cha Cha Maru ist offenbar innen größer als außen, denn das Aquarium ist riesig, fast schon ein halber Freizeitpark). Tita zieht sich aus (ganz nackt und man sieht alles) und hilft dann Elise. Dabei stellt sie schockiert fest, daß Elises Brüste größer sind als ihre. Entrüstet fragt sie sie, wie alt sie sei. Elise antwortet: "16". Tita ist 17. Doch sie erholt sich schnell und dann sausen sie die Wasserrutsche rauf und runter hinein ins Vergnügen.

Tita stellt sich dann Elise vor und erklärt ihr, was sie eigentlich macht: sie ist ein Pet Shop Hunter (wenn man das wörtlich übersetzt, kommt totaler Unsinn raus: Jägerin von Haustiergeschäften). Dies ist ein sehr tierreicher Planet und sie fängt passende Exemplare ein und verkauft sie auf anderen Welten. Derweil werden sie von Nicol und Roger von oben beobachtet. Als Tita das sieht, verpaßt sie den beiden einen Elektroschock; die Anlage dafür ist eigentlich für ihre wilden Tiere vorgesehen, leistet aber auch bei wilden Menschen gute Dienste.

In der Zeitung steht, daß das Militär die Tochter von Professor Nalerov sucht: tot oder lebend. Und es ist ein Bild der Gesuchten dabei. Die Mannschaft macht sich Sorgen, denn mit dem Militär legt man sich besser nicht an. Dennoch sind sie bereit, ihren Kapitän zu unterstützen.

Am nächsten Morgen: Tita und Elise fahren zu einer außerhalb der Stadt gelegenen Windmühle zum Frühstück. Sie bewundern den schönen Sonnenaufgang. Derweil hat die Mannschaft erfahren, daß sie Soldaten wieder unterwegs sind. Balboa fliegt mit einem Gleiter los, um sie zu retten.

Zunächst aber gibt es ein gemütliches Frühstück. Tita erzählt Elise, wie sie Pet Shop Hunter wurde: ihr Vater war auch schon einer. Als sie 6 war, gab es einen Unfall. Titas Vater blieb auf der Brücke des Schiffes, damit die anderen sich retten konnten. Danach übernahm Tita die Arbeit und die Mannschaft.

Angiff

In diesem Moment tauchen die Gleiter der Soldaten auf. Sie fackeln nicht lange und eröffnen sofort das Feuer. Tita und Elise entkommen nur knapp. Mit dem Motorrad sausen sie davon. In dieser kritischen Situation beichtet Elise, um was es in diesem Kampf eigentlich geht: in einem Labor tief unter der Kolonie steht ein Gravitationsaggregat, das die Kolonie stabilisiert. (Auf die gute alte Planetengravitation ist auch kein Verlaß mehr, wie's aussieht.) Jedenfalls spukt die Idee, daraus eine Waffe zu machen, schon seit 10 Jahren in den Köpfen der Militärs herum. Sie haben schließlich Elises Vater dazu gezwungen, für sie zu arbeiten, doch als der die Gefahr erkannte, beging er kurz vor Vollendung des Werkes Sabotage. Dafür mußte er sterben. Und wegen des Paßwortes sind die Soldaten jetzt hinter ihr her.

Schließlich ist es soweit: Titas Flucht ist zu Ende. Gaizel persönlich ist erschienen und fragt Elise nach dem Paßwort. Die will es nicht sagen. Da schnappt er sich Tita und pumpt ihren Bauch voll Blei. Zumindest sieht es so aus. Aber durch ihren Spezialanzug sind die Kugeln nicht durchgegangen. Gaizel weiß das, doch allein die Wucht der Geschosse hat schon einen ganz schönen Schaden in Titas Innenleben angerichtet. Und Elises Widerstand ist gebrochen. Sie erklärt Gaizel, daß nur sie das Paßwort eingeben kann, weil es auf ihrem genetischen Code beruht. Gaizel ist zufrieden. Gerade will er Tita eliminieren lassen, da taucht Balboa auf. Sein Gleiter ist für ein ziviles Fahrzeug ziemlich gut bewaffnet. Er setzt die Soldaten und ihre Kampfgleiter für kurze Zeit außer Gefecht und rettet die beiden Mädchen. Doch Gaizel hat ein paar Haare von Elise.

Die Soldaten haben, um ganze Arbeit zu leisten, auch gleich das Hotel in die Luft gesprengt, in dem Tita und ihre Mannschaft gewohnt haben. Jetzt breitet sich das Feuer auf die Docks aus. Die Cha Cha Maru muß auslaufen. Und Mei darf nun zur Abwechselung Tita verarzten. Zum Glück hat Tita keine bleibenden Schäden.

Tita im Lazarett

Später, auf hoher See. Mikhail und Balboa streiten sich. Balboa meint, sie sollten Elise ausliefern. Sich mit den Soldaten anzulegen sei Wahnsinn. Mikhail verpaßt ihm einen Faustschlag und sagt, wenn er meutern wolle, dann solle er besser gleich verschwinden. Doch das will Balboa dann auch wieder nicht. Also macht er halt weiter.

Nachdem sich Tita von ihren Strapazen erholt hat, will sie mit Gaizel abrechnen. Sie läßt sie Cha Cha Maru in die Tiefe tauchen, wo die Station ist. Dabei werden sie von der Kriegsflotte verfolgt, doch sie unternimmt zunächst nichts und beobachtet nur.

Mit dem Gleiter dringen Tita und Elise in die Station ein. Durch Lüftungsschächte gelangen sie schließlich in einen Schacht. Dieser Schacht ist 25 Kilometer lang und reicht bis zur Oberfläche, wo die Kolonie ist.

Tita und Elise im Schacht

Derweil steht Gaizel kurz davor, daß Paßwort zu entschlüsseln. Er läßt seine Leute ausschwärmen, um die Eindringlingen zu jagen, denn sie sind ihm nicht verborgen geblieben.

Elise versucht, das Paßwort an einer Konsole einzugeben, doch die ist gesperrt und sie müssen es an einer anderen, 300 Meter weiter unten versuchen. Tita seilt sich zusammen mit Elise auf abenteuerliche Weise ab, doch als sie ihr Ziel erreicht haben verkündet eine Lautsprechstimmen, daß das Paßwort eingegeben wurde. Es beginnt der militärische Test. Sein Ziel ist die Kolonie, die dabei leider vernichtet wird. Und dann tauchen Gaizels Soldaten auf und eröffnen das Feuer auf Tita und Elise. Titas Schutzanzug verhindert, daß sie zu Hackfleisch werden. Dann schlägt Tita zurück. Da die Soldaten eine Ebene höher auf ziemlich wackeligen Stegen herausgekommen sind, schließ Tita mit einer ziemlich großkalibrigen Waffe diese Stege durch. Die Soldaten segeln in die Tiefe.

Unterdessen ist der Test angelaufen und hat für die Kolonie verheerende Konsequenzen (Man sollte halt keine Stadt auf einem aktiven Vulkan bauen). Für Tita und Elise wird die Zeit knapp, wenn sie überhaupt noch was retten wollen. Elise will das Paßwort eingeben, doch da taucht Gaizel auf.

Er ist vom Verlauf der Dinge nicht so begeistert und droht, jetzt hätte Titas und Elises letztes Stündlein geschlagen. Er schnappt sich Tita, doch er hat ihre Waffe übersehen und leistet kurz darauf seinen "gefallenen" Kameraden Gesellschaft. Elise gibt nun da Paßwort ein und Tita darf den Ausschalter drücken. Damit ist die Welt gerettet. Jetzt müssen sie nur noch der Flotte entkommen.

Wieder an Bord, neutralisieren sie mit dem Energienetz der Cha Cha Maru die Torpedos. Dann jagen sie mitten durch die Flotte, die sich somit vor allem selbst unter Beschuß nimmt. Zuletzt steuert Tita ihr Schiff in einen Meerestornado und nutzt dessen Energie zusammen mit der ihres Bordlasers, um die Kriegsflotte zu vernichten (alles fruchtbar glaubwürdig, aber was soll's?)

Am Ende verabschiedet sich Elise von Tita. Sie will das Werk ihres Vaters fortsetzen und nicht auf der Cha Cha Maru bleiben.

Der besondere Übergag ist die letzte Durchsage im Radiosender der Kolonie. Der Sprecher begrüßt den neuen Tag und hofft, daß er genauso schön wird wie der zuvor. Wenn man sich überlegt, wie die Kolonie zerlegt worden ist, ist das ein wirklich nicht mehr zu überbietender Optimismus.


Erstellt am 19.10.1997. Letzte Änderung: 20.2.2014