Puella Magi Madoka Magica

Puella Magi Madoka Magica

Auf Japanisch liest sich der Titel dieses Animes "Mahou Shoujo Madoka Magika", aber die offizielle (westliche) Lesung lautet "Puella Magi Madoka Magica".

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Bei einem Magische-Mädchen-Anime (z.B. Sailor Moon, Rayearth oder Nanoha) erwartet man eigentlich eine Mischung aus Action, Magie, Tragik, Heldentum und etwas Humor oder Selbstironie. Doch "Puella Magi Madoka Magika" ist ganz anders, es ist ein Horror-Anime mit dem wahrscheinlich überwältigendsten Happy End der neueren Anime-Geschichte.

Die Handlung, die in einer Stadt namens Mitakihara einige Jahre in der Zukunft spielt, geht etwa so: auf der Erde kämpfen Magische Mädchen gegen sogenannte Hexen, bizarre Verkörperungen des Bösen, die viel Unheil über die Menschen bringen. Als Magisches Mädchen kann man also viel Ruhm und Ehre ernten. Praktischerweise treibt sich ein seltsames Tierchen namens Kyuubei in der Stadt herum und verspricht Kandidatinnen nicht nur dies, sondern zudem auch noch die Erfüllung eines praktisch beliebigen Wunsches. Das klingt alles ganz toll. Dennoch kann Madoka, die berühmte "ganz normale japanische Mittelschülerin", wie sie in mindestens jedem 2. Anime vorkommt, sich nicht so recht entscheiden, ob sie dieses verlockende Angebot annehmen soll. Das liegt weniger an der Warnung, die ihr auf seltsame Weise zukommt, sondern einfach daran, daß sie sich nicht für einen Wunsch entscheiden kann. So ein Wunsch ist schließlich etwas sehr kostbares, das gut überlegt sein will.

Also schaut sie sich erst mal an, was Magische Mädchen in ihrer täglichen Arbeit, wenn man das mal so nennen will, genau tun, und begleitet Tomoe Mami, die schon vor längerer Zeit ihren Kontrakt mit Kyuubei geschlossen hat, bei ihren Patrouillen und auch Kämpfen. Es sieht alles sehr überzeugend aus. Bis Mami von einer Hexe getötet wird. Nun entwickelt sich Madokas Leben zu einem Alptraum, der sich von Folge zu Folge steigert und unglaublich eindringlich dargestellt wird. Magische Mädchen haben, wie sich herausstellt, nichts mit Ehre und Heldentum zu tun, sondern sind nichts weiter als Schlachtvieh in einem großen Plan, der Madoka vollkommen abstrus erscheint.

Tragik, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Abgründigkeit sind die beherrschenden Themen dieser Geschichte. Doch das Ende ist sehr überraschend.

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"Puella Magi Madoka Magica" ist in diversen westlichen Fassungen auf DVD erschienen, ebenso der Manga. Und natürlich gibt es auch eine Reihe Figuren dazu.

Fazit

Eigentlich kann man das Fazit kurz machen: dieses Anime gehört zu den besten, die je produziert wurden. Wer das nicht gesehen hat, hat etwas Unglaubliches verpaßt.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

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1. Film: die Handlung des 1. Filmes ist eine Zusammenfassung der TV-Serie bis zu der Stelle, wo Sayaka zu einer Hexe wird.

2. Film: der 2. Film umfaßt den Rest der TV-Serie bis zu deren Ende.


Kaname Madoka - sie wird in ein seltsames Abenteuer verstrickt, dessen wahre Dimensionen sie am Anfang nicht im entferntesten erahnt und der sich in jeder Folge mehr zu einem Horrortrip entwickelt Kaname Madoka Yuuki Aoi
Kaname Junko - Madokas Mutter gehört nicht zu den Frühaufstehern. Allerdings hat sie auch einen sehr stressigen und belastenden Job. Sie hat ein sehr enges und herzliches Verhältnis zu ihrer Tochter und merkt bald, daß diese etwas Schlimmes bedrückt. Doch Madoka erzählt ihr kein einziges Wort Kaname Junko Gotou Yuuko
Kaname Tomohisa - Madokas Vater. Er kommt nur in einer kleinen Nebenrolle vor und scheint Hausmann zu sein Kaname Tomohisa Iwanaga Tetsuya
Kaname Tatsuya - Madokas kleiner Bruder sorgt ganz am Ende noch für eine nette kleine Überraschung Kaname Tatsuya Mizuhashi Kaori
Akemi Homura - Madokas neue Klassenkameradin macht immer einen traurigen und bedrückten Eindruck. Tatsächlich lebt sie in der Dunkelheit abgründiger Verzweiflung, und nur ein einziges Licht der Hoffnung hält sie aufrecht. Dafür ist sie bereit, alles zu tun. Und das ist in ihrem Fall ganz schön viel Akemi Homura Saitou Chiwa
Kyuubei - auf den ersten Blick sieht er recht niedlich aus, doch je länger er durch die Handlung schleicht, desto unheimlicher wird er, und das zurecht. "Kyuubei" ist eine Abkürzung für Inkubator, und genau das ist er, ein Brutkasten, der den Nachschub an magischen Mädchen bereitstellt, die dann eine nach der anderen verheizt werden Kyuubei Katou Emiri
Shizuki Hitomi - Madokas und Sayakas Klassenkameradin. Sie bekommt von Kyuubei keine Einladung, ein Magisches Mädchen zu werden und hat daher keinen blassen Schimmer, was ihre beiden Freundinnen durchmachen müssen Shizuki Hitomi Shintani Ryouko
Miki Sayaka - zusammen mit Madoka wird sie von Kyuubei dazu eingeladen, ein Magisches Mädchen zu werden. Anders als Madoka entschließt sie sich sehr schnell dazu, erlebt aber auch entsprechend schnell, welche grauenvolle Folgen das hat Miki Sayaka Kitamura Eri
Tomoe Mami - auch sie geht auf die Mitakihara-Mittelschule und ist Madokas und Sayakas Sempai. Außerdem ist sie schon länger ein Magisches Mädchen. Sie zeigt Madoka und Sayaka, was für eine Arbeit sie dabei auszuführen hat und ist damit auch in dieser Rolle ihr Sempai. Vor allem Madoka schließt schnell mit ihr Freundschaft. Nur währt die nicht lange Tomoe Mami Mizuhashi Kaori
Kamijou Kyousuke - er ist der Grund, warum Sayaka sich entschließt, den Kontrakt mit Kyuubei einzugehen und ein Magisches Mädchen zu werden: nämlich um ihn wieder gesund werden zu lassen. Eigentlich ist er ein Geigen-Wunderkind, doch er hatte einen Unfall und wird nie wieder spielen können. Nur ein Wunder kann ihm noch helfen. Und Sayaka sorgt dafür, daß dieses Wunder geschieht. Daß sie selbst mit ihrem Leben dafür bezahlt, hat Kyuubei ihr vorher aber nicht gesagt Kamijou Kyousuke Yoshida Seiko
Sakura Kyouko - nach Mamis Tod kommt sie nach Mitakihara, um dort Hexen zu jagen, und gerät dabei sehr heftig mit Sayaka aneinander. Die beiden stehen kurz davor, sich gegenseitig umzubringen. So hat Madoka sich das mit den Magischen Mädchen eigentlich nicht vorgestellt Sakura Kyouko Nonaka Ai
Saotome Kazuko - Madokas und Sayakas Klassenlehrerin ist außerdem mit Madokas Mutter Junko befreundet. Natürlich hat sie keine Ahnung, welchen lebensgefährlichen Aktivitäten einige ihrer Schülerinnen nebenbei nachgehen Saotome Kazuko Iwao Junko

Daten: Regie: Miyamoto Yukihiro, Shinbo Akiyuki Design: Aoki Ume, Kishida Takahiro Erscheinungsjahr: 2011
Bewertung Animation:
Framerate: sehr gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut, und optisch beeindruckend Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: die extrem niedlichen, fast super-deformed wirkenden Mädchen stehen in krassem Gegensatz zur schauerlichen Handlung
Bewertung sonstiges: Handlung: sehr gut durchdachte und clever aufgebaute Fahrt in Richtung Hölle Besonderheit: im Hintergrund hört man ständig ein leises, dunkles Dröhnen, das den Eindruck des Grauens gut unterstreicht Musik: sehr gut
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Untertitel: sehr gut Gesamt-Beurteilung: der absolute Wahnsinn

Erstellt am 23.4.2013. Letzte Änderung: 22.4.2015