Rurouni Kenshin OAV - Zusammenfassung der Handlung

Teil 1 - The Man of the slashing Sword

Der kleine Shinta zieht mit den Sklavenhändlern, die ihn nach dem Tod seiner Eltern gekauft haben, durch die nächtlichen Reisfelder. Alles ist ruhig und friedlich. Doch plötzlich taucht wie aus den Nichts eine Bande Räuber auf und metzelt die Leute allesamt blutig nieder. Mit dem Mut der Verzweiflung stellt Shinta sich den Mördern entgegen, doch er kann nur noch zusehen, wie der Rest seiner Freunde niedergemacht wird. Ihn selbst rettet gewissermaßen ein Wunder, nämlich Hiko Seijuurou, der dazukommt und die Räuber tötet oder vertreibt. Dann geht der Meister der Hiten-Mitsurugi-Schwertkunst wieder davon.

Shinta hat seine Leute und auch die Räuber beerdigt und Kreuze aufgestellt. Hiko schüttet etwas Sake über die Steine, damit Shintas Gefährten im Jenseits eine gute Zeit haben mögen. Dann bietet er ihm an, ihn in der Schwertkunst auszubilden, damit er sich und die Menschen, die ihm etwas bedeuten, beschützen kann. Und er gibt Shinta einen neuen Namen, nämlich Kenshin, weil er "Shinta" für viel zu zart hält.

*

1864.

Einige Jahre sind vergangen. Kenshin ist größer geworden und hat die Schwertkunst erlernt. Tatsächlich ist er einer der besten Schwertkämpfer Japans geworden.

Shinsen-Gumi

Ein Mann namens Kiyosato (gesprochen von Iwanaga Tetsuya), von dem wir erfahren, daß er nächsten Monat heiraten soll, läuft zusammen mit seinen Freunden von der Kyoto-Shoshidai-Partei durch das nächtliche Kyoto. Anscheinend sind sie mit Kenshins Leuten verfeindet, denn Kenshin taucht plötzlich aus der Dunkelheit auf und greift sie an. Immerhin gelingt es dem verzweifelt kämpfenden Kiyosato, ihm die Backe aufzuschlitzen, dann ereilt ihn und die anderen der Tod durch Kenshins Schwert. Sein letztes Wort ist der Name seiner Liebsten: Tomoe.

Am nächsten Tag berichten Kenshin und sein Mitstreiter Iizuka ihrem Chef Katsura, was sich zugetragen hat. Der plant schon seine nächsten Züge und hätte Kenshin gerne als Berater dabei. Doch der lehnt ab: er tauge nur als Killer.

Tomoe

In einer Rückblende sehen wir, wie Katsura und sein Freund Takasugi vor einiger Zeit auf Kenshin und seine überragenden Schwert-Fähigkeiten aufmerksam wurde. Seit dem arbeitet er als Katsuras Auftragsmörder. Kenshin ist nicht gerade glücklich mit dieser Arbeit, aber irgendwie glaubt er, für eine Sache zu kämpfen, die am Ende der Welt Frieden bringen könnte. Denn Katsura hat ihm versprochen, eine neue Welt zu errichten. Aber dafür muß natürlich zuerst die alte zerstört werden. Kein schöner Job, aber er müsse getan werden. Kenshin fällt auf diesen Blödsinn natürlich herein, weil er noch so jung ist, und mordet seitdem für Katsura. Und er tötet viel und unglaublich gut.

Am nächsten Tag begegnet Kenshin den Männern Okitas, der sogenannten Shinsen-Gruppe, die durch die Stadt marschieren, als würde sie ihnen gehören. Und er sieht zum ersten Mal Tomoe.

In der Nacht erledigt Kenshin wieder ein paar Leute. Sie kommen nicht mal mehr zum Schreien. Doch seine Wunde blutet immer noch. Einem alten Aberglauben nach wird sie das weiterhin tun, bis der Mord gerächt ist.

Katsura war mit seiner Besprechung nicht so erfolgreich. Miyabe, der Chef des Higo-Clans, und er haben sich anscheinend ziemlich gestritten. Aber über Kenshin ist er sehr glücklich. Er arbeitet seit einem Jahr für ihn, hat sich seine Unschuld und reine Seele aber trotz der zahllosen Kämpfe immer noch bewahrt.

In der Nacht wird Kenshin mal wieder überfallen und metzelt die Attentäter relativ mühelos nieder. Tomoe kommt den Weg entlang gelaufen. Es regnet, aber nicht nur Wasser, sondern auch Blut. Kenshin ist wie vom Donner gerührt.

Teil 2 - The lost Cat

Tomoe ist Zeugin von Kenshins Kampf geworden, und er überlegt, ob er sie nun töten muß, da fällt sie ohnmächtig in seine Arme. Er nimmt sie mit in seine Unterkunft, eine Art Hotel. Als sie am nächsten Tag wieder zu sich kommt, macht sie sich im Hotel nützlich. Fleißige Mädchen kann man da schließlich immer gebrauchen. Und es spricht sich auch sehr schnell herum, daß Kenshin sich ein Mädchen organisiert hat, noch dazu ein sehr schönes.

So ganz kommt Kenshin mit seiner neuen Frau aber nicht zurecht und will sie zu ihren Leuten zurückschicken. Aber Tomoe bezeichnet sich als verlorene Katze, d.h. sie hat keine Familie mehr. Kenshin fängt an, sich um sie zu sorgen und gibt ihr erst mal ihr Messer zurück. Kyoto sei zur Zeit ein gefährliches Pflaster.

Tomoe

Tomoe ist der Hotel-Chefin als Hilfe sehr willkommen, und so bleibt sie. Katsura ist allerdings vorsichtig und beauftragt Iizuka, etwas über sie herauszufinden. Man weiß ja nie.

Aber es gibt noch ein anderes Problem, nämlich den Attentäter von letzter Nacht. Anscheinend war er von einer der feindlichen Parteien angeworben, vielleicht vom Shogunat. Und aus der Tatsache, daß so gut wie kein Fremder auch nur von der Existenz Kenshins weiß, schließen Katsuras Leute, daß unter ihnen ein Verräter sein muß. Kenshin ist im Zweikampf praktisch unbesiegbar, und es gibt sehr viele, die ihn gerne tot sehen würden.

Iizuka findet heraus, daß Tomoe wohl aus der Kantou-Gegend (d.h. Tokyo) kommt und wahrscheinlich einer alten Samurai-Familie angehört (hat). Der Rest sind nur Vermutungen. Vielleicht wurde sie als Sklavin verkauft oder was auch immer.

Politisch ziehen sich immer mehr Wolken über Japan und den Choushu-Clan zusammen. Und die Krankheit seines Ausbildungsleiters Takasugi verschlimmert sich auch immer mehr.

In der Nacht gibt es mal wieder Kämpfe mit ein paar Leuten der Shinsen-Gruppe. Katsuras Leute würden gerne mit ihnen abrechnen, aber Iizuka befiehlt ihnen im Auftrag Katsuras, erst mal stillzuhalten.

Kenshin und Tomoe

Als Kenshin schläft, legt Tomoe eine Decke über ihn. Er kommt ihr vor wie ein Kind. Allerdings sind seine Reflexe sehr gut. Er wacht auf, und blitzartig hat Tomoe sein Schwert am Hals. Gerade noch rechtzeitig merkt Kenshin, daß keine Gefahr droht. Tomoe fragt ihn, ob er sein ganzes Leben lang ein Killer bleiben wolle. Doch Kenshin hält das mehr oder weniger für sein unabänderliches Schicksal. Tomoe geht, und er bedankt sich für die Decke.

Später spricht Katsura mit Tomoe und versucht, ihr seinen und Kenshins Weg zu erklären. Dann bittet er sie, von nun an auf Kenshin aufzupassen, damit er nicht sein seelisches Gleichgewicht verliert. Und damit er nicht mal aus Versehen eine Tragödie anrichtet. (Nun, wie es der Zufall will, ist Tomoe gerade das Opfer einer solchen Tragödie. Oder eigentlich ist es kein Zufall, sondern eine nette kleine Intrige mit dem Ziel, Kenshin zu vernichten.)

Die Shinsen-Gruppe arbeitet mit einem Mann namens Hijikata zusammen, um gegen den Choushu-Clan vorzugehen. Das Gion-Fest hat begonnen, die Stadt ist voller Leute, und Shinsen will möglichst viel Unruhe stiften. Außerdem haben sich Katsura und Miyabe anscheinend verkracht.

Die Shinsel-Soldaten

Es spricht sich schnell herum, daß etwas großes passieren soll, und die Männer schicken ihre Mädchen aus Kyoto weg, damit ihnen nichts passiert. Tomoe hat aber anscheinend andere Pläne und fragt Kenshin, ob er mit ihr ausgehen wolle. Er ist überrascht, sagt aber zu. Und so sitzen die beiden in der Nacht in einer Kneipe und schlucken Sake. Und so verpassen sie fast den Überfall der Shinsen-Leute, die die Choushu-Leute niedermachen und die Überlebenden in die Flucht schlagen.

Aber es kommt noch besser: Miyabes Leute zünden Kyoto an und brennen es nieder. Anschließend wollen die das alte Shogunat wieder aufrichten. Die Sache wird sehr turbulent, jeder kämpft quasi gegen jeden. Kenshin macht zahllose Gegner nieder, und Tomoe schaut erschüttert zu.

Die Bilanz: Kyoto ist zumindest teilweise abgebrannt, Miyabe hat Selbstmord begangen, Katsura hat sich in Sicherheit gebracht, hat aber alles verloren. Kenshin und Tomoe sind von ihm auf Land geschickt worden, wo sie untertauchen und getarnt als Mann und Frau leben sollen. Iizuka lebt auch noch und wird für Katsura den Boten zu Kenshin spielen.

Teil 3 - The Previous Night at the Mountain Home

Kenshin hackt Holz. Jedesmal, wenn er ein Stück kleinhaut, denkt er an die Männer, die er ebenso zerhackt hat. Es müssen schon ganz schön viele gewesen sein. Später gehen er und Tomoe in die Stadt zum Einkaufen. Wie es scheint, bringt das ruhige Zusammenleben in der Bauernhütte die beiden einander langsam näher.

Kenshin und Tomoe

Der Weg führt sie durch eine zauberhafte Landschaft (die im Anime auch wirklich hervorragend herauskommt). An einem in Fels gehauenen Buddha-Bild betet Tomoe, dann gehen sie weiter. Später rasten sie an einem See. In der Stadt macht Kenshin einen Besuch und bringt Tomoe einen Spiegel mit, dann gehen die beiden auf den Markt und kaufen Lebensmittel.

Am Abend kocht Tomoe das Essen und entschuldigt sich, daß sie keinen Rettich für den Fisch hat. Kenshin meint, sie sollten welchen anbauen. Tomoe ist überrascht, daß der Mann, den sie für einen geborenen Killer gehalten hat, sich so für das bäuerliche Leben interessiert. Immerhin, Kenshin ist auf dem Land aufgewachsen.

Und so fangen die beiden an, die Felder umzugraben und Getreide (oder was auch immer) anzubauen.

Eines Tages kommt Iizuka vorbei. Er ist von Kenshins Lebensweise sehr beeindruckt - die Tarnung ist perfekt. Allerdings ist die Lage des Choushu-Clans ziemlich verzweifelt. Einige versuchen, sich mit dem Shogunat zu arrangieren und treiben die ehemals radikalen Reformer zum rituellen Selbstmord (Seppuku). Katsura ist verschwunden. Und Takasugi atmet zur Zeit gesiebte Luft. Also muß Kenshin noch eine Zeitlang untergetaucht bleiben. Aber das macht ihm gar nichts aus. Und dazu bekommt er von Iizuka noch Geld und Heilkräuter, die er verkaufen kann. Zum Abschied warnt Iizuka Kenshin noch, jetzt auf keinen Fall nach Kyoto zu kommen, es sei im Moment viel zu gefährlich.

Am nächsten Tag machen Kenshin und Tomoe sich auf einen längeren Weg, um die Medizin zu verkaufen. Die Geschäfte gehen sogar unerwartet gut, und am Abend - wieder zuhause - genießen sie Sake.

Iizuka

Während Kenshin wie üblich mit dem Schwert im Arm schläft, schreibt Tomoe in ihr Tagebuch.

Irgendwann kommt Iizuka wieder vorbei und bittet Kenshin darum, sich noch zu gedulden. Doch der arbeitet sowieso viel lieber als Bauer, als dauernd Leute umbringen zu müssen. Tomoe scheint Iizuka allerdings nicht besonders zu mögen.

*

Das schlechte Wetter droht die Ernte zu ruinieren. Kenshin nimmt's gelassen, das gehört nun mal zum Leben als Bauer dazu. Aber Tomoe ist sehr traurig.

*

Tomoe wundert sich eines Abends beim Sake-Trinken, daß Kenshin sie nie über ihre Vergangenheit gefragt hat. Und zwar sollte sie einen Mann namens Kiyosato heiraten, genau den Kiyosato, den Kenshin in Teil 1 umgebracht hat. Kiyosato ging nach Kyoto, um dem Shogunat zu helfen (und Karriere zu machen), und Tomoe folgte ihm dorthin. Anscheinend hatte sie ihn sogar dazu gebracht, als Leibwächter zu arbeiten, und deswegen haben manche ihr vorgeworfen, am Tod ihres Verlobten Schuld zu sein. Aber sie hat ihn sehr geliebt, und sein Tod brachte sie dazu, ihn rächen zu wollen. Das macht sie zum idealen Werkzeug für die Verschwörer, die Kenshin tot sehen möchten. Ihren Teil dieser Geschichte hat sie in ihr Tagebuch geschrieben, doch so langsam erlischt ihr Haß gegen Kenshin. Wenn er nicht gerade töte, sei er so ein freundlicher Mensch. Mit anderen Worten ist sie drauf und dran, sich in ihn zu verlieben.

Von all dem hat Kenshin natürlich keine Ahnung. Er hat immer auf Befehl getötet und sich nicht darum gekümmert, was für Leute seine Opfer waren und wie sie hießen. Das hätte seine Konzentration gestört.

*

Iizuka berichtet den Shogunats-Leuten, daß Kenshins Widerstandskraft und Energie durch das Landleben mehr und mehr erlahmen. Dafür sind die Choushu-Leute dabei herauszufinden, daß er der Verräter ist. Die Zeit wird also langsam knapp. Sie schicken Enishi, Tomoes kleinen Bruder. Der taucht kurz darauf bei Tomoe und Kenshin auf, doch die ist von der Aussicht, nun auch noch Kenshin zu verlieren, alles andere als angetan, was Enishi gar nicht verstehen kann. Schließlich ist Kenshin ein Killer und der Mörder ihres Verlobten, der sie noch dazu in eine relativ hohe gesellschaftliche Position gebracht hätte.

Kurzerhand schickt sie Enishi wieder zurück nach Kyoto.

*

Die Ernte ist erheblich besser ausgefallen als Tomoe befürchtet hat. Auch Kenshin ist überrascht über ihren gemeinsamen Erfolg.

Das Landleben hat Kenshin verändert. Die Idee, mit Blut und Gewalt eine neue Welt aufbauen zu wollen, erscheint ihm jetzt als falsch. Als Bauer kann er Leben hervorbringen, statt es zu zerstören. In der Tat findet er sein altes Leben verabscheuungswürdig. Tomoe hört ihm gespannt zu, vor allem als er sagt, daß sie es war, die ihm diesen Weg gewiesen hat.

Tomo erzählt ihm dann, daß ihr Vater ein kleiner Angestellter der Shogunatsregierung in Edo (Tokyo) ist. Bei Enishis Geburt starb ihre Mutter. Voriges Jahr wollte sie einen Mann heiraten, den sie schon seit ihrer Kindheit kannte, aber kurz vor der Hochzeit wurde er in Kyoto getötet. Daß Kenshin der Mörder war, erwähnt sie allerdings mit keiner Silbe.

*

Tomoe und Enishi

Der erste Schnee ist gefallen, und der Tag, an dem Kenshin sterben soll, ist nicht mehr fern.

Kenshin und Tomoe sind auf dem Rückweg zu ihrem Haus. Es ist bitter kalt und Tomoe bricht vor Erschöpfung zusammen. Kenshin liest sie wieder auf und verspricht ihr, sie zu beschützen. Damit hat er ihr Herz wohl endgültig gewonnen. Später, in der Hütte, sinkt sie zum ersten Mal in seine Arme und liebkost ihn.

Kenshin fürchtet allerdings, daß sein Leben als Auftragsmörder noch nicht vorbei ist. Die neue Welt werde bald kommen und er werde versuchen, die Unschuldigen zu beschützen. Dann verspricht er Tomoe, sie glücklich zu machen. Und wie sie diese Worte hört, legt sich zum ersten Mal so etwas wie ein Lächeln auf ihr Gesicht. Kenshin hat ihr Glück zerstört und es dann durch ein neues ersetzt.

Am nächsten Morgen in aller Frühe, Kenshin schläft noch, geht sie davon.

Als Kenshin sich gerade auf die Suche nach ihr machen will, erscheint Iizuka und behauptet, er habe den Spion gefunden: Tomoe. Sie träfe sich mit ihren Mitverschwörern in einer Hütte in den Bergen. Dorthin solle er ihr folgen und sie töten. Das Tagebuch sei der Beweis. Dann erzählt er Kenshin ihre Geschichte nochmal, aber richtig. So gesehen hat Tomoe wirklich allen Grund, ihn in die Hölle zu wünschen.

Kenshins Wunde fängt wieder an zu bluten.

Teil 4 - The cross-shaped Wound

Langsam geht Tomoe durch den verschneiten Märchenwald, den Berg hinauf zu der Hütte, wo sie schon erwartet wird. Im Freien steht ihr Bruder, und drinnen wartet ein Kommandeur des Shogunats, dessen Auftrag es ist, Kenshin zu töten, falls er es bis hierhin schaffen sollte.

Als sie angekommen ist, ist Kenshin noch mitten im Wald, wo der erste Mörder auf ihn lauert. Er ist wie in Trance, nachdem er nun Tomoes Hintergrund kennt.

Iizuka klopft seine Pfeife aus und macht sich auch auf den Weg - raus aus Japan. Der Boden wird ihm langsam zu heiß.

Tomoe fragt den Kommandeur, warum er und seine Leute nicht auf ihren Bericht gewartet hätten. Ihre Aufgabe war es, Kenshins schwachen Punkt herauszufinden. Sie erfährt, daß sie selbst sein schwacher Punkt ist. Sie ist nur benutzt worden, allerdings hat sie sich zumindest am Anfang geradezu darum gerissen, genau wie Enishi. Jedenfalls sieht die Rechnung so aus, daß Kenshin von der Frau, in die er sich verliebt hat, offensichtlich betrogen worden ist. Das wird ihn so durcheinander machen, daß er nicht mit voller Kraft kämpfen kann. Und außerdem hatte er das letzte halbe Jahr oder so kein Training.

Doch auch wenn er nur mit halber Kraft kämpft, ist er immer noch ein tödlicher Gegner. Das bekommen die Attentäter, die ihm im Wald auflauern, zu spüren. Er selbst wird zwar auch verletzt, macht sie aber alle nieder.

Tomoe hat sich ja inzwischen selbst in Kenshin verliebt und macht sich nun größte Sorgen um ihn. Das kommt für den Shogunats-Mann nicht überraschend. Er hat schon dafür gesorgt, daß sie nicht eingreifen kann. Vor Scham über sich selbst versucht Tomoe, sich umzubringen, aber er verhindert auch das. Dann erinnert er sie an ihren liebsten Kiyosato, und er erklärt ihr, wofür er kämpft: das Shogunat hat Japan fast 300 Jahre Frieden gegeben (was historisch im wesentlichen korrekt ist). Er wird alles unternehmen, um es zu schützen, selbst unter Einsatz seines Lebens. Und der scheint auch nötig, denn Kenshin, immer noch halb bewußtlos, hat alle Killer niedergemacht und sich den Weg zur Hütte freigekämpft.

Der Auftrag scheint für den Kommandeur einfach zu werden, denn Kenshin ist ziemlich am Ende.

Aber die Sache endet ausgesprochen tragisch. Er prügelt Kenshin erst mal windelweich. Als der mit letzter Kraft einen alles entscheidenden Schwerthieb ausführt, wirft Tomoe sich dazwischen und tötet den Kommandeur mit ihrem Messer. Dafür trifft sie Kenshins Schlag.

Die beiden haben gerade noch Zeit, Abschied zu nehmen. Sie hat noch das Messer in ihrer Hand, und Kenshin führt es über seine Backe und macht aus der Narbe ein Kreuz.

Er bahrt Tomoe in der Hütte auf. Als er geht, brennt sie.

*

Tomoe

Katsura hat 1. herausgefunden, wer der Verräter ist und 2. einen Attentäter auf ihn angesetzt. Der spürt Iizuka kurz vor dem Hafen auf und tötet ihn.

Katsura bittet Kenshin, weiter für ihn und seine Sache zu kämpfen, weil sie sonst auf verlorenem Posten stünden. Kenshin willigt ein, doch er verspricht, nie mehr zu töten, wenn dieser Krieg erst mal vorbei ist.

Und so geht der Kleinkrieg der Clans weiter. Als nächste sind Okita und Saitou mit ihren Leuten von der Shinsen-Gruppe dran.

Irgendwo, bei irgendeiner Schlacht, stirbt Takasugi durch seine Krankheit.

Kenshin kämpft und tötet immer weiter, bis Katsuras Leute endlich den Sieg errungen haben.

*

Am Ende sehen wir Seijuurou das Gräberfeld besuchen, wo einst Shinta seine Leute und ihre Mörder begraben hat. Ein neues Kreuz ist hinzugekommen: das für Tomoe.


Erstellt am 29.9.2001. Letzte Änderung: 20.2.2014