Green Legend Ran - Die Handlung

Green Legend Ran

Laufzeit pro Folge ca. 45 Minuten.

Teil 1 - Der Aufbruch

Eine Stimme im Hintergrund erzählt uns die letzten Tage der Menschheit. Die Erde war durch Umweltverschmutzung zerstört, die Ressourcen verbraucht. Da erschienen "Sie": 5 kokonförmige Alien-Raumschiffe aus den Tiefen des Alls. Sie landeten auf der Erde, vernichteten die Städte und die bisherige menschliche Zivilisation und verschlangen alles Wasser. Die Erde wurde zu einer riesigen Wüste. Nur unmittelbar um die Landeplätze herum entstanden "Heilige Grüns", in denen es genug Wasser gab. Die überlebenden Menschen, später die Rodoisten genannt, bauten eine neue Zivilisation auf.

Etwa 5 Generationen später.

Ran läuft über die Dächer seiner Stadt. Er kehrt gerade aus der Verbotenen Zone zurück. Er darf sich dabei zwar nicht von den dort herrschenden Rodoisten erwischen lassen, aber er meint, es sei ziemlich einfach dorthin zu gelangen (später sehen wir, wie er es macht).

Unten auf der Straße stehen zahlreiche Menschen um einen der wenigen Brunnen versammelt, die es noch gibt. Doch der Brunnen ist ausgetrocknet - nachdem er 70 Jahre lang funktioniert hat. Das ohnehin recht karge Leben der Menschen wird immer härter.

Rans Großmutter sitzt auf einem Vordach. Sie hat eine Schüssel auf dem Schoß und betet um Regen. Ran weiß nicht, was Regen ist. Er meint, wenn Wasser einfach so vom Himmel fällt, wieso müssen dann die Menschen so dursten? Er knallt seiner Großmutter einen Beutel Wasser hin, den er aus der Verbotenen Zone mitgebracht hat. Dann läuft er wieder davon, setzt sich irgendwo auf ein Dach und raucht erst mal eine. Am Horizont sehen wir eins der Raumschiffe der Invasoren. Seit sie vor 100 Jahren oder so gelandet sind, hat sich dort nichts mehr gerührt. Doch es überragt die kleine Stadt und das ganze Umland bei weitem und strahlt eine düstere Bedrohung aus.

In der Verbotenen Zone, die sich rings um das Raumschiff erstreckt und die durch eine scharf bewachte Mauer geschützt ist, leben die Rodoisten. Ran schimpft auf sie, weil sie genug Wasser und auch sonst alles haben. Er würde gerne an der Seite der Hazzards gegen sie kämpfen.

Unten in der Stadt erfolgt eine Explosion. Der Bischof des Heiligen Grüns hat sich angekündigt (das wird zwar nicht explizit gesagt, ergibt sich aber aus der Handlung), und diese Chance wollte der Hazzard offenbar nutzen. Es gibt heftige Gefechte zwischen den wenigen Hazzards und den recht zahlreichen Rodo-Soldaten. Nur einer der Hazzards kann erst mal entkommen, sprengt aber vorher noch ein paar Rodoisten in die Luft.

Irgendwo in der Wüste, die einstmals der Pazifik war, ist ein "Schiff" der Hazzards unterwegs. Sie haben irgend was vor. (Was, das erfahren wir später.)

In der Stadt verfolgen die Rodo-Soldaten den Hazzard. Ran kommt zu der Stelle, wo einige tote Rodoisten liegen. Einer lebt noch. Er fragt ihn, ob er einen Mann mit einer großen Narbe auf der Brust kenne. Da kommt ein geheimnisvolles Mädchen (Aira) dazu und knallt ihm eine: wie könne er einen im Sterben Liegenden nach so was fragen, statt ihm zu helfen! Aira sagt dem Rodoisten, es kämen bald ein Arzt. Doch selbst wenn das gestimmt haben sollte, ist es zu spät. Der Mann stirbt.

Die Rodo-Leute verfolgen die Blutspur des angeschossenen letzten überlebenden Hazzards. In einer Sackgasse stellen sie ihn, aber ihr Gewehrfeuer beschädigt eine Ölleitung. Der Hazzard schießt auf das auslaufende Öl und steckt damit die ganze Gegen in Brand: wenn er schon dran glauben muß, dann will er so viele Rodos wie möglich mitnehmen. Die Rodo-Soldaten verbrennen, der Hazzard-Mann überlebt wunderbarerweise, weil das Öl in die andere Richtung geflossen ist.

Der Bischof und seine Lakaien

Derweil ist der Bischof angekommen und erteilt den Menschen der Stadt den Segen Rodos. Jedes der 5 Heiligen Grüns hat einen Bischof - monströse Wesen, die ehemals normale Menschen waren, aber unter der geheimnisvollen Strahlung der Raumschiffe zu verzerrten Ungeheuern mutiert sind.

Der Hazzard wird von Rans "Großvater" gerettet. Dieser alte Mann hat viele Waisen bei sich aufgenommen, um die er sich kümmert. Als Ran dazukommt, will er sich den Hazzards sofort anschließen, deren Ziel es ist, das Monopol der Rodoisten zu brechen und das Heilige Grün zu öffnen, doch sein Großvater macht ihm unmißverständlich klar (so nach dem Motto "eine Tracht Prügel hat noch niemandem geschadet"), daß er ihn nicht aufgezogen hat, um ihn bei den Rebellen zu verheizen. Auch der Hazzard lehnt ab: "Wir brauchen keine Kinder". Doch so schnell gibt Ran nicht auf.

In der Nacht schleicht er sich davon und dringt durch die verlassene ehemalige Kanalisation in die Verbotenen Zone ein. Als er gerade unterwegs ist, gibt es oben Alarm. Der gerettete Hazzard-Mann ist mit ein paar Leuten wieder auf Einsatz. Rans Gang stürzt ein, als abgeschossener ein Rodo-Gleiter daraufknallt. Er fragt den letzten Überlebenden der Gleiterbesatzung wieder nach dem Mann mit der Narbe. Doch dann erinnert er sich an das Mädchen und will dem Rodoisten wenigstens etwas Wasser geben. Doch der ist schon tot. Ran muß flüchten.

Später, in der Verbotenen Zone, arbeitet er an einer Karte. Da erscheint ein seltsamer, leuchtender Schmetterling. Ran geht ihm nach, bis dieser plötzlich wieder verschwindet. Ran erkennt, wo er ist. Er steht vor den Überresten seinen alten Hauses. In Gedanken sieht er seine Mutter, wie sie ihn als kleinen Jungen zum Essen ruft. Obwohl die Zeiten hart sind, muß es eine sehr sanfte und hingebungsvolle Mutter gewesen sein. Ran-Chan fragt sie nach seinem Vater. Aber sie bringt nur unter Tränen heraus, daß er irgendwo bei der Arbeit sei (es klingt so nach "er ist tot", aber das ist er keineswegs).

Rans Mutter ist gerade erschossen worden

Die Gefechte gehen weiter. Ran hilft den beiden Hazzards in einer entscheidenden Situation und rettet so ihr Leben. Dann flüchten sie erst mal und sprengen was in die Luft. Im Schein der Explosion erinnert sich Ran erneut an seine Kindheit. Die Hazzards haben sein Dorf überfallen und vernichtet, damit es nicht de Rodoisten in die Hände fällt, die ihr Gebiet ausdehnen wollten (und auch haben). Ran und die beiden Hazzards greifen wieder an, doch ihr erbeuteter Gleiter wird abgeschossen und Ran wird hinausgeschleudert. Ein letztes Mal erfahren wir in einem Rückblick etwas über seine Kindheit. Er steht mitten auf der Straße, während sich rings herum Rodoisten und Hazzards heftige Kämpfe liefern. Seine Mutter rennt verzweifelt auf ihn zu, doch sie wird aus Versehen von einem Mann mit einer großen Narbe auf der Brust erschossen.

Tag. Die beiden Hazzards rütteln Ran wach. Er sagt, er sei OK und wolle sich ihnen anschließen. Sie sagen, sie würden 30 Minuten auf ihn warten und er solle sich in dieser Zeit von seinem Großvater verabschieden.

Doch als Ran zurückkommt - sein Großvater hat ihn nicht zurückgehalten - sind die Hazzard-Leute weg. Aber Ran gibt nicht auf. Er macht sich auf die Suche, bis er vor Hunger und Durst unter der glühenden Sonne zusammenbricht. Doch er wird gerettet - von Hazzards, die ihn in ihr Hauptquartier bringen. Als er erwacht, steht Aira vor ihm. Er erkennt sie: "Du bist das Mädchen, das mir eine Ohrfeige verpaßt hat!" Das ist Aira sehr peinlich.

Einer der Hazzards schickt Aira zum Kräutersammeln für die Krankenstation los. Ran will sie begleiten. Da sie erst gegen Spätnachmittag losfliegen wollen, sieht er sich vorher noch im Lager um. Er findet, daß es fast so aussieht, wie seine eigenen Stadt. Dann geht es los. Mit einem Gleiter fahren sie auf Meer hinaus (es ist irgendwie bedrückend, Aira vom Meer reden zu hören, obwohl alles eine staubtrockene Wüste ist). Aira fährt wie eine gesengte Sau und Ran ist kotz-übel.

Dann erreichen sie ihr Ziel, eine riesige, halb verfallene Ruine, wahrscheinlich eine ehemalige Ölbohrplattform. In ihr gibt es Wasserquellen und wilde Gärten. Als Ran das viele Wasser sieht, ist er begeistert. Zusammen mit Aira tollt er im Wasser herum. Dann machen sie sich an die Arbeit, aber Ran schläft ein. Als er wieder aufwacht, ist es schon ziemlich dunkel und Aira ist weg. Er finde sie kurz darauf im Freien, nahe dem Rand der Ebene, auf der der Garten ist. Dahinter geht es zig Meter senkrecht nach unten.

Aira und das Alien

Aira erzählt, daß diese Plattform ihr Zuhause war. Irgendwer hat sie als kleines Kind dort ausgesetzt, bis die Hazzards sie fanden. Wer ihre Eltern sind, davon hat sie keine Ahnung. Am Horizont steht das riesige Alienschiff. Auf einmal bekommt Aira eine seltsame Halluzination. Das Schiff steht plötzlich direkt vor ihr. Aus der Plattform quillt eine riesige Menge Wasser und füllt den ganzen Ozean. Aus dem Schiff ertönt eine Stimme. Sie müsse ihrer Berufung folgen und zurückkehren. Ein seltsamer Geist taucht aus dem Wasser auf und angelt nach ihr.

Plötzlich ist alles wieder normal.

Das Schiff der Hazzards - der Rote Tausendfüßler - ist im Lager angekommen.

Auf dem Rückflug zum Lager verspricht Ran Aira, sie zu beschützen. Als sie ankommen, greifen gerade die Rodoisten das Lager an. Die Hazzards aus dem Roten Tausendfüßler schnappen sich kurzerhand Aira und fahren ab. Die Zentrale der Hazzards braucht die silberhaarige Aira für ihre Strategie, denn das junge Mädchen ist etwas besonderes. Ran rennt verzweifelt hinterher. Ein Mann steht an der Luke und will ihn hineinziehen, doch Ran schafft es nicht mehr. Doch er sieht die riesige Narbe auf der Brust des Mannes. ER ist es - Kiba - der Mann, den Ran seit vielen Jahren sucht.

Teil 2 - Green 5

Vorspann ähnlich Teil 1.

In der Dämmerung besprechen Rodoisten auf einem Flottenstützpunkt ihren nächsten Einsatz. Es geht darum, den Roten Tausendfüßler aufzubringen und seine wertvolle Fracht - Aira - zu stehlen.

Wüste. Ran hat mit einem Gleiter versucht, den Roten Tausendfüßler zu verfolgen, doch sein Gefährt gibt irgendwo mitten im sonnendurchglühten Nichts seinen Geist auf und versinkt schließlich im Sand. Ran will es retten, doch er bricht schließlich völlig erschöpft zusammen und bleibt halb tot im Sand liegen.

An Bord des Roten Tausendfüßlers legt der Kommandant, Kiba, mit seinen Leuten gerad die Route fest, als ihm gemeldet wird, daß Aira ihren Bewachern entkommen sei. Sofort läßt er sie suchen. Er weiß, daß sie nicht weit kommen kann. Aira hastet derweil blindlings die Gänge des Schiffes entlang. Plötzlich empfängt sie ein telepathisches Signal und geht ihm nach. Sie trifft auf einen "Artgenossen", einen Jungen namens Rurei, der genau die gleichen silbernen Haare hat wie sie. Er ist in sehr schlechtem Zustand. Telepathisch erklärt er Aira, daß sie der Heiligen Mutter folgen müssen. Er sagt, daß die Rodoisten gar nicht wissen, wer oder was die Heilige Mutter sei, doch bevor er Aira in das Geheimnis einweihen kann, stirbt er. Aira ist entsetzt und schreit um Hilfe. Und dann kommt Kiba.

Es ist Nacht. Die Wasserhändler unter ihrem Kommandanten Jiike tanken an einer Quelle, die an einen kleinen Ölbohrturm erinnert, Wasser. Plötzlich sehen sie über sich in größerer Höhe eine seltsame Flocke herumschweben und langsam zu Boden gehen. Jiike läßt sein Schiff dorthin fahren. Zufällig landet die Flocke in der Nähe der Stelle, an der Ran liegt. Ran wird gerettet, aber die Flocke, eine Art riesige Samenkapsel an einer Pusteblume, sinkt in den Sand ein und keiner weiß, was für ein seltsames Ding das eigentlich war.

Während Ran langsam wieder zu sich kommt, hat er ein paar seltsame Alpträume und Visionen. Jiike läßt sein Schiff Kurs auf Grün 3 nehmen, wo er den Roten Tausendfüßler treffen will. Er will dort mit Kiba das weitere Vorgehen der Hazzards besprechen und erst mal eine Art Waffenstillstand mit den Rodoisten vermitteln.

An Bord des Roten Tausendfüßlers hat Kiba Aira an einen Stuhl gefesselt und verhört sie. Er fragt nach dem Geheimnis der Heiligen Mutter. Aira sagt, daß sie keine Ahnung habe aber Kiba antwortet ihr, die Leute mit den silbernen Haaren hätten geheimnisvolle Kräfte und auch Rurei hätte die Informationen nur in seinem Unterbewußtsein gespeichert und unter Folter telepathisch abgegeben. Derweil tragen Kibas Leute den toten Jungen hinaus. Er sieht wirklich furchtbar aus und Aira fürchtet das Schlimmste, denn Kiba droht auch ihr mit Folter. Allerdings tut er es nicht wirklich, sondern wendet einen Trick an. Er verbindet Aira die Augen und macht sie glauben, er würde ihr langsam das Blut ausquetschen. Angesichts des zerschundenen Rurei ist Aira fest davon überzeugt, daß nun ihr letztes Stündlein geschlagen habe - da sie aber nicht wirklich gefoltert wird, bleibt die Frage, was mit Rurei passiert ist, offen. Auf jeden Fall ist er tot.

An Bord des Wasserhändler-Schiffes ist Ran wieder zu sich gekommen. Honran leiht sich kurz seinen Anhänger aus, Rans Andenken an seine Mutter. Jiike erkennt den Anhänger und spuckt vor Überraschung seine Suppe aus. Hastig erklärt er, sie sei versalzen, so daß keiner den wahren Grund für seine Überraschung erkennt. Wir erfahren später, daß er Rans Vater ist. Ran will mit ihm zum Roten Tausendfüßler und dort 1. den Mann mit der Narbe töten und 2. Aira retten. Nach einigem Hin und Her willigt Jiike ein, doch Ran muß sich an Bord nützlich machen.

Kiba sitzt Aira gegenüber. Als deren Nerven am Ende sind, beginnt die erhoffte telepathische Sendung - für Kiba allerdings eher ein Alptraum. Immerhin erfährt er einiges: Die Heilige Mutter sei eine Maschine, die Frieden auf die Erde bringen soll.

Jekes Schiff hat den Roten Tausendfüßler erreicht, doch er kommt nicht allein dort an. Auch die Rodo-Soldaten sind mit 4 Kampfschiffen angerückt. Es kommt zu schweren Gefechten, als deren Resultat der Rote Tausendfüßler schwer beschädigt, aber nicht vernichtet wird. Kiba überlebt, Aira wird von den Rodoisten gefangengenommen (zuvor hat sie wieder eine ihrer Visionen: sie soll zu Grün 5, dem Ort ihrer Geburt zurückkehren). Jiike verzichtet erst Mal auf das Gespräch mit Kiba und verfolgt die Rodoisten nach Grün 5. Dort hofft er, auch mit dem Erzbischof sprechen zu können.

In Grün 5 sehen wir, wie der Erzbischof versorgt wird. Er ist, genau wie die Bischöfe, ein riesiges, monströses Wesen. Nachdem er getrunken hat, sprießen aus seiner Haut einige Blätter - ein Vorgeschmack auf das, was die Heilige Mutter mit allen Menschen vorhat.

Der Rote Tausendfüßler hat eine Hochleistungs-Brandbombe an Bord. Kiba ist erleichtert, als er sie unversehrt vorfindet. Die Rodoisten haben von ihrer Existenz nichts gewußt, sie waren nur hinter Aira her. Allerdings wird es ca. 1 Woche dauern, bis das Schiff wieder fahren kann.

Die Rodo-Schiffe fahren Richtung Grün 5. Es ist Nacht, und über ihnen schweben wie Sterne am Himmel unzählige Samen. Auch die Rodoisten haben keine Ahnung, was diese Dinger darstellen.

Im Schiff der Wasserhändler arbeitet Ran im Maschinenraum. Jiike kommt runter und fragt Ran nach dem Mann mit der Narbe und seinen Eltern. Ran sagt, daß er sich kaum an seinen Vater erinnert. Er sei wahrscheinlich tot. Aber er soll ein sanfter Mensch mit starkem Gerechtigkeitssinn gewesen sein. Der Maschinist klärt Ran darüber auf, daß Jiike der Gründer der Hazzard-Bewegung ist. Früher war Kiba sein Stellvertreter, doch dann stieg Jiike aus, und der Hazzard wurde zu einer kämpferischen Rebellengruppe.

Später gibt es ein technisches Problem. Etwas hat sich in der Antriebsschraube verfangen und Jiike geht in den Sand, um es herauszuholen. Der Einsatz ist sehr riskant, gelingt aber, und am nächsten Tag erreichen sie Grün 5, das Hauptquartier der Rodoisten - auch es überragt von einem der Alien-Schiffe. Davon abgesehen ist Grün 5 ein schwer bewachter, riesiger, düsterer Komplex, der mehr an eine Fabrik aus der Zeit des Frühkapitalismus oder an ein Gefängnis erinnert als an eine Stadt.

Teil 3 - Das heilige Grün

Vorspann: Leute stehen in den düsteren Straßen herum. Ran huscht an den Wachen vorbei durch die Straßen. Er ist seit einer Woche unterwegs, um den Mann mit der Narbe zu finden.

Gish und Honran beobachten, daß alle Bischöfe eintreffen bzw. bereits da sind. Es soll anscheinend eine große Konferenz stattfinden. Einer der Bischöfe zieht durch die Straßen und Ran gerät mit seiner Eskorte aneinander. Gish und Honran können ihn gerade noch retten und führen ihn nach Downtown, dem alten Hazzard-Versteck. Dort besuchen sie eine Bar, in der gerade Jiike mit Kiba verhandelt. Als Jiike noch Anführer der Hazzards war, hieß er Honoo, und so nennen ihn hier noch alle.

Gish und Honran erzählen Ran, daß der Rote Tausendfüßler heute erst angekommen sei. Der Mann mit der Narbe kann also vorher gar nicht in Grün 5 gewesen sein - Ran hat umsonst gesucht. Davon zeigt Ran sich allerdings ziemlich unbeeindruckt. Er ist sehr ungeduldig und will unbedingt Aira retten und seinen alten Feind töten. Schließlich rennt er einfach wieder los.

Die Bischöfe opfern ihrem Gott Rodo eine Art Tier. Der Erzbischof will Aira sehen, die nach 12 Jahren wieder zurückgekehrt ist.

Jiike will mit dem Erzbischof reden, doch Kiba will seine Thermo-Bombe einsetzen. Unter dem Tisch zielt er mit einer Pistole auf Jiike für den Fall, daß der Schwierigkeiten macht, doch Jiike ist ein ausgesprochen friedlicher Mensch und Kiba hat schließlich keine Veranlassung, ihn abzuknallen. Er warnt Jiike aber, ihm bei seiner Aktion gegen die Heilige Mutter nicht in die Quere zu kommen. Derweil beziehen draußen in der Wüste vor Grün 5 Hazzard-Schiffe Stellung, um die Stadt anzugreifen.

Aira bei den Bischöfen

Aira wird bei den Bischöfen abgeliefert (statt - wie befohlen - beim Erzbischof). Diese sagen, wer silberne Haare hat sei eine Rodo-Priesterin, und Aira solle mal schnell ein Wunder bewirken um zu beweisen, daß sie echt ist, denn sie hat keine Ahnung, um was es geht. Die Bischöfe sagen, vor 12 Jahren hätten Priesterinnen Rodo verlassen und prophezeit, daß bei ihrer Rückkehr die Erde wieder grün werde. Inzwischen sind schon mehrere Menschen mit silbernen Haaren aufgetaucht, doch die wurden von den mißtrauischen Bischöfen ermordet. Einer hat sich sogar ihre Skalps angeheftet. Aira ist entsetzt. Da greift eine Macht aus dem nahem Alien-Schiff - der Heiligen Mutter - auf sie über. Aira läßt die Priester welken und läuft dann über eine Schwebebrücke in das Raumschiff

Der Angriff des Hazzard beginnt. Die Schiffe feuern und in Grün 5 eröffnen die Hazzard-Leute blutige Straßenkämpfe. Kiba bereitet seine Bombe vor und dringt dann in Grün 5 ein. Honran, Ran und Gish nutzen die Gelegenheit, in den Palast des Erzbischofs einzudringen. Dort erfährt Ran, daß Aira in der Heiligen Mutter ist. Sofort rennt er ihr nach. Die Schwebebrücke läßt ihn anstandslos passieren, doch im Raumschiff sieht es nicht so aus, wie man das erwarten würde. Überall ist grüne Natur, doch man kann nirgends hingehen, weil es überall Dimensionsverschiebungen gibt. Die Orientierung ist ausgesprochen schwierig.

Aira steht vor einem Wasserfall, der vor ihren Augen anhält. Ein Alien erscheint ihr und heißt sie Zuhause willkommen.

Jiike, Gish und Honran werden vor den Erzbischof vorgelassen, der sich auf einmal überraschend kooperativ gibt. Der Grund ist Airas Rückkehr. Er erzählt den drei Wasserhändlern die Geschichte, die zur gleichen Zeit Aira von dem Alien erfährt (aufgrund der anderen Perspektive allerdings in abgewandelter Form): Der Gott Rodo stieg einst vom Himmel herab, nachdem die Menschheit ihre Umwelt verseucht und vernichtet hatte, und sammelte alles Wasser und alle Pflanzen um sich (mit anderen Worten, die Alien-Schiffe machten aus der Erde eine planetenumspannende Wüste). Daß überhaupt noch Menschen auf der Erde leben können, verdanken sie den Silbernen Priestern und Priesterinnen, die den Zorn Gottes beschwichtigten (Aira erfährt, daß Rodo die Lebensenergie dieser Auserwählten braucht). Vor 12 Jahren verließen mehrere Priesterinnen mit ihren Kindern Rodo. Sie warnten die Menschen: Rodo sei kein gütiger Gott, der eines Tages den Menschen die Natur und das Wasser zurückgeben würde, sondern etwas Furchtbares, das alle Menschen vernichten und in Pflanzen verwandeln wolle (was der Erzbischof seinen schockierten Zuhörern an sich selbst demonstrieren kann: er ist schon halb eine Pflanze. Zuvor war er ein ganz normaler Mensch). Anscheinend wollten die geflüchteten Priester die Menschen retten. Wie auch immer, jetzt ist eins der Kinder - Aira - zurückgekehrt, und Rodos Plan kann anlaufen.

Jiike fragt, ob man Rodo mit der Brandbombe vernichten könne. Der Erzbischof sagt, die Heilige Mutter sei von einem Kraftfeld geschützt, aber wenn man ins Innere vordringe ... Kurz entschlossen macht sich Jiike auf den Weg, den zuvor schon Aira und Ran gegangen sind.

Derweil ist Kiba sozusagen irgendwo in der Nähe der Heiligen Mutter angekommen und macht seine Bombe scharf. Seine Männer wundern sich über die vielen Löcher im Boden. Sie werfen eine Leuchtkerze hinunter und sehen seltsame Maschinen. Dann kommt es plötzlich zu Energie-Eruptionen aus den Löchern. Jeder, der von einem solchen Strahl getroffen wird, verwandelt sich in eine Pflanze.

Aira + Alien

Aira wird von dem Alien überredet, die 12. Säule Rodos zu werden. Dann kann der Plan beginnen, die Erde wieder zu begrünen. Rodo wird dann seine Wasservorräte auflösen und die Ozeane wieder erzeugen - gesät hat er ja schon. Allerdings wird dabei nebenher die Menschheit ausgelöscht, indem sie in Pflanzen umgewandelt wird. Aira will das auf keinen Fall, aber der Alien meint, wenn Aira sich weigere, wäre die Menschheit bestimmt so blöd, sich diesmal endgültig selbst zu vernichten.

Ran kommt dazu, doch auch er kann Aira nicht aufhalten, die unbedingt der Erde und den Menschen das Wasser zurückgeben will - das mit der Vernichtung der Menschheit hat sie nicht so ganz ernstgenommen. Oder sie hofft, es auf eigene Faust irgendwie verhindern zu können. Und so läßt sie sich von dem Alien zur Säule machen. Und die Begrünung beginnt. Das Raumschiff erhebt sich ein Stück in die Höhe und wirft seine Hülle ab. Was übrig bleibt, erinnert vage an ein Skelett. Oben ist eine Energiefeld-Generator, der anfängt Blitze zu versprühen. Alle Menschen in der Nähe werden davon getroffen und zu Pflanzen umgewandelt.

Alien-Raumschiff

Ran trifft Kiba, der auch halb zur Pflanze wurde. Sein Hemd ist zerrissen und Ran sieht seine Narbe. Zu allem entschlossen stürzt Ran sich auf ihn. Unterdessen hat Jiike das Herz der Anlage gefunden, die Samen-Abfüllstation. Diese seltsamen Kapseln, die immer am Himmel herumgegondelt sind, kamen von hier, wo sie befüllt und dann abgeschossen werden. Jiike unternimmt erst mal nichts, aber er hat einen Plan.

Gerade noch rechtzeitig erreicht Jiike Ran und Kiba, die heftig miteinander kämpfen. Kiba klärt Ran darüber auf, daß Jiike sein Vater ist. Der schickt Ran los, um Aira zu retten. Zusammen mit Kiba zündet er dann die Bombe. Der Schutzschirm des Raumschiffes hält zwar den Energien stand, doch der Ring, den die 12 Säulen Rodos inzwischen gebildet haben, wird gesprengt und Aira und ihre 11 Kolleginnen befreit. Damit ist Rodos Plan indirekt doch noch gescheitert. Ran läuft mit Aira davon. Jiike hat den Weg zur Samen-Abfüllstation mit Zetteln markiert, und so finden sie sie recht schnell und verschwinden mit einer der Kapseln.

Als letzte Amtshandlung vor seiner endgültigen Vernichtung setzt Rodo das gespeicherte Ozeanwasser frei, das sich in Form einer (recht friedlichen) Flutwelle und ergiebiger Regengüsse wieder in die Becken der Weltmeere ergießt. Überall regnet es, und Rans Großmutter ist zufrieden. Schließlich hat sie es ja schon immer gewußt.

Rans und Airas Kapsel landet irgendwo im Meer. Die düsteren Wolken öffnen sich und lassen die Sonne hindurch. Zum Schluß sehen wir noch die Fußabdrücke der beiden, die einen Sandstrand hinaufführen.


Erstellt am 21.12.1997. Letzte Änderung: 20.2.2014