ReiRei - Zusammenfassung der Handlung

ReiRei Videohülle

Laufzeit pro Folge ca. 30 Minuten.

Die Laufzeit der deutschen DVD wird mit 53 Minuten angegeben. Ob gegenüber der englischen Video-Fassung etwas fehlt, kann ich aber nicht mehr feststellen, weil ich schon seit vielen Jahren keinen Videorecorder (und auch keine Videos) mehr habe.

1. Teil - The first Night

Ein geheimnisvolles Haus, irgendwo im Nichts.

Pipi bringt seiner Herrin, der Göttin Kaguya, auf einem Tablett eine Flasche Wein. Kaguya blickt aus dem Fenster und meint sinnierend, daß der Mond sich immer weiter von der Erde entferne und wie traurig es sei, daß selbst der Begleiter der Erde zu entkommen versuche. Sie vernimmt die Gedanken trauriger Wesen auf der Erde und macht sich auf dorthin, um wenigstens einigen Menschen Glück und Liebe zu bringen.

Ein Junge namens Tanaka rennt mit einem Blumenstrauß in der Hand zum Haus seiner Freundin Ikuko. Die macht ihm jedoch mit deutlichen Worten klar, daß sie sich keineswegs als sein Mädchen betrachtet, und er solle gefälligst aufhören ihr nachzulaufen, und überhaupt habe sie an Jungen kein Interesse. Tanaka bleibt am Boden zerstört zurück, während Ikuko Dr. Shibata, ihre Ärztin aufsucht, in die sie verliebt ist (zumindest ist sie davon jetzt noch fest überzeugt). Wie wir später erfahren, betrachtet Shibata sie aber eher als Spielzeug. Jetzt, wo sie einen tollen Mann gefunden hat, will sie Ikuko gerne loswerden und hat vor, sie umzubringen.

Ikuko

Sie schickt Ikuko unter die Dusche, wo diese sich an diverse Sex-Geschichten mit ihr erinnert. Derweil zieht Shibata in eine Spritze Eigelb auf und injiziert es Ikuko dann unter dem Vorwand, es sei ein Vitaminpräparat. Dann lädt sie sie zum Essen ein, da Ikuko an diesem Tag Geburtstag hat. Sie ißt ein Omelett, was zusammen mit dem Eigelb einen starken allergischen Schock auslöst. Ikuko landet im Krankenhaus - sicherheitshalber hat Shibata sie gleich in ihre eigene Klinik einliefern lassen, damit sie ihr dort dann den Rest geben kann.

Derweil ist Tanaka ziellos durch die Straßen gewandert. Schließlich will er sich vor einen Zug schmeißen, doch Kaguya und Pipi retten ihn und zeigen ihm, was los ist.

Dr. Shibata spielt unterdessen die besorgte Kameradin und wacht vor der Intensivstation, auf der Ikuko um ihr Leben ringt. Als allerdings ihr neuer Freund, Dr. Akihiro Okabe auftaucht, ist die Trauer schnell vergessen und sie verabreden sich für den Abend.

Kaguya besucht unterdessen Ikuko. Ikuko fragt sie, ob sie sterben müsse. Kaguya antwortet, das käme darauf an. Es sei die Kraft ihrer Liebe, die sie an diese Welt binde. Es sei ihre Aufgabe, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Und dann nimmt sie Ikuko mit zur Brücke der unerfüllten Träume. Diese muß sie (nackt!) überqueren, ohne sich umzudrehen. Ikuko wünscht sich die Liebe ihrer Ärztin für immer. Dann dreht sie sich doch um und wird von einem Wirbelwind davongetragen, zurück in die Intensivstation. Kaguya teilt Tanaka mit, daß es im Moment schlecht für ihre Beziehung aussehe. Das könnte sich aber vielleicht doch noch ändern.

Manami und Akihiro

Dann zeigt sie Tanaka, wie Manami und Akihiro sich abknutschen und für später verabreden.

Doch vor ihrem Treffen injiziert Shibata noch etwas Eigelb in Ikukos Transfusionslösung - um sicherzugehen. Ikuko ist aber nicht tot. Zumindest ihr Geist ist wieder bei Kaguya, und die nimmt sie mit zum Treffen von Manami und Akihiro. Kaguya spukt dabei ein bißchen herum, auf jeden Fall erfährt Ikuko die ganze Wahrheit über ihre "liebende" Ärztin. Sie ist natürlich am Boden zerstört. Genauso geht es Tanaka. Da Ikuko eine Frau liebt, wünscht er sich ebenfalls eine Frau zu sein. Kaguya ist von dieser Idee entzückt und erfüllt ihm seinen Wunsch. Zuerst ist Tanaka entsetzt, aber er gewöhnt sich schnell daran. Und nutzt es geschickt für seine Rache aus.

Am nächsten Tag besucht er / sie Dr. Okabe im Krankenhaus und läßt sich untersuchen. Dabei macht sie den Arzt ganz schön an. Zufällig kommt Manami herein. Sie bekommt nicht direkt etwas von dem Flirt mit, spürt aber mit sicherem Instinkt, daß was nicht stimmt. In den nächsten Tagen geht das dann weiter, und der gute Doktor wird immer schärfer auf Tanaka. Kaguya besucht derweil Ikuko, die immer noch ziemlich am Boden zerstört ist. Sie meint, sie solle ihre falsche Liebe vergessen, schließlich gebe es einen Jungen, der für sie bereit ist alles zu tun. Das gibt Ikuko zu denken.

Tanaka und Dr. Okabe

Ikukos Körper ist auf dem Weg ins Krematorium. Ein letztes Mal muß Dr. Shibata die trauernde Freundin spielen. Dann geht sie zu Akihiro, und was sieht sie da: Tanaka und ihr Akihiro eng umschlungen. Über ihnen schwebt unsichtbar Kaguya und verwandelt Tanaka jedes Mal, wenn Akihiro nicht hinsieht, in einen Jungen. Das gibt Manami den Rest. Sie knallt Shibata alles hin und flüchtet.

Aber auch Tanaka (wieder als Mann) muß sich beeilen, denn Ikuko ist schon im Krematorium angekommen. In Unterhosen rennt er durch die halbe Stadt und kommt gerade noch rechtzeitig. Er schreit, daß Ikuko noch lebe, und reißt den Sargdeckel auf. Da findet er sich zusammen mit Ikuko in Kaguyas Traumland wieder. Auch er muß nun nackt die Brücke überqueren (seine männlichen Fortpflanzungsorgane sind allerdings nicht gezeichnet). Er kommt drüber, ohne sich umzudrehen, und am anderen Ende trifft er Ikuko. Sie schluchzt, sie hätte jetzt erst gemerkt, wie sehr er sie immer geliebt habe. Dann küssen sie sich und kehren auf die Erde zurück.

Kaguya fragt sich nachdenklich, ob diese neue Liebe wohl den Mond ein Stück näher an die Erde herangerückt habe. Dann kehrt sie in ihre Welt zurück.

2. Teil - The second Night

Kaguya nimmt genüßlich ein Bad. Doch anschließend hört sie wieder die Gedanken der unglücklichen Menschen und fliegt zur Erde.

Satoshi und Kaguya

Dort bietet sie eine Art astrologische Beratung an, doch viel Kundschaft kommt nicht gerade. Schließlich findet doch ein Junge namens Satoshi den Weg in ihre Kuppel. Mit ihrer Kristallkugel erkennt Kaguya schnell seine Probleme, nämlich seine extreme Schüchternheit gegenüber Mädchen. Sie verabreicht ihm eine Spezialbehandlung, doch die haut ihn erst mal um. Pipi erweckt ihn wieder, indem er ihn (mehr oder weniger) wachküßt. Das hat sowohl auf Satoshi als auch auf Pipi eine durchschlagende Wirkung. Immerhin kommt Satoshi pünktlich zum Treffen mit seiner Freundin Mika.

Allerdings hat ihm Mika einiges um die Ohren. Er sei ein Waschlappen, gehe mit ihr immer nur ins Planetarium, könne ihr nicht mal gerade in die Augen sehen usw. Dann macht sie kurzerhand mit ihm Schluß.

Passend zum Anlaß fängt es an in Strömen zu regnen. Traurig schlurft Satoshi nach Hause, ignoriert das Essen, das sein Vater für ihn gekocht hat (seine Mutter hat sich, wie wir später erfahren, von ihm scheiden lassen, als Satoshi noch ein kleiner Junge war), und hängt sich vor sein Videospiel. Doch seine Psyche ist so erschüttert, daß er von dem Videospiel absorbiert wird. Zurück bleibt - mit einem idiotischen Grinsen - sein leerer Körper.

Kaguya im Videospiel

Kaguya bekommt diese kleine Katastrophe mit und teleportiert sich und Pipi in das Videospiel hinein. Doch dort ergeht es ihr schlecht. Das Innere des Spieles ist eine Alptraumlandschaft mit Tentakeln (das Bild auf der vorderen Videohülle stammt aus dieser Szene), einige Tentakeln fesseln die arme Göttin und quälen sie. Pipi tut sein bestes, seine Herrin zu retten und schafft es gerade noch rechtzeitig. Nachdem er die Tentakeln abgeschlagen hat, enthüllt der Oberdämon des Videospiels sein Gesicht: Satoshi (keine große Überraschung). Satoshi will sich noch nicht geschlagen geben, doch Pipi setzt sozusagen seine Geheimwaffe ein: er präsentiert ihm seine Genitalien (die sind im Film ausgepixelt). Dann werden Kaguya und Pipi in den Abspann versetzt und erleben aus Satoshis Erinnerung mit, wie seine Mutter ihn vor vielen Jahren verließ.

Satoshi und Mika

Kaguya materialisiert bei Satoshi im Krankenhaus, wo ihn sein besorgter Vater sofort hatte einliefern lassen. Sie läßt ihn an ihrer Brust saugen und verwandelt ihn so vom Kind zum Mann (okay, die ganze Story ist nicht besonders intelligent, aber was soll's?) Dann teleportiert sie ihn auf die Brücke der Wünsche, die er nackt und ohne sich umzudrehen überqueren muß, was er auch schafft.

Satoshi findet sich in Mikas Bad wieder, wo diese gerade badet. Er ist erstens unsichtbar und zweitens nur eine Art Strichmännchen-Gesicht, das auf dem Wasser schwimmt. Er gondelt zu ihr hin, und Mika wird ganz erregt, ohne zu wissen, warum eigentlich. Dann muß sie unwillkürlich an Satoshi denken. Es tut ihr leid, daß sie ihn so schlecht behandelt hat. Kaguya verwandelt Satoshi wieder in seine normale Gestalt, aber er bleibt nach wie vor unsichtbar und immateriell. Kaguya fordert ihn auf, Mika, die inzwischen unter der Dusche steht, zu liebkosen, was er auch ausgiebig tut, ohne daß sie es direkt bemerkt. Dennoch denkt sie ständig an Satoshi. Als Kaguya ihr zu einem Orgasmus verhilft, beschließt sie, zu Satoshi ins Krankanhaus zu gehen (wo sein Körper ja immer noch liegt), und ihn wieder für sich zu gewinnen.

Tatsächlich erscheint sie mit einem dicken Blumenstrauß bei ihm im Krankenzimmer und entschuldigt sich bei Satoshi. Der ist inzwischen wieder zu sich gekommen und hat seinem Vater gesagt, daß von nun an nicht mehr die Erinnerung an seine Mutter zwischen ihnen stehen solle.

Ende gut, alles gut. Zum Schluß sehen wir Satoshi und Mika eng umschlungen einen Straße entlanggehen. Satoshi kündigt Mika an, daß er sie nun ins Orion-Hotel ausführen will.

Nachtrag

Es ist übrigens tatsächlich so, daß sich der Mond langsam von der Erde entfernt. Dabei geht Rotationsdrehimpuls von der Erde auf Bahndrehimpuls des Mondes über; die Erde dreht sich also immer langsamer. Das ganze funktioniert deshalb, weil Erde und Mond keine Massenpunkte, sondern anusgedehnte, verformbare Körper sind.


Erstellt am 1.6.1998. Letzte Änderung: 20.2.2014