Saishuu Heiki Kanojo - Zusammenfassung der Handlung 1. DVD Teil 1 - 4

Laufzeit der DVD: ca. 96 min.

Saishuu Heiki Kanojo 1. DVD

Teil 1 - Bokutachi ha, Koi shite iku (We Fall In Love)

Es ist Sommer. Shuujis Schule liegt auf einem Berg, und wie jeden Morgen ist er auf dem Weg dorthin. Hinter ihm kommt seine Klassenkameradin Chise angerannt. Sie ist ziemlich tolpatschig und langsam und dementsprechend außer Atem. Anscheinend sind die beiden bereits ineinander verknallt und so halb offiziell ein Paar. Chise drückt Shuuji ein Partner-Tagebuch in die Hand, in das sie abwechselnd hineinschreiben sollen, was sie so denken und erleben. Shuuji findet das etwas albern, nimmt es aber an.

Akemi, Shuuji und Chise

Später unterhält er sich mit seinen Freunden Atsushi, Nori und Take darüber. Es geht um ihr tägliches Leben (wo sich die Beschränkungen des Krieges bereits bemerkbar machen), die Schule und die Mädchen. Take ist in Yukari verliebt, und Atsushi in Akemi, bei der er allerdings nicht landen kann, weil diese seit Ewigkeiten Shuuji liebt, es allerdings noch nie zugegeben hat.

Shuuji hat keine Ahnung, was er in dieses Tagebuch schreiben soll, und seine Kumpel helfen ihm mit mehr oder weniger klugen Ratschlägen.

Am Abend liest Shuuji dann, was Chise bisher so geschrieben hat. Aber das bringt ihn auch nicht auf gute Ideen. Eine Freundin zu haben kann echt ein Problem sein ...

*

Shuuji nimmt Chise am nächsten Tag nach der Schule mit zu seinem Geheimplatz, einem Aussichts-Häuschen hoch über der Stadt. An sich gehört das Gelände zu einer Militärbasis, doch deshalb kommt dort nie jemand hin und die beiden sind ungestört. Chise denkt, er wollte mit ihr etwas "ecchi" machen, aber Shuuji zeigt ihr nur diese super Ausblick über die Stadt und die Bucht auf das Meer. Dann will er mit ihr Schluß machen, aber auf seltsame Weise kommt es dazu, daß sie zusammen bleiben. Und Shuuji verspricht Chise, sich mit diesem ungeliebten Tagebuch Mühe zu geben. Dafür schenkt sie ihm einen Kuß.

Es ist schon Nacht, als Shuuji Chise nach Hause bringt. Unterwegs wird Chise dabei von seltsamen Leuten verfolgt. Und anscheinend beobachtet man sie auch vom Erdorbit aus.

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In den Sommerferien machen die Jungen einen Einkaufs-Ausflug nach Sapporo. (Die Geschichte spielt, anders als die meisten Animes, nicht in Tokyo, sondern in einer kleinen, namenlosen Küstenstadt auf Hokkaidou). Take kauft für Yukari einen Rosenquarz-Anhänger als Andenken. Da bebt die Erde. Doch es ist kein Naturereignis, sondern ein gewaltiger Luftangriff. Alles gerät in Panik, die Jungen rennen nach draußen, und jetzt erst sehen sie, was los ist. Daß Krieg ist, haben sie natürlich gewußt, aber jetzt erleben sie ihn zum ersten Mal selbst. Sapporo sinkt in Trümmer. Rauch und Explosionen verdecken die Sicht, dennoch kann Shuuji sehen, wie am Himmel ein violett leuchtendes Objekt erscheint und die feindlichen Flugzeuge mit unglaublicher Geschwindigkeit vom Himmel holt.

Atsushi und Nori finden Take tot unter den Trümmern. In seiner Hand hält er noch den Anhänger für seine Yukari.

Shuuji hingegen sieht etwas ganz anderes: der leuchtende Stern landet. Es ist Chise. Sie ist zu einer unheimlichen Vernichtungswaffe geworden.

Trotz seines Entsetzens nimmt Shuuji sein Mädchen in die Arme und drückt es ganz fest an sich. Sein Herz klopft heftig. Chises nicht. Sie hat keins mehr.

Teil 2 - Watashi, Seichou shiteru (I'm Growing)

Eine Woche später. Shuuji, Chise und die anderen setzen ihr normales Leben fort, als wäre nichts gewesen.

Chise erzählt Shuuji, daß sie nun eben eine ultimative Waffe geworden sei. Was genau mit ihr gemacht wurde, das weiß sie allerdings auch nicht.

Sie hat sich von Akemi erklären lassen, was man als Freundin für seinen Freund tun sollte, und so drückt sie Shuuji nun ein selbstgemachtes Obentou in die Hand. Sie können es aber nicht zusammen essen, denn Chise muß zu einem Einsatz, was das auch immer genau heißen mag. (Chise ist in diesem Anime sehr oft in solchen Einsätzen, und wir bekommen, wenn überhaupt, dann nur kurze Szenen daraus zu sehen, aber es muß furchtbar sein. Chise kann ganze Städte in einem Augenblick vom Erdboden verschwinden lassen.)

Chise

Im Fernsehen wird über den Angriff auf Sapporo berichtet: 47.800 Tote, 66.300 Vermißte. Für eine Stadt mit etwa 1,5 Millionen Einwohner ist das verdammt viel.

Nori und Atsushi gesellen sich zu Shuuji und probieren von Chises Essen. Take wird nicht mehr kommen. Er ist in Sapporo gestorben. Aber das Leben der anderen muß weitergehen.

Am Abend liest Shuuji wieder in Chises Tagebuch. Sie verabschiedet sich von ihm, doch davon will Shuuji nichts wissen. Er rennt los und paßt Chise ab, als sie gerade landet. Sie sieht mit ihren Metallflügeln fast aus wie ein Engel, vielleicht ein Shinigami.

Es ist für beide keine einfache Situation, doch sie beschließen, zusammenzuhalten. Gerade jetzt. Und so zu tun, als wäre alles normal, würde Chise auch nicht helfen. Also sprechen sie darüber. Doch sehr viel weiß Chise selbst nicht. Doch wenigstens hat sie in Shuuji einen, mit dem sie reden kann, denn nicht mal ihre Eltern wissen, daß sie kein normales Mädchen mehr ist, sondern Japans letzte Verzweiflungswaffe.

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Am nächsten Tag während der Schule gibt es ein Erdbeben, wie so oft in letzter Zeit.

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Nach dem Sportunterricht liegt Shuuji auf einer Matte herum und schaut in den Himmel. Akemi kommt zu ihm und legt sich dazu.

Akemi war es, die Chise dazu gebracht hat, Shuujis Freundin zu werden. Doch sie selbst mag Shuuji auch sehr gerne, auch wenn sie das nicht offen sagt. Dabei wirkt sie gar nicht schüchtern, im Gegenteil

Chise hat in ihr Tagebuch geschrieben, daß sie wachse. Das ist irgendwie durchgesickert, und jetzt gehen die wildesten Gerüchte um. Die Jungen meinen, sie habe gemeint, ihr Busen würde wachsen. Akemi meint, sie befürchte, fett zu werden. Weil sie nämlich jetzt anscheinend auf Diät ist. Das ist sie tatsächlich, aber es hat nichts mit Zunehmen zu tun, sondern mit den schrecklichen Veränderungen, die ihr Körper erfahren hat und immer noch durchmacht. Sie hofft irgendwie, sie könnte diesen Vorgang aufhalten, wenn sie nichts mehr ißt.

Shuuji tröstet Chise, so gut es geht. Er will sie auch küssen, doch das geht nicht. "Sie" sehen zu - wahrscheinlich das Militär, für das Chise ja nun arbeitet, vielleicht aber auch der Feind. Chise sollte das nicht mal wissen. Aber sie wächst, ihre Fähigkeiten nehmen rasch zu.

Die Lage ist für beide so belastend, daß sie beschließen zu fliehen. Sie schwingen sich aufs Fahrrad und hauen einfach ab.

"Sie" sind mit einem Spionagefluggerät oder was auch immer hinter Chise her, doch die schießt es ab. Es ist eine der beeindruckendsten Anime-Szenen, die ich kenne, als aus Chises Rücken die Raketen herausfallen, über die Straße purzeln, dann durchstarten und das Spionagesystem abschießen.

Irgendwo im Wald schlägt Shuuji vor, sie könnten vielleicht nach Tokyo gehen. Chise antwortet, Tokyo gäbe es schon längst nicht mehr.

Lange können die beiden sich ihrer Freiheit nicht erfreuen, dann später kommen Hubschrauber. Chise bleibt nichts übrig, als zum Militär zurückzugehen. Und Shuuji kann nur zuschauen.

Teil 3 - Futari de (Together, Alone)

Shuuji und Chise sind wieder in dem Aussichts-Häuschen und schauen auf ihre Stadt herunter, die jetzt in der Nacht bunt erleuchtet ist.

Chise schämt sich, daß sie zu einem seltsamen Ungeheuer geworden ist. Dennoch liebt sie Shuuji, und er liebt sie auch. Erneut schmieden sie Fluchtpläne. Sie wollen irgendwo zusammenleben, wo sie niemand kennt. Vor dem Bahnhof verabreden sie sich. Jeder geht nach Hause und holt seine Sachen, und in 2 Stunden wollen sie sich dann wieder treffen und irgendwohin fahren.

Shuuji packt also, verschwindet dann wortlos von Zuhause und geht zurück zum Bahnhof.

Shuuji und Fuyumi

Bei Chise geht es nicht so glatt. Sie wird wieder angefunkt, weil der Feind gerade Osaka zusammenbombt. Doch Chise beschließt, das zu ignorieren, und macht sich auf den Weg zum Bahnhof.

Dort wartet Shuuji schon. Der Bahnhof ist voll mit Flüchtlingen, doch Chise kann er nirgends finden. Die wurde nämlich unterwegs von den Soldaten abgepaßt. Man kann sie als allmächtige Waffe zwar nicht zwingen, aber dem Appell an ihr Gewissen kann Chise sich nicht verschließen: wenn sie nicht eingreift, müssen in Osaka unzählige Menschen sterben. Also startet sie zu der geforderten Mission.

Und Shuuji wartet die ganze Nacht vergebens. Komischerweise träumt er nicht von Chise, sondern von seiner früheren Schulkameradin Fuyumi.

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Am nächsten Morgen steht Chise vor ihm. Sie ist abgekämpft, erschöpft und traurig. Aber Shuuji ist ihr nicht böse. Er sieht ja, was los war.

Und so gehen sie wieder in die Schule. Auf dem Weg kommt Shuuji eine Frau auf einem Fahrrad entgegen - Fuyumi.

Fuyumi ist kaum älter als Shuuji, und anscheinend waren die beiden mal ein Paar. Und Chise fragt sich, wer diese Fuyumi-sempai wohl ist.

Nach der Schule essen Chise und Shuuji zusammen Eis, als Chise wieder angefunkt wird. Wieder muß sie ausrücken. Bei ihrem Start wird soviel Energie frei, daß sie ein ganzes Haus in die Luft sprengt. Und wie es der Zufall will, kommt gerade Fuyumi auf ihrem Fahrrad vorbei. Sie ist empört, daß heutzutage Häuser einfach so durch eine Gasexplosion in die Luft fliegen können. Fuyumi ist nicht ernstlich verletzt, aber Shuuji bringt sie trotzdem erst mal nach Hause.

Fuyumi ist überglücklich, Shuuji wiederzusehen. Sie ist mit einem Soldaten namens Tetsu verheiratet, der immer nur an der Front ist. Deswegen ist sie einsam. Sehr einsam. Und sie würde Shuuji gerne verführen. Doch der erklärt ihr, daß er schon anderweitig vergeben ist.

Derweil sehen wir eine der wenigen Szenen mit Chise im vollen Einsatz. Wie eine riesige Göttin des Todes schwebt sie über den Schlachtfeld und radiert am Ende eine ganze Stadt aus.

Teil 4 - Fuyumi-sempai (Fuyumi)

An einem Sonntag machen Chise und Shuuji einen Ausflug in die Umgebung. Chise freut sich riesig. Leider verliert sie unterwegs ihr Portemonnaie. Und Pech ist, daß auch Shuuji seins verloren hat - allerdings weiß er genau, wann und wo, nämlich bei Fuyumi.

Chise

Auf dem Weg nach Hause wird Chise wieder von Soldaten abgeholt. Alle Proteste von Shuuji nützen nichts. In ihrer Stadt ist es friedlich, weil Chise sie beschützt.

In der Nacht geht Shuuji zu Fuyumi, um sein Portemonnaie abzuholen. Doch sie läßt ihn nicht so schnell wieder abziehen. Aber er denkt an Chise.

Die sitzt derweil auf einem Schlachtfeld zwischen den wenigen Trümmern, die noch vorhanden sind, und leuchtet vor sich hin.

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Am nächsten Tag treffen sich mal wieder Shuuji und Akemi. Akemi meint, er und Chise sollten sich "damit" mal ein bißchen beeilen.

*

Chise ist das Objekt uneingeschränkter Bewunderung der Soldaten an der Front. Sie ist nahezu allmächtig und hat den meisten von ihnen schon mal das Leben gerettet.

Zufällig trifft sie einen Leutnant namens Tetsu - Fuyumis Ehemann. Tetsu kämpft schon lange. Er ist ein erfahrener, ziemlich abgebrühter Mann, den nichts mehr erschüttern kann, nicht mal der Tod, der auf sie alle tagtäglich wartet.

Chise wirft eine Ladung Pillen ein und erklärt fast beiläufig, daß sie gerade von feindlichen Soldaten umzingelt werden. Und dann startet sie einen ihrer Gegenschläge, wo weder vom Feind noch von den eigenen Stellungen viel übrigbleibt.

Darüber ist Chise so erschrocken, daß sie Tetsu bittet, sie zu erschießen.


Erstellt am 24.1.2005. Letzte Änderung: 20.2.2014