Saishuu Heiki Kanojo - Zusammenfassung der Handlung 4. DVD Teil 11 - 13

Laufzeit der DVD: ca. 72 min.

Saishuu Heiki Kanojo 4. DVD

Teil 11 - Futari dake no Toki (A Time for Us)

Chise und Shuuji sind abgehauen - irgendwo hin.

Kawahara und Chise

Es ist Spätherbst. Einige Tage lang ziehen sie durch das Land und genießen den Frieden. Schließlich erreichen sie eine Stadt, die ihrer eigenen sehr ähnlich sieht und ebenfalls um eine Bucht herum am Meer liegt. Dort gehen sie hin. Sie suchen sich eine Wohnung und Arbeit. Shuuji bekommt eine im Hafen als Hilfsarbeiter im Fischmarkt, Chise arbeitet als Aushilfskellnerin in einer Kneipe. Sie ist ziemlich ungeschickt, aber weil sie so fleissig, nett und niedlich ist, mögen die Leute sie.

Wie lange das so gehen kann, wissen die beiden nicht. Sehr viele Tabletten hat Chise nicht mehr übrig.

Langsam wird es Winter. Viel Infrastruktur gibt es nicht mehr, und so müssen die beiden sich in den kalten Nächten gegenseitig wärmen, wobei Chise zumindest physikalisch keine große Hilfe ist, denn ihr Körper erzeugt keine Wärme mehr.

Dennoch ist das fast normale Leben, das die beiden führen, keine Illusion. Sie machen aus Chises bizarrer Lage das beste. Ihre Liebe läßt sie die wenig romantischen Umstände vergessen. Eines Tages machen sie beide blau, bleiben im Bett und schmusen miteinander.

Draußen läuft Kawahara herum. Er ist von Shuujis und Chises Haus noch etliche Kilometer weit weg, doch Chise erwacht, spürt seine Gegenwart und schickt ihm zur Begrüßung ein paar Raketen.

Am nächsten Tag findet Shuuji Chise zusamengebrochen in einem ihrer Zimmer liegen. Anscheinend sind ihre Pillen alle. Zum Glück hat Shuuji ja noch eine Ladung.

Später ist sie wieder im Laden und schmeißt wie üblich Teller runter. Kawahara kommt herein. Äußerlich freundlich bedient Chise ihn, doch ihr anderes Ich sendet ihm eine telepathische Botschaft, die nicht sehr freundlich ist. Sie will ihn hier nicht sehen. Außerdem könne er jetzt sowieso nichts mehr machen. Kawahara wundert sich, daß sie noch lebt, obwohl ihre Medizin alle ist. Chise meint, das wäre wegen ihrer Liebe zu Shuuji. Aber lange wird sie trotzdem nicht mehr halten.

Derweil repariert Shuuji die Fischernetze. Aber das bräuchte er nicht, denn es gibt keinen Fisch mehr.

Kawahara kommt dann zum Hafen. Nur noch der Kampf könne Chises Leben retten, spätestens wenn die Pillen, die Shuuji noch hat, auch aufgebraucht sind. Er ist mit der Situation alles andere als glücklich. Aber er kann nichts machen.

*

Shuuji würde gerne mit Chise einen Motarradausflug machen, aber das Motorrad läuft nicht mehr. Zum Glück kann einer seiner neuen Kumpels namens Masa es reparieren, und Chise freut sich schon riesig darauf. Für sie ist jede Stunde kostbar. Ihre Seele beginnt sich langsam aufzulösen und macht mehr und mehr der neuen Chise Platz.

Gerade als das Motorrad repariert ist, erfolgt ein Luftangriff. Anscheinend gibt es auf dem Planeten Erde noch Ziele, die zu zerstören sich lohnt. Masa wird zerrissen, und von dem Motorrad bleibt auch nicht viel übrig.

Shuuji weiß, was jetzt gleich passieren wird, und rennt zu Chise. Doch die hat sich nicht wie üblich aktiviert, sondern ist dabei, sich irgendwie zu verändern. Die echte Chise schreit um Hilfe, die neue Chise sendet ihm telepathische Nachrichten. Doch so schrecklich der Anblick auch ist, Shuuji gibt seine Freundin nicht auf und kann auch verhindern, daß sie sich wieder aktiviert und alles um sich herum auslöscht.

Teil 12 - Love Song

Um die Welt zu retten und Chise von ihren Leiden zu erlösen, will Shuuji sie töten. Aber das bringt er einfach nicht über sich.

Und so bleibt ihm nichts anderes als zuzusehen, wie sie sich verändert, nachdem die letzte ihrer Pillen verbraucht ist, und um ihr Leben zu kämpfen, so gut es geht.

Chise und Shuuji

Kawahara ist immer noch in der Gegend. Die Soldaten kommen, und nehmen Chise mit. Immerhin ist sie ja noch am Leben und kann damit ihrem Zweck weiter dienen. Shuuji weiß, daß er gegen die Welt eine große Sünde begangen hat, Chise nicht zu töten. Aber gegen ihre gemeinsame Liebe kam er einfach nicht an. Kawahara meint, sie würde wahrscheinlich überleben, in welcher Form auch immer.

Bei ihrer letzten Begegnung hat Shuuji Kawahara angebrüllt, er solle verschwinden und zu seiner Familie zurückkehren. Jetzt erklärt Kawahara lakonisch, seine Familie sei damals bei dem Luftangriff auf Sapporo gestorben. Da könne man nichts machen. Dann jagt er sich eine Kugel durch den Kopf. Damit dürfte er der einzige in diesem Anime sein, der nicht durch die Gewalt des Krieges oder der Natur aus dem Leben gerissen wird.

Shuuji bricht schluchzend zusammen.

Am nächsten Tag herrscht strahlender Sonnenschein. Da es hier für ihn nichts mehr gibt, kehrt er in seine Stadt zurück. Nur Chises Austausch-Tagebücher hat er noch - ziemlich viele sogar. Im Grunde wird ja die halbe Geschichte darüber erzählt.

Shuuji fährt per Anhalter und kommt durch viele Städte, die durch die Erdbeben schwer gelitten haben. Aber noch leben Menschen dort. Der Fahrer, ein Vater, der mit seiner Frau und Tochter unterwegs ist, ist deswegen ziemlich optimistisch, ganz im Gegensatz zu Shuuji.

Und dann steht Shuuji vor seinem Haus. Seine Mutter fällt ihm weinend vor Freude um den Hals.

In einem ihrer Tagebücher hat Chise Shuuji um einen letzte Gefallen gebeten. Er soll zu dem Aussichts-Häuschen gehen, wo sie sich damals den ersten Kuß gegeben haben. Es schneit dicke Flocken vom Himmel, als Shuuji auf den Berg steigt und über seine Stadt blickt. Er glaubt Chise zu hören. Dann findet er weitere Tagebücher, setzt sich in die Kälte und beginnt zu lesen. Oben auf dem Dach sitzt Chise und sieht ihm neugierig dabei zu.

Es ist die andere Chise, und sie wundert sich über diese seltsamen Gefühle, die sie auf einmal empfindet.

Tief in der Nacht ist Shuuji fertig. Chise fliegt zu ihm hinunter und fragt ihn, wer er eigentlich sei und wer diese Chise sei.

Doch die Tränen in ihren Augen verraten Shuuji, daß die echte Chise noch existiert.

Chise spricht über diese seltsamen Gefühle, die in ihrem Herzen entstehen und die sie nicht berechnen kann.

Aber Shuuji hat schon die richtige Art, mit seiner "schwierigen" Freundin umzugehen.

Die andere Chise erklärt Shuuji in aller Unschuld, die echte Chise hätte gerne von ihm ein Baby. Sie habe zwar noch Fortpflanzungsorgane, aber die seien ja wohl nutzlos, und die nötigen Gefühle habe sich auch nicht mehr. Da allerdings irrt sie sich. Und so machen die beiden das, was sie in der letzten Zeit öfters tun wollten, jedoch immer kurz davor gestoppt haben: sie schlafen miteinander.

Chise ist dabei so aufgeregt, daß es anfängt Bomben zu regnen. Das, was Shuuji vor beziehungsweise unter sich hat, ist nicht mehr ihr richtiger Körper. Aber offenbar steckt ihre Seele darin, die Seele der echten Chise.

Und in dieser Zeit fängt der Himmel an, sich zu verändern.

Teil 13 - Soshite, Bokutachi ha Koi shite iku (And We Will Love)

Chise

Mit dieser etwas surrealistischen Folge endet nun die Geschichte von Shuuji, Chise und dem Planeten Erde.

*

Shuuji denkt an seine Zeit mit Chise zurück.

Und in einem Haus ohne Strom leuchtet seine Mutter mit der Taschenlampe auf die Fotos an der Pinnwand. Alle seine Freunde auf diesen Bildern sind nicht mehr da.

Die ganze Nacht hindurch machen Shuuji und Chise Liebe. Ein weiterer Teil von Chise beginnt langsam den Himmel auszufüllen, der dadurch ein ziemlich bizarres Aussehen annimmt.

Chise

Zwischendurch rezitiert Chise die wichtigsten Schlachten der Weltgeschichte. Sie war nie gut in der Schule, ausgenommen in Geschichte. Es ist fast wie ein Gebet anläßlich des nahen Endes der Welt.

Sie bedauert fast, wieder ein Mensch geworden zu sein, denn wäre sie einfach eine Waffe geblieben, wären ihr die Angst und Unsicherheit erspart geblieben, die sie jetzt empfindet. Dann erfolgt ein weiterer Angriff. Anscheinend hat der Feind noch ein paar Flugzeuge und Raketen übrig und will damit Chise ausschalten. Doch ihre gigantischen Flügel, die aus dem Himmel kommen, fangen sie alle ab und lassen sie explodieren.

Doch das Ende der Welt kann sie nicht mehr aufhalten. Und mit jedem Treffer löst sie sich auch selbst ein bißchen mehr auf.

Nach dieser letzten, mit der Kraft der Verzweiflung geführten Angriffswelle kommt ein gewaltiges Erdbeben und eine alles verschlingende Flutwelle. (Diese ist sehr beeindruckend animiert.)

Chise löst sich auf. Und doch läßt Shuuji seine Liebste nicht im Stich. Von der Welt bleibt nicht sehr viel übrig. Shuuji findet sich als der letzte Mensch der Erde in einer trostlosen Ödnis vor, fast wie in einem Traum. Aber in ihm existiert Chise, und so sind sie nun für immer zusammen. (Klingt ein bißchen kitschig, ist aber gut umgesetzt.)


Erstellt am 24.1.2005. Letzte Änderung: 20.2.2014