Sol Bianca The Legacy - Zusammenfassung der Handlung 1. DVD

Laufzeit der DVD: ca. 60 min

Sol Bianca 1999 1. DVD

Teil 1 - Monshou (Wappen)

Vor vier Jahrhunderten wurde von der Erde aus die Galaxie erobert. Es war die glückliche und florierende Zeit der Expansion, inzwischen längst vergangen und vergessen, genau wie die Erde selbst. Doch die von Menschen besiedelten Welten existieren noch überall, und auch Spuren und Reste dieser großen Zeit findet man noch an vielen Stellen.

Sol Bianca

Über diese Zeiten denkt April nach, während sie im Raumanzug durch ein Trümmerfeld schwebt, das ein Krieg vor einigen Jahren hinterlassen hat. Sie vermutet, daß auch ihre Eltern in diesem Krieg gestorben sind, jedenfalls wuchs sie bei einer Tante auf. Als diese starb, hinterließ sie April als kostbarsten Besitzt eine antike Duellpistole von der Erde, die ungeheuer wertvoll ist.

Zu dieser Zeit erfuhr April auch die Geschichten über ein legendäres Raumschiff, die Sol Bianca, und es gelang ihr, es zu finden und an sich zu bringen. Und damit begann ihr großes Abenteuer.

*

Irgendwo, auf einem fernen Planeten.

Die junge Meiyo wandert am Strand entlang. Es ist schon Nacht. Über den Himmel zieht der Schweif eines Raumschiffes, anscheinend eine Seltenheit auf dieser Welt, denn als sie nach Hause zurückläuft und es ihrer Tante Katie erzählt, glaubt die ihr kein Wort. Sie schimpft Meiyo statt dessen aus, weil sie wieder viel zu spät ist, und setzt die kurzerhand die Nacht über vor die Tür. Meiyo läuft weinend weg.

Rammy und Gyunter

Die Sol Bianca ist auf dem namenlosen Planeten gelandet und hat sich versteckt. Der Planet ist zwar unwichtig, aber auf ihm findet eine sehr bedeutende Auktion statt. Versteigert wird die goldgefaßte Pistole, die April kürzlich von einem Mafia-Syndikat gestohlen worden ist, und die sie natürlich zurück haben will. Und wie sich das für eine ordentliche Piratin gehört, mit Gewalt.

Allerdings hat die Gegend einen hohen Freizeitwert, und Aprils Kolleginnen halten den Einsatz eher für einen Urlaub. Jun ist beim Baden, Jani übt sich am Schießstand, und Feb amüsiert sich in der Stadt.

Nach und nach trudeln die Piratinnen wieder ein. Zufällig beobachtet Meiyo Jun, wie sie am Ufer einen ihrer Tricks abzieht, bevor sie an Bord zurückgerufen wird, und folgt ihr unbeobachtet. Als sie sich schließlich in das Versteck der Sol Bianca schleicht, sind die Vier schon weg, und sie gelangt schließlich an Bord - ohne ihren Teddy allerdings.

Nachdem April die Details über die Versteigerung ihrer Pistole herausgefunden hat, mach sie sich mit Jun, Feb und Jani auf den Weg. Kurz darauf erreichen die vier schwerbewaffnet das Auktionshaus, ein pikfeines Hotel namens "El Escorial", und machen es sich erst mal gemütlich.

alle 5

Derweil erwarten die Verkäufer noch einen sehr bedeutenden Gast namens Gyunter, der sich etwas verspätet hat und gerade mit seinem Raumschiff einschwebt. Er soll, wie man hört, wie der Teufel hinter dieser Pistole von der Erde her sein und jeden Preis zahlen. Gerade noch rechtzeitig trifft er ein und zieht eine große Show ab. Er ist, wie sich kurze Zeit später herausstellt, nämlich von der Erde und beansprucht die Pistole für sich. Er teilt den Anwesenden mit, die Auktion sei illegal (was wahrscheinlich stimmt), läßt seine Soldaten einrücken und will die Pistole einfach an sich nehmen. Doch da hat er die Rechnung ohne April und ihre Edel-Piratinnen gemacht.

Es geht ziemlich drunter und drüber, und schließlich entkommen die vier Frauen mit der Pistole zu ihrem Gleiter. Gyunter macht sich mit seinem Raumschiff an die Verfolgung, und nun kommt es zu einer der seltsamsten Raumschlachten, die ich je gesehen habe; es mischt sich auch noch der Auktionator mit telekinetischen Kräften ein, und die ganze Sache verläuft ziemlich konfus. (Immerhin kann hier die computergenerierte Animation ihre Stärken ausspielen, die Szenen sind perfekt animiert.) Am Ende erzeugt die Sol Bianca noch ein riesiges Hologramm, das Gyunters Schiff abschießt (Gyunter selbst überlebt es allerdings), dann fliehen die Vier - beziehungswiese Fünf, denn an Bord entdecken sie Meiyo.

Das Mädchen ist zunächst nicht sehr gesprächig, faßt aber dann doch Vertrauen zu den vier Frauen, besonders zu Jun, und erzählt ihnen, daß ihre Eltern von der Erde kommen, was die Vier gar nicht glauben wollen. Aber vielleicht stimmt es doch. April findet das sehr interessant.

Teil 2 - Kioku (Erinnerungen)

Die Mannschaft der Sol Bianca sucht auf einem verlassenen Planeten namens Consegra, der während der Weltraumpionierzeit eine große Rolle gespielt hat, jetzt aber menschenleer ist, nach alten Schätzen. April wurde allerdings vorher von ihrem Informanten gewarnt: dort soll es sehr gefährlich sein, und keiner, der jemals dort war, ist lebend zurückgekehrt. Ein Fluch liege über den Ruinen. Doch das spornt die Piratin erst recht an.

alle

Der Einflug in die Atmosphäre gestaltet sich recht turbulent, doch weiter unten ist das Wetter wieder ruhig, und die fünf Frauen können das Schiff verlassen und sich umsehen. Jun hat eine ihrer Spezialitäten dabei, einen holographischen Dschin namens Sancho, der sich im Laufe dieses Abenteuers noch als äußerst nützlich erweisen wird.

Sancho öffnet eine geheimnisvolle Tür, und Meiyo sieht für kurze Zeit dahinter eine seltsame Frau auftauchen. Sie stürzt hinein, Jun folgt ihr, und die Tür schließt sich hinter den beiden wieder.

Consegra erhält an diesem Tag einen weiteren Besucher, nämlich Gyunter, der hinter April her ist. Er hat ihren Informanten gefunden und verhört und weiß daher, wo sie ist.

Die Tür, hinter der Jun und Meiyo gelandet sind, hat sich verriegelt, und Sancho kann sie nicht mehr öffnen. Da sie aber sowieso hier den Schatz vermuten, machen sich die drei auf den Weg, die Gegend zu erkunden. Dabei stellen sie fest, daß dort alles Dantes "Göttlicher Komödie" nachempfunden ist. (Dante Alighieri, 1265, Florenz - 1321, Ravenna)

Flor

Feb wird es draußen zu kalt und zu langweilig, und sie geht ins Schiff zurück, um ein Gläschen Wein zu genießen. Jun werde schon nichts passieren.

Jun dringt tiefer in die Gewölbe ein und läßt sich von ihrem Dschin über Dante aufklären. Der Vorstoß ist auch nicht ungefährlich, aber Jun überwindet mehr oder weniger souverän ein Hindernis nach dem anderen.

Auch draußen gibt es Schwierigkeiten, denn Gyunter ist angekommen und läßt nun seine Jäger ausschwärmen. Doch da geraten sie bei Feb gerade an die richtige. Leicht angeheitert schießt sie ein Schiff nach den anderen ab, als wäre es nichts.

Jun hat inzwischen eine Art Schaltzentrale erreicht. Sancho unterstützt sie dabei, die Schaltungen unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie bekommen einen Abriß der Geschichte der Menschheit und des Planeten Consegra. Wichtigste Akteure dort waren ein Mann namens Void (übrigens gesprochen von Okiayu Ryutarou) und seine Frau Flor, die für das Terraforming Consegras verantwortlich waren. Da erscheint wieder die Frau, die Meiyo in der Eingangstür gesehen hat: das Hologramm von Flor, denn die echte Flor ist natürlich seit Jahrhunderten tot.

Consegra

Sie und Void haben ein recht tragisches Ende gefunden, was letztlich der Grund für den Fluch ist, der über Consegra liegt. Dann erscheint Void und setzt die drei fest, doch so leicht ist Jun nicht aufzuhalten und schließlich erreicht sie das Allerheiligste.

Nachdem Gyunter herbe Verluste hinnehmen mußte, beschließt er, die Gegend, in der die Sol Bianca gelandet ist, komplett zu zerstören.

Am Ziel angekommen findet Jun leider keinen Schatz, sondern nur zwei Särge. Flor berichtet über Voids gescheiterte Experimente. Am Ende wurden sie beide allein auf Consegra zurückgelassen. Void wurde gewalttätig und verlort allmählich den Verstand, und schließlich beging Flor Selbstmord. Doch Void steckte ihren Geist (und seinen auch) in den Computer, so daß sie nicht sterben kann. Darum bittet sie nun Jun, und die erfüllt ihren Wunsch. Beide erlöschen friedlich.

Dann allerdings muß sie sich eilig auf den Rückweg machen, den Gyunters Raketen schlagen schon ein. Zum Glück erreicht sie die Sol Bianca noch rechtzeitig, bevor alles in die Luft fliegt. Und alles heißt der ganze Planet. Gyunters Strahler waren entweder zu stark dimensioniert, oder er hat zufällig eine große Energiequelle erwischt.

Jedenfalls ziehen sich beide Schiffe wieder in den Weltraum zurück. Nur Jun ist traurig über Flors Ende und wünscht sich, sie hätte sie in Sancho geladen, um ihren Tod zu verhindern. Aber das ist nun zu spät.


Erstellt am 16.7.2000. Letzte Änderung: 20.2.2014