Spirit of Wonder - Miss China's Ring

Zusammenfassung der Handlung

Laufzeit: ca. 45 min

LD

Der Erzähler (sieht nach Sherlock Holmes aus) fragt den Zuhörer, ob er die Geschichte von Miss Chinas Ring kenne. Da das (logischerweise) nicht der Fall ist (sonst wäre das Anime ziemlich kurz geworden), beginnt er.

Es war also einstmals auf der Prinz of Wales-Insel in der englischen Kolonie Australien, da lebte eine junge Frau, die von allen nur "Miss China" genannt wurde. Miss China hatte ein Pub, und weil sie sehr beliebt und fleißig war, lief der Laden sehr gut. Nur ihr Mieter, der abgedrehte Erfinder Professor Breckenridge, der im 1. Stock ein Zimmer gemietet hatte, macht ihr Sorgen, denn er blieb jeden Monat seine Miete schuldig ...

Miss China

Es ist mal wieder Monatsanfang und Miss China macht sich auf zu ihrer hoffnungslosen Reise in den ersten Stock ihres Pubs, wo sie versucht, die Miete zu kassieren. Doch selbst die Anwendung von Gewalt nützt nichts: der Professor ist pleite wie immer. Aber er verspricht ihr hoch und heilig, daß sie nur noch ein oder zwei Tage warten müsse, weil er ein paar reiche Sponsoren gefunden habe. Es würde Geld nur so regnen usw.

Am nächsten Tag kommen tatsächlich zwei vornehm aussehende Herren zum Professor. Der quatscht sie voll mit seinen Ideen, daß er zum Mond reisen könnte, ja sogar schon dagewesen sei etc (reden tut er wie ein Wasserfall), doch die beiden glauben ihm kein Wort und verschwinden wieder. Und wieder bleibt Breckenridge die Miete schuldig. Um China zu beruhigen, führt er ihr einen Dimensionsspiegel vor, aber Miss China zeigt sich nicht sehr beeindruckt. Außerdem kracht der Spiegel zusammen, China schimpft und verpaßt dem Professor eine Abreibung.

Später geht sie einkaufen. Auf dem Markt sieht sie, wie sich ihr heimlicher Freund Jim wieder mal bei der Blumenverkäuferin Lily herumtreibt. Es gefällt ihr gar nicht, und enttäuscht zieht sie davon.

Am Abend kommt Jim zum Pub. Auch er kann die Miete des Professors nicht bezahlen, vor allem deswegen nicht, weil er für den Professor bei Lily Bauteile besorgt hat. Dafür ist die ganze Monatsmiete draufgegangen. Die Experimente der beiden waren an sich sehr erfolgreich: sie waren auf dem Mond. Nur können sie es nicht beweisen, und Geld verdienen sie damit auch nicht.

Am nächsten Tag ist er wieder an Lilys Stand. Diesmal hat sie ein Geschenk zusammengebacken, das Jim Miss China zum Geburtstag schenken will. Derweil beweist China, daß sie ihren Laden voll im Griff hat. Zwei ihrer Gäste geraten in Streit. China verbiete ihnen, sich in ihrem Pub zu prügeln. Als sie antworten, kleine Mädchen sollten sich da gefälligst raushalten, legt China beide flach.

Lily

Am Abend hilft Jim China beim Aufräumen. Dann lädt sie ihn zu einem Drink ein. Jim traut sich schließlich, ihr das Geburtstagsgeschenk zu geben, aber China ist schon zu besoffen, um das richtig mitzubekommen. Sie schmeißt das Päckchen irgendwo hin und wirft Jim vor, er solle lieber die Miete bezahlen statt solches Zeug zu kaufen. Dann schläft sie ein.

Am nächsten Morgen läßt der Professor überall Werbeplakate ankleben für seine Reise zum Mond. Der Erfolg ist allerdings gleich Null: keiner glaubt dem verrückten Erfinder. Doch er beschließt, es diesmal allen zu beweisen und schreibt in der nächsten Nacht auf den Mond einen riesigen Schriftzug: "Happy Birthday to China". Aber nicht mal das hilft. China ist zwar tief gerührt. Aber alle anderen Leute glauben, sie hätten Halluzinationen und ignorieren den riesigen Text am Himmel völlig.

Siedend heiß fällt Miss China Jims Geschenkt ein. Sie stürmt runter, hebt das Päckchen vom Boden auf und reißt es auf. Darinnen ist ein Ring aus Mondstein, aber sie hat ihn am Abend vorher zerbrochen. Miss China ist ziemlich deprimiert. Auch der Professor und Jim sind wegen der totalen Ignoranz der Leute am Boden zerstört.

Später gesteht China Jim traurig, daß sie sein schönes Geschenk zerbrochen hat. Jim entwickelt eine phantastische Idee. Er will ihr einen neuen, viel besseren Ring schenken und verabredet sich mit Miss China für den Abend zu einem Hügel in der Nähe.

Miss China's Ring

Als die beiden sich dann dort einfinden, zeigt Jim China das Raumfaltungsteleskop, das er und Breckenridge in langer, mühsamer Arbeit zusammengebaut haben (und natürlich ist auch dafür eine Menge Geld draufgegangen). Es kann von allen möglichen Gegenständen materielle Projektionen in verschiedener Größe erzeugen. Auf diese Weise haben die beiden Erfinder auch ihre Reise zum Mond gemacht: sie haben ihn einfach in den Projektionsbereich ihres Teleskops kopiert und dort dann beschriftet.

Jim und der Professor holen erneut den Mond heran und Jim und China machen einen kleinen Ausflug dorthin. China schreibt auch ein paar Worte dazu (ungefähr "Du hast an meinen Geburtstag gedacht. Vielen Dank. Ich bin sehr glücklich. Ich liebe Dich, Jim."). Dann setzen die beiden Erfinder Jims Gravitationsprojektor ein und pulverisieren den Mond, so daß er zu einem Ring um die ganze Erde wird. China freut sich, und Jim darf ab sofort in ihrem Pub aushelfen. (Aber für die langfristige Stabilität der Erdachse dürfte das Fehlen des Mondes weniger erfreulich sein).


Erstellt am 22.1.2000. Letzte Änderung: 20.2.2014