Strike Witches 1. Film

die Neuroi rücken vor

1939 überfallen die Neuroi, unbekannte Alien-Invasoren, Europa und marschieren unaufhaltsam vor. Die europäischen Militärmachte leisten erbitterten Widerstand, werden von dem weit überlegenen Feind am Ende aber überrollt. Die einzige verbliebene Hoffnung der Menschheit sind Hexen, die schon seit Anbeginn aller Zeiten die Menschen vor Monstern und Dämonen beschützt haben. Die modernen Hexen, die Witches, sind mit ihren Zauberkräften und neuester Technik, den Striker Units, als einzige in der Lage, den Außerirdischen Paroli zu bieten, und das bekanntlich sogar höchst erfolgreich.

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August 1945, Luftraum über Belgica.

Die Neuroi wurden (in den beiden TV-Staffeln) aus West- und Südeuropa vertrieben, und im Moment herrscht Ruhe. Heidemarie W. Schnaufer von der 1. Karlsland-Spezialflugtruppe fliegt Patrouille und erwartet eine ruhige Nacht, als plötzlich der Funk ausfällt und dann aus den Wolken ein Neuroi auftaucht, der seine Form verändern kann und ungewöhnlich schnell ist. Heidemarie fackelt nicht lange, greift ihn an und erledigt ihn nach heftigem Kampf.

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Fuso-Reich (Japan), Stadt Yokosuka

Yoshika ist in ihre Heimat zurückgekehrt und arbeitet nun in der Klinik ihrer Mutter und Großmutter, weil sie Ärztin werden will. Im Augenblick ist sie mit ihrer Freundin Michiko im Wald unterwegs und überrascht sie mit dem Bären, dem sie in Folge 1 der 2. TV-Staffel das Leben gerettet hat und der inzwischen fast ausgewachsen, aber ganz zahm ist. Später versucht sie einen jungen Hund aus einem Fluß zu retten, muß dann aber selbst gerettet werden, und zwar von einer Strike Witch namens Hattori Shizuka, die vor Ehrfurcht geradezu erstarrt, als sie mitbekommt, wen sie da im letzten Moment aus dem Wasserfall gefischt hat.

Shizuka überbringt Yoshika eine offizielle Einladung für ein Medizinstudium in Helvetia. Yoshika ist begeistert. Am 3. August findet sie sich in der Yokosuka-Marinebasis ein und besteigt den riesigen Flugzeugträger Amagi, der sie nach Europa bringen wird. Shizuka begleitet sie auf dem Weg, der gefährlicher ist als erwartet.

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3.8.1945, Herzogtum Venezia.

Charlotte und Francesca über Venezia

Hier machen gerade Francesca und Charlotte Urlaub, gondeln vergnügt durch die Kanäle und staunen über den raschen Wiederaufbau. Allerdings sind sie nicht die einzigen Strike Witches am Ort, und so geraten sie unversehens in ein Gondel-Wettrennen. Ihre Gegnerinnen sind vom 504 Luftgeschwader: Shoui (Leutnant zur See) Luciana Mazzei, Souchou (Feldwebel) Martina Crespi und Chuui (Oberleutnant) Fernandia Malvezzi. Charlotte und Francesca gewinnen im Prinzip, krachen aber gegen ein Hindernis, weil sie so schnell waren, daß sich nicht mehr bremsen können.

Da taucht über Venezia einer der neuen Neuroi auf. Zum Glück haben Charlotte und Francesca ihre Striker Units in der Nähe und nehmen den Kampf auf. Zusammen mit den anderen schaffen sie es, den Angreifer nach einer heißen Luftschlacht auszumanövrieren, und erzielen einen spektakulären Abschuß. Die Frage, wo dieser Neuroi so plötzlich hergekommen ist, bleibt aber einstweilen unbeantwortet.

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An Bord der Amagi muß Yoshika feststellen, daß Shizuka, obwohl sie erst 14 ist, erheblich größeren Wert auf militärische Disziplin und Formalitäten legt als sie. Yoshika ist jetzt (wieder) Militärangehörige und muß als solche eine Uniform tragen, darf aber auf keinen Fall niedere Arbeiten verrichten wie zum Beispiel nur so aus Spaß das Deck schrubben oder in der Küche helfen.

Drei Wochen nach dem Auslaufen erreicht die Amagi das Kap der Guten Hoffnung und rammt dort in dichtem Nebel einen Eisberg. Ein Offizier namens Yuuki wird im Maschinenraum eingeklemmt. Es ist ein Feuer ausgebrochen, und die Situation wird schnell kritisch. Es sieht so aus, als müsse er geopfert werden, um das Schiff vor einer Katastrophe zu bewahren. Doch Yoshika findet sich damit nicht ab und rettet Yuuki und letzten Endes auch das ganze Schiff in einer waghalsigen Verzweiflungsaktion.

Die Soldaten bewundern sie dafür, Shizuka schimpft sie hingegen ordentlich aus, weil sie gegen die Befehle verstoßen hat.

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Gallia kommt in Sicht, und zur Begrüßung kommen zwei Witches angeflogen: Lynette Bishop und Perrine-H. Clostermann, die Yoshika stürmisch begrüßen. Die Amagi landet in Pas-de-Calai, und Yoshika und Shizuka gehen vor Bord. Sie sind eingeladen, ein paar Tage in Perinnes Schloß wohnen. Dieses hat im Krieg einen Treffer abbekommen, ist aber größtenteil wiederaufgebaut, vollständig bewohnbar und liegt in einer idyllischen Landschaft scheinbar im tiefsten Frieden.

Perrine hat im Schloß eine Schule für Kriegswaisen engerichtet und betätigt sich höchst persönlich als Lehrerin.

Shizuka und Yoshika unterwegs

Es geht alles sehr warmherzig zu, nur für Shizukas Geschmack etwas zu formlos, weswegen sie sich nicht so ganz wohlfühlt. Und kochen kann sie im Gegensatz zu Yoshika auch nicht ...

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Am nächsten Tag brechen Shizuka und Yoshika in einem Militärfahrzeug nach Dijon auf. Perinne warnt sie, nicht den Rhein zu überqueren, denn dort sitzen immer noch die Neuroi.

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Orussia.

Das 502. Fluggeschwader unterhält bei Petersburg eine Basis, in der zur Zeit Sanya und Eila unter Leutnant Aleksandra I. Pokryshkin stationiert sind. Doch auch dort bekommen sie es wieder mit Neuroi zu tun.

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Auf ihrem Weg durch Gallia kommen Yoshika und Shizuka an einem Dorf vorbei, in dem ein Erdrutsch viele Menschen verletzt hat. Yoshika zögert keine Sekunde, den Menschen zu helfen, obwohl die Mittel, die ihr dafür zur Verfügung stehen, völlig unzureichend sind. Dennoch rettet sie vielen das Leben.

Inzwischen ist es Abend geworden. Shizuka hat die ganze Zeit über keinen Funkkontakt zur Basis bekommen. Also bleiben sie die Nacht im Dorf.

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Belgica, St. Trond Basis.

Die Chefin hier ist Minna-Dietlinde Wilcke, und auch Heidemarie W. Schnaufer, Erika Hartmann und Gertrud Barkhorn sind hier stationiert. Sie alle fangen langsam an, sich wegen der wieder überall auftauchenden Neuroi, die noch dazu viel zu weit von ihren Basen entfernt operieren, Sorgen zu machen. Was sie auch feststellen ist, daß Yoshika diesem neuerdings gefährdeten Gebiet ziemlich nahe kommen wird.

Yoshika kämpft gegen einen Neuroi

Erika und Gertrud fliegen eine Patrouille am Rhein entlang, wo die Frontlinie verläuft. Und dort stoßen sie auf eine ganze Menge Neuroi, die aus einer Art Mutterschiff hervorkommen und den beiden einen netten Luftkampf liefern.

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Nach dem Frühstück setzen Shizuka und Yoshika ihre Reise fort. Das Radio funktioniert immer noch nicht. Sie fahren gerade einen Berg hoch, als unten im Tal ein riesiger Neuroi erscheint. Yoshika fährt ins Dorf hinunter, um den Leuten bei der Evakuierung zu helfen, während Shizuka den Neuroi und seine Ableger angreift, um Zeit zu gewinnen. Es ist ihr erster Kampfeinsatz, und er währt nicht lange, dann wird sie abgeschossen. Dann erscheint ein weiterer Neuroi, und zwar aus dem Boden.

Immerhin wurden die Kämpfe bemerkt, und die Sedan-Basis, wo die 506er stationiert sind, gibt Alarm. Aber die Neuroi starten offenbar eine Großoffensive. Überall tauchen sie plötzlich aus dem Boden auf und heizen den Witches und den regulären Streitkräften gewaltig ein.

Abschuß

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Shizuka ist erst mal außer Gefecht, doch Yoshika nimmt den Verzweiflungskampf auf, auch wenn sie ohne ihre magischen Kräfte keine echten Chancen hat. Sie kann den Neuroi immerhin aus dem Dorf weglocken und sogar zerstören, doch sein letzter Schuß trifft sie. Als Shizuka, die inzwischen wieder zu sich gekommen ist, sie findet, liegt sie blutüberströmt und reglos auf dem Boden. Sie hat das Dorf gerettet, doch ihr Einsatz war umsonst, denn als nächstes taucht die gigantische Neuroi-Basis aus dem Boden hervor. Von dort aus laufen all die gegenwärtig stattfindenden Operationen.

Aber so ziemlich alle Strike Witches in Europa sind jetzt in der Luft, und dann hören die ersten von ihnen Shizukas Hilferuf. Praktischerweise geschieht jetzt auch noch ein kleines Wunder. Als alle ehemaligen 501 anrücken und Yoshika ihre Stimmen hört, kehren ihre Kräfte als Witch zurück, und zwar auf ziemlich spektakuläre Weise. Praktischerweise hat Sakamoto Mio in ihrem Flugzeug Yoshikas Striker Units dabei, und so erleben die Neuroi mal wieder eine bittere Niederlage.

Nebenbei ist Yoshikas Ansehen bei Shizuka jetzt nahezu ins Unendliche gewachsen.

Und was besonders erfreulich ist: der Film endet mit dem Versprechen "tsuzuku" - "Fortsetzung folgt".


Erstellt am 4.1.2013. Letzte Änderung: 24.9.2015