Manatsu no Eve

Spieldauer der DVD: 60 min

Manatsu no Eve

Die Dämonin der Finsternis Yuzuha träumt von ihrer Kindheit. Sie stattete dem Planeten Jurai einen Besuch ab um dort ein paar Menschen zu verspeisen. Doch dann lief ihr plötzlich Prinz Yosho - damals noch eine Kind - über den Weg, der seine Freunde suchte. Leider hatte Yuzuha sie gerade verputzt. Das hinderte sie aber nicht daran, sich auf der Stelle in Yosho zu verlieben. Allerdings war diese Liebe nur von kurzer Dauer, denn die Jurai-Wächter stürzten sich dazwischen. Es gelang ihnen zwar nicht, die Dämonin zu töten, aber ihr Herz war gebrochen. Und jetzt, viele hundert Jahre später, stößt sie zufällig auf eine Möglichkeit, sich zu rächen.

Yuzuha und Yosho

Im Masaki-Haushalt wird Weihnachten gefeiert. Alle sind lustig und froher Dinge. Yuzuha sieht das ganze in einem Monitor. Durch die Dimensionen hindurch greift sie nach Tenchi und stiehlt ihm unbemerkt ein paar Haare. Aus diesen und ihren eigenen klont sie ein Mädchen namens Mayuka, das den geheimen Auftrag bekommt, Tenchi zu töten.

Ein halbes Jahr später: Die Mädchen führen, wie immer, den Haushalt. Tenchi betet am Grab seiner Mutter. Auf dem Nachhause-Weg steht plötzlich ein seltsames Mädchen auf der Treppe: Mayuka. Sie nennt Tenchi "Papa", was er in gewisser Hinsicht ja auch ist. Alle, vor allem Tenchi selbst, sind geschockt.

Mayuka und Tenchi

Mayuka hat keine Erinnerungen an ihre Vergangenheit oder ihre Mutter. Nur daß Tenchi ihr Vater ist, den sie sehr lieb hat, das weiß sie ganz genau. Doch besonders Ryouko weigert sich das hinzunehmen. Es kommt zu einer Schlägerei und Ryouko geht sogar mit ihrem Laserschwert auf Mayuka los. Zu aller Erstaunen wehrt die sich jedoch mit einem Light Hawk-Schwert und beweist damit, daß sie Jurai-Blut in sich trägt. Daß das Schwert eine Fälschung ist, merkt im Eifer des Gefechts keiner.

Washuu schnappt sich ein Haar von Mayuka, macht eine genetische Analyse und stellt fest, daß die Hälfte ihrer Gene tatsächlich von Tenchi stammen. Als sie das verkündet, hebt es nicht gerade die allgemeine Stimmung. Sasami, Mihoshi, Kiyone und eigentlich auch Ayeka versuchen, sich mit Mayuka anzufreunden, doch Ryouko mißtraut ihr zutiefst.

Leider gelingt es Washuu nicht herauszufinden, wer Mayukas Mutter ist. Yuzuha hat ihre Gene nämlich getarnt. Die Mädchen überlegen sich daraufhin, ob eine von ihnen wohl die Mutter sein könnte. Derweil nimmt Tenchi nach all der Aufregung ein Bad. Als seine Tochter auf die Idee kommt, ihm dort Gesellschaft zu leisten und Ryouko dahinter kommt, geht es rund.

Mayuka und Tenchi im Bad

Später entdeckt Washuu, daß Mayuka auch einige silberne Haare hat. Außerdem kommt es in ihrer Umgebung gelegentlich zu Zeitverschiebungen. Das bringt Yosho schließlich darauf, wer hinter der ganzen Sache stecken könnte.

Yuzuha meldet sich bei Mayuka und erinnert sie an ihren Auftrag. Die schnappt sich Tenchi und will ihn gerade in Yuzuhas Reich der Finsternis entführen, als Ryouko dazwischenkommt. Mayuka erwacht aus ihrer Trance und erinnert sich an nichts, aber Ryouko nimmt sie sich jetzt vor. Heraus bringt sie natürlich auch nichts aus ihr, zieht sie aber erst mal aus dem Verkehr.

Alle machen sich große Sorgen und suchen die ganze Gegend nach Mayuka ab. Yosho findet sie schließlich und bringt sie wieder nach Hause. Die stürzt sich aber erst mal voller Wut auf Ryouko und knallt ihr eine. Tenchi geht dazwischen, Ryouko ist nicht bereit nachzugeben, denn sie spürt die Gefahr, und so kommt es, wie es kommen muß: sie fängt auch von Tenchi eine.

Yuzuha

Der meint, er sei bereit Mayuka zu akzeptieren, denn schließlich seien alle Mädchen in seinem Haus auf diese Weise bei ihm aufgetaucht. Traurig verzieht Ryouko sich. Später tröstet Ayeka sie.

Beim Abbrennen eines Feuerwerks erfolgt Yuzuhas nächstes Attentat. Sie nimmt ihren Klon unter mentale Kontrolle und läßt sie alle Raketen usw. ins Feuer werfen. Der Geistesgegenwart von Ayeka und Tenchi verdanken sie es, daß nicht weiteres passiert. Mayuka bekommt allmählich Angst vor sich selbst. Schließlich hat sie selbst keine Ahnung, wer sie eigentlich ist. Die Mädchen versprechen ihr, auf sie aufzupassen. Sasami erzählt ihr von Statika, einer Art Weihnachtsfest auf ihrem Heimatplaneten Jurai. Dann zeigt sie Mayuka Fotos von der letzten Erde-Weihnachtsfeier. Es ist genau die, bei der Yuzuha Tenchis Haare gemopst hat.

Mayuka ist glücklich. Yuzuha ist sauer. Tenchi hat ein schlechtes Gewissen. Er findet Ryouko auf dem Dach und tröstet sie. Ryouko warnt ihn erneut, doch Tenchi meint, er hätte ja die Light Hawks, es könnte ihm also nichts passieren.

Wieder übernimmt Yuzuha die Kontrolle über Mayuka. Sie führt eine seltsame Zeremonie durch um Yoshos Enkel in das Reich der Finsternis zu entführen, dich Yosho und Ryouko kommen dazwischen. Mayuka läuft davon, die andere hinterher. Schließlich schnappt Mayuka sich Sasami und verschwindet mit ihr. Yosho und Washuu warnen Tenchi und Ryouko ihr zu folgen, denn im Reich der Finsternis funktionieren ihre Kräfte nicht. Doch das hält unseren Helden nicht davon ab, Sasami und seine Tochter zu retten.

Yuzuha tötet Mayuk

Das Dimensionstor steht noch, und so gehen Tenchi und Ryouko hindurch, um die Dämonin zu bekämpfen. Es kommt zu einem dramatischen Show-Down. Yuzuha hat Mayukas Gedächtnis gelöscht und sie zu einem Ungeheuer umgeformt, das nun auf Tenchi losgeht und ihn übel zurichtet. Ganz geht der Plan aber nicht auf. Sasamis leidenschaftlicher Appell gibt Mayuka ihr Gedächtnis zurück, die Erinnerungen an ihren geliebten Vater und die Freundschaft, die sie im Masaki-Haus erfahren hat. Sie stellt sich ein letztes Mal gegen ihre Schöpferin und wird von dieser ausgelöscht.

Ayeka

Ayeka erfährt von ihrem Bruder einiges über die Hintergründe dieses Kampfes und kommt auf die rettende Idee: in Yuzuhas Reich wirken die Kräfte des Lichtes nicht. Also holt sie einen Zweig von Yoshos Lebensbaum, der die Kräfte des Lichtes repräsentiert, bricht in das Reich der Finsternis durch und wirft den Zweig Tenchi zu. Der kann daraufhin das Light Hawk-Schwert wieder aktivieren. Yuzuha beklagt ein letztes Mal ihr gebrochenes Herz ("die Dämonin der Finsternis liebte den Prinzen des Lichtes") und leistet dann keinen ernsthaften Widerstand mehr. Tenchi hat sie von oben nach unten durch.

Alle sind glücklich wieder zurück - bis auf Mayuka. Von ihr ist nur ein Kristall übriggeblieben. Washuu macht den anderen ein Angebot: sie kann Mayuka zurückbringen, aber sie macht es nur, wenn alle einstimmig dafür sind. Alle Blicke ruhen auf Ryouko. Und die stimmt recht begeistert zu!

Fazit:

Toll.

Allerdings ist von den Slapstick-Elementen, die die frühen OAVs auszeichnen, kaum etwas übrig geblieben. Statt dessen dominieren Action, Dramatik und auch eine Menge Romantik. Jedenfalls ist auch dieser "Tenchi Muyou"-Film, auch wenn er ganz anders ist als der erste, wunderschön, spannend und wirklich sehenswert. - und von der technischen Qualität natürlich auch über jeden Zweifel erhaben.

Als dieser Film vor einigen Jahren herauskam, wurde das geänderte Character-Design mehr oder weniger heftig kritisiert. Also, mal ehrlich: sooo viel geändert hat sich doch nicht. Und wenn schon: ich finde es jedenfalls genauso schön wie das alte.


Es gibt eine US- und eine japanische DVD. Ich habe die japanische:

Japanische DVD: Sprachen: japanisch, englisch Untertitel: japanisch, englisch Extras: Dolby Digital und DTS, Vorschau auf weitere Filme, Abspannlied als Realfilm-Clip, und der übliche Kleinkram
Bewertung Animation: Framerate: sehr gut
Standbilder: kaum Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: sehr gut Musik: gut

Manatsu no Eve

Erstellt am 19.9.1999. Letzte Änderung: 20.2.2014