Tenchi Muyo - Die Handlung der OAV-Serie I

Die OAV besteht aus 12 Folgen und 2 Specials, die - wie die Bezeichnung OAV (original animated video) sagt, nur als Kassetten herausgekommen ist (7 Stück zu je ca 40 DM). Fast überflüssig zu erwähnen, daß es englisch synchronisierte Videos ohne deutsche Untertitel sind. Meines Wissens gibt es auch keine deutsche Fassung. Ich verwende daher die englischen Episodentitel

1. Folge: Ryoko resurrected

Tenchi Video 1

Tenchi Masaki hat seine Ferien im Schrein seines Großvaters Katsuhito in den Bergen verbracht, wo er als "Training" den Hof kehren muß. Seit seiner Kindheit aber zieht es ihn immer wieder zu einer nahegelegenen Höhle, die von einem rostigen Gitter versperrt ist. Sein Großvater hat Tenchi streng ermahnt, niemals die Höhle zu betreten (was er ohne den Schlüssel sowieso nicht kann), weil darin ein böser Dämon eingesperrt sei. Doch das hat Tenchi natürlich erst recht neugierig gemacht.

Eines Tages gelingt es ihm, seinem Großvater unbemerkt den Schlüssel zu entwenden ... In der Höhle findet er das magische Schwert, das ebenfalls Tenchi heißt und mit dem der legendäre Yosho, ein Vorfahr Tenchis, vor 700 Jahren den Dämon besiegt hatte. Das Schwert steckt noch immer im Fels und bannt den Dämon. Und Tenchi hat natürlich nichts eiligeres zu tun, als das Schwert herauszuziehen und sich anzusehen. Er ist schwer enttäuscht, als er feststellt, daß es nur ein rostiges Stück Schrott ist (bzw. zu sein scheint). "Und das soll das Schwert sein, das Felsen spaltet!" ruft er und haut mit der Klinge, die dabei zerbricht, auf den nächsten besten Stein. Leider hat er aber den falschen Stein erwischt, nämlich einen, der den Eingang zur eigentlichen Höhle verschlossen gehalten hat. Und schon öffnet sich das Tor in die Tiefe.

Tenchi rutscht hinunter und wird Zeuge, wie der Dämon, eine halb verweste Mumie, wieder zum Leben erwacht. Die Mumie langt nach ihm, doch ein grelles Licht aus dem Schwert, das Tenchi noch immer bei sich trägt, schleudert sie zurück. Tenchi flüchtet zurück nach oben. Es gelingt ihm, die Höhle wieder zu verschließen, womit er glaubt, daß wieder alles in Ordnung sei.

Ein paar Tage später, zurück in der Schule, erzählt Tenchi seinem Klassenkameraden, was für langweilige Ferien er gehabt habe. Dann geht er auf das Schuldach um nachzudenken, schläft aber dabei ein. Als er erwacht, sitzt eine schöne, aber sehr gefährliche junge Frau auf dem Dach: die Dämonin Ryoko, die er als Mumie in der Höhle gesehen hatte.

Ryoko war 700 Jahre lang in der dunklen, kalten Höhle eingesperrt gewesen und jetzt ist sie wütend! Sie hetzt den armen Tenchi durch die Schule, wobei sie sie mit ihren Superkräften in Schutt und Asche legt. Auf dem Schulhof kommt es zum Show-Down. Doch überraschenderweise entscheidet es Tenchi für sich, denn er hat das Schwert bei sich! Ryoko büßt eine Hand ein, die sie allerdings sofort darauf regeneriert. Aber der Edelstein, die geheimnisvolle Quelle ihrer Macht, der im Handgelenk saß, ist explodiert. Ryoko gibt sich geschlagen und verschwindet erst mal.

Das gleiche tut schleunigst auch Tenchi, nachdem gerade die Feuerwehr im Anrücken ist und ihm sicher ein paar sehr unangenehme Fragen stellen würde. Zurück zu Hause wirft er sich erschöpft auf sein Bett, nur um gleich darauf zu seinem Entsetzen feststellen zu müssen, daß Ryoko unter der Bettdecke liegt und friedlich schläft. Sie wacht dann auf und ruft "Willkommen daheim!"

2. Folge: Here comes Ayeka

Über den Baum, der - wie wir später erfahren - Yoshos Raumschiff gewesen war, wird Ryo-Oh 1, das Schiff der Jurai-Prinzessin Ayeka darüber informiert, daß ihre alte Feindin Ryoko wieder unter den Lebenden weilt. Ryo-Oh 1 taut seine Herrin daraufhin auf, die sofort Kurs auf die Erde nimmt, um Ryoko zu verhaften.

Ryoko bleibt die Ankunft Ayekas nicht verborgen. Sie fordert Tenchi auf, ihr ihre Juwelen zurückzugeben, da sie ohne sie ihr Raumschiff Ryo-Ohki nicht kontrollieren kann. Tenchi gibt ihr nur einen, aber der genügt. Ryo-Ohki setzt sich aus seinen Bruchstücken wieder zusammen, fliegt zu Tenchis Haus, über dem mittlerweile Ryo-Oh 1 schwebt. Ryoko geht sofort an Bord, wobei sie Tenchi und sein ganzes Haus, das sie dafür kurzerhand schrumpf, mitnimmt. Sie flüchtet in den Weltraum, wird aber von Ryo-Oh 1 eingefangen. Ayekas baumstammförmige Wächter Azaka und Kamidake teleportieren an Bord und nehmen Ryoko und Tenchi fest.

Ayeka verhört Ryoko, muß dann aber ins Bett! Derweil versucht Tenchi, aus seinem aus flexiblen Baumstämmen gebildeten Gefängnis zu entkommen, wird jedoch, bevor er sich durchgeschnitzt hat, von Sasami befreit, die aus lauter Langeweile ihrer älteren Schwester Ayeka einen Streich spielen will. Dafür verspricht sie Tenchi, ihn zur Erde zurückzubringen.

Sie führt Tenchi zu Ayekas Schlafgemach und fordert ihn auf, ihr Ayekas Kopfschmuck zu bringen. Tenchi schleicht sich hinein, findet aber das Schwert - das gleichzeitig Masterschlüssel für alle Jurai-Raumschiffe ist. Er schnappt es sich, aber dabei wacht Ayeka auf. Sie läßt Tenchi von ihren zwei Wächtern verfolgen, doch er und Sasami können zunächst entkommen. Mit dem Masterschlüssel kann Tenchi auch Ryoko befreien, doch da erscheint Ayeka persönlich. Sie fragt Tenchi nach Yosho, ihrem Halbbruder und Verlobten, doch Tenchi weiß nur, daß dieser nach der alten Legende schon vor langer Zeit gestorben ist. Derweil läßt Ryoko ihr Schiff mit Ryo-Oh 1 kollidieren, geht mit Tenchi an Bord, fesselt Ryo-Oh 1 an es, wobei sie den Masterschlüssel benutzt, so daß Ryo-Oh 1 nicht entkommen kann, und rast dann zur Erde zurück, wo sie alle in einem gewaltigen Knall aufschlagen und dabei die Seto-O-Hashi-Brücke zerlegen.

Am Schluß landen beide Raumschiffe als Trümmer in dem See nahe dem Schrein von Tenchis Großvater. Auch das geschrumpfte Haus ist nun dort - wieder in seiner ursprünglichen Größe, und alle essen erst mal friedlich ihr Frühstück. Alle außer Ayeka, die vergeblich versucht, ihr Schiffswrack aus dem Wasser zu ziehen, wobei es statt dessen endgültig versinkt.

3. Folge: Hello, Ryo-Ohki

Tenchi Video 2

Ayeka träumt von ihrer Kindheit vor 700 Jahren. Sie hat Yosho einen Blumenkranz geflochten, den sie ihm aufs Haar legt, bevor er den Planeten Jurai verlassen und gegen die Dämonin Ryoko kämpfen muß, die bereits große Verwüstungen angerichtet hat. Yosho und Ryoko stranden beide auf der Erde und kämpfen dort weiter. Yosho trägt den Sieg davon, aber er kehrt nie wieder zu Ayeka zurück. Statt dessen erscheint ihr als letzter Tenchi im Traum und sagt: „Yosho ?! Aber er ist tot. Hier! Nimm das Schwert, es soll dich immer an ihn erinnern." Schreiend wacht sie auf. Es ist früher Morgen und sie geht zum Fenster. Dort marschiert gerade Ryoko zum See. Ayeka sagt zu sich selbst: „Was für ein widerlicher Anblick so früh am Morgen" und wendet sich ab.

Ryoko läuft währenddessen über den See, in dem die Trümmer von Ryo-Ohki liegen. Dann läßt sie sich hinuntersinken und findet schließlich, was sie gesucht hat: Ryo-Ohkis Ei!

(Die vielgestaltigen Raumschiffe, die als Bäume, Menschen oder Tiere auftreten und sich auch reproduzieren können, sind eine Besonderheit dieser Serie).

Derweil ist auch Sasami aufgewacht und versucht, Ayeka zum Verlassen des Zimmers zu bewegen, in dem sie seit einer Woche über ihr Unglück schmollt. Schließlich hat die Prinzessin ein Einsehen und geht mit ihrer kleinen Schwester hinunter. Und wem begegnet sie da: Ryoko! Diese zeigt voller Stolz Sasami das Ei und behauptet, sie hätte es gelegt und Tenchi sei der Vater. Ayeka ist entsetzt, Sasami fasziniert. Tenchi kommt ins Zimmer und hat keine Ahnung, was los ist, als Ryoko ihm das Ei in die Hand drückt. Erschreckt läßt er es fallen, als sich darin etwas rührt und mit Dampfen und Zischen die Schale zerspringt. Doch die unsanfte Landung auf dem Boden macht dem Neugeborenen nichts aus: es schlüpft ein maunzendes Hasenkätzchen, das Sasami sofort ins Herz schließt - eine Freundschaft, die lange halten wird. Ryoko begrüßt das Wesen als Ryo-Ohki, womit auch Ayeka klar wird, daß es nicht Ryokos Kind ist. Sie ist wütend und knallt Tenchi eine, als er versucht, sie zu beruhigen. Dann rennt sie aus dem Zimmer, nur um gegen Katsuhito zu prallen, der gerade in Richtung Wohnzimmer unterwegs war. Sie entschuldigt sich und läuft schnell zum See.

Beim Gedanken an ihr zerstörtes Raumschiff und die Tatsache, daß sie auf einem Hinterwäldlerplaneten (der Erde) festsitzt, bricht sie in Tränen aus. Ryo-Ohki kommt, um sie zu trösten. Zuerst ist Ayeka entsetzt, doch nachdem das Tierchen hartnäckig bleibt, gelingt es der Prinzessin doch noch, eine Zuneigung zu ihr zu entwickeln. Besorgt läuft sie ihr nach, als Ryo-Ohki davonflitzt, um ihr etwas zu zeigen: den Trainingsplatz, wo Tenchi unter Anleitung seines Großvaters Schwertkampfroutinen übt.

Ayeka ist sehr überrascht, in den Bewegungen die typischen Routinen der königlichen Familie von Jurai zu erkennen. Sie verliert das Gleichgewicht und fliegt den Abhang hinunter, wobei sie sich am Bein verletzt. Tenchi und Katsuhito eilen ihr zu Hilfe. Sie fragt Katsuhito nach den Schwertkampfroutinen, doch der übergeht die Frage völlig und beauftragt Tenchi, die junge Frau nach Hause zu tragen.

Auf dem Weg dorthin beginnt es zu regnen und sie flüchten sich in eine Hütte. Beim wärmenden Feuer kommen sie sich trotz der Schüchternheit auf beiden Seiten näher, wozu Ryo-Ohkis überraschendes Auftauchen mit beiträgt. Es scheint sich abzuzeichnen, daß beide vielleicht eines Tages heiraten werden, denn Tenchi ist letzten Endes auch ein Mitglied der königlichen Familie von Jurai.

Derweil bittet Sasami Ryoko, den Regen abzustellen. Diese meint träge: „Tut mir leid. Auf diesem Planeten kann man das noch nicht." Dann schießt ihr eine Idee durch den Kopf, die sie sehr munter werden läßt. Sie fragt Sasami scheinheilig, ob sie wisse, wo ihre anbetungswürdige Schwester das Schwert versteckt habe. Sasami antwortet, „Klar. Sie hat es immer bei sich." Resigniert läßt Ryoko sich auf die Couch zurücksinken.

Nachdem der Regen nach einiger Zeit von selbst aufgehört hat, kommen Tenchi und Ayeka an einem weiteren See vorbei, in dessen Mitte ein mächtiger Baum wächst: der heilige Baum des Masaki-Schreins. Ayeka erkennt ihn wieder: es ist Funaho, Yoshos Raumschiff. Der Baum war es, der Ryo-Oh 1 herbeigeholt hatte, nachdem Ryoko von Tenchi aus der Höhle befreit worden war, und nun erzählt er den beiden die Geschichte der Schlacht vor 700 Jahren. Allerdings kann sich Funaho nicht mehr in ein Raumschiff verwandeln. Er ist mit der Erde schon zu fest verwurzelt.

Ayeka ist zutiefst erleichtert: wenn Funaho noch lebt, dann muß auch Yosho, ihr Verlobter, noch am Leben sein - irgendwo auf der Erde. (Diese Einschätzung stellt sich später als richtig heraus). Sie gibt Lord Tenchi das Schwert zurück und sagt, es sei seins und er solle sie damit nun beschützen. In diesem Augenblick tauchen Sasami, Ryo-Ohki und Ryoko auf. Ryoko ist eifersüchtig, weil Tenchi und Ayeka den ganzen Nachmittag allein in der Hütte verbracht haben, und zieht sich grollend (und blitzend) zurück. Auch die anderen machen sich auf den Heimweg.

4. Folge: Mihoshi falls to the Land of Stars

Der 4. Teil beginnt mit einem kleinen Vorgeschmack auf kommende Ereignisse um Kagato: Eine Patrouille der galaktischen Polizei ortet ein riesiges Raumschiff und greift es an. Leider wird sie dabei vollständig vernichtet und all die tapferen Polizisten getötet.

Im galaktischen Hauptquartier unterrichtet wenig später der Marschall den Commander darüber, daß der galaxisweit gesuchte Pirat Kagato wieder gesichtet worden sei und gleich als erstes eine Staffel Polizeischiffe vernichtet habe. Dann habe er sich in Richtung Sol-System abgesetzt. Der Commander verspricht, sich darum zu kümmern. Er fragt seinen Adjutanten, wer im Sol-System Dienst habe. Als er den Namen „Mihoshi" (wörtl. „Schöner Stern") hört, verschluckt er sich an seinem Kaffee, denn Mihoshi ist eine absolute Chaotin. Aber sie ist auch die Enkelin des Marschalls. Der Adjutant verspricht, sich um die Sache zu kümmern und funkt Mihoshi auf ihrem Patrouillenschiff an.

Während dessen liegt Fräulein Schöner Stern in ihrem Sessel und amüsiert sich köstlich über eine Kleinkindershow. Der Anruf bringt sie völlig durcheinander und bevor sie die Kommandozentrale erreicht hat, hat sie beachtliche Verwüstungen erzeugt. Der Adjutant (der später in der Serie noch gelegentlich auftauchen wird) beauftragt sie, nach Kagato zu suchen und, wenn sie ihn gefunden hat, die Zentrale zu informieren. Mihoshi versteht das so, daß sie sich daran macht, Kagato selbst zu fangen. Und davon läßt sie sich auch von dem verzweifelt schreienden Offizier nicht mehr abbringen.

Was nun folgt, ist meiner Meinung nach der sehenswerteste Teil der ganzen Serie. Tenchi, sein Vater und die drei Mädchen sind zu einer heißen Quelle gefahren, die Tenchi und seine Leute jeden Sommer zur Erholung aufsuchen. Unten baden die Männer, oben die Frauen. Tenchis Vater hat natürlich nichts eiligeres zu tun als an den Steinen nach oben zu klettern, um sich heimlich die hübschen Frauen anzusehen. Als jedoch genau vor seiner Nase Ryoko materialisiert, erschrickt er sich fast zu Tode, stürzt wieder hinunter und verschwindet erst mal unter Wasser. Ryoko teleportiert nach unten und schnappt sich Tenchi. Der ist total verwirrt und wehrt sich verzweifelt, denn seine Verehrerin ist völlig nackt. Sie befördert ihn ins Damenbad und tunkt ihn erst mal unter. Als Ayeka sieht, daß Tenchi da ist, macht sie blitzartig den Abgang, doch Ryoko fängt sie ein und zerrt sie an den Beckenrand. Doch die verliebten Blicke, die Tenchi und Ayeka sich dann zuzuwerfen beginnen, machen sie ziemlich sauer, und sie spielt ihrer Lieblingsfeindin einen Streich: als Ayeka ins Wasser geht, hält sie die Schnur ihres Badeumhangs fest, und Ayeka macht die nächsten Schritte ebenfalls nackt.

Ryouko

Tenchi haut es erst mal um, und Ayeka und Ryoko geraten in einen richtig schönen Streit, in dessen Verlauf Ryoko mit dem Edelstein an ihrem linken Handgelenk einen Wasserdämon herbeiruft, um Ayeka durch ihn quälen zu lassen. Doch ohne einen weiteren Juwel an ihrem rechten Handgelenk kann sie den Dämon nicht kontrollieren, was sie im Eifer des Gefechtes vergessen hatte. Statt dessen wendet sich der Dämon zuerst gegen sie, dann gegen alle. Ayeka und Ryoko ergreifen das Hasenpanier. Auf ihrer Flucht durch das Hotel wird dieses zu Kleinholz verarbeitet.

Unbeabsichtigt hat Ryoko mit dem Rufen des Dämons auch eine Energiefalle geschaffen, in die nun Mihoshis Raumschiff gezogen wird (übrigens Mihoshis einzige Bruchlandung, an der sie nicht selbst Schuld ist). Ihr Raumschiff und der Wasserdämon verschwinden in der Raumfalte, Mihoshi wird aus dem Schiff geschleudert und von Tenchi gerettet. Mit einem gewaltigen Platscher landen sie im Bassin (Im Damenbad übrigens).

Als Schöner Stern wieder zu sich kommt, sieht sie in die Gesichter von Sasami und Ayeka. Sie ist entzückt, mit den Eingeborenen in Kontakt zu kommen. Als Ryoko ihr das Multifunktionsarmband, das sie bei der Bruchlandung verloren hatte, mit der Frage zurückgibt, was die galaktische Polizei wohl auf der Erde wolle, ist sie allerdings weniger entzückt. Und dann fängt das Armband auch noch an zu piepsen. „Aber das war doch kaputt", meint Mihoshi.

„Jetzt nicht mehr. Ich habe es repariert", antwortet Ryoko. „Aber ... wenn du das reparieren konntest, dann ..." „Hmmm?" „Dann ..." „Hmmm?" „Dann bist du wohl ein Juwelier."

Diese Schlußfolgerung haut Ryoko erst mal um. Sasami klärt Mihoshi daraufhin auf, daß Ryoko eine Weltraumpiratin sei. Mittlerweile ist auch Ryo-Ohki hereingehoppelt und hat es sich auf seinem Lieblingsplatz - Sasamis Kopf - gemütlich gemacht. Das Piepsen des Armbandes signalisiert der langsam hysterisch werdenden Mihoshi, daß der gefährliche Weltraumpirat Ryo-Ohki ganz in der Nähe ist - nur wenige Zentimeter von ihr entfernt. Schließlich verspeist Ryo-Ohki den Lauf von Mihoshis Strahlenpistole, woraufhin diese wieder in Ohnmacht fällt.

Gerade als Tenchi aus seiner Ohnmacht erwacht, kommt die Hotelwirtin herein und fragt mit sehr energischer Stimme, was das Chaos hier zu bedeuten habe ...

In der folgenden Nacht schlafen Ayeka, Mihoshi und Sasami friedlich Seite an Seite auf ihren Tatami-Matten. Allerdings hat Sasami einen Alptraum: Sie träumt von dem Erz-Bösewicht Kagato.

Der kreuzt derweil mit seinem Raumschiff Souja bereits über Japan.

5. Folge: Kagato attacks

Tenchi Video 3

Tenchi hat alle Felder in der Umgebung des Schreins in Karottenfelder umwandeln müssen, um Ryo-Ohkis Gefräßigkeit zu stillen. Ryo-Ohki ist natürlich bei der Ernte dabei und vertilgt auf der Stelle alle Karotten, die Tenchi herausrupft. Dann fallen die ersten Schneeflocken. Ryo-Ohki hat noch nie zuvor Schnee gesehen und flüchtet erst mal.

Derweil nimmt Ryoko genüßlich ein warmes Bad im Schwebenden O-Furoba (O-Furoba sind japanische Badehäuser, die man in jedem Stadtteil einer jeden japanischen Stadt findet) und läßt sich mit Sake vollaufen. Das schwebend Bad ist so schön warm und gemütlich. Durch das transparente Dach sieht sie draußen den Schnee fallen und sie fühlt sich wie im Himmel. Ayeka kommt herein. Als sie Ryoko sieht, schaltet sie sofort den Rückwärtsgang ein, doch Ryokos Einladung zum Sake-Trinken kann sie dann doch nicht widerstehen. Während sie die Sake in sich hineinschüttet und dabei knallrot wird, streitet sie wie üblich mit Ryoko.

Kurz darauf kommt auch noch Mihoshi dazu und schwärmt davon, wie Tenchi sie bei ihrer Bruchlandung gerettet hat. Ryoko und Ayeka sind davon nicht sehr begeistert. Ryo-Ohki taucht auf, und Ryoko drückt sie an sich, doch Ryo-Ohki weicht fauchend zurück. Der Grund dafür ist eine grüne Energiesphäre, aus der der Bösewicht Kagato auftaucht. Kurzerhand entführt er Ryoko mit der Behauptung, sie gehöre sowieso ihm.

Tenchi, Ayeka, Sasami und Mihoshi verfolgen Kagato. Beim Baum Funaho taucht er wieder aus seiner Energiekugel auf und setzt erst mal Mihoshi und dann Tenchi außer Gefecht. Gerade als er sich das Schwert schnappen will, taucht Katsuhito auf und liefert Kagato einen eindrucksvollen Kampf. Kagato muß sich zurückziehen, doch Katsuhitos wahre Identität wird enthüllt: er ist Josho. Ayeka fällt ihm unter Tränen um den Hals. Sie fragt ihn, warum er damals nie zurückgekehrt sei. Das hat folgenden Grund: Yoshos Vater ist der Jurai-Imperator (der auch Ayekas und Sasamis Vater ist), aber seine Mutter ist eine Erdenfrau. Da er wegen der Vorurteile auf Jurai einen Streit um die Erbfolge befürchten mußte, nutzte er den Überfall Ryokos, um gegen sie zu kämpfen und nie zurückzukehren. Er blieb freiwillig auf der Erde. Und nach mittlerweile 700 Jahren ist er für eine Hochzeit mit Ayeka wohl etwas zu alt. Er schlägt statt dessen Tenchi vor. Doch der will erst Ryoko retten. Ayeka und Mihoshi schließen sich spontan an, doch mit welchem Raumschiff sollen sie Souja - Kagatos Schiff - verfolgen?

Nun folgt die einzige Ryo-Ohki-Transformationssequenz der ganzen OAV. Ryo-Ohki hoppelt zu dem Teich, in dem Ryo-Oh 1's Überreste liegen, verwandelt sich dann in ihre Raumschiffsform, zieht die (ziemlich intakte) Zentraleinheit von Ryo-Oh 1 aus dem Wasser (wenn man bedenkt, wie groß die ist, muß der Teich ganz schön tief sein) und fliegt mit ihr und seinen drei Passagieren Souja nach.

Allerdings kann keiner der drei Ryokos Raumschiff richtig steuern, und so wird es im Gefecht dauernd getroffen. Verzweifelt fragt Tenchi, ob er nicht mit Ryo-Oh 1 etwas machen kann. Ayeka sagt, man könne die Light-Hawk-Wings - eine Spezialität der Jurai-Technologie - dazu benutzen, aber es sei sehr gefährlich. Und in der Tat. Kagato erkennt die Schwachstelle und bläst Ryo-Oh 1 endgültig in die Luft. Ryoko, die sich mittlerweile befreien konnte, findet nur noch Tenchis blutiges Stirntuch im Weltraum treiben (und nebenbei einen Haufen Bäume und Holzsplitter usw., wie bei Jurai-Schiffen üblich). Verzweifelt schwört sie Kagato bittere Rache.

6. Folge: We need Tenchi

Diese Folge startet ohne die übliche Titelmusik direkt in die Handlung, die unmittelbar an Folge 5 anschließt.

Ryoko sitzt im Trümmerfeld (mitten im Weltraum und ohne Schutzanzug!) und hält das blutige Stirntuch Tenchis in der Hand, als Ryo-Ohki vorbeitreibt. Sie teleportiert an Bord, wo noch alles ziemlich unversehrt ist. Ayeka bestürmt sie, nun zusammen Tenchi zu suchen, doch als Antwort knallt sie ihr nur das Tuch vors Gesicht. Statt dessen will sie sich nun rächen. Mit aller Energie läßt sie Ryo-Ohki gegen Soujas Schutzschirm anrennen und kommt durch - immerhin ist sie die Herrin ihres Schiffes und beherrscht seine umfangreichen Möglichkeiten perfekt.

Derweil rennt auf der Erde Sasami weinend zu Funaho. Sie ruft schluchzend: "Tenchi, stirb nicht!" Bei Funaho angekommen, verwandelt sie sich in einen Energiestrahl und wird von Funaho zu Tsunami, ihrem Schiff und gleichzeitig dem Flaggschiff Jurais, abgestrahlt.

Übrigens ist Tenchi (natürlich) doch nicht tot. Kamidake und Azaka, Ayekas baumstammförmige Wächter, haben unauffällig ein Energiefeld um ihn errichtet, in dem er bewußtlos liegt. Da erscheint Tsunami in der Gestalt einer schönen Frau bei ihm, integriert sich in seinen Körper und teleportiert sich mit ihm an Bord (von sich selbst sozusagen). Dort teilt sie dem wieder erwachten Tenchi mit, wer sie ist, daß sie das mächtigste Schiff der Jurai-Flotte ist, daß sie Sasamis Schiff ist (ihr Spiegelbild im Wasser ist das Bild von Sasami!) und daß an Bord von Souja gerade heftige Kämpfe stattfinden. Tenchi, das Schwert Tenchi in der Hand, will sofort losstürmen, aber Tsunami warnt ihn: Kagato und sein Schiff sind sehr gefährlich. Er solle sich nicht allein auf die Kraft des Schwertes verlassen - ein entscheidender Tip, wie sich später herausstellt.

Unterdessen sind Ryoko, Mihoshi und Ayeka (in Kriegsbemalung - sieht toll aus) an Bord Soujas und stürmen gegen Kagatos Verteidigung. Allerdings überwinden sie sie so leicht, daß man annehmen kann, er habe sie nur als Spielzeug geschickt. Denn er ist auf etwas bestimmtes aus. Während er auf das Eintreffen seiner "Gäste" wartet, spielt er seine riesige Orgel (auf diese monumentale Weise, die nur echt fiese Schurken zustande bringen).

Während Ayeka und Ryoko schließlich Kagatos Zentrale erreichen, kommt Mihoshi zu spät. Durch einen Trick wird sie auf die "andere" Seite befördert, ohne es jedoch zunächst zu merken. Sie kriegt nur mit, daß sie weder Ayeka noch Ryoko noch Kagato findet. Statt dessen sieht sie sich zwei riesigen Schlangen gegenüber. Zunächst gelingt es ihr, diese abzuwehren, doch sie können sich wieder befreien und greifen erneut an. Voller Panik fummelt Mihoshi an ihrem Kontrollwürfel herum und sprengt dabei (unbeabsichtigt) den Energiekubus, der Washuu gefangengehalten hatte. Washuu besiegt (im wirklich allerletzten Moment) die Schlangen und erklärt Mihoshi dann, was los ist: sie ist das größte wissenschaftliche Genie der ganzen Milchstraße und ist vor zig Jahrhunderten von Kagato entführt und festgesetzt worden. Sie hat auch Souja gebaut. Dieses Schiff hat gewissermaßen 2 Seiten und eine Schicht dazwischen, die nur in eine Richtung durchlässig ist. Niemand kommt je zurück, solange Kagato lebt. Und sie und Mihoshi befinden sich auf der anderen Seite, von wo aus sie in die Kämpfe Ayekas und Ryokos gegen Kagato praktisch nicht eingreifen können.

Kagato hat Ayeka schon niedergestreckt und Ryoko in Stein verwandelt. Nun hypnotisiert er Ayeka und wir erfahren, was er eigentlich will: Das Herrscherhaus von Jurai verfügt über eine überlegene Technologie, die jedoch streng gehütet wird. Insbesondere die Jurai-Raumschiffe sind damit ausgestattet und allen anderen Schiffen weit überlegen. Und das mächtigste aller Schiffe ist Tsunami. Kagato will das Geheimnis dieser Macht herausbekommen. Doch von Ayeka erfährt er es nicht, denn sie durchschaut die Hypnose rechtzeitig und erwacht wieder.

Washuu hat Ryokos Astralleib auf die andere Seite geholt und wieder ent-steinert. Dann inspiziert sie sie auf Schäden. Ryoko ist davon gar nicht begeistert und belegt Washuu mit etlichen (englischen) Schimpfwörtern, die ich noch nie vorher gehört habe. Washuu verbittet sich diesen Ton von ihrer Tochter! Ryoko ist platt, muß dann aber einsehen, daß Washuu tatsächlich ihre Mutter / Schöpferin ist (näheres dazu, woraus Ryoko gemacht worden ist außer aus einer Eizelle Washuus, erfahren wir in einer späteren Folge).

Da Ryoko nicht körperlich auf der anderen Seite war, kann sie zurückkehren und weiter gegen Kagato kämpfen. Der erwiest sich jedoch als zu stark, außerdem hat er noch etliche Tricks auf Lager. Schließlich muß Washuu Ayeka vor Kagato retten, indem sie auch sie auf die andere Seite holt. Dort ist sie zwar im Prinzip sicher, doch Kagato will sie zwingen zu reden, indem er die Erde bombardiert. Doch das verhindert Tsunami! Kagato ist erstaunt, wieviel Energie sie Schirme Tsunamis aushalten und will dieses Schiff jetzt erst recht.

Da taucht Tenchi wieder auf. Zusammen mit Ryoko kämpf er gegen Kagato, doch er schafft es nicht. Kagato ist schon siegessicher, weil er nun alle Juwelen hat, mit deren Energie er Tsunami unter seine Kontrolle bringen kann. Da wirft Tenchi das Schwert weg und erzeugt die Light-Hawk-Wings. Im großen Finale schafft er es endlich, den überraschten Kagato zu halbieren (und Souja gleich mit). Kagato löst sich auf und die wieder auf die richtige Seite zurückgekehrten Frauen flüchten mit Ryoko und Tenchi in letzter Sekunde zur Erde.

Special: The Night before the Carnival

Tenchi Video 4

Mal wieder so ein Titel, bei dem man nicht so recht weiß, was damit gemeint sein soll.

Im Gegensatz zu den OAV-Folgen ist dieses Special 45 Minuten lang. Dafür ist auf dem Video auch sonst nichts.

Die Handlung dreht sich darum, daß Ryoko, Ayeka und Washuu versuchen, sich Tenchi zu angeln.

Morgen

Kamidake und Azaka, die als "lebende" Torpfosten dienen, stellen fest, daß es mal wieder ein wunderschöner Frühlingstag ist. Das wird aber nicht lange so bleiben ...

Tenchi liegt selig schlummernd in seinem Bett. Schließlich wacht er auf - und blickt in Ryokos übernächtigtes Gesicht, das halb aus der Wand herausschaut. Er ist nicht sehr erfreut, auf seine Frage zu hören, daß sie die ganze Nacht bei ihm war. Und nicht mal auf der Toilette läßt sie ihn allein, bis er sie schließlich hinausscheucht. Nach dem Waschen findet er an seinem Finger einen Ring. Als er ihn abziehen will, verwandelt er sich seine Kampfgestalt. Aus den Kleidern fällt ein Samenkorn heraus - Ryo Oh 1's Samen. Nachdem er wieder normal bekleidet ist, bringt er den Samen Ayeka, die sich heftig bedankt, was Ryoko gar nicht paßt.

Sasami ruft alle zum Frühstück. Doch vorher hat Ayeka noch was wichtiges zu tun: sie sucht Washuu auf und bittet sie um ein System, in das sie den Samen ihres Raumschiffes pflanzen kann. Washuu gibt ihr erst mal einen Blumentopf, den ihr Ayeka umgehend auf die Birne donnert. Washuu hat aber nur Spaß gemacht. Sie hat in Kagatos Hinterlassenschaften etwas passendes gefunden, ein Wachstumsbassin, das Kagato extra für Jurai-Raumschiffsbäume angefertigt hat - ohne Tricks usw. Sie befördert es in den See beim Schrein.

Sasami schickt derweil Tenchi zu Washuu, um Ayeka zum Frühstück zu holen. Aber Ayeka ist schon weg. Washuu meint, sie sei beim Pflanz-System und pflanze Karotten oder so was. Ryo-Ohki, die das hört, hält nun nichts mehr. Wie der Wind ist sie beim System und Ayeka muß sie erst mal nachdrücklich verscheuchen. Washuu hat sich inzwischen Tenchi geschnappt und will ihn untersuchen. Und dazu braucht sie auch eine Sperma-Probe. Gerade als sie sie sich "organisieren" will, kommt Mihoshi dazu, rettet Tenchi und stellt nebenbei das Labor auf den Kopf.

Vormittag

Sasami und Mihoshi lesen Mädchen-Mangas. Ryoko sieht das zufällig und läßt sich von Sasami erklären, um was es geht: ein Junge und ein Mädchen verfallen in Liebe zueinander. Ryoko ist begeistert und probiert es gleich selbst aus. "Versehentlich" stößt sie Tenchi, der gerade im Garten arbeitet, an und entschuldigt sich dann wortreich. Schließlich stellt sie sich vor und fragt Tenchi nach seinem Namen. Der weiß nicht so recht, wie ihm geschieht und wird schließlich mal wieder versehentlich von Mihoshi gerettet, die Ryoko aus dem Verkehr zieht: und zwar hat Ryoko Mihoshi angebrummt, sich zu verziehen, Mihoshi denkt aber, Ryoko hätte eine Erkältung und schleppt sie ins Bett.

Auch Ayeka hat inzwischen Liebesanleitungen studiert: Tenchis Vater Noboyuki hat ganze Regale davon. Sie stellt sich vor, wie sie Tenchi einen selbstgestrickten Pullover gibt und er sie dafür an sich drückt. Als sie wieder in die Realität zurückkehrt, ist der Pullover allerdings völlig danebengegangen.

Ryoko versucht sich als Köchin. In Gedanken findet ihr Essen natürlich begeisterte Zustimmung, in der Realität allerings ... sie läßt Ryo-Ohki mal probieren, die es daraufhin vom Tisch haut. Schließlich verwandelt sich der Inhalt des Topfes in einen überkochenden Brei und Ryoko zieht frustriert ab.

Ayeka schreibt Tenchi einen Brief, in dem sie sich als Schülerin vorstellt, die mit Tenchi nach der Schule etwas wichtiges zu besprechen habe. Zustellen läßt sie ihn von Ryo-Ohki und verspricht ihr dafür die Karotten, die sie so liebt. Allerdings vergißt sie, sie ihr zu geben, denn sie muß ja vor der Schule Stellung beziehen. Tenchi erhält den Brief auch, doch gerade als er zur Schule will, hält Sasami ihn auf und bittet ihn, Gemüse aus dem Vorratshäuschen zu holen, weil sie gerade nicht wegkann. Tenchi stellt aber zu seinem Schrecken fest, daß das ganze Gemüse weg ist. Ryo-Ohki hat sich in ihrer Verzweiflung in zahlreichen Inkarnationen über das Gemüse hergemacht. Washuu, die dazukommt, weil sie eine seltsame Energie geortet hat, scheucht die Ryo-Ohkis wieder in den See zurück.

Ryoko versucht, über Katsuhito eine Verlobung mit Tenchi zu arrangieren. Statt dessen wird sie Zeugin, wie Katsuhito Mihoshi fragt, ob sie Tenchis Freundin werden wolle. Auch Washuu hat mittlerweile eins dieser Leibesbücher studiert - im Gegensatz zu den anderen ist ihres sogar druckfrisch - und festgestellt, daß Ryoko und Ayeka zu Tenchi überhaupt nicht passen, sie selbst aber die perfekte Partnerin sei. Tenchi schwirrt der Kopf.

Mittag

Ryoko und Ayeka baden im Schwebe-O-Furoba. Ayeka döst vor sich hin und träumt von Tenchi. Dabei verliert sie den Halt und geht unter. Sie kommt zwar schnell wieder zu sich, aber sicherheitshalber gießt Ryoko ihr einen Kübel kaltes Wasser über den Kopf. Beide stellen fest, daß zu viele Konkurrentinnen im Weg sind. Sie beschließen, Washuu mit einer Energiefalle einzuschließen und Mihoshi zur galaktischen Polizei zurückzuschicken. Das klappt sogar. Vom Schrein aus ruft Ryoko Mihoshi an, gibt sich als ihr Chef aus und befiehlt sie zur Berichterstattung sofort zurück. Doch mit welchem Raumschiff soll Mihoshi fliegen? Ihres ist ja in dieser seltsamen Energietasche verschwunden. Da steht schon Ayeka hinter ihr und schlägt vor, Washuu zu fragen. Die könnte doch leicht ein paar Schiffe organisieren. Und in der Tat: Washuu ortet die Raumfalte und holt Mihoshis Schiff heraus - zusammen mit dem Wasserdämon, den Ryoko damals herbeigerufen hatte. Ryoko und Ayeka flüchten in Panik, doch Washuu kostet es nur ein Fingerschnippen. Zu Mihoshi sagt sie. "Eine törichte Tochter bedeutet mehr Arbeit für die Mutter."

Nachmittag

Unter Tränen verabschiedet sich Mihoshi von Tenchi und Sasami. Tenchi versichert ihr, sie könne jederzeit zurückkommen. Schließlich startet Mihoshi und fliegt zu einem großen Schiff, das in der Nähe von Jupiter oder Saturn liegt, dockt an, und verschickt ihren Report. Dann will sie zurück zur Erde, doch Yukenoujo, ihr Roboter, ermahnt sie, auch noch einen mündlichen Bericht abzuliefern. Also nimmt sie Funkkontakt zu ihrem Chef auf, der völlig überrascht ist, sie lebend zu sehen. Vor wenigen Stunden hat man im Hauptquartier die Schockwelle aufgefangen und analysiert, die Souja bei ihrer Explosion verursacht hat. Der Chef gratuliert Mihoshi zu ihren Erfolg und erwartet sie zurück im HQ. Doch Fräulein Schöner Stern denkt nicht daran zurückzufliegen. Sie will zurück zu Tenchi. Und der, als Kronprinz von Jurai dazu autorisiert, hat es ihr ja schließlich erlaubt.

Abend

Ryoko hat Ayeka aus dem Verkehr gezogen, indem sie sie gut verschnürt hat. Dann macht sie sich auf den Weg zu Tenchi. Sie stellt sich vor, wie er seine Liebe zu ihr gesteht. Voller Tatendrang will sie in sein Zimmer stürmen, doch an der Tür wacht eine Energiefalle darüber, daß niemand, der nicht angeklopft hat, hinein kann - eine Falle, die Ayeka installiert hat (sie hat Ryoko natürlich auch nicht getraut). Die Falle teleportiert Ryoko in den See.

Wütend stürmt sie hinaus. Ayeka hat sich inzwischen befreit. Nun kämpfen sie um Tenchi.

Nacht

Sasami hat einen Alptraum (sie sieht öfter in ihren Träumen unangenehme Ereignisse voraus): sie wandert über eine unsichtbare Ebene, die plötzlich nachgibt. Sie stürzt und prallt auf ein ebenfalls unsichtbares Hindernis. Blutüberströmt liegt sie am Boden. Tenchi taucht auf, um sie zu retten, da erscheint die riesige Gestalt von Lady Tokimi und entführt Tenchi.

Weinend wacht Sasami auf. Sie sucht Ayeka und Ryo-Ohki, aber beide sind nicht da. Immer noch schluchzend läuft sie aus ihrem Zimmer hinaus auf den Gang, wo immer noch Ayeka und Ryoko kämpfen, und in Tenchis Zimmer (nachdem sie vorher artig angeklopft hat). Ayeka und Ryoko sind verblüfft. Sie hören mit, wie sich Tenchi bei Washuu, die ebenfalls bei ihm ist, über das unmögliche Verhalten von Ryoko und Ayeka beschwert. Empört stürmen sie in sein Zimmer, werden aber, da sie nicht angeklopft haben, beide von Ayekas Falle in den See befördert.

Tropfnaß kommen sie wieder heraus und sinken resigniert Rücken an Rücken zu Boden. Da wird es plötzlich unnatürlich hell: Mihoshi ist gerade mal wieder dabei, eine saubere Bruchlandung hinzulegen, denn: sie hat vergessen, daß es auf der Erde keine Start- und Landeautomatik gibt. Also hat niemand den Gegenschub aktiviert. Und dann gibt es einen großen Knall.

Der nächste Morgen

Azaka und Kamidake begrüßen (mit wenig überzeugender Stimme) den wunderschönen Frühlingsmorgen. Von Tenchis Haus sind nur Trümmer stehengeblieben, alle haben im Freien übernachten müssen. Ayeka erwacht, als sie Ryo-Ohki miauen hört. Entsetzt stellt sie fest, daß sie auf dem Pflanz-System steht. Sie rennt hinüber, stürzt dabei in den See, was sie aber kaum mitbekommt, und brüllt Ryo-Ohki an, daß es hier keine Karotten gebe. Doch Ryo-Ohki zeigt auf einen jungen Trieb, der gerade aus dem Boden gekommen ist. Ayeka ist entzückt: ihr Raumschiff wächst wieder. Eines Tages wird sie es wiederhaben.


Erstellt am 9.9.1997. Letzte Änderung: 20.2.2014