Tokyo Babylon - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 und 2

Laufzeit der DVD: ca. 105 min.

Tokyo Babylon

Teil 1

Zur Einführung demonstriert Subaru einer jungen Frau seine starken Psi-Kräfte, indem er einen anscheinend tödlich verunglückten Motorradfahrer (namens Katsuhiko), wahrscheinlich den Freund oder Bruder der Frau, für einige Sekunden wieder erscheinen läßt. Das Mädchen ist tief erschüttert, doch Subaru tröstet sie: ihr Freund hätte nicht gewollt, daß sie weint.


Hokuto, Subaru, Kazami und Koni

In Tokyo gibt es eine Menge riesiger Baustellen, und eine davon - Projekt 5 des MCC-Konzerns - ist anscheinend verflucht. Der alte Präsident Mimura, der Übernatürlichem ziemlich offen gegenübersteht, beauftragt Subaru, dort mal nach dem Rechten zu sehen. Subaru ist über den Auftrag so aufgeregt, daß er auf der Straße in eine junge Frau (Asou Kazami) rennt. Er entschuldigt sich wortreich, doch der Hund der Frau scheint ihn trotzdem nicht besonders zu mögen.

Die Frau kam übrigens gerade aus der Praxis von Seishiro, der ebenfalls Psi-Kräfte hat und für Subaru und seine Schwester Hokuto eine Art väterlicher Freund und hauptberuflich Tierarzt ist. Dort bekommt Subaru einen Anruf von Präsident Mimura. Er bedankt sich überschwänglich und verbeugt sich sogar am Telefon, woraufhin Hokuto ihn ermahnt, nicht so unterwürfig zu sein. Schließlich ist er das Oberhaupt einer spirituellen Familie mit 1000-jähriger Tradition, die schon für im 12. Jahrhundert für den Kaiser gearbeitet hat.

Am Nachmittag ist Mimura auf der Baustelle und läßt sich über die Lage informieren. Er ist zuversichtlich, das Geisterphänomen lösen und die verlorene Zeit wieder aufholen zu können. Nagumo teilt allerdings (zumindest nach außen hin) Mimuras Glauben an die Fähigkeiten der Medien aus der Sumeragi-Familie nicht.

Später fahren sie dann im Baustellenaufzug wieder hinunter. Doch plötzlich gerät der Aufzug außer Kontrolle (irgend jemand hat nämlich vorher daran herumgeschraubt) und stürzt praktisch im freien Fall in die Tiefe. Mimura, der ein schwaches Herz hat, überlebt diesen Zwischenfall nicht: er bekommt einen Herzschlag. Unmittelbar darauf wird wie durch ein Wunder der Aufzug wieder langsamer und hält schließlich in aller Ruhe an. Und Nagumo steigt aus, als wäre nichts gewesen.

Als Subaru ankommt, ist sein Auftraggeber also schon tot. Natürlich kommt dem Jungen das äußerst verdächtig vor, und so sieht er sich mal ein bißchen auf eigene Faust um. Gegen Abend trifft er Nagumo, doch der meint lakonisch, er werde nicht mehr gebraucht, solle sich sein Geld geben lassen und verschwinden.

Präsident Mimura

In der Nacht untersucht Subaru die Baustelle erneut und stellt fest, daß auf ihr ein Fluch liegt. Aber einer, der falsch ausgeführt worden ist. Da stehen plötzlich Kazami und ihr Hund Koni hinter ihm, flüchten aber, bevor Subaru etwas sagen kann. Dafür läuft er als nächstes dem Polizisten über den Weg, dem er vorher schon an Mimuras Sarg begegnet ist, und erzählt ihm von dem falsch applizierten Fluch. Er wird zwar nicht das bewirken, was er soll, aber dafür sicherlich etwas anderes schlimmes.

Kommissar Yamakawa untersucht schon länger die zahlreichen tödlichen Unfälle, die es auf der Baustelle gegeben hat und die stets Nagumo auf wundersame Weise überlebt hat. Subaru vermutet, daß Nagumo besondere Fähigkeiten hat, die ihn beschützen und böse Einflüsse und Ereignisse auf seine Umgebung ablenken. Und in der Tat sind schon Nagumos Eltern und Freunde aus der Schulzeit alle bei schrecklichen Unfällen ums Leben gekommen, während Nagumo selbst kaum einen Kratzer abbekommen hat. Statt dessen in Nagumo auf der Karriereleiter auf diese Weise höher und höher geklettert.


Am nächsten Tag trifft Subaru Kazami und Koni wieder. Er mag Hunde und bringt Koni dazu, ihn nicht mehr anzuknurren. So faßt auch Kazami etwas Vertrauen zu ihm. Kazami hat den verunglückten Fluch ausgesprochen, und Subaru erfährt nun den Grund: Nagumo hat nämlich ihren Bruder Goro auf dem Gewissen. Wie üblich hat die Polizei nichts nachweisen können, doch Kazami ist sich sicher. Und deswegen will sie Nagumo zur Strecke bringen.

Sie hat ihre Flüche aus einem Lehrbuch, und so ist es in Subarus Augen kein Wunder, daß sie einen völlig vermurkst hat. Goro war der Architekt von Projekt 5, und er stand anscheinend Nagumo im Weg. Sie stürzten beide in die Tiefe. Nagumo fiel in ein Rettungsnetz, Kazamis Bruder schlug unten auf. Deswegen ging die Polizei von einem tragischen Unfall aus. Doch Kazami ist fest überzeugt, daß es keiner war. Zu viele solcher "Unfälle" sind schon passiert.

Subaru warnt sie. Dieser Rachefeldzug werde äußerst gefährlich für sie selbst. Doch das ist Kazami egal. Subaru ist es aber überhaupt nicht egal. Er macht sich große Sorgen um Kazami. Zu recht, wie auch Seishiro meint. Denn Nagumos Kraft könnte Kazamis Flüche gegen sie selbst zurücklenken, statt ihm zu schaden.


Yamakawa spricht mit Subaru über Mimuras Tod. Auch hier ist die offizielle Todesursache Herzschlag durch Schock. Die Winde des Aufzuges hatte halt eine Materialschwäche. Damit ist der Fall für die Polizei geschlossen. Subaru befürchtet, daß Kazami das nicht sehr gefallen wird. Yamakawa gefällt es auch nicht, und er ermittelt auf eigene Faust ein bißchen weiter.

Auch Kazami treibt die Dinge voran. Sie hat anscheinend in ihrem Handbuch einen neuen Fluch gefunden. Sie tötet Koni und schickt seine Seele zu Nagumo, damit er ihn ins Jenseits befördern möge. Der Geist erscheint tatsächlich im Projekt-5-Gebäude, das inzwischen so gut wie fertig ist, stürzt sich auf den völlig überraschten Nagumo und reißt ihm einen Arm ab.

Nagumo

Kazami hat für den Fluch anscheinend auch eine Menge ihres eigenen Blutes opfern müssen. Yamakawa findet sie vor dem Gebäude und läßt sie sofort ins Krankehaus bringen, wo Subaru, Seishiro und Hokuto sie aufsuchen. Es dauert nicht lange, da bekommen sie heraus, was ungefähr passiert ist. Subaru und Seishiro machen sich sofort auf den Weg.

Inzwischen hat Nagumo den Spieß umgedreht und sich Konis Geist einverleibt. Yamakawa kommt dazwischen, doch das kostet ihn das Leben. Wenig später erreicht auch Subaru das Hochhaus und findet als erstes mal Yamakawas von der Decke herabhängende Leiche. Dann wird er von Nagumo, der inzwischen selbst zu einem halben Monster geworden ist, angegriffen. Der Kampf geht kreuz und quer durch das Hochhaus, doch Nagumo behält am Ende die Oberhand. Da greift Seishiro ein. Seine Kräfte sind noch um einiges größer als die Subarus, und er tötet Nagumo - auf ziemlich spektakuläre Weise, was Subaru leider nicht mitkriegt, weil er bewußtlos am Boden liegt.

Im Krankenhaus erwacht Kazami wieder, und Hokuto erklärt ihr, es sei nun alles vorbei, und sie könnte wieder an die Zukunft denken.

Zudem stellt sich heraus, daß Yamakawa gar nicht tot ist, sondern mit dem Schrecken davongekommen ist. Subaru ist sehr erleichtert.

Teil 2

In einer traumartigen Szene erklärt Seishiro dem kleinen Subaru, daß unter jedem Kirschbaum ein Toter begraben liege. Durch ihr Blut seien die Kirschblüten rosa und nicht weiß.

*

In der tokyoter U-Bahn geht neuerdings ein Killer um, der meist in einem der letzten Züge allein reisende Frauen überfällt und abschlachtet. Zufällig wird Subaru von einem anderen Wagen aus Zeuge eines solchen Mordes, kann ihn aber auch mit seinen Psi-Kräften nicht verhindern. Der Mörder entkommt unerkannt durch die U-Bahnschächte.

Die Polizei unter Leitung eines Inspektors Kono ist wenig später zur Stelle. Sie hat ein Medium mitgebracht, eine junge Frau namens Mirei, die die Vergangenheit von Objekten "sehen" kann, wenn sie sie mit ihren Händen berührt. (Deswegen trägt sie meistens Handschuhe.) Sie rekonstruiert den Mord ziemlich genau und bemerkt auch, daß Subaru auch über gewissen spirituelle Fähigkeiten verfügt.

Beide helfen dann auf dem Präsidium, ein Phantombild anzufertigen.


Zuhause erzählt Subaru natürlich, was ihm passiert ist. Vor allem von Mirei ist er fasziniert. Ihre Gabe, in die Vergangenheit sehen zu können, ist extrem selten. Mirei wird öfters von der Polizei um Mithilfe gebeten, aber die vielen Morde, die sie "sieht", belasten sie schwer.

Seishiro meint, das Leben solcher Esper sei meistens tragisch.

*

Mirei holt ihre Mutter von der Arbeit ab. Die alte Dame arbeitet in einem kleinen Zelt am Straßenrand als Wahrsagerin und ist anscheinend ebenso erfolgreich wie populär.


Subaru gehen die U-Bahn-Morde nicht aus dem Sinn. Und wenn sie weitergehen, dann wird Mirei sich jeden davon ansehen müssen. Deshalb würde er ihr gerne irgendwie helfen. Hokuto ist aber entschieden dagegen, daß er sich so sehr um andere sorgt, daß er dabei seine eigene Gesundheit vergißt. Denn anscheinend hat Subaru deswegen in letzter Zeit nicht besonders viel geschlafen und gegessen.

Die beiden machen zusammen mit Seishiro einen nächtlichen Spaziergang und begegnen in den Ruinen eines abgerissenen Hauses einem seltsamen Mann namens Miyatake, der anscheinend ein paar Trümmerstücke des alten Hauses als Souvenir einsammelt. Hokuto findet das ganz toll, und Miyatake nimmt die drei zu sich mit nach Hause, wo er schon eine ganze Sammlung solcher Beton- und Steinbröckchen hat.

Subaru und Mirei

Keins dieser Stücke ist etikettiert. Miyatake braucht so etwas nicht, denn es reicht, wenn er die Steine berührt, um zu wissen, woher sie kommen und welche Geschichte zu dem jeweiligen Haus gehört hat. Das heißt, er hat dieselbe Gabe wie Mirei. Er weiß auch viel über den Wiederaufbau Tokyos nach dem Krieg. So mancher, der dabei tödlich verunglückte, wurde gleich an Ort und Stelle in Beton eingegossen und so zum Bestandteil eines Hauses oder vielleicht einer Brücke. Subaru und Hokuto sind sehr erstaunt, das zu erfahren. Aber die Knochen, die aus einigen der Stücke herausschauen, sind der Beweis.

Subaru fragt sich auch, was wohl passieren würde, denn Miyatake und Mirei sich einmal begegnen und an den Händen berühren würden.

*

Die Polizei hat eine Frauenleiche aus dem Wasser gefischt, und Mirei identifiziert sie als ein weiteres Opfer des Killers. So langsam braucht sie aber mal einen Urlaub und überlegt mit ihrer Mutter, wohin sie zusammen fahren könnten. Doch ihre Mutter hat anscheinend etwas in der Zukunft gesehen und fährt daher allein mit dem Zug. Zum Abschied sagt sie Mirei noch, es gebe für sie den perfekten Mann.

Anschließend besucht sie mit Inspektor Kono ein verlassenen Haus, in dem nur noch ein paar Spielsachen herumliegen. Mit ihren Fähigkeiten findet Mirei heraus, daß der U-Bahn-Killer hier seine Kindheit verbrachte. Und daß er hier vor 12 Jahren seine Schwester ermordete und Spaß am Töten fand. Deswegen steht das Haus übrigens leer - weil es nach diesen schrecklichen Ereignissen keiner haben will.

Damit weiß die Polizei also, wer der Killer ist, aber nicht, wo er jetzt steckt. Subaru taucht auf. Kono erzählt ihnen, daß er den Mörder vor ein paar Jahren in einer Besserungsanstalt für jugendliche Kriminelle getroffen habe. Dort sagte dieser ihm, er habe ohne besonderen Grund getötet, nur so aus Spaß.

Ein Polizist fährt Mirei und Subaru nach Hause. Mirei erzählt Subaru, daß sie als kleines Mädchen mal einen jungen Mann getroffen habe, der genau die gleiche Fähigkeit wie sie hat. Er gab ihr ein Stück Stein, was er damals schon sammelte, als Andenken und versprach, sie würden sich eines Tages wiedersehen. Seitdem trägt Mirei diesen Stein als Anhänger um den Hals. Und der Gedanke an diesen Mann macht sie glücklich.

*

In einem Wagen der Nakano-Linie wird Mireis Mutter von dem Killer umgebracht. Anscheinend war es das, was sie in der Zukunft gesehen hat. Jetzt wird es für Mirei persönlich. Die Polizei beschließt, dem Mörder mit einem Lockvogel eine Falle zu stellen. Und den Lockvogel will Mirei spielen. Sie ist die einzige, die den Mörder "gesehen" hat. Aber außer ihrer Entschlossenheit hat sie nicht viel zu bieten. Und so geht die Sache ziemlich daneben. Der Polizist, der Mirei beschützen sollte, wird statt dessen von dem Killer abgestochen, und Mirei wird vom Jäger zum Gejagten und muß durch die U-Bahnschächte fliehen.

Subaru hatte allerdings so eine Ahnung, wo er Mirei finden könnte. Ganz allein ist sie also nicht. Und auch Miyatake ist zufällig gerade im Untergrund und klopft irgendwo Beton-Bröckchen aus einer Wand.

der Killer

Es kommt zu einer größeren Verfolgungsjagd in der Tiefe. Der Mörder treibt Mirei in die Enge, doch sie hat von dem kürzlich verstorbenen Polizisten eine Pistole bekommen. Sie kann damit zwar nicht umgehen und ist so aufgeregt, daß sie auch nicht zielen kann, aber immerhin verpaßt sie nach mehreren Schüssen dem Killer eine Kugel in die Schulter. Das reicht aber nicht, um ihn aufzuhalten. Gerade, als er sein Messer an ihre Kehle setzt, stürzt sich Miyatake auf ihn. Mirei kann nun ihre Flucht fortsetzen.

Auch Seishiro und Hokuto sind zur Stelle, um gegebenenfalls Subaru zu helfen.

Mirei balanciert inzwischen auf einem schmalen Sims über einem der U-Bahn-Tunnel und sitzt praktisch in der Falle. Subaru kommt ihr zu Hilfe und stürzt den Mörder mit seinen Phantom-Vögeln in die Tiefe. Dort ist allerdings Wasser - es hat heftig geregnet und einige Tunnel stehen unter Wasser. Mirei schafft es aber leider auch nicht mehr zurück in Sicherheit, sondern rutscht ab, doch da ist Miyatake zur Stelle und fängt sie gerade noch rechtzeitig auf.

Als die Hände der beiden sich berühren, wissen sie, daß sie einander wiedergefunden haben.

Der Mörder läuft allerdings immer noch frei herum. Subaru ist ihm dicht auf den Fersen, wird von ihm dann aber aus dem Hinterhalt angegriffen und niedergeschlagen. Er will dem bewußtlos am Boden Liegenden mit einem großen Stein den Schädel einschlagen, doch da greift Seishiro ein. Subaru hat eine Mission zu erfüllen und darf nicht sterben. Er tötet den Killer mit seinen Parakräften.

Hokuto ist überglücklich, ihren Bruder gesund und munter wiederzusehen.


Erstellt am 7.2.2003. Letzte Änderung: 20.2.2014