Tokyo ESP

Tokyo ESP

Animes mit Mutanten gibt es ja einige, aber die Besonderheit bei "Tokyo ESP" ist, daß diese Mutanten sozusagen künstlich hergestellt werden, ihre Kräfte aber auch wieder verlieren können. Kurz zusammengefasst geht die Geschichte etwa so: ein Archäologenteam entdeckt die beiden Steintafeln mit den Zehn Geboten. Eine dieser Tafeln zerbricht dabei und setzt einen Schwarm esoterischer fliegender Goldfische frei. Nicht jeder kann diese Fische sehen, aber wer sie sehen kann, zu dem kommen sie früher oder später und verliehen ihm eine besondere Fähigkeit, etwa Teleportation, Telepathie, oder wie im Fall von Urushiba Rinka, der Hauptfigur dieser Geschichte, durch feste Materie hindurchgehen zu können (übrigens anders als in vielen solchen Fällen nicht nur durch Wände, sondern auch durch den Boden).

Nun ist es bekanntlich so, daß Menschen nicht immer nett zueinander sind. Viele derjenigen, die Mutantenkräfte erhalten, haben mit ihren Mitmenschen entweder sehr schlechte Erfahrungen machen müssen oder sind von Natur aus Aussteiger, Einzelgänger oder Kriminelle. Ihre neue Macht nutzen sie also nicht unbedingt für positive Ziele, um es mal milde auszudrücken. Aber diese Mutanten-Terroristen haben natürlich auch Gegenspieler, vor allem Rinka und ihre Freunde, die sich dem Kampf für Gerechtigkeit verschrieben haben, wohl wissend, daß die Menschen, für die sie sich mit ihrem Leben einsetzen, das nicht unbedingt immer verdient haben.

Der Anführer der Terroristen ist Professor Azuma Hokusai, der damalige Chef des Archäologenteam. Er mußte mitansehen, wie um die Macht dieser Tafeln ein mörderischer Terrorkrieg entbrannte, den er selbst nur knapp und als einziger aus seinem Team überlebte. Da er aber immerhin zu einem sehr mächtigen Mutanten wurde, beschloß er, die menschliche Gesellschaft niederzureißen und durch etwas besseres (unter seiner Führung natürlich) zu ersetzen. Daß dieses seine Ziele sind, danach sieht es zumindest die meiste Zeit aus, aber am Ende der letzten Folge gibt es Hinweise darauf, daß es noch weitere Mächte im Hintergrund gibt, von denen wir bisher nichts wissen.

Fazit

Eine unterhaltsame Geschichte mit ein paar ungewöhnlichen Ideen, die leider den Nachteil hat, mittendrin aufzuhören, was stark auf eine 2. Staffel hindeutet.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12


Urushiba Rinka - sie hat sich schon immer für die Schwachen und Bedrängten eingesetzt, und als sie die erstaunliche Fähigkeit, durch feste Materie gehen zu können, erwirbt, setzt sie diese gegen den Rat ihres Vaters dazu ein, verstärkt für das Gute zu kämpfen. Doch leider geht dieser Schuß ziemlich nach hinten los, und nicht nur deswegen, weil Rinka ziemlich starke und extrem rücksichtlose Gegner hat, von denen sie viel einstecken muß Urushiba Rinka Kido Ibuki
Urushiba Rindou - Rinkas Vater war früher Polizist. Auch er erhält eine Mutantenkraft, eine Art Mittelding zwischen Telekinese und Magnetkraft Urushiba Rindou Inada Tetsu
Azuma Kyoutarou - er ist Teleporter und vor allem ein Sonnyboy, dessen Optimismus unerschütterlich ist. Er will unbedingt immer den Helden der Gerechtigkeit spielen. Dabei ist er in einem Bürgerkriegsgebiet aufgewachsen, wo mörderische Schießereien an der Tagesordnung waren und wo er auch seine Eltern verlor. Sie waren eigentlich Forscher bzw. Archäologen und arbeiteten zusammen mit Hokusai an einer sensationellen Entdeckung, doch leider überlebten sie das nicht Azuma Kyoutarou Koumoto Keisuke
Edoyama Murasaki - sie ist die Tochter eines Yakuza-Bosses und erhält die Fähigkeit der Psychometrie. Wenn sie ein Objekt berührt, kann sie seine Vorgeschichte sehen. Sehr praktisch ist das bei Waffen. Wenn sie früher von einem Meister geführt wurden, kann Murasaki diese Fähigkeit vorübergehend übernehmen und wird nahezu unbesiegbar Edoyama Murasaki Tadokoro Azusa
Edoyama - Murasakis Vater ist Yakuza-Boß Edoyama Nakata Jouji
Oozora Ayumu - er kann ein Stück weit in die Zukunft sehen, was sehr praktisch ist. Weniger praktisch ist, daß seine Mutter eine ziemlich wichtige Politikerin ist, die sich gegen Mutanten engagiert Oozora Ayumu Ogata Megumi
Kuroi Kobushi - sie ist eine Diebin, und da kommt es ihr sehr gelegen, daß sie die Fähigkeit hat, sich unsichtbar zu machen. Außerdem ist sie Profi-Boxerin und hat eine ziemlich "kräftige" Handschrift, was vor allem Rinka ab des öfteren zu spüren bekommt. Bis Kobushi sich in Rindou verknallt und die Seiten wechselt  Kuroi Kobushi Aizawa Mai
Azuma Minami - sie und Kyoutarou kennen sich schon seit Kindheitstagen, doch jetzt stehen sie auf verschiedenen Seiten. Genau wie Kyoutarou ist Minami Teleporter, aber ihre Reichweite ist viel höher. Und ganz anders als der optimistische Kyoutarou haßt sie die Menschen und geht äußerst rücksichtslos und brutal gegen sie vor. Ihre Lieblingsfeindin ist Rinka, was aber daran liegt, daß sie wegen Kyoutarou auf sie eifersüchtig ist Azuma Minami Misawa Sachika
Nabeshima - Rindous ehemaliger Kollege soll mit seinen Leuten gegen die Mutanten kämpfen. Allerdings gibt es gute und böse Mutanten, was seinen Job ziemlich verkompliziert Nabeshima Yasuhara Yoshito
Hotokeda - er ist ein Yakzua-Boa, der unerwartet Mutantenfähigkeiten erhalten hat und diese jetzt für seine Geschäfte ausnutzt. Was er nicht erwartet hat war, daß er diese Kräfte auch sehr leicht wieder verlieren kann Hotokeda Genda Tesshou
Peggy - sie ist ein fliegender Pinguin. Und nicht nur das, sie kann dabei auch noch mehrere Menschen tragen. Außerdem ist sie der Sammler, d.h. sie kann die freigelassenen Goldfische wieder einsammeln und dabei auch Menschen ihre Mutantenkräfte wieder wegnehmen Peggy Mizuhara Kaoru
Azuma Hokusai - der Professor ist Kyoutarous Adoptivvater und Minamis Vater. Er will eine neue Weltordnung erschaffen, in der die Mutanten über die normalen Menschen herrschen. Zumindest deutet zunächst alles darauf hin. Er kann extrem starke Illusionen erzeugen, aus denen es kein Entkommen gibt, solange er es nicht will. Er kann mit dieser Kraft sogar Teleporter festnageln Azuma Hokusai Kawahara Yoshihisa
Azuma Seira - Hokusais Frau. Sie stirbt bei den Kämpfen um die Tafeln mit den Zehn Geboten Azuma Seira Hisakawa Aya
Kuroi Kozuki - Kobushis kleine Schwester. Sie hat die Fähigkeit, beliebige Gegenstände materialisieren und auch wieder dematerialisieren zu können Kuroi Kozuki Konno Hiromi
Youdani Roushi - er ist der ehemalige Trainer der tokyoter Polizei und damit auch Rindous Meister. Er verfügt über die Fähigkeit des Remote Viewings, d.h. er kann Dinge erkennen, die sich sehr weit entfernt ereignen Youdani Roushi Inoue Kazuhiko
Oozora Reia - Ayumus Mutter macht Wahlkampf gegen Mutanten. Doch dann wird ihr zweimal von Mutanten das Leben gerettet, davon einmal von ihrem Sohn Oozora Reia Oura Fuyuka
Lin Lianje - sie kann aus ihren Fäusten zerstörerische Schockwellen abfeuern und nimmt auf Menschen wenig Rücksicht, was allerdings angesichts ihrer Vorgeschichte verständlich ist. Denn sie war eine Art Sex-Sklavin Lin Lianje Matsuoka Yuki
Washibana - die japanische Regierung hat ihn geschickt, um die Tafeln mit den Zehn Geboten in Sicherheit zu bringen. Was bedeutet, daß er eine Menge Leute umlegen muß. Das macht ihm offenbar nichts aus. Wie er darüber denkt, als er dann selbst ins Gras beißen muß, erfahren wir allerdings nicht Washibana Yamazaki Takumi
Peliko - die schwebenden Goldfische können nicht nur Menschen Mutantenfähigkeiten verleihen, sondern auch Tieren. Auf diese Weise ist diese Pelikan-Dame zu telepathischen Kräften gelangt. Auf einer einsamen Insel trifft sie Kyoutarou und reist mit ihm zusammen zurück nach Tokyo, wo sie sich im Kampf gegen Hokusai als äußerst nützlich erweist Peliko Chihara Minori

Daten: Regie: Takayanagi Shigehito Design: Segawa Hajime, Takiyama Shintetsu Erscheinungsjahr: 2014
Bewertung Animation:
Framerate: sehr gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: teilweise sehr seltsam gestaltete Augen
Bewertung sonstiges: Handlung: relativ klassisch Besonderheit: ein Pinguin, der sich die Zähne putzt, ein telepathisches Pelikan-Mädchen und mehrere Helden der Gerechtigkeit Musik: cooler Abspann
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: nett

Erstellt am 20.3.2015. Letzte Änderung: 28.4.2015